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E_1935_Zeitung_Nr.047

E_1935_Zeitung_Nr.047

von Ernst Rosemann

von Ernst Rosemann entnehmen wir im folgenden ein besonders interessantes Kapitel, das dem Leser zeigen soll, was für Strapazen und Aufregungen ein Rennen, wie es die Mille Miglia fet, mit sich bringt. (Die Red.) Man sitzt im Hotel Brescia zu Brescia, der kleinen, romantischen Stadt in Oberitalien, 100 Kilometer südöstlich Mailands. Es ist vier Tage vor dem Tausend-Meilen-Rennen 1931, der « Mille Miglia ». Man sitzt zusammen, eine kleine deutsche Kolonie. Neubauer ist wieder einmal, wie so oft im Auslande, ihr Führer. Er ist bekannt dafür, dass er nur in dem Hotel wohnt, in dem die besten Spezialitäten des Landes auf der Speisekarte stehen. Ob das in Russland ist, in Jugoslawien, in Italien, in Spanien, in Holland oder in Frankreich. Er kennt sich aus in solchen Dingen. Die « Ravioli » sind mit grösstem Appetit verschlungen, die Fleischspeise steht auf dem Tisch, Neubauer fordert energisch «Mostarda di Cremona, cameriere, prego!» —Senffruchte! Er erklärt, dass alles kein Leben wäre ohne diese herrliche Spezialität oberitalienischer Küche. Er hat recht. Das Mahl ist vertilgt — sein Apfelstrudel durfte selbstverständlich nicht fehlen. Und schon erteilt er wieder Befehle. « Ich geh in die Garage, will sehen, wie weit die da sind, in einer Stunde bin ich wieder hier, Rudi, Sie geh'n schlafen, kümmern sich nun gar nichts!» — Er hat den Hut schon auf und ist verschwunden. « Habt's Ihr auch vernünftig gegessen? » so wird er die Monteure am Rennwagen begrüssen. Er verlangt Arbeit von ihnen, aber er will auch, dass'sie sich wohl fühlen. Er ist unermüdlich, bissig, manchmal sogar verbissen, wenn es um Rudis oder seines Werkes Interessen geht — er ist aber der anständigste Kerl der Welt, der sorgende Vater seiner Rennmannschaft. Mit der arbeitet er jetzt wieder bis in die tiefe Nacht hinein. Die Mille Miglia ist das wildeste Rennen der Welt. Das gibt es wirklich nicht zum zweiten Male. 1600 Kilometer ist die Strecke lang, und an die zweihundert Rennfahrer machen da mit. Von Brescia in Nordwest-Italien führt sie hinunter bis nach Rom, hinweg über die schmalen, kurvigen Gebirgsstrassen des Apennin, von Rom ostwärts zur Adria, entlang an der Küste über Ancona nach Rimini, über Bologna und Padua hinauf nach Feltre und dann über Verona zurück nach Brescia. Diese Rennstrecke ist nicht irgendwie abgesperrt — jeder Karrenlenker, jeder Eselsreiter hat das Recht, sich auf dieser Rennstrecke zu tummeln. Da sausen dann diese zweihundert Wagen ununterbrochen Tag und Nacht durchs Königreich — und jeder will der Erste sein. Ganz Italien lebt und zittert mit diesem Rennen, ganz Italien ist an diesem Tage Automobilist. Es gibt nichts Aufregenderes als diese Mille Miglia. .Rudolf Caracciola ist dabei, dazwischen, fährt sie mit. Zum zweiten Male übrigens. Den sechsten Platz hat er im Vorjahre errungen. AUTOMOBIL-REVUE Ein Tag und eine Nacht. Da haben sie bis Rom nicht weniger als 120 Fahrzeuge überholt. Christian Werner ist schwer leidend und hat in diesem Jahr verzichten müssen. So fährt Sebastian als Mechaniker mit ihm. Sebastian kennt Italien nicht, aber er ist ein Mann, der von dem Betrieb was versteht. Die beiden sitzen nun in ihrem weissen Sportwagen. Ein Wagen nach dem andern ist schon abgelassen worden. Eine breite Strasse ist es, auf der sie aufmarschieren. Tribünen rechts und links, der Generalsekretär der faschistischen Partei startet die Fahrer persönlich. Caracciola personifiziert die Ruhe. Er hat wieder eine schlechte Startnummer bei der Verlosung gezogen und muss alle Fahrzeuge überholen, will er siegen. Es ist irrsinnig schwer, diesen Kampf zu gewinnen, und er glaubt auch kaum, dass er ihn gewinnen kann. Das sind 16 Stunden ununterbrochene Fahrt. Die besten Fahrer der Welt liefern sich diesen Kampf: Caracciola, Campari, Nuvolari und Varzi. Das^ tollste Rasen gibt es bis Rom. Jeder will wenigstens» zuerst in Rom .sein, denn der, der es" wirklich schafft, bekommt die « Coppa Mussolini », den heiss umstrittenen Preis des Duce. Caracciola weiss auch das, und es ist ihm bekannt, dass die erste Stunde die schnellste sein wird. Da muss aus den Maschinen höchstes Tempo herausgeholt werden. Hoffentlich halten die Reifen. Neubauer steht wieder neben ihm, und auch Frau Charly. Sie hat dafür gesorgt, dass er erst im letzten Augenblick am Start erscheint. Er soll, er muss Ruhe haben, muss viel schlafen. « Rudi, passen Sie auf, hier und da und dort sind die Depots. Das sind soundso viel Kilometer. Ungefähr dann müssen Sie da sein. Fahren Sie um Gotteswillen nicht daran vorbei! » Rudi hört das und hört es auch nicht Er kennt ja den Betrieb vom Vorjahre. Dann kriegt er das Zeichen von dem Mann in schwarzer Uniform. Dann ist er unterwegs. Man geht zurück in die Stadt, isst schnell etwas zu Mittag, nur wenig, man ist nervös. In einer Stunde frühestens kann die erste Meldung da sein. Zwischen dem Hotel Brescia und dem Marktplatz mit dem schönen, riesenhaften Gebäude, in dem der Automobil-Club seinen Sitz hat, lebt man jetzt einen Tag und eine Nacht, trinkt einen schwarzen Kaffee, einen Wermut mit Selters und wieder einen schwarzen Kaffee. Man raucht ununterbrochen Zigaretten. — « Das ist das schlimmste an diesem Rennen» — sagt Neubauer — «dass man als Rennleiter hier festgenagelt ist in Brescia, dass man nicht eingreifen kann, nicht helfen kann, wenn etwas los ist unterwegs. Man kann keine Verbindung bekommen. Da haben wir den Plan gehabt, mit Kurzwellensendern zu arbeiten. Hier am Sitz der Rennleitung Sende- und Empfangsapparatur — im Wagen ebenso — das wäre eine ideale Verständigung. Wir haben auch schon mit einer der grössten deutschen Rundfunkgesellschaften deswegen verhandelt. Und es ist doch nichts daraus geworden.» — Man geht zum Club — da ist Nachricht aus Bologna eingetroffen: Caratsch hat die erste Etappe mit einem Durchschnitt von 154 km/St, zurückgelegt, ganz phantastische Leistung, wenn's nur so weiter geht. Der Abend bricht herein. Auf dem Marktplatz steht ein grosses, erleuchtetes Transparent. Dort kann man das ganze Rennen verfolgen. Zehn Minuten nach Passieren der Kontrolle erscheinen hier die Namen in vollem Glänze. Da steht nun ganz Brescia, das von Fremden überschwemmt ist an diesem Tage, und fiebernd verfolgt Italien an dieser einen Tafel sein grösstes Sportereignis! Meldung aus Rom: Nuvolari Erster, Campari Zweiter, Caracciola Dritter. Eine freudige Nachricht für uns — darauf steht eine Flasche feurigen Chiantis. Charly Caracciola ist lustig an diesem Abend, und Neubauer erzählt stundenlang Rennanekdoten. Er vergiss't dabei nicht, seinen Apfelstrudel zu essen. ; 1935 -N°47 Unwissend durch Nacht und Nebel. Rom liegt längst hinter ihm — die Hälfte des Rennens ist geschafft. Er verspürt keinerlei Müdigkeit. Die Nerven arbeiten — was ist Tag, was ist Nacht? — In diese Nacht bohren sich die Scheinwerfer, bohren sich auch vier Augen, die Caracciolas und die Sebastians. Kurven, lange Geraden, wieder Kurven, Berge und Täler. Hin und wieder wird ein Wagen überholt. Während der Wagen dahinschiesst, guckt der Fahrer auf den Boden. « Verfl... Schweinerei. Das Gaspedal klemmt! — Raus, Sebastian, wir müssen reparieren. » Es wird gebaut. Die Hände arbeiten nicht, sie fliegen. Jetzt rasen die Wagen wieder an ihnen vorbei. Sie sehen das nicht, haben auch gar keine Zeit dazu, in einer halben Stunde ist es geschafft — aber eine halbe Stunde ist für diese rasenden Teufel eine Ewigkeit. Eine halbe Stunde kann man niemals mehr einholen. Das Rennen ist verloren. Quatsch — wir fahren weiter. Nun erst recht! — Und wieder jagt der weisse Wagen mit den riesigen, blendenden Scheinwerfern durch die Nacht. Stunde um Stunde. Da ist das Meer, die Adria, Ancona naht In Ancona, da ist der kritische Punkt der Fahrt völlig überwunden. Der beginnt hinter Rom. Da fallen die Fahrer aus, denn bis dahin sind die Motoren bis aufs äusserste beansprucht worden. Wer in Ancona noch dabei ist, der hält auch durch. Nun kommt es absolut darauf an, wer am schnellsten ist. Caracciola weiss auch das. Und er tritt auf das Gaspedal, tritt es ganz durch, der Kompressor heult ununterbrochen. Schaurig ist es, dieses helle Kreischen in der Nacht. Die da im Wagen aber hören es nicht. Sie gehen auch wieder an andern Wagen vorbei. Da erinnern sie sich, dass sie bei Rom ein sonderbares Erlebnis hatten, da kamen ihnen Wagen mit aufgeblendeten Lichtern in grosser Zahl entgegen, ein ganzer Automobilclub, der die Durchfahrt der Kleinfahrzeuge in Rom angesehen hatte und nun nach Hause wollte. Ob diese Wagen ihnen, den deutschen Fahrern, entgegengeschickt worden sind, um sie zu blenden? Unsinn. Die Italiener sind sportlich. Wenn ihnen das nur nicht jetzt noch passiert, jetzt, wo es auf allerhöchste Geschwindigkeit ankommt. — Sie rasen weiter. Unterhalten können sie sich nicht, die beiden, Sebastian und Caratsch. Sie wissen auch gar nicht, in welcher Position sie sich befinden. Wahrscheinlich mitten im Felde der starken Wagen — vielleicht auch das nicht mal, vielleicht haben sie sich beim « Bauen » viel zu lange aufgehalten. Wenn sie doch nur erst den Nuvolari mit dem schnellen Alfa Romeo hätten, der ist der schreckliche Feind, und der Campari. Sie wissen jetzt nicht, dass Nuvolari schon vor Fortsetzung Seite 17. REISE-SCHECKS Sicherheit gegen Verlust und Diebstahl Vorteilhafte Kurse Megistertnat Je Dollar Pfund Ungar. J?engö THE AMERICAN EXPRESS CO. INC. ZÜRICH SHLPORTEPLATZ 3 • TELEPHON 35.720 10er Packung Fr. 4.50, 4er Packung Fr. 2.-. Erhältlich In alles Apotheken. 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N D 47 — 1935 Zu den Pflanzen dieser Art gehören: Kümmel, Schwarzkümmel, Anis und Safran. Der Kümmel (Carum Carvi) ist eine zweijährige, sogar auf Wiesen wildwachsende Pflanze. Die mannigfache Verwendung des Kümmels in der Küche in Brot, Braten, Kraut, Käse usw. ist allen Hausfrauen wohl bekannt. Ebenso vielseitig ist seine Verwendung in Likörfabriken und in der Pharmakologie, also auf dem Gebiete der Arzneimittel, z. B. als (ätherisches) Kümmelöl. Der Schwarzkümmel wird einstweilen in erster Linie nur in der Kuchenbäckerei angewandt und gehört zu jener originellen Pflanzengattung (Nigella), in der sich so volkstümliche und volkskundlich interessante Arten befinden wie: Braut in Haaren, Gretel im Busch, Jungfer im Grün und Kapuzinerkraut. Heimisch sind sie vor allem in den Mittelmeerländern und im Orient. Anis (Pimpinella anisum) ist gleichfalls sowohl im Haushalt wie in der Likörfabrikation und Heilmittelkunde zu bekannt, als dass diese einjährige Pflanze aus der Familie der ergeben getrocknet den schwarzen Pfeffer, vorkommt. Vom Symbol des Sieges lind Daneben gibt es auch weissen Pfeffer. Ruhms, der Ruhe und des Friedens, der Ehre, ODIEI3P flDaoft BEBiriE Zimt (Cinnamonium) wächst wild in Ceylon, wird aber ausserdem noch in verschiede- Lorbeer schon frühzeitig den Weg zur Heil- Wahrheit, Sicherheit und Freiheit fand; der ERyflft nen tropischen Ländern angebaut und ist vor mittelkunde und zur Küche. In Mitteleurppa Umbelliferen eingehender erwähnt zu werden allem wegen des Duftes und feinen Geschmacks überall gern gesehen. Die Kapern sind die nicht entwickelten kommt er nur als dekorative Pflanze vor. JfyCaHzeniueU und JCüche braucht. Sie stammt aus Griechenland, Aegypten und dem Orient, aber wird heute fast Unsere Speisen setzen sich aus zwei grundsätzlichen Gruppen zusammen: fleischlichen überall angebaut. Auch die Muskatnuss kommt im Haushalt Knospen des Capparis spinosa, des Kapernstrauchs, der ebenfalls an den felsigen Ufern häufig vor. Die Bezeichnung ist eigentlich unrichtig, weil es sich um die Samen der pfir- des Mittelmeeres wächst. Ihr spezifisch schar- und pflanzlichen, wobei man heute die Beobachtung machen kann, dass in letzter Zeit verwandt, um Suppen, Backwaren, Saucen Der Safran (Crocus) wird auch heute noch sichgrossen Früchte des etwa 10 Meter hohen fer, pikanter Geschmack macht sie besonders das Schwergewicht der pflanzlichen Gruppe usw. gefällige Farbe und aromatischen Geschmack zu verleihen. In Europa besitzt Spa- Muskatnussbaumes (Myristica fragrans) auf für Salate, Marinaden und Saucen, aber "auch zuneigt. Die Zahl der Anhänger der Pflanzenkost wird von Tag zu Tag grösser. nien die ausgedehntesten Safrankulturen. Die den Molukken handelt. für garnierte Brote usw. geeignet. Sie gelangen in mit Salz versetztem Essig in Fässchen Der Ingwer (Rhizoma zingiberis) kommt Abgesehen von den in erster Linie in Frage Einführung in Mitteleuropa wurde schon in aus Ostindien, Sierra Leone, Brasilien, Jamaika und China und gelangt als weisser, und später in Glasröhrchen abfüllt. Als Er- eingelegt zu uns, wo man sie erst mariniert kommenden Speisen, die uns die Getreide-, der Zeit der Kreuzzüge (1198 in Oesterreich Gemüse- und Obstarten liefern, stehen noch durch einen Ritter von Rauhenast) versucht, geschälter oder als schwarzer, ungeschälter satz kommen bei uns auch die Blütenknospen zahlreiche Pflanzen zur Verfügung, die wegen ihres ausgesprochenen Geschmackes und und sehr riskant, da unsfcr Klima zu ungünstig erwies sich aber als wenig gewinnbringend Ingwer in den Handel. Das in ihm enthaltene der Dotterblume, des Scharbockskrauts, der Weichharz, ferner ein ätherisches Oel und Kapuzinerpresse usw. vor. Duftes lediglich als Zutaten in der Küche dienen, weil schon eine kleine Menge, in irgend- gesamte Ernte. ist. Regen zur Blütezeit vernichtet z. B. die eine scharf aromatische Substanz verleihen Die Pistazie (Pistacia vera) kommt auch ihm angenehmen Geruch, den brennenden aus dem Mittelmeergebiet, aber auch aus Mexiko, Asien und aus dem Orient und heisst eine Speise gemischt, deren Geschmack bedeutend hebt. Geschmack und das Würzige, so dass der Paprika (Capsicum annuum) stammt aus Ingwer ausser in der Küche (meist zusammen auch Pimpernuss, Pistachionuss oder' grüne Mexiko, von wo er nach Spanien eingeführt mit anderen Gewürzen) auch sonst vielfach Mandel. Es sind also ziemlich harte, 2 cm Der sehr anspruchsvoll gewordene Gaumen wurde, um sich von dort weiter zu verbreiten. Anwendung findet. lange, hellgrüne Nüsse, die wie süsse Mandeln schmecken und ausser in der Zucker- des zeitgenössischen Menschen schränkte das In Ungarn schlug diese Pflanze — in weitestem Sinne dieses Wortes — derart Wurzel, Uebermass der allgemein sogenannten « Gewürze » ein, die bisher in fast riesigen Men- dass sie zum Nationalgericht wurde. Sie wird Die Lorbeerblätter sind nichts anderes als die getrockneten Blätter des edlen Lorbeerbaumes (Laurus nobilis), der ausser in seiner werden. Sie können auch roh oder kandiert bäckerei auch vielfach im Haushalt benutzt gen zur Hebung der Schmackhaftigkeit von in warme Mistbeete von Februar bis Mitte Fleischspeisen und Braten benutzt wurden. März gesät und im Mai in den Boden verpflanzt. Paprika ist erst ein späterer Name. Heimat, Hinterasien, in den Mittelmeerländern gegessen werden und dienen ferner zur Oelbereitung. k. Küchenzutaten aus der Pflanzenwelt sind in überall wächst und auch hier noch teilweise erster Linie getrocknete Obstsorten, Gewürze Eigentlich handelt es sich, botanisch gesprochen, um Schotenpfeffer, der eben in den oder Blätter von einheimischen und exotischen Pflanzen. Man findet sie in jedem Haushalt, mannigfachsten Kulturvarietäten vorkommt, Tleiuöse Jtiud&t zu kühl genommen werden dürfen. Vorsicht wenn auch nicht jede Hausfrau ihre Herkunft zu denen z. B. auch der sogenannte Cayennepfeffer (Südamerika) gehört. Die Verschie- Oft hört man besorgte Mütter seufzen: ten Sonnenbädern am Platze, da sie, im ist bei der Anwendung von lang ausgedehn- und den Weg kennt, auf dem sie zu uns gelangendenheit beruht vor allem darin, dass die Mein Kind ist nervös! Dieser Begriff wird Uebermass genossen, oft allzu erregend wirken. Sehr heilsam erweisen sich dagegen Früchte einiger dieser Arten nicht nur in der fast wahllos auf die allerverschiedensten Form, sondern auch in der Schärfe sehr voneinander abweichen. Einige können sogar roh und gar nicht mehr als einheitliche Erkran- Wasserheilkunde, wie zum Beispiel Halb- Krankheitsbilder und Störungen angewandt meistens Massnahmen aus dem Gebiet" der oder eingemacht genossen werden, bei andekung betrachtet. Es ist hier nicht der Platz, bäder, Fichtennadelbäder, wechselwarme oder alle Methoden anzugeben, mit denen der Arzt kohlensaure Teilbäderpackungen. den Grad und die Ursache einer etwa vorliegenden Nervosität feststellen kann. nur dann erfolgversprechend seih, Die sogenannte seelische Behandlung wird wenn'der ren genügt eine winzige Menge, um die benötigte Schärfe zu erzielen. Zu den aus den Kolonialländern stammenden Pflanzen gehören Vanille, Zimmt, Muskatnuss, Ingwer, Pfeffer, Kapern, Lorbeer, Mandeln, Nelken, Pistazien usw. Die Vanilleschoten (Vanilla planifolia) finden allseitige Verwendung. Die Hauptausfuhrgebiete sind neben Mexiko Mauritius und Java. Der Pfeffer (Piper nigrum) ist bekanntlich gleichfalls sehr geschätzt; allerdings erwächst ihm in Paprika eine nicht zu unterschätzende Konkurrenz. Diese in vielen Abarten vorkommende Gewürzpflanze bildet für viele exotische Länder (Sumatra, Borneo, Malakka, Siam usw.) einen sehr wichtigen Handelsartikel und schiesst bis vier Meter in- dfe ; Höhe. Die zunächst roten Beeren werden noch in unreifem Zustände gesammelt und AUTOMOBIL-REVUE Viel wesentlicher ist die Frage, wie man wirklich nervösen Kindern helfen kann. Die Hilfe muss in einer wirksamen Behandlung der Grundursachen der Nervosität beruhen und darf sich nicht darauf beschränken, immer nur einzelne Symptome zu beseitigen oder zu lindern. Als solche Symptome sind oft auch Schlafstörungen, Bettnässen, Krämpfe, Koliken, ja sogar Asthma zu betrachten. Im Vordergrund der medikamentösen Behandlung steht auch heute noch der Kalk. • Der Ausgleich des Kalkstoffwechsels ist eine Grundbedingung für das kindliche Wohlbe- °;M3en. Einen "grosseh Nutzen wird man vielfach bei nervösen Kindern durch Anwendung von Luftbädern erzielen, die allerdings nicht sachkundige Arzt Hand in Hand mit den. Eltern und Erziehern arbeitet. Bei nervösen Kindern ist die Erziehung ganz besonders wichtig. Jeder erzieherische Schritt ist daher genau zu regeln: Art des Kindergartens, der Lektüre, des Sportes, später auch des Berufes. Frühzeitig muss' mit" körperlichen und tur- Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich in O. R. Wagners CHTouring, Führer für Automobllfahrer, offizielle Ausgabe des T. C. 8. Parkhotel & Hotel Weisses Kreuz %»m VWlIIII Pension von Fr. 14.— und Fr. 10 Telephon 62.31 Telephon 63.06. Bestens empfohlen für längeren und kürzeren Aufenthalt. Grosser Naturpark. Feine Verpflegung. — Golf, Tennis, Orchester. Garage. Bes. 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