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E_1935_Zeitung_Nr.051

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18 AUTOMOBIL-REVUE

18 AUTOMOBIL-REVUE 1935 — N" 51 Raschelnder Taft und lustige Tapfen. Ist das nicht die wiedererstandene Mode aus Urgrossmutters Tagen? Wahrhaftig, unsere Künstler lassen sich immer deutlicher von der reizvollen Mode des vergangenen schmeicheln und von einer mit einem Blütentuff gehaltenen «Schmetterlingsmasche» ausgehen, deren bezaubernde Einfachheit unerreicht ist. Eine solche Abendaufmachung, die uns schon ihres jugendlichen Eindruckes wegen gefangen nimmt, könnte nicht nur in Taft, sondern auch in Organdy wiedergegeben werden, sollte aber auch in diesem Falle mit einem Taft-Unterkleide versehen sein, um das prickelnde Rauschen hören zu lassen, das schon unsere Vorväter reizvoll und verwirrend fanden... Weiss ist grosse Mode. Schon lange hat man nicht so viel weissen Aufputz auf den Kleidern gesehen. Die Monotonie und — seien wir aufrichtig — die Unkleidsamkeit der schwarzen Kleider wird ohne Ausnahme durch weissen Aufputz gehoben und dasselbe ist bei den dieses Jahr so beliebten dunkelblauen Ensembles der Fall. Weisse Pikee und neues^ens auch weisse Organdigarnituren werden in verwirrender Fülle angeboten. Grosse flache Maschen in unzähligen Variationen, duftige Gebilde, die halb wie Schmetterlinge, halb wie Blumen aussehen, kunstvoll arrangierte Enden, die_ geometrische Figuren erzeugen, von denen selbst Pythagoras sich nichts träumen Hessen, zieren die dunklen Kleider, sitzen am jetzt mehr spitzig gehaltenen Ausschnitt und lugen unter der Jacke hervor; diese Auffrischung ist ungemein kleidsam. Aber der Ehrgeiz der weissen Farbe geht nach höheren Dingen. Sie ist dieses Jahr berufen, Capes, Jacken und Dreiviertelmäntel zu liefern. Und zwar werden diese weissen Kleidungsstücke nicht nur in Kurorten, Seebädern oder an der Riviera getragen werden, sondern auch in der Stadt. Da ist z.B. eine weisse Pikeejacke, frisch und sommerlich, die zu einem dunkelblauen Rock getragen wird. Sie ist in der Taille etwas eingeschweift, hat kurze Aermel und ist vorn einreihig mittels grosser dunkelblauer Knöpfe verschlossen. Ein Offizierskragen bildet den Halsabschluss. Auf einem Rock aus schwarzem Satin wird ein weisses Bolero aus Taft von ungemein schicker Wirkung sein. Aus einem älteren Abend- oder Besuchskleid kann man sich ohne grosse Spesen einen solchen Satinrock machen und das weisse Taftjäckchen ist dann die. einzige Ausgabe. Solch ein Kostüm ersetzt kostspielige Toiletten für sommerliche Veranstaltungen, es gibt kaum' eine Gelegenheit, wo man damit nicht genügend elegant aussehen würde. Weisse Pikee- und Leinenkleider sind selbstverständlich auch auf der Liste der weissen Kleider von 1935. Häufig sind' sie mit roten Knöpfen, auch mit roten Steppnähten geputzt. Dazu werden rot-weiss gestreifte Jacken getragen, ein sehr fescher Einfall, der viel Erfolg hat. Weisse Handschuhe, die einige Jahre hindurch wenigerzu sehen waren, sind wieder auf der Tagesordnung. Es gibt jetzt so viele waschbare Ledersorten, dass man sich nicht vor ihnen zu fürchten braucht. Der weisse Handschuh" stimmt mit der weissen Handtasche überein, die während der schönen Jahreszeit dominiert. Der dritte im Bunde ist der weisse Schuh aus Leinen oder Sämischleder, san-, dalenartig mit Spangen und Ajours,- der ?ip ; , Hochsommer ohne Strumpf getragen wir

51 — 1935 ÄUTOMOBII>.REV« em unvorteilhaftes Zeichen, weil trockene Haare nicht ausfallen. Im Gegenteil: nur fette Haare erkranken. Das Einreiben mit Fetten ist deshalb nicht geboten, weil fette Haare sehr leicht schmutzig werden, den Staub verkleben und eine fette, hässliche Schmutzschicht schaffen. In Fällen ausnahmsweise trockener Haare kann man einen oder mehrere Tropfen Brillantine auf der Kopfhaut verreiben. K. In der modernen Medizin greift man immer häufiger bei Ernährungsstörungen der verschiedensten Art mit Früchtediät ein. Besonders schöne Ergebnisse wurden mit sogenannten Apfelkuren erzielt. Allerdings stellen sich manchmal bedeutende Schwierigkeiten beim Uebergang auf die gewöhnliche Kost ein. Wenn sich nämlich der Darm erst einmal an die Früchte gewöhnt hat, hält es anfänglich oft schwer, seine Tätigkeit wieder an die gewöhnliche gemischte Nahrung anzugleichen. Man muss eben nach den Früchtetagen nich zuviel einseitige Schleime, Mehlabkochungen, Breie, Zwieback usw. verabreichen. Auch grosse Mengen von Vollmilch eignen sich nicht zur Uebergangsnahrung. Bei der Früchtekur empfiehlt es sich, in den ersten Tagen ausschliesslich rohe Früchte zu geben. Besonders bei Kindern ist der Erfolg dieser reinen Früchtetage oft ganz verblüffend. Der Appetit steigt, das Allgemeinbefinden bessert sich. Da die Früchte viel Ballaststoffe und schwer verdauliche Zellulose enthalten, stellen sie gleichzeitig ein hervorragendes Mittel zur Anstachelung der Darmtätigkeit dar. Wegen ihrer Salzarmut sind sie als hervorragendes Hilfsmittel zur Beseitigung von Schwellungszuständen aller Art zu betrachten. Der Organismus des Wassersüchtigen wird schnellstens ausgeschwemmt, das krankhaft gesteigerte Gewicht fällt in den ersten Tagen regelmässig und beträchtlich. Falls bei Kindern wegen eines etwaigen schwächlichen •Allgemeinzustandes ein solcher Gewichtssturz nicht erwünscht ist, empfiehlt es sich, schon am zweiten Tage 100—600 Gramm ungezuckerte Buttermilch als Zusatznahrung zn verabreichen. Auch Mandelmilch und Ei- "weissmandelmilch sind hervorragende Unterstützungsnahrungen* Murten Hotel Krone Terasse und Speisesaal mit schönster Aussicht auf See und Jura. — Grosse Vereinssäle. — Moderne Kegelbahnen. M. LUdi und Fr. Disler. Wie lange soll man nun eine •vorwiegende Früchtediät geben? Bei Kindern heilen Darmstörungen in leichteren Fällen schon am Ende der zweiten Woche, bei schweren Dickdarmstörungen, die immer wieder zu Rückfällen neigen, müssen bei Zusatz von Leber, Fleisch, Eigelb- und Milchprodukten solche Früchtekuren viel länger durchgeführt werden. Neben Dannstörungen sind auch Fälle von Nierenentzündungen und Nierenbeckenerkrankungen mit Früchtediät zu behandeln. Bei Nierenkranken können ausserdem zuckerhaltige Nahrungsmittel als Znsatznahrung verwandt werden, die bei Darmerkrankungen wegen der Gärungsvorgänge besser nicht zur Verabreichung kommen. Bei der Auswahl der Früchte muss in erster Linie an rohen Apfelbrei gedacht werden; er wird sehr einfach hergestellt, indem man ganz reife, mürbe Aepfel schält, von Kernen und Kerngehäusen befreit und auf einer Glasreibe reibt. Von diesem Apfelbrei gibt man den Kindern zu jeder Mahlzeit 100 bis 200 Gramm, Erwachsenen entsprechend mehr. Falls grosser Durst auftritt, empfiehlt sich als Getränk vorwiegend kalter Tee. Besonders bei zu Durchfall neigenden Darmkatarrhen tritt der Erfolg gewöhnlich sofort ein. Nach zwei reinen Apfeltagen empfiehlt es sich noch zwei bis drei Tage lang, ehe man zur Normalkost übergeht, eine eiweissreiche, gemüselose, milcharme Uebergangsdiät einzuhalten. Quarkkäse, Fleischbrühe mit Reis und Fleisch, Bananen, rohes Gelbei mit Zitrone und Zucker, geringe Schinkenmengen ohne Brot und Wasserkakao werden den Hauptbestandteil dieser Uebergangsdiät bilden. Es steckt eine bedeutende Heilkraft in unseren heimischen Früchten. Es ist anzunehmen, dass ihre Auswertung noch wesentliche Fortschritte macht, da die Anwendung von Früchtekuren steckt. erst in den Anfängen buntes Mfodei Energieverbrauch der Hausfrau. Venova W. Swartz hat für einige Betätigungen im Haushalt gemessen, welchen Energieaufwand sie erfordern. Als Versuchspersonen dienten Frauen zwischen 19 und 33 Jahren. Mit einem Rucksackapparat nach Benedict wurde die Sauerstoffatmung für eine gegebene Zeit bestimmt. Auf den Liter verbrauchten Sauerstoff wurden 4,285 Kalorien gerechnet Die von ' an Paris an an ab (* Bern-Basel mit Alpar-Flugzeug) Neue herabgesetzte Flugpreise: Basel-Paris, einfach Fr. 58.— „ „ retour, lötägig . . * * Fr. 99.— Zürich-Paris, einfach . . . * . . 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