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E_1935_Zeitung_Nr.048

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AUTOMOBIL-REVUE

AUTOMOBIL-REVUE 1935 — !f» 48 Inbegriff des leistungsfähigen und erfolgreichen KLE1N-SP0RTWAGENS 4Zyl., 5PS 6 Zyl., 7 PS 2 und 4 PL 2 und 4 Pl. ab 5300.— ab 7300.— S PO RTC AR A.G. Tel. 39.282 Zürich 1 Tel. 55.380 Löwenstrasse 11 /2. St. AUSSTELLUNG-SERVICE Badenerstrasse 580 Tag für Tag werden ungezählte Geschäfte für die verschiedensten Objekte durch die «Automobil-Revue» angebahnt und abgeschlossen - Käufer und Verkäufer gefunden für Personenwagen/ Lastwageh,CarAlpins,Anhänger,Liegenschaften, Garagemaschinen, Ersatzteile, Motoren usw. Dieses stetige Zusammentreffen von Angebot und Nachfrage hat die «Automobil-Revue» zu einer eigentlichen Zentrale gemacht für alles, was im Automobilfach überhaupt occasionsweise gehandelt werden kann und erklärt, warum fortlaufend Meldungen über erfolgreiche Abschlüsse eingehen. Diese sind um so wertvoller, als die Benützung der «Automobil-Revue» die denkbar geringste Mühe verursacht: Sie lassen eine « Kleine Anzeige » erscheinen, in der Sie - bei Verkäufen - alles aufführen, was für die Interessenten wichtig sein kann und — bei Anschaffungen — alte Anforderungen und Wünsche aufgeben, die Sie an das gesuchte Objekt stellen mOsssen. Aus den eingehenden Offerten wählen Sie diejenigen, die Ihren Wünschen am besten entsprechen, treten mit den betreffenden Offertstellern in Verbindung und können so das Geschäft unter den für Sie günstigsten Bedingungen abschliessen. Wenn Sie je in die Lage kommen, irgend eine «Occasion» zu kaufen oder zu verkaufen oder vielleicht auch zu vermieten, denken Sie daran: Cine Kleine flnzeige'in der "flufomobil - Reuue" lohnt sich • Geschäftssiellen der Automobil-Revue: Bern, Breitenrainstrasse 97. Telephon 28.222. Zürich, Löwenstrasse 51. Telephon 39.743/44. Inserate auch telephonisch. MAGNETTE N" Dass die heutige, wirtschaftliche Lage sehr verworren und kompliziert ist, ist wohl -den mei sten Leuten'Mär, aber nur wenige geben sich die Mühe, sich in die Einzel heiten der zwischenstaatlichen Verträge und Abmachungen hineinzudenken. Gefühlsmässig wird oft etwas unternommen, was bei richti ger Ueberlegung, gegen unsere Landesinteressen verstösst. So bekömmt man z. B. des öftern zu hören: «Ich kaufe keine deutschen Waren, .solange uns die Deutschen ihre Schulden nicht zahlen.» Ein solches Verhal ten ist gänzlich falsch. Nach den heutigen Verträgen werden die deutschen Waren, die wir kaufen, den Deutschen gar nicht bezahlt sondern sie werden mit den deutschen Schulden verrechnet. Je mehr deutsche Ware man also kauft, desto mehr deutsche Schul den werden bezahlt. Mit anderen Worten Die Deutschen zahlen ihre Schulden in Form von Waren; Dies können sie aber nur tun wenn wir ihnen die Waren auch abnehmen Es wäre jeder gerne bereit Geld zu nehmen den Waren gegenüber sträubt er sich aber in vielen Fällen. Der Grund für die Abnei gung, die Zahlung in Waren anzunehmen liegt oft auch darin, dass man befürchtender eigenen Industrie dadurch Konkurrenz zu machen. Wenn man also auch möglichst viel deutsche Waren kaufen soll, um unsere deutschen Guthaben auf diesem Weg wieder hineinzubringen, so muss man doch sehen dass man nur solche deutsche Waren kauft die nicht auch in der Schweiz hergestellt werden. Ich habe bei der Errichtung der Holka- Montagewerkstätten und Karosserie-Fabrik mein möglichstes getan, um diesen Verhältnissen Rechnung zu tragen. Was bei der DKW-Meisterklasse irgendwie in der Schweiz hefgestellt werden kann, wird auch in der Schweiz bezogen. Das übrige kommt aus Deutschland, so dass also derjenige, dereine DKW-Meisterklasse mit Holka-Karosserie kauft, nicht nur den Vorteil der besseren Schweizer Qualität für Karosserie, Verdeck etc. hat, sondern er hat auch die Genugtuung, dass der Betrag, der nicht der Schweizer Industrie zugute kommt, zur Bezahlung- der deutschen Schulden im Lande verbleibt. Der Kluge Willy. AUTROPAAG v, J^atschstrasse 3/5 ZÜRICH '^3- „ ~r ! Telephon 58.886 Verdruss und 8chaden auf Ihren Autotouren und Bergfahrten bleiben Ihnen erspart,. wenn'Sie Ihrem KOhler die nötige Pflege zukommen lassen, In vielen Fallen genügt eine gründliche Reinigung, umdiefrühere Kühlwirkung wieder zu erlangen. Wenden Sie sich vertrauensvoll an'.Ihre Garage oder an meine Firma. Beratungen kostenlos und unverbindlich 1 Wir bauen Kühler in grosseft Serien für alleMotorfahrzeugo mit kürzesten Lieferfristen und zwei Jahren Garantie. i bistellei M besten DKW-Bulletin CHYRO ÜHLER L. 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ZÜRICH-BERN Druck, Gliches und Verlag: HALL WAG A.^G., Halletsche Buchdruckerei und Wagnersche Verlagsanstalt, Bern.

Bergstraßen Bern, Freitag, 14. Juni 1935 III. Blatt der „Automobil-Revue" No. 48 Anforderungen an die moderne Alpenstrasse A. Sutter, Obering. des Kantons Graubünden. Welche Anforderungen stellt der moderne Verkehr in der Hauptsache an Neubau und Umbau (Modernisierung) von Alpenstrassen und welche Fragen müssen und welche Fragen sollten dabei besonders berücksichtigt werden, worauf kommt es also bei diesen Arbeiten im wesentlichen an? Hierzu ist zu sagen, dass von besonderer Bedeutung sind: die Linienführung, die Längen- und Querprofile, der Strassenbelag, die Geländer und die Signalisierung. Diese einzelnen Fragen des modernen Alpenstrassenbaues wiederum sind hauptsächlich abhängig von der Verkehrsdichte des betr. Strassenzuges, von der Art der Fahrzeuge, die die Strasse in der Hauptsache benützen (Autos, Pferdefuhrwerke usw.), ebenso von dem zu überwindenden Gelände (Steilhänge, Schluchten usw.), sowie von der Lawinengefahr. Endlich spielen nicht zuletzt die Kosten, die für den Neubau bzw. Umbau aufzuwenden sind, eine meist ausschlaggebende Rolle, und zwar sowohl was die einmaligen Anlagekosten, als auch was den späteren Unterhalt der betr. Strasse anbelangt. In bezug auf Neubau und Unterhalt dieser Strassen im Gebirge ist ganz wesentlich von Bedeutung, ob geeignete Baumaterialien in der Nähe erhältlich sind, oder ob dieselben durch weite Transporte unverhältnismässig verteuert werden. An Neubauten dürften wohl nur wenige Strassenzüge für den vorliegenden Ausbau des Schweiz. Alpenstrassennetzes in Frage kommen, da in der Hauptsache der Umbau der bestehenden, d. h. die Modernisierung unserer heutigen Alpenstrassen als besonders dringlich bezeichnet worden ist. Es muss .allerdings betont werden, dass für gut ausgebaute Alpenstrassen auch die Zufahrtsstrassen entsprechend erstellt werden müssen, wie beispielsweise die Walenseesträsse als Zufahrt zu den bündnerischen Alpenpässen von ganz besonderer Bedeutung sein wird. Was nun die Durchführung der beabsichtigten Modernisierung der Alpenstrassen anbelangt, so werden wohl einheitlich als Richtlinien die Normalien für neue und für umzubauende Bergstrassen zugrunde gelegt, wie sie von der Vereinigung Schweiz. Strassenfachmänner aufgestellt und von der Baudirektorenkonferenz zur Anwendung empfohlen worden sind, was schon mit Rücksicht auf die Subventionierung der Bauten durch den Bund als Voraussetzung gelten dürfte. Die Kantone werden die Umbauten auf ihrem Gebiet unter der Oberaufsicht des Bundes durchführen, wie dies bisher auch bei Wildbachverbauungen und Flusskorrektionen schon zur Zufriedenheit aller Beteiligten erfolgt ist. Mit Rücksicht darauf, dass wohl der Umbau der bestehenden gegenüber dem Bau von neuen Alpenstrassen zunächst das überwiegende Interesse des geplanten Alpenstrassenausbaues erfordert, werden wir in den nachfolgenden Ausführungen unser Hauptaugenmerk auf diese Arbeiten richten. Daraus ergibt sich schon ohne weiteres, dass in bezug auf Linienführung gewisse Einschränkungen für die Durchführung zum vornherein bestehen. Vom Standpunkt des Landschaftsbildes aus kann hingegen bei der Neutrassierung von Strassen hierauf entsprechend Rücksicht genommen werden. Beim Umbau der bestehenden Strassen hingegen muss im grossen und ganzen die alte Strassenführung beibehalten werden. Wohl kann es sich mitunter darum handeln, schlechte Linienführungen streckenweise zu verbessern, doch wird dadurch die Gesamtlage der Strasse nicht wesentlich beeinflusst, wie beispielsweise, wenn es möglich wäre, die Strasse statt auf dem linken, auf das rechte Talufer zu verlegen, wobei ganz wesentliche Unterschiede in bezug auf Sonnenlage, landschaftliche Schönheiten, Aussicht von der Strasse aus usw. zu erzielen wären. Als eine gewisse Beruhigung für Naturfreunde kann es aber gelten, dass unsere Vorfahren auch mit Rücksicht auf das Naturbild die Strassen meist sehr zweckmässig angelegt haben, so dass schöne Ausblicke und Lage in sonnigen Halden in der Hauptsache schon vorgesehen worden sind. Eine moderne Verbesserung der Strasse kann auch in dieser Beziehung gegebenenfalls geschaffen werden, wenn an Aussichtspunkten besondere Parkplätze ein Verweilen der Automobilisten ermöglichen. Bei dem vorhandenen Gelände wird es sich bei der Linienführung in der Hauptsache also" darum handeln, beim Umbau unserer Alpenstrassen die Kurven möglichst übersichtlich und gut befahrbar zu gestalten und insbesondere die Wendeplatten so auszubauen, dass der Verkehr mittelst Motorfahrzeugen, gegenüber dem früheren Verkehr mittelst Pferden, diese Stellen anstandslos befahren kann. Als Kurvenradius ist dabei im Minimum für Haupt' strassen 30 m angenommen worden, wobei allerdings ausnahmsweise bei besonders schwierigen Verhältnissen auf 20 m Radios heruntergegangen werden kann und bei Wendeplatten ein äusserer Radius von 12 m als normal zur Durchführung empfohlen wird. Es ist hierbei zu berücksichtigen, dass ein Ausbau einer Wendeplatte, die bisher für den Pferdefuhrwerkverkehr wohl als gut und genügend bezeichnet werden musste, sofern sie dem modernen Autoverkehr dienen soll, Kosten von 10 000 bis 20 000 Fr., je nach Geländeschwierigkeiten, erfordern kann, da in Im Herzen des Klausen- Gebietes Blick von der Vorfrutt gegen den Ürnerboden. -;- (Photo Sehöjiwetter^IäTmer, . Glarils.) "'" 3er Regel hohe Wand- und Stützmauern in Frage kommen und zur Ermässigung-, der Steigungsverhältnisse oft auch eine Verlängerung der Strassenachse nötig wird. Wenn nun in besonders schlechtem Gelände auch noch die Baumaterialien von weit her angeführt werden' müssen, so sind die hohen Kosten eines Umbaues einer solchen Wendeplatte leicht verständlich. Die Konstruktion solcher Bauwerke hat auch des öftern noch auf einen Verkehr mit Langholzkraftwagen Rücksicht zu nehmen, wodurch die Ausmasse noch erhöht werden. Als selbstverständlich ist auch vorauszusetzen, dass in bezug auf Grundriss bzw. Linienführung einer Strasse zwischen zwei Kurven eine sog. Zwischengerade von mindestens 30 m Länge eingeschaltet werden muss, wie auch eine Uebergangsstrecke vor Wendeplatten erforderlich ist, die die Verbreiterung der Fahrbahn in der Wendeplatte allmählich einleitet. An dieser Stelle sei auch als massgebend für die Linienführung einer Strässe hervorgehoben, dass Niveauübergänge bei Eisenbahnen möglichst vermieden werden sollten, bzw. die bestehenden durch Umbauten auszuschalten sind. Als besonders erstrebenswert ist anzuführen, dass Bahnlinien, seien es Nebenbahnen oder Strassenbahnen, möglichst aus der Strasse verschwinden sollten, was durch Anlage eines eigenen Bahnkörpers möglich wird. Abgesehen von den Gefahren des Verkehrs, die solche Bahnlinien auf der Strasse mit sich bringen, werden auch die Kosten des Unterhaltes der Strasse durch diese Bahnanlage auf Strassengebiet ganz bedeutend erhöht. Was nun Querprofile und Längenprofile der Strassen anbelangt, so kann gesagt werden, dass nach den heutigen Grundsätzen eine Fahrspurbreite mit 3 m angesetzt werden muss, wobei Fahrzeuge von 2,4 m mit entsprechendem Spielraum links und rechts mit je im Mittel 30 cm vorausgesetzt werden, so dass sich bei Kreuzung zweier Wagen zwei Fahrspurbreiten von je 3 m = 6 m ais firiA 10 20 ChamonH 3D w 50 km '»- Alpenstrassen Routesdemontagne Die schwelt. Alpenpässe.