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E_1935_Zeitung_Nr.053

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12 1935

12 1935 — OT>*53 EINEN VOLLKOMMENEREN WAGEN Das prächtige 6-Zylinder Sport-Coupe Nicht Öl verlangen, sondern ausdrücklich "BP" Motor OH Familienangehörige und Gäste können Sie bei uns zu einer bescheidenen Prämie gegen die ihnen beim Mitfahren m Ihrem Automobü zustossen. ...können Sie sich schwerlich vorstellen ALLE Eigenschaften die Sie von einem •wirklich modernen Automobil beanspruchen können, finden Sie im Oldsmobile 1935 vereinigt. Dieser Wagen bietet Neuerungen und Verbesserungen, die Sie' niemals erwartet hätten. Nicht umsonst nennt man den Oldsmobile ; «Der Wagen, der ALLES BIETET !» Die neuen Oldsmobile 6- & 8-Zylinder zeichnen sich durch höheren Komfort und leichtere Handhabung aus. Ueberraschend hohe Spitzengeschwindigkeit bei. sicherster Strassenlage. Aussergewöhnlich schnelles Anzugsvermögen. Moderne Linienführung. Und trotzdem ist der Preis dieser prächtigen Wagen erstaunlich massig. UEBERZEUGEN SIE SICH SELBST ! Unabhängige Vorderradaufhängtmg Zentralpunkt-Steuerung Kurven-Stabilisator Duo-hydraulische Servo-Bremsen Fisher-Karossenen mit Ganzstahl-Dach aus einem Stück Vollständig geräuschloses Synchron-Getriebe Zugfreie Fisher- Ventilation. Unfälle versichern, 9100.- AB FR. FRANKO DOMIZIL Die G. M. A. C. ermöglicht es Ihnen, diese Wagen aus IKrem Einkommen anzuschaffen. Fragen Sie uns um nähere Auskünfte. smofoile Schweiz. Unfall-und Haflpflichi- Versicherungsansfall in Zürich .EIN GENERAL MOTORS PRODUKT- Vertreter und Untervertreter an allen grösseren Plätzen der Schweiz. So schwierig es im" allgemeinen ist, ttegenschaften zu verkaufen oder za vermieten — die An* «chreibang solcher Objekte tat der Automobil - Revue vermittelt regelmäßig I«. teressenten.Voneinem,der «eine Garage zwecks Ausmieten in unserem Blatte inseriert hatte, erhalten wir soeben den Berichts «Ich kann ihnen mitteilen, dost die Garage vernietet ist und, bitte Sieum Rechnungsstellung.» Eine "Kleine Anzeige" in den 'ftulbmobil Rettve' lohnt sich Geschäftsstellen der Automobil-Revue: Bern, Breitenrainstrasse 97. Telephon i 28.222. Zürich, Löwenstrasse 51. Telephon 39.743/44. Inserate auch telephonisch. BERN-Ostermundigen VERCHROMEN STADELMANN & MANTEL A. G. Tel. 41.128 rischermatteliweg 18 f Telephon 35.533 "j„ ' Verkauf und Reparaturen von sämtlichen Autopneus u. -Schläuchen, sowie Nagelschutzeinlagen. Benzine und Oele. - Fachmännische und prompte Bedienung. Tel.21 318 MOhlemattstrasse 53 (beim Eigerplatz) O. Bär, . STÖCKLI • BERN Asltesfes Haus am Platze OCCAS1ON ! FIAT 509 A 6 PS, 2pl., Torpedo,, in gutem Zustand, Steuer u. Versich, inbegr., 600 Fr. — Offerten unter Chiffre B 54512 Q an Publicitas, Basel. 68369 ORIGINAL- ERSATZTEILE PACKARD Cabriolet, 4 Plätze Motor bereits wie neu, Karosserie 2 Türen, geräumig, sehr guter Zustand, 11871 Fr. 6200.— Werner Risch, Seestrasse 407. Zürich-Wollishofen. CHEVROLET BUICK-MARQUETTE CADILLAC-LASALLE OLDSMOBILE PONTIAC-OAKLAND GMC-TRUCK VAUXHALL-BEDFORD MARMON-ROOSEVELT BILLIGER UND BESSER Grosses Zentral-Lager in Basel AGENCE AMERICAINE BASEL TEL. 47.800 VIADUKTSTR. 45 Druck, Cliches und Verlag: HALLWAG A.-G., Hailersche Buchdruckerei und Wagnersche Verlagsanstalt, Bern.

Bern, Dienstag, 2. Juli 1935 III. Blatt der „Automobil-Revue" No. 53 JJHM, cKeumond Blaugrau und. schwer wölbt sich der Himmel über dem Land, das heiss und trocken in der Sonne liegt. Um die Berge schwebt blauer Dunst. Das Grün der Wiesen ist stumpf geworden in der Dürre. Kaum ein Windhauch bewegt die Halme des reifen Kornes, aus dem das Rot des wilden Mohnes, herausknattert, so dass die Kornblumen mit. ihrem stillen Blau daneben nahezu verblassend Auf den Wiesen duftet Heu. Besorgt schauen die Bauern zum Himmel empor oder suchen den Horizont ab. Sehen sie die gewit~ terkündende Wolke in der Ferne, so werden alle Hände mobil gemacht, bis der letzte Halm glücklich in der Scheune ist. Doch es heisst eilen. Rasend schnell zieht das Gewitter herauf. Dunkel ballen sich die Wolken zusammen und ihre Ränder färben sich gelb im schräg einfallenden Sonnenlicht. In düsterem Zwielicht Hegt die Erde. Bald zuckt der erste Blitzstrahl auf, dem noch zögernd der zweite folgt. Donner rollt dumpf und schwer. Plötz-, lieh ist der Himmel ein Flammenmeer: Blitz folgt auf Blitz, Donnerschlag auf Donnerschlag. Erste Regentropfen fallen, werden gierig aufgesaugt von der durstigen Erde. Noch ein mächtiger Donnerschlag, der die Erde erbeben lässt, dann öffnen sich die Schleusen des Himmels und der Regen prasselt, wie ein Sturzbach, nieder. Kurze Zeit nach dem Gewitter dampft das Land, die Schwüle ist noch drückender geworden als zuvor. Doch bald verbreitet sich angenehme Kühle. Der Wind trägt den herben Duft der Erde in das Dorf und die Bauern ziehen aus, um zu sehen, ob der Regen keinen Schaden angerichtet hat. Auch sie bewegen sich freier; es ist als sei eine Last von ihren Schultern genommen: Nicht mehr lange, vielleicht wenige Tage nur, und sie werden wieder hinausfahren, um die Ernte einzufahren; denn das Jahr steht auf der Höhe. Drückender noch als auf dem Lande ist die Hitze in der Stadt. Unbarmherzig werfen die Steinklötze der Häuser und die geteerten Strossen die Sonnenstrahlen zurück. Dampf und schwer ist die Luft in den Stuben, in Fabrikräumen und Kontoren. Alles lechzt nach Erholung. Wer sich losreissen kann aus dem Alltag zieht hinaus an die Flüsse und Seen, um in Luft, Licht und Wasser die Befreiung zu suchen. Die andern sehnen das Wochenende herbei, träumen sechs Arbeitstage lang von den Freuden des Badelebens, bis ihnen der Sonntag die Erfüllung bringt. Buntes Getümmel am Strande. Die Menschen sind nicht mehr die gleichen, die sie gestern, vor Stunden noch, waren. Mit den Kleidern ist alles Lastende und Belastende von ihnen abgefallen. Ein Teil der Natur schwingen sie wieder in ihrem Rhythmus. Hier am Strande sind Name und Titel nur noch leerer Schall und zwanglos findet sich der Mensch zum Menschen. Wenn es noch Wunder gibt in unserer nüchternen Zeit, dann ist das eines der grössten. In allen, selbst in den älteren Besuchern erwacht wieder der Spieltrieb. Für die kleinen und kleinlichen Sorgen des Alltags ist kein Raum, das Wort «Pflicht-» hat hier seine Macht und seinen Schrecken verloren. Man ist Kind unter Kindern und fühlt dumpf, dass darin mehr Weisheit liegt als in allem Jagen und Haste'n, das — einmal war. Und wie ein Kind kann man wieder lachen und scherzen, kann — wenn man müde ist vom Schwimmen und Spielen und Siesta hält int Schatten der Uferbäume — wieder träumen wie man einst geträumt und erlebt so nach Monaten wieder die heilige Stunde des Physisch und psychisch gestärkt kehren die Menschen am Abend zurück in die Stadt und tragen alle ein frohes Erinnern, ein stil* les Glück mit' nach Hause, das ihnen-über, den Alltag und die immer noch drückende Hitze hinweghilft. '• hi £im Zatniiie geht (kideu Von Peter Pee. Es wäre gär nicht dazu gekommen, wenn nicht Vaters Freund sich selbst und sein grosses Auto auf Sonntag zur Verfügung'gestellt hätte. Aus. diesen Gründen hatte sich einfach'jeder einzurichten und mit Ausnahme der 18jährigen Agnes, die dadurch ein Rendezvous mit ihrem Max verfehlte, sass- alles zufrieden und zusammengepfercht im 1 Wagen auf der Fahrt an den entzückenden - See —ganz in der Nähe. i , Vorne, neben dem Freund, sass der.'Vater. Sie erzählten sich zweideutige Witze, denn sie schwatzten leise und lachten laut.= ; Später stritten sie sich ein wenig über den kürzesten Weg. Hinten hatte die Mutter Platz genommen mit Baby auf den Knien. Baby-führte sich wohlerzogen und gesittet auf, nur einmal musste man kurz anhalten, da war es aber schon zu spät Nun, Mamas Leinenkleid lässt sich waschen. Baby kann man keinen Vorwurf machen. Neben der Mutter sass die Frau des Freundes, eine nette, liebe, rundliche Frau. Sie hätte nicht gestört, wenn sie nicht ein so vornehmes Gesicht im eigenen Auto geschnitten hätte. Aber sie: erklärte dem staunenden, eingeladenen Volk die Gegend. Däs'war -ganz {ötereisag|36d6r;Mhnte sich mit seinen eigenen öedanKen beschäftiggen. Kurt, auf dem Notsitz, vor der Autobesitzerin, dachte an seine Schulaufgaben,-die Herrliche Erholung finden wir an uneern Schweizer Seen. Beim Nachmittagskaffee am Caumasee. er nicht gemacht hatte, weil, er sie heute machen wollte, und Agnes, die neben ihm ihren Platz hatte, weinte innerlich, weil jetzt gerade die Zeit ist, wo Max ihrer vor der Kirche — nach der Kirche — wartet. Schliesslich kam man an. Wirklich schön war der See. Also wirklich schön. Und lud zum Bade. Wie bei Schiller. Während sich die Männer, rasch ihrer Kittel entledigt, mit Schiefern von flachen Steinen beschäftigen, bei welchem Anlass der Knabe Kurt die beiden Männer bei weitem schlug, taten die Damen wichtig mit Auspacken, Bereitlegen des mitgenommenen Mittagmahles und gegenseitig kritischem s Prüfen der ausgepackten Vorräte. Agnes und ^Jas Baby lagen faul in ..der für sie scheinenden Sonne, Agnes mit ihrem Max und Baby mit seinem Daumen beschäftigt Was gibt es Schöneres, als in den Ferien im sonnerierwärmtsn Wasser mit einem grossen herumzutollen! Ball Worauf man sich in die Badekostüme begab. Grossmütig überliess man den Frauen das geschlossene Auto als Garderobe. Die Herren zogen sich hinter die Büsche zurück und standen zwei Minuten später mit weissen, behaarten Beinen, ebensolchen Armen und schwarzen Badehosen bereit Vaters Freund wollte seinen roten Gummigürtel aus dem Auto holen. Es gab eine grosse Schreierei, denn die Damen waren noch nicht empfangsfähig. Endlich war alles so weit. Farbenprächtig bunt, die Mutter in blau mit kleinem Röckchen, die Frau des Freundes in eitlem Gelb, eng anliegend — die Mutter fand es unanständig —, Agnes keusch in weiss. So spranz man lachend gegen das Wasser. Gegen das Wasser; denn.nur Agnes stürzte sich tnitj Todesverachtung in das kühle Näss,. Vater massiert sich energisch am einen Zeh, der ihn angeblich schmerzte. Die Frauen hefteten sich gegenseitig die Träger fest und Kurt benützte den Moment um, versteckt hinter dem Auto, eine Zigarette zu rauchen. Baby wurde, weil es sich still verhielt, vergessen. Die Schwimmkünste Hessen zu wünschen übrig und konzentrierten sich auf neckisches Geplätscher, hinterlistiges Anspritzen und freulig sein sollendes Geschrei, welches schliesslich Kurt ebenfalls ins Wasser zog. Auffällend schnell war man wieder am vorbereiteten Picknickplatz und entdeckte mit Schrecken, dass in der kurzen Zeit Baby sich in die = Kirschen gesezt hatte, mit den Füssen auf die Ueberraichung des Tages, eine prächtige Torte, trommelte und eifriZ' versuchte, das ganze Gesicht schön verteilt mit Butter zu beschmieren. Die gute Laune hielt sogar bis nach Tisch an und wurde durch zwei Flaschen Bier, vom Vater gestiftet, erhöht Selbst Baby durfte an der Flasche riechen. Worauf man .sich etwas missmutig zum Sonntagsnachmittagschläfchen zurückzog, denn Mutter hatte den versprochenen Kaffee zu Hause in der Thermosflasche vergessen. Agnes sei daran schuld. Agnes verschwand auf diese Vorwürfe. Die Männer legten sich mit zwei Meter Zwischenraum ins Gras und verhielten sich ruhig. Mutter wusch ab, da die Frau des Freundes fürchtete, ihr Badekostüm platze beim Bücken. Und Kurt schüttete mit dem mitgebrachten Ball. Gleich, nachdem der Bauer gekommen war und für Landschaden Fr. 6.45 forderte, kroch man neuerdings in den See und schliesslich noch halbnass (Taschentücher reichen nicht immer Zum Abtrocknen er- Sonnenbräunen, gipfelkraxeln, tennisspielen oder nach altbewährtem Rezept ganz einfach Faulpelz sein? — Ein Rat: Kommen Sie zu uns nach Adelboden, Sie finden alles nach Lust und Laune: Die schneeigen Dreitausender zum Greifen nah, fünf Tennisplätze und ein grosses Privat- Schwimmbad im, Park, vortreffliches Orchester, Gymnastik- und Tennis- Trainer, Garage und — volle Pension von Fr. 10.- an pro Tag. Berichten Sie uns., damit wir Sie eingehend informieren können. DAS VORNEHME HAUS MIT DEN BESCHEIDENEN PREISEN