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E_1935_Zeitung_Nr.046

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20 AUTOMOBIL-REVUE

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Wie man in diesen, absatzlosen, nur aus Sohlen bestehenden Sandalen tanzen wird, ist noch ungeklärt Za diesen Toiletten dürfte endlich auch der seit, mehr als einem Jahr als Abendumhang anempfohlene Wüstenburnus stilgerecht passem Ein weiter Mantel, lang und die Gestalt nicht verratend, aus schwerem Brokat, aus seidigem, prachtvoll getöntem Samt, aus kostbaren Stickereien. Die Frau, die man nach orientalischem Muster kleidet, wird wieder geheim- über die Veränderungen, die sich in dernisvoll. Ihr in den letzten Jahren durch Kleid Mode vollzogen. Sie bringt nicht nur neues und Mantel knapp modellierter Körper ist Material, neue Farben und hübsche, überraschende Kleinigkeiten, sie gibt der Frau Gewändern, die eine neue Silhouette schaffen. plötzlich umschwebt und verhüllt von weiten auch eine durchwegs eigenartige und ungewohnte Silhouette. Wie eine Fahne umweht einer verwirrenden Buntheit. Seltsame Far- Diese Kleider sind farbig, ja manchmal von das Cape die Gestalt der Frau. Es flattert benverbindungen machen die Modelle eigenartig und märchenhaft Selbstverständlich gel- und lebt im Frühlingswind und verhüllt die immerhin noch schlanke Gestalt, die bis vor ten diese phantasievollen Entwürfe nur für kurzem streng und schmal modelliert sein den Abend, der in mondäner, vielleicht wieder musste. Ganz eigenartig sind die halblangen, in luxuriöser Geselligkeit, in strahlend er-i weiten Jacken. Sie streben fort vom Körper, leuchteten Festräumen, vergehen darf. London steht heute bereits ganz im Zeichen den sie haben einen weiten Rücken und verbreitern Schultern und Taille in ihren losen, so lange vermissten luxuriösen Eleganz. Vielleicht bringt die Zukunft auch anderen Staaten die Möglichkeit zur Entfaltung sorgloseren rechteckigen Umrissen. Bisher mussten Jacke und Kleid streng tibereinstimmen. Und heute? Die Jacke aus naturfarbigem oder leuchtend getöntem Leinen soll so unabhängig wie möglich sein. Sie passt, eben weil sie aus Leinen ist, zum Tafelkleid, zum Seidenkleid, und ihre sportlichen Taschen, ihre Holzknöpfe stören die Harmonie der Erscheinung gar nicht, auch wenn die Trägerin sich zürn eleganten Fünf uhrtee an einen mondänen Platz begibt. Am Abend trägt die Dame zarte Schleierstoffe, dünne Spitzengewebe, die mit dem preziösen Taft und dem schimmernden Silberlame als neue Trabanten im Dienste der Schönheit der Frau stehen. Ein schmales Unterkleid, meist aus Taft, modelliert die trainierte und durch Diät schlank erhaltene Gestalt. Ein ganz weites Kleid, aus vielen Metern dünnen Geweben hergestellt, aus Möusseline, aus Tüll, aus seltsamen Seidenspitzen, umschwebt diese schmale Silhouette weit und lose. Gezogen an Hals und Taille, durch Bänder oder Schärpen gehalten, werden diese reichen Toiletten ein bisschen an die Körperföfm ängepasst. Nur ein wenig aber, denn ihre Aufgabe ist es, sich zu lösen, sich zu entfalten und durch die neue "Silhouette eben die frühere Mode zu besiegen. Wie man bereits weiss, wird das Herbst- und Winterkleid, und zwar nicht nur das festliche Modell für abendlichen Tanz und elegante Empfänge, sondern auch das Sportkleid, weit, lose, reich" gehalten sein. Zarte weisse Rüschen reihen sich um den Hals der Dame, bilden am Kostüm ganze Plastrons, geben dem Abendmodell den Stil der .Kavalierskleidung, wie 1 sie im Reich der galanten, französischen Könige-gepflegt wurde, oder Formen, die an das Imprimemodell des Sommers erinnern: weisse, reiche, seltsame Blüten aus Organdy, Tüll und Krepp. Gewiss werden sich diese Garnituren bis zum Herbst noch ein wenig ändern. Die Einzelheiten der Kleidung wandeln sich immer ein bisschen rascher als die Gesamtsilhouette, die sich immer erst nach einigen Jahren ändert, dann, wenn man ihrer Umrisse müde geworden ist. Man kann es hoch nicht genau erkennen, der Frühling ist noch zu jung, und erSt der Sommer "bringt die wirkliche Entfaltung der neuen Mode. Doch scheinen wir jetzt an einem Wendepunkt des Geschmakkes zu stehen, denn wir mächen eben eine grosse Wandlung der Linie und des Stils mit. Die Londoner Festwochen und die Mode. Die Thronfeierlichkeiten in London wickel- :en sich in märchenhafter Pracht ab, Aus allen eschichtlicheh Epochen entlieh man Kostüme und Uniformen, strahlende Kleider und seltame Hüte, um die Aufzüge und Festlichkeiten :anz im Zeichen sieghafter Schönheit zu halten. Die Frauen bevorzugten bei ihren Toiletten die Silberfarbe* Und auf den Tischen und Büfetts der in allen Familien, in Hotels, in Pensionaten und Heimen stattfindenden Jubiläums-Parties strahlten die Farben der englischen Flaggen und schimmerten zwischen : rühlings- und Frühsommerblüten silbrige Blätter und Aehren. Vielleicht war diese Folge r on Festen, die London Wochen hindurch belerrschte, der Impuls zu einem grossen Modeimschwung, zu einer neuen Epoche, in der nach langen Jahren herber Sachlichkeit, Luxus und Eleganz wieder zur Geltung kommen sollen. Einige Pariser Modeschöpfer, vor allem Madame Alix, wollen schöne Frauen in orientalische Prinzessinnen verwandeln. Zareste Möusseline, Tüll, .weiche, fliessende, ranspärente ' Seidenvoiles werden' ungemein eich und phantasievoll zu fliessenden oder lauschigen Abendtoiletten drapiert. Manche [leider sehen wie die Festroben indischer Maaranis aus, auch der über den Kopf gelegte Schleier fehlt nicht. Andere Modelle sind gar urch die Beinkleider der ZuaVen und durch & T^liiHfkrlincAn rior jMtic+ioran Hof AmeH«im

M» 46 — 1935 AUTOMOBIL-SEVUE 21 2)ie interessante £cke linset Qlo&us — glatt wie ein ÜJennisiaU Wenn wir uns all die vielen und unendlich hohen Berge, die Millionen von Häusern und Kirchtürmen, die zahlreichen Wolkenkratzer auf unserer Erde vorstellen, so bekommen wir das Gefühl, dass wir uns auf einer ausserordentlich holprigen und rauhen Kugel befinden. Höchstens die Seen und die Meere sind einigermassen eben, wenigstens solange es nicht stürmt. Aber alles ist relativ. Unsere Erde ist mindestens so glatt wie ein Tennisball und würde sich im Notfall auch als Billardkugel eignen. Angenommen, der Mount Everest fiele lotrecht nach der, tiefsten Stelle des Weltmeeres ab, so gäbe« das eine Wand von ungefähr 20000 Meier Höhe, davon rund 9000 Meter über und, 11000 Meter unter dem Meeresspiegel. Derartig scharfe Niveaudifferenzen gibt es arjer bekanntlich auch nicht annähernd. Aber selbst wenn es eine lotrechte Wand vgti 20 000 Meter Höhe gäbe, so würde sie siur ein Sechshundertfünfzigstel des Erddurchmessers ausmachen, den wir — reichlich bemessen — mit 13000 Kilometer annehmen wollen. Auf einem Globus von 65 Zentimeter Durchmesser wäre also diese Wand ein Millimeter hoch; ein einziger winziger Millimeter bei einer so stattlichen Kugel. Verkleinern wir diesen Globus auf einen Zehntel seines Durchmessers, so dass er einer kleinen Billardkugel gleichkommt, so ist auf dieser Kugel die senkrechte Wand •vom Mount Everest hinab in den tiefsten Meeresgrund nur ein Zehntelmillimeter. Unsere Erde ist also gar nicht so uneben, und eine gewöhnliche Lehmkugel weist trotzigere Gipfel und wildere Klüfte auf als unsere Alpen. Wenn man auf einen runden Marmortisch von einem Meter Durchmesser einen Krug Wasser ausschüttet, so dass es auf allen Seiten herunterrinnt und nur- ein Rest stehen bleibt, so mag das Wasser auf der Marmorplatte etwa ein Millimeter tief sein, also ein Tausendstel des Tischdurchmessers. Nun, der Atlantik ist von Lissabon bis Neuyork ungefähr 5000 Kilometer breit, und wir wollen ihm eine Tiefe von 5000 Meter zugestehen, also wieder das Verhältnis Eins zu Tausend. Die Rechnung stimmt, und der Ozean ist also proportional nicht tiefer als die kleine Lache, die auf der Marmorplatte geblieben ist. Der englische Kanal ist im allgemeinen 60 bis 100, an der schmälsten Stelle 30, im. Durchschnitt etwa 80 Kilometer breit; seine grösste Tiefe beträgt 40 Meter; das ist ein halbes Tausendstel seiner Breite, also ein halber Millimeter auf einen Meter Breite; es würde schon eines ausgezeichneten Feinmechanikers bedürfen, um uns ein Stahlbassin in diesen Proportionen herzustellen, in dem wir bei einer Breite von einem Meter eine Wassertiefe von einem halben Millimeter erhalten könnten. Die Ostsee, die auf weite Strecken nicht tiefer ist als 20 oder 30 Meter, können wir uns auf unserem Globus überhaupt nicht vorstellen, denn dort wäre sie ein Zwanzigstelmillimeter tief; und doch toben dort Stürme, sinken Schiffe und ertrinken Menschen. Das heutige Passagierflugzeug geht, wenn nicht besondere Gründe vorhanden sind, selten über eine Höhe von 600 bis 700 Meter hinauf; das ist ein Zwanzigtausendstel des Erddurchmessers; auf unseren Globus übertragen, der 65 Zentimeter Durchmesser hat, wäre das ungefähr drei Hundertstel eines Millimeters; kein Zigarettenpapier Hesse sich unter den Flieger schieben, der in schwindelnder Höhe stolz durch den Aether zieht; wir könnten uns gar nicht vorstellen, dass ein Körperchen so nahe der Oberfläche dahingleiten und doch so gut Abstand halten kann. Der Flieger, der den Höhenweltrekord mit 13 000 Meter hält, würde zwei Drittelmillimeter über dem Globus «schweben», und die kühnen Pioniere, die sich 20 000 Meter hoch in die sogenannte Stratosphäre erheben, haben sich einen ganzen Millimeter von der Oberfläche des Globus entfernt. In der gleichen Höhe bewegen sich die allerhöchsten Wolken. Gewöhnliche Regenwolken, die ein paar hundert Meter über dem Boden hinziehen, Gussregen, die aus ihnen herabstürzen, Blitzschläge, die sich aus ihnen entladen und in den Erdboden sausen — auf unserem Globus würde sich alles das überhaupt nicht «in der Luft» abspielen, wir hätten den Eindruck, dass ein feuchtes, mikroskopisch dünnes Dampfhäutchen über den Boden hinkröche, und es gäbe kaum ein Instrument, mit dem man auch die verheerendsten Tropengewitter optisch oder akustisch wahrnehmen könnte. Die Tornados der westindischen Gebiete, die Taifune der Rendez-vous der Automobilisten • Grosser Parkplatz Telephon 73.4S3 H. SOus, KBchmM. Ä.CS. T.CS. Südsee, die Blizzards und Hurricanes der winterlichen amerikanischen Ebenen, die, alle vernichtend, über weite Landstriche dahinbrausen, sie würden auf unserem Globus so langsam und unmerklich dnherschleichen selbst wenn sie hundert Stundenkilometer hätten, dass man ihre Bewegung nicht mit der stärksten Lupe beobachten könnte. Wir haben mal In der Schule gelernt, das die Sonne einen Durchmesser von 1390 600 Kilometer hat und 149 500 000 Kilometer von uns entfernt liegt, doch vermochten wir mit diesen Zahlen nie vie! anzufangen. Wir können uns wohl Strecken von einigen tausend Kilometern vorstellen, aber eine Distanz von mehreren Millionen Kilometern ist für uns etwas Unfassbares. Nehmen wir wieder unsern Globus von 65 Zentimeter Durchmesser zu Hilfe und stellen uns vor. er sei nicht mehr die Erde, sondern die Sonne. Unsere liebe Erde müsste dann zu einem Kügelchen von Sechs Millimeter Durchmesser zusammenschrumpfen und würde in einem Abstand von 69 Meter den Globus umkreisen, während z. B, der Mond nur noch 1,5 Millimeter Durchmesser und 18 Zentimeter Abstand von der Erde hätte. So könnte man die Verkleinerung der Erde noch weiter treiben, und wenn wir ihren Durchmesser sogar bis auf einen tausendstel Millimeter reduzierten, so gäbe es immer noch Himmelskörper mit einem Durchmesser von rund fünf Meter. lüacutH tifjtntticti zweimal £We und 9JLd? Ein jeder hat schön von diesem interessanten Naturschauspiel gehört und viele wissen auch, woher die Erscheinung herrührt. Der Mond ist schuld daran, detm es ist nun einmal so: Zwei Körper ganz beliebiger Art und Grosse ziehen sich gegenseitig an. Die Erde versucht, den Mond zu sicih herübefzureissen und der Mond tut mit der Erde dasselbe. Dass die beiden nicht zusammenprallen, haben wir einerseits der Zentripetalkraft des um die Erde rotierenden Mondes und anderseits den übrigen Himmelskörpern, die ebenfalls Anziehungskräfte auf Erde und Mond ausüben, zu verdanken. Doch, während der Mond die Erde einmal umkreist, haben wir zweimal Ebbe und Flut. Woher kommt das? Denken wir uns alles Wasser der Erde einfach als eine dicke Schicht, die unsern ganzen Globus umhüllt. Dort, wo diese Wasserschicht dem Mond am nächsten ist, muss auch die Anziehungskraft des Mondes am stärksten wirken können.* Stände der Mond also beispielsweise über dem Nordpol, so müssten sich die Wassermassen dort emporheben. Nach Süden zu, also etwa in unsern Gegenden, wäre die Zugkraft des Mondes infolge der Erdwölbung schon erheblich geringer, am Aequator noch geringer und am Südpol ergibt sich somit eine seltsame Folge der Mondkraft: da seine Anziehungskraft in unserm Beispiel um so kleiner wird, Je weiter wir nach Süden wandern, muss die feste Erde am Südpol heftiger vom Mond angezogen werden als das darüber befindliche Wasser. Und das Resultat: auch am Südpol wird das Wasser empörsteigen. Das Wasser aber, das an unsern beiden Polen zur Flut emporsteigt, muss aus anderen Gebieten abfllessen. Und zwar — bei unserm Beispiel — vom Aequator. Dort entsteht .Ebbe. Wir haben, also ständig zwei Fluten, die gegeneinander um 180° verschoben sind. Aber nicht nur der Mond zieht unsere Erde an. Auch die Sonne. Ihr« Zugkraft ist aber infolge ihres 390mal grösseren Abstandes, trotz ihrer 26 Millionen mal grösseren Masse, nur etwa halb so gröss wie die des Mondes. Immerhin: sie ist vorhanden und verursacht ebenfalls Ebbe und Flut. Die Wassermassen der Erde unterließen also gleichzeitiar der Wirkung beider Zugkräfte. Stehn Sonne uiid Mond so, dass sie aus der gleichen Richtung anziehend auf die Erde wirken, also bei Neu- und bei Vollmond, so verstärken sich ihre Wirkungen: Ebbe und Flut werden heftiger, die Fluthöhe übersteigt dabei das normale Mass um die Hälfte, wir haben eine sogenannte Springflut. Stehn Sonne und Morid aber so, dass sie mit der Erde einen Winkel von 90 Grad bilden, so wirken sie einander entgegen. Ungeheure Wassermassen werden unter der Zugkraft von Sonne und Mond ständig über den Erdball bewegt. Aber die eigene Anziehungskraft der Erde ist doch noch immer Tiesengröss gegenüber.! der Zugkraft des Mondes, die selbst bei stärkster Flut nur etwa den neunmillionsten Teil der Erdanziehunzskraft erreicht. Ifierwaldstätter- See und Umgebung Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersiohtllch in O. R. Wagners OH Touring, Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des T. C. S. PFINGSTEN in Das PASSWORT des QOURMANDS Neue ideale Zufahrtsstrasse Ruhe - Erholung - Sport - Konzerte Dancing - Exkursionen X. Rosen- und Kinderfest 6./7. Juli Wahl der Rosenkönigin pro1935 27 HOTELS Mimmal -Pensionspreis pro Tag Fr. 6.50 — 12.50 Prospekt durch Verkehrsbureau vorteilhafte Weekend- und Wochenarrangements Günstiges Weekend-Arrangement. - Garage. Grosser Parkplatz. - Eigenes Strandbad - Openair-Dancing. - Zimmer mit Messendem Wasser. - Pension von Fr. 7.50 an. - Im Juli u. August Pension v Fr. 8.— an. - Billig und Gut bei Luzern - ob Küssnacht a. R. • Jederzeit feine Dtners. 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