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E_1935_Zeitung_Nr.047

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Luftfahrt Die

Luftfahrt Die Flugzeugversicherung in der Schweiz. Die Flugzeug - Kaskoversicherung in der Schweiz ist noch nicht alt; das eidgenössische Versicherungsamt hat hierüber erst vom Jahre 1927 die Berichterstattung aufgenommen. Mit der Einbürgerung dieser Verkehrsmittel hat natürlich auch diese Versicherung zusehends an Bedeutung gewonnen. Wer bedenkt, welche hohen Summen in den Flugzeugen investiert sind und welche Verlustmöglichkeiten bestehen, wird die einem grossen Pfingstflug Schweiz-Oesterreich-Ungarn gestartet, der in Altenrhein begann. Es sind Pfingstflug Schweiz-Oesterreich-Ungarn. 46 Flugzeuge mit 80 Teilnehmern aus ganz Europa sind zu Entwicklung begreifen. Die nachstehende vertreten: Oesterreich 13 Maschinen, England 11, Frankreich 6, Italien 6, Ungarn 4, Schweiz 2, Tschechoslowakei 2, Holland und Griechenland mit je einer Maschine. Das Bild zeigt den Flugplatz Tabelle gibt einen Ueberblick über die Prämieneinnahmen und Schadenzahlungen: In Bern traf am Pfingstsamstag mit 15 Sportflugzeugen auch der französische Flugclub «Rolland Altenrhein während der Ankunft der Equipen. Vorn rechts das italienische Breda-Sportgeschwader. Prämien Schadenzahlungen Garros> ein, besuchte am Sonntag das Jungfraujoch und flog am Montag nach Zürich und Altenrhein weiter. Fr Fr. in % der Prämien 1927 40.185 4.754 11,9 1928 128.225 122.624 95,8 1S29 203.820 50.105 25,0 1930 226.081 231.920 102,6 1931 226.432 119.531 52,9 1932" 195.417 35.570 18,2 '1933 134.099 77.959 58,2 Das Flugzeug-Kaskoversicherungsgeschäft ist noch jung und bescheiden. Bestimmte Entwicklungstendenzen haben sich deshalb noch nicht herausbilden können; die Gesellschaften sind hier noch auf Versuche angewiesen, und man wird weitere Erfahrungen abwarten müssen, bevor man bestimmte Erscheinungstendenzen konstatieren kann. Immerhin wird der Umfang dieses Geschäftes wohl' so lange nicht wesentlich wachsen, als die Zahl der im Verkehr stehenden Maschinen nur einen bescheidenen Umfang aufweist. Dies bringt damit auch starke Schwankungen im Schadenverlauf, die in Kauf zu nehmen sind, da ein Ausgleich auf diesem kleinen Versicherungsbestand kaum erwarte! werden darf. Die Zahlen der obigen Tabelle lassen deshalb auch deutlich erkennen, wann ein grosses Luftfahrzeugunglück eingetreten ist, da im betreffenden Jahre die Schadenquote sehr hoch ist. Es ist natürlich anzunehmen, dass mit der zunehmenden Sicherheit der Flugzeuge die Schadenquote etwas fallen wird. Es muss aber bei dieser Gelegenheit darauf verwiesen werden, däss dieses Versicherungsgeschäft den Gesellschaften keine grossen Gewinne bietet; nicht nur weil ja die Prämieneinnahmen an sich gering sind, sondern weil diese Flugkaskoversicherungen u. a. auch mit teilweiser Prämienrückgewähr bei schadenfreiem Verlauf abgeschlossen werden. Auch die Reservebildung wird dadurch erschwert. Ein ffüTOMÜBIL-T^EVÜlT einziges schweres Schadenjahr kann hier einen auf mehrere Versicherungsperioden sich erstreckenden Ausfall auswirken. Die Jahre 1931 bis und mit 1933 brachten nach dem schweren Schaden im Jahre 1930 eine gewisse Erholung. 1934 ist aber ein neuer schwerer Schaden entstanden. Neben der Flugzeug-Kaskopolice liefen bei derselben Gesellschaft auch die gesetzlichen Haftpflichtversicherungen und die Gesamtaufwendungen für diesen Unglücksfall werden sich auf rund eine halbe Million Franken belaufen, da auch die sämtlichen Passagiere und das Personal noch je mit 25,000 Fr. bei der Gesellschaft versichert waren. Internationales Segelfliegerlager Jungfrau, joch, 3460 Meter ü.M. Die Bergdohlen haben dem Organisationsausschuss des Internationalen Segelfluglagers Jungfraujoch, der am vergangenen Samstag auf der Kleinen Scheidegg versammelt war, einen ausrichtsreichen Einblick in die Segelflugmöglichkeiten im Jungfraugebiet geboten. In grossen Scharen kreisten sie in elegantem Gleitflug über dem tief eingeschnittenen, wilden Trümletental, und als die Fachleute den Laien die Bedeutung der Aufwinde für den Segelflug erklärten, Hess sich die ganze muntere Schar der schwarzen Bergvögel, ohne Flügelschlag durch Ausnützung der Windströmung hinaufheben, weit über die felsige Zinne des Schwarzen Mönches. Abwinde brachten sie in erstaunlich kurzer Zeit wieder hinunter in die tiefern Regionen. Dieses fliegerische Spiel wiederholte sich ununterbrochen, bis ihm die Dämmerung ein gebieterisches Halt gebot. Wer sich angesichts dieses"'$aturschauspiels vergegenwärtigte, welche Entwicklung der Segelflug in den letzten Monaten durchgemacht hat, wer sich des neuesten Rekordfluges Schreibers erinnert, der sich auf dem Belpmoos mit seinem Apparat nur auf 200 Meter Höhe schleppen Hess und dann motorlos nach Genf « gondelte >, wie sich der Flieger selbst ausdrückte, musste zur Ueberzeugung gelangen, dass das Segelfluglager Jungfraujoch gewaltige Ueberraschungen bringen kann. Die Tatsache aber, dass die Veranstaltung die erste dieser Art und das Segelfliegen im Hochgebirge noch wenig erforscht ist, verlangt eine gründliche und gewissenhafte Vorbereitung. Die Sitzung auf der Kleinen Scheidegg mit anschliessender Besichtigung des Startplatzes auf dem Jungfraujoch galt denn auch der Abklärung mannigfacher technischer Fragen. Schweizer Segelfliegertagung. Sonntag, den 2. Juni fand in Ölten eine ausserordentliche Zusammenkunft der Schweizer Segelfliegertagung statt; sie vereinigt A2 Segelfluggruppen der Schweiz mit über 600 Segelfliegern und bildet ein beratendes Organ des Aero-Clubs der Schweiz. Die Tagung war von echtem schweizerischen Sportgeist erfüllt. Es wurde beschlossen, den einheimischen Bau von Segelflugzeugen mit allen Kräften zu fördern. Grosse Preisdifferenzen zwischen den Schweizer Fabrikaten und den hochwertigen Erzeugnissen des Auslandes stehen diesem dringenden Postulat im Wege, aber man hofft, mit dem guten Willen aller beteiligten Kreise doch eine schweizerische Flugzeugindustrie wenigstens für Segelflugzeuge aufziehen zu können. Die allgemeinen Bedingungen für den Anschluss der Segelfluggruppen Filiale Neuchätel, Telephon 43.67 Solothurn, Telephon 20.42 1935 — N° 47 an die Sektionen des Aero-Clubs wurden genehmigt und der Bezug eines monatlich erscheinenden, « Segelflug und Modellbau » betitelten Sonderdruckes aus der « Aero-Revue » für alle Segelflieger obligatorisch erklärt Gestützt auf die guten Erfahrungen, die der Militärflugdienst einerseits und der Berner Aero-Club anderseits bisher mit charakterologischen Eignungsprüfungen- für Flugschulanwärter gemacht haben, wird diese Prüfung für alle Segelflugschüler obligatorisch erklärt Die Zeit der Fluglehrer kann so durch rechtzeitige Ausscheidung ungeeigneter Kandidaten auf die im Charakter reiferen konzentriert und dadurch Unkosten für Bruch an Schulflugzeugen usw. erspart werden. Nicht zuletzt dürften diese Eignungsprüfungen eine Beruhigung für die Eltern junger Segelflugschüler bilden, wenn diese wissen, dass ihre Söhne erst nach seriöser Prüfung zum Flugbetrieb zugelassen werden. Für die einheitliche Durchführung der Eignungsprüfung konnte Dr. Spreng, Leiter des psychotechnischen Institutes in Bern, gewonnen werden. Weiter beschloss die Tagung, dem internationalen Segelfliegerlager auf Jungfraujoch, das vom 4. bis 18. September stattfindet, ihre volle Unterstützung zu gewähren. Den Segelfluggruppen wurde empfohlen, dem Beispiel des Auslandes zu folgen und sich so bald wie möglich, eventuell im Kontakt mit den Schulbehörden, Modellbaugruppen anzuschliessen. Der Modellbau, für den die Jugend grösstes Interesse zeigt, kann von den Schulen, wie in andern Ländern, im Handfertigkeitsunterricht betrieben werden. Die Tagung fand nach einem, auch für Fachleute sehr lehrreichen Projektionsvortrag von Herrn Dr. Huber über «Hangwind-, Thermik- und Gewittersegelflüge » ihren Abschluss. Ferienkurse der Berner Segelfluggruppe. In der Zeit vom 13. bis 28. Juli veranstaltet die Segelfluggruppe des Berner Aero-Clubs auf dem Flugplatz Belpmoos drei Ferienkurse, nämlich einen solchen für Anfänger im Autoschlepp, einen weitern für fortgeschrittene Schüler im Flugzeugschlepp und schliesslich für ausgebildete Piloten einen Kurs für höhere Ausbildung in Form einer Forschungswoche. In dieser Zeit sollen sämtliche Segelflugmöglichkeiten in der nähern und weitern Umgebung des Flugplatzes Belpmoos erforscht werden. Den Teilnehmern soll Gelegenheit zur Ausführung von Dauer-, Höhen- und Streckenflügen geboten werden. Daneben wird die Forschungswoche ein wissenschaftliches Gepräge erhalten, indem Zusammenhänge zwischen Wetterlage und Segelflugmöglichkeit aufgedeckt werden sollen. Das Ziel besteht darin, auf Grund der jeweils herrschenden Wetterlage anzugeben, ob an einem bestimmten Tag Segelflüge ausgeführt werden können, und wenn ja, auf welche Weise. h. ORIGINAL-FABRIK-RADER ALLE AMERIKANER Sofort lieferbar ab Lager Zürich Drahtspeichen-, Holz-, Scheiben- und Stahlräder - Telephon 39.764 URANIA-ACCESSOIRES, ZÜRICH Versand postwendend Wir suchen für unsere auf europäische Marken spezialisierte Reparaturwerkstätte in Zürich, zur Unterstützung des Betriebsleiters, einen in allen Auto-Reparaturen perfekten 11853 CHEF-MECHANIKER als Meister-Stellvertreter Handgeschriebene Bewerbungen mit Lebenslauf, Gehaltsansprüchen, Zeugnissen, Referenzen, Photo unter Chiffre Z 3357 an die Automobil-Revue, Bureau Zürich. AUTOMOBIL-VERKAUFER Verkaufe oder vermiete m. besteingeführte Spezial-Auto-Elektro-Werkstätte, in bester Lage am Zürichsee. Sämtl. Orig.-Bosch-Prüfapparäte, div. Ersatzteilkasten und Bureaumaterial, grosse BatterierLadestation,. Benzin, Service, abgeschl. 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N° 47 - 1935 AUTOMOBIL-REVUE evki Ohne Verantwortlichkeit der Redaktion. Merkwürdiger Kantönligeist. Im zweiten Blatt von Nr. 126 der «Neuen Bündner- Zeitung » erschien unter dem Titel «Auto- Ecke > ein Artikel, in welchem ein Schauerbeispiel aufgezählt .wird, wie ein « strammer Bündner mit seinem schönen Geld » ins Unterland, in die Stadt zieht, offenbar ist damit Zürich gemeint, dort regelrecht hereingelegt werde und wo dann der Schluss gezogen wird: «Leider gibt es noch viele Bündner, die bei der Anschaffung eines Automobils glauben, sie müssen dieses im Unterlande kaufen... Kaufe deinen Wagen und alles im Kanton ...» Es wird gewiss niemand den bündtierischen-Garagiers verwehren, ihren Landsleuten Automobile zu verkaufen, hingegen ist es lächerlich, aus der Phantasie heraus ein Beispiel zu konstruieren, wie man's angeblich mit Bündnern in der Stadt treibe, um dann die Landsleute aufzufordern, Autos und alles nur im Kanton sich anzuschaffen. Stellt denn der Artikelschreiber den Bündnern, von denen er erklärt, dass sie, ohne von einem Auto etwas zu verstehen, ins Unterland ziehen und dort sich nicht an eine seriöse Vertreterfirma wenden, sondern an xbeliebige Occäsionshändler und sich von diesen hereinlegen lassen, nicht das Zeugnis kompletter Naivität aus ? Tut der Artikelschreiber dies nicht vielleicht zu Unrecht ? Lassen sich die. Bündner wirklich von jedem dummen Jungen einfach hereinlegen ? Angesichts der Tatsache, dass die sogenannten Unterländer ihr gutes Geld Sommer und Winter den Hoteliers in Alt-Fry-Rätieh bringen und dass wohl die Unterländer zur Stützung der ' bündnerischen Hotellerie und lr Zahlung der Subventionen gerade auch an diesen Bergkanton wohl die meisten Beiträge leisten, verlangt ein Geschreibsel «Kaufe alles im Kanton» wirklich tiefer ge- 1 hängt zu werden. Dr. F.-Z. Kontrollen Im Tessin. Da die Reisezeit wieder beginnt, möchte ich nicht unterlassen, alle Automobilisten darauf aufmerksam zu machen, dass im Tessin wieder gewisse Schikanen der unsichtbaren Strassenkontrolleure gegen harmlose Automobilisten sich bemerkbar machen. Ich fuhr kürzlich von Chiasso nach Lugano auf der kantonalen Hauptstrasse, die ja bekannt sein dürfte. Im untern Stück von Chiasso nach Capolago ist die Strassendecke eher 6in beackertes Feld, also in skandalösem Zustande, und auf der ganzen Länge bis Lugano haben wir die berüchtigten engen Dorfdurchgänge, durch die sich manchmal kaum ein Wagen zwängen kann, verschwiegen zwei sich kreuzende». ;Aüf-mei- ner Fahrt nach Lugano nun, kurz vor der ganz gefährlichen Ecke in Maroggia, versagt plötzlich mein Klaxon. Ganz unwillkürlich drücke ich nun mit meinem Fuss auf den'Knopf meines Unterdruckhornes, nur ganz kürz, mn'eben ein Signal geben" zu können, Denn an jener Ecke neigst kein Signal geben soviel wie' jeden Moment einen andern Wagen vor sich zu haben, ohne ihm. ausweichen zu können, oder plötzlich ein Kind -oder eine erwachsene Person unter den Vorderrädern zu haben, denn man streift mit dem: Wagen fast die vielen Hauseingänge. "Dieser kurze Hupenton nun -wurde mir zum Verhängnis. Ich weiss nicht, wo- der Strassenkontrolleur im Moment sich aufhielt, denn, wie gesagt,, sie sind unkenntlich, aber scheinbar muss er in der Nähe gewesen, sein. Dieser überaus pflichtgetreue Büttel nun weiss nichts Eiligeres zu tun, als mich anzuzeigen und im schwärzesten Lichte hinzustellen. Also erhalte ich nach einiger Zeit eine Bussenverfügung von Fr. 15. —, mit dem obligaten Zückerchen, dass 40°/o Rabatt gewährt werden, wenn die Busse sofort bezahlt würde. Die hohe Regierung ist also auch schon unter die Krämer gegangen. Die Sache ist natürlich nur Bauernfängerei, denn die 4O°/o werden einfach vorher schon dazugeschlagen, ergo kann man nachher leicht 40% Skonto gewähren! So geschehen im Jahre 1935 im Kanton Tessin. Wirklich fehlbare Strassenbenützer, seien es nun Automobilisten, die nicht abblenden können oder doch nur ungenügend, seien es Motorradfahrer, die Tag und Nacht Lärm machen, seien es Velofahrer,-für die überhaupt keine Vorschriften bestehen und die sich benehmen, als ob die Strassen ihnen allein gehören, seien es undisziplinierte Fussgänger, die mit der Zeitung in der Hand mitten aul der Strasse bummeln, lässt man gewähren, an denen gehen diese famosen Herren blind vorüber. Aber ein harmloser Automobilist, dem in seiner 20j ährigen Fahrpraxis noch nie etwas Ernstliches passiert ist, muss wegen einem absolut angebrachten Hupenton Haare lassen. Alles Erklären und die ausführliche Darlegung des Falles nützen natürlich nichts. Im Gegenteil, jedesmal Fr. 1.— Kosten für Stempelpapier, weittere Fr. 1. 50 ca. Nachnahme der jeweiligen Antwort der hohen Regierung. Alles zwecklos und Mehrspesen, denn da kommt "man mit Vernunftgründen nicht durch. Ich habe im vorliegenden Fall alles getan, um die ungerechtfertigte Bussenverfügung rückgängig zu machen, verlorene Zeit und Liebesmüh. Dagegen habe ich nicht unterlassen, mehr wie zweimal ausdrücklich und unter Bezugnahme auf diesen Fall zu erklären, dass ich im Falle eines Unfalles oder Unglückes, das mir passieren sollte wegen Unterlassung'eines Signals, alle Verantwortung ablehne. E. J. in M. Gefahrenverminderung. Der schwere Unfall, der eich vor einiger Zeit an der Bahnhofstrasse Zürich ereignete, hat einer Auseinandersetzung gerufen, die als sehr interessant betrachtet werden kahn. Von einer Seite war argumentiert worden, wenn die Karre zu rasch und-rücksichtslos laufe, dann müsse man sie eben abbremsen, also einmal das Vorfahren verbieten (auf der Bahnhofstrasse). Das war durchaus vernünftig und wenn es einige Leute zum Nachdenken gebracht hätte d. h. zur Wahl einer anderen Route, da wo es möglich, ist, nämlich ziemlich oft, so wäre schon wieder das gewonnen gewesen. Aber beim Mangel an wirklich demokratischer'' Einstellung vieler unserer Leute ist es nicht verwunderlich, dass.keiner .etwas von seinen. -Ge* wohnheiten opfern wollte und so sieht es denn aus, wie wenn vorläufig der Brunnen weiter offenstehen sollte. Eine •wichtige Massnahme zur Verminderung der Unfälle drängt eich der auf Erfahrung gestützten Ueberlegung auf. Wenn man die Unfälle in den Städten vermindern will, so muss man das Hupen verbieten. Das Hupen ist meist das Zeichen der rücksichtslosen Fahrer oder der Leute, die schneller fahren, als es ihre mentalen Fähigkeiten oder die örtlichen Verhältnisse zulassen würden. Man kann ruhig sagen, dass das Hupen meistens gar keinen Sinn hat, als. .unnützen Lärm zu machen. Nehmen wir aus den Dutzenden von Beispielen, die sich für diesen Satz anführen liessen, nur das häufigste heraus, das Kreuzen an unübersichtlichen Stellen. Bei solchen Kreuzungsstellen gibt es eine technische Geschwindigkeit, über die der vernünftige Fahrer unter gar keinen Umständen hinausgehen, darf. \Sie ist, je nach den örtlichen Verhältnissen verschieden. Sie kann mathematisch errechnet werden. Der erfahrene Fahrer kennt sie gefühlsmässig. Diese Geschwindigkeit hängt ab vom Blickfeld. Der wichtige Teil des Blickfeldes liegt in der Achse der zu kreuzenden Strasse. 20 Meter vor dem Kreuzen ist dieses Blickfeld in einer 8 Meter breiten Strasse gleich Null Und wächst ungefähr vom fünften Meter an stark progressiv. Die addierte Geschwindigkeit zweier sich kreuzender Wagen gibt den zur Verfügung stehenden Bremsweg an. Nun gibt es (gefährliche) Leute, die nicht begreifen wollen, dass es keine sog Geschicklichkeit gibt, die hieran irgendetwas zu ändern vermöchte. Wenn sich zwei Wagen mit je 50 Kilometern nähern und haben nur einen Bremsweg vor sich, der 30 Kilometern entspricht, so werden sie eben mit 40 Kilometern ineinander hineinlaufen. Wobei man dann in Müsse die Zahl von Meterkilogrammen nachrechnen kann, die zur Zerstörung der Wagen in Anspruch genommen wurden. Daran hindert auch die Huperei nichts. Ganz abgesehen davon, dass man in geschlossenen Wagen sozusagen nie weiss, von welcher Seite ein Hupensignal kommt, ist es für den richtigen Fahrer überhaupt belanglos, «gewarnt» worden zu sein. Denn wenn der kreuzende Wagen von rechts kommt, so kreuzt er sowieso vor mir. Kommt er von links, so wird er warten müssen. Ist er ein Rowdie und tut es nicht, eo muss ich, mit Hupen oder ohne, doch so massig gefahren sein, daes ich dem Wildling ausweichen kann. Einen ganz bedenklichen Eindruck machen einem oft die Radfahrer, die hoffentlich nicht im Ernste glauben, sie könnten mit ihren herzigen Silberglöckchen einen kreuzenden Lastwagen verhindern, ihnen über den Leib zu fahren, wenn ihr Ansturm zu heftig ausfällt. Gelegentlich einer Diskussion über dies Thema haben mir jüngere Fahrer schon geantwortet, sie könnten auf das Hupen nicht verzichten, sie «wollten eben fahren». Es tut mir wirklich leid, aber diesen Leuten müssen wir eben beibringen, dass sie nicht allein auf der Welt sind. Das überflüssige Hupen muss verboten werden, dann werden viele Leute viel vorsichter fahren. Und darauf kommt es an. Es ist klar, dass man nach wie vor den Fussgänger, der die Zeitung auf der Fahrbahn liest, warnen muss. Auch bei Tieren iann.jnan die Hupe nicht immer entbehren. Dass. man die Fussgänger mit Polizeibussen belegen' "BBllte,"töto- «extra» langsam die Strasse -überschreiten, um den Automobilisten zu ärgern, liegt aui der Hand. . ; Verbieten wir einmal das Hupen an grossen Verkehrsadern, wie die Bahnhofstrasse in Zürich und der gute Erfolg wird nicht ausbleiben, wenn der Verkehr zugleich überwacht wird. Die Polizei müsste selbstverständlich auch den Fussgängerstreifen schützen und z. B. die Uebergangsstreifen aus dem Zustand des Mythos in den Zustand annähernder praktischer Anwendung überführen. Wenn wir mit alleinigem Denken nicht fertig werden sollten, so können wir uns Vorbilder bei Nachbarn holen: In Stuttgart haben sie für die König?- strasse, die ungefähr der Zürcher Bahnhofstrasse entspricht und nur etwas breiter ist, das Hupen und das Ueberholen schon längst verboten. Dafür zirkuliert man aber auch in Stuttgart, zu Fuss und im Wagen, viel angenehmer, schneller und gefahrloser als in Zürich. Ch. Kopf. Undiszipliniertes Autofahren. Um den -werten Einsender H. L. in No. 42 zu unterstützen, möchte ich hier als langjähriger Automobilist dem Sicherheitsproblem im Verkehr auch einige Zeilen widmen. Seit 1912 führe ich das Steuerrad, und zwar kreuz und quer durch den Kontinent, von Paris nach Schottland, Madrid, Neapel, Wien, Berlin etc. und noch habe ich nicht die geringste Schürfung weder mir selbst, noch einem Mitmenschen beigebracht. Vernünftig und sicher fahren kann ein jeder gutwillige Mensch, was aber eine Kunst ist, ist das Vermeiden der Unverschämtheiten von diesen «Gaspedaldrückern» in unübersichtlichen Kurven und Kreuzungen, welche ßich nicht *hämen, einen Wagen an gefährlichster Stelle zu überholen; Es bleibt nicht einmal dabei: hat nicht dieser Flegel noch den Mut, sich umzudrehen und den Ueberholten als «Besiegten» noch spöttisch anzugrinsen! Wenn ich selbst nicht unzählige Male bei höchster Gefahr die Fahrbahn, sagen wir besser meine Fahrtahn durch Ausweichen bis auf den Rasen. oder sogar an Böschungen freigegeben hätte, so wäre ich auf meinen Reisen schon längst das Opfer eo eines Draufgängers geworden. Es ist natürlich der bestorganisierten Verkehrspolizei unmöglich, diese Strassenparasiten auszurotten. Alles Warnen durch Zeitungen und Polizeiorgane hat bis jetzt die Strassenverbreeher nicht abgeschreckt und deren Unfug geht weiter. Ich möchte hier ein absolut radikales Heilmittel gejfen diese Verkehrskrankheit unterbreiten: Um die Verkehrspolizei in ihrer schweren Aufgabe zu unterstützen, schlage ich vor, unter den vernünftigen Fahrern ein Schutz-Korps zu bilden. Als Bedingungen für Aufnahme in dieses Korps könnte man verlangen: 1. Eid ablegen; 2. erstklassiger Leumund und 3. wenigstens 15 Jahre Fahrpraxis ohne Unfall. Als Legitimationszeichen ein kleines Abzeichen für Knopfloch oder eine Karte, Ich bin überzeugt, dass, wenn die sonst nicht belehrbaren Schädlinge wissen, dass ihnen zu jeder Minute ein Autopolizist auf den Fersen sein kann, hört die Strassenkeilerei von selbst auf. Wer verhilft uns* zu diesem sicheren Abwehrmittel? D. L. in W. 'Anlasser kränze Gebr. Grell, Rheinf elden Spezialwerkstätte för Automobil-Zahnräder Telephon 99 Zu verkaufen BUICK Mod. 1925, 21,26 PS, 7 Fl., Torpedo, sehr gut erhalten, zu jedem annehmbaren Preis abzugeben. A. Fehr, «Wolfsgrube», Thal b. Rheineck. 67938 Cadillac 12 Zyl. Van den Pias - Cabriolet, 4/5plätzig, Motor und Karosserie erstklassiger Zustand, aus erster Hand, wegen Kauf eines kleineren Wagens zum Preise von Fr., 5000.— Sedan Grand Luxe, Sechszylinder, 11 PS, viertürig, erst 1200 km gefahren, mit Fabrikgarantie, zu äusserst billigem Preis. Offerten unter Chiffre Z 3344 an die Automobil- Revue, Bureau Zürich. 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