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E_1935_Zeitung_Nr.041

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lenreihen auf den jungfräulichen Marmor und begann eine komplizierte Zins- und Zinseszinsberechnung. «Stoppt doch den Unsinn,» mischte sich schliesslich der Dicke ein, «was soll denn der ganze Quatsch?!» «Quatsch, sagen Sie? Ich will Ihnen beweisen, dass Sie, wenn Sie ihr ganzes Leben lang nicht geraucht hätten, sich von den ersparten Summen ein Haus kaufen könnten, mindestens ebenso gross wie Frazers Shop da drüben!» Der Andere lachte schallend auf. «Wunderbar», ächzte er, «wunderbar! Ebenso gross wie Frazers Shop! Sagen Sie das noch einmal»! «Ich weiss gar nicht, was es da zu lachen gibt,» entrüstete sich der Kleine, «stimmt das vielleicht nicht?» «Nein, Freundchen,» der Dicke war wieder zu Atem gekommen, «nein — das stimmt allerdings nicht, das werde ich Ihnen sofort beweisen!» «Da bin ich aber neugierig!» «Das werden Sie gleich sehen! So reden wie Sie kann doch nur ein Nichtraucher? Stimmt das?» «Allerdings! Ich habe es mir mit Mühe abgewöhnt und bin stolz darauf!» «Gratuliere,» meinte der andere sarkastisch. «Sie haben also pro Tag einen Dollar gespart, das macht im Ja^r 365, in zehn Jahren 3650 und so weiter — ich kann Ihre verfluchten Zahlen da nicht entziffern — wo haben Sie denn das Geld angelegt?» Der Kleine hatte einen roten Kopf bekommen und wusste nicht recht, was er antworten sollte. «Ich.. ich..» stammelte er.. Der Dicke winkte gutmütig ab. «Sie sehen also, mein Lieber, dass Ihre Rechnung ein Loch hat! Wenn Sie das eingesehen haben, dann können Sie mal in mein Bureau kommen, vielleicht, dass wir da einen Posten finden, der es Ihnen erlaubt, auch einmal eine Zigarre zu rauchen!» Er erhob sich und rückte den Leibriemen zurecht, «mein Name ist übrigens John Frazer!» JlampenÜcfite* Pablo de Sarasate, der berühmte ueigenkünstler, war bei einem Konzert in Chicago derart indisponiert, dass das Publikum seine Darbietungen mit einem mehr oder minder heftigen Gepfiff quittierte. Im zweiten Teil des Konzertes teilte Sarasates Impresario, um das enttäuschte Publikum zu beruhigen und ihm eine besondere Sensation zu bieten, mit, dass Sarasates Kunst so gross sei, dass er auf einer Geig« jedes beliebige Instrument: Orgel, Zither, Flöte usw. — täuschend nachahmen würde. Das Publikum möge bestimmen, welches Instrument er kodieren solle. «Eine Geige!» tönte es von der Galerie herab. Als Emil Jannings, in seiner Jugend ein ewiger Pleitegeier, in sein erstes Engagement kam, sagte ihm der Direktor: wich engagiere Sie vorläufig auf ein Prooegastspiel.> Drauf Jannings: «Bevor ich einwillige, bitte Ich um einen Probevorschuss!» In einem der Shubert-Theater in New York wurde im "vorigen Jahr die Sophoklessche Tragödie «Antigone» mit Musik gegeben. Dem New Yorker Publikum gefiel die Tragödie so gut, dass es, wie gewöhnlich in solchen Fällen, den Autor zu sehen verlangte. Der Regisseur trat vor den Vorhang und erklärte, dass Sophokles seit etwa zweitausend Jahren tot sei und deshalb wohl nicht erscheinen könne — worauf ein Bursche von der Qalerie herab mit Stentorstimme rief: «Dann bringt uns seine Mumie !> Vor einem Jahr erklärte Willi Forst plötzlich, er wolle sich vom Film zurückziehen. «Was willst du nur jetzt mit deiner vielen freien Zeit anfangen?» fragte ihn sein Freund Willi Fritsch. «Sei unbesorgt! Wenn mir etwas einfällt, dann schreibe ich in jedem Winter zwei neue Filmmanuskripte!» «Und wenn dir nichts einfällt?» «Dann schreibe ich nur eins!» Hans Liebstöckl war in Wien ein grosser, angesehener, strenger — und sehr schlagfertiger Kritiker. Ein nicht sehr berühmter Schauspieler, Mitglied einer grossen Wiener Bühne, dessen ewig nagender Kummer darin bestand, dass nach seiner Ansicht der Direktor sein eminentes Talent schnöde verkannte, erzählte leuchtenden Blickes in einer grossen Gesellschaft, der auch Hans Liebstöckl angehörte: «Heute Nacht träumte mir, ich spielte den Hamlet.» «Danken Sie Gott», erwiderte Liebstöckl trocken, «dass Ihnen nicht geträumt hat, Sie hätten eine Kritik von mir darüber gelesen!» Ueber Sarah Bernhardts sprichwörtliche Magerkeit wurde seinerzeit folgender Witz in Paris kolportiert: «Was sagen Sie zu Sarah Bernhardt?» «Hm — ein Brett von den Brettern, die die Welt bedeuten!» !Buute OiuHiik AUTOMOBIL-REVUE Ein neues Herzmittel aus Oleanderblüten. Am Würzburger Pharmakologischen Institut haben F. Flury und W. Neumann ein neues Herzmittel aus den Blättern de's Oleanders arzneikundlich untersucht und gefunden, dass es eine Reihe von Vorzügen besitzt, die ihm eine grosse Zukunft in der'Medizin versprechen. Die Wirkung des neuen Herzmittels entspricht der des Fingerhutkrautes Digitalis. Während aber Digitalis mehrere herzwirksame Stoffe in wechseln-, dem Mischungsverhältnis enthält — ein Umstand, der die genaue Dosierung erschwert —, ist der aus den Oleanderblättern gewonnene Wirkstoff eine einzige, chemisch einheitliche Substanz: In den pharmakologischen Tierversuchen erwies sich das neue Herzmittel als hoch wirksam, da es selbst in einer Verdünnung von 1 zu 500,000 am Froschherzen einen deutlichen Einfluss beibehält. Es wird vom Organismus leicht aufgenommen, auch vom Magen und Darm aus, so dass es nicht eingespritzt werden muss. Ausserdem ist es jahrelang haltbar, ohne seine Wirkung einzubüssen. Die praktischen Erprobungen des neuen Herzmittels am Menschen wurden in der medizinischen Abteilung des Juliusspitales in Würzburg von R. Schwab mit ermutigenden Erfolgen vorgenommen. Bei schwer Herzkranken ergab es eine schnelle und volle Wirkung auf den Puls, die Wassersucht, die Stauung und das allgemeine Befinden. Kettenbriefe in Amerika. , Bereits seit einiger Zeit bemerkte man, dass sich besonders im mittleren Westen eine Kettenbriefmanie ausbreitete, die infolge der Einlage von 10 Cent in jedem Kettenbrief einigen Kettenbriefurhebern über 1000 Dollar einbrachte. In Springfield nahm diese Seuche einen derartigen Umfang an, dass man an die Tage der holländischen Tulpenzwiebelspekulation erinnert wurde. Der gesamte Geschäftsverkehr 1 Springfields geriet ins Stocken, da die Postbehörde den plötzlich aufs Doppelte gestiegenen täglichen Briefversand nicht mehr zu bewältigen vermochte. In den Geschäften drängten sich Damen der Gesellschaft, Dienstmädchen, Kellnerinnen, Studenten, Chauffeure usw., um unter Zuziehung von Notaren angefangene Briefketten im -börsenmässigen Handel zu verkaufen. In Washington gingen im Weissen Haus 200 Kettenbriefe ein, die alle dem Generalpostmeister zur weiteren Verfolgung übergeben wurden, da die Postbehörde den Kettenbriefversand als Lotterie, spiel und Betrugsversuch ansieht Belichtungszeit V32000 Sekunde! Unsere Platten und Filme haben eine ganz bestimmte Lichtempfindlichkeit, d. h. sie benötigen bei einer bestimmten Helligkeit eine gewisse Belichtungsdauer. Diese Belichtungszeit ist umso kürzer, je lichtempfindlicher der benutzte Film ist. Das Bestreben der Photochemiker geht nun dahin, die Lichtempfindlichkeit der Emulsionen so zu steigern, dass auch bei geringer Helligkeit möglichst kurze Belichtungszeiten ausreichen. Zeitlupen-Aufnahmen im Film sind z.B. erst möglich gewesen, nachdem es gelungen war, Filme von hoher Lichtempfindlichkeit.herzustellen. Jetzt ist es A. Peilwitz gelungen, Platten mit einer Lichtempfindlichkeit von 38 Grad Scheiner herzustellen. Was das bedeutet, wird klar, wenn man erfährt, dass diese Platte gegenüber den noch vor wenigen Jahren üblichen Platten von 17 Grad Scheiner eine fast 1700 fach höhere Empfindlichkeit besitzt, und im Vergleich mit einer heute gebräuchlichen Platte von 24 Grad Scheiner eine fast 30Ofache Empfindlichkeit. Mit Hilfe dieser neuen Platte gelang es, am Himmel mit Hilfe der Teleskope neue Spiralnebel, kosmische Flecken und Kometen zu entdecken, die bisher bei weniger empfindlichem Photomaterial nicht zu erkennen waren, weil die Teleskope wie überhaupt jedes optische Instrument durch die Vergrösserung die Lichtstärke schwächen. Um noch ein Beispiel anzuführen: Die Lichtempfindlichkeit der neuen Platte ist so gross, dass man z. B. bei bedecktem Himmel und einer Blende von 36 nur V2000 Sekunde, bei einer Blende von 9,5 nur Vs2ooo Sekunde zu belichten brauchte. Allerdings -wird nicht mitgeteilt, wie weit die Steigerung der Lichtempfindlichkeit eine Vergröberung des « Plattenkorns > bedingt, das sich bei kleingestaltigen Aufnahmen sich als ein störendes « Raster» unangenehm bemerkbar machen würde. Kleinigkeit vergessen. In der Nähe von Madrid wohnt ein pensionierter Professor, der weit im Land bekannt und begehrt ist als beliebter Vortragsredner. Da er das weiss und ebenso treu zn seiner grossen Hörergemeinschaft kommt, wie sie zu ihm, hatte er dieser Tage wieder einen Lichtbildervortrag ausgearbeitet und einen der grössten Säle in Madrid gemietet Der Abend kam heran, der Professor betrat mit tiefer Verneigung das Rednerpodium — aber kein Applaus empfing ihn; er sah erstaunt empor, er sah um sich : der Saal war leer. Lang dachte er nach; dann fiel es ihm ein : Er hatte vergessen, den Vortrag in der Presse oder auf Plakaten anzukündigen. einfach erfreulich 1935 -N°41 Die Zufahrtsetrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich, in O. R. Wagners CH Touring, Führer für Automobilfahr er, offizielle Ausgabe des T. O. S. Generalvertretung für die Schweiz: FRED. NAVAZZA, GENF lOei Packung Fr. 4.60, «er P&cknnf Fr. 2... Erhältlich in alles Apotheken. Prospektversand gratis und diskret durch die Generalvertretung für die Schwel«: • ROVAQ A. Q.. Zarloh, Bachtobelstr.60, Tel. 72.527 DIE KÜHLUNG FÜR ALLE ZWECKE AUSSTE LLUNG: P ELI KA NSTR. 3 TEL. 59.441 AUTOFRIGOR FRIGOMATtC SPIEZ (Thunersee) Hotel des Alpes an der Hauptetrasse zum See. Gut bürgert. Haus mit allem Komi. Grosse Restaurationsterrasse mit wunderb. Aussicht auf See u. Berge. Prima Küche. Stets leb. Forellen. Zimmer m. fliess.Wasser v. Fr. 3.50. Pens. v. Fr. 9.-. Garage-Boxen. F. Zölch, gl. Bes. Edenhotel Kurh. Interlaken Hotel simpion T.C.S. 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N° 41 - 1935 AUTOMOBIL.REVUC 15 Die geradezu gefürchtete Frage des Kin-sonderdes nach seiner Herkunft hat schon zu allen die ungeborenen Kinder hütet, Dort hört am Grunde eines Brunnens sitzt und Zeiten sehr poetische, manchmal auch sehr man sie, wenn man das Ohr auf den Boden legt, jubeln und jauchzen beim Spielen. Wenn Sie schlank sein wollen, dann nehmen Sie wenigstens nur ein unschädliches Mittel. Werden Sie schlank durch INDAN, d. Entfettungskur aus Pflanzenaäften. Sie ist unschädlich - auch für das Herz - schmerzlos, wohlschmeckend und von Aerzten empfohlen. Dr. Lobeck's Indan-Tabletten Fr. 5.-, Tee Fr. 3.-. Bellevueapotheke, Theateretr. 14n, Zürich 1. AmmeiiMwicfam In der Laterna magica, mit der uns derdrastische Märchen über die Kinderherkunft Vater in unserer Kindheit erfreute, war eine geschaffen, und es ist interessant zu sehen, kleine Serie von Bildern, die uns ausführlich wie die Erklärungen je nach der Gegend und anmutig zeigte, woher die Kinder kommen. Da war ein mit Seerosen bestandener wieder heikel fand, ist weniger in der Scham wechseln. Dass man dieses Fragen immer Teich, und auf den grossen schwimmenden zu suchen, über derlei Dinge überhaupt zu Blättern oder versteckt in den Seerosenblüten lagen und schliefen süsse, kleine Kinder, türliche Erklärung sehr umständlich und für sprechen, als in der Tatsache, dass die na- mit dem Daumen im Mund, die Backchen auf das kleine Kind sehr schwer zu verstehen die gefalteten Hände gelegt, rosig und ist. Gewiss, man hätte klar und knapp erzählen können, wie das heute in der modernen lächelnd. Da kam mit grossem Flügelschlag der rotbeinige Storch, packte mit klapperndem Schnabel ein strampelndes Baby beim aus dem Leib der Mutter stammt. Aber im- Erziehung vielfach geschieht, dass das Kind Hemd und flog mit ihm über Wälder und mer noch bleibt dabei die Gefahr, dass das Seen bis zum Dorf, und dort über einem Kind weiterfragt, sich nicht zufrieden gibt Häuschen mit grünen Fensterläden, dicht und auf diese Weise sich stärker und viel zu über dem Kamin Hess er es fallen. früh mit Dingen beschäftigt, die ihm noch Es leuchtete uns durchaus ein, dass — wie unfassbar sind. man uns erzählte — in der Schweiz der Die Beliebtheit und Verbreitung des Storches als Kinderbringer ist wohl daraus zu Storch die Kinder bringe. Wir selbst, das wussten wir ganz bestimmt, waren indes auf erklären, dass er sowohl im Norden aj$ auch dem Markt gekauft worden, wo ejn Mann, im Süden zu Hause ist und in pfützigen Wiesen herumstolziert, also eben dort, woher er natürlich mit einem langen Bart, Kinder feilhielt wie Puppen. Vielleicht haben meine Eltern es für richtiger befunden, uns diese Er- die Säuglinge holt, Ausserdem }s,t in Verbindung mit der Storchgeschichte die Erklärung klärung zu geben, weil sie in dem Lande, wo für die Krankheit der Mutter sehr einfach : wir damals wohnten, in Italien nämlich, üblicher ist, und wir sonst Gefahr gelaufen wä- Der Storch hat sie ins Bein gebissen, so dass sie bettlägerig wurde. In manchen Gegenden erfüllt die Funktionen des Storches ren, mit unserem Wissen zu unseren Spielgefährten in Widerspruch zu geraten, oder ein anderer Vogel, der Schavan oder die dann erschien ihnen das Märchen vom Krähe und die Elster, aber der prominenteste Storch zu unglaubwürdig. Jedenfalls war Kinderbringer ist und bleibt der Storch; damals unsere Wissbegierde damit noch Manchmal wirä das Kinderbringen auch dem nicht gestillt, und von gewissen Zweifeln Hasen zugeschrieben, eine Märchenfigur, die zeugte die Frage, wieso denn dann die Kinder immer ihren Eltern ähnlich sehen. Ich schon als Ostereierbringer vorhanden ist und darum das Märchen einleuchtender bewundere heute noch die Schlagfertigkeit macht. Auch der «gestiefelte Kater» muss meiner Mutter, die sogleich die Antwort darauf wusste, dass nach dem Kauf die Eltern zuweilen herhalten oder Sankt Nikolaus. Eine andere Märchenfigur ist die gute Frau ihre Kinder küssen und ihnen damit Aehn- Holle, die nicht nur im Winter beim Betten- Iichkeit aufprägen. ausschütteln die Schneegestober fabriziert, Es richtet sich meist nach der Landschaft, in welcher Form uns das Kindermärchen entgegentritt. Immer ist das Bestreben dabei deutlich, die Sache recht anschaulich und dem Kinde vertraut zu machen. Die Sage von dem Kinderbrunnen ist gewiss So verbreitet, weil ja jedes Dorf einen Brunnen hat. An der Meeresküste kommen die Kinder Obers Meer mit dem Schiff oder werden — wie Fische — aus der Meerestiefe geholt. Auch am Bodensee wird das erzählt. In Flusstälern schwemmt sie der Fluss an. Ein besonders «kinderführender» Fluss ist der Rhein. Eine den Kindern sicher einleuchtende Erklärung für die Bettlägerigkeit der Mutter ist auch die, dass die Ungeborenen unter einem Felsen vergraben sind und die Mutter sich beim Wegrücken des Steines überanstrengt habe. Dieser Auslegung begegnet man besonders in Gebirgsländern. In England, Frankreich und Belgien wird erzählt, die Kinder wüchsen jn Krautköpfen in des Pfarrers Garten oder, poetischer, auf Rosenstöcken. Darum haben in Paris die Hebammen auf ihren Hausschildern — gleichsam als Zunftwappen — eine Rosenblüte, aus der ein Kinderköpfchen schaut. Eine fast schon kaufmännisch-kartothekisch anmutende Geschichte macht den Kindern weis, die Ungeborenen lägen irgendwo nebeneinander, jedes mit einem Zettel versehen, der den Namen der Eltern trägt. Diese Bemühungen alle, die ihre Bilder ringsum auf dem ganzen Erdkreis, in Wasser, Luft und Erde suchen, sind nicht nur als Erklärungen zu werten, die dem fragenden Kinde gegeben werden, sondern auch als Versuche, das ewige Rätsel der Herkunft der Seele zu lösen. V. W. Die Frau bevorzugt den «GesellschaftsHIm». Man hat schon oft darüber gespöttelt, dass sich das Leben in den Filmen meist gar so reibungslos und prunkvoll abspielt. Auch der Nichtmillionär, ja sogar der besser gestellte Mittelständler wohnt in Riesengemächern, die mit den kostbarsten Möbeln ausgestattet sind, jede Frau hat ein üppiges Boudoir, zu jeder natürlich sehr weitläufigen Villa gehört ein Garten mit malerischen Ausblicken, idyllischen Ruheplätzchen und zierlichen Lusthäusern. Wie kommt es nun, dass der Film entgegen dem Einspruch vieler, anders als das Theater, jeden Naturalismus in der Schilderung der Alltagsvorgänge ablehnt? Eine Rundfrage, die vor kurzem im Erdteil der Sachlichkeit, in Amerika, von einer Zeitschrift vorgenommen wurde, zeigt den wahren Grund dieser unausrottbaren Verschönerungen. Anlässlich der Befragung der Besucher eines New Yorker Riesenkinos hat .sich nämlich ergeben, dass die Zahl der ^weiblichen Zuschauer die der männlichen um '.'fast 100 % übersteigt. Durch die gleiche 2)es awtett !Bzxqbauew Bank Wiederum ist uns in einer Kartonschachtel eine prächtige Fülle von Alpenblumen zugegangen, die die Kunde vom Bergfrühling in unsere Redaktionsbureaux tragen. Es ist neuerdings ein Qruss und ein Zeichen der Dankbarkeit eines Bergbauern aus dem St Galler Oberland, der sich auf diese Weise für seine Berücksichtigung anlässlich unserer Weihnachtshilfsaktion erkenntlich zeigen wollte. Er schreibt uns: «Empfangen Sie von einer schwer heimgesuchten Bergbauernfamilie einen Frühlingsgruss, als Dank für die gütige Weihnachts- und Schuhspende. Sie können sich keinen Begriff machen von unserer Not. Wie froh waren wir daher ob den Kleidern und Schuhen, denn wir könnten diese Sachen sonst einfach nicht kaufen. Wünsche guten Empfang und allen* Gebern nochmals besten Dank. > Gerne leiten wir diesen von Herzen kommenden Dank an unsere geschätzten Abonnenten weiter, die uns durch ihre tatkräftige Hilfe die Weihnachtsaktion ermöglichten, welche in so vielen Haushaltungen Freude und Linderung der Not zu bringen vermochte. Gäbe es praktisch eine Möglichkeit, so möchten wir die Blumenspende an jene weitergeben, denen sie tatsächlich zukommt. Allein die Sträusslein würden bei der Verteilung allzuklein und die prächtigen Blumen würden durch einen erneuten Transport wesentlich von ihrer Frische einbüssen. So zieren sie nun alle unsere Redaktionspulte, mahnen an die Bedrängnis in der viele unserer Miteidgenossen leben, beweisen aber auch die Dankbarkeit und Anhänglichkeit, welche diesen Leuten hoch oben in den Bergen eigen ist. Möchten die Sträusslein doch nicht nur den Frühling, sondern auch den Beginn einer besseren Zeit künden. Und wenn diese Hoffnung sich im Abiaul des Jahres wiederum als trügerisch erweisen sollte, dann sind wir gewiss, dass unsere Leser einem dritten Appell im Dezember wiederum in generöser Weise Folge leisten werden. Die Red. Untersuchung wurde auch festgestellt, dass sich fast nur Männer für Abenteuer-, Kriminal-, Tier- und Reisefilme interessieren, während der Grossteil der Frauen in den Fragebogen die Rubrik « Gesellschaftsfilme » ausgefüllt hat. Die Frau sucht auf der Filmleinwand eine Traumwelt, will die Realität des Alltags im Glänze der Vollkommenheit sehen, wie sie PRIVATKOCH SCHULE VON ELISABETH FÜLSCHER PUTTENSTRAS8E 86 ZORICH7 KOCH KURS 14. Sonne.. TELEFON S4.4II Koch-Buch, III. Auflage, neu ersch., Fr.12 3. Juni |« vormittags Dauwi t Woehra Aug. I« vormtttafs Daueri S Woehen Schon zu alt, um sicher zu fahren? Gewiss nicht! Das Autolenken verlangt Ausdauer, über die noch ein 7Ojähr riger verfügen kann, wenn er die Alterserseheinüngen mit MAGNESIUM SIEG- FRIED bekämpft. Die Aerzte bestätigen, dass Magnesium die körperl. Leistungsfähigkeit beträchtlich erhöht und der Adernverkalkqng, dewi Zit» tern des Alters und den Früherscheinungen d.Kreb» ses vorbeugt. Darum rechtzeitig eine Flasche Magne* sium Siegfried a Fr. 3.— in der nächsten Apotheke. L. Siegfried, Apotheke, Flawll (St. Gall.). Tel. 28. ür sonnige Tags leichte Costumes und Mäntel in Wolle. Seide und Leinen. Letzte aparte Neuheiten in den verschiedensten Modellen von Fr.. 42.- an. Elegante Sommerblusen schon zu Fr. 18,- H. BRÄNDLI, ZÜRICH %. Laonhardsack, Ecke Zahringeratrtare/ Seilergraben dHöl ZÜRICH iOEWENSmSl Autowege Garagevorplätze Unkrautfreie Gartenwege Billige Griechenland- u. Mittelmeer-Fahrten staub- und schlammfrei waschbar erstellen in Teermakadam, als bester und billigster Wegbelag, die Spezialfirma Teermakadamwerke A.-G. v. Gebr. 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