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E_1935_Zeitung_Nr.058

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12 AUTOMOBIL-REVUE

12 AUTOMOBIL-REVUE 1935 - N° 58 Autofahrverbot auf dem Uetliberg. (Aus dem Bundesgericht.) Das eidgenössische Automobilgesetz (MFG) ermächtigt in Art. 2 den Bundesrat, für den allgemeinen Durchgangsverkehr notwendige Strassen in vollem oder beschränktem Umfange für Motorfahrzeuge und Fahrräder of- schrift berufen, wenn in gleichen Fällen den Anwohnern vom Kanton Ausnahmen gewährt worden wären. Sie haben dies jedoch nicht nachgewiesen. Im vorliegenden Falle handelt es sich um eine lange, von einer einzigen Strasse durchzogene Strecke; würde trotz des allgemeinen Verbotes den Anwohnern die Benützung ihrer Wagen und die Belieferung mit Motorlastwagen erlaubt, so befände sich fast immer ein Wagen unterwegs und die Absicht der Regierung, den Spaziergän- fen zu erklären; dagegen können die Kan-gertone die dem Durchgangsverkehr nicht ge- Weg zu sichern, wäre nicht erreicht. Diese einen vom Motorverkehr unberührten öffneten Strassen gemäss Art. 3 der Be-Absichnützung durch Motorfahrzeuge verschliessen. Interesse und vermag ein allgemeines Verbot liegt aber durchaus im öffentlichen Durch einen zürcherischen Regierungsratsbeschluss vom 30. November 1933 wurde den Zugegeben ist, dass die Beschwerdeführer zu rechtfertige». Motorfahrzeugen die von Gattern über Ringlikon auf den Uetliberg führende Strasse, so- besonders schwer betroffen werden und dass als Anwohner durch das allgemeine Verbot wie die sog. Qratstrasse von Hinter-Buchenegg nach Station Uetliberg untersagt. Die In- dem Einzelinteresse vorgeht, doch in der dem der Staat, wenn auch das Gemeininteresse haber der vier Restaurants auf dem Uetliberg Einzelnen auferlegten Beschränkung nicht weiter gehen soll, als es das Allgemeininteresse erfordert. Lässt auch der angestrebte Zweck eine allgemein den Anwohnern gewährte Ausnahme nicht zu, so ermächtigt doch der Regierungsbeschluss die Baudirektion, den Benutzern dieser Grundstücke auf Verlangen und unter sichernden Bedingungen ausnahmsweise den Transport von Gütern mit Motorlastwagen zu gestatten; auf Grund dieser Vorschrift sollte es den Behörden möglich sein, die mit dem Verbot verbundenen Härten in angemessener Weise zu mildern. TROPIC-AIRE auch in Ihrem OMNIBUS. Die anerkannt beste Heizung. JETZT EINBAUEN. Borsari & Meier, Zürich Telefon 20.597 Nur •k« Originalersatzteile geben Ihnen volle Sicherheit. - Wir führen komplette Lager für die Marken: PLYMOUTH - CHRYSLER DE SOTO - OPEL FARGO - BLITZ Billigste Preise, prompter Versand nach auswärts. RITZI & WAGNER, AM RISWIL Centralgarage Telefon 500 Wasserdichte Decken In anerkannt erstklassiger Ausführung STAMM & Co., Deckenfabrik, EGLISAU Zur Postkonzession B. Bemerkungen zu einem Bundesgerichtsurteil. In unserer Nr. 55 berichteten wir über das Urteil des Bundesgerichtes in Sachen Winterfahrten nach Engelberg der Zürcher Firma Welti-Furrer. Von gut unterrichteter Seite erhielten wir diesbezüglich noch einige Aufklärungen, die wir unserem Leserkreise nicht vorenthalten möchten : Die A. Welti-Furrer A.-G. führte schon seit Einführung der Postkonzession B. im Jahre 1927 nach mehreren Ausflugszielen Gesellschaftsfahrten aus, so auch nach Engelberg. Für alle diese Fahrten wurde der Unternehmerfirrha die Postkonzession B 1 ERSATZTEILE und der Besitzer einer an der Gratstrasse liegenden Villa reichten gegen dieses Verbot beim Bundesgericht staatsrechtliche Rekurse ein, wobei sie namentlich geltend machten, das Eigentumsrecht schliesse auch ein. Recht auf den Zugang zur Besitzung in sich und der Regierungsbeschluss verletze daher die in der Kantonsverfassung enthaltene Eigentums- Starantie und wohlerworbene Rechte der Beschwerdeführer. Durch Entscheid vom 11. Juli hat das Bundesgericht (staatsrechtliche Abteilung) diese Beschwerden abgewiesen. Das MFG grenzt nur die Anwendung des Bundesgesetzes ab von den Hoheitsrechten der Kantone, es gibt daher keine Antwort auf die vorliegende Streitfrage, ob bei einem für eine Strasse erlassenen Motorfahrzeugverbot der Kanton verpflichtet sei, den Anwohnern eine Ausnahme zu gewähren. Die Strasse ist für den Gemeingebrauch bestimmt, den der Kanton aus polizeilichen Gründen einschränken kann. Der Eigentümer eines an der Strasse gelegenen Grundstückes übt den Gemeingebrauch in besonders intensiver Weise aus; aus diesem Umstände und nicht etwa aus einem dem Eigentum entspringenden Sonderrechte erklärt sich auch die von der kantonalen Gesetzgebung eingeführte Beitragspflicht des Eigentümers beim Bau und der Verbesserung der Strasse. Beim Erlass eines Verbotes darf der Staat den in Art. 4 der Bundesverfassung gewährleisteten Grundsatz der Rechtsgleichheit nicht ausser acht lassen und die Beschwerdeführer würden sich mit Recht auf diese Verfassungsvor- FORDSON- ERSATZTE I LE Grösstes Lager für alle Modelle Occaslons-Teile Prompte Spedition Nachts offen Konr. Peter & Co., AG. Tou ring-Garage SO LOTH U RN Telephon 1000 FORD Lastwagen 1—154 T., mit geschloss. Führerkabine, in Ia, Zustand. DODGE Lastwagen VA—2 T., 6 Zyl., 3,80 m lange Brücke, hydraul. Bremsen. 68536 FORD Camlonnette Sechszylinder, 14 PS, hydr. Bremsen, splitterfreies Glas u. allem modernsten Komfort, fabrikneu, m. Garantie, zu sehr billigem Preis verkäuflich. Sehr rassig und sparsam im Betrieb. Offerten unter Chiffre Z 3395 an die Automobil- Revue, Büro Zürich. der nicht pfeift und rassig in der Bremswirkung ist A. WUST-REBSAMEN RÜTI-ZÜrich CHRYSLER, 4türig, Mod. 70, Erstellungsjahr 1931, sehr gut erhalten. WHIPPET, 6 Zylinder, 4türig, in gutem Zustand. « für regelmässige Fahrten, für die die Reisenden wieder an den Ausgangspunkt zurückgeführt werden, sog. Rundfahrten » ausgestellt. Diese Konzessionen galten jeweils für das ganze laufende Jahr. Die Fahrgäste fuhren mit dem Gesellschaftswagen nach Engelberg, benutzten dort den Aufenthalt zu Ausflügen und Hochgebirgstouren, zum Klettern, Baden, Tanzen, zu Besuchen usw. und fuhren dann mit dem gleichen Fahrzeug wieder zurück. Dem Zuge der Zeit folgend benutzten nun die Fahrgäste die Gesellschaftswagen auch, um nach Engelberg zum Skifahren zu gehen und nun kommt die Oberpostdirektion und will aus dieser neuen Tätigkeit der Gesellschaftswagenfahrgäste Kapital schlagen. Sie will der Unternehmerfirma die Konzession B2 «für regelmässige Fahrten, durch die die Reisenden nicht zum Ausgangspunkt zurückgeführt werden, sog. Reisefahrten» aufzwingen und zwar aus dem einzigen Grunde, weil ihr diese Konzessionsart gestattet, höhere Gebühren zu verlangen. Das Bundesgericht unterstützt die Oberpostdirektion, indem sie eine Beschwerde der Firma Welti- Furrer A.-G. abweist. Sind denn eigentlich Skifahrer andere Leute als Ausflügler und Kletterer ? Und wo bleibt da das gesunde Rechtsempfinden ? Sanierung des amerikanischen Verkehrswesens. Die Regierung Roosevelts hat seit jeher aktiv an der Sanierung der amerikanischen Verkehrspolitik gearbeitet. In jüngster Zeit sind weitere Massnahmen erlassen worden, die auf eine beschleunigte Neuordnung des Verkehrswesens hinzielen. Vor allem ist auf die dem Kongress zur Entscheidung vorliegenden Projekte hinzuweisen, welche umfassen : Regelung des Verkehrs mit Lastwagen und Autobussen, Regelung des Küstenverkehrs, Neuregelung der Kontrolle des Luftverkehrs, Aenderung der Konkursgesetzgebung zwecks beschleunigter Sanierung von Eisenbahnen. Erneut hat Roosevelt in seiner Botschaft an den Kongress vom 7. Juni a.c. die beschleunigte Annahme dieser Entwürfe hervorgehoben. Zur Fortführung der Reorganisation der Eisenbahnen empfiehlt der Präsident die Verlängerung der «Emergency Transportation Act» von 1933 um ein weiteres Jahr. Alle vorgeschlagenen Massnahmen stellen Teile eines umfangreichen Projektes zur Vereinheitlichung der gesamten Verkehrspolitik der Vereinigten Staaten dar, wie dasselbe 1933 von Eastman ausgearbeitet wurde. Als Hauptgedanke liegt der amerikanischen Verkehrssanierung die Rationalisierung des Eisenbahnwesens zu Grunde, wobei das Schwergewicht auf eine Verbesserung der Betriebsverhältnisse gelegt ist, die durch Abgrenzung des Wettbewerbes und durch Kostensenkung erzielt 6-800 kg Tragkraft. Sämtliche Wagen sehr günstig. Naef, Garage, Langensehr wenig gefahren, 13 PS, Kasko und Fahrbewilligung für 1935 bezahlt, mit aller Garantie. Preis Ihal. Telephon 7.63. sehr günstig. 68662 Ani. 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N* 58 - 1935 U Stvassen Zur Sirasse Vitznau-Gersau. Es gehen uns immer wieder Klagen über den teilweise jammervollen Zustand dieses Strassenstückes zu, so dass wir uns veranlasst sahen, in der Angelegenheit an den Kur- •verein Gersau zu gelangen, der uns nun die Verhältnisse wie nachstehend schildert: Obwohl die Strasse Vitznau-Gersau seit Jahren dem interkantonalen und internationalen Durch- ' gangsverkehr dient, ist sie von der Nase bis zum Dorfe Gersau immer noch Gemeindestrasse. Die Gemeinde Gersau hat für die Erstellung dieser Strasse in den JahTen 1885/86 grosse finanzielle Qpfer gebracht und musste die für den Strassenbau aufgenommenen Gelder bis in die letzten Jahre verzinsen und amortisieren. Durch die Entwicklung des Automobils ist diese — vorher dem nahen Ortsverkehr dienende — Strasse zu einer wichtigen Automobildurchgangsstrasse geworden. Da aber Gersau aus dem Autoverkehr keine direkten Einnahmen irgendwelcher Art bezieht, ist es klar, dass es durch den Ausbau dieser Strassenstrecke nicht eine neue srosse Schuld sich auferlegen darf, die es kaum verzinsen, geschweige denn je amortisieren könnte. Denn der richtige Ausbau der Strasse, wie er zwischen Vitznau und der oberen Nase durch den Kanton Luzern erfolgt ist, würde auf 800 000 bis i 000 000 Fr. zu stehen kommen. Die Behörden von Gersau haben sich in den letzten 10—15 Jahren ununterbrochen bemüht, den für den Kurort Gersau sehr nachteiligen und schädigenden Zustand der Gersau-Vitznauerstrasse auf irgendwelche Weise zu beheben und einen den heutigen Verhältnissen entsprechenden Ausbau mit Hilfe des Kantons zu bewirken. Leider sind diese Eingaben bis jetzt ohne praktischen Erfolg geblieben. Einerseits weigerte sich der Kanton, der Gemeinde diese Strasse abzunehmen und als Kantonsstrasse zu erklären; anderseits berief er sich auf seine schlechte Finanzlage, mit dem Hinweis, dass er zuerst die bisherigen Kantonsstrassen-Strecken ausbauen müsse und Konsequenzen halber nicht Gemeindestrassen selbst ausbauen oder an deren Ausbau grosse Beiträge leisten könne. Der Bezirksrat Gersau wandte sich in dieser Angelegenheit auch schon (1931) an den schweizerischen Automobil- Club in Zürich und den schweizerischen Touring- Club in Genf mit dem Ersuchen, sie möchten seine langjährigen Bestrebungen auf Schaffung besserer Zustände auf dieser Strassenstrecke beim Kanton unterstützen. Aber auch diese Schritte sind ohne Erfolg geblieben. Am 12. Oktober 1934 hat sodann der Bezirksrat Gersau — unter Kenntnisgabe an den Regierungsrat des Kantons Schwyz — eine ausführliche Eingabe an das Eidg. Volkswirtschaftsdepartement gerichtet, mit dem Gesuche, es möchte den Ausbau dieser Strassenstrecke in das eidgenössische Arbeitsprogramm aufnehmen und für die baldige Durchführung des Ausbaues — sei es auf Kosten der Eidgenossenschaft, sei es unter finanzieller Mithilfe des Kantons Schwyz und des Bezirkes Gersau — einstehen. Auf diese Eingabe ist jedoch nie eine Antwort erfolgt. Als dann vom Eidg. Departement des Innern die Kantone eingeladen wurden, ihre Anmeldungen für die Subventiönierung des Ausbaues der Alpenstrasse durch den Bund einzureichen,; wandte sich der Bezirksrat Gersau an den kantonalen Regierungsrat mit dem "Ersuchen, er möchte sich darum bemühen, dass der Ausbau der Gersau-Vitznau-Strasse in das Programm des Alpenstrassen-Ausbaues aufgenommen werde. Der Regierungsrat hat diese Anmeldung zugesichert und das kantonale Strassenbau- Inspektorat mit der Durchführung der zur Anmeldung nötigen Vorarbeiten beauftragt. Ob dieser Schritt Erfolg haben und zum Ausbau der Vitznauerstrasse in den Jahren von 1936—40 führen wird, ist abzuwarten. 4 Aus dieser Darstellung ersehen Sie, dass die ^Behörden von Gersau alles getan haben, was in ihrer Möglichkeit liegt. • Ein neuer Strassenausbauversuch. Vor einigen Tagen wurde in Romanshorn unter der Aufsicht des thurgauischen Strassen- und Baudepartements ein Strassenausbauversuch durchgeführt, der für di Herrn Laur zu hören vermag? P. S. in Z. T. C. S. Autosektion Aargau Der Vorstand hat in der letzten Sitzung einstimmig beschlossen, die Gymkhana im Schachen Aarau abzuhalten, und zwar am 1. September. Dieselbe soll interkantonal durchgeführt werden. Ferner wurde einstimmig beschlossen, das Seenachtfest nicht abzuhalten, einerseits der Kosten wegen und anderseits im Hinblick auf die grosse Beanspruchung der Mitglieder für die weitern vorgesehenen Clubanlässe. 21 neue Mitglieder konnten in die Sektion aufgenommen werden. Zum Schluss möchten wir die Mitglieder nochmals ermuntern, an der Sternfahrt vom 21. dies recht zahlreich teilzunehmen, diese Picknickfahrt mit Wettbewerb wird sicher allen in guter Erinnerung bleiben. -i- Sternfahrt nach dem Gottschalkenberg. Bei günstiger Witterung veranstaltet die Sektion am Sonntag, den 21. Juli eine Sternfahrt nach dem Gottschalkenberg. Bei schlechtem Wetter wird die Fahrt, auf den 28. Juli verschoben. Der Start erfolgt auf dem Eisiplatz vor dem Roten Haus in Brugg von 8—§Vt Uhr morgens, wobei die einzelnen Abfahrten in Abständen von 1—3 Minuten stattfinden. Das Ziel befindet sich auf der Höhe Punkt 1085, Kulminationspunkt der Strasse Oberägeri-Benau. In der letzten Nummer der «A.-R.» ist ausführlich über diese Veranstaltung berichtet worden. Wer an der Sternfahrt nicht mitmachen will, der fahre direkt auf den Gottschalkenberg über Zug - Oberägeri oder Pfäffikon - Schindellegi und die Fahrten während den ersten drei Tagen: Luzern über Stilfserjoch nach Bozen und über die drei bekannten Dolomitenpässe Karrer-, Pordoi- und Falzeregopass nach Cortina und Misurinasee, wie auch den 7. Tag von Brescia über Como, Bellinzona, Lukmanier, Oberalp, Luzern. Zur Auswahl steht die eigentliche Dolomitenfahrt mit Variante A: Cortina, Venedig, Padova, Vicenza, Verona und Gardone und Variante B: Toblach, Brixen, Vipiteno, Jungfraujoch. Mittagessen im BeTghaus Jungfraujoch. Rückfahrt nach Grindelwald mit Aufenthalt auf der Kleinen Scheidegg. Die Kosten pro Person belaufen sich auf nur Fr. 45.^-, alles inbegriffen (Nachtessen, Uebernachten, Ball, Frühstück, Mittagessen auf Jungfraujoch, Bahnfahrt Grindelwald- Jungfraujoch retour, Service, Kurtaxen). Anmeldungen sind unserem Sekretariate in Aarau, Tel. 20.60, einzureichen. Nachdem es uns möglich war, ein äusserst günstiges Arrangement zu vereinbaren und den Mitgliedern den Besuch dieses einzigartigen Aussichtspunktes in unserer Bergwelt zu einem ganz vorteilhaften Preise zu ermöglichen, möchten wir sie auffordern, unserer Einladung recht zahlreich Folge zu leisten. Schweizerische Gesellschaft für das Studium der Motorbrennstoffe. Die fünfte ordentliche. Generalversammlung der Studiengesellschaft fand dieses Jahr am 27. Juni in Luzern statt. Sie war beschickt von Vertretern des Eidgenössischen Militärdepartementes, der Eidgenössischen Inspektion für Forstwesen, der Postverwaltung, sowie von' den der Gesellschaft angeschlossenen- kantonalen Regierungen und privaten Organisationen der Industrie und des Verkehrs. Neben der Behandlung der ordentlichen •Traktanden, wie des administrativen Jahresberichtes, der Jahresrechnung usw. nahm namentlich der Bericht des Präsidenten der Technischen Kommission, Herr Prof. Dr. Schläpfer, das Interesse der Versammlungsteilnehmer in, Anspruch. Er referierte über den gegenwärtigen Stand der. Verwendung von Holzgasgeneratoren für den Fahrzeugbetrieb und beleuchtete die verschiedenen bei den Untersuchungen und in der Praxis aufgetretenen Schwierigkeiten. Es handelt sich vor allem um Materialund Reinigungsfragen. Da die Studiengesellschaft über die durchgeführten Untersuchungen und Erhebungen einen eingehenden Bericht erstatten wird, sei an dieser Stelle auf ihn verwiesen. Dieser Bericht wurde durch Mitteilungen des Herrn Ing. Endtner, Chef des Kurinspektorates der Eidgenössischen Oberpostdirektion, ergänzt, indem die Postverwaltung bereits drei mit Holzgas betriebene Motorfahrzeuge verwendet. Es sind dies verschiedene Generatorsysteme, die hier genauestens kontrolliert und in der Praxis ausprobiert werden. Die Postverwaltung leistet damit der Allgemeinheit einen grossen, nicht zu unterschätzenden Dienst. Herr Oberförster Winkeltnann, Direktor der an die Schaffung eigentlicher Holztankstellen ge- p dacht werden. Es lassen sich jedoch einzelne Zentralen einrichten, die mit der nach Angaben der Forstwirtschaftlichen Zentralstelle konstruierten und sich bewährenden Holzzerkleinerungsmaschine ausgerüstet sind und die die Verteilung des Brennstoffs an die verschiedenen Verbraucher besorgen. Die Trocknung des Holzes ist vorderhand auf natürlichem Wege am billisten. Allerdings sind bereits im Auslande künstliche Trocknungsanlagen im Gebrauch, die noch günstigere Resultate zeigen sollen. Im Zusammenhang damit wird ebenfalls die Möglichkeit der Verwendung von fertigem Gasholz zu Heizzwecken geprüft. Herr Dr. Winkelmann erwähnte schliesslich die Bedeutung der Verwendung von Lignin, einem Nebenprodukt der Alkoholgewinnung durch die Holzverzuckerung, das als Brennstoff für Generatoren gut verwendbar ist. In Anschluss daran erfolgten Mitteilungen des Präsidenten, Herrn Fr. Hostettler, Bern, über die neuesten Entwässerungs- und Reinigungsmethoden für Alkohol, die ein bedeutend rationelleres Arbeiten erlauben als bisher. Diese Tatsache ist im Hinblick auf die ständig angestiegenen Alkoholvorräte in der Schweiz und der damit verbundenen Notwendigkeit zu neuen Verwendungsarten von grösster Bedeutung. Eine allgemeine Aussprache gab Anlass zu wei- macht, die Brauchbarkeit von Spaiprodukten- und Oberschmiermitteln einer gründlichen Prüfung zu unterziehen. Ferner sollen systematischö • Untersuchungen von Dieselmotorbrennstoffen" zur Ausführung gelangen. Durch den kürzlich erfolgten erheblichen Aufschlag der Benzin- und Rohölzölle und der damit verbundenen Verteuerung der Motorbrennstoffe hat das Studium aller einschlägigen Fragen auf dem Gebiete der Motorbrennstoffe auch bei uns erhöhte Bedeutung erlangt. Es ist schon deshalb dringend zu hoffen, dass sämtliche interessierten Kreise auch in Zukunft die Bestrebungen der Studienge-' Seilschaft unterstützen und fördern werden. Dabei darf nicht ausser Acht gelassen werden, dass wiphl in keinem andern Land derartig ^weitgehende' wissenschaftliche Untersuchungen mit so bescheidenen Mitteln durchgeführt werden können, indem dies nur möglich ist dank der vollständig freiwilligen und unentgeltlichen grossen Arbeit der Technischen. Kommission und der administrativen Leitung. 1 ''• •'' In diesem Sinne wurde auf Antrag des Vertreters der Eidgenössischen Inspektion für Forstwesen einstimmig der Beschluss gefasst, es sei an die kompetenten Behörden der Antrag zur Prüfung zu Kantonalverband bernischer A. C. S. - Sektionen. Nächsten Sonntag, den 21. Juli, treffen sich die unterbreiten, die mit einheimischen dem Kantonalverband angeschlossenen bernischen A. G. S. - Sektionen zu igemeinsamem Picknick an einem der schönsten bernischen Lagerplätze zwischen Les Gen evez undLeCernil. Der Picknickbetrieb setzt ab 10 Uhr mit dem Frühkonzert des Orchesters «Stammbach Freres» von Tramelan ein und dauert bis 16 Uhr. Von den Seeländern mit Umsicht vorbereitet, verspricht der Anlass einige Stunden froher Kameradschaft. Das einladende Programm sieht alle Attraktionen einer Kirchweih vor: Sennenball, Bogenscbiessen, Kegeln, Ballenwerfen und Wurstfangen. Das mit einem Wanderpreis .bedachte Fussballtournier muss nun nach nochmaliger Inspektion des Picknickplatzes einem Handballturnier Platz machen. Anmeldungen für das Picknick werden von den Sektionssekretariaten in Bern? Biei und Burgdorf bis Freitag, 19. Juli, 18 TJhr, in Ausnahmefällen noch bis Samstag nachmittag angenommen. Bei zweifelhafter Witterung ist ab Samstag, 20. Juli, 17 Uhr, ein Telephon-Auskunftsdienst eingerichtet. Die Telephonstellen Bern Nr. 11, Biel Nr. 11 und Burgdorf Nr. 400 sind ab diesem Zeitpunkt über die endgültigen Absichten der Veranstalter unterrichtet. Aus den a« Brennstoffen betriebenen Motorfahrzeuge ganz oder zum mindesten teilweise von den direkten Steuern zu befreien, in der Erwägung, dass dieser Massnahme wichtige Landesinteressen zugrunde liegen. Yerschiedenes Mitteilung an die Automobil- und Motorradfahrer! Sonntag, den 21. Juli wird das _6. Zuger Kantonale Mannschaftsfahren auf folgender Strecke, ausgefahren: Start in Oberwil bei Zug, nach" Zug, Baar, Steinhausen, Kreuzstrasse," Hagendorn'," Sinserbrücke, Hünenberg, Holzhäusern, Cham, Zug mit Ziel in Oberwil. Wir bitten die Herren Automobilisten, den Anordnungen der Kontrollorgane Folge zu leisten und danken Ihnen zum vorauf für die Berücksichtigung unseres Wunsches. ' ; ,; 7 Das Organisationskomitee. Aulomobdlwivfschafft Konkurseröffnung. • .,. Oetiker & Co., Motorwagenfabrik, Zürich. Hans Reber und Joseph Koch sind aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Eros Rizzi, Automobilkarosserien, Giubiasco. Inhaber der Firma ist Eros Rizzi 'in Bellinzona. Betrieb einer Automobilkarosseriewerkstätte. Arthur Bally, Garage. Avenches. Inhaber der Firma ist Arthur Bally in Avenches. Betrieb einer Autogarage und Reparaturwerkstätte. Stella-Garage, AG., Zürich. Konkurseröffnung vom 25. Juni. Gläubigerversantmlung- 25... Juli. Eingabefrist bis 13. August. Garage de l'Est S. A., Lausanne. Konkurseröffnung vom 5. Juli. Summarisches Verfahren. Eingabefrist bis 30. Juli. Kapitaländerung: Scintilla AG., Solothurn. Das bisherige Aktien« kapital von 5 Millionen wurde auf 2 Millionen Fr. reduziert, durch Abschreibung der auf 500 Fr. lautenden Aktien auf 200 Fr. Gleichzeitig wurde das Grundkapital wieder um 2,5 Millionen Fr. erhöht und beträgt jetzt 4,5 Mill. Fr., eingeteilt in 22.500 voll einbezahlte Inhaberaktien zu. je 200 Fr. In den Verwaltungsrat wurden neu gewählt: 0. Guhl, Dr. 0. Guhl und H. Mahler, alle in Zürich. Als Generaldirektor wurde H. Huguenin, Ingenieur, gewählt; Benzinvertriebs A.-G. Zürich. Die Generalversammlung beschloss die Erhöhung des Aktienkapitals von bisher Fr. 5000.— auf Fr. 100 000.—.' Sie wurde durchgeführt durch Ausgabe von 190 auf den Namen lautende Aktien zu Fr. 500.—. Die Liberierung erfolgte durch Verrechnung mit buchmässig ausgewiesenen Guthaben. An Stelle von Mi Russi, dessen Unterschrift gelöscht wird, ist als einziger Verwaltungsrat mit Einzelunterschrift E. Hauser, Kaufmann, in Wädenswil, neu gewählt worden. Als Direktor wurde W. Hafner in Zürich ernannt. Er führt Kollektivunterschrift mit dem Verwaltungsrat. Geschäftsdomizil: Mythenquai. Forstwirtschaftlichen Zentralstelle der Schweiz,, berichtete ferner über die. mit namhafter finanzieller Unterstützung der Studiengesellschaft durchge- Henri FrüdeVic Reymond, Garage, Genf. Di« Firmenlöschung: führten Untersuchungen über die Bereitstellung Firma wird infolge Aufgabe des Geschäftes im und Aufbereitung des notwendigen Gasholzes. Sorgfältige Prüfungen ergaben, dass geäusserte Be- Frey-Licht AG., Zürich. Durch Beschlussv des Handelsregister eelösoht. ,•«*'• fürchtungen durchaus nicht berechtigt waren, wonach der herausgefundene Richtpreis von 5 Rp. a. o'. Generalversammlung hat sich die Gesellacha'ft pro kg getrocknetem und zerkleinertem Gasholz aufgelöst. Die Liquidation ist als durchgeführt ernamentlich in Gebirgsgegenden nicht eingehalten klärt worden. Die Firma wird gelöscht. Si werden könnte. Es kann somit der Preis des Holzes auf einheitlicher Basis in der ganzen Schweiz Garage Moderne, S. A., Yverdon. Das Verfah- Schluss des Konkursverfahrens: ' •"*"'*" aufgestellt werden. Was die Organisation der Holzverteilung anbetrifft, so kann vorderhand weniger 26. Juni als geschlossen ren wurde durch Verfügung des Gerichtes vom erklärt