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E_1935_Zeitung_Nr.053

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10 AUTOMOBIL-REVUE

10 AUTOMOBIL-REVUE 1935 - N° 53 Schweizerische Rundschau Der neue Benzinpreis. Die Cosuma (Überwachungskommission des schweizerischen Benzinmarktes) hat beschlossen, den Tankstellen-Literpreis auf 42 Rp. festzusetzen. Dieser Beschluss gilt ab 29. Juni und für den Monat Juli. Er wurde — trotz einem errechneten Literpreis von 42,47 Rp. — durch die Heranziehung des Kompensationskontos ermöglicht. Abgabe von verbilligtem Benzin. Bundesratsbeschluss über die Abgabe von verbilligtem Benzin an ausländische Automobil- und Motorradfahrer (Feriengäste). (Vom 28. Juni 1935.) Der schweizerische Bundesrat, gestützt auf Art. 18 des Zollgesetzes vom 1. Oktober 1925, beschliesst: Art. 1. Im Auslande niedergelassene Automobilnnd Motorradifahrer, die sich mit ihren eigenen Motorfahrzeugen zu einem mindestens drei Tage dauernden ununterbrochenen Aufenthalte als Feriengäste nach der Schweiz begeben, haben für die Zeit vom 10. Juli bis 31. Oktober 1935 Anspruch auf den Bezug von verbilligtem Benzin nach Massgabe folgender Richtlinien. Art. 2. Die Zollermässigung beträgt sechs Rappen für den Liter im Inlande nachweislich gekauften Benzins. Sie wird für die ganze Dauer des in Art. 1 vorgesehenen Aufenthaltes in der Schweiz auf die Höchstmenge von 300 Liter beschränkt. Art. 3. Die Zollermässigung beschränkt sich auf Benzin für die mit provisorischer Eintrittskarte, Grenzpassierschein, Triptyk und Kontrollschein abgefertigten Personenautomobile und Motorfahrräder mit oder ohne Seitenwagen. Für Benzin zum Betriebe von Mietwagen, Wagen von Transportunternehmungen, Gesellschaftswagen (Auto-Cars u. dgl.) besteht dagegen kein Anspruch auf die in Art. 2 erwähnte Zollvergünstigung, ebenso nicht für Handelsreisende, die sich nur zu Geschäftszwecken nach der Schweiz begeben. Art. 4. Das Verfahren wird durch die Oberzolldirektion festgesetzt. Sie ist auch befugt, die nötigen Kontroll- und Sicherungsmassnahmen anzuordnen. Art. 5. Die missbräuchliche Inanspruchnahme der Zollvergünstigung fällt unter die einschlägigen Strafbestimmungen des Zollgesetzes. Art. 6. Dieser Beschluss tritt sofort in Kraft. Zuvdhic»» N«*4az«n Zürcher Verkehrswoche 1935. Schon im Laufe der letzten Wochen haben die Polizeibehörden mit den nötigen Organisationsarbeiten begonnen. Nicht nur an den Einfallstrassen, sondern auch im Stadtinnern findet man die weissen, schwarzbeschrifteten Bänder, die die Automobilisten und Motorradfahrer auffordern, das Hupen in Zürich möglichst zu unterlassen und dafür sorgfältiger und rücksichtsvoller zu fahren. Mit Montag früh setzte die Verkehrserziehungsaktion ein. 100,000 Flugblätter werden im Laufe der Woche an die Strassenbenützer durch die Polizei verteilt, wobei für die Motorfahrzeugführer folgende Weisungen gegeben werden. Hupsignale sind, -wenn immer möglich, such am Tage zu unterlassen, nur im Notfalle und auch dann mit Mass zu gebrauchen. Die Geschwindigkeit ist den Verkehrsverhältnissen anzupassen, die Aufmerksamkeit ist auf den gesamten Verkehr zu verteilen. Vorsichtig ist vor allem zu fahren bei dichtem Verkehr, vor Strassenkreuzungen und andern uniübersichtlichen Stellen. Das Ueberholen ist nur auf übersichtlichen Strassenstrecken gestattet, Linkskurven dürfen nicht geschnitten werden. Verkehrsbehinderung durch anrichtiges Aufstellen der Fahrzeuge ist verboten. Vor Fussgängerstreifen ist langsam zu fahren und anzuhalten, wenn sich Personen auf diesen bewegen. In den letzten Tagen sind nun alle Fussgängerstreifen durch weisse Markierung allen Strassenbenützern nach englischem Muster besser kenntlich gemacht worden. Es ist vorgesehen, gerade der Beachtung dieser Streifen besondere Sorgfalt zu schenken, damit letztere ihren Zweck auch erfüllen können. Hinsichtlich der Verwendung der akustischen Signale sei betont, dass polizeiliche Kontrollen dieser Apparate für jeden Tag vorgesehen sind, wobei die nicht den Vorschriften entsprechenden Signale eliminiert werden. Besonders erfreulich ist auch, dass die Fahrräder auf das Vorhandensein eines Katzenauges kontrolliert werden. Um das Zürcher Verkehrsgesetz. Die Neuorientierung um das weitere. Schicksal des verworfenen Zürcher Verkehrsgesetzes dürfte wohl demnach wieder aufgenommen werden, denn eine Lösung wird und muss kommen. Dabei dürften sich den Zürcher Regierungsbehörden vor allem zwei wichtige Fragenkomplexe stellen, einmal der Vorbehalt der Bauernpartei für eine andere Verwendung der Verkehrssteuern und -gebühren und dann die unberücksichtigt gebliebenen Postulate der Verkehrsinteressentenverbände. Es steht wohl ausser Frage, dass im ersteren Punkte eher eine Lösung gefunden werden dürfte, als im letzteren und vielleicht dürfte dieselbe wohl in erster Linie 'darin bestehen, dass die seit etlichen Jahren nicht mehr vorgenommene Neueinteilung der Strassen in solche 1. und 2. Klasse endlich nachgeholt wird. Dadurch dürften die beiden Städte Zürich und Winterthur einen erheblichen Zuwachs an Strassen 1. Klasse erhalten und dann nicht mehr gegen die von den Bauern gewünschte Verwendung der Verkehrssteuern nur für Strassen 1. Klasse Sturm laufen. Dieser Weg wäre schon vorher begangbar gewesen und ist es eigentlich sonderbar, dass man solchen nicht beschritten hat. Bei den unberücksichtigt gebliebenen Postulaten der Verkehrsinteressenten werden diejenigen finan- zieller Natur wohl am meisten zu reden geben. Der Kanton Zürich wird aber kaum darum herumkommen, gewisse finanzielle Erleichterungen zuzugestehen, wenn er nicht vermeiden will, dass die Stilllegung Tausender von Motorfahrzeuge katastrophale Ausmasse annimmt. Andere Kantone, wie Schaffhausen, Solothurn, Genf, etc., haben diesen Weg bereits beschritten und mit Erfolg, während im Kanton Zürich die Stillegung eines namhaften Teils des Motorfahrzeugparkes anfangs 1935 schon soweit vorgeschritten ist, dass die Kantonale Motorfahrzeugkontrolle schon seit zwei Jahren keine Zahlenangaben mehr über die jeweils noch im Be- bezahlen, welche zu 75 bis 80 Prozent des Mark- erhältlich sind. trieb stehenden Vehikel veröffentlicht. Und dasbetrages lässt tief blicken, denn nicht auf den Motorfahrzeugbeistand kommt es an, sondern auf die effektiv 29 Rp. pro Liter, was eine ganz erheblich günsti- Demnach kostet ihn dae Benzin in Deutschland im Betrieb stehenden Wagen und Motorräder. V gere Preislage für den ausländischen Brennstoffkonsumenten bedeutet. Der Schweizer Automobi- Kanfonale Verkehrskommission Zürich. Seit Jahren bestand im Gebiet des Kantons Zürich eine list, der nach Deutschland fährt, hat kein Interesse «Kantonale Kommission für Verkehrsfragen > daran, mit gefülltem Tank die Schweiz zu verlassen, dagegen allen Grund, seine Auslandsreise die aber in den letzten Jahren ein äusserst bescheidenes Dasein fristete. auf deutsches Gebiet zu verlegen, zum grossen Nachdem man immer mehr dazu überging, für Schaden unseres Landes, und das alles wegen den die einzelnen Verkehrsprobleme spezielle Kommissionen zu schaffen, wurde die Kantonale Verkehrs- weitere Entwicklung der Dinge wird schliesslich ungesunden Lohnverhältnissen bei der S.B.B. Die kommission meist nicht mehr einberufen, so dass es denen Recht geben, welche schon längst prophezeiten, dass einmal der überspannte Bogen zer- zu verstehen ist, wenn nun der Regierungsrat deren Auflösung vollzogen hat. Er führte in seinem Beschluss hiezu aus, dass man es inskünftig vorziehe, springen werde. J. K. in B. die einzelnen Verkehrsfragen separat durch spezielle Kommissionen zu behandeln. Dabei wurde auch die Versicherung abgegeben, dass die Strassenverkehrsinteressenten hiebei mitberücksichtigt werden sollen. V Jku4«»l«u*s4D Sommeralperrposten. In der ersten Betriebswoche vom 17.—23. Juni 1935 sind von den schweizerischen Alpenposten 12.139 Personen befördert worden gegenüber 16.552 im Vorjahr. Die Abnahme von 4413 hängt einesteils mit den Witterungsverhältnissen zusammen, zum grössten Teil aber ist der Freq^ienzausfall den Strecken Martigny- Grosser St. Bernhard, Grimsel, Furka und Klausen zuzuschreiben, welche dieses Jahr dem Ver- gefühl unter den Autofahrern aller Stände und Klassen muss gestärkt werden. Ihr geschätztes Blatt hat gerade in dieser Richtung noch grosse Aufgaben vor sich. Jeder Autofahrer sollte Abonnent der « A.-R.» werden. Dr. H. H. in Z. Benzinpreise im In- and Ausland. Anlässlich der Benzinzollerhöhung macht die bundesrätliche Botschaft darauf aufmerksam, dass der Detailpreis für Benzin in Deutschland 46 Rp. beträgt. Diese Angabe bedarf insofern der Richtigstellung, als es dem Auslandsautomobilreisenden niemals einfallen dürfte, sein Benzin anders als in Reisechecks zu Ein verkehrstechnisches Seldwyla. Am lieblichen Zugersee liegt ein nicht nur filmisches, sondern auch verkehrstechnisches Seldwyla. Da haben einmal die Herren Stadtväter die Idee ausgeheckt, zu probieren, wie 6ich das mache, wenn sie an Ostennontag und Pfingstmontag die Hauptdurchgangsstrassen mit Marktbuden und Ständen sperrten. Dann machten sie eine Art Verkehrsumleitung durch die Winkel, Tore und Gässchen. Schwere Cars Alpins mussten diese Wege, die zum Teil an allen übrigen Tagen des Jahres für Lastwagen verboten sind, gehen. Die im eidg. Automobilgesetz festgelegten blauweissen Umleitungstafeln kennt man in unserm Städtchen noch nicht, man behilft sich mit kleinen Holztafeln auf Ständern, wie sie bei Wald- und Wiesenfesten nebenaussen etwa üblich sind. An zwei Hauptplätzen hat man sogar nette, kreisrunde Verkehrsinseln, die justement da stehen, wo sie nicht sollen. Bei kehr in der ersten Betriebswoche noch nicht offen standen. An neuen Kursen werden aufgeführt: einer der Inseln hängt sogar ein funkelnagelneues ganz kleines Kreiselverkehrsschnegglein. wie sie Reichenbach-Kiental-Griesalp, der in der 1. Betriebswoche von 356 Personen frequentiert wurde, früher in etwas grösserem Format üblich waren. Man hat dem Schreiber am Pfingstmontag dann Meiring-en-Rosenlaui-Schwarzwaldalp mit 115 undgesagt, alle diese Dinge geschähen im Interesse des TJrnäsch-Steinfluh mit 1154, so dass die Gesamtfrequenz auf 13.804 Passagiere ansteigt. Gewerbes der Stadt. Vor diesem Geiste hätte sich auch der grösste Autoverkehr zu beugen. Nun Ohne Verantwortlichkeit der Redaktion. Zur Benzinzoll-Erhöhung. Mit grossem Interesse habe ich den Leitartikel in Nr. 52 der < A.-R. », der vorzüglich geschrieben ist, gelesen. Ich bin ebenfalls der Ansicht, dass der Zollaufschlag den Interessen unserer Volkswirtschaft diametral entgegengesetzt ist. Zweifelsohne wird sich ein aktiver Widerstand unter den Fahrzeugbesitzern geltend machen. Die Fahrten werden beträchtlich eingeschränkt werden, um den Benzinkonsum einzuschränken. Die Wirtschaftsschrumpfung — und das scheint man in Bern zu übersehen — wird sich wuchtig auf das gesamte Autogewerbe ausbreiten und neue Opfer finden. Das Zusammengehörigkeits- kommt an so einem Pfingstmontag ein sonst •wohlgelaunter Autofahrer in diese quasi Mäusefalle hinein. Schimpfend und fluchend windet er sich da herum: Ueberall nur Buden und Stände, keine Parkgelegenheit, keine Möglichkeit, in den bekannten guten Gaststätten einzukehren oder sich am schönen Seeufer zu ergehen. Man ist froh, wenn man wieder draussen ist und tat seinen Freunden ab, das gleiche zu erleben. Dass es an so einem Ort eine Automobilistenvereinigung geben könnte, die zum Rechten sehen würde, wagt man kaum zu denken. Ich möchte den werten Stadtvätern dieses Seldwylas dringend empfehlen, einmal Umschau zu halten, wie man an andern Orten solche Marktplatzfragen glänzend löst Aber Eile tut not, sonst kommt man nicht nur in den Nebelspalter. D. in B. Garage A. Montant Terrassieres 57 G E N F Telephon 43.322 Konzessionär für die Schweiz der CHENARDu.WALCKER Hauptdepot von Ersatzteilen: CHENARD & WALCKER - LICORNE - BALLOT Für alle Reparaturen, für alle Karosserien GANGLOFF Zu tauschen gesucht neue, kurante Möbel gegen einen luxuriösen 68392 PRIMA OCGASION! Plymouth Privat »Wagen möglichst nicht unter Modell 1934. PS Nebensache. Nur seriöse Anfragen erb. an Postfach 13087, Biel. wenig gefahren, in neuwertigem Zustand. Auskunft: Garage Effer, Stauffacherstrasse 8, Bern. 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N° 53 - 1935 AUTOMOBIL-REVUE 11 ou piimus Unsere Gesellschaftsfahrten. Für die vom Touristikbüro der « Automobil-Revue » ausgeschriebenen Gesellschaftsreisen hat sich bereits eine Anzahl von Interessenten gemeldet. Bekanntlich sind folgende drei Fahrten vorgesehen : eine in die Dolomiten und nach Venedig, eine zur Weltausstellung nach Brüssel mit Rückfahrt durch das Rheinland, über die neue Reichsautobahn, nach Heidelberg und durch den Schwarzwald, schliesslich eine nach Oesterreich über die neue Grossglockner-Hochalpenstrasse, durch das seenreiche Salzkammergut und durch Tirol. Wir veröffentlichen nun im folgenden das genaue Programm für die Gesellschaftsreise in die Dolomiten und nach Venedig. Samstag: Zusammentreffen abends in Zernez. Sonntag: Zernez, Ofenpass (2155 m), Umbrailpass (2498 m), Stilfserjoch (2756 m), Spondinig, durch das Vintschgau nach Meran, Bozen, Karerpass (1753 m), Canazei, Pordoijoch (2242 m) : 223 km. Montag: Pordoijoch, Arabba, Falzaregopass (2117 EMeter), Cortina d'Ampezzo, Schluderbach (Carbonin), Misurinasee (event. auf den Kriegsstrassen (auf den Monte Piana oder zu den Drei Zinnen), tAuronzo, Pieve di Cadore, Longarone, Fahrt in die Vaiont-Schlucht, Longarone, Ponte nelle Alpi, Belluno, Trichiana, Passo San Ubaldo (706 m), Treviso, Mestre, Venedig : 224 km. « Dienstag: Besichtigung von Venedig, Bad am iLido. Mittwoch: Venedig, Castelfranco, Bassano, auf •der « Strada Cadorna », einer italienischen Kriegstetrasse auf den Monte Grappa (1776 m, sehr inter- "«ssantl), Bassano, Primolano, durch das Valsugana nach Borgo, Levico, Caldonazzo, auf der kühn angelegten «Kaiserjägerstrasse» nach Lavarone: 11210 km. Donnerstag: Lavarone (Lafraun), Carbonare, fiPasso di Croce di Sommo, Folgaria (Vielgereut), tSerrada, auf guter Strasse zum altösterreichischen Panzerwerk Serrada auf dem Dosso di Sommo, ßerrada, Folgaria, Carbonare, Friccastrasse, Trient, : Passo di Cadine, Castel Toblino, Sarca-Schlucht, Tione, Storo, Ledrosee, Ponalestrasse, Riva am Gardasee, Gardesana, Gardone Riviera (am Gardafiee) : 210 km. Freitag: Vormittags Rast am Gardasee in Garr done, nachmittags: Gardone, Brescia, Lago d'Iseo, Corna Dezzo - Schlucht, Passo di Vivione, Edolo, .Ponte di Legno, Tonale-Pass (1883 m): 162 km. Samstag • Tonale, Ponte di Legno, Gaviapass ^2581 m), Bormio, Tirano, Puschlav, Berninapass (2330 m), Pontresina, Samaden, Albula-Pass (2315 Meter), Tiefenkastei: 190 km. Sonntag: Auflösung der Reisegesellschaft nach einem gemeinsamen Frühstück. Zeitpunkt der Fahrt: Derselbe wird im Einvernehmen mit den Interessenten festgelegt werden. Kosten: Gegen eine Pauschale von Fr. 150.— sorgen wir für Unterkunft in guten Hotels sowie für Verpflegung (Frühstück, Mittagessen und Abendessen) und für die Garagierung der Fahrzeuge, in Venedig für die Schiffahrt vom und zum Hotel; ferner stellen wir einen gewandten Reiseleiter bei, der das Gebiet sehr genau kennt und den Teilnehmern "alle Mühewaltungen (Grenzfpr r ; malitäten usw.) abnimmt. Anmeldungen: Wir bitten die Interessenten um Bekanntgabe, welcher ungefähre Zeitpunkt erwünscht wäre. Das detaillierte Programm für die Reisen nach Brüssel und zur Grossgloeknerstrasse werden wir demnächst veröffentlichen. Wir laden unsere Leser ein, an diesen Fahrten teilzunehmen. Mit weiteren Mitteilungen stehen wir gerne zur Verfügung. Stvassen Walliser Strassenbauprojekte. Als Mittel zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und zur Förderung des Fremdenverkehrs ist dem Grossen Rat des Kantons Wallis eine Interpellation zugegangen, in welcher ein grosses Strassenbauprogramm vorgeschlagen wird, wonach der Ausbau der interkantonalen und internationalen Strassen und der Neubau einer Paßstrasse über den Sanetsch öder den Rawil verlangt wird. Im gleichen Programm ist der Bau einer Automobilstrasse' durch den Simplontunnel vorgeschlagen worden. Für die ersten beiden .Etappen dieses Bauprogrammes wären 15 Mill. Fr. erforderlich. Montblanc-Durchstich. Unlängst versammelten sich in Genf Vertreter ans Wirtschafts- und Verkehrskreisen, um sich über den Stand der Verhandlungen betreffend Durchstich des Montblanc- Massivs zu orientieren. Bei diesem Anlass wies der Präsident der Genfer Handelskammer auf die auseerordentlich schwierige Wirtschafts- und Verkehrslage seines Kantons hin, insbesondere was Exportindustrie, Handel und Hotellerie anbetrifft. Mehr als jede andere Schweizerstadt sei Genf wirtschaftlich verwundbar und verwundet, weshalb die Genfer Handelskammer den Gedanken des Montblanc-Durchstiches aufs wärmste begrüssen und unterstützen müsse, weil dadurch die Stadt Galvins Anschluss an eine grosse Verkehrsstrasse finden würde. Der ehemalige Genfer Stadtrat Bron, der geißtige Initiant und einer der Urheber des Gedankens des Montblanc-Durchstiches und der Anlage einer Automobilstrasse, orientierte die Versammlung über den Stand der Verhandlungen,. wobei er betonte, dass nunmehr auch die Italiener für den Gedanken dieses grossen internat. Verkehrsweges gewönnen werden konnten. Auf der anderen Seiti sei es Laval gelungen, in Frankreich die da und dort eich breitmachende Opposition umzustimmen. Im weitern teilte der Referent mit, dass noch im Laufe des Monats Juli sowohl französische als auch italienische Spezialisten an Ort und Stelli Untersuchungen vornehmen würden, um die letz ten technischen Hindernisse zu überwinden, so dass bereits in nächster Zeit mit dem Spatenstich gerechnet werden könne. Seitens des Vorstehers des Genfer Verkehrsdepartements wurde die gegenwärtige verkehrspolitische Situation Genfs skizziert, wobei hervorgehoben wurde, dass sich die Stadt durch dieses Projekt vor eine wichtige und grundlegende Entscheidung gestellt sehe. • Wenn durch den Moni Blanc-Durchstich Genf Anschluss an eine grosse internationale Verkehrsstrasse erhalte, so sei in Zukunft sehr wahrscheinlich mit grosser Vermehrung der Einwohnerzahl zu rechnen, während im umgekehrten Fall, d. h. beim Beharren auf den gegenwärtigen Zustand, es möglich sei, dass in einigen Jahren die Zahl der Einwohner sehr stark zurückgebe. Strasse Pany-St. Antönlen für Autoverkehr geöffnet. Recht erfreulich ist die Mitteilung, dass nun endlich auch die Strassenstrecke Pany-St. Antönien im Prätigau für den Automobilverkehr freigegeben worden ist. Auch Lastwagen bis zu 3,5 Tonnen Gewicht dürfen die Strecke befahren. Es ist nicht daran zu zweifeln, dass mancher Automobilist, der das Prätigau auf- oder abwärts fährt, nun den schönen Abstecher ins St. Antöniertal unternimmt, das in landschaftlicher und volkskundlicher Hinsicht soviel des Interessanten bietet. Galibier-Pass offen. Wie wir soeben vernehmen, ist der Galibier-Pass, der im Zuge der Route des Alpes d'fite liegt, für den Autoverkehr geöffnet worden. J)ie Eröffnung der Grossglockner-Hochalpenstrasse und das erste internationale Grossglockner-Rennen. Am 3. August dieses Jahres findet die feierliche Eröffnung der Grossglockner-Hochalpenstrasse, jener neuerschlossenen, den modernsten Anforderungen des internationalen Durchzugsverkehrs entsprechenden Verbindungsstrasse über die österreichischen Hochalpen, statt. In fünfjähriger Arbeit ist hier ein neuer Verbindungsweg zwischen Nord und Süd der Unzugänglichkeit einer wilden Natur abgekämpft worden, welcher von Brück a. d. Glocknerstrasse (bei Zeil am See) ausgehend, das Massiv der • Hohen Tauern in einer Höhe von ca. 2500 m überquerend, gegen Heiligenblut und das Drautal führt und auf diese Art die Länder Salzburg und Kärnten verbindet. Dieser neue Strassenzug wird aber nicht nur in der Lage sein, die bestehenden mitteleuropäischen Verkehrsbegriffe grundlegend zu verschieben; er wird nicht nur Zeugnis geben von österreichischem Aufbauwillen und technischem Können, er wird vielmehr durch die Art der Trassierung und Anlage selbst eine solche Fülle nie gesehener landschaftlicher Pracht erschliessen, dass die Ueberquerung dieser Hochalpenstrasse, so leicht sie auch dem modernen Motorfahrzeug, gemacht wird, zu einem unvergesslichen Erlebnis Wird. Ohne in irgendwelcher Weise besondere Anforderungen an Fahrzeug und Fahrer zu machen* führt! die Strasse in kühner Trasseführung über unzählige Kunstbauten, Viehtriebdurchlässe, Tunnels (welche elektrisch, beleuchtet sind), etc. einer Region entgegen, in welcher wir unter uns die Gletscherwelt, ob uns einen Kranz von Dreitausendern bewundern können. Sowohl an der Nord- wie an der Südrampe .'führen-Abzweigstrassen an ganz besonders schöngelegene Punkte, welche auf diese Art vpm Automobil aus einen besonderen Ueberblick ermöglichen. — Geräumige Parkplatzanlagen, Tankstellen, Schutzhäuser und Hotels, Geschäftsstellen des Salzburger Automobil-Clubs, welche kompletten Autoservicedienst versehen, sowie eine Telephonleitung, welche dem Publikum an vielen Sprechstellen auf der Strasse zur Verfügung steht, vervollständigen die Vorsorgen, mit welchen der Durchreisende rechnen kann. .Seit Wochen ist das Interesse des Automobilismus auf die Eröffnung der Grossglockner-Hochalpenstrasse gerichtet; seit Monaten rüstet Oesterreieh, um dieses grosse Ereignis in würdiger Weise zu gestalten. Das Programm steht nunmehr fest. Die Ausschreibungen für die geplanten Sportveranstaltungen sind in die' Welt hinausgeflattert und haben nicht nur in ganz Europa, sondern auch auf anderen Kontinenten grösstes Interesse gefunden. Vor allem wird zur Eröffnung der Strasse eine internationale Zielfahrt veranstaltet, an welcher Motorfahrer jeder Nationalität teilnehmen können, ohne dass hierdurch ihr sonstiges Reiseprogramm in irgend einer Weise gestört wird . — Eine'einfache Nennung, welche auch- die - verbindliche Bereitstellung von Unterkunft in sich schliesst, und eine Bestätigung des Startortes durch eine autbmobilistische Vereinigung ist die einzige Vorsorge, die zur Teilnahme an dieser Konkurrenz nötwendig ist, bei welcher in erster Linie die zurückgelegte Entfernung in Wertung gezogen wird. Ausser den vorgesehenen Preisen wird die" Grossglocknerplakette eine bleibende Erinnerung für alle Teilnehmer an der Zielfahrt sein, welche für die von Norden anfahrenden Kraftfahrzeuge in Zeil am See, für die von Süden kommenden Fahrer in Heiligenblut am 3. und 4. August endigt. (Nähere Auskünfte und Ausschreibungen sind durch den Salzburger Automobil-Glüb, Bismarckstrasse, in Salzburg, erhältlich.) Am 3. August selbst findet, wie erwähnt, die feierliche Eröffnung und Einweihung d«r Strasse statt, an ; . welcher die gesamte österreichische Bundesregierung teilnehmen wird und "welche, gemeinsam mit dem am folgenden Tage stattfindenden I. Internationalen Grossglockner-Rennen für Automobile und Motorräder, den Höhepunkt der Veranstaltungen und ein wahres Volksfest für ganz Oesterreich darstellen wird. Dieses Rennen, welches auf der Nordrampe der Glocknerstrasse über eine Länge von 19,5 km und eine Höhendifferenz von 1600 nv führen wird, stellt das längste und höchste Bergrennen dar, welches jemals in Oesterreich gefahren wurde. Während das unters Drittel der Rennstrecke sehr hohe Geschwindigkeiten zulassen wird, stellt der übrige Teil enorme Anforderungen an Fahrer und Maschine, wenn auch durchwegs mi guter, griffiger Strasse zu rechnen ist, die Steigung maximal lO,85°/o beträgt und der Halbmesser der zahlreichen Spitzkehren an keiner Stelle unter 8 m herabgeht A- C. S. . Um die Benzinzollerhöhung. Der Automobil-Club der Schweiz legt Wert darauf, einige in der Presse erschienene Mitteilungen richtig zu stellen, deren Zweck es war, in den Augen des Publikums die Bedeutung der erneuten fiskalischen Belastung, die durch die soeben beschlossene Benzinzollerhöhung bedingt wurde, herabzusetzen. In der Tat, vergleicht man die Benzinpreise in der Schweiz mit denjenigen in den übrigen europäischen Ländern angewandten, insbesondere mit den uns umliegenden Ländern Frankreich, Italien Oesterreich und Deutschland, so erscheint es als recht und billig, wenn hierbei in Berücksichtigung gezogen wird, dass bereits in vielen dieser Länder die Steuern, die auf den Motorfahrzeugen erhoben werden, im Benzinverkaufspreis eingerechnet sind. Dies ist z. B. der Fall in Frankreich: Literpreis Pr. —.50, Oesterreich: Fr. —.35, Portugal: Fr. —.28 und Bulgarien: Fr. —.36. In Deutschland und Italien sind zudem seit 1933 bedeutende fiskalische Erleichterungen geschaffen worden. Unter anderem sind die neuen in Verkehr gesetzten Fahrzeuge während eines Jahres von jeder Steuer befreit. Werden in Italien z. B. von der gleichen Person 2 Wagen in Verkehr gesetzt, so ist nur für den stärkeren Wagen die Steuer zu bezahlen, der andere ist steuerfrei. Lastwagen mit mehr als 30 PS bezahlen nur die Steuer für 30 PS, usw. usw Die Aufzählung könnte mit Leichtigkeit weiterhin vervollständigt werden. In der Schweiz dagegen sind zu den 48 Millionen, die 1934 aus dem Benzinzoll geflossen sind, die 30 Millionen hinzuzuzählen, die von den Kantonen als Verkehrssteuer auf den Motorfahrzeugen erhoben wurden. Würde man in Zukunft dem Benzinverkaufspreis die Verkehrssteuer hinzufügen, wie dies bereits in Frankreich, Oesterreich, Bulgarien und Portugal der Fall ist, eo ergäbe dies bei uns einen Benzinverkaufspreis pro Liter von ca. 75—80 Rp. Anhand dieser beiden Beispiele ersieht man, dass bei uns das Benzin 30% teurer zu stehen käme als in Frankreich, und sogar 100% teurer als in Oesterreich. Die Betriebskosten der Motorfahrzeuge werden durch diese neue fiskalische Belastung in solchem Masse erhöht, dass sie für einen Grossteil der Motorradfahrer und Automobilisten untragbar werden. Es folgt daraus eine Ausser-Verkehrssetzung zahlreicher Fahrzeuge, die unfehlbar eine Verminderung des Verbrauches und infolgedessen einen Ausfall in den vom Bundesrat errechneten Einnahmen zur Folge haben wird. Diese, soeben durch den Bundesrat geschaffene unhaltbare Lage hat in allen interessierten Kreisen die lebhaftesten Rückwirkungen gezeigt. Auch werden sich, im Hinblick auf die katastrophalen -Folgen, die durch diese Vorkehrungen hervorgerufen werden, die dadurch direkt .joder indirekt berührten Verbände nächstens besämmeln, um alle sich als notwendig erweisenden Massnahmen zu ergreifen, um die.se unhaltbaren Zustände zu beseitigen. SEKTION BERN. Vorverkauf Grosser Preis der Schweiz-für--Automobile. Mit den fortschreitenden Vorarbeiten zum II. Grossen Preis der Schweiz für Automobile mehren sich täglich die Billettbestellungen. Um etwaigen Irrtümern über den Umfang und den Beginn des Billettvorverkaufes zu begegnen, sei offiziell bekanntgegeben, dass der Vorverkauf für den Grossen Preis der Schweiz für Automobile am 5. Juli nicht nur in Bern, sondern in allen grösseren Schweizerstädten einsetzen wird. Als Vorverkaufsstellen sind "wiederum die grossen A.C.S.-Sekretariate und einige Reisebureaux tätig. A.C.S.-Mitglieder gemessen eine Preisermässigung von 20°/o auf der für ihren, persönlichen Gebrauch bestimmten Sitzplatzkarte. Vorbestellungen für alle Sitzplatzgelegenheiten werden schon von jetzt an angenommen, h. SEKTION ZÜRICH. Für den Monat Juli steht eine Aelplerkilbi im Tösstal auf dem Programm, die Sonntag, den 14. Juli, bei ungünstiger Witterung am 21. Juli, auf einer herrlichen Picknickwiese beim Gyrenbad ob Turbenthal durchgeführt wird. Nach der Besammlung ab 10 Uhr vormittags haben die-Mitglieder Gelegenheit, mit ihren Famiien an- einem Vergnügten Aelplerkilbibetrieb teilzunehmen. Für das Picknick steht ein vielversprechender Wirtschaftsbetrieb zur Verfügung; auch für die nötige Tranksame ist aufs beste gesorgt. Der Teilnehmer harren zahlreiche Konkurrenzen, für welche ein reichhaltiger Gabentisch zur Verfüung steht; auch spezielle Kinderwettbewerbe sind" orgesehen. Der Musikverein «Harmonie» Turbenthal hat seine Mitwirkung bereits zugesagt. Für die neuorganisierte Sektionsmeisterschaft macht sich ein erhebliches Interesse geltend. Die Neuerung, dass die Teilnahme an allen vier Wettbewerben nicht obligatorisch ist, indem nur die drei besten Resultate für die Bewertung massgebend sind, dürfte sich auf die Beteiligung sehr günstig auswirken. Zürcher Autavia. Bei fabelhaftem Wetter wurde am Samstagnachmittag die durch den A.C.S. Sektion. Zürich in. Verbindung mit dem Aeroclub: und der Avia veranstaltete Autavia durchgeführt, eine sportliche Veranstaltung, die, das zeigte vor allem die starke Beteiligung, sich bei allen Gemeldeten grösster Beliebtheit erfreute. Die diesjährige Autavia wurde in ihrer Art auf sportlicher Basis gestartet; 10 Equipen hatten sich gemeldet, bestehend aus 1 Flugzeug (Pilot und Beobachter) und je zwei Automobilen (Fahrer und Verbindungsmann). Auf dem Flugplatz Dübendorf besammelten sich die Teilnehmer, um die Instruktionen zu erhalten. Flugplatzdirektor Bethge gab diese in der Weise, dass er bekanntgab, die 'Sportkommission hätte zwei Achsen von Dübendorf aus gezogen. Die eine ging bis Zurzach, die zweite nach Andelfingen. Auf diesen beiden Achsen war nun je ein grosses Kreuz, irgendwo im Gelände ausgelegt worden, das zu suchen ,die Flieger die Aufgabe hatten, um den auf den Bericht wartenden AutomohiUsten 'hernach bei Kloten anhand der Karten und eines Krokis so zu orientieren, dass diesen die Möglichkeit geboten •war, auf kürzestem, Wege zum Kreuz, e zu gelangen. Also ginge nach Kloten. Schon bald kam eine um die andere der 10 gestarteten Maschinen angesaust. Eine schnelle Landung, die betr. Automobilisten nahmen Notiz von der fliegerischen Beobachtung und ... gaben Vollgas. Richtung Zurzach die einen, Richtung Andelfingen die andern. Und da setzte nun für den Verbindungsmann die Arbeit ein. Während der Fahrer nur auf die Strasse zu achten hatte, oblag dem Verbindungsmann anhand der Karte die Richtungnweisung. Ueber Feld-, Wiesen- und Waldwege, hin und wieder aber auch auf erstklassigen Strassen, so sauste männiglich dahin, um ja als erster am Kieur und damit, am Ziel zu sein, hoffend, dass das seiner Equipe angehörende zweite Auto sich ebenso geländekundig erweise. Die auf den Feldern arbeitenden Landwirte unterstützten die Automobilisten, denen die grossen Equipennummern zum Beobachtetwerden verhalfen, in ihrem Geländesuchen, erklärten sie uns doch mehr als einmal: es sind schon zwei, drei, vier Wagen vorüber. Das gab neuen Ansporn. Man wollte nicht der 10. und damit der Letzte sein. Federblattbrüche musste man bei einer solchen Jagd in Kauf nehmen, denn es ging wirklich über Stock und Stein, Graben und Hügel, und wer etwa glaubte, an dieser Fahrt sein neues Auto einfahren «u können, bedauerte sich selbst und sein Auto ziemlich bald. Erwähnt sei noch, dass die ganze famose Veranstaltung ohne irgendwelchen Unfall verlief. Nur einem Fahrer hätte es — durch die Unvorsichtigkeit eines nicht konkurrierenden Automobilisten — beinahe schlimm ergehen können. Mit seinem alten, aber rassigen Wagen kam der Automobilist Zehnder. der neben seinem Verbindungsmann noch einen Pressevertreter mit sich führte, kurz nach Erhalt der Fliegermeldung auf einem geschotterten schmalen Waldweg in scharfem Tempo dahergesaust, denn alle Anzeichen versprachen bei einer grossen Geschwindigkeit das Rangieren in den vorderen Reihen. Plötzlich biegt von links ein kleines Auto ohne Signal in die Bahn des konkurrierenden Wagens. Zehnder am Steuer reisst sein Auto nach rechts herum, flitzt, schon nicht mehr auf der Strasse fahrend, an dem unvorsichtigen Spazierfahrer vorbei und erreicht mit Mühe, beidseitig von kräftigem Wald umgeben, wieder den Fahrweg. Innert der vorgeschriebenen Zeit erreichten sämtliche Automobilisten in grösseren oder kleineren Abständen ihre Kreuze. Die Zeiten der Kartenübergabe wurden gestoppt, notiert und später errechnet. Sowohl diejenigen Fahrer, die dem Kreuz bei Schloss Goldenberg auf den Leib rückten, als auch jene, die auf holprigsten Strassen über Wehntal, Niederweningen-Siglisdorf, inmitten einer Hochebene bei Wattwil das Kreuz sichteten, hatten gute sportliche Arbeit geleistet. Die Konkurrenz war, das bezeugen alle Teilnehmer, nicht nur interessant und amüsant, sondern in geländefahrtechnischer Hinsicht überaus lehrreich. Im Flugplatzrestaurant Dübendoif fand am Abend die Preisverteilung statt, die folgende Ergebnisse zeitigte: 1. Flieger B. Stucky auf D. H. 5, Beobachter Lederach, Autoführer Locher und Strub, Gesamtzeit 1:57:50,4. 2. Flieger Wurth, Beob. Rickenbacher, auf Bücker, Autoführer May und Ulzer, 2:02:30. 3. .Flieger Bleuler, Beob. Gugok, auf D.H. 3, Autoführer Maag und Schürmann, 2:02:47. 4. Flieger Karnbach, Beob. Echser, auf D. H. 3, Autoführer Gübelin und Itten. 2:05:10,6. 5. Flieger Page, Beob. Burkhardt auf Bücker, Autoführer Fischer und Gugelmann, 2:16:47. 6. Flieger Stockmann, Beob. Wild auf D. H. 3, Autoführer Zehnder und Fiala, 2:26:57 7. Flieger H. Keller, Beob. H. Buser auf A. C. 4, Autoführer Campolongo und Corrodi, 2:33:06,2. 8. Flieger E. Rebmann, Beob. Schmid, auf A. C. 4, Autofahrer A. Wehrle un3 Gh. Zimmermann, 2:34:58. Aufruf. Am 9. Mai ereignete sich abends 18 Uhr beim Bahnübergang in Niederbipp ein kleiner Verkehrsunfall, wobei ein Fussgänger, der eine Kiste trug, leicht angefahren wurde. Entgegen der ursprünglichen Annahme musste der Betreffende dann doch noch ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Der Verletzte möchte nun mit dem beteiligten Automobilisten in Verbindung treten, damit dessen Haftpflichtversicherung die entstandenen Aratkosten übernimmt. Der in Frage kommende Automobilist ist ersucht, sich an Herrn L. Reber- Widmer in Niderbipp zu wenden. — Hoffentlich kommen ihm diese Zeilen unter die Augen und besinnt er sich gleichzeitig auch seiner Verantwortung den übrigen Strassenbenützern gegenüber. Es handelt sich für ihn um eine unbedeutende Sache, die aber den verletzten Fussgänger doch härter drückt, wenn, er die Kosten auf eigene Rechnung übernehmen sollte. (Die Red.) Frage. Können mitfahrende nähere. Verwandt« und zahlende Mitfahrer in Ihre Insassenvereicherung einbezogen werden? Ich komme gelegentlich in den Fall, Fahrten gegen Bezahlung auszuführen, immerhin nur selten, so dass die Einnahmen wohl kaum die Ausgabe für den Versicherungsbeitrag decken würden. Antwort: Die Insassenvereicherung gilt grundsätzlich für Fahrten gegen Entgelt nicht, und zwar auch dann nicht, wenn diese Fahrten nur gelegentlich ausgeführt werden. Dagegen gilt der rsatz der Benzinkosten normalerweise nicht als Entgelt im Sinne der Versicherungsbedingungen. Es komme als ganz darauf an, in welcher Weise und in welcher Höhe die Vergütung erfolgt. Verantwortliche Redaktion: Dr. A. Büchi, Chefredaktion. W. Mathys. — Dr. E. Waldmeyer. Telephon der Redaktion: 28222 (Hallwag) Ausserhalb der Geschäftszeit: 23.295.