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E_1935_Zeitung_Nr.041

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8 AUTOMOBIL-REVUE 1035-

8 AUTOMOBIL-REVUE 1035- Moderne Kleinrennwagen. H. Herkuleyns, der holl ändische Rennfahrer, welcher letztes Jahr am Gros* sen Preis der Schweiz teilnahm, hat sich dieses Jahr wiederum einen englischen M.G. verschriebeiw Er~liess die Maschine nach Mass als schnittigen Einsitzer karossieren, dea wie ;wahrscheinlicbi am 25, August auch, in Bern in Aktion sehen werden. Ein moderner Weg zur Hebung der Verkehrssicherheit Der deutsche Automobilclub hat einen cTech— nischen Reisedienst» eingerichtet, durch den die Fahrzeuge seiner Mitglieder ohne Kosten für dies« iplanmässig und genau untersucht werden. Die Mitglieder des Clubs erhalten den Besuch der Reise-« Ingenieure an ihrem Wohnort oder können sich an einem vorher verabredeten benachbarten Unt»-» euchungsort wir Wagenprüfung einstellen. Jeder Reieeingenieur hat einen Spezialdienstwagen» alles notwendige an Messinstrumenten und Werkzeug enthält. Die neue Grossbrücke über den Kleinen Belt In steigendem Masse wendet sich der internationale Atstomohiltourismus den nordischen Staaten zu. Die landschaftlichen Eigenarten Skandinaviens und die hellen Nächte üben eine immer stärkere Anziehung aus. Vielfach wird die Zufahrt .durch Dänemark unternommen, wobei der Tourist vom Festland (Jütland) über die Inseln Fünen und Seeland nach Kopenhagen und sodann über den Oere-Sund nach Schonen (Südschweden) fährt. Bisher stelltea die Fährenverbindungen über' den Kleinen und den Grossen Belt sowie über den Sund einen erheblichen Zeitverlust dar. Um wenigstens hinsichtlich des Kleinen Belt Abhilfe zu schaffen,"hat die dänische Regierung in mehrjähriger Bauzeit und unter hohem Kostenaufwand eine Brücke über den Kleinen Belt zwischen Snoghoj und Middelfart erbaut Dieses gigantische Bauwerk dient sowohl dem Eisenbahn- wie dem Strassenverkehr, und zwar auf getrennten Fahrbahnen. Die Seitenteile der neuen Brücke, die am 14. Mai feierlich eröffnet wurde, bestehen aus EisenbetonJ>ogen, die Mittelteile hingegen aus Eisenkonstruktion auf mächtigen, über 30 m hohen Steinpfeilern. Die neue Brücke, die als hervorragendes Werk der Ingenieurkunst an sich schon eine Sehenswürdigkeit darstellt, wird für den Touristikverkehr nach Dänemark sicherlich eine sehr wertvolle Förderung darstellen. Bild links: Die Eröffnung der Brücke. Im Bild ist der Stromlinienzug mit dem dänischen König als Fahrgast ersichtlich. Die rechte Hälfte der Brücke weist eine zweispurige Fahrbahn für Autos, sowie ein breites Trottoir auf. Bild rechts: Die ganze Brückenanlage vom Flugzeug aus gesehen. , Chevrolet Original Ersatzteile zu neu reduziert. Preisen. Prompter'Versand ab reichhaltigem Lager. FRANZ AG., ZÜRICH. Telephon 52.607. 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Noti II. Blatt BERN, 21. Mai 193S Automobil-Revue NMi II. Blatt BERN, 21. Mai 1935 ix des Fahre Abb. 1. Der anatomisch korrekte Automobilsitz. In England bildet gegenwärtig die Gestalt des Automobilsitzes den Gegenstand anatomischmedizinischer Untersuchungen. Man hat erkannt, dass die Sitzform in den meisten Fällen nicht so ist, wie es das Wohlbefinden und die Gesundheit der Automobilisten erheischen, sondern dass im Gegenteil sehr oft durch die angewandten Sitzformen allerlei Körperschäden verursacht werden können. Eine bekannte englische Automobilfabrik kam zusammen mit dem orthopädischen Stab eines Londoner Spitals zu der Feststellung, dass besonders einer richtigen Unterstützung der Kreuzgegend durch das Rückenpolster grosse Bedeutung beigemessen werden muss. Das Rückenpolster muss deshalb an der betreffenden Stelle eine deutliche Ausbuchtung aufweisen, wie es in Abbbildung 1 durch die Skizze rechts dargestellt ist Fehlt die Unterstützung im Kreuz, so sucht der Sitzende vorerst dje normale Form der Wirbelsäule durch ständige Anspannung der Muskeln aufrecht zu erhalten, wodurch er nicht nur vorzeitig ermüdet, sondern eventuell sogar an den in der Kreuzgegend besonders reichlich vorhandenen Nervensträngen gefährliche Reizungserscheinungen auslösen kann. Biegt sich die Wirbelsäule in der Kreuzgegend durch Ermüdung oder Gewohnheit nach und nach durch, so können bleibende Deformationen eintreten. Auf alle Fälle ist es fast unvermeidlich, dass bei derartigem Sitzen die Magengegend und der ganze Verdauungstrakt gequetscht werden, mit der Folge, dass sich Verdauungsstörungen einstellen. Nach den betreffenden Untersuchungen sollen sogar die Verdauungsstörungen bei Automobilisten viel häufiger durch schlechten Sitz verursacht sein als durch schlechte Ventilation. Weitere Vorschriften für den korrekten Automobilsitz machten kürzlich zwei englische Aerzte in einem Vortrag. So verlangten sie, dass die Pedale ein gerade Aufsetzen des Fusses ermöglichen, dass das meist benützte Gaspedal eine Auflagefläche für den ganzen Fuss und eine geeignete Federspännung aufweisen müsse. Von den Sitz- Abb. 2. polstern wird Verstellbarkeit nicht mrr m der Längsrichtung, sondern auch in der Höhe gefordert. Gans allgemein muss jede länger andauernde Muskelanspannung vermieden werden. Missachtung dieser Anforderungen soll auch nach diesen Fachleuten nicht selten zu Nervenentzündungen, darunter vor aHera Ischias, Kopfschmerzen oder Wirbelsäuledeformationen führen. Eine korrekte und zwei schädigende Sitzformen sind einander in Abbildung 2 gegenübergestellt. In der Skizze links sitzt der Passagier auf einem genügend hohen, wagrechten Polster. Sein Rücken und seine Oberschenkel sind gleichmassig unterstützt. Ein Sitz, wie in der Mitte skizziert, kann Rückenschäden, Verengung des Brustkorbes, hervorstehenden Bauch und Knie- und Fussgelenkschäden zur Folge haben, ein Sitz, wie rechts dargestellt, Verengung des Brustkorbes, Rückenschäden, Rückenermüdungen und Störungen in den Ellbogengelenken. Winke für Grosstourenfahrer. Die sorgfältigen Vorbereitungen grosser Tourenfahrten bedeuten 99 % Erfolgssicherheit und Erholung. Die Vorbereitung fängt bei der Auswahl des Mitfahrers an, denn ein Mitfahrer, der gut Karten zu lesen versteht, Markierungen gut erkennt und auch sonst automobilistisch auf der Höhe ist, ist nicht nur ein wichtiger Kamerad unterwegs, sondern auch die-Vorbedingung für ein einwandfreies Zusammenarbeiten zwischen beiden Fahrern. Man sollte mit ihm zusammen die ganze Strecke auf der Karte durchstudieren und sich dabei Notizen über Tankmöglichkeiten, schwierige Strassenstrecken, Abzweigungen und dergl. machen; man glaubt" gar nicht, was man hiermit'sparen kann. Besonders sorgfältig muss man sich heute über die Devisenvorschriften unterrichten, um Schwierigkeiten zu vermeiden. Das falscheste beim Grenzübertritt ist es, die Beamten, und seien sie noch so nervös oder unwirsch, durch Widerspruch oder Aufgeregtheit noch nervöser zu machen, sonst kann man riskieren, dass die Abfertigung mit ganz besonderer Ruhe vorgenommen und der ganze Wagen zwei- oder dreimal umgekrempelt wird. Im Verkehr mit Behörden gibt es nur eins : Freundlichkeit und Ruhe bewahren. Sehr wichtig ist die Frage der Verpflegung. Es ist dazu zu raten, auf langen Fahrten möglichst wenig, dafür aber konzentriert zu essen, da durch reichliche Nahrungsaufnahme die Bereitschaft* der Nerven nachlässt und sofort Müdigkeitserscheinungen eintreten. Starke Getränke, wie Kaffee, Tee, soll man nach Möglichkeit vermeiden oder sie erst dann gegen, Schluss der Fahrt nehmen, wenn man der Müdigkeit nicht anders widerstehen kann. Alkoholgenuss ist vollständig zu verwerfen. Auch das Rauchen darf nicht übertrie^ ben werden. In Verbindung nfit dem Rauchen ist die Frage der Lüftung und Heizung des Wagens wichtig. Ein überheizter oder mit schlechter Luft gefüllter Wagen ruft Ermüdungserscheinungen hervor. Gut bewährt haben sich indirekte Entlüftungen, die die Fahrer vor direkter Zugluft schützen und trotzdem immer für frische Luft im Wagen sorgen. Es ist besser, sich auch im Wagen etwas wärmer anzuziehen und dafür die Innentemperatur etwas niedriger zu halten, als sich dünn zu kleiden und den Wägen zu heizen. Die Ausrüstung des Wagens muss allen Möglichkeiten gerecht werden; es müssen also z.B. bei Gebirgsfahrten in der gegenwärtigen Jahreszeit unbedingt Schneeketten, Schaufeln, zwei kurze Bretter und dergleichen rnitgeführt werden. Ein Ersatzrad bzw. .-reifen reicht für eine lange Fahrt nicht aus: es ist nichts unangenehmer, als bei Nacht und Nebel, womöglich noch in einer kleineren Ortschaft, Ersatzreifen zu beschaffen. Fast immer erleidet man da grosse und unembringliche Zeitverluste. Ein grosser Tank, doppelte Zündspulen, starke Scheinwerfer sind empfehlenswert. Was die Fahrweise und das Verhalten unterwegs angeht, so muss sich jeder seinen Vers allein machen. In der Regel ist es zweckmässig, einen eventuellen Fahrerwechsel nicht erst dann vorzunehmen, wenn der erste Fahrer bereits ermüdet ist, sondern nach einer vorher festgelegten Fahrstrecke von etwa 200 oder 300 km; die Konzentration des Fahrers wird hierdurch erhöht und der Beifahrer hat während einer solchen Strecke Zeit genug, sich etwas Ruhe zu gönnen. Er muss sich diese Ruhe anderseits aber auch gönnen und sollte sich nicht unnötig mit Kartenlesen und dergleichen beschäftigen. Es ist ganz gut, zumal nachts, wenn der Fahrer selber auf die Strecke usw. achten muss, er hält sich damit wach. Wenn, wie im Nebel, die Sehnerven stark beansprucht werden und dadurch schnelle Ermüdung eintritt, ist ein häufigerer Wechsel der Fahrer erforderlich. Wie man Oelflecken aus den Kleidern entlernt. Die trotz aller Sorgfalt fast unvermeidlichen Oelflecken sind eine recht unangenehme Sache. Die Kleider verlieren dadurch alles Ansehen, und die Flecken trotzen oft jeder chemischen Behandlung. Benzin, Salmiakgeist usw. entfernen nur den vom öl angesogenen Staub, und bei der nächsten Fahrt ist der Flecken wieder sichtbar. Die hartnäckigsten Oelflecken verschwinden indes bei nachstehender Behandlung. Man lege die fleckige Stelle auf eine reine Platte, am besten auf die Marmorplatte eines Waschtisches. Eine Schale mit lauwarmem Wasser, eine mit kaltem, ein Stück Gallseife, eine Nagelbürste und ein. heisses Plätteisen sind erforderlich. Die Nagelbürste taucht man in das lauwarme Wasser, reibt sie mit Gallseife an und bearbeitet den Fleck tüchtig, indem man sich bestrebt, möglichst nur den Flecken zu benetzen. Dann taucht man die Bürste ins kalte Wasser und reibt wieder fest über den Flecken. Nun hebt man das Kleid von der Platte, wischt diese ab, legt wieder auf und wiederholt die ganze Arbeit, Diamantbüchsen Floquet I Sonne auch in der Limousine Au