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E_1935_Zeitung_Nr.051

E_1935_Zeitung_Nr.051

Die Schweiz.

Die Schweiz. Autowirtschaft im Bilde ÄÜTOMOBIL-REVUE 1935 -N» 51 Die Front der Automobilwerke. Links das Verwaltungsgebäude mit den Bureaux im ersten Stock und einem Ausstelhmgslokal j m Parterre. Rechts ein weiteres Ausstellungslokal mit anschliessenden Lagerräumen. Die in der Mitte befindliche Einfahrt führt zu dem grossen Hofareal, das von den übrigen Werkanlagen der Firma umsäumt ist. * Die Schaufenster der Garage Sihlhb'lzli. Man ersieht aus dem Bilde auch die moderne Front des ganzen Gebäudes, in welchem gleichzeitig die Garage untergebracht ist Teilansicht der geräumigen und übersichtlichen Einstellhalle. In der .Reparaturabteilung. Hier werden in hohen, lichten Räumen die reparatur- und revisionshe-, dürftigen Wagen auf Herz lind Nieren geprüft. . _'_"i Grossgarage Sihlhölzli, P. Gläftli, Zürich. Die Gebäulichkeiten wurden im Jahre 1932 erstellt und bedecken 3600 Quadratmeter. Sie wurden nach den jüngsten Erfahrungen im Garagebau entworfen und ausgeführt Bei allseitig beguemer und übersichtlicher Ein- und Ausfahrt, besteht für rund 100 Wagen Garagemöglichkeit Die Garagierung erfolgt nach dem amerikanischen Ringsystem, wo mittels mehrerer Drehbühnen und -Scheiben das Fahrzeug sicher und ohne eigene Kraft an der gewollten Stelle untergebracht werden kann. Die Firma hat die Generalvertretung der Personenwagenmarke «Hansa», sowie der Kleinlieferungswagen «Goliath» und «Hansa-Lloyd» inne. Ein zünftiger Garagebetrieb mit Abschleppdienst etc. stellt natürlich neben dem Autohandel ein Hauptgebiet der Tätigkeit des Unternehmens dar, für welches der Alleininhaber P„ Glättli die Leitung übernommen hat Die AMiompbiiv^erke.Franz AG-, Zürich. Die Firma, •welche bis 1929 auch die Fabrikation vonJULSt *ägen Betrieb, bestellt "schön bald20 Jahre und" zählt "zu den'ältesten und bedeutendsten Unternen-f men der Branche. Ihre Geschäftslokalitäten, zu welchen neben Ausstellungs- und Bureauräumlichkeiten, zahlreiche Einstellhallen mit Einzelboxen, eine modern eingerichtete Autoreparaturwerkstätte, sowie eine eigene Autospenglerei, Wagenwaschanlagen, Benzinstationen etc. gehören, beanspruchen im gesamten ein Areal von rund 7000 Quadratmetern Die von der Unternehmung vertretenen Marken sind in getrennten Ausstellungshallen untergebracht. Im gesamten werden im Jahresdurchschnitt mehr als 70 Angestellte und Arbeiter beschäftigt, worunter sich langjährige Spezialisten auf den verschiedenen Gebieten, der Autotechnik befinden. DIE REKORDFAHRTEN MIT DEM ALFA ROMEO BIMOTORE « Avanti Nuvolari»! Anlässlich seines gelungenen Rekordversuches, wobei Nuvolari auf dem Alfa Romeo Bimotore zwei neue Rekorde für den flie^ genden Kilometer und die Meile erzielte und dabei eine Höchstgeschwindigkeit von über 330 km/St erreichte. Der Start zur Rekordfahrt gestaltete sich unter Assistenz eines zahlreich erschienenen Publikums zu einer begeisterten Ovation für den erfolgreichen Mantuaner, Die Fahrt zum Sieg. Rechts: "K. Caracciolä laviert hier zwischen einem der drei in Montlhery eingebauten Hindernisse hindurch. Er bat hier mit seinen Marken-Kollegen bereits die unbestrittene Führung inne und befindet sich allein auf weiter Flur. ERSTE EINDRÜCKE VOM GROSSEN PREIS VON FRANKREICH Oben: R. Caracciola, der sich nach dem taktisch hervorragenden Sieg im Eifelrennen vom letzten Sonntag nun auch im Grossen Preis von Frankreich als Erster placieren konnte. Er verhalf damit Mercedes-Benz zu einem weiteren eindrücklichen Erfolg, in der mit dem Grossen Preis von Monaco' begonnenen Siegesserie dieser Saison. Hier sehen wir «Carratsch», wie er sich vor dem Rennen zu den Bozen begibt

II. Blatt BERN, 25. Juni 1935 Automobil-Revue N°51 II. Blatt KERN, 25. Juni 1935 fpovt in d< Sdi Um das Klausenrennen 1936. Wie man aus gut informierten Kreisen vernimmt,, dürfte der Austrag des Klausenrennens im Jahre 1936 wesentlich von der Erhältlichmachung akzeptabler Bedingungen d^r beteiligten Kantone und Ländbesitzer-abhängig gemacht werden. Die gegenwärtig unternommenen Verhandlungen in Uri und Glarus werden wohl in Bälde darüber Klarheit schaffen, ob eine Einigung auf akzeptabler Basis möglich ist oder ob der A.C.S. als finanziell allein verantwortlicher Club auf das grösste und schönste Bergrennen des Kontinents vernichten muss. Der früher bestandene, nicht etwa durch Ueberschüsse früherer Klausenrennen, sondern durch aueserordentliche Subventionen des A.CJS. geschaffene Klausenfonds ist durch das letztjährige, durch das Schlechtwetter bedingte, grosse Defizit vollständig bis auf den letzten Rappen aufgebraucht worden, so das« ein solches Defizit nicht mehr in den Kauf genommen werden darf. Es muss daher Pflicht aller beteiligten Kreise sein, alles zu tun, damit auch für den Fall ungünstiger Witterungsverhältnisse ein allzu grosses finanzielles Risiko vermieden werden kann. Und da ist es unerlässlich, dass alle mithelfen. Die Bezahlung von Reklame- und Vergnügungssteuern — wer hat eigentlich das Vergnügen, sicher nicht die Organisatoren — wie dies bis anhin der Fall war, kann nicht mehr in Betracht kommen. Die Landbesitzer sollten sich anderseits dazu verstehen können, dass sie über die Vergütung des effektiven Landschadens hinaus • —- und auch dieser darf, nicht übersetzt sein — keine Forderungen erheben, ,d. h. nicht mit dem Klausenrennen ein Geschäft machen zu wollen. Die Vergütungen an die Feuerwehr- und Sanitätetaannschaften müssen auf ein solches Mass herabgesetzt werden, dass solches für die Organisatoren tragbar ist. Auch die Hotels in den. beteiligten Gegenden müssen ihre Preise derart den heutigen Zeitverhältnissen anpassen, dass die Fahrer, nicht wie letztes Jahr, gezwungen werden, von den Organisatoren höhere als die vereinbarten Entschädigungen zu verlangen, weil sich die Hotelkosten höher stellten, als sie andernorts in viel besseren und komfortablem Hotels bezahlen müssen. Es wird in den nächsten Wochen im Lande Fridolins und des Uristiers um die «Wurst» gehen. Ueber eines wird man sich aber klar sein müssen: Der A.C.S. ist heute auf den Austrag des Klausenrennens nicht mehr angewiesen, er hat im Grand Prix in Bern besten Ersatz. Sein Entschluss wird daher ein rascher und unzweideutiger sein: Sind die Bedingungen nicht annehmbare, so dürfte die Anmeldung des Klausenrennens im internationalen Automobilkaleffder des Jahres 1936 ebenso fehlen, wie dies für 1935 der Fall war. Den Schaden wird aber nicht der A.C.S., sondern die beteiligte Gegend habefl, lind der dürfte nach jien Konstatierungen der letzten Jafire nicht so gering sein. V Automobil-Rennen in Basel. Am 11. August findet in Basel wiederum ein grosses kombiniertes Sportmeeting statt, wie es bereits 1933 mit ausgezeichnetem Erfolg durchgeführt worden ist. Das Programm sieht u. a. auch wieder ein Automobil-Rennen vor, und zwar in der Form eines Verfolgungsrennens über 10 Runden (ca. 16 km). Automobilisten, welche die Absicht haben, sieh an diesem Rennen zu beteiligen, erfahren Näheres durch das Sekretariat der Sektion Basel des Automobil-Club der Schweiz, Zentralbahnplatz, Basel. Autavia Zürich 1935. Nachdem seit 1932 eine Durchführung einer Autavia, des so beliebten Wettbewerbes zwischen Flugzeugen und Automobilen leider nicht möglich war, indem die nötigen Militärmaschinen nicht mehr zur Verfügung gestellt wurden, steht nun dieses Jahr erstmals wieder eine solche Veranstaltung auf dem Zürcher Sportprogramm. Die Sektion Zürich des A.C.S., die Mötorfluggruppe der Sektion Zürich des Ae.C.S. und« die Ortsgruppe Zürich der Avia haben sich in initiativer Weise zusammengetan und für Samstag, den 29. Juni, bei ungünstiger Witterung am 6. Juli, eine Autavia Zürich 1935 angekündigt. Es sind 10 bis 11 Equipen, bestehend aus je einer Flugzeug- und je zwei Automobilbesatzungen vorgesehen, die auf den zu Beginn der Konkurrenz bekanntgegebenen 2 Meldeachsen auszukundschaften und je ein Auto zu je einem ausgelegten Kreuz zu dirigieren haben. Das Reglement wurde derart aufgestellt, dass jeder Zufall möglichst ausgeschaltet ist; eine Neuerung wird auch in der Weise vorgenommen, dass für die Zwischenlandungen nur ein Flugplatz in Frage kommt. Es steht dann dem Piloten frei, beide Autos oder nur eines dorthin zu dirigieren. Die Besammlung der Equipen erfolgt um 14.30 Uhr auf dem Zivilflugplatz Dübendorf; nach Bekanntgabe der zwei Meldeachsen, in deren nächster Nähe die Kontrollposten liegen, erfolgt Startfreigabe der Flugzeuge und Autos. Als Zwischenlandungsplatz wurde der Flugplatz Kloten bestimmt, wo sich auch die Autos einfinden. Für die Bewertung massgebend sind die Zeiten von der StaTtfreigabe bis zur Abgabe der Kontrollkarten am einen Kontrollposten und von der Startfreigabe bis zur Abgabe der Karte am andern Kontrollposten. Si»«»»t £•» ^Luslsand Der VI. Grosse Preis von Penya Rhin. Der Grosse Preis von Penya Rhin, der zuerst auf den 2. Juni 1935 angesagt war und dann wegen finanziellen Schwierigkeiten verschoben werden musste, kommt nun am 30. Juni auf der 3,79 km langen Rundstrecke im Montjuich Park in Barcelona zum Austrag. Das Rennen ist offen für Rennwagen, die der Grand-Prix-Formel entsprechen, und führt über eine Distanz von ,265 km ..(70 Runden). Als Preise stehen 33,000 Pesetas zur Verfügung, wo.von dem Ersten 15,000, dem Juni werden an Bord der « Berengaria » drei John Cobb ist bereit für Amerika. Am 26. Zweiten 8000, dem Dritten 5000, dem Vierten 3000, und dem Fünften 2000 zufallen. Mercedes-Benz soll bereits ihre Nennungen zugesagt haben und sich durch Fagioli und Cafacciola vertreten lassen. Man erwartet auch die Teilnahme der Auto-Union und der Scuderia Subalpjna. derweil die Scuderia Ferrari bereits zwei Meldungen, Nuvolari und Brivio, abgegeben hat. Im letzten Jahr ging Varzi als Sieger dieses Rennens hervor, indem er die Strecke mit einem Mittel von 104 km/St, meisterte. Der Rundenrekord gehört Chiron mit 108,3 km/St. Durchschnitt. Internationales Kesselbergrennen. Das Reglement. Am 30. Juni kommt auf der neuen Kesselbergstrasse auf einer Strecke von 5 km das X. internationale Kesselbergrennen zur Durchführung. Die Veranstaltung ist offen für Sport- und Rennwagen, die dem Anhang C des internationalen Automobilsportgesetzes der A.I.A.C.R. entsprechen. Das Training findet vom 27. bis 29. Juni je von 3 Uhr 45 bis 7 Uhr 30 morgens statt, wobei alle Konkurrenten am 28. und 29. Juni drei Trainingsfahrten zu erledigen haben, für die eine bestimmte Mindestzeit verlangt wird. Die Rennen werden in folgenden Klassen ausgetragen : Sportwagen : bis 800, bis 1100, bis 1500, bis 20O0 und über 2000 ccm; Rennwagen : bis 800, bis 1500 und über 1500 ccm. In jeder Klasse und in jeder Kategorie kommen folgende Preise zur Verteilung: 1. Preis 1000 Rm.; 2. Preis 600; 3. Preis 400; 4. Preis 200, und 5. Preis 100. Unter den Bewerbern finden sich auch die beiden Schweizer Ruesch (Maserati) und Kessler (Maserati). Die Auto-Union entsendet den Streckenrekordinhaber Hans Stuck. Ferner starten Kohlrausch (M.G.), der Ungar Hartmann (Maserati), • die Italiener Castelbarco, Lurani und Battilana, der Tscheche Soyka und Steinweg mit seinem Spezial-Bugatti. Von besonderem Interesse ist .die Teilnahme des Engländers Seaman auf -dem E. R. A.-Wagen, „der kürzlich auf dem Nürburg-Ring so glänzend abschnitt. englische Rennfahrer die Fahrt nach Amerika antreten. Es sind dies John Cobb, Rose- Richards und Dodson, die mit dem bekannten « Napier Railton » Angriffe auf verschiedene Weltrekorde (zwischen 10 Meilen und 24 Stunden) unternehmen wollen. Als Piste haben sie einen ausgetrockneten Salzsee Im Staate Utah auserwählt Man darf wahrlich, gespannt sein, was bei diesen Rekordversuchen herausschauen wird. Sollte es den Engländern tatsächlich gelingen, neue Bestzeiten aufzustellen, so würden die Amerikaner sogleich wieder versuchen, diese Leistungen erneut zu überbieten. * Ein neuer Rennwagen? In der italienischen Presse liest man, dass eine der grössten und berühmtesten Automobilfabriken der Halbinsel sich mit der Konstruktion von neuen Rennwagen beschäftigt. Ein Name wird nicht genannt, und es bleibt dem Leser offen, das betreffende Unternehmen zu erraten. Der Acerbo-Pokal. Auf der am 25,8 km langen Rundstrecke von Pescara kommt am 15. August der Acerbo-Pokal zur Durchführung, der über eine Distanz von 516 km ausgetragen wird. Die Wagen starten in zwei Klassen: bis 1500 ccm und über 1500 ccm. Bei den «Grossen> kommen folgende Preise zur Verteilung: 1. Preis 48,500 Lire; 2. Preis 24,250 Lire; 3. Preis 14,550 Lire; 4. Preis 9700 Lire. Die Lastwagen-Nummer 1935 der Illustrierten Automobil-Revue ist soeben erschienen. Sie enthält u.a. folgende Artikel : Die Lage der schweizerischen Automobilindustrie. Eine technische Uebersicht der in der Schyteiz vertretenen Lastwagen. : Strassenbahnen oder Autobusse? Omnibusfernverkehr in den U. S. A. Die Ergänzung von Pferd und Lastwagen: Der Traktor. Die Verwendung des Lastwagens im Dienst der Armee. Der Nutzkraftwagen im städtischen' Dienst. Das reichbebilderte Heft ist zum Preise von 1 Fr. an allen. Kiosken erhältlich sowie Tjeim Verlag der «Automobil-Revue». GROSSER PREIS DER SCHWEIZ 1935 30. Juni in BERN, Bremgartenwald-Rundstrecke Bedeutendstes europäisches Rundstreckenrennen FÜR MOTORRÄDER UND SEITENWAGEN Die besten internationalen Rennfahrer am Start Sonntag, den 30. Juni 8 Uhr 00: Rennen der Klassen 350 qcm und 250 ccm. 11 Uhr 30: Rennen der 600 ccm und 1000 ccm Seitenwagen. 14 Uhr 30: Rennen der Halbliterklasse. Extrazüge, Gedeckte Tribüne'für 4000 Personen, Restauration. Eintrittspreise: Donnerstag und Freitag (Training) 50 Rp., Samstag Fr. 1.-. Tribünenzuschlag 50 Rp. Sonntags: Tageskarte Fr. 3.50, ab 12.30 Uhr Fr. 2.50, Militär Fr. 2.-, Kinder 50 Rp. Tribünenzuschläge: Loge Fr. 8.-, Logenbankette Fr. 5.-, Sperrsitz Fr. 4.-, I. Platz Fr. 3.-, II. Platz Fr. 2.-. Vorverkaufsstellen in Bern: Berner Handelsbank, Keisebureaux Kehrli & Oeler und Asco. FEDERN wiesiesem müssen nur von KÜRY Carrosseriewerk statte Bachstr.16 Hytenquai3S3 Tel. 54.487 Zürich - Wo llisha f en Zu sehr billigem Preis zu verkaufen: LIMOUSINE Seehszyl., 14 PS, Ia. amerikanische Marke, fabrikneu, hydraulische Bremsen, splitterfreies Glas, kompl. ausgerüstet. — Anfragen unter Chiffre Z 3351 an die Automobil-Revue, Bur. 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