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E_1935_Zeitung_Nr.056

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AUTOMOBIL-REVUE 1M5 —

AUTOMOBIL-REVUE 1M5 — 56 Die Montage der DKW-Wagen in Alistätten: 1. Die Montage der Karosserie auf das Chassie. 2. Am Anfang des Montage-Bandes. 3. Blick auf die letzten Etappen der Montage. Im Vordergrund der fertige Wagen. 4. Das Einpassen der Türen. 5. Das Anbringen des Karosserieüberzuges. 6. Zusammenbau des Holzgerippes. Die Holka AG. in Altstätten, in deren Werkstätten die Karosserie für die DKW-Wagen hergestellt und das ganze Fahrzeug montiert wird, ist eine Giündung der Autropa Zürich, welche die Generalvertretung für diese Marke inne hat. Da die ihr infolge der Kontingentierung zugeteilte Einfuhrquote bei weitem nicht ausreichte, um der steigenden Nachfrage nach diesem bekannten deutschen Kleinwagen gerecht zu werden, entschloss sich die Firma zur Teilfabrikation und zur Gesamtmontage der Wagen in der Schweiz, wobei gegen 30 Arbeiter und Angestellte dauernde Beschäftigung fanden. Obwohl der Betrieb erst im März dieses Jahres regulär aufgenommen werden konnte, nachdem das Werkpersonal vorher sorgfältig eingelernt worden war, sind seither bereits 80 Fahrzeuge geliefert worden, die ihren Besitzern volle Zufriedenheit gewähren. Nach wissenschaftlichen Methoden wird das iHolz einer Wärme- und Trockenbehandlung unterzogen, und langsam schichten sich am Anfang des FabTikatiomsbandes die verschiedenen Bausteine der Karosserie auf. Gesondert entstehen Vorder- und Hinterteil des Wagenkastens, und auf speziellen Lehren wird der Boden mit den starken Längsträgern zusammengebaut. Zur Seite des eigentlichen Fabrikationsbandes werden die Türen fertig gemacht und aufgestapelt, die Holzteile des Verdecks und andere Einzelteile hergestellt und zur weiteren Verarbeitung bereitgelegt. Dann beginnt der Zusammenbau. In Kurzem sieht man schon die bekannten Umrisse des Wagens. Von Arbeitsplatz zu Arbeitsplatz fortschreitend entwickelt sich aus demgrohen Holzgestell die saubere, fertig geschliffene Karosserie. Nach dem Anpassen der Türen und des' Verdeckmechanismüs wird der Kasten imprägniert und nach einer genauen Kontrolle der Sattlerei übergeben. In mehreren Aibeitsgängen wird die Aussenhaut angebracht, die Polsterung der Wände wuchst unter eifrigen Händen, alle Winkel und Taschen werden mit Stoff bezogen, die Scheiben eingesetzt, die Abdichtung der Türen und Fenster, die Zierleisten und das Verdeck montiert. Auch der Mechaniker beginnt sich in diesem Stadium der Fabrikation mit dem Wagen zu beschäftigen. Elektrische Leitungen werden verlegt, Benzintank und Instrumente angeschlossen, Winker und" Scheibenreiniger eingebaut. Tausend Kleinigkeiten müssen bedacht und in ganz bestimmter Reihenfolge ausgeführt werden. In einer zweiten Halle wird das Chassis für die Aufnahme der Karosserie vorbereitet. Das Fahrgestell ist mit dem Motor-Getriebe-Block fertig ausgerüstet, die Federn und alle 4 Räder sind montiert. Auch die vorderen Kotflügel und der ganze mechanische Teil, der mit .der Karosserie nichts zu tun hat, ist schon zusammengestellt. Jetzt wird die Karosserie, die blitzsauber von der Sattlerei herüberkommt, auf das Fahrgestell heruntergelassen, und fest mit demselben verbunden. Es folgt noch Einbau von Steuerung und Kühler, Anschluss der elektrischen Leitungen und die Ausführung von Tausend Handgriffen und Fertigstellungsarbeiten, bis der fertige Wagen zu seiner ersten Probefahrt die Halle verlassen kann. Die Fabrikation des DKW in der Schweiz gibt nicht nur in ihren eigenen Werken einer grossen Anzahl Arbeiter Beschäftigung, sie ist auch Abnehmerin vieler- schweizerischer-Industrien. Grosse Mengen von Einzelteilen müssen beschafft werden-und wo es auch immer möglich ist, wird natürlich schweizerische Arbeit bevorzugt Der Grosse Preis der Marne Die schweizerische Autowirtschaft im Bild Links:-Der Start zum ersten Vorlauf. In der vordersten Reihe (links) Dreyfus, der spätere Tagessieger, (rechts) Etancelin auf dem neuen 4,25- Liter-Maserati, Achtzylinder mit Schwingachsen vorn und hinten. In der zweiten Reihe stehen Sommer, der im Gesamtklassement an 3. Stelle rangiert, und der Engländer Lewis auf Bugatti, welcher als Fünfter einkanu Rechts: Dreyfus auf Alfa Romeo in voller Aktion. Er placierte sich als Erster in einem Vorlauf, fuhr die schnellste Runde des Tages mit 164,95 km/St, und legte im Endlauf, der eine Stunde dauerte, die grösste Strecke, nämlich 157,7 km, zurück. Ein spannendes Duell. Dreyfus und Chiron lieferten sich, nachdem das übrige Feld abgehängt war, einen abwechslungsreichen und lange unentschiedenen Kampf um die Führung. Mehrmals passierten sie die Tribüne fast Rad an Rad und versetzten durch ihr verwegenes Duell die Zuschauer in grösste Begeisterung. Unserem Photographen gelang es, ein solch spannendes Augenblicksbild zu knipsen. isesis! Das Rennen um die Trophäe des britischen Kaiserreiches. F.-W. Dixon entschied das Handicap- Rennen in Brooklands in überlegener Weise zu seinen Gunsten. Hier sehen wir den Sieger unmittelbar nach Schluss des Rennens mit dem Ehrenschild um den Hals und im Begriffe, sich von der Hitze und den Strapazen etwas zu erholen.

N° 56 II. Blatt BERN, 12. Juli 1935 Automobil-Revue N» 56 II. Blatt BERN, 12. Juli 1935 Jahr 1923 zurück, während die jüngsten Messungen, die hier mitberücksichtigt werden sollen, im Frühjahr 1935 stattfanden. Trotzdem die Untersuchungen zeitlich sehr weit auseinanderliegen und sich auf ganz a) Wagen Tabelle 1 Standard' wagen Ley 1110 T6 mm Stromlinien- Wagen jeweils gegeneinanderstehenden Messwagen hatten natürlich das gleiche Chassis — sind die Messergebnisse so erstaunlich gleichartig und stimmen so genau mit den theoretischen Vorausberechnungen überein, als dies die etwas spröde Materie überhaupt möglich erscheinen lässt. Daher erschien es zweckmässig, diesen Bericht zwar chronologisch aufzubauen, aber grundsätzlich sachlich zu gliedern. Es sei noch bemerkt, dass er sich durchwegs auf die durch die Experten ermittelten Zahlen stützen wird, wobei wörtlich wiedergegebene Zitate in Anführungszeichen gesetzt sind. * I. Teil: Betriebsstoff-Verbrauchsmessungen. A. Versuche Ley.*) Chassis Typ. . . . . . Spurweite. . . . . . . *) B. Conrad, Automobil-Experte, Berlin: Vergleichsfahrten mit dem Jaray-Stromlinienwagen. In «Der Motorwagen> Nr. 23/24, August 1923 (M. Krayn, Berlin). Standard- Stromlinienvagen . wagen Tedin. Rundsdhau Radstand . . . * . . . 2670 mm Vergleichsmessungen an Gesamtbreite 1400 mm Gesamtlänge 3800 mm 4150 mm Standard- u. Stromlinienwagen Gesamtgewicht (leer).. 1110 kg 1200 kg Motortyp 4 Zylinder — 6/20 PS-Ley Zusammenfassende Betrachtungen. Bohrung "0. mm Von Oberingenieur P. Jaray, Lazern. Hub 100 mm Es soll hier ein Ueberblick über die wichtigsten Messungen gegeben werden, die, von Uebersetzung identisch Abgebremste Leistung . 20 PS _ 17 PS Vergasereinstellung . . identisch neutralen Fachleuten ausgeführt, einen Vergleich zwischen Automobilen der bisher üblichen Kutschen-(Standard-)Form und solchen b) Prüfstrecke Um keine den Stromlinienwagen begünstigenden Bedingungen zu erhalten, wurde mit guter Stromlinienform ermöglichen. Die hierzu angestellten Versuche gehen, entgegen der häufig geäusserten Ansicht, dass der die mittlere Fahrgeschwindigkeit durch Wahl einer kurvenreichen Bergstrecke begrenzt. praktische Beweis für die Ueberlegenheit (Vergl. Wegprofil Abb. 1 auf Seite 10.) des Stromlinienwagens über die Standardbauart immer noch ausstehe, bis auf das c) Versuchsausführung Der Fahrt werden folgende Massnahmen zugrunde gelegt: «1. Die beiden Wagen Jaray- und Ley-Normal wurden austariert und ihre Pneumatiks (Dimensionen identisch) gleich stark aufgepumpt. 2. Zur Brennstoffmessung diente für jeden der beiden Wagen, je ein Einlitergefäss, welches unter gleichzei- verschiedene Wagentypen beziehen — dietiger Kontrolle durch den Unterzeichneten (R. Conrad) und durch Herrn Konimerzienrat Ley nach Abschrauben der Verbindung zwischen Tank' und Garburator mit letzterem verschraubt wurde. 3. Es wurde bestimmt, dass auch bei Talfahrt der Motor nicht abgeschaltet werden dürfe, um derart der Praxis entsprechende Bedingungen zu erhalten. 4. Der Jaray-Wagen wurde von Herrn Kömmerzienrat Ley gesteuert und kontrolliert, für dessen Angaben ich (R. Conrad) mit Rücksicht auf seine angesehene Stellung als Sportsmann und Herrenfahrer ebenso einstehen kann wie für meine eigenen. Der. Ley-Wagen wurde unter meiner (R. Conrad) Kontrolle von einem der besten und erfahrensten Ley-Chauffeure, welcher bereits Rennen gefahren hat, gesteuert. Der Zustand der Strassen war massig gut. Temperatur ca. 15° Celsius.» Hinweg: Fahrtstrecke Fahrzeit . . mittl. Gesehw, Ges. Anstieg Rückweg: Fahrtstrecke Fahrzeit . . mittl. Gesehw, Ges. Gefälle d) Ergebnisse Tabelle 2. Standardwagen 8,331 km 12 Min. 30 Sek. 40 km/h 65 m 12,031 km 18 Min. 30 Sek. 38,9 km/h Stromlinien- Tragen 10,9 km 15 Min. 34 Sek. 41,9 km/h 81,5 m 14,1 km 20 Min. 12 Sek. 41,8 km/h 90 m 120 m «Kritisch wertbar sind nur die Ergebnisse der Hinfahrt», weil bei der Talfahrt des Standard- wagens das letzte Gefälle von rund 1,5 km ohne Benzin gefahren wurde, während beim Stromlinienwagen nach dem ersten Anzeigen von Benzinmangel noch vor dem' Gefälle die Messfahrt abgebrochen wurde. «Eine Strasse mit genügend langem, ebenen Ein- und Auslauf war in dem bergigen Thüringen nicht leicht zu finden, sofern gleichzeitig erhebliche Steigungen genommen werden und die Entfernung von Arnstadt nicht allzu gross werden sollte. Bei der Wertung ist zu berücksichtigen, dass der Jaray-Wagen um ca. 4°/o schneller fuhr und dass er eine um 16,5 m höhere Steigung befuhr'. Da an das Ziel des Jaray-Wagens bei der Hinfahrt sich eine über einen Kilometer lange horizontale Strecke anschliesst, welche dann — in der Hinfahrtrichtung betrachtet — in ein' Gefälle übergeht, wäre es unlogisch, die. von dem Jaray-Wagen geleistete Mehrleistung von 16,5 m Höhe nicht in die Wertung aufzunehmen.» Aber selbst wenn man diese Höhenkompensation nicht mitberücksichtigt, ergibt sich folgender Vergleich im Betriebsstoffverbrauch: Tabelle 3. Standardwagen Stromlinienwagen Mittl. Geschwindigkeit 40 km/h 41,9 km/h Betriebsstoffverbrauch 12 1/100 km 9,18 1/100 km (bergauf) Das entspricht einer Ersparnis von 23,5%. Mit Höhenkompensation (aus Auslaufversuchen gerechnet) wird die Strecke des Stromlinienwagens bergauf um 845 m länger, woraus sich, folgende Zahlen ergeben: Tabelle 4 Betriebsstoffverbrauch. 12 1/100 km 8,52 1/100 km (mit Kompensation) Darnach ergibt sich eine Ersparnis von 29%. B. Versuche Brüderlin. ) a) Wagen Tabelle 5. • Standard- Stromlinienwagen wagen Chassis Typ , „ , C h r y s l e r 72 Spurweite . .. „ . 1 , 4 2 m Eadstand . . „ „ 3,02 m Gesamtbreite ... 1740 mm Gesamtlänge . , . 4850 mm 5150 mm Gesamtgewicht „ ., 1700 kg 1830 kg Motortyp . . ,. „ 6 Zyl. CP 134 E 6 Zyl. CP 512 R Standard- Stromlinien wagen wagen Vergaser..... Stromberg Einstellung ... identisch Uebersetzung. , . gleich, 4,3:1 b) Prüfstrecke Durchgangsstrasse Zürich - Rapperswil, Fahrt hin und zurück. Gesamtlänge 55 km. «Fahrbahn ebene, trockene, gute, geteerte Makadamstrasse, dem Zürichsee entläng führend.» c) Versuchsausführung «Zu Beginn der Fahrt wurden die Brennstoffbehälter beider "Wagen vollständig gefüllt und am Schluss der Fahrt wieder vollständig ergänzt, wobei die aufzufüllende Brennstoffmenge mittels Messgeräten genau ^gemessen wurde. Bei der durchschnittlichen Geschwindigkeit von 51 km pro Stunde, entsprechend dem Mittel von Geschwindigkeiten zwischen ca. 30 und 75 km pro Stunde, wurde folgender Brennstoffverbrauch bestimmt: Tabelle 6. Standardwagen Stromlinien- wagen Verbrauch für 55 km 10,5 1 6,5 1 Spez. Verbrauch . 19,1 1/100 km 11,83 1/100 km Daraus ergibt sich zugunsten des Stromlinienwagens eine Brennstoffersparnis von 38,1 %. C. Versuche Gsell. ) Chassis Typ . , Spurweite ... Radstand . . . Gesamtbreite . . Gesamtlänge . . Gesamtgew, (leer) Motortyp . . . Bohrung . . . . Hub a) Wagen Tabelle 7. Standardwagen wagen Stromlinien- Mercedes-Benz 200 vorn 1340, hinten 1380 2700 mm 1640 mm 4230 mm 4555 mm 1210 kg 1310 kg 6 Zyl. No. 114539 6 Zyl. No. 99700 70 mm 85 mm Abgebremste Leistg. ca. 40 PS 41,6 PS Vergaser Solex 35V, Solex 30 Fy, No. 437983 No. 232735 Einstellung ... 110/50, identisch Uebersetzg., III. Gg. gleich, 6,1:1 „ Schnellgang 4,49:1 3,84:1 Bohrung Hub 82,5 127 mm *) Dipl.-Ing. R. Gsell, Sektionschef des Technischen beim Eidgenössischen Luftamt in Bern: Be- Abgebremste Leistg. 72 PS bei 3000 T/min. richt über Vergleichsmessungen zwischen Mercedes- ) A. Brüderlin, Automobil-Experte, Zürich. Be-Benricht über vergleichende Versuche mit zwei Chrysdan) und Mercedes-Benz Typ 200 mit- Jaray-Strom- Typ 200 mit Serienkarosserie (Viersitzer Selerwagen Mod. 72, versehen mit Normalkarosserie linienkarosserie (Viersitzer, zweitürig), vorgenommen am 16. Mai und Karosserie Patent Jaray. Oktober 1928. 1935. Offizielle Distributoren für die ganze Schweiz von Ersatzteilen zu General-Motors-Konditionen Grosse Lager in Zürich, Neuchätel und Solothurn Urania-Accessoires - M. Eschler PROSPEKTE UND VORFÜHRUNG Für Kanton Zürich Thurgau Schaffhäusen St. Gallen Appenzell Aargau Bern und Solothurn Luzem, Uri, Schwyz"J Unterwaiden > Glarus, Uug J Westschweiz Nie mehr Reifenpannen bei Verwendung von AUTOSAN ] Das Schlauch-Dichtungsmittel, das nie versagt, für Autos, Motorräder u. Velos, Glänzende Gutachten; auchv. der Materialprüfungsanstalt der E.T.H. in Zürich. Greift weder Gummi noch Metall an. DURCH DIE ALLEINVERTRETER ÄUTOSAN-Vertrieb Bubenbergstx. 2, Zürich3, Tal. 36.960 B. Boehi, Kreuzungen Postfach 81, Industrie, Zürich G.H. Schmidt & Co., Meinrad Lienertstr. 18, Zürich 3 f. Kubli, Postfach Selnan, Zürich AUTOSAN S.A., 11, Avant Poste, Lausanne. Tel. 32.325 an Ihren erst das 2 Kurse im Tag Preise: Einfach Fr. 78.—. Retour Fr. 132.60, zudem Pauschalarrangements inkl. Hotel. Billette: Reisebüros und ALP AR. Telephon 44.044 Autotouren bereitet Ihnen solid konstruierte Rolldach TÜSCHER CIEL-OUVERT. Es schafft das Entweder-Oder zwischen drückender Hitze, öliger Luft und Durchzug, sowie Staub aus der Welt. Wohlig atmen Sie Sonne und Frische der Natur. In kalter Jahreszeit aber und bei Regen schützt Sie Ciel-Ouvert wie ein vollständig geschlossener Wagen. Die großen Vorzüge dieses Allwetter-Daches können Sie sich zu verhältnismäßig geringen Kosten leisten. 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