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E_1935_Zeitung_Nr.046

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Tourismus Verbilligtes

Tourismus Verbilligtes Benzin für Autotouristen. In der Ausgabe vom 21. Mai (A.-R. Nr. 41) wurde der neue italienische Dekretserlass, welcher eine Abgabe von verbilligtem Benzin an ausländische Autogäste vorsieht, eingehend gewürdigt. Diese Verbilligung wird durch eine Reduktion der auf dem motorischen Brennstoff lastenden Steuer erzielt. Das Dekret selbst regelte nur die prinzipielle Seite der Angelegenheit, ohne auf die praktischen Ausführungsbestimmungen näher einzutreten. So blieb damals vor allem noch die Frage offen, welchen Umfang dieses fiskalische Entgegenkommen annehmen würde. Wie in der damaligen Mitteilung richtig vermutet wurde, Hessen die ergänzenden Vorschriften nicht lange auf sich warten. Die vorgesehenen Ansätze entsprechen im grossen und ganzen den Tarifvergünstigungen, welche auch die Bahnen den ausländischen Gästen unter verschiedenen Titeln gewähren. Die Benzinsteuer wird bei einem Aufenthalt bis zu zwei Wochen um 40 Prozent ermässigt. Dauert die Reise in Italien länger, so tritt sogar eine Reduktion von 80 Prozent ein. Diese weitgehende Vorzugsbehandlung der ausländischen Automobilisten erstreckt sich auf Aufenthalte bis zu einer deimonatigen Dauer. Die Preissenkung wird dadurch erzielt, dass jedem einfahrenden Motorfahrzeuglenker an der Grenzstation ein Gutscheinheft ausgehändigt wird. Beim Benzinankauf werden dann die entsprechenden Gutscheine dem Tankhalter abgegeben, der sie seinerseits mit dem Finanzministerium zur Verrechnung bringt, das ihm die Preisdifferenz gutschreibt. Dieses neuartige und bedeutungsvolle Entgegenkommen wird ein äusserst wertvolles und erfolgreiches Propagandamittel sein. Italien wird künftig im Auslande nicht nur mit seinen prächtigen Strassen, sondern mit dem ebenso wichtigen und oftmals sogar ausschlaggebenden Argument des billigen Benzins werben können. Dass dadurch der Zustrom ausländischer Automobilisten und Motorradfahrer einen noch grösseren Aufschwung nehmen wird als dies in den letzten Jahren schon ohnehin der Fall war, steht ausser Zweifel. Die in der Schweiz anderseits, hauptsächlich behördlicherseits, allen Ernstes diskutierte Massnahme einer Benzinzollerhöhung müsste als Gegenstück zum italienischen Vorgehen für unseren Fremdenverkehr geradezu katastrophale Folgen zeitigen. Freilich werden die deutschen Gäste wegen der gegenwärtigen aussenpolitischen Beziehungen zu Oesterreich nach wie vor den Weg durch unser Land nehmen. Es muss aber bestimmt damit gerechnet werden, dass sie ihren Aufenthalt in unserem Lande möglichst kurz halten und so rasch als irgendwie angängig dem Süden zustreben, der ihnen so vielerlei Vorteile und Annehmlichkeiten bietet. Dass dem so sein wird, können wir uns Erscheinungsweise der « A.-R.» Wegen der Pfingstfeiertage erscheint die erste Nummer der nächsten Woche Dienstag den 11. Juni abends. Redaktionelle Einsendungen müssen Dienstag früh in unserem Besitze sein. Die Red. einer Antwort zu bringen, als sie fragend dastand. Es war einfacher, auf gütig aussehende Frauen zu warten, die stehen blieben, ihr die Richtung wiesen und manchmal kleine Münzen in ihre gekrümmte Handfläche fallen Hessen. Munizipalgerichtsgebäude... Ah, da waren ja die Gesichter wieder! Orchid erkannte jetzt viele von ihnen, vom Sehen wie auch dem Namen nach. Oh, oh, aufhören zu stossen! Oh, das ist ja unerhört! Die Polizisten schieben und schlagen mit ihren Knütteln. Achtung, diese Frau hat ein Kind in ihren Armen. Aufhören! Ja, wieder diese Gesichter. Das Gesicht des roten Stenographen, der während der ganzen Verhandlung linkshändig geschrieben hatte, und all die Berichterstatter mit ihren kritzelnden Fingern, und der Beamte, der die Namen ausgerufen hatte. Mrs. Emanie Snuggs. Miss Toto Stroheim. Das war ja Toto selbst, und ihr Gesicht sah aus wie eine Maske mit Augenschlitzen. Und Cyd in einer männlich geschnittenen Seidenbluse. Oh, da waren alle. Max Innesbrook fächelte sich mit seinem Panamahut. Wo war Martin? Da waren die Leuchtfeuer, recht gut, aber wo war Martin? Und noch einmal hing sie wie ein Pilz an einer Kante ihres Stuhles. Dann, wie immer während dieser Tage der Ewigkeit, kam der Richter herein wie ein Berg, und der Berg neigte sich vor dem Meer und das Meer hob sich. Der Berg sah auf das Meer. Immer mehr'Stenographen und Boten gingen ein und aus, und der Richter las kleine an den Fingern abzählen, wenn heute schon in deutschen Fachzeitschriften in Tourenauskünften zu lesen ist, dass die Schweiz als teures Land leider vorläufig nicht zu umgehen sei, dass aber durchaus die Möglichkeit bestehe, die schweizerische Etappe in einem Tag zu erledigen! Unsere übrigen treuen Gäste, so auch die Franzosen, die heute unseren Benzinpreis als besonderen Stimulus zu Schweizerreisen empfinden, werden sich dem italienischen Sonderangebot ebensowenig verschliessen und die bisherige Zunahme der aus dem Auslande zugereisten Motorfahrzeuge wird dann bald zum Stehen kommen, sich möglicherweise sogar in kürzester Zeit in eine rückläufige Bewegung verwandeln. Die Bundesbehörden mögen sich daher eine Aenderung der Zollansätze neuerdings ganz gründlich überlegen! Der Zeitpunkt für Verteuerungen wäre verzweifelt schlecht gewählt. Sivassen AUTOMOBTL-REVUE Rapperswiler Seedamm. Im Zürcher Kantonsrat kam unlängst die Frage eines Beitrages in der Höhe von 400,000 Fr. an den ausserhalb der Kantonsgrenze liegenden Seedamm zur Sprache, wobei dem regierungsrätlichen Antrag, wie er in Nummer 43 der «A.-R.» bereits publiziert wurde, mit grossem Mehr zugestimmt worden ist, mit dem Zusatz allerdings, dass die Interessen des Kantons Zürich auch in bezug auf die Erhaltung des Landschaftsbildes und des Naturschutzes in diesem Gebiet in gebührender Weise zu wahren sind. Nicht mit Unrecht wurde bei der Behandlung der Seedammfrage im Rate darauf hingewiesen, dass der Antrag des Regierungsrates die Frage der Seedammkorrektion mit derjenigen der Elektrifikation der Südost- Bahn verkette, so dass es sich beim Umbau des Seedammes eigentlich nicht nur um einen Kredit von 3,1 Mill. Fr., sondern um einen solchen von 7 Mill. Fr. handle. Auch Baudirektor Maurer hob die Wichtigkeit des interkantonalen Werkes hervor, wobei erbetonte, dass mit der Erteilung des Kredites für den Umbau des Seedammes die finanziellen Verpflichtungen noch nicht erledigt seien. Von anderer Seite wurde auch hervorgehoben, dass es manchem Ratsmitglied, einige Ueberwindung kosten werde, die Summe von 400,000 Fr. für ein ausserkantonales Projekt zu bewilligen, doch sei dem Antrag des Regierungsrates gleichwohl zuzustimmen, um später den Vorwurf der Kurzsichtigkeit nicht auf sich nehmen zu müssen. Weiterhin wurde auch auf den schwachen Verkehr auf der Seedammlinie hingewiesen und von diesem Votanteri unseres Erachtens der einzig vernünftige verkehrspolitische Standpunkt eingenommen, den Bahnbetrieb in Berücksichtigung ungenügender Verkehrsdichte überhaupt über den Seedamm einzustellen, wodurch der Umbau viel billiger zu stehen kommen würde. Neben dem Betrag von Fr. 400,000 spendet der Kanton zusammen mit der Stadt Zürich noch weitere Papierzettel, und die Runde der Stenographen stellte sich auf die Zehen, und die Berichterstatter flüsterten mit Deneen, und der Staatsanwalt hielt sein Gesicht jetzt ganz undurchdringlich, als bildete sein Mund einen Riegel quer über das Gesicht. Warum kommen sie nicht? Bitte, warum? Die vierundzwanzig Amseln — nein, nein, die zwölf Geschworenen. Warum kommen sie nicht, bitte ? Aber die Leuchtfeuer schienen es gefragt zu haben. Ihre Augen wichen nicht von der Tür. Da kamen sie nun! Die vierundzwanzig, nein, nein, zwölf. Das Walross, die Tomate und Slatt. Lass mich nicht ohnmächtig werden. Da waren.sie nun. Der Berg sah auf das Meer. Wo war Martin? Ganz recht, da war Max Innesbrook und fächelte sich mit dem Panama. Ah, nein, Max sass auf einem Zweirad und sein Kopf war in ein türkisches Handtuch eingebunden — er fuhr auf dem Zweirad nirgendhin. Leuchtfeuer helfet mir... «Euer Ehren, dieses Geschworenengericht hat die Ehre, zu erklären, dass es die Beschuldigte an der Bare für nicht schuldig erkannt hat.» Man stürzte einen Hügel hinunter. Einen Hügel aus Händeklatschen. Bevor sie noch zum Bewusstsein kam, schämte sie, sich einfältig, dass sie ihr Bewusstsein verloren hatte. «Es tut mir so leid. Wohin muss ich jetzt gehen?» Ich werde gehen. Klick klack. Zurück in die Korridore der klappernden Schlüssel: Nein? Die Leuchtfeuer fächelten jemanden. Sie fächelten Orchid. Und Martin, mit offenem Fr.. 160,000 auf Konto Arbeitsbeschaffung. An diese Beiträge ist bekanntlich. die Bedingung geknüpft, dass bei der Vergebung der Bauarbeiten Unternehmungen aus dem Kanton Zürich gebührend berücksichtigt werden. Weiterhin können etwa 600—630 Arbeitslose während der Dauer eines Jahres beschäftigt werden, wobei dem Kanton und der Stadt Zürich eine angemessene Q'uote einzuräumen ist. In seiner Sitzung vom 31. Mai hat der Verwaltungsrat der S.O.B. einstimmig beschlossen, den dem Bahnunternehmen zugemuteten Kostenaufwand von 455,000 Fr. an den Umbau des Seedammes zu übernehmen, sofern dieser Kostenanteil in die Elektrifikationskosten aufgenommen werden kann und die Elektrifikation der Bahn zustande kommt. Die Geldbeschaffung für die Elektrifikation ist bereits bei den Regierungen der Kantone Zürich, Schwyz und St. Gallen anhängig, ebenfalls ist ein Gesuch an den Bundesrat um die gesetzliche Unterstützung an die Elektrifikation beschlossen worden. Mit den kantonalen Zuschüssen von je Fr. 415,000 der Stände Schwyz und St. Gallen und den Fr. 560,000 aus dem Kanton Zürich hört die finanzielle Unterstützung also bei weitem noch nicht auf, so dass man also gut beraten ist, wenn mit den misslichen Strassenzustandsverhältnissen über den Seedamm auch in nächster Zukunft gerechnet wird. Dieses Geschäft ist schon so lange herumgeschleppt worden, dass wir wegen den von der S.O. B. gestellten Bedingungen auch weiterhin uns mit Geduld wappnen müssen. Allerdings wird es der Bahn leicht fallen, den Nachweis zu erbringen, dass durch die Elektrifikation die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens nachweisbar gehoben werden kann. Andere Privatbahnen haben diesen Nachweis auf dem Papier ebenfalls geleistet und sind trotzdem in der Praxis in eine immer grössere Schuldenwirtschaft hineingeraten! Kürzlich hat auch der Regierungsrat des Kantons Schwyz beschlossen, grundsätzlich die Uebernahme des schwyzerischen Kostenanteils von Fr. 415,000 in Aussicht zu nehmen, sofern die direkt interessierten Bezirke March und Höfe selbst einen angemessenen Kostenanteil übernehmen und sofern das Volk den erforderlichen Kredit samt Deckung bewilligt. Die Wenn und Aber, die dieser Kanton gegenüber den Seedammprojekten aufstellt, sind wohl verständlich, doch kaum geeignet, das Bauprojekt schnell zu fördern, weil die Schwyzer in Angelegenheiten, die den ganzen Kanton berührten, in letzter Zeit stets ein Nein in die Urne legte. •- ' ... .-, ... Wy. " Von der Julier-Strasse. In der diesjährigen Frühjahrssession des Grossen Rates des Kantons Graubünden wurde beschlossen, den Julier auch künftig als Nordsüd-Verbindung ganzjährig dem Verkehr offen zu halten, unter gleichzeitiger Genehmigung des Nachtragskredites für die Schneebrucharbeiten, die im Winter 1934/35 den hohen Betrag von 439,000 Fr. verschlangen, gegenüber 246,000 Fr. im Vorjahre. Eine Autostrasse rund um die Ostsee. Die nördlichsten Länder Europas haben eine starke Initiative für die Förderung der Autotouristik ergriffen. Ks gibt ein «Touristenkomitee der Nordischen Länder», das nicht nur bestrebt ist, die Aufmerksamkeit der Autotouristen auf die hervorragenden Tourenmöglichkeiten in Skandinavien hinzulenken, sondern das auch bestrebt ist, die Errichtung neuer Strassenzüge in. -die Wege . zu leiten. So soll insbesondere ein neuer Strasseiizug rund um die Ostsee geschaffen werden. Zur Zeit kann man bereits um die Ostsee fahren, indem man die Küstenstrasse längs des' Bottnisdhen Meerbusens durch Nordschweden benützt. Von. Haparanda steht sodann Kragen, hielt einen Wasserkrug, und der Richter hatte seinen Talar abgelegt und stand im entferntesten Winkel des Zimmers im Gespräch mit Max Innesbrook, schaute aber auf Orchid. Und jetzt, ah, da schüttelten sich Martin und Max Innesbrook die Hände und Martin wurde rot und verschüttete Wasser aus dem Krug. Wie er das macht, der liebe Dumme. Und wieder schüttelten sich Martin und sein Onkel die Hände. Liebe Leuchtfeuer. Aber sie hatte wirklich-nur gesagt: «Es tut mir so leid. Wohin muss ich jetzt gehen?» «Sie sind in den Zimmern des- Richters, liebes Kind.» ,; «Ich glaube, ich bin. ohnmächtig geworden — die Hitze...» «Ich glaube auch.» «Und das? Was ist in dieser Schachtel? Eine Füllfeder. Ach ja, das Walross. Und die Füllspritze auch. Gut, gut. Ja, ich — glaube, ich bin ohnmächtig geworden.» «John Lester, Martin, kommt her, helfen wir ihr auf.» Alles um sie herum drehte sich. Und Martin drückte einem die Hände, dass, sich die feuchten Finger zusammenpressten und man sie auseinanderziehen musste. Martin, dein Kragen, Lieber. Der Staatsanwalt hatte den Riegel seines Mundes zurückgezogen und schüttelte lächelnd Deneen die Hände. Und dann, wirklich, dir selbst. Schlimmer Martin,, einem die Finger wie Klumpen zusammengedrückt zu haben, wenn man doch dem Staatsanwalt die Hand reichen wollte. Und Mr. Deneen küsste dich aufs Haar. Jeder 1935 - NO 4« istischer Englische Triebwagen auf Gummirädern. Die Automobil-Werke Armstrong-Siddeley Motors Ltd. haben vom Michelin-Konzern die Fdbrikationsrechte für die Konstruktion von Triebwagen auf Gummirädern erworben. Die Wagen werden unter der Bezeichnung «Coventry-Pneumatik-Railcars» in den Dienst gestellt, wobei jede Einheit über 16 Räder verfügen wird. Der Fahrer befindet sich auf einer erhöhten Plattform innerhalb des Kontrollraumes. Ein 12-Zylinder-Hispano-Suiza- Benzinmotor von 240 PS dient als Kraftquelle. Bereits liegen aber Prospekte vor, um später zum Schwerölmotor übergehen zu können. Die durchschnittliche Fährgeschwindigkeit des Triebwagens beträgt etwa 90 kmjSt. Bei einer zwischen London und Lighton ausgeführten Probefahrt über eine Strecke von 64 km wurde eine Geschwindigkeit von 112 km/St, erreicht. Auch Frankreich will den Volkswagen. Nachdem noch im Laufe dieses Jahres irt Deutschland zu einem nie dagewesenen Preis ein «Volkswagen» verwirklicht werden soll, erblickt nun auch die französische Industrie in der Erschaffung eines solchen Fahrzeuges die Rettung aus der Depression. Die französische Gesellschaft der Automobilingenieure hat deshalb ihren Mitgliedern einen Wettbewerb für den Volkswagen ausgeschrieben, der SIA-Wagen genannt werden soll. Der Verkaufspreis des Wagens darf bei einer tägli~ chen Produktion von 20 Stück nicht mehr als etwa 8000 französische Franken betragen. Die Karosserie muss zweiplätzig und geschlossen sein und Raum für zwei mittelgrosse Suite-cases aufweisen. Die Maximal' geschwindigkeit in der Ebene soll 75 kmlSt. betragen, der Benzinverbrauch pro 100 Kilometer 5 Liter. An Beschleunigungsvermögen bei vollbesetztem Wagen werden 0,45 m pro Sek. verlangt, was anderseits den Wagen in die Lage versetzen würde, eine Steigung von 5% mit einer Geschwindigkeit von 36 kmlSt. zu erklettern. Indianapolis, eine Unglücksbahn. Neuerdings verunglückten die Rennfahrer Stubblefield und Hannon bei den Ausscheidungsrennen zum Grossen Preis tödlich. Gleichzeitig wurde Stubblefields Mechaniker getötet und Hannons Beifahrer schwer verletzt. Auf der seit 1909 bestehenden Automobilrennbahn kamen- bisher 30 Menschen ums Leben, eine Quote an Unglücksfällen, wie sie keine einzige andere Bahn zu verzeichnen hat. über Rovaniemi die berühmte Lapplandstrasse nach Petsamo am Nördlichen Eismeer zur Verfügung. Nunmehr baut seit etwa zwei Jahren Norwegen an einer neuen Reichsstrasse, die von Drontheim längs der Fjordküste des Atlantischen Ozeans bis in die Gegend des Nordkaps und sodann weiter nach Petsamo führen wird; um daselbst Anschluss an die in Finnland gelegene Lapplandstrasse zu finden. Für die Fahrt durch Finnland stehen schon jetzt verschiedene und zum Teil gut ausgebaute Strassenzüge zur Verfügung. Sofern der Tourist nicht das kurze Stück über Leningrad (Petersburg) durch Russland fahren will, benützt er die Schiffsverbindung von Helsingfors nach Reval über den Finnischen Meerbusen; Fahrzeit 3 bis 4. Stunden; Autoverladung. Die weitere Rückfahrt nach Mitteleuropa erfolgt durch die baltischen Staaten (Estland, Lettland, Litauen). gratulierte jedem. Und Martin, der doch feierlich sein sollte, stand mit dem offenen Kragen, der wie ein Gitter an einem zerbrochenen Scharnier hing, rot da und sein Onkel schüttelte ihm fest die Hände. Lieber Martin, das waren die bittersten Tränen gewesen, in seinen Augen, als sie aus der Ohnmacht erwachte; und jetzt war er ungestüm. «Jetzt lass ich Sie nicht mehr weg von mir, jetzt, da alles vorbei isj, Miss Sargossa.» Es waren die Leuchtfeuer, die sprachen. Die Leuchtfeuer sagten das. «Liebe Mrs. Leucht — nein, nein, liebe Mrs. Herrick, wenn ich nicht für Sie, durch alle diese Tage — für Sie und Martin...» «Ich weiss es, Orchid.» «Ich wusste, dass Sie es wussten.» «Auch vom Richter, Orchid, wusste ich, obwohl er niemals duldete, dass ich zu ihm davon sprach, dass er es wusste.» «Und ich wusste auch, dass er es wusste. Sie Liebe, wer sind Sie?» «Was?» «Nichts. Ich — ich glaube, ich bin ein bisschen berauscht. Ich muss es wohl sein. Sonst würde ich sie doch nicht sehen. Da draussen. Bitte, Mrs. Herrick, schauen Sie! Sehen Sie sie auch, oder bin ich berauscht? Nein, nein. Jagen Sie sie nicht weg. Lassen Sie sie hereinkommen. Das ist ja meine Nana! Lassen Sie sie herein, Sie! Nana! Das ist ja meine Nana, von der ich Ihnen erzählt habe!» Die alte Krähe, die schreckliche alte Krähe, lag nun in Orchids Armen mit einem krächzenden Geplärr, zu dem Orchid weinte. (Fortsetzung im sAutler-Feierabend».)

N° 46 - 1935 AUTOMOBIL-REVUE Sportnachrichten Rennen auf der Montlhery-Bahn Die Grossen Preise von Frankreich (nicht zu verwechseln mit dem « Grossen Preis von Frankreich », der am 23. Juni zur Durchführung gelangt) kamen letzten Sonntag auf der Montlherybahn unter der Organisation des M.C.F. zur Austragung und sahen Maillard-Brune (M.Q.), Mestivier (Amilcar) und Sommer (Alfa Romeo) als Klassensieger. Mestivier, der in der Klasse bis 1100 ccm mit, und bis 1500 ccm ohne Kompressor (Wagen und Cyclecars) an den Start ging, gewann überlegen. Von Anfang weg übernahm er die Führung und schon nach der ersten Runde hatte er den zweiten um 26 Sek. distanziert. Er vergrösserte seinen Vorsprung ständig und überrundete das ganze Feld. Das Klassement: 1. Mestivier (Amilcar) 75,396 km in 36:18,6 (Mittel 124,587 km/Std.); 2. Sandford (Sandford-Cyclecar) 1 Runde zurück; 3. Venot (La Pintade) 2 Runden zurück; 4. Malivoir (B.N.G.) 2 Runden zurück. Das Rennen für Wagen und Cyclecars bis 750 ccm mit, und bis 1100 ccm ohne Kompressor wurde eine leichte Beute des Bol d'Or-Siegers Maillard-Brune, der ebenfalls alle seine Widersacher überrundete. Sein Wagen, ein neuer M.G. mit Torsionsfederung an allen vier Rädern, hielt sich ganz ausgezeichnet und erledigte die schnellste Runde mit 122 km/St. Durchschnitt. Das Klassement: 1. Maillard-Brune (M. G.) 69,113 km in 34:40,7 (Mittel 119,578 km/St.); 2. Gaudichet (Sandford - Cycleoar) 1 Runde zurück; 3. Pacheco (Robail) 2 Runden zurück. Der Clou des Tages bildete der Start der Maschinen über 1500 ccm. Sieben Fahrer gingen in das über 87,982 km führende Rennen und lieferten sich in den ersten Runden spannende Kämpfe. Brunet (Maserati) hatte vom Start weg die Spitze übernommen, gefolgt von Sommer (Alfa Romeo), G. Leoz (Bugatti), Raph (Alfa Romeo), E. Leoz (Bugatti). Doch in der dritten Runde ging Sommer an Brunet vorbei und behielt nun die Führung bis übers Ziel. Später musste Brunet auch noch den Angriffen von Raph weichen und gab in der achten Runde auf, seinen dritten Platz G. Leoz überlassend. Das Klassement: 1. Stemmer (Alfa Romeo) 36:18,5 (Mittel 145,358 km/St.); 2. Raph (Alfa Romeo) 37:41,5: 3. G. Leoz', 1 Runde zurück. Die schnellste Runde wurde von Sommer mit einem Mittel von 150,992 km/St, gedreht. Das Rennen am Sonntag Das Rundrennen von Biella, das am nächsten Sonntag auf einer nur 2,2 km langen Rundstrecke zur Durchführung gelangt, hat eine ganz glänzende Besetzung gefunden. Sämtliche italienische Elite-Fahrer sind vertreten. Chiron und Mlle Helle-Nice geben der Veranstaltung einen internationalen Einschlag. Der Clou des Rennens bedeutet aber die Teilnahme von Varzi, der von der Auto- Union freigegeben wurde und in Biella mit einem Maserati am Start erscheinen wird. Das Rundstreckenrennen von Biella ist deswegen von besonderem Interesse, da die Wagen, die ins Treffen geführt werden, alle so ziemlich gleichwertig sind und dadurch eine Voraussage des eventuellen Siegers verunmöglicht wird. Trossi, der letztes Jahr das Rennen mit einem Mittel von 88,145 knVSt. für sich entschied, dürfte kaum nochmals gewinnen; er hat in dieser Saison noch keine Rennen gefahren und ist dadurch gegenüber Varzi, Nuvolari, Chiron, Farina, Tadini usw. handicapiert. Bekanntlich wird der Circuit von Biella in zwei Vorläufen und einem Endlauf ausgetragen, wobei sich folgende Fahrer in den einzelnen Vorläufen gegenüberstehen werden: Nuvolari (Alfa Rotneo),. Trossi (Alfa Romeo), Farina (Maserati), Ghersi (Alfa Romeo), Dusio (Maserati), Soffietti (Maserati), Gastelbarco (X), Helle-Nice (Alfa Romeo), Varzi (Maserati), Chiron (Alfa Romeo), Tadini (Alfa Romeo), Siena (Maserati), Rovere (X), Minozzi (X), Lurani (Maserati) oder Pages oder Tufanelli. Für den Endlauf werden die ersten drei aus den Vorläufen zugelassen, ferner derjenige Vierte, der die bessere Zeit gefahren hat, so dass also sieben Fahrer das Hauptrennen bestreiten werden. Man rechnet mit einem spannenden Duell zwisch Varzi und Nuvolari, die in italienischen Sportkreisen als Favoriten gelten. Doch werden Chiron, Trossi und Farina den beiden den Sieg sicher nicht leicht machen. Durch die ungewohnte Kürze der Piste von nur 22 km bietet sich dem Zuschauer ein einzigartiges Schauspiel. Fortwährend kann er den Stand des Rennens verfolgen, Ueberrundungen entgehen ihm nicht. Alle 1 ^ Minuten wird von den Spitzenfahrern eine Runde erledigt, und da sich das Feld normalerweise stark auseinanderzieht, rattern die Maschinen ununterbrochen an ihm vorbei. Das internationale Eifelrennen, das am 16. Juni zur. Durchführung gelangt, wird bekanntlich in diesem Jahre neben den üblichen internationalen Läufen für Rennwagen einen nationalen für Sportwagen aufweisen. Die Hauptveranstaltung, der Lauf der Rennwagen, zerfällt in zwei Klassen: bis 1500 ccm und über 1500 ccm. Die kleinere Klasse hat 9 Runden (205,29 km) zu erledigen, während die « Grossen » über 12 Runden (273,72 km) zu fahren haben. In der Klasse 1500 ccm wird auch unser Schweizer Fahrer H. Kessler mit von der Partie sein, der mit seinem Maserati 1500 ccm an den Start gehen wird. Diese Maschine gehört zu den schnellsten in ihrer Klasse, und mit etwas Glück wird Kessler bestimmt unter den Ersten zu finden sein. Sein gefährlichster Gegner äst hier voraussichtlich Steinweg, der einen modernisierten Bugatti 1500 ccm steuern wird. In der Klasse über 1500 ccm werden sich Mercedes-Benz und Auto-Union, die beide mit je vier Maschinen am Start erscheinen, in die ersten Plätze teilen. Man hofft auch auf die Teilnahme der beiden italienischen Ställe Subalpina und Ferrari; da diese aber noch nicht über die neuen Wagen verfügen, dürften sie gegebenenfalls keine grosse Rolle spielen und sich höchstens um die Plätze hinter den deutschen Maschinen bekämpfen. In der Kategorie der Sportwagen wird die. Adler-Fabrik Hasse für die 1-Liter-Klasse und Guillaume, Löhr und Schweder für die 2-Liter-Klasse delegieren, während B.M.W, sich durch Henne und DeHus vertreten lassen will. In der Klasse über 3 Liter liegen bisher drei Nennungen vor: Prinz Schaumburg-Lippe (Adler), Stolze (Bugatti) und Pätzold (Ford). Das Training für die Rennwagen ist auf Mittwoch, den 12. bis und mit Freitag, den 14. Juni angesetzt worden. Die Konkurrenten sind dabei verpflichtet, wenigstens 5 Runden zu fahren, für die gewisse Mindestzeiten vorgeschrieben sind. Die Sportwagen trainieren am Freitag und Samstag, den 14. und 15. Juni und haben ebenfalls 5 Pflichtrunden innert einer festgesetzten Frist zu erledigen. Rekorde beim Avus-Rennen. Stuck (Auto- Union) hat im diesjährigen Avusrennen nicht weniger wie drei neue Bestzeiten herausgefahren. Bekanntlich stellte er einen neuen Rundenrekord mit 4:31,3 auf (Mittel 259,3); dabei ist beachtenswert, dass diese Leistung bei stehendem Start entstanden ist und man kann daraus ersehen, über was für ein unglaubliches Anzugsmoment die Auto-Union- Maschinen verfügen. Den stehenden Kilometer erledigte Stuck beim ersten Vorlauf in 21;4 Sek., was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 172 km/St, entspricht, ferner brauchte er für die Strecke von 98,5 km 23 Min. 33 Sek. Wäre das Rennen über 100 km gegangen, so hätte Stuck den von ihm gehaltenen Rekord von 24 Min. 30 Sek. um mehr wie eine halbe Minute verbessert. Da aber die Piste nur über 96,5 km führte und übrigens die Rekordversuche gar nicht angemeldet waren, können diese neuen Bestzeiten nicht anerkannt werden. Die internationale Alpenfahrt, die vom 5. bis 10. August zur Austragung gelangen soll, wird nun endgültig über folgende 5 Etappen führen : 1. Etappe (5. Aug.): München, Salzburg, Tauern, Katgchberg, Lobbiaco (427 km). 2. Etappe (6. Aug.); Dobbiaco, Cortina d'Ampezzo, Falzarego, Pordoi, Gostalunga, Bolzano, Merano, Stelvio, Bernina, St. Moritz (356 km). 3. Etappe (7. Aug.): St. Moritz, Julier, Lenzerheide, Chur, Oberalp, Furka, Brige, Simplon, Stresa (359 km). 8. August: Ruhetag in Stresa. 4. Etappe (9. Aug.): Stresa, Sesta Calende, Mailand, Turin, Suse, Mont-Genis, Saint-Michel-de- Maurienne, Croix-de-Fer, Vizille, Grenoble (442 km). 5. Etappe (10. Aug.): Grenoble, la Mure, Bayards, Barcelonnette, Vars, Guillestre, Izoard, le Galibier, Saint-Jean-de-Maurienne, Pont-Royal, Aixlee-Bains (435 km). Das Nenngeld ist inkl. Versicherungsprämie auf 2500 franz. Fr. pro Einzelfahrer festgesetzt worden. Für Teams mit drei Wagen verdreifacht sich diese Gebühr auf 7500 fr. Fr., zuzüglich 2000 fr. Fr. als Nenngeld für das Team selbst. Die Fahrt wird nur durchgeführt, wenn sich mindestens 100 Bewerber melden. Ob dies bei so hohen Nenngeldern der Fall sein wird, ist sehr fraglich, weshalb die Durchführung der Veranstaltung überhaupt noch gar nicht als sichergestellt bezeichnet werden darf. Die neuen italienischen Rennwagen. Sowohl Alfa Romeo wie auch Maserati sind mit der Fertigstellung neuer Maschinen beschäftigt. Beide hofften ursprünglich ihre Neukonstruktionen im Grossen Preis von Frankreich, der am 23. Juni zur Austragung gelangt, debütieren zu lassen, doch wird die Zeit wahrscheinlich nicht mehr reichen, um die i Wagen rennfertig zu machen. Alfa Ro- ENCORE UNE PREUVE Ce %ont naturellement les producteurs de Mobiloil qui assurent le graissage des mschines puissantes et precises de "Normandie". Pour le plus grand navire du monJe comme pour la plus modeste auto, seul le meilleur lubrifiant procure une securite de marche absolue pour la plus Faible depense au kilometre. CONSTATEZ-LE sur votre propre voiture. Internationaler Sportkalender 1935 Juni. 9. Frankreich: Vogesen-Zuverlässigkeitsfahrt. 9. Belgien: Grosser Grenzpreis von Belgien. 9. Italien: II. Rundstreckenrennen von Biella. 10. England: Rennen in Brooklands. 15.—16. Frankreich: 24-Stunden-Rennen von Le Mans. 15.—16. Tschechoslowakei: 1000-Meilen-Rennen der Tschechoslowakei. 16. Deutschland: Eifel-Rennen. 16. Frankreich: VI. Bergrennen von Sfcanne. 22. England: Strassenrennen in England (County Down Trophy Road Race). 23. ' Frankreich: Grosser Preis von Frankreich. 29.—30. Oesterreich: III. Österreichische Alpenfahrt. 30. Deutschland: Kesselberg-Rennen. 30. Frankreich: III. Meeting von Lothringen. 30. Spanien: Grosser Preis von Penja Rhin. Juli. 6. England: Rennen um den Pokal des Britischen Kaiserreiches (British Empire Trophy Race). 7. Italien: Rundrennen von Turin.. 7. Frankreich: X. Grosser Preis der Marne. 14. Belgien: Grosser Preis von Belgien. 21. Frankreich: Rundstreckenrennen von DIeppe. 27.—28. Frankreich: II. Sternfahrt Touquet-Paris- Plage. 28. Deutschland: Grosser Preis von Deutschland. 28. Frankreich: II. Rundstreckenrennen von Albigeois. meo wird daher zwei « Monoposto », die mit stärkeren Motoren ausgerüstet wurden, nach Montlhery entsenden, während Maserati voraussichtlich nochmals mit den alten Maschinen antritt. Der neue Alfa Romeo, ein 12- Zylinder mit etwas über 4 Liter Inhalt, soll sein erstes Rennen erst am 7. Juli im Circuit von Turin bestreiten. Mercedes-Benz auf der Nlontlhery-Bahn. In diesen Tagen sind auf der Montlhery - Bahn bereits Caracciola und Geier eingetroffen, um das Training für den Grossen Preis von Frankreich, der am 23. Juni zur Durchführung gelangt, aufzunehmen. Vorläufig steht den beiden nur ein Trainingswagen zur Verfügung, doch erwartet man auch bald die Ankunft von Fagioli und Brauchitsch, die mit den übrigen Rennmaschinen anrücken werden. Der «Grand Circuit des Vosges», der am Pfingstsonntag zum Austrag kommt, geht über eine Rundstrecke von 453,5 km, die von Strassburg aus über Breitenbach, Col de Luschpach, Cernay, Ballon d'Alsace, Auburne, Ville, Col de la Charbonniere, Innenheim wieder zurück zum Ausgaugsort führt. Es handelt sich um eine Zuverlässigkeitsfahrt, die in fünf verschiedenen Klassen gefahren wird (1100 ccm, 1500 ccm, 2000 ccm, 300O ccm; und über 3000 ccm). Für jede Klasse sind bestimmte Durchschnittsgeschwindigkeiten festgesetzt, die zwischen 40 km/St, und-55 km/St, schwanken. Bei Fahrzeugen mit Kompressoren erhöht sich das Mittel um 10 km/St. Bei St. Nabor wird eine Bergprüfungsfahrt eingeschaltet, bei der die gleichen Durchschnittsgeschwindigkeiten eingehalten -werden müssen. Ferner kommt zwischen Innenheim und Entzheira auf einer Strecke von ungefähr 5 km eine Geschwindigkeitsprüfung zur Durchführung. Die Veranstaltung, die in diesem Jahr ihre dreizehnte Auflage erlebt, hat wiederum reges Interesse -gefunden. .Beinahe vierzig Fahrer werden sich beteiligen, worunter auch verschiedene Schweizer. Als Preise kommen Kunstgegenstände zur Verteilung, und zwar an jeden Klassensieger. Varzi gewinnt im Rennboot vor Nuvolari. In den bei Gardone ausgetragenen Motorbootrennen gewann Varzi den Cup des Herzogs von Spoleto vor Nuvolari mit einem Mittel von 80,266 km'St. Die beiden Asse des Volant lieferten sich anfänglich einen heissen Kampf, aus dem Varzi, der über die stärkere Maschine verfügte, als Sieger hervorging. Letzterer hatte übrigens vergangene "Woche mit dem Rennboot seines Teamkameraden Stuck auf dem Wannsee einige Trainingsfahrten unternommen, so dass er schon in Gardone die Kurven beinahe ebenso sicher meisterte wie mit der Auto-Union-Maschine. Die Rennwagen des Jahres 1935 Ernesto Maserati hat sich in italienischen Fachkreisen kürzlich über die neuesten Rennwagen und deren Piloten geäussert. Da es sich um einen der bekannten Konstrukteure der Maserati- Wagen, der früher selbst Rennen fuhr, handeät, dürften seine* Ansichten allgemein interessieren. (Die Red.) Die Rekordfahrt der deutschen «Auto- Union» Maschine auf der Autostrasse Florenz-Viareggio unter der Führung Stucks stellt eine ganz hervorragende Leistung dar, besonders wenn man bedenkt, wie schwierig es heute ist, noch leistungsfähigere Rennwagen als die bereits existierenden zu bauen. Dem Laien mag die geringe Verbesserung der Geschwindigkeit über die «fliegende Meile» sehr unbedeutend erscheinen, doch wer einen Versuch dieser Art unternehmen will, wird sich vor eine Aufgabe gestellt sehen, die in der Voraussetzung ebenso klar ist, wie heikel und schwierig in der Lösung. Die Verbesserung des Rekordes um zirka 4 Kilometer muss vom technischen Standpunkt aus als ein glänzendes Resultat gewertet werden. Es wird täglich eine schwierigere Aufgabe werden, im Rahmen der bestehenden Rennformel neue Rennwagen zu konstruieren, denn es ist nicht nur die höhere Geschwindigkeit, an und für sich schon ein riesiges Hindernis, die mit den Wagen erreicht werden muss. Daneben bleibt noch das generelle Problem der Strassenhaltung, der Widerstandsfähigkeit und des mechanischen Gleichgewichts des Wagens bestehen. Mit anderen Worten: es wird notwendig sein, dass die