Aufrufe
vor 10 Monaten

E_1935_Zeitung_Nr.041

E_1935_Zeitung_Nr.041

10 AUTOMOBIL-REVUE

10 AUTOMOBIL-REVUE 1935 - N° 41 wobei man die Gallseife erst fünf Minuten anziehen lässt, ehe man mit kaltem Wasser nachreibt. Man wischt die Platte wieder aB und reibt zum dritten Male, wäscht die Nagelbürste rein und bürstet alle Seife. sorg r fältig aus. Man achte darauf, dass keine Spritzflecken der Seife ins Kleid kommen und wasche solche eventuell mit reinem Wasser sofort aus. Dann legt man die Stelle zwischen zwei reine weisse Tücher und plättet sie sorgfältig.. Wird diese Vorschrift genau befolgt, dann verschwinden die Oelflecken vollständig, und Farbe und Stoff leiden nicht. , . at. Ted* Frage 9416. Maximalgeschwlndigkelt von Vierfiisslern. Als Automobilist passiert es einem nicht selten, dass einem ein Tier vor den Wagen läuft. So hat wohl schon jeder Eahrer einmal nachts — hoffen wir unabsichtlich — einen Hasen vor sich her gejagt. Ich habe mich nun schon oft gefragt, wie hoch wohl eigentlich die Stundengeschwindigkeit eines flüchtenden Hasen sei. Bei meinen bisherigen Begegnungen mit Meister Lampe schien dieser nämlich immer mühelos Tempo zu halten, selbst wenn ich 40 km/St, fuhr. Welche Geschwindigkeit erreichen andere Vierfüssler? G. D. in F. Antwort: Der Hase ist zwar ein flinker Kerf, erreicht aber doch nur verhältnismässig niedrige Geschwindigkeiten. Bestimmt läuft er 40 km/St, nur dann, wenn wirklich Not am Mann ist, also mit äussersten Volldampf. Der Hirsch und das Reh sind ihm jedenfalls schon bedeutend überlegen. Mit 65 bis 70 km/St, sind sie wohl die schnellsten Tiere, denen man bei uns begegnen kann. 50 bis 65 km/St, bringen Löwen heraus, was man deshalb ziemlich genau weiss, weil in afrikanischen Steppen nicht, selten mit Autmobilen Jagd auf sie gemacht wird. Aehnlicbe Geschwindigkeiten erreicht die Giraffe mitsamt ihrem langen Hals. Das weitaus schnellste Tier dürfte jedoch der indische Jagdleopard sein. Er läuft bis nahezu 100 km/St, und ist damit noch etwa 20 km/St, schneller als die Gazelle, deren Behendigkeit sonst sprichwörtlich ist. Wildschweine,- die es eilig haben, erreichen etwa 50 km/St., Elefanten dagegen, auch wenn sie wütend sind, nur etwa 25 km/St. Sollten Sie einmal einem beleidigten Rinozeross begegnen, so werden sie etwa 30 bis 35 km/St, sprinten müssen, um ihm entwischen zu können.. Schlangen sind dagegen, im Widerspruch zu der allgemeinen Auffassung, hinsichtlich Geschwindigkeit ganz harmlos. Das schnellste Exemplar ihrer Gattung ist die «rote Rerinschlange», die nur etwa 6 km/St, erreicht. Die in anderer Beziehung nicht gerade angenehme kalifornische Boa erreicht sogar nur etwa 0,4 km/St. -at- 6 Schlager -Occasionen CHRYSLER 65, 1930, 4/-PL, Coach, 6 Zyl., 16 PS, wie neuaus der Fabrik, Fr. 1250.— FIAT 521, 1931, das beste Modell, sehr geräumiger 5-Plätzer, 6 Zyl., 13 PS, 6 Räder, Fr. 1250.— CHRYSLER 72, 1929, 6 ZyL, 18 PS, geräumiger 5-Plätzer, 6fache Bereifung, in Ia. Zustand, Fr. 900.— CHRYSLER 72, 1929, sehr schöner Torpedo, 6/7-Plätzer, 6fache Bereifung, Ia. Zustd., Fr. 900.—: AUBURN 8, 1931, Cabriolet, 4/5-PL, mit Koffer, 6 Rädern, wunderbarer Wagen, wie neu, Fr. 1500.— STUDEBAKER, 1929, 6 Zyl., 20 PS, 5-PL, Sedan, sehr guter Wagen, Fr. 750.— Alle Wagen sind in denkbar bestem Zustande, autokontrollbereit und werden mit jeder Garantie abgegeben u. werden diese vom Verkäufer auf der Kontrolle vorgeführt. Ausk. erteilt: E. Mauch, Kochstrasse 711., Zürich 4. Tel. 56.035. (Garage im Hause.) Zu verkaufen FORD V 8 Modell 1934, 4türig, zum Preise von Fr. 3500.—. W. Roth, Hohlstrasse 176, Zürich. Telephon 58.188. Sehr gut erhaltene LIMOUSINE nur 32000' km gefahren, sorgfältig gepflegt, wird umständehalber sofort verkauft Preis nach Uebereinkunft. — Behufs Besichtig. Tel. 25.588 Zürich anläuten. 67726 Zu verkaufen: MERCEDES- BENZ 13 PS, mit Zentralchassisschmierung, schöner, eleganter Wagen, in bestem Zustand, Preis Fr. 4200.-, oder 67724 NASH Sp Mod. 1928, 14 PS, Preis Fr. 1000.-. E. Voegeli, zur Ziegelhütte, Fehraltorf. Telephon Hinan 5.02. Essex 4/5plätzig, Limousine; 6 Zyl.; 13 PS, in tadellosem Zustande, mit Steuer und Versicherung 1935, für Fr. 1580.— 67730 zu verkaufen Offerten unter Chiffre Z 3322 an die Automobil- Revue, Bureau Zürich. Auto 4/5-Plätzer, prima amerik. Marke; fabrikneu, ist günstig zu verkaufen. Offerten unter Chiffre 67701 an die Automobil-Revue, Bern. Zu verkaufen 'moderner Lastwagen F 0 R D Frage 9417. Verminderung des Auspuffgeriuschts. Bei meinem neuen, erst 3000 km gefahrenen französischen Wagen macht der Auspuff sehr starken Lärm. Der Verkäufer des Wagens' konnte diesen Lärm durch das Anbringen einer ^fcieh'r spaltförmigeo Mündung desMAuspuffrohres etwas vermindern, erklärte mir aber, dass ein -weiteres Dumpfen und später, unter typischen Bückachltfseracheinungen in den Vergaser, vielleicht sogar (tillstehen nicht mehr möglich sei ohne Benachteiligung der Motorleistung und Erhitzung des Motors. lassen. Bleiben die Kerzen-Elektroden dagegen zu Da ich sehr lärmemipfindlich bin, frage ich Sie kühl, so wird au! sie auftreffendes Oel nicht verbrannt, sondern nur verkokt und bildet dann eine an, ob und wie Abhilfe geschaffen -werden könne und ob es möglich ist, auch bei einem Europäerwägen den Auspufftöpf so leise zu gestalten' wie unmöglichi ; ' > v stromleitende Brücke, welche den Zündfunken ver- bei -einem Amerikanerwagen. H. W, in B. Der Burgess-Auspufftopf teilweise aufgeschnitten. Antwort: Ganz bestimmt läset sich das Auspuff geräusch nach Wunsch vermindern. Verschiedene moderne Auspuffsysteme gestatten eine fast vollständige Beseitigung des Geräusches oder wenigstens seiner' unangenehmen höheren Schwingungen, ohne dass dafür ein wesentlicher Leistungsabfall des Motors oder eine bedenklich stärkere Erhitzung der Auspuff ventile in .Kauf genommen werden muss. Ein Grund, dass, das Auspuff geräusch von Eüröpäermotoren nicht ebenso stark abgedämpft werden: kann wie dasjenige von Amerikanennotoren, besteht im allgemeinen nicht, nachdem auch die modernen.amerikanischen Motoren mit sehr hohen Kompressionsverhältnissen, grossen Ventilquerschnitten und starker Ventilvoreilung arbeiten. Zahlreiche amerikanische Wagen sind mit dem Auspufftopf des Systems Bürgess ausgerüstet, den die beistehende Skizze im .Schnitt darstellt. Die Leitung verläuft hier ohne. Richtungsabweichungen oder Verengungen durch den Topf hindurch, kann also keine grossen Wärme-'und Druckstauungen verursachen. Die Dämpfung kommt lediglich dadurch zustande, dass die Druckschiwankungen durch Perforierungen im Leitungsrohr in den Topf übertreten und dort durch geeignetes Material, z. B. mit Glaswolle oder Asbestbrocken, absorbiert werden, -at- Frage 9419. Der geeignete Zilndkerzentyp. Der Motor meines Tourenwagens hat 4 Champion-Kerzen Nr. 7. In absehbarer Zeit nruas ich diese auswechseln. Man hat mir gesagt, dass ich nachher Champion -Kv* 8 einsetzen soll. Ich habe nach und nach .Ersatzkerzen gekauft aber wieder Champion Nr. 7. Ist es eigentlich ein Vorteil Nr. 8 einzusetzen öder gehen Nr. 7 auch wieder? Wann ist es empfehlenswert, die Kerzen auszuwechseln? Die Fabriken raten bei 15,000 km. Ich habe nun etwas mehr als 13.000 km. Der Motor zieht ausgezeichnet und verbraucht immer gleichviel Benzin pro 100 km. R.W. in B. Antwort: Wenn sich der bisherige Kerzentyp bewährt hat, so. können wir- Ihnen nur raten, ihn beizubehalten. Der Typ mit der nächsthöheren Kennziffer hat • eine etwas grössere Wärmeableitfähigkeit, die' aber offenbar bei Ihrem Motor nicht erforderlich ist. .Solange eich auch bei starker Inanspruchnahme des Motors keine Selbstzündugen bemerkbar machen, hat man alles Interesse, eine Kerze mit niedriger Wärmeableitfähigkeit .zu verwenden, da man sich dadurch vor einem Verölen der Kerzen-Elektroden bei längerer Bergabfahrt schützen kann. Ganz allgemein gilt. es,, dass die Kerze im Betrieb weder zu heiss wird noch zu kühl bleibt Geraten die Elektroden ins Glühen, was bei ungenügender Wärmeableitfähigkeit der Fall'ist, so entstehen Selhstzundungen, die der Motor! bei stärkerer Beanspruchung zuerst an Leistung einbüssen OPEL Infolge Todesfall zu verkaufen 6 Zyl., Cabriolet, 9 St.- PS, in prima Zustand, 67711 Fr. 2800.— Schweizer FIAT 514, Coupe, 2/4 PL, prima Modell 34, 4/5-Plätzer, fast fabrikneu. Als Anzahlung würde eventuell 1 kleinerer 4-Plätzer (nicht Zustand, Fr. 1500.— unter Modell 31) entgegengenommen. 67389 Offerten unter Chiffre 67389 an die Citroen Automobil-Revue, Bern. Limousine, 8 St.-PS, 4 Türen, 4 PL, prima Zustand, AMILCAR Fr. 1100.— ADLER Cabriolet, 14 St.-PS, 4/5 PL, prima Zustand, Fr. 2600.— bei RUD. EGLI, Garage, RHEINFELDEN. Tel. 176. Prima Occaslon! Wegen Nichtgebrauch Hupmobile Limousine, in tadellosem Zustande, zu verkaufen. Offerten unter Chiffre Z. 3309 an die Automobil- Revue, Bureau Zürich. Zu verkaufen 67667 LANCIA Lambda-Sedan, 12,08 PS, 6/7-Plätzer, gef. 37 000 km, neu Fr. 220O0.T-, jetzt Fr. 2500.-. — Besichtigung bei J. Dietrich, Scheidwegstrasse 24, St. Gallen 0. Kastenwagen PEUGEOT MM* 7 eS, bew. Tragkr. 500 kg, 4 Gänge, in sehr gutem neu revid., m. verstärkten Zustand, zu Fr. 2200.—, Federn, b. Barzählung sehr bei Gebr. Daler, Tel. 650, günstig zu verkaufen 6,7« fiaraee Cam'tole. Fribouro. TDlunhnn AQ 7R3 7iirirh Seltene Gelegenheit! Die periodische Auswechslung einer Zündkerze nach 10,000—15,000 Fahrkilometern empfiehlt sich deshalb, weil sich auch bei bester Vergaser-Einstellung und häufiger Kerzenreinigung mit der Zelt auf dem Kerzen-Isolator eine Rußschicht einbrennt, welche die Zündspannung zum Teil ableitet und deshalb die Intensität der Zündung vermindert Praktisch resultiert daraus unter Umständen eine Erschwerung des Motorstartes, eine Verminderung der Maximalgescbwindigkeit und eine/ geringe Erhöhung des Brennstoffverbrauches. -at- rassiger 2-PIfitzer-SPORTWAGEN, in einwandfreiem Zustande, umständehalber zu Fr. 1450.— sofort zu verkaufen. Probefahrt und Besichtigung jederzeit! — Interessenten erhalten sofort nähere Auskunft unter Chiffre 67738 an die Automobil-Revue, Bern. Anfragt 509. Verlängerung der Verjährungsfrist. Im November 1931 wurde mir durch einen andern Automobilisten, mein Wagen beschädigt, wobei durch das Gericht der Fragesteller von jeder Schuld freigesprochen wurde. Die Zahlungspflichtige Haftpflichtversicherung erklärte, alle Zahlungen abzulehnen, sofern der Wagen in der Fabrik in P. repariert werde, trotzdem dieser noch unter Fabrikgarantie stand. Die Reparatur wurde dann trotzdem in Z. ausgeführt, und zwar in einer von der Versicherung bezeichneten Werkstätte; dieselbe wurde auch von der Versicherung bezahlt. Nun stellte sich anlässlich eines Bruches des Differentialgehäuses heraus, dass erstens die nicht neu ersetzten Bestandteile zu wenig geprüft, wurden; zweitens, dass die Reparatur unsachgemäss ausgeführt wurde. Eine Expertise des gebrochenen Stückes durch die MaterialpriMungsanstalt der E. T. H. ergab eine mehr als genügende Stärke und -wies zugleich auf Dauerbrüche hin, die sich möglicherweise anlässlich des Unfalles von 1931 einstellten. Eine Minderwertentschädigung für den Wagen wurde mir damals nicht bezahlt, mit der Begründung, die Reparatur sei einwandfrei vollzogen worden. Bis zum Bruch des Differentialgehäuses im Jahre 1934 ist der Wagen nur 12.000 km gefahren worden, ohne den geringsten Anstoss oder Unfall erlitten zu haben. Ich möchte nun fragen, wer für diesen zweiten Schaden haftbar ist. Da sich einwandfrei ergibt, dass bei der ersten Reparatur Fehler begangen wurden, wäre es von grossem Vorteil zu wissen, erstens, ob die Haftpflichtversicherung ein zweites Mal belangt werden kann, oder ob schon eine Verjährung eingetreten ist. Die Werkstätte behauptet ihrerseits, für mich keine. Reparatur gemacht zu haben, was auch richtig ist, denn die Versicherung war die Auftraggeberin und direkte Zahlerin der Rechnung. Anderseits CABRIOLET HOTCHKISS GRAND-SPORT grosse and Kleine Arbeilen. Wir führen alles mit der äussersten Sorgfalt aus, keine Arbeit vertässt das Haus, bevor sie die Kontrolle passiert hat Nur Qualität»- dracksachen bringen den Erfolg, auch wir wissen das ganz gutl HALLWAG BERN Breitenramstrasse 97 • Telefon 28.22? de Luxe Sp»v«ecI*Si LUXUS- CABRIOLET 5pl. al Mercedes-Benz Typ 290 15 PS, 6 Zyl., Vollschwingachsen, hydraul. Bremsen, Schnellgang, 1933, mit 3- monat. Garantie, neuwertige Ocoasion. 11853 Mercedes-Benz-Automobll- A.-G., Zürich, Badenenrtr. Nr. 119. Telephon 51.693. Zu verkaufen Original 6-8pl. behauptet die Versicherung, ihre Haftpflicht erfüllt zu haben, ungeachtet der mangelhaften Ausführung der Reparatur; dieselbe beanspruchte damals auch alle defekten Bestandteile, aus der Erwägung, dass sie die Rechnung bezahlt hätte. Welcher Schadenersatz kann eventuell geltend gemacht werden? Ist eine Minderwertentschädigung noch zu verlangen oder nicht? (Neupreis des fraglichen Wagens laut Katalog Fr. 34.000, heutiger Gebrauchswert ohne gründliche Reparatur der Hinterachse in der Fabrik gleich Null.) Totalkilometex« zahl des Wagens 36.000. H. M.inZ. ' Antwort: Ihre Forderung gegenüber dem fraglichen Autoeigentümer beurteilt sich nach den Bestimmungen über die unerlaubte Handlung. Dem* zufolge findet insbesondere Art. 60 des O.-R. Anwendung, wonach solche Forderungen innert Jahresfrist nach Kenntnis des Ersatzpflichtigen und dei Schadens verjähren. Nun ist allerdings der Schaden erst wesentlich später eingetreten, aber eine Verlängerung der Verjährungsfrist kann trotzdem nicht stattfinden, denn bei sorgfältiger Untersuchung hätte zweifellos der damals vorhanden gewesene Schaden"' festgestellt werden können. Würden noch gewiss« Zweifel bestanden haben, so wären Sie eben ver» pflichtet gewesen, einen bezüglichen Vorbehalt za machen, oder aber Sie hätten sich noch eine Pauschalsumme für später auftretende Mängel, sogen. Minderwert, ausbedingen müssen. Es ist wohl auch ohne weiteres anzunehmen, dass Sie der Versicherungsgesellschaft seinerzeit eine Saldoquittung erteilt und darin auf alle weitergehenden Ansprüche verzichtet haben. Diese Saldoquittung wäre nur anfechtbar, wenn Sie den Nachweis leisten könnten, dass die Versicherung genau wusste, dass noch weitere Mängel vorhanden seien, dass sie also die Saldoquittung unter betrügerischen Absichten verlangt hat. Es ist aber wohl ausgeschlossen, dass die, Versicherung davon Kenntnis hatte, und somit sind Ihre Ersatzansprüche gegen den Wageneigentümer bzw. seiner Versicherungsgesellschaft unbedingt verjährt. Es kann sich höchstens noch fragen, ob Sie aus den Bestimmungen über den Werkvertrag gegenüber dem Reparateur noch Ersatzansprüche haben. Das Gesetz bestimmt, dass sofort nach Ablieferung des Werkes eine genaue Prüfung stattzufinden hat und dass allfällige Mängel sofort dem Ersteller zu melden sind. Zeigen sich nachträglich erst Mängel, so sind sie ebenfalls unverzüglich zu melden. Gemäss § 371 in Verbindung mit § 210 des O.-R. verjähren nun solche Gewährleistungsanspruche aus Werkvertrag gleich dem Gewährleistungs-- anspruch aus Kaufvertrag, d. h. innerhalb Jahresfrist. Dabei fst es gleichgültig, ob die Mängel erstnach Ablauf eines Jahres seit Uebergabe der Sache festgestellt wurden. Eine längere Verjährung gilt nur, wenn entweder der • Beauftragte eine Haftung auf längere Zeit übernommen hat oder wenn eina absichtliche Täuschung vorgeworfen werden kann. Ich erachte es ebenfalls für ganz ausgeschlossen, dass eine absichtliche Täuschung seitens des Reparateurs vorliegt, denn selbstverständlich hat er ja alles Interesse daran, die Reparatur möglichst umfangreich zu gestalten. Aus allen diesen Ueberlegungen heraus bedaure ich, Ihnen deshalb mitteilen zu müssen, dass Sie mit allen Ersatzansprüchen irgendwelcher Art wegen Verjährung ausgeschlossen sind. ' O PRIMASTELLA, 6 Zyl., 4-Plätzer, Jahrg. 1934, 7000 km gefahren, wie neu, Ankauf Fr. 8600.—, jetzt Fr. 3800.—% Anfragen gefl. unt. Chiffre 14899 an die Automobil-Revue. Bern. 4 Zyl., 6 PS, Herstellungsjahr 1932. Preis Fr. 2000.-« 67739 G. Fischer, Muhen. Zu verkaufen Bugatti DELAGE CHRYSLER- & ZyL, 11 PS, Mod. 1934; CABRIOLET 1500, 4 Zyl., Sport, 2/4- nur -5000 km gefahren, 2/4-Plätzer, Mod. 30, neuwertig, 6 Zyl., 21 Steuer- Offerten unter Chiffre PL, sehr wenig gefahren. prima Zustand, weit unt. Katalogpreis (J/i Jahr Garantie). Garage Stauffer, an Lastwagen, 2—3 T., Revue, Bureau Zürich. PS, oder zu vertauschen Z 3320 an die Automobil- Solothurn. TeL 380. «7701 Occaslon. Preis Fr. 2500.-. CHRYSLER Ernst Marty, Transporte, Rapperswil. t * ^ A A . A A . A A A A A A . A- A%. A A Zu verkaufen in sehr gutem Zustande, weg. Nichtgebr. (Occasion) stets sorgfältig gefahren, 2/4-Plätzer, offen, beige» BUICK mit Rollverdeck, Modell 1930, in Ia. Zustand, komplett, fahrbereit E. Scheibler, «ietikon- Zürich. TeL -918.227. Hupmobile Mod. 31/32, in wie neuem Zustand, sehr günstig zu verkaufen Eventuell Tauschgeschäft. F. Oberholzer, Gattikerstrasse 8, Zürich 7. Telenhnn 21 fMfL 67fi35 Zu verkaufen ein 3-Tonnen-DreiseItenklpper-Benzin- LASTWAGEN Typ L.3, geschlossene Kabine, Modell 1934, wegen Nichtgebrauch billig abzugeben. Offerten unter Chiffre 67734 an die Verkaufe RENAULT Zu verkaufen 4plätziges CABRIOLET, Marke STOEWER FIAT in tadellos. Zustand (wie neu), Farbe dunkelbraun, Modell 224, 13 PS, 4-PL, samt Verkehrsbewilligung und Steuern. Offerten unter Chiffre Z. 3319 an die Automobil- Revue, Bureau Zürich. BUICK LIMOUSINE 7 PL, 6 Zyl., 21 PS, 1926, Separation, 6 Räder, Gepäckträger, 40000 km. — Reell« Occaslon! Fr. 1000.— Offerten unter Chiffre 67629 an die Automobil-Revue, Bern. Standort Zürich, xu verkaufen. Off. unt. Chiffro. Z3307 an die Automobil- Revue, Bureau Zürich. Zu verkaufen: FIAT 503 Torpedo, offen, 7,4 PS, bereits neu lackiert, neue Bereifung und gutem Verdeck, oder 67615 MERCEDESBENZ Limousine 6 ZyL, Mod. 29, 10 PS. — Beide Wagen fahrbereit und gut erhalten. Aus Privathand u. sehr preiswert. J. Rfledl, zur Biene*- Diessenhofen (Thurg.), .

Bern, Dienstag, 21. Mal 1935 III. Blatt der „Automobil-Revue" No.41 £ondoH um UliUewiactU London wird früher müde und geht eher, mal nicht über die leeren, breiten Strassen, zu Bett als andere Weltstädte. Nach zwölf über New Oxford Street nach Hause treibt, ist man auf den Londoner Strassen einsam, sondern seitlicher ins Dunkel der Gässchen fast allein, während auf dem Kontinent die tappt plötzlich in einem vergessenen Winkel breiten Dämme und die bunten Boulevards hinter Long Acre und St Martins Lane zwischen hohen, schwarzen Speichern Tanzmusik noch von allerlei Leuten erfüllt sind, die den Tag erst loben, wenn der nächste beginnt vernimmt Man schaut sich um, glaubt nicht Der Wald der Lichtreklamen im Theaterviertel um den Leicester Square verlischt unbekannten Himmel kommen, und bemerkt, recht an die Rhythmen, die da aus einem schon, ehe von der Themse herauf, vom Westminster her, die Glocken den nächsten Katen Handelshauses ein paar Fensterscheiben schliesslich unter dem Dach eines totgeglaublendertag mit zwölf feierlichen Glockenschlägen ankündigen. Die Portiers der ungezählten Man erblickt 'ein harmloses Schild mit einem voll Licht. Irgendwo lehnt eine offene Tür. Kinos um Shaftesbury Avenue lassen die Gitter vor die Prunkeingänge rollen, und ein Im Bankenviertel ist alles ganz tot Eine Pfeil: «The Minerva Club». wenig später wird das Licht ausgepustet, verlassene Stadt von Palästen mit dunklen d. h. irgendwo im Haus dreht ein Mann am Fenstern, in deren leeren Strassen das Echo Schaltbrett, draussen flackern die Neonröhren noch ein paar Mal auf, doch dann erlitet keinen Besuch mehr, nicht einmal Einbre- der einsamen Schritte widerhallt Sie erwarschen sie endgültig. cher, denn die Schätze des reichen Landes Der Westen liegt im Dunkeln. Auf Piccadilly haben noch ein paar Hotels Licht am Tresors der Welt liegen in tiefen Kellern und in den sichersten Eingang. Am Oxford Circus trotteln einige Im Osten, in WhitechapeL ist ein nächtlicher Spaziergang vielleicht nicht ganz ge- schlafmützige Omnibusse durch die Nacht Die Tauben vom Trafalgar Square, richtige fahrlos. Die dreihundert Schutzmänner, gutmütige, zwei Meter lange Bobbies, denen man Großstädter mit sehr verwöhntem Geschmack übrigens, nisten in den Bauvorsprüngen und in einer Stunde begegnet, laufen nicht umsonst Säulen der Nationalgalerie und schlafen dort durch das Gewirr der Gassen, das za den von 12 bis 6 Uhr recht ungestört Docks hinunterleitet In Soho ist noch Betrieb. In kleinen Lokalen mit meist französischen oder italienischen Höfe, schon nahe der Themse, stehen ver- Die Stille ist unheimlich. In den Toren der Namen hockt man beieinander, rührt in den spätete Liebespaare. Es ist so dunkel, dass Tassen, zieht gelangweilt an der Zigarette, man sie gar nicht bemerken würde; damit spielt ein bisschen Kontinent, ein wenig man aber ja nicht erschreckt, signalisieren « abroad». Aus dem Cafe royal kommt ein sie ihre Anwesenheit schon von weitem durch Teil der Boheme herüber, die hier ihren lautes Husten, oder sie lassen ein Streichholz Klatsch und gelegentlich auch den schöpferischen Schlaf mit offenen Augen weiterträumt während man weiterwandert aufflammen, um eine Zigarette anzuzünden* Manchmal kann es einem allerdings passleren, dass man, wenn man aus Neugier ein- Lärm«« r- W-R. Braon-wefss gestreiftes Nur im Zeitungsviertel ist noch ein wenig Costum mit Schnalle. Drüben m Brooklyn, wo das kleine Gewirr der Gässchen beginnt, die sich zum Hafen hinunterziehen, steht John Frazers Warenhaus. Es ist ein 5 Cent-Shop, in dem man alles zu kaufen bekommt, was die kleinen Leute brauchen, die in diesem Viertel wohnen. Einstmals war es eine Bude, in der John Frazer hemdärmelig hinter dem' Ladentisch stand und seine Kundschaft bediente —> jetzt ist ein Riesenbau daraus geworden, in welchem sich durch 6 Etagen die Käufer drängen, und von dessen hoher Fassade des Abends bunte Leuchtschriften herunterrieseln. Gegenüber liegt Spinellis «Coffee^House». Kleine Tischchen stehen dort auf derStrasse an denen man am späten Nachmittag, wenn F E U I L L E T O N Mannequin. Roman von Fannie Hurst. (Fortsetzung aus dem Hauptblatt.) Furchtbar, die Geschichte von der Fahrt m die Stadt. Das rosa Nachthemd und der Mantel, mit dem sie es zu bedecken versuchte. Der Dolch, den Terry gegen sich gerichtet, an sich gepresst hatte und auf den er gefallen war. Wenn sie ihn nur nicht umgedreht hätte. Der Dolch steckte nach aufwärts in der Brust! Die Zeugen waren von der Wichtigkeit dieses Utnstandes erfüllt. Der Staatsanwalt und die Aerzte ebenso. Mr. Terry lag mit dem Gesicht nach oben und der Mantel war an ihn geheftet. Oh Gott, lass sie doch verstehen, dass ich es nicht wusste. Er wusste es nicht einmal. Er fiel darauf — ein Unfall... Oh Gott, willst du nicht, bitte... Was wird geschehen, wenn sie mich dorthin zum Zeugenstuhl führen und diese Augen, ihre Augen da draussen, die Leuchtfeuer, mich verliessen? Oh, Martin, mit all deinen Sorgenialten in deinem Gesicht, lass nicht zu, dass sie mich verlässt. Gott. Lass Martin mich nicht verlassen. Gott. Auch den Richter nicht. Wenn mich der Richter nur ansehen wollte. Es schien so, der Richter sah sie nicht an, Ziacmett sich die Bureaux geleert haben, In aller Ruhe sitzen und den Herald lesen kann. «Ein verdammt gutes Geschäft!» meinte der kleine Mann im abgetragenen Anzug, an dessen Aermeln die Ellenbogen schon verdächtig glänzten, und deutete mit dem Kinn zu Frazers Shop hinüber, aus dessen Nebenausgang das Heer der Verkäuferinnen und Clerks zu strömen begann, «steckt schon ein gutes Stück Fleiss und Sparsamkeit drin, so was aufzubauen!» Der Dicke an der anderen Seite des Tisches reagierte nicht Er hatte eine dicke Zigarre im Mund und starrte gelangweilt in die Gegend. Das ärgerte den Kleinen. «Fleiss und Sparsamkeit, sage ich, Herr! Schuften von morgens bis, abends, keinen er Hess seine Augen leicht mit der dünnen Kälte von Eis nur über sie gleiten. Es waren unparteiische Augen. Es waren strenge Augen eines 'Menschen, der das Gewicht einer Feder im Gleichgewicht zweier Waagschalen erwägen würde. Der Waagschalen der Gerechtigkeit Es war, als hätten sich die Augen des Richters Herrick, derer sich Orchid erinnerte, lange zurück in einem Garten aus einer anderen" Ewigkeit, als hätten sich diese freundlichen Augen in Kristalle verwandelt. «Martin, warum wilr» mich der Richter nicht ansehen?» fragte sie eines Tages durch die Stangen. Ärmer Martin, er antwortete ihr mit einem schluckenden Schluchzen, das in diesen Tagen seine Rede fortwährend unterbrach. «Es ist wohl, weil die öffentliche Meinung, Orchid, 1 in diesem Fall ganz besonders aufgepeitscht ist. Das Gerechtigkeitsgeschwätz im Ausland. Als wäre es nichj hinreichend, dass er den Ruf des gerechtesten Richters in diesem Staate geniesst, hat er aus seinem Verstand in diesem Prozess eine schalentra- •gende Maschine gemacht, um die Zeugenaussagen zu wägen. Zu wägen. Zu wägen. Die Oeffentlichkeit ist auf der Jagd nach geschlechtloser Justiz und was drum und dran ist, und ich glaube, dass ich mein Teil dazu beigetragen habe. Orchid, Orchid, wirst du mir das jemals vergeben?» Da war er wieder mit seinem ,wirst du mir jemals vergeben'. »Natürlich wird schliesslich nichts daran- Cent für Kinos und Frauenzimmer, kernen Alkohol, keine dicken Zigarren-*.» «Na na...!» meinte der Dicke mft einem belustigten Seitenblick auf das gerötete Gesicht seines Gegenübers und streifte die Asche seiner Upman an der Tischkante ab. «Doch doch! Keine Zigarre, sage ich! Ich weiss zwar nicht, was das Kraut kostet, was Sie da rauchen..> «Zehn Cents!» warf der Dicke gelassen ein und schob den Hut ins Genick, «zehn Cents!» Dem Kleinen verschlug es beinah die Sprache. «Zehn., Cents...» stotterte er fassungslos, «und wieviel davon pro Tag?» Angstvoll starrte er auf die vollen Lippen, im voraus schon empört über die Zahl, die er nun hören würde! «Sagen wir im Durchschnitt zehn Stück pro Tag!»- kam die Antwort «manchmal ist Tiegen. Jedermann weiss, dass du freigesprochen wirst. Aber jetzt, glaube ich, verstehe ich, was die griechischen Gefangenen gefühlt halben mussten, wenn man sie zwang, ihre eigenen Scheiterhaufen für sich zu bauen, ich habe so oft daran gedacht Und das habe ich getan. > , Als ob etwas; daranläge. «Jeden Tag, seit dem Beginn der Verhandlung, hat der Staatsanwalt einen Puknt nach dem anderen aus diesen verfluchten Artikeln von mir herausgehoben.» Als ob etwas daranläge. «Und jedesmal, wenn er es tut, wollte ich, dass sich die Erde öffne und mich, in diese Aufsätze verschlinge.» Immer diese Artikel. Immer diese Artikel. Wenn Martin nur aufhören wollte, sich deswegen Sorgen zu machen und die Falten tiefer in sein Gesicht zu kränken. «Orchid, kränke dich nicht, Liebste. Ich bitte dich darum. Lass auch den Staatsanwalt seinen grossen Tag haben. Er gehört zu den 'Menschen, die bei Beginn einer Verhandlung immer gross anlegen. Liebste, wenn du nur aus deiner Apathie erwachen wolltest. Detieen weiss wohl, wann er mit seinen schlagenden Tatsachen zu kommen hat. Ich werde als Zeuge nicht viel ausmachen, es sei denn, dass ich einige schnelle Hiebe austeilen kann. Der Staatsanwalt wird schon darauf ächten. Aber es gibt einen Ausweg. Bloss, Liebste, tnusst du besser helfen. Ich verlange von dir nicht, dass du auf dem Zeugenstuhl Theater es eine veniger, manchmal eine meht, »be« lehn wird so ungefähr stimmen!» Der Ideine Grossinquisitor hatte etnen Bleistift von der Länge eines Daumennagels gezückt und begann auf der Tischplatte ztt rechnen. «Zehn Stück pro Tag und zehn Cents das Stück... das macht ja... das macht ja einen Dollar pro Tag? Einen ganzen Dollar?!» «Stimmt!» «365 Dollar im Jahr» In zehn Jahren 3650, tn 50 Jahren., wie alt sind Sie?» Er wartete die Antwort gar nicht ab, warf weitere Zah- Luzern Schiller Hotel Garni Alle Zimmer mit fliess. Wasser o. Bad u.Tel. Zimmer v. Fr. 4.50 an. Pens. Fr. 12.-. Autoboxen. Ed. Lelmgruber, Bes. spielst; das weisst du, Liebste. Werde doch' bloss lebendig. Erwache aus deiner Schlafsucht. Zeig' dich den Geschworenen als warmes Fleisch und Blut Was die Zeitungen als deine .eisige Gleichgültigkeit' bezeichnerti spricht jetzt gegen dich, Orchid. Sie sind nicht verständig genug, zu wissen, dass da starr vor Schrecken bist. Das meint Deneen auch, wenn er unausgesetzt versucht, dich aus deiner Apathie aufzupulvern. Orchid, Liebste, willst du, kannst du denn nicht ein •wenig auftauen? Um meinetwillen?» «Martin, ich möchte es, Liebster, das weisst du! Ich möchte. Bloss, ist es nicht sonderbar? Ist es nicht schrecklich? Ich kann nichts fühlen. Ich kann nichts verstehen, Martin, ausser, dass ich irgendwie, auf irgendeine Art erwachen und finden werde, dass das ein Traum war.» «Orchid, Liebste, kannst du es auch nicht, wenn es sich — wenn es sich um Leben oder Tod handelt?» «Leben — oder — Tod?» «Das mein' ich nicht so! Aber kannst du dir nicht vorstellen, dass es so ist? Könnte es nicht nützen, es auf diese Art zu betrachten? Lass sie doch das über dich wissen, Liebste, was ich weiss. Was Deneen weiss. Zeige den Geschworenen, dass du unschuldig bist.» «Ich werde es versuchen, Martin, ich werde es versuchen^» . (Fortsetzung folgt)