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E_1935_Zeitung_Nr.053

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18 «ÜTOMOBTL-PEVUE 1935 — 53 "' Frohes Leben im volltemperierten Wasser des Baumasees. Strandbad Flims.. Schwimmbad Heiden des Kurortes Heiden im AppenzelL frohe Note, so recht geeignet für fröhliche Ferienerholung. Der hellgetäferte Speisesaal, mit seiner breiten JTensterfTont, die freundlichen Zimmer und eine gütgepflegte Butterküche sorgen für alle Bedürfnisse der Gäste. * Bings um das Haus breiten sich Weiden ans, über den nahen Laub- und Tannenwäldern erheben sich majestätisch die Säntisgrüppe und weiter im Süden die Churfirsten. Grossartig ist der Bund- Miefc, den, man von da oben bis weit ins Rheintal besitzt, bis Vorarlberg und Liechtenstein, vom Bödensee bis Sargans.. Spazierwege führen durch dichte Tannenwälder und Bergweiden hinauf v\ den Alpen. Und wo es so viel des Herrlichen gibt, darf selbstverständlich auch das Schwimmbad nicht fehlen. Unterhalb dem Hause liegend, sorgt es für Erfrischung nach langer Wanderung und — wen es danach gelüstet — der kann sich dort auch im Budern üben. So kann dieser herrliche Ferienplatz den Automobilisten nur warm empfohlen werden. Fortsetzung Seite 23. dass das ganze Saisonvölklein von Flims am Caumasee weilt, schwimmt, rudert, padelt, im Strandbad auf der -westlichen Halbinsel mit Ball und Beif in übermütiger Gesellschaft tollt, unter der vorbildlichen Leitung der forschen Trainerin an den Gymnastikkursen teilnimmt oder endlich als Geniesser am Treiben der Jugend sich freut, oder auf der neuen Strandterrasse unter buntem Sonnenschirm Siesta hält bei einer Erfrischung und den schmeichelnden Weisen einer guten Kapelle. Tagtäglich während des Feriensommers rollt dieser köstliche Film voll prickelnder Saisonlust und forscher Sportlichkeit, lieblicher Anmut und unbeschwerter Träumerei.,. Schwimmbad Heiden. Neben den Strandbädern darf auch das Schwimmbad des Kurortes Heiden im appenzellischen Hochland nicht vergessen werden, das sich rasch einen Ruf als Musterbad erworben hat. Eingebettet in eine windschützende Hochtalmulde, deren Wäldern würziger Harzduft entströmt, unmittelbar hinter dem Dorfkern, unter der strahlenden. Bergsonne eineT voralpinen Landschaft, erbaut, wird es diesem Rufe noch lange Ehre machen. Atif drei Seiten fassen den Platz Kabinenbauten und das Aufnahmehaus ein. Gegenüber erhebt sich auf einer erhöhten Terrasse das schmucke Restaurant mit seinen Zinnen und Gartenanlagen. Das Schwimmbad selbst, ein ausgesprochenes Sportbad, geht von 1 Meter Tiefe bis vier Meter und hier, an der tiefsten Stelle, befindet sich auch ein Sprungturm mit den Brettern. Eine besondere Anlage hält das Wasser, das im' Vor-; wärmer, — der eich auf den Umfassungsgebäu-» lichkeiten befindet, in, dem das Wasser durch die Sonne vorgewärmt wird, — vollkommen rein und bakterienfrei. So ist es ein Gehuss, sich über dein blauen Grunde zwischen der Keramikeinfassung des Schwimmbeckens zu : tummeln. Weit um das 50 Meter lange Schwimmbassin, dem ein umfangreiches Kinderbecken- angegliedert ist, dehnen sich die Sonnen-, Spiel- und Sportplätze und, ein weicher Rasen ladet den müden Besucher in der starken und doch nicht schwülen Bergsonne zur Ruhe ein. Kurhaus Eichlitten, Gamserberg. An der Autostrasse von Garns nach Wildhaue, am Gamserberg, auf einer herrlichen "Anssichtsi" warte, steht das Kurhaus Eichlitten, in dem der Automobilist nach zermürbender Werktagsarbeit, die dringend notwendige Erholung findet. Es ist ein heimeliges Plätzchen, dieses ne,ue>> % ding« vollständig umgebaute Haus mit seinen grossen Gesellschaftsräumen. Alles trägt hier eine Heiteres Lehen und Treiben, im Wellenbad Dolder. Besondere Veranstaltungen 3. VIII.: Eröffnung der Grossglockner-Hochalpenstrasse. 4. VHI.: Internationales Glocknerrennen mit Zielfahrt für Autos und Motorräder. 27. VII.—2. IX.: Festspi ele. Salzburger für Gewerbe, Handel Zürich, Bleichexweg das ebenso gastfreundliche wie billige Land mit seinen landschaftlichen Schönheiten, seiner guten Küche und seiner liebenswürdigen, gemütlichen, sangesfrohen Bevölkerung Sie werden fühlen. ermöglichen genuasrelohe, Interessante Pässefahrten. Für Bahnreisende grosse Fahrprelsermisslgungen. Auskünfte erteilen: Alle-Schweizer Reisebureaux und die Bahnhofstr. 7 TeL 35.535 wie überhaupt die Rechtsberatung und Prozessführung in allen persönlichen und geschäftlichen Angelegenheiten überlassen Sie am besten den erfahrenen Rechtsanwälten unserer bodenständigen Organisation. Prompte, gewissenhafte und streng diskrete Erledigung aller Aufträge zu reduzierten Preisen sind unsere besonderen Vorteile. Ziehen Sie daraus Nutzen und schenken Sie uns Ihr Vertrauen. Ausführlicher Prospekt gratis. und Industrie, 10, Tel. 31.361 LADET SIE EIN! 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Bern, Dienstag, 2. Juli 1935 IV. Blatt der „Automobil-Revue" No. 53 fBeaeqwutq. am SVtand Konrad hatte nicht gedacht, dass es hier draussen am Strand, abseits von dem lauten Badebetrieb, so schön sein würde! In leichtem Bogen wölbte sich die Küste, blankgeschliffen von Wind und Meer. Ein ganz neues Erlebnis für ihn, den Großstadtmenschen, allein zu sein mit der Grosse dieser Natur, eingewiegt von dem ewigen Auf und Ab des Ozeans. Aber frisch war es noch! Er entschloss sich zu einem kleinen Dauerlauf, winkelte die Arme an — .ganz wie auf dem Sportplatz', musste er lächeln — und lief in langen gleichmässigen Sprüngen dahin. Woher dann das junge Mädchen so plötzlich aufgetaucht war, konnte er später nicht mehr sagen, Tatsache war jedenfalls, dass er sie unversehends vor sich erblickte,, zuerst nur als kleinen schwarzen Punkt auf dem hellen Sand, dann grösser werdend und schliesslich als schlanke, fein gezeichnete Silhouette direkt vor sich. Sie mochte das, Patschen, seiner nassen Füsse gehört haben». warf einen flüchtigen Blick zurück über die' Schulter und setzte sich dann ebenfalls in Trab, mit weitausholenden Sprüngen dahin-, eilend. «Das Tempo hältst du nicht lange durch, mein Kind», stellte Konrad sachverständig, fest und beschleunigte das seinige etwas, hatte aber nicht damit gerechnet, dass der grüne Badeanzug vor ihm so plötzlich wieder stoppen würde... um ein Haar hätte er sie überrannt! «Oh, verzeihen Sie», stotterte er verlegen» :«habe ich Ihnen weh getan?> Sie war mit zornfunkelnden Augen herumgefahren. «Machen Sie doch bitte die Augen ein bisschen mehr auf, junger Mann, rechts und links ist doch noch Platz genug...» Er stutzte einen Moment, als er die Stimme hörte und brach dann äa-herzlichesXa-., chen aus. «Mein Gott! Anni Mewes — w te sie leibt und lebt! Und noch immer so kratzbürstig!» Sie zog die Augenbrauen zusammen. «Konrad Meister... der grosse Weltreisende! Und immer noch derselbe Tolpatsch !» Dann sassen sie in einer Sandkuhle, wie in einer grossen flachen Hand. Der Wind brauste über sie hinweg, warf sich gegendas Meer, das seine Wellen mit ewiger Gleichmässigkeit an den blanken Strand rollte, Im -wannen- Sande sitzen und sich von der Sonne braun brennen lassen, das ist das Schönste in den Ferien. und sang leise in den Halmen des Dünen- •gfäses.""'•'•" Konrad sah mit einem kleinen Lächeln auf den braungebrannten Nacken des Mädchens, das er kannte, so lange er denken konnte und niit dem er dennoch in seinem Leben noch keine zehn Sätze gesprochen hatte. «Sie sind schön geworden, Anni», meinte er nachdenklich und wurde rot bei der Feststellung, dass er das laut gesagt hatte. «Und Sie haben von Ihrer Frechheit nichts eingebüsst!» kam es erbost zurück, «sollte es wirklich nicht möglich sein, auch einmal em paar vernünftige Worte mit Ihnen zu reden?»;; -..- • .... " ';_ ' ! «Sie wissen, nicht, dass wir beide uns heiraten '-.•' sollten?», fragte das, Mädchen erstaunt •:-•' "''••''" '"' """•• ^ •Konrad dachte nach — sie hatte recht. und ein Abglanz der Erregung, in welche Immer, so .lange er denken konnte, hatte es diese Tatsache das Herz des Kindes einstmals versetzt hatte, klang noch «in ihrer dieses spitze Hin und Her zwischen Ihnen gegeben... warum eigentlich nur? Stimme nach. «Ich hatte einmal an der Tür .._ «Ich haue es ehrlich gemeint, Anni», sagte meiner Eltern gelauscht. Ich war wohl so Konrad aus ; seinem Gedankengang heraus, 12—13 Jähre alt — da hörte ich die Stimme «Sie waren doch damals schon der Schwärm meines Vaters sagen: ,Anni wird diesen aller Gymnasiasten, aber ich kann mich nicht erinnern, dass Sie irgendeinen meiner Kämeraden so schlecht behandelt hätten wie mich. Warum eigentlich nur?» SoHwieznaefit Von Hermann Hesse. Die Bäume tropfen vom Gewitterguss, Im nassen Laub glänzt Mondlicht halbvertraut, Vom Tal herauf der unsichtbare Fluss Tönt dunkel her mit ruhelosem Laut. Jetzt im Gehöfte schlagen Hunde an O Sommernacht und halbverhangene Sterne, Wie reisst es mir auf eurer bleichen Bahn Das Herz hinaus in Reiserausch und Ferne! «Ich denke nicht daran, Ihnen etwas za erklären*, sagte Anni leise, und ein tiefes Rot stieg langsam in das Braun ihrer Haut Beide schwiegen und dachten an das kleine Städtchen, in dem sie ihre Jugend verbracht Hatten. «Diese Sache mit dem Heiraten war es», sagte das Mädchen plötzlich entschlossen, «für Sie, als Jungen, war das vielleicht nicht so schlimm, aber für mich, na — Sie können sich sicher nicht in so eine zartbesaitete Kleinmädchenseele reindenken.» «Nanu», staunte Konrad, «heiraten? Wen sollten Sie den heiraten? Sie waren ja noch ein Kind, als ich D. verliess, und was hat das mit mir zu tun?» Anni war aufgesprungen. «Wenn Sie sich auch noch über mich lustig machen wollen, dann ist es besser...» Aber ein energischer Griff beförderte sie wieder in den Sand. «Jetzt seien Sie einmal vernünftig, Anni», sagte Konrad und es war, als ob eine ganz leise Zärtlichkeit in seiner Stimme mitklänge, «sicher haben Sie sich da ganz dumme Sachen eingebildet. Ich kann Ihnen jedenfalls versichern, dass ich nichts von Heiraten weiss.» Konrad Meister heiraten, basta! Seine Eltern sind einverstanden, und es ist für das- Wohl beider Firmen notwendig.' Mehr wollte ich nicht hören, es war zu furchtbar für" Empfehlenswerte Walliser-Hotels: BELALP Wallis (2180 m) Über dem grossen Aletschgletccher. Hochalp. Kurort und Exkursionszentrum mit überwältigender Aussicht und Lage. Wald, See, Tennis. Autopost bis Blatten. Garage. Nur 2 Std. Fussweg mehr. Weekend- Abk. Ermässigte Preise. Prospekte. A. Klingel* & Cie. 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