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E_1935_Zeitung_Nr.059

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:AUTQMOBJL-REVUE Stwima&qeMied Heinrich Lämmlm. Vorbei 'die Zeit der Träume, Vorbei das letzte Hoffen. Sturmvogel singt sein Lied: ~ Narr, ziehe jetzt hinaas. — Es'eilt die Zeit, die Zeit entflieht; Dir blüht kein Glück im stillen Haus;\ Kein Sehnen misst die Räume, Die Welt nur steht dir offen. Die unser Leid durchzieht. Da trag dein Leid hinaus. Vorbei des Glückes Tage. Sturmvogel fliegt und schreit Von seinem Leid, von deinem Leid. —» ' Was nützt dir, Narr, die Klage? — Kein Wort hat Ewigkeit. Nachdruck verboten 1935—No 59 Ein Stück Brünig lind Grimselsträsse: Im Dorf Brienz im Berner Oberland. Schreibmaschine und berichtet deutschen Blättern über brasilianische Moden. So ist das nun einmal. — Sechzig Kilometer ist die Rennstrecke lang. Eine einwandfreie, ja geradezu wundervolle Asphaltstrasse ist es, die von Rio de Janeiro nach Petropolis führt. Petropolis ist die Residenz der Millionäre und solcher, die es werden wollen, eine bezaubernde Villenund Gartenstadt. Der Weg dahin führt durch dichtesten Urwald, in dem Mistiti-Aeffchen mehr Lärm machen als ein Mercedes-Kompressor. Die Kurven dieser Rennstrecke sind sogar überhöht — was Millionäre sich doch alles leisten können. Sechzig Kilometer, das ist schliesslich wirklich das längste Bergrennen der Welt. Man klettert dabei vom Meeresspiegel tausend Meter aufwärts. Auf dieser Strecke gibt es auch schon einen Rekord. Der steht auf 33 Minuten. Ein Bugatti ist da, der gilt als Stucks schärster Konkurrent. Ein Bugatti — der ist schliesslich auch gar nicht zu verachten. Sie sagen: der Deutsche kommt mit seinem langen schweren Wagen nicht so gut durch die Kurven. Da muss er ja viel zu viel Zeit verlieren. Da haben sie auch nicht so ganz Unrecht — aber sie vergessen, dass Europas Kurvenspezialist in diesem Wagen JkÄÄfei sitzt — Zehntausende Menschen, das war das bei und ist nicht mehr zu sehen. Sie beobachten dann schon wieder den nächsten höchste, was man jemals in Brasilien an Zuschauern für ein Autorennen aufbringen Punkt und berechnen die Zeit zwischen Auftauchen des einen und des andern Wagens, konnte. Jetzt,-.—- die Strecke ist noch nicht einmal gesperrt, sind es schon deren 50,000. zwischen Auftauchen und Verschwinden. Und Das ist bei keinem Sportereignis bisher dagewesen, obgleich die Brasilianer Sportenthu- weisse Punkt ist der Mercedes. Er wächst dann wird immer noch gewettet. — Der siasten sind, jeder Mann treibt Sport und und wächst, man hört das absatzweise Heulen des Kompressors, mal kurz, mal länger, jede Frau. — Automobilsportveranstaltungen zu organisieren, das aber hat man noch nicht dann ist er da, fegt durch die Kurve, man heraus. Da können unsere amerikanischen bewundert Stucks Technik — der aber ist Freunde noch viel lernen. Es ist mehr noch schon längst über das Ziel hinausgeschossen. eine Zerstreuung, wird nicht so ernst genommen wie bei uns. Doch diesmal ist man aus rigen Rekord um mehr als 9 Minuten unter- — Er hat — so stellt man fest — den bishe- dem Häuschen. Nicht das Automobilrennen boten, von 33 auf 23,14 Minuten gedrückt. — ist es, dass sie interessiert, sondern der Mit solcher Zeit hat man niemals gerechnet. Meister des Automobils. Der Bugatti und der Fiat bleiben liegen. Die grossen,Wagen werden zuerst gestartet, .Stuck sitzt im Wagen, die Startflagge Grossen Bergpreises von Brasilien, zum Bra- In Petropolis wird Stuck, der Sieger des fällt, er ist unterwegs und braust nun die 60 silianischen Bergmeister ernannt und Paula Kilometer entlang, Kurve um Kurve, und bekommt einen herrlichen Strauss von 50 wieder diese herrlichen Geraden, dann wieder ein Labyrinth von Kurven. — Sechzig sichts dieser Pracht (und dabei rechnet sie Orchideen. Sie versinkt in Andacht, ange- Kilometer lang — mehr als zwei Nürburgrunden. — Paula, steht oben in der Nähe des kosten würden — die ihr wiederum doch aus, dass diese Orchideen in Berlin 500 Mark Ziels. Sie, .wollte am Start bleiben, man hat noch lieber wären. So sind die Menschen nun es nicht zugelassen, sie sollte das Rennen so einmal!). verleben, wie es die eingeweihten Brasilianer Stuck fährt zurück nach Rio. Da kommt er erleben. Die haben da einen Punkt, von dem kurz nach Beginn der Rennstrecke an einem aus sie die Strecke fünfzehn Kilometer weit halb verfallenen Häuschen vorbei. Er hat dort überblicken können. Da taucht dann so ein bei einem zerlumpten, langbärtigen, prophetischen Alten schon oft gehalten, während Rennungeheuer, als ganz, kleiner Punkt auf, kommt ganz langsam näher, windet sich des Trainings. Der schimpfte immer auf durch die Kurven,, verschwindet für ein Stuck, wenn er da entlangraste und er hatte Weilchen, erscheint wieder,, wesentlich gewachsen,und imtjier schneller, dann hören sie; Diese seine Ansicht änderte sich nie, änderte nur einen Ausdruck : «Ein Verrückter ! » — das Brummen des Motors und dann wächst,, : sich, auch nicht, als S^ck ihn eines Tages der Wagen riesenschnell heran, stürmt vörf' "ein Stück im Rennwagen' mitnahm. Diese (7M^ Idyll am Greifensee, ein schönes Ausflugsziel von Zürich aus. Ansicht hat sich nur unwesentlich jetzt, nach dem Rennen geändert. Stuck hält an, gibt ihm die Hand, es wird das letzte Mal sein vielleicht, dass er hier vorbeikommt. Der Alte, findet wieder nur wenige Worte: «Ein Verrückter — aber ein herrlich Verrückter!> JsUecessante £cke Brandbekämpfung auf der « Normandle». Wohl veranlasst durch die zahlreichen Brandkatästrophen in der französischen Handelsmarine — nehmen auf dem neuen französischen Riesendampfer «Normandie > die Vorrichtungen zur Brandbekämpfung einen Umfang ein, der gewichtsmässig etwa einem Prozent der Qesamtverdrängung entspricht. Sägemehl In Gummiwaren. Gummiwaren können bis zu 50'^ Sägemehl enthalten, ohne dass es ihnen äusserlich anzusehen ist. Das gute elektrische Isoliervermögen und das geringe Gewicht des Sagemehles lassen diesen Zusatz in vielen Fällen wünschenswert erscheinen. Ferien zur See auf den bekannten Dampfern der cfrerteh. J&i& Cie Gle Transatiantique Besuchen Sie das malerische Städtchen MURTEN STRANDBAD Murten Hotel Krone Terrasse und Speisesaal mit schönster Aussicht aul See und Jura. — Grosse Vereinssäle. — Moderne Kegelbahnen. M. LQdi und Fr. Disler. GENF Hotel de l'ECUi ruhige Lage am See, im Zentrum der Stadt. Aller I moderner Komfort. Zimmer ab Fr. 5.-, mit Badzimmer Fr. 8.-, Pension ab Fr. 13.-. P. 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N» 59 - 1935 Kleiner Streifzug durch die Literatur. *Ein Mann, der ohne Weib ist, lebt im Hause wie ein Wandersmann.» Was dieses alte Sprichwort sagt, das muss jeder Mann — selbst der verbissendste Junggeselle — immer wieder an sich selbst erfahren. Seinen letzten und tiefsten Sinn erhält das Leben erst durch die Liebe. Liebe und Frauen aber sind untrennbar verbunden. Man kann sich nicht zum einen bekennen, ohne um das andere zu wissen. Das ist Novalis Ansicht, wenn er schreibt: «Mit den Frauen ist die Liebe, und mit der Liebe die Frauen entstanden, und darum versteht man keines ohne das andere. Wer die Frauen ohne Liebe, und die Liebe ohne Frauen finden will, dem geht's wie den Philosophen, die den Trieb ohne das Objekt, und das Objekt ohne den Trieb betrachteten und nicht beide im Begriff der Aktion zugleich sahen,» — und weiter: «Frauen und Liebe trennt nur der Verstand.» — Ueber den Wert der Liebe für unser Leben sagt Lavater: «Reine Liebe macht den Traum des Lebens zur Wahrheit.» — Was aber ist Liebe? — Hoffmann von Fallersieben nennt sie das «grösste Wunder». («Der Wunder grösstes ist die Liebe») und Napoleon I. sagt: «Was ist Liebe? Eine Leidenschaft, welche den Erdkreis auf die eine Seite legt, um auf die andere Seite nichts zu legen, als den geliebten Gegenstand.» — Eine Leidenschaft nennt sie auch Heinrich Heine, wenn er singt: «Liebe! Sie ist die höchste und siegreichste aller Leidenschaften.» In ähnlicher Weise legt es auch Shakespeare aus: «Kein steinern Bollwerk kann der Liebe wehren; und Liebe wagt, was irgend Liebe kann.» Den Nagel auf den Kopf trifft Hippel, wenn er ausruft: «Die Liebe ist der Hauptschlüssel, der alles beim Menschen aufschliesst.» Von den Frauen und der Liebe ist es nur ein kleiner Schritt bis zur Ehe, die Krönung der Liebe, die Erfüllung der Lebensbestimmung. Hier war es der «ewige» Gotthelf, der das schöne Wort geprägt hat: «Im Hause muss beginnen, was leuchten soll im Vaterland.» — Da es kein Zuhause gibt, es sei denn in der Ehe, können wir dieses Wort ruhig auf .Sie beziehen. Was Gotthelf weiterhin über die Ehe sagt, wird immer und über alle Jahrhunderte hinweg Gültigkeit haben. Die Ehe, und Tut ihr die Familie ist für ihn die Grundlage - £fte des Staates, wie die Grundlage des Lebens überhaupt. So steht im «Zeitgeist und Bernergeist »: «Wenn einer von Haus schlägt, schlägt er auch von Gott.» Und eines der schönsten Worte aller Zeiten hat er für die Liebe selbst gefunden : « Was kein Königswort erzwingt, vermag die Liebe.» Dass er, für den die Liebe und die Ehe die Grundlage und den Inbegriff alles Guten und Hohen war, auch manches gute Wort für die Frau selbst fand, und ihren Lebenslauf, ist selbstverständlich. So sagt er einmal: « Erst gibt der liebe Gott einen Bräutigam, der schliesst das Herz auf, dann kommen Kinder und reinigen es, dann kommen Enkelkinder und erhalten es weich und warm, bis endlich Gott selbst kommt und es verklärt mit seiner Klarheit. » Auch vom Verhältnis zwischen Mann und Frau weiss er zu berichten. So erzählt er in « Hans Berner und seine Söhne» von der Ehefrau; «— welche, war der Mann daheim, ihn für ihren Herrn hielt, und war er nicht daheim, an seine Stelle trat und regierte, als wäre er es selbst.» Aber das Vreneli zieht auch die Grenze, indem es den Uli abblitzen lässt, «— ich bin nicht deine Magd, sondern deine Frau.» Ueber das Verhältnis der Ehegatten zueinander weiss auch Zschokke zu berichten: «Ehegatten gehören einander in der Not, wie am Tage des Glückes; jedes Gewitter des Lebens, jeder Sonnenstrahl trifft beide. Wenn aller andern Menschen Hilfe und Mitleiden flieht, — in der Ehe allein ist gegenseitiger und bleibender Beistand.» Ja, schon Homer und der Talmud haben sich damit beschäftigt. Homer singt: Nichts ist wahrlich so wünschenswert und. erfreuend, als wenn Mann tmd Weib, in herzlicher Liebe vereinigt, ruhig ihr Haus verwalten: dem Feind ein kränkender Anblick, aber Wonne dem Freund; und mehr noch geniessen sie selber, und im Talmud steht: « Gott hat das Weib nicht aus des Mannes Kopf geschaffen, dass sie ihm befehle, noch aus seinen Füssen, dass sie seine Sklavin sei, sondern aus seiner Seite, dass sie seinem Herzen nahe sei.» Mit zum Schönsten aber, was je über die ÄtrrowoBit-^EvOB Liebe gesagt, gesungen und geschrieben wurde, gehört das, was Frauen uns erzählten. So schreibt Bettina: «Vom Sonnenstrahl kann man keine goldenen Kronen flechten, das Haupt damit zu schmücken; und doch in dem Augenblick, wo er uns berührt, vergoldet und erleuchtet er uns,» — und an Armin: «Ich denke, wenn man ein Herz recht ernsthaft liebt, so liebt man die ganze Welt, und sie wird nur ein Spiegel für das Geliebte, wie der Strom für seine Ufer. — Die deutsche Sappho- Annette von Droste-Hulshoff klagt, nachdem sich der junge Levin verlobt hat: «Lebt wohl, es kann nicht anders sein! Spannt flatternd eure Segel aus, lasst mich in meinem Schloss allein, im öden geisterhaften Haus. Lebt wohl und nehmt mein Herz mit euch und meinen letzten Sonnenstrahl; er scheide, scheide nur sogleich, denn scheiden muss er doch einmal. — -^ Verlassen, aber einsam nicht, erschüttert, aber nicht zerdrückt, solange noch das heil'ge Licht auf mich mit Liebesaugen blickt...» Und so wird es immer bleiben- Die Frau, die Liebe und die Ehe werden zu allen Zeiten im Mittelpunkt des Lebens stehen. L. JCaisee Die Opierschale bricht in Scherben, Der Sturm löscht deiner Fackel Licht.«« Der Quell versiegt... die Sterne sterben —* Die Toten sterben nicht! so schrieb die Dichterin in ihrem «Lob der Toten». Und wahrhaft sie, die am 17. Februar 1925 die Augen für immer schloss, lebt weiter — nicht nur durch ihre Werke — sondern auch im Gedächtnis der Bevölkerung von Beckenried, die am 14. Juli das ihr gesetzte Denkmal einweihte. Isabella Kaiser wurde am 2. Oktober 1866 in Beckenried geboren. Sie ist gewissermassen ein literarisches Wunder; beherrschte sie doch die französische Sprache mit der gleichen Leichtigkeit wie ihre Muttersprache. Das versteht man erst, wenn man erfährt, dass sie lange Jahre in der welschen Schweiz und in Südfrankreich gelebt hat, aber auch dann staunt man noch immer über dieses Talent. Ihre ersten und grössten Erfolge wurden ihr denn auch von französischer Seite zuteil, obwohl sie auch in ihren französischen Werken empfindungsmässig immer Germanin war. In der deutschen Schweiz wurde sie erst später anerkannt. Ihre besten Schöpfungen auf epischem Gebiet in dieser Sprache sind ihre Romane «Die Friedenssucherin» und «Der wandernde See», ein Nidwalder Roman, in denen sich ihre Eigenart am spürbarsten prägt. Nicht immer angenehm empfindet man den stellenweise übertriebenen Idealismus und die ins Süssliche gehende Romantik. Doch wird die Dichterin als Formtalent wohl immer neben andern genannt werden müssen. Die letzten Jahre ihres Lebens war sie durch Krankheit ans Haus — die reizende Eremitage in Beckenried — gefesselt, wo heute noch das Gedächtnis der Toten treu gehütet wird. Unverändert sind ihre Wohnräume und lassen das Bild der grossen Toten vor dem Besucher erstehen, der sich gerne mancher stillen Stunde erinnern wird, die er über ihren Werken verbracht hat« L, -Die «Sowienfriaadkieide*» Der überhandnehmende Sport hat sich begreiflicherweise auch in modischer Hinsicht auszuwirken vermocht, denn während es früher einmal neben dem Strapazkleid und der abendlichen Aufmachung noch unzählige modische Zwischenstufen, wie zum Beispiel das Nachmittagskleid «grösseren» und «kleineren» Stils gab, ist man heute endlich so weit, in der Hauptsache nur zwei wichtige Gruppen zu unterscheiden und zwar den «Tages-Stil» und die «Abendkleidung». Die früher erwähnten «Zwischen-Stufen» aber sind fast vollkommen verschwunden, was darauf zurückzuführen sein mag, dass die wirtschaftlichen Verhältnisse jede Frau zwingen, sparsam zu denken und die vorhandenen Mittel bei modischen Anschaffungen richtig einzuteilen, so dass eine gewisse Vereinfachung im Aufbau der jeweiligen Ausstattung und zugleich eine vernünftige Beschränkung auf möglichst we^ nige Stücke sich von selbst ergab. Bekanntlich lässt die Alltagsmode eine ganz verblüffende Aehnlichkeit mit den sportlichen Kleidungsstücken erkennen, die durch Klarheit der Linie sowie durch Verzicht auf jede unnötige Kleinarbeit zum Ausdrucke kommt. In der letzten Zeit war das Bestreben der Modeschöpfer darauf gerichtet, für heisse Tage eine besonders «luftige» Aufmachung zu schaffen, was schliesslich dazu führte, flotte Strandkleider in den Vordergrund zu stellen, die allerdings — um trotz des betonten «Sonnen-Ausschnittes», der für all diese Modelle bezeichnend ist — auch für die Stadt verwendbar zu sein — mit einer Umhülle vereinigt werden müssten. Diese Aufmachung ist es also, die uns den Begriff der sogenannten «Sonnenbrand-Aufmachung» geläufig macht, die ihrer Leichtigkeit und praktischen Note (nicht zuletzt vermutlich auch ihrer billigen Herstellungsmöglichkeit) wegen sehr verbreitet und beliebt ist. Trotzdem hier die allereinfachsten Schnitte und die ungezwungenste Machart am Platze ist, verraten selbst diese so schlichten Entwürfe jene Eigenart, die auf den «persönlichen Stil» der Trägerin Rücksicht nimmt Vor allen Dingen bemüht man sich, durch nicht alltägliche Farbzusammen einerseits und durch die Zahl schöngemusterter Materialien andererseits gute Wirkungen zu erzielen und konnte durch die Besonderheit der das Kleid ergänzenden flotten Umhüllen einen neuen modischen Ausdruck finden. Noch niemals wurde so deutlich der Beweis dafür erbracht, dass es möglich sei, mit ganz geringen Mitteln allen modischen Anforderungen gerecht zu werden und es zeigt Die Zufahrtestrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich in O. R.Wagners CH Touring, Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des T. C. S. Gasthaus Hirschen T.C.S. Altbekanntes, bürgerliches Haus, direkt an der Stoßstrasse. - Spezialweine und Butterküche. - Bescheidene Preise. Geräumige Lokalitäten. - Doppelte Kegelbahn. 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