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E_1935_Zeitung_Nr.059

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12 AUTOMOBIL-REVUE

12 AUTOMOBIL-REVUE 1935 — N° 59 AMVIERWALDSTÄTTERSEE Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich in O. R. Wagners CH Touring, Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des T. C. S. sich wieder einmal, dass die Frauen eine wahre Meisterschaft bekunden, wenn- es sich darum handelt, sozusagen «aus dem Nichts» Schönes hervorzuzaubern. Das «Sonnenbrand-Kleid» oder besser gesagt: das «Sonnenbrand-Komplet» (zu dem es infolge der dazugehörigen Umhülle wurde) kann man eigentlich nur an Hand von Skizzen besprechen, die uns über diese Entwürfe Aufschluss zu geben vermögen. Wir wollen daher die einzelnen Schöpfungen unserer Gruppe näher ins Auge fassen: Den Anfang macht ein Skizzenblatt, dessen zweite Figur ein Trägerkleid aus blumiggemustertem Kreton mit Leinengürtel und Dass diese hochsommerlichen Kleider vielfach die erprobten faltigen Rockpartien bringen, ist fast selbstverständlich und es zeigt sich, dass sie in Verbindung mit den in Streifenform aufgelösten sogenannten «durchbrochenen» Oberteilen ein vollendetes Ganzes entstehen lassen! Blatt 3 stellt ein aus marineblauem Leinen hergestelltes Kleid in der eben besprochenen Zusammenstellung dar und sieht — des Kontrastes wegen einen jener ganz lichten doppelreihigen, stark geschweiften und glockig ausfallenden (möglichst aus «Naturleinen» verfertigten) Dreiviertelmäntel dar, die heuer grossen Beifall finden. Neue ideale Zufahrtsstrasse Ruhe - Erholung - Sport - Konzerte Dancing - Exkursionen „Das Sonnen paradies" 2 7 HOTELS Minimal-Pensionspreis pro Tag Fr. 6.50— 12.50 Prospekt durch Verkehrsbureau vorteil hafte Weekend, und Wochenarrangements HERTENSTEIN und LÜTZELAU KUSSNACHT am JEtlG-I Die berühmte klassische Stätte der Urschweiz Ruder- und Angelsport, Strandbad, Bergtouren Schöne Spazierwege und Ausflüge Bevorzugter Aufenthalt für Erholungsbedürftige Hotel Kiii Hotel du Lac (Seehof) Kurhaus Eichholtern Tel. 76. Gr. Terrasse. Pracht, volle Rundsicht. Vorz. Küche. Spez. GOggell und Forellen. •Pension ab Fr. 7.-. Prospekte. W. Mathys, Küchenchef. Tel. 12. Drösser schattiger Garten, direkt am See. Spezi - alität in FLch und Geflüge . Mäißge Preise. Garage, gros ser Parkplatz. Tel. 132. Gr. schat. Garten. Alle Zimmer m.fHess.Wasser. Eigener Strand. Elg. Forellen zucht. Güggeli. Pens. v. Fr. 7.30. Diners v. Fr. 3.- u. 4.- Garage. J. 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Zu einem solchen Modell, das unbedingt einfarbig und zwar entweder in Weiss oder in einer blassen Pastellfarbe (hellblau, rosa oder maisgelb) gearbeitet werden sollte, nimmt sich ein loser Kreton-Umhang in leuchtenden Schattierungen vortrefflich aus, der übrigens heuer ebensogut auch zu dunklen Kleidern getragen werden könnte, also eine keineswegs kostspielige und doch ausserordentlich wirkungsvolle Umhülle darstellt, deren Anschaffung man keineswegs versäumen sollte. Stceifäctktex, de* Tttode Welsse Mäntel aus Seidenleinen oder Reliefseiden sind heuer sehr beliebte Umhänge zu dunklen Imprim6toiletten. Moden kommen und vergehen— Was heute führend ist, kann morgen schon verstossen werden. Um so auffälliger ist es, dass der lose weite Paletot schon die zweite Saison das Modebild beherrscht und wenn die Modepropheten recht behalten, wird er auch in der Wintersaison führend sein. Seine Länge wird -sich auf sieben Achtel ausdehnen, aber alles übrige wird gleich bleiben. Hüte aus Pike machen den englischen Strohmodellen Konkurrenz, Sie sind zwar nicht sehr praktisch, dafür aber fesch, und das ist doch für die moderne Frau das Ausschlaggebende. Porzellanblau und Weiss sind heuer sehr beliebte Farbenzusammenstellungen bei sportlichen Kleidern. Weisse Strand- und Tenniskleider werden, mit Gürteln, Taschen und LANGENTtt Rendez-vous der Automobilisten . Grosser Anhänger der immer reizvollen Stickerei- Mode werden mit Genugtuung diese Effekte auf so einfachen Kleidern zur Geltung gebracht finden, indem beispielsweise ein weisses Leinenmodell in stilisiert-primitiver Manier mit Segelschiffmotiven bestickt erscheint (letztes Modell). Der Lebhaftigkeit dieses Kleides entspricht eine um so ruhigere, dunkle Umhülle, der man in Anlehnung an die erfolgreichste Modeform den Capeschnitt geben sollte. (Vorletzte Figur). Natürlich muss der Wahl der Kleinigkeiten, die einer solchen Aufmachung erst das Gepräge der Vollständigkeit geben, grösste Sorgfalt gewidmet werden. Die heute eingehend erörterte «Sonnenbrand-Aufmachung» ist jedenfalls — darüber obwaltet in modischen Kreisen nicht der geringste Zweifel — die richtigste Aufmachung für Stadt und Land während der drückenden Hochsommer- und der oft noch heissen Frühherbst-Tage! Aufschlägen aus blauem Leinen aufgeputzt. Manchmal ist auch die Kappe und das Jäckchen blau gehalten. Handschuhe und Handtasche schliessen sich in diesem Falle diesem Farbenduo an. Jacken aus gestreutem oder kariertem Taft ergeben mit glatten Röcken sehr fesche Kostüme. Sie sind mit hoch angebrachte« Revers und im Direktoirestil gearbeitet. Der Reitanzug, wie er sein soll, besteht aus einer schwarzen Breecheshose, schwarzer Reitjacke, einer weissen Reiterkrawatte und einer steifen schwarzen Melone oder Zylinder. An warmen Sommertagen kann man die schwarze Reitjacke gegen eine aus Leinen oder Rohseide und die Melone gegen ein Riding-cap austauschen. Sonnenschirme aus gesponnenem Glas sind für den Strand das neueste in der Bademode. In dunklen Farben schützen sie vor* intensiven Sonnenstrahlen und sind gleichzeitig ein dekorativer Rahmen für die Silhouette der Strandnixe. Parkplatz ZO&ICH fl ft*9CB&l

N° 59 — 1935 AUTOMOBIL-PEVUB 13 Die Versuchung des Joos Utenhoven. (Fortsetzung aus dem Hauptblatt.) Den Boden stampfte er: Vorbei —! Heraus aus diesem Sichverlieren in Vergangenheiten — jetzt galt die Stunde — und nur sie! Hager und hart war sein Gesicht, und ohne Mitleid waren die grauen Augen: — war aus all dem versunkenen Geschehen und aus dem Schlimmeren, was später heimlich hinter ihm gesponnen worden war, nur eines noch geblieben: Hass — Hass und der gierige Wille, den letzten Austrag mit dem, der ihm sein Glück tückisch zerbrochen hatte, bis zum Ende durchzuhalten. Nicht nachzulassen, sich an ihn zu heften und ihn zu treiben und zu jagen, bis er zusammenbrach, vernichtet niederstürzte — Kampflust sprang in ihm auf — ein wilder, hcisser Hammer schlug sein Herz — Er sah um sich: Bilder und Bücher. Das war einmal für ihn die Umwelt und das Heim gewesen, die er um seine Zugehörigkeit zu ihr geschaffen hatte. Der Hafen für die Sehnsucht, die nach allem wilden, unruhvollen Suchen in ihr Erfüllung sah. Dann sprach wieder das rote Blut — dann flog all dieser edle Plunder hin, und man stand nackt, Mann gegen Mann, im leeren Raum. Mochte es jetzt so gelten —! Am Nachmittag dieses gleichen Tages, als Utenhoven sich soeben von seinem einsamen Mittagstisch erheben wollte, an dem er, ohne eine Speise zu berühren, nur ein paar Tassen schwarzen Kaffee hinuntergewürgt hatte, schlug die Flurglocke an: der Kriminalkommissar Herr Köpke sprach noch einmal bei ihm vor. Allein kam er diesmal, ohne die Begleitung seines Kollegen Schwieger, brachte Geräusch, Betrieb in diese grausam tote Stille, war voll Geschäftigkeit und Drang, die Dinge hier zu fördern. Den drahtig harten Schnurrbart bürstete er eilig mit der hohlen Hand empor: Na — alles ging ja ruhig seinen Weg: Klassischer Fall, wie man so sagte. Und die Indizien lägen ja im Grunde so sonnenklar, dass der Herr Rave, der inzwischen von dem Kollegen Schwieger weiter verarztet würde, es doch jetzt wohl bald aufgeben würde, sich in sein verstocktes Schweigen zu hüllen. «Er sagt nichts aus?» Joos Utenhoven stiess die Frage gierig aus trockener Kehle vor. Nein — nein — er schweige. Aber das sei im Anfang ja das übliche. Vielleicht auch, dass er sich seinen Dreh erst ein wenig zurechtlegen wolle. Na, würde damit ja auch sehr weit nicht kommen. Und solch ein Dauerverhör täte oft Wunder — gerade bei dergleichen Nervenfritzen — und vielleicht heute abend, heute nacht schon würde er mürbe sein, zusammenklappen und sich zu dem Geständnis bequemen. Herr Köpke nickte — tat das damit ab, setzte von neuem an: Also — warum er käme? Ja — er hätte eben noch ein paar Fragen zu stellen. Gerade im Zusammenhang mit der Mitteilung, die ihm Utenhoven da zuletzt noch über die Beziehungen zu Rave gemacht habe. Und dann: da wäre doch auch noch das Mädchen, das am Morgen nicht hier gewesen sei. Wohl die junge Person, die ihm jetzt draussen geöffnet hatte? Also die Aussage von der stünde noch aus. Nun, da konnte man ja gleich einmal hören, was sie zu sagen habe. Aenderte, wie die Dinge lagen, im Grunde ja wohl kaum noch etwas an dem Gesamtbilde des Ganzen, Sstaad Der beliebte Ferienort Golf, Tennis u. Schwimmbad I6.-18. Aug. gr. Sonunerfest Freiluftgymnastlk - Gesell. Leben -14 Hotels - Pensionspreis von Fr- 8.- an. Sommtriportprorramm und Prounktc durcit du Vtrkchrsbflr«. war aber doch zur Vollständigkeit und zur Abrundung unbedingt nötig — denn den Vorwurf, dass man da irgend etwas ausgelassen hätte, wollte man sich am Ende doch nicht etwa später von irgendeinem superklugen Vernehmungsrichter machen lassen ! An dem noch mit dem Kaffeegeschirr gedeckten Esstisch Hess Herr Köpke sich nieder, kramte ein dickes Notizbuch aus der Tasche, legte es aufgeschlagen vor sich hin, blickte mit angestrengter Faltenstirne auf die Vermerke darin nieder. Räusperte sich dann geräuschvoll, reckte das starke Kinn: «Ich möchte erst um die paar Auskünfte noch bitten.» Joos Utenhoven hob die Hand und Hess sie wieder auf das Tischtuch sinken. Das hiess: ich stehe zur Verfügung, fragen Sie. Wartende Spannung lag gesammelt und gelassen auf seinen hageren Zügen. «Also, Sie haben mir gesagt, dass dieser Rave der erste Mann der Toten — Ihrer späteren Frau — gewesen ist. Wann und warum ist diese erste Ehe geschieden worden?» Die Lippen öffnete Joos Utenhoven, die ihm wie eingetrocknet aneinander haften wollten: «Vor nahezu sieben Jahren», sagte er, «und wegen böswilliger Verlassung von seiner Seite —» Er schwieg, setzte dann, als der Blick des anderen noch immer fragend, wartend auf ihm lag, hinzu: «Er hat hier unsinnige Spielschulden gemacht — ist dann seinen Gläubigern durchgebrannt und hat die Frau mittellos zurückgelassen. Die Schulden habe ich bezahlt — nein: nicht aus Freundschaft zu ihm oder aus Edelmut oder sonst einer idealen Regung! — aber weil ich nicht wollte, dass ihr Name durch Strafprozesse gehen sollte. — Die Scheidung ist mit seinem Einverständnis ausgesprochen worden. Er war damals in Cannes — der Brief, in dem er sich als allein schuldigen Teil bekennt, muss bei den Scheidungsakten sein.» «Hm —» Herr Köpke machte Notizen • fragte dann wieder: «Und seitdem bis jetzt haben Sie ihn nicht mehr gesehen? — nichts mehr von ihm gehört?» Ablehnend und verächtlich rührte sich Joos Utenhoven: «Nein — so ganz leicht bin ich den Herrn doch nicht los geworden. Etwa ein Jahr nach meiner Verheiratung ist schon der erste Brief gekommen: sehr unbefangen •— als ob nichts geschehen wäre — Bitten um nochmalige rasche Hilfe — er hätte in ein Nervensanatorium gehen müssen. Ich habe das Geld gesandt. Ein paarmal hat sich das so wiederholt — aus Budapest — aus Zoppot, Einmal war angeblich sein Unternehmen zusammengebrochen — das andere Mal war er nach seiner Mitteilung schwer erkrankt —» «Und Sie haben gegeben?» «Ja —» «Hat Ihre Frau Ihnen zugeredet? Wie hat sie sich denn überhaupt dazu verhalten?» Joos Utenhoven drehte den kleinen Löffel der Kaffeetasse, die da noch vor ihm stand, zwischen den Fingern. Er zögerte, es fiel ihm schwer, mit diesem hier über sie, über seine Tote, die damals unter diesen Forderungen sichtlich schamvoll gelitten hatte, zu reden. Er sagte langsam und um jedes Wort sich quälend: «Nein — niemals hat sie mich damals beeinflusst — bestimmt nicht — nein. Es war auch damals kein Zusammenhang zwischen dem - zwischen Rave und ihr. Geschämt hat sie sich, weil er so ohne jede Ehre und Würde war — geweint hat sie einmal, wie ich ihr einen dieser Briefe gezeigt habe — v und hat mir später rührend gedankt, Wie ich ihr erzählt habe, dass ich das Geld angewiesen hätte —» Herr Köpke sass mit vorgeschobener Unterlippe, die Schultern unbehaglich angehoben. Joos Utenhoven fragte: «Können Sie nicht verstehen, dass man vor einer Frau, die man —», er stockte, «mit der man so gut lebt und sich so glücklich fühlt - gerade nach diesem Vorgeschehen und ihren schweren Erfahrungen — dass man da nicht klein und nicht eng erscheinen will?» Der Kommissar sah wortlos auf den in das Fleisch gewachsenen Ehering an seiner kurzfingerigen Rechten nieder. Nein — wenn er sich das so bedachte — er lebte doch wahrhaftig auch ganz gut und ganz zufrieden mit seiner Alten — aber dass er Muttern zu Hause für so teures Geld den Grossartigen vormimen sollte —? Also viel Verständnis hatte er für diese Sache nicht. Er rührte sich: «Und dann —?» «Dann — vor etwa zwei Jahren — nein, etw*as länger ist es, im Winter ist er plötzlich hier wieder aufgetaucht. Als erster Geiger einer Jazztruppe, die in der ,Scala' konzertiert hat. Er war harmlos genug uns aufzusuchen — ich war sehr kurz — meine Frau hat diesen Besuch als sehr peinlich empfunden. Ein paar Tage darauf ist er in meinem Büro erschienen — ziemlich verglast, wohl wieder Kokain oder derlei. Der Zweck dieses Besuches kam bald heraus: er wollte wieder meine Hilfe. Schulden — Verluste — das übliche. Damals habe ich ganz entschieden abgelehnt — er möge sich für alle Folge unnütze Briefe und Besuche sparen — jetzt sei endgültig Schluss —» «Na — war ja an der Zeit!» sagte der Kommissar. Joos Utenhoven sprach darüber hin: «Es war nicht Schluss: vier Wochen später hat man mir einen Wechsel vorgelegt, auf dem mein Name gestanden hat. Ich habe ihn eingelöst und bin mit dem Papier in die Pension gefahren, in der er gewohnt hat. Vormittags war das — so um elf. Er wollte sich verleugnen lassen — hat noch im Bett gelegen — übernächtig — benommen. Geleugnet hat er keinen Augenblick, aber geheult und gejammert: er wisse selbst nicht, wie er dazu gekommen wäre, aber er hätte sich nicht anders helfen können — ich hätte ihm doch so oft geholfen — na! Ich habe ihn eine Erklärung schreiben lassen, dass er meine Unterschrift gefälscht hätte — ich habe das Blatt noch unter meinen Papieren, es steht zur Verfügung —» (Fortsetzung folgt) Luftkurort Beuron Hotel u. Pension b e i Sigmaringen Angenehmster Ferienaufenthalt im wildromantischen oberen Donautal, wo Burgen und Schlösser zu schönen Fuss- und Autotouren einladen. «Fischerei gelegenhett»: Forellen, Hechte, Barsche usw. —Pensionspreis: 4 Mahlzeiten 5-6 RM, vorzügliche Verpflegung, reine Weine und Qualitätsbiere. — Autogarage. Telephon Nr. 3. Prospekte einholen. Inhaber: MAURER-SPÖRI. BELALP Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich in O. R. Wagners CH Touring, Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des T. C. S. Jaeger's SPEZIALITATEIM-Küche. Forellen - Tel. 80.327 - Auto-Park - T. C. S. Das grösste und schönste Haus am Schweizer-Ufer, herrliche Lage, ganz vorzügliche Küche, Tennis, Strandbad. Pensionspreis ab Fr. 7.-, alles inbegriffen, auch Garage. 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