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E_1935_Zeitung_Nr.050

E_1935_Zeitung_Nr.050

Nicht minder wichtig ist

Nicht minder wichtig ist der Zustand von Herz und Kreislauf. Bekanntlich stellen bereits geringgradige körperliche Betätigungen in der sauerstoffarmen Luft höherer Regionen erhebliche Anstrengungen dar auf Grund der mangelhaften Sauerstoffversorgung der Gewebe. Darum müssen körperliche Bewegungen auf ein Mindestmass eingeschränkt werden. Wird dagegen verstössen, so kann eine plötzlich hereinbrechende Ohnmacht die Folge sein, und eine Reihe von Forschern hat auf solche Weise bei Höhenflügen ihr Leben eingebüsst. Nicht zu verwechseln mit ' mangelhafter Leistungsfähigkeit des Herzens sind die nervösen Herzstörungen. Sie sind bei Jugendlichen recht häufig und werden gar zu gern als eine echte Erkrankung des Herzens angesprochen; im allgemeinen durchaus zu Unrecht. Z. B. treten sie gerade im Trainirigszustande mit Vorliebe auf und sind im Grunde genommen gar nichts anderes als eine Anpassung des Herzens an die vermehrte Arbeit. Der verlangsamte Schlagtypus, auf den das Herz sich einstellt, führt zu einer Reihe von nervösen Empfindungen im-Zustande der Ruhe. Und überhaupt gehört zu seelisch erregbaren Menschen auch ein erregbares Herz. Ein Nachteil ist das nicht; denn gar zuviel Phlegma steht dem Flieger nur massig an. * Von entscheidender Wichtigkeit für die Flugzeugführung ist volle Leistungsfähigkeit der Sinnesorgane, allen voran des Auges. Schon allein die Tatsache, dass sich die Vögel ganz vornehmlich zu Augentieren entwickelt haben, gibt beredtes Zeugnis von der Bedeutung des Sehvermögens für den Flug. Es ist bei ihnen bei weitem das beherrschende Sinnesorgan. Nicht minder ist für den. Flieger ein tadelloses Sehvermögen unerlässlioh, und zwar auf beiden Augen, damit der stereoskopische Sehakt voll zur Geltung kommt. Dadurch wird nämlich die sichere Entfernungsschätzung in Bodennähe gewährleistet. Die Erkennung des Abstandes vom Erdboden bei der Landung kann nur aus der Betrachtung der Dinge am Boden —Gräser, Kräuter, Erdkrumen — gewonnen werden, was bei den grossen Landegeschwindigkeiten gar nicht immer so einfach ist. Bei im wesentlichen einäugigen Sehen ist die Entfernungsschätzung recht unsicher, da sie sich hier nur auf die scheinbare Grosse der gesehenen Objekte gründen kann. liche feine Aenderung der Flügel- und Schwanzstellung — zum Parieren der Luftströmungen — gewiss nicht bewusst, sondern reflektorisch. Die auslösenden Reize aber müssen Beschleunigungen oder Verzögerungen sein, und zu deren Wahrnehmung kommt der Natur der Sache nach schwerlich ein anderes Organ als das Otolithensystem in Frage. Das ist für den Segelflieger nun gerade nicht hinaus. Dagegen ist demdas, was ihm am nächsten geht. Er muss sich sofort Rechenschaft geben können, ob Leichtere Anomalien des optischen Apparates lassen sich zwar durch entsprechende Gläser vollkommen ausgleichen. Aber da es sich ereignen kann, dass die Bf ille zerbricht, beschlägt oder verölt, so muss auch ohne Gläser eine gewisse Mindest-Sehleistung vorhanden sein. Notwendig ist ferner ein gutes Sehvermögen in der Dämmerung oder bei Nacht. Ueber den Rahmen allgemeiner Tauglichkeit gehen die Anforderungen an die Hörfähigkeit Zustande des Mittelohrs besondere Beachtung zu schenken. Ein Anstieg von etwa 50 Meter macht sich bereits im Ohre deutlich bemerkbar. Das Trommelfell wird ein wenig nah äussen vorgebuchtet, es treten unangenehme Druckempfindungen auf und das Hörvermögen sinkt. Der Druckausgleich lässt sich sodann bekanntlich durch Schlucken oder Gähnen herbeiführen. Bis zum gewissen Grade erzwingt sich allerdings die unter Ueberdruck stehende Luft in der Paukenhöhle von selbst den Durchtritt durch die Tube. Anders beim Abstieg. Hier p'resst der zunehmende Luftdruck der atmosphärischen Luft die Tubenwände gegeneinander und ohne aktive Oeffnung der Tube kann der Ausgleich nicht mehr erfolgen; dies ist um so schwieriger zu bewerkstelligen, je länger man wartet. Bei Schwellungszuständen gelingt sie dann vielfach überhaupt nicht. Auf Grund eben dieses Ventilmechanismus kann es beim Abstieg aus grösseren Höhen zu recht erheblichen Schmerzen kommen; allerdings dürfte da doch wohl auch die Gewöhnung eine gewichtige Rolle spielen. Ueber die Bedeutung des sogenannten Gleichgewichtsorgans (Vestibularorgan) gehen die Meinungen auseinander. Eines jedoch ist gewiss: eine nennenswerte Bedeutung für die Orientierung im Räume kommt diesem Organ nicht zu. Diese wird vielmehr in ganz überragendem Masse vom Gesichtssinn beherrscht. Bei Ausschaltung der Sicht, z. B. während des Fluges in Nebel und Wolken, ist eine sichere Steuerung und Kurshaltung ohne besondere technische Hilfsmittel so gut wie unmöglich. Eine wichtige Rolle dürfte dagegen den Otolithen zukommen. Sie bestehen beinj Menschen aus zwei, bei den Vögeln aus drei Kristall'plättchen, die auf empfindlichen Nervenhärchen liegen. Bei den Vögeln ist dieses Organ besonders gut entwickelt und dürfte für den Flugvorgang von grösster Wichtigkeit sein. Bei einem segelnden Vogel etwa erfolgt die natürlich unablässig erforder- AUTOMOBIL-REVUE 1935 -N° 50 er in eine Luftschicht eintritt, die ihn nach oben nimmt oder herunterdrückt. Auf der anderen Seite ist wohl gerade das Otolithensystem für das Auftreten der Seeünd Luftkrankheit verantwortlich. Das un- Schiffskapitäns. An beiden soll sein Charakter Anteil haben: Ueberlegene Ruhe, ablässige Auf und Ab in Richtung der Kopfachse bringt eine übermässige Erregung der Kaltblütigkeit, Selbstsicherheit und Pflichtgefühl gepaart mit schneller Entschlussfähigkeit und einem kräftigen — aber nicht Otolithen mit sich. Die Frage, ob Feinfüh- Mgkeit, wie sie vor allem der Segelflieger benötigt, und Ueberempfindlichkeit, wie sie zu kräftigem — Schuss Draufgängertum. Dem etwas leichtsinnigen Windbeutel z. B., sich in der Luftkrankheit äusserst störend der es liebt, mit der Gefahr zu spielen, und bemerkbar macht, zusammenfallen oder divergente Anlagen sind, dürfte bisher nicht zu der auf dem Flugplatze eine brillante Erscheinung sein mag, mangelt es zu sehr an beantworten sein.. Zähigkeit und schlichtem Opfersinn. Dabei ist abermals der Faktor der Ge- Tatsache ist, dass die psychisch-charak- wöhnung sehr zu berücksichtigen. Wer grössere Seereisen macht, kann beobachten, dass anfangs viel mehr Leute seekrank werden als gegen Ende der Reise. Der Körper gewöhnt sich so sehr an das Schwanken des Schiffes, dass bei Betreten des Landes dieses nun zu schwanken scheint. Es gibt zahlreiche Kapitäne, die immer aufs neue zu Beginn einer Reise bei grober See seekrank werden. Ohne Zweifel gibt es Menschen, die in besonderem Masse zur Seekrankheit neigen und sich auch nicht gewöhnen können. Für den Flug sind sie als nicht geeignet anzusehen. In vielleicht noch höherem Masse überschreiten die Anforderungen, die das Fliegen an die Psyche des Menschen stellt, den Rahmen allgemeiner Tauglichkeit. Körperliche Mängel lassen sich unter Umständen durch Hilfsapparate ausgleichen, ein psychischer Mangel nicht. Jene lassen sich objektiv feststellen, diese nicht und treten erst dann überhaupt deutlich in die Erscheinung — wenn es zu spät ist. Und hier ist nun der Punkt, an welchem der Arzt ein sehr gewichtiges Wort mitzureden hat. Die seelischen Anforderungen sind natureemäss nicht die gleichen bei Sport-, Verkehrs- und Militärfliegerei. Der Sportflieger ist im wesentlichen nur für seine eigene Person verantwortlich, vom Verkehrsflieger hängt Sicherheit und Leben einer Anzahl ihm anvertrauter Menschen ab und in den Händen des Militärfliegers vollends wird in den Kriegen der Zukunft das Schwergewicht der Landesverteidigung ruhen. Der Laie ist geneigt, im Flieger vor allem den Typ des flotten, sorglosen Draufgängers zu sehen, einen waghalsigen Sportsmann in der Potenz. Nichts ist falscher als das. Er bedarf nämlich mindestens ebenso dringend der Ruhe, Selbstbeherrschung und des Verantwortungsbewusstseins eines tüchtigen terologische Beurteilung und Auswahl überaus bedeutsam ist, und dass sie nur auf dem Wege ärztlich vertiefter Menschenkenntnis geleistet werden kann. Flu^not zen Ein neuer «Komet» bei De Havilland. Die De Havilland-Werke bauen einen neuen « Komet », der seinen Vorgängern weit überlegen sein soll. Seine Reisegeschwindigkeit soll 354 km/St, betragen, sein Aktionsradius 4,800 km. Man hofft, im September dieses Jahres die Probe- und Trainingsflüge mit der neuen Maschine beginnen zu können. Auch das neue Modell wird mit Gipsy-Six- Motoren ausgerüstet sein, die eine höhere Kompression und etwas stärkere Zylinder als die früheren Modelle erhalten, so dass anstatt 200 PS 235 PS herauskommen werden. Ferner sollen auf den Mittelstücken der Flügel Landeklappen angebracht werden. Der erste grosse Flug, den Campbell Black, wiederum in Begleitung von Scott, ausführen will, soll von London nach Rio de Janeiro führen. K. Offizielle Distributoren für die ganze Schweiz von Ersatzteilen zu General-Motors-Konditionen Grosse Lager in Zürich, Neuchätel und Solothurn Urania-Accessoires - M. Eschler 20plätziger Berna-Car Alpin in fahrbereitem Zustande, nach den gesetzlichen Vorschriften ausgerüstet, für Arbeitertransporte sehr gut geeignet, wird zu ausserordentlich günstigen Bedingungen abgegeben. 11692 A Anfragen sind erbeten unter Chiffre 14931 an die Automobil-Revue, Bern. 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N° 50 — 1935 AUTOMOBIL-REVUE Rückläufiger Autotourismus. Im Monat Mai 1935 sind 14,981 ausländische Motorfahrzeuge in unser Land eingefahren gegenüber 16,999 im Vormonat und 23,853 im Mai 1934. Wie sich die Frequenz der einzelnen Kategorien im Mai 1935 gegenüber der vorjährigen Parallelperiode entwickelt hat, geht aus nachstehender Zusammenstellung hervor; 1934 1935 Ptov. Eintrittskarten 16081 8 055 Freipass 1288 1816 Triptyks / 6484l 1020 •Grenzpasaiereeheinheft \ 3 911 Kontrollschein für Motorräder — 179 23 853 14 981 Die Verteilung der Motorfahrzeuge auf die Immatrikulationsländer im Mai gegenüber dem Monat April 1935 ergibt sich aus nachfolgender Aufstellung: April Mai Frankreich 9070 7351 Deutschland 5043 4318 ' Italien 1913 1720 Grossbritannien 234 309 Oesterreich 196 414 Niederlande 174 268 Belgien 127 174 Nord- und Südamerika 55 111 Ungarn, Jugoslawien, Tschechoslowakei, Polen 58 97 Rumänien, Griechenland, Bulgarien, Albanien 7 19 Dänemark, Schweden, Norwegen 57 82 Spanien und Portugal 48 51 Litauen, Lettland, Estland. Finnland, ILd.S.S.R. 1 10 Afrika 5 43 Asien 11 13 Australien — 1_ Total 16 999 14 981 Die Verluste ergeben sich ausschliesslich aus dem stark verminderten französischen (—1719), deutschen (—725) und italienischen (—193) Grenzverkehr. Obschon alle andern Staaten mit grössern Kontingenten vertreten waren, so konnte das durch Frankreich, Deutschland und Italien bedingte Minus von 2637 Einheiten nur in beschränktem Masse aufgehoben werden. Wenn wir die Ergebnisse des laufenden Jahres verfolgen, so zeigt einzig der' Monat Januar gegenüber den vorjährigen Betriebsabschnitten eine leichte Zunahme während vom Februar bis Mai alle Monate mit kleineren oder grösseren Einbussen abschlössen, die sich im jüngsten Berichtsabschnitt auf nicht weniger als 8872 Einheiten erhöhte, so dass das diesjährige Minus von Anfang Januar bis Ende Mai gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode bereits 10,929 Wagen beträgt, während 1934 gegenüber 1933 ein Plus von 18,249 Motorfahrzeugen brachte. Die Entwicklung des internationalen Autotourismus im laufenden Jahr muss zu denken geben, da man sich in weiten Kreisen allgemein der Auffassung hingab, als ob die Schweiz auf den ausländischen Automobilisten nach wie vor wie ein Magnet wirke. Obschon der Benzinpreis im gewissen Sinne bei wns als bescheiden betrachtet werden darf, so hat er dessen ungeachtet immer noch eine Höhe, die unter den heutigen Verhältnissen keineswegs als attraktiv für den Ausländer angesehen werden darf, umsomehr, als nur Deutschland, Frankreich, Belgien und Italien höhere Ansätze haben, während die übrigen kontinentalen Länder teilweise tiefere Benzinpreise aufweisen. Allerdings ist die rückläufige Bewegung des ausländischen Autotourismus zum grössten Teil auf die schlechten Witterungsverhältnisse zurückzuführen, wie auch auf devisentechnische Massnahmen, trachten doch viele Länder darnach, durch rigorose Zollbestimmungen die Inländer vor Auslandsreisen abzuschrecken. Naturgemäss können wir gegenüber derartigen Zuständen nicht viel ausrichten, dagegen glauben wir, dass dem anhaltenden Verkehrsrückgang vom Februar bis Mai noch tiefere Ursachen zugrunde liegen, die zum grossen Teil auch mit. den verkehrspolitischen Verhältnissen in unserem Lande zusammenhängen. Wenn nun im Kampf um den Ausbau der Alpenstrassen unsere oberste Landesbehörde glaubt, trotz eines kleinen Benzinzollaufschlages den ausländischen Autotourismus in seiner bisherigen Höhe beibehalten zu können, so zeigen schon die bisherigen Monatsergebnisse, dass diese Ansicht mit den tatsächlichen Verhältnissen nicht in Uebereinstimmung gebracht werden kann. Die Ausgaben für den Ausländer, die er in der Schweiz zu machen hat, sind immer noch, gemessen an den ausländischen Preisansätzen, zu hoch, so dass der relativ niedrige Benzinpreis kaum mehr als attraktives Moment bezeichnet werden darf. Deshalb müssen Mittel und Wege gesucht werden, um den abnehmenden Strom ausländischer Automobilisten zu stoppen, da wir notgedrungen auf deren Millionen angewiesen sind, die sie uns zur Aktivierung der Zahlungsbilanz ins Land hineinbringen. Dazu gehört in erster Linie der Ausbau der Alpenstrassen ohne weitere Belastung der in- und ausländischen Motorfahrzeuge und vermehrte. Oeffnung-, von ;Paßstrassen twährejnd der^intersaison. Wy. Der englische Bremsbelag N«*i Verkehrserziehungswoche In Zürich. V. Nachdem -die Stadt Basel in sehr eindrücklicher Weise igezeigt.hat, wie man den Verkehr sehr von den störenden und irreführenden Geräuschen befreien kannj -will nun auch Zürich einmal wieder einen Anlauf nehmen und den Versuch mächen, die Strassenbenützer zu grösserer Disziplin zu erziehen, nachdem verschiedene frühere Versuche sich jedesmal ziemlich rasch im Sande verlaufen haben, «nd immer alles beim alten geblieben ist. \ Vor allem sollen die Motorfahrzeugführer daran gewohnt werden, alles unnötige Hupen zu unterlassen. Wer es erlebt hat, wie viel angenehmer manYschon seit einem halben Jahre in Basel fährt (und mit welcher Höflichkeit man als ausserkantonaler. Fahrer darauf aufmerksam gemacht wird, dass nicht gehupt werden soll), wird diese Massnahme- ganz besonders begrüssen. Die formalrechtrliehe Grundlage findet die Zürcher Verkehrspolizei in-Artikel 20 des Motorfahrzeuggesetzes: «Die Warnvorrichtung igt zu gebrauchen, wenn es die Sicherheit des Verkehrs erfordert», und in Art. 40 der" bundesrätlichen VollziehüngsVerordnung: «Der grundlose und übermässige Gebrauch der Warnvorrichtung ist untersagt.» Die Vorschrift des Gesetzes soll möglichst eng, diejenige der Vollziehungsverordnung möglichst weit ausgelegt 'werden, mit •dem Erfolge, dass sozusagen alles Hupen ausgeschaltet wird, das nicht ganz dringender Notwendigkeit entspringt. ; In zweiter Linie will man das für Zürich bis jetzt; immer noch unlösbar gebliebene Problem anpacken, die Fussgänger zur Einhaltung der primitivsten Verkehrsregeln anzuhalten. Im ersten "^Artikel der "Vorschriften über die Strassen- und Verkehrspolizei, die seit 22 Jahren in Kraft sind, heisst es, dass «die Ueberquerung von Strassen rasch und auf dem kürzesten Wege erfolgen muss.» In dem seit Erlass dieser Vorschrift verflossenen Vierteljahrhundert hat die Polizei nur hie und- da Versuche gemacht, der Bestimmung Geltung im Verkehr zu verschaffen, diese aber jeweilen bald wieder aufgegeben. Die Folge davon sind' die • trostlosen Zustände, die jedem Befahrer der Strassen in Zürich zur Genüge bekannt sind. Auch die Anlegung von Fussgängerstreifen an den wichtigeren Verkehrspunkten hat hieran nichts geändert, da sich die Fussgänger um sie ebenso wenig kümmern wie um die optischen Signale. Das soll nun anders werden. Man wird Polizisten an die Fussgängerstreifen stellen, und vom 1.-~T7. Juli werden die Fussgänger darüber belehrt werden, was diese Streifen eigentlich bedeuten. Dazu bedarf es natürlich eines beträchtlichen Aufgebotes an Polizeimannschaften. Es werden daher, wie Polizeiinspektor Dr. Wiesendanger in -e|aer Presseorientierung mitteilte, für diese Woche etwa. 80 Mann zu Fuss und 30 auf Motorrädern aus. der übrigen Mannschaft herausgezogen und für die Zwecke der Verkehrserziehung eingesetzt :*rerden. Das soll stadtkreisweise geschehen, da für ,eine ausreichende Besetzung der ganzen Stadt nicht genug Mannschaften zur Verfügung .stehen. Inr besondereit wird der Stadtkreis 1, also das r? fii,ifptsaäKlichste Verkehrsgebiet, am Montag und ßisit*ge«deE2«£wähfiten Woche- »unter:;verseMrfter Aufsicht stehen. Von Beginn der Verkehrserziehungswoche an soll über allen wichtigen Zugangsstrassen der Stadt und über allen wichtigen Kreuzungen "und Plätzen im Stadtinnern ein gleichlautender Text zu lesen sein: «In Zürich wird selten gehupt, dafür vorsichtig gefahren.» Da man ja auch die Fussgänger erfassen will, sollen 80,000 bis 100,000 Flugblätter von Polizisten in Uniform verteilt werden, die für «Takt und Disziplin im Strassenverkehr» werben. Darüber will die Zürcher Stadtpolizei; die ihre Verkehrswoche gewissennassen als eine gesamtschweizerische Angelegenheit betrachtet, auch das Radio in Anspruch nehmen: jeden Tag sollen 3—5 Minuten lang am Mikrophon die wichtigsten Anweisungen für die Strasgenbenützer durchgegeben werden. Uebrigens soll der vermehrte Mannschaftsbestand, der in der Verkehrserziehungswoche auf der Strasse sein wird, auch dazu benützt werden, die Motorfahrzeuge in vermehrtem Masse zu kontrollieren, z. B. darauf, ob seit der letzten Zulassung zum Verkehr unerlaubte Hupen eingebaut worden sind, auch auf den Zustand der Bremsen usw. Es ist nur zu wünschen, dass die Hauptaufgabe der Verkehrserziehungswoche von den untergeordneten Organen nicht mehr in diesem Sinne eines verschärften Vorgehens gegen die Mptorfahrzeuge, sondern wirklich in der Verkehrserziehung erblickt werde. Vielleicht gelingt es dann doch endlich, Zürich hinsichtlich der Abwicklung des Verkehrs auf ein Niveau zu bringen, wie es andere Schweizerstädte schon haben.. Eine Neuerung der SBB. Es ist seit geraumer Zeit von den in den linksufrigen Seevororten Zürichs wohnenden Motorfahrzeugbesitzern sehr unangenehm empfunden worden, dass der vielbefahrene Niveauübergang bei Wollfshofen im Zuge der linksufrigen Seestrasse sehr oft dem Strassenverkehr geschlossen ist. Man war hierbei auch der Auffassung, dass die Sperrzeiten oft etwas allzu reichlich bemessen waren und trotz Rücksichtnahme auf die Verkehrssicherheit eine Verkürzung derselben möglich wäre. Auf Veranlassung der Sektion Zürich des ACS haben sich nun die SBB bereit erklärt, versuchsweise eine Besserung in der Weise vorzunehmen, dass bei den in Kilchberg anhaltenden Zügen die Barrieren beim Niveauübergang Wollishofen erst dann geschlossen werden, wenn ein Zug die Station Kilchberg schon verlassen hat und das Annäherungssignal ertönt. Dadurch dürfte es nun möglich sein, die Länge der Sperrzeiten etwas zu kürzen, ohne dass dadurch die Verkehrssicherheit leidet. Die SBB machen, aber darauf aufmerksam, dass sich die Neuerung auf die Dauer nur durchführen lässt, wenn die Automobilisten und Motorradfahrer die Barrieren unbedingt und ausnahmslos als geschlossene Schranken respektieren. Durch den Missbrauch, bei eich schliessender Barriere noch mit dem Wagen unter derselben durchfahren zu wollen, wird der Bahnverkehr ausserordentlich gefährdet, wobei die Automobilisten selbit Gefahr laufen, innerhalb der Barrieren eingeschlossen zu werden. Es geht daher ein dringender Appell an alle Motorfahrzeuglenker, inskünftig genauf auf die Schliessbewegungen der Barrieren beim Niveauübergang Wollishofen zu achten, ansonst die SBB geflötigt -wären," wiederum züitf• .bisherigen Modus der länger dauernden Sperrzeiten zurückzukehren. Zu verkaufen guterhaltener Chrysler SIX, Sedan, hydraul. 4-Rad-Brems., 17,9 PS, 4/5-pl. Preis 500 Fr. — Gefl. Off. unt. Chiffre 68146 an die Automobil-Revue, Bern. ESSEX 4tür. Limousine, Mod. 29, 13 PS, in sehr gutem Zustand. Preis Fr. 1150.—. K. Lampert, Widmerstrasse 1, Zürich. 68217 Spritzen Sie Ihr Auto selbst Sie können es bei anbedeutenden Auslagen während Jahren wie neu erhalten. 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