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E_1935_Zeitung_Nr.047

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Gösctienen BAHNHÜF

Gösctienen BAHNHÜF BÜFFET Umladestelle für die Autos nach und von Airolo. Kalte und warme Speisen zu jeder Tageszeit. Auskunft über Fahr- und Transportverhältnisse. Tel. 11. (Nicht zu verwechseln mit Hotel Bahnhof.) Höfliche Empfehlung Steiger-Gurtner. Renom Küche, auserlesene Weine, raclette. Spezialit. T. C. S. Tel. i>5. Frau D6caillet, Bes. Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich in O. R'. Wagners CH Touring, Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des T. C. S.

N° 47 - 1935 Vtiäe WliqUa Fortsetzung von Seite 14. Stunden gegen einen Baum geknallt ist, dass sie schon lange an ihm vorbei sind. Sie fahren nur durch die Nacht. — Aber was ist das? Da steht ja mitten auf der Strasse ein Mann. Und der geht nicht fort. Dieser Idiot. Winkt mit beiden Armen. — Die Bremsen kreischen, der Wagen schleudert — ein Ausweichen gibt es nicht. Halt. « Mensch, Caracciola, beinahe hätten Sie das Depot durchfahren! » « Was — wie?» — «Haben Sie denn nicht vor einem Kilometer das grosse weisse Band gesehen: ,Mercedes-Depot\ vier Meter lang, mit ein Meter grosser Schrift? » — « Na, los — Tanken — Reifen wechseln — nein, essen wollen wir nichts — das letzte Depot schon *— jetzt schon? —'Rein, Sebastian — weiter! » •— Und der Kompressor heult schon wieder sein ehernes Lied! — « Jetzt haben wir aber doch vergessen, zu fragen, in welcher Position wir liegen. — Fürchterlich wäre das gewesen, hätten wir dieses Depot überfahren. Haben Sie was bemerkt, Sebastian? — Nein? Ich auch nicht! » Dennoch gewonnen. In diesen Stunden hat Neubauer Qualen ausgestanden. Aus Rom hatte er die allerbesten Nachrichten, aus Narni schon, nur 50 Kilometer weiter kommt die Hiobsbotschaft: Nuvolari fehlt, Caracciola fehlt, Campari an der Spitze. Wo ist Rudi, Teufel noch eins, was kann nur mit ihm los sein? Er nimmt seinen Bleistift raus und rechnet. Er muss schon lange da sein. Es ist zum Verzweifeln. Er malt sich die grässlichsten Dinge aus — und gleichzeitig beruhigt er Frau Charly. «Schaun's da ist der Rudi eben an einer Kontrollstelle länger aufgehalten worden, dann hat er Reifen wechseln müssen, und dann ist er wahrscheinlich in dichten Nebel gekommen. Ich kenne das da unten! » — Er glaubt natürlich selbst nicht daran, was er da erzählt — aber er kennt seine Pflicht, und darum erzählt er eben alles, was man von ihm wissen will oder nicht. — Er ist schon ein grossartiger Mensch. Von Nuvolari kommt die Nachricht, dass er aufgegeben hat, von Caracciola kommt gar nichts. Er schickt Frau Charly ins Bett und weiss ganz genau, dass sie's doch nicht tut. — Er nimmt wieder den Bleistift in die Hand, rennt ins Bureau der Fahrleitung, schaut sich alle Presse- Bulletins nochmals durch — da hört er, dass ein Gespräch aus Ancona kommt. — Jetzt weiss er es, der Rudi hat «gebaut», der Rudi liegt schon wieder weit vorn. Er muss mäc,h- $>1kk Ui die lüeü Schuljugend gegen Polizei. In Pittsburg, im nordamerikanischen Staate Pennsylvanien, haben die Schulkinder sich durch einen Generalstreik ihren Verkehrspolizisten zurückerobert. Die Kinder hatten den freundlichen Polizeibeamten liebgewonnen, der ihnen bei Schulschluss immer eine sichere Gasse durch den starken Strassenverkehr verschaffte. Als nun der Beamte wegen einer dienstlichen Verfehlung strafversetzt wurde, gingen die Kinder nicht zur Schule, sondern fanden sich zu einer Protestdemonstration zusammen. In geschlossenem Zuge marschierten sie vor dem Polizeipräsidium auf. Auf Plakaten, die sie mit sich führten, stand: « Wir wollen unseren Schutzmann zurück ». Gleichzeitig sandten die Kinder eine Eingabe an das in ihrem Bezirk gewählte Kongressmitglied. Bei solcher Aktivität konnte es nicht fehlen, dass in einem Lande wie Amerika auch der Präsident der Staaten selbst in der Sache bemüht wurde. Präsident Roosevelt hatte Verständnis für das Begehren der Kinder und amnestierte von sich aus den Polizeibeamten, der darauf, zur grossen Freude der Kinder, wieder auf seinen Posten vor der Schule gestellt wurde. Kampf den Gangstern in Japan. Auch Japan ist jetzt von der Pest des Gangsterunwesens befallen worden. Namentlich die Hauptstadt des Landes ist von Gangstern überflutet, die sich den spezifischen lokalen Verhältnissen angepasst haben. Sie «arbeiten> weniger mit den blutigen Methoden ihrer amerikanischen Kollegen und entführen vorläufig auch keine Menschen, sondern pflegen an wohlhabenden Kaufleuten zu erpressen, , indem sie nach der Art der amerikanischen Racketeers die Geschäfte zerstören, wenn man ihnen kein «Schutzgeld» zahlt. Eine andere, derzeit viel geübte Methode ist das Sammeln von Spenden für patriotische Vereine, die aber aus Gaunern bestehen, in deren Taschen die Einnahmen der verängstigten Bevölkerung fliessen. Der Polizfiiehef hat die gesamte Einwohnerschaft aufgerufen, an dem Kampf gegen die Betrügerbanden mitzuwirken, und jedem Anzeiger völlige Geheimhaltung seines Namens zugesagt. Darauhin liefen ganze Listen von Adressen berüchtigter Gangster ein, und die Polizei konnte ihren ersten schweren Schlag gegen die Verbrecher iüh- tig aufgeholt haben. Wieder holt er Notizbuch und Bleistift raus, wieder 'rechnet er und fällt beinahe die Treppe runter. Unten läuft er Frau Caracciola in die Arme. Die will auch hören, was los ist. — «Der Rud: liegt sehr weit vorn in Ancona.» — «Passen Sie auf — wenn er — durch Feltre ist er schon durch — da von Verona nach Brescia — das ist die schnellste Strecke, wenn er da...» — Er lässt sie steh'n — rast wieder die Treppe rauf — kommt runter — «Bei Verona liegt Nebel auf der Strecke,, da kann er keine 154 Durchschnitt holen. — Kommen Sie, wir müssen zum Ziel!» Er ist in Schweis gebadet. Das halten seine Nerven keine zehn Stunden mehr aus. Da draussen am Ziel, da schaut eine ungeheure Menschenmenge in die tiefe Nacht, schaut nach Osten, von da müssen sie kommen. Sie warten aui den Tribünen, Neubauer, Frau Caracciola, ein paar Journalisten. Sie sehen ebensowenig wie die andern. Da kommt Graf Bonäcossa, Inhaber der italienischen Sportzeitung «Gazetta dello Sport», an, Mitglied der Sportkommission dieses Rennens, grosser Freund der Deutschen, atemlos kommt er an: «Herr Neubauer, Herr Caracciola ist in Bologna Zweiter, nur vier Minuten hinter Campari!» — sagt's und ist schon wieder fort. Er hat mehr zu tun, jetzt. Sie müssen in jeder Sekunde eintreffen. Campari oder Caracciola. Und da tauchen die Scheinwerfer auf, ganz in der Ferne. Ja, da hört man den Motor — man hört ihn ganz genau — wie? — ist das denn möglich? — natürlich, das ist das typische helle Kreischen des Mercedes-Kompressors. Neubauer ist nicht zu halten, stürzt mit einem riesigen Satz über die Brüstung, ein Carabiniere will ihn zurückhalten, ist sehr böse — Alfred Neubauer ist das ganz egal — er muss das sehen. Ja, der Wagen ist weiss — kommt mit Mordstempo an, bremst. Es ist Caracciola, der steigt aus, kommt langsam zu sich, setzt sich auf den Kotflügel und sagt gar nichts. Auch Sebastian sagt nichts. — Neubauer stürzt auf ihn zu. «Rudi, Sie haben gesiegt!» Umarmt ihn. — «Halten Sie mich doch nicht zum Narren — lassen Sie den Quatsch — ich hab' jetzt genug!» — «Nein, Rudi, wirklich, Sie sind der Erste!» — Charly umarmt ihn, alles schüttelt ihm die Hand. Jetzt erst glaubt er's wirklich. Acht Minuten später trifft Campari als Zweiter ein. Es ist das erste und das letzte Mal bis heute, dass ein Deutscher, dass überhaupt ein Ausländer die Mille Miglia gewonnen hat. — ... . . ren, als sie vor einiger Zeit am frühen Morgen 1600 Erpresser und Betrüger in ihren Betten verhaftete. Das Festmahl im Dampfkessel. Bei der Besichtigung des Riesenkessels, den Jönköpings Mekaniska Verkstad neulich an die Südschwedische Elektrizitätsgesellschaft ablieferte, wurde den eingeladenen Gästen die sensationelle Gelegenheit geboten, das Frühstück im Innern des Kessels einzunehmen. Ein Gast konnte bedauerlicherweise an dem Festmahl nicht teilnehmen. Der Eingang in den Kessel fand durch das Einsteigloch statt und während zwanzig Gäste geschickt durch die enge Oeffnung eindrangen, erwies sich der Körperumfang des einundzwanzigsten Gastes als ein unüberwindliches Hindernis bei allen seinen verzweifelten Versuchen, zu den lockenden Leckerbissen zu gelangen, die seiner harrten. Der Feuerungsraum ist 8 Meter hoch und der Kessel selbst hat eine Länge von 22 Meter. Während des Frühstücks fanden einige Gäste, dass die Temperatur in ihrem originellen Speisesaal recht hoch sei. Die Fachleute belehrten sie aber, dass die Temperatur bedeutend niedriger sei, als sie gewöhnlich in diesem eigenartigen Raum zu sein pflegt. Denn bei der Tätigkeit der Anlage herrscht im Kessel eine Hit2e von ungefähr 1,300 Grad Celsius. fia. Der kälteste Ort der Welt Bisher wurde allgemein angenommen, dass die sibirische Stadt Werchojansk der kälteste Ort der Welt sei. Die paar hundert Jakuten, die die Einwohnerschaft dieser Stadt bilden, waren auf diese Tatsache nicht wenig stolz. Jetzt ist es mit ihrem Ruf vorbei. Russische Forscher wollen nämlich inzwischen festgestellt haben, dass nicht Werchojansk, sondern die kleine ostsibirische Ortschaft Oi-Mekon die kälteste Gegend der Welt sei. Temperaturen von mehr als 60 Grad unter Null sollen dort recht häufig vorkommen. Die Sibiriaken, die in Oi-Mekon leben, haben sich mit diesen klimatischen Verhältnissen natürlich abgefunden. Gegenden, in denen einem der Atem nicht gleich einfriert, kommen ihnen ganz merkwürdig vor. Einzelne Bewohner von Oi-Mekon, die bisher Gelegenheit hatten, nach Moskau zu kommen, haben sich bitter über das «ungecittirl» warm*» l^litna » HipcAr Q+QH* H^Hnort AUTOMOBTL-OTVUE 17 •••••••••••••••••••••••••••••••• Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich In O. R. Wagners CH Touring, Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des T. Ö. S. 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