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E_1935_Zeitung_Nr.049

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ÄUTOMOBIL-T?EVUE 1955

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JJB 49 _ 1935 Fajioli hat durch seinen Halt ebenfalls Zeit verloren und muss nun seinen bisherigen dritten Platz an den nachstürmenden Rosemeyer abtreten, der, den meisten unbemerkt, in die Führungsgruppe einzudringen vermochte. Er blieb zwar seinerseits nicht von allerhand Widerwärtigkeiten verschont Schon in der 2. Runde wurde ihm die Windschützscheibe durch Steinschlag zertrümmert. Dann folgte' das eine Brillenglas. Schliesslich verlor er bei seiner an den « fliegenden Holländer» erinnernden Fahrt auch noch die Kopfhaube und, fuhr nun mit wfehendem blondem Schopf frisch-fröhlich drauflos. Mit der Zeit versagte bei ihm erst eine, dann eine «weite Kerze ihren Dienst. Aber er hatte sich so in seine Gegner verbissen und war bei der tollen den raschen Wechseln an der Spitze doch noch den Verfolgung so in Schwung gekommen, dass er es 5. Platz und damit klingenden Lohn eingebracht einfach drauf ankommen Hess und eben mit 14 Kerzen (sind ja schliesslich auch noch allerhand!) des tanz zu Ende führte. In seiner 6. Runde erreichte er einen Durch- •fchnitt Von 123,2 km/St. Varzi hält seinerseits an lind gibt das Rennen, wie bereits weiter oben erwähnt, wegen seinen Schmerzen auf. Prinz Leininten übernimmt das nicht gerade dankbare Amt, Wenigstens noch die Position zu halten, in welche Varzi durch die verschiedenen Fahrtunterbrüche zurückgefallen war; Kaum fährt er los, so läuft Stuck wieder, eins so dass die Mechaniker am Auto: Tjnion-Lager/ auch gar nicht zum kommen. Verschnaufen 7. Runde: 1. v. Btauchitsch, 1:21:15,4 = 117,9 km/St. 2. Caracciola, 1:21:58,1 — 116,85 km/St. 3. Rosemeyer, 1:21:59,0. •• 4. Chiron, 1:22:46,1. Inzwischen hat nun v. Brauchitsch bei Bale- •trero, 1 welcher unverzagt den Schluss der Kolonne markiert, Anschluss gefunden, das Feld also beinahe überrundet. Damit nähert sich dieser meteorhmfte Stern des Erstplazierten aber auch rasch seinen» Ende. In der Gesellschaft der vier Vordersten fährt munter Rosemeyer mit und lägst sich nicht verblüffen. Fagioli, Balestrero und Zehender halten an den Lagern, gehen dann aber nach kurzen Pausen wieder auf die Strecke. I. Rund«: 1. Rosemeyer, 1:33.54,4 = 116,5 km/St. 2. Caracciola, 1:33:58,3 = 116,45 km/St. 3. Chiron, 1:34:52,3. 4. v. Brauchitsch, 1:36:19,1. Nun hat sich die Voraussage doch erfüllt!- V. Brauchitsch fährt in sehr verlangsamtem Tempo und sogar kühn die Hand nach dem so nahe schei- Endsiege ausstrecken durfte. Rosemeyer vor, steigt bei den Boxen aus, quittiert mit ver-nendebindlichem Lächeln die ihm von der Tribüne für darf aber mit seinem Erfolg vollauf zufrieden sein, seine wirklich rasante Fahrt gespendeten Beifall., .und zieht eich zurück. Dafür erscheint zur- Freude am jüngsten Schützling haben. Caracciola und auch Oberirig, Wajb wird, seine berechtigte giossen Ueberraschung des immer stärker mitgerissenen Publikums Rosemeyer in Führung des Volant zu wagen und zu schaffen versteht und aber hat einmal mehr gezeigt, was der Meister am gesamten Feldes. Der junge Bernd, der erst sein auch noch einen letzten Trumpf bis kurz vor Torschluss aufzubewahren weiss, ... zweites Rennen mit einem so schnellen Rennwagen bestreitet (er startete erstmals an der diesjährigen Avus), hat es, weiss wie, zuwege gebracht, die ganze Beteiligte Elite hinter sich zu bringen. Freilich fragt man sich sofort auch besorgt, ob dieser Erfolg auch von der notwendigen Dauer sein werde und o& der Fahrer der in jahrelangen Kämpfen erprobten Kunst und grossartigen Taktik eines Garacciola gewachsen sein könne. Rein verstandesjemäss entscheidet hier das Urteil zu ungujisten des weniger Erfahrenen. Aber schliesslich mag ihm 4«2 sein Rennglück heute gerade besonders gut gesinnt sein! Während sich der Sturm der TJeberraschung -und Begeisterung auf* den Tribünen nun etwas gelegt und der fast lautlosen Stille höchster Spannung Platz zu machen beginnt, kommt die bedauerliche Meldung, dass Taruffi, der sich bis dahin mit seinem Bugatti in guter Position im Mittelfelde befunden hatte, aus der Bahn hinausgetragen worden liche Erfolge in grossen Motorradrennen verzeich- Als Beiwagenmaschinen-Fabrikfahrer reihte sei. Glücklicherweise beschränkte sich der Zwi-nenschenfall auf eine aueh nicht allzu bedeutende Havarie des Wagens. Schade »für die bisherige regel- Rennen am Klausenpass, Semmering, Oberjoch, er einen glänzenderen Sieg an den anderen: In den mässige Leistung von TarufiEi, die ihm vielleicht bei hätte. 9. Runde: 1. Rosemeyer. 1:45:26,1 = 116,8 km/St. 2. Caracciola, 1:45:33,4 = 116,6 km/St 3. Chiron, 1:46:35,9. 4. Fagioli, 1:49:32,0. Rosemeyer immer noch an der Spitze! Man fühlt es aber, dass sich bei Caracciola etwas vorbereitet, und wer darüber noch im Zweifel sein sollte, der kann es nunmehr aus der von Obering. Neubauer sehr imperativ erteilten Weisung entnehmen, aufzudrehen und dem Jungen doch noch eine Lektion zu erteilen. Die Lautsprecher von den verschiedenen Beobachtungsposten melden immer noch den Auto-Union-Wagen in Führung, allerdings mit stets geringer werdendem Vorsprung. Man kann es sich auch in der Ferne vorstellen, wie nun Caracciola seine Zähne zusammenbeisst, nach gefasstem Kriegsplan jetzt mit grösster Energie und ganzem Einsatz zum grossen und letzten Schlage ausholt. Er wartet wie die zum Sprung bereite Katize,aüf den geschicktesten Augenblick, um an dem sich' tapfer wehrenden Jungfahrer vorbeizuziehen, selbst wenn es in den letzten hundert Metern "wäre, und ihm zu zeigen, dass man mit, Meistern vom Fach nicht so leicht und nach Belieben umspringen kann. Tatsächlich vollzieht sich nun das Manöver in der Schlussgeraden, 1—2 km vor dem Ziel, und mit vor Freude über den gelungenen Goup hoch erhobener Hand braust Caracciola durchs 'Ziel, wäh- 1 rend bei der Menge der die Spannung erlösende; Beifallssturm einsetzt. Nur zwei Sekunden nach ihm flitzt Rosemeyer über das Zielband, ebenso stürmisch von der Menge ümj'ubelt, die nicht weiss,' soll sie diesen taktisch glänzenden Sieg von Caracciola oder das Kunst- und 'Husarenstück des jüngeren Konkurrenten mehr bewundern, der sich von hinterer Position auf den zweiten Rang vorschaffte Im Endklassemerit figuriert an "fünfter Stelle als Fahrer der Mercedes-Benz-Mannschaft H. Lang. Nachdem wir oben uns so ehrlich über den grossen Erfolg des- Auto-Unioh-Nesthäkehens gefreut haben, will es die Gerechtigkeit, dass auch des Benjamins im Hause Mercedes-Benz noch gedacht sei. Dass auch er aus dem richtigen Holz geschnitzt ist und sich unter der kundigen Leitung von Obering. Neu- J bauer zu einem ebenbürtigen Mitglied der Mercedes- ÄUTOMOBIE-REVDE Mannschaft entwickeln wird, hat er bereits durch seine schneidigen Trainingsfahrten und sein tüchtiges Verhalten im Rennen selbst gezeigt .„Der Mercedes-Benz-Nachwuchsfahrer Hermann Läng ist < vom Bau >. Er erlernte das Mechanikerhändwerk. Schon mit 18 Jahren errang er 1927 seinen ersten Rennsieg auf der Solitude. Während der folgenden Jahre konnte er zahlreiche beacht- Zirlerberg und vielen anderen war er 1929 überall der Erste. 1930 wurde er «Bayrischer Bergimeister», und 1931 wurde ihm die « Deutsche Bergmeisterschaft für Beiwagenmaschinen > zugesprochen. Nach diesen Erfolgen wandte sich Lang dem Automobilrennsport zu. Er wurde 1933 von der Daimler-Benz A.-G. verpflichtet, wo er sich in der Renn- und Versuchs-Abteilung mit den neuen Mercedes-Benz-Rennwagen vertraut machte. Bei den letzten grossen internationalen Rennen fungierte er als Rennmonteur des siegreichen Fahrers Luigi Fagioli, in dem er einen vorbildlichen Lehrmeister fand. Wiederholt gab ihm der Mercedes-Benz-Rennleiter Neubauer Gelegenheit, auf den bekannten internationalen -Rennbahnen zu trainieren und setzte ihn verschiedentlich als Reservefahrer ein. Zum erstenmal startete Lang nun im < Eifelrennen 1935 » auf "dem Nürburgring. Mit diesem den Abschluss des Tages bildenden Rennen dürfen Veranstalter. Zuschauer und wohl a5J£h„ die beiden zu Ehren kommenden deutschen Fabriken vollauf zufrieden sein. Es hat in mancher Hinsicht neue erfolgverheissende Perspektiven eröffnet, die schon jetzt dem kommenden Grossen Preis von Deutschland, der ja auf der nämlichen Strecke in wenigen Wochen zum Austrag kommt, eine erhöhte Bedeutung geben. Schlussklassement. 1. R. Caracciola (Mercedes-Benz), in 2:08:02,3 = 117,1 km/St 2. Rosemeyer (Auto-Union), in 2:08:04,2 = 117,55 km/St. 3: Chiron (Alfa Romeo), 2:09:34,4 = 116,2 km/St. 4. Fagioli (Mercedes-Benz), in 2:12:44,2 = 113,4 km/St. 5. H. Lang, (MercedesBenz). in 2:13:48,3 = 112,5 km/St. chen nicht zu genügen und schieden vorzeitig aus. Einen Tag und eine Nacht hindurch summten die Motoren ihr Lied, ununterbrochen. Lautsprecher brüllten mit .lauter Stimme Zahlen und Erklärungen in die Welt hinaus; dazwischen übertrugen sie Chansons und Musik und versuchten,' die ' frierenden und durchnässten Zuschauer in Stimmung zu halten, die trotz der ungünstigen Witterung ziemlich zahlreich erschienen waren. Von den 60 gemeldeten Fahrzeugen gingen letzten Samstag punkt 16 Uhr 58 an den Start. Es fiel allgemein die glänzende Vorbereitung der englischen Maschinen auf; und man rechnete jetzt schon mit einem britischen Siege, wenigstens in den kleinen Klassen, während bei den grossen Wagen die Alfa Romeo zu den schnellsten zählten. Doch bei einem 24-Stunden-Rennen ist nicht nur die Geschwindigkeit massgebend, sondern vor allem die Ausdauer und die Zuverlässigkeit. Und in dieser Beziehung haben sich die englischen Sportwagen wieder einmal als überlegen gezeigt. Die Leistung der Siegermarke i Lagonda ist eine ganz hervorragende, besonders wenn man bedenkt, dass nur zwei Maschinen dieses Fabrikats ins Rennen gesandt wurden. Der Verlauf des Rennens war äusserst spannend und abwechslungsreich. Gleich vom Start weg übernahm Chinetti (Alfa Romeo) die Führung und behielt sie während der ersten Stunde. Doch bald hatte er mit Motordefekten zu kämpfen, was> übrigens nicht so überraschend kam, da Chinetti mit den Vorbereitungen seiner Maschine erst eine halbe Stunde vor Rennbeginn fertig wurde. Der Alfa Romeo-Fahrer fiel dadurch innert kurzer Zeit auf den zwölften Platz zurück» Mittlerweile war Sommer (Alfa Romeo) an die Spitze vorgegangen und wurde immer schneller. Man glaubte schon an eine Wiederholung seines Sieges vom Jahre 1933; sein Abstand gegenüber dem zweiten vergrösserte sich zusehends, doch... schon war es aus. Sommer war wegen eines Schadens in der Brennstoffzufuhr auf der Strecke geblieben. Inzwischen hatte für ganz kurze Zeit eine englische Maschine das Feld angeführt, die aber bald von Lord Howe (Alfa Romeo) ..abgehängt wurde.' Labric-Veyron (Bugatti) hatten sich fast un-> bemerkt von hinten nach vorn gearbeitet und befanden sich plötzlich dicht hinter dem Engländer. Nach kurzem Gefecht gingen die Franzosen vor. Jetzt wurde es lebendig unterden Zuschauern.. Durch die Tribüne drang, '- ••••* (Fortsetzung Seite 7.) gib * es dJ ? CARROSSERIE GEBRÜDER TOSCHER & CO., ZÜRICH, HARDTURMSTR. 201, TEL 36.647 DiePresslufl- und die hochwertigen 6. P. Pietsch (Auto-Union), in 2:14:49.0 = 111,7 km/St. 7. R. Dreyfus (Alfa Romeo), in 2:16:30,3 = 110,3 km/St. 8. Etancelin (Maserati). 2:19:11,4 = 108,2 km/St. 9. Varzi/Prinz Leiningen (Auto-Union), 2:19:59,2 — 107,0 km/St. Schnellste Runde: Rosemeyer auf Auto-Union in 11;: 05 (126,5 km/St). Das 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Hindmarsh - Fontes (Lagonda) siegen mit 3006,974 km. ?Däs Ringen ist vorbei. 24 Stunden hat es gedauert, durch Tag und Nacht, durch Regen und Sonnenschein, durch Kälte und Wind. D^issig: Maschinen haben die Zeit durchgeständen, 28 vermochten den enormen Ansprübewährten Bernalastwagen können Sie laut Gesetz folgende Nutzlasten befördern: 7 t Nutzlast mit Berna-Kipper, Installation für Spezial- Schmierung mit 3 Fetten vereinigen die hervorragendsten Eigenschaften für die Chassis-Schmierung. Tadelloser Mechanismus und Qualitätsfette! Societe d'Exploitation des Brevets CH. REINHOLD S.A., GENF 11. Rue de Beaumont . •. ^ Telephon 40.703 MINERALOELE A.-G., BASEL - BERN - ST.GALLEN -ZÜRICH 6 t Nutzlast mit Berna-Lastwagen, 1D t Nutzlast mif Bf»rna-l astrun Motorwagenfabrik Berna A.-G., Ölten