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E_1935_Zeitung_Nr.061

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Aus dem «lüeissen»

Aus dem «lüeissen» föuch IHM Samen * «Der Anfang der drei Länder Uri, Sohwlz and Unterwaiden, wie sie da gar ehrlich hergekommen sind. Zum ersten, so ist Uri das erste Land, das von einem römischen Reich empfangen hat, dass ihnen gegönnt ist, da zu reuten und da zu Mir hdnds erreicht, es ist e Gnad vo Gott: Mir wüssed entli, was d'Helvezia wott, Und was ere-n-am meiste Herzfreud macht An ihrem Fast am erste-n-Augste z'nacht. wohnen. Demnach so sind Römer gekommen gen Ich säg's nid nohe, ich ha's selber g'nösse, Unterwaiden; denen hat das römische Reich I Bombehuuse händ's de Vogel gschosse; auch da gegönnt zu reuten und da zu wohnen; Was dene hüte 's Vatterland bedüt't, damit sind sie gefreiet und begäbet. Darnach sind gekommen Leute von Schweden gen S c h w i z, Das chast no g'höre, trotz der schlechte ZU. da derer daheim zu viel war, die empfingen von dem römischen Reich die Freiheit und wurden begäbet, da zu bleiben, zu reuten und da zu wohnen. «•Am erste-n-Augste mies dann öppis goh! Sie reded g'wiiss scho am Neujahr devo: Und sind die vorgenannten drei Länder also En rechte Schwitzer git däm Züüg de Böge, lange Zeit und viele Jahre in guter Ruhe gesessen, Mir händ no Schneid, mir wehred is wie bis dass die Grafen'von Habsburg in die Nähe d'Choge!» dieser Länder kamen: dieselben Grafen, die ga- Sie zelled d'Wuche, planged halbe z'tod, Bis entli da gross Tag am Himmel stoht. ben zu gelegenen Zeiten den Grafen von Tirol ihre Töchter und ihre Kinder zu dem Sakrament der heiligen Ehe und machten grosse Freundschaft zusammen. Da nun das viele Jahre und lange Zeit gewähret hatte, da ward ein Graf Rudolf von Habsburg zu einem römischen König gesetzt; derselbe König Rudolf ward also mächtig, dass er alle die Lande um ihn an sich zog, nämlich das T h u r g a u , das Zürichgau und Aargau und was in den Landen war, mit Hilfe seiner Freunde von Tirol, und was da um war, und darum so half er da den Grafen von Tirol, dass sie Herzoge würden zu Oesterreich in den Landen. Und als derselbe König Rudolf etliche Jahre König war, da fuhr er zu mit seinen weisen Räten und schickte in die Länder und liess mit ihnen reden und gab ihnen gute Worte und bat sie, dass sie ihm untertänig wären zu des Reiches Händen, so wollte er ihnen eine bescheidene Steuer zumuten, dem Reich zu geben und niemand anders, und wollte sie auch zu des Reiches Händen Am Obig tränked's scho vor's g'fuetteret händ — Wenn doch acht Böller dprt am Rainli stöhnd! Pums! — händ er's ghört? Pums! — siebe mitenand! Die erste Schütz im ganze Vatterland! Hät's au scho däwäg g'chlöpft sit d'Erde stoht? Seh — lueged, ob am Chirchturm ä" ZU no goht! Fortsetzung folgt! Sie Stöpsled grad wie b'sesse, Zwee händ im Yfer 's Pulver gar vergesse, Sie schüssed, dass vor Freud de Himmel g'nappet. schirmen, als des Reiches Getreue, und sie ge-«Nütreulich mit frommen Leuten bevogten zu des Rei- rappet, spare! D'Gmeind hat 's Pulver jo be' ches Händen und vom Reich nicht verlassen, und En Tschumpel, wer so öppis nid benatzt!» dabei so wollte er sie bei allen ihren Rechten, Freiheiten, Gnaden und altem Herkommen bleiben Zwei Ross sind dure'prennt, 's hat Schybe lassen und anders nicht beschweren. Das gingen 'putzt. ihm die Länder ein. Das bestund nun bei seinem Vom hüte g'hört me nüt im ganze G'viert: Leben wohl, und hielt, was er ihnen versprochen Was hüt nüt chost, wird au nüt g'estemiert. hatte und thät ihnen gütlich. 's ganz Dorf lauft zäme, d'Säugling nähmed's Da nun derselbe König Rudolf abging, da wurden die Vögte, die er den Ländern gegeben, mit. hochmütig und streng und thäten den Ländern «/o — brüeled nu bis g'nueg, ihr händ derzitl» ungütlich und je länger, je strenger wurden sie und muteten den Ländern mehr, denn sie sollten, De Schützedirigent ist hoch im Schwung, und meinten, sie müssten thun, was sie wollten, De Gmeindstolz macht da Chrachli nomol was die Länder nicht ertragen mochten. Das jung. «Drei Salve no, dann mues de Funkte dra! Mer händ no selte so en Schoche ghal bestund so lang, bis dass des Königs Geschlecht ausstarb. Da erbten der Grafen von Tirol Frauen und Kinder, die, so von dem Geschledht Habshurg hergekommen waren, Mer dies Geschlecht an Landen und an Leuten: das Thurgau und das Zürichgau und das Aargau und andere Lande* Schlösser, Leute und Güter, was denen von H ab s b u r g gewesen war. In den Zeiten waren Edelleute im Thurgau und in dem Aar g au, die auch gern grosse Herren gewesen wären; die fuhren zu und warben bei den Erben um die Vogteien, und dass man ihnen loiho, die Länder zu bevogten, und gaben gute * Aus Oechsli; Quellenbuch zur Schweizer Geschichte, 1900. Und 's Füürwerch erst! Das git en andere Märt, Worte, sie wollten des Reiches getreue Vögte sein, und war das ein G e s s 1 e r , der ward Vogt zu U r i und zu S c h w i z , und einer von Landenberg zu Unterwaiden. Denen war nun die Vogtei verliehen, dass sie die Länder mit Treuen sollten bevogten zu des Reichs Händen. Sie thäten aber das nicht; sondern sie wurden je länger, je AUTOMOBIL-REVUE 1935 - 61 £ ZBuadesfrpt %' !Baitdefiuuse Von Alfred H.uggenberger. Ich glaub, de Moo lauft nochether verchehrt! Zweihundert Franke hä'mer dasmol g"woget, 's brucht niemer z'wüsse, dass is d'Schulde ploged.» So — entli nachtet's und de Holzstoss brennt — Nei, wie das Buebezüüg drumume rennt! De chlynsti Bürzel loht elf Schwärmer chlöpfe, Sie händ tank d'Sparbächs g'hörig müese schröpfe; Au alt Pistöle sind in Akzion, Es langet zu-n-ere chlyne Sensation. Wie schön, wenn e Rageete Some streut — Wie chnatt'ret's, wenn sie i der Luft verhelt! Zwei Totzed pfarred uf in einer Fuehr, Denn d'Zündig chlappt, es lauft wie an're Schnuer. En Seeleg'nuss! Chönt's au no reineri ha? Wenn nüt verchrachet sunst, mues 's Pulver dra! Wie chützlet ein da eebig eige Ton — Uf's Johr git's dann RageeteSubvenzion. De'G'schydist hat e Red. Es lauft wie - g'schmiert. Dernebst, so werded wacker Frösche g'rüehrt, Dass d'Chind und d'Fraue wychsed wie verstört — Halt alles, was zur rechte Fasnacht g'hört. De Redner schruubet d'Stimm no höcher ue; 1 jedem dritte G'sätzli git er zue, Dass d'Zite misslech seigid gegewärtig. E Hoch uf's Vatterland — iez ist er fartig! 's Füür goht dann nah und noh doch au zum End — Oeb acht no neimewo en Funkte brennt? Nüt isch! Mir butzed! Dass mir das erlebed! 's chräit alles: «Uesen hat am längste g'hebet!» D'Lüt g'napped dann iez allsgmach is Dörfli abe, Es git no Tanz für d'Maittl und für d'Chnabe; De-n-Alte langet's zu'me zünftige Jass, Zu jedem Fast g'hört doch en Nohegspass. Wo's taget, lait sich au de letscht uf's Ohr: «So, Pf-Pfatterland — iez hasch es pf-pfür e Johr!» (Aus.dem. neuen humor. Bändchen «Pfeffermünz ».) strenger, und hatten die Länder vorher hochmütige Vögte gehabt, so waren die nachherigen noch übermütiger und taten den Leuten grosseu Drang an. Sie beschatzten einen hie, den andern da und trieben grossen Mutwillen und anders, als sie gelobt und verheissen hatten, und gingen Tag und Nacht damit um, Wie sie die Länder vom Reich bringen möchten ganz in ihre Gewalt Sie hessen auch Burgen und Häuser machen, daraus sie die Länder als eigene Leute beherrschen möchten, und zwangen also fromme Leute und thäten ihnen viel zu Leide. Und wo einer eine hübsche Frau oder eine hübsche Tochter hatte, die nahmen sie ihm und behielten sie auf den Häusern, die sie gemacht hatten, so lang ihnen das gelegen war, und jemand dazu etwas redete, den fingen sie und beschatzten ihn und nahmen ihm. was er hatte. Nun war auf Samen einer von Landenb e r g Vogt zu des Reiches Händen. Der vernahm, dass einer im M e 1 c h i wäre, der hätte einen hübschen Zug mit Ochsen. Da fuhr der Herr zu und schickte einen, seinen Knecht, dahin und hiess die Ochsen ausspannen und ihm die bringen und hiess dem armen Mann sagen, Bauern sollten den Pflug ziehen, und er wollte die Ochsen haben. Der Knecht, der thät, was ihn der Herr geheissen hatte, und ging hin und wollte die Oohsen ausspannen und die gen Samen treiben. Nun hatte der arme Mann einen Sohn, dem gefiel das nicht, und wollte ihm die Oohsen nicht gern lassen, und als des Herrn Knecht das Joch angriff und die Ochsen ausspannen wollte, da schlug er mit dem Treibstecken drein und schlug dem Knecht des Herrn einen Finger entzwei. Der Knecht, der befand sich übel und lief heim und klagte seinem Herrn, wie es ihm gegangen war. Der Herr ward zornig und wollte dem Treiber Uebles antun. Der musste entrinnen; der Herr schickte nach seinem Vater und hiess ihn gen S a r n e n führen auf das Haus und blendete ihn und nahm ihm, was er hatte, und thät ihm gross Uebel. In der Zeit war ein Biedermann auf A1 z e 11 e n, der hatte eine hübsche Frau, und der damals da Herr war, der wollte die Frau haben, es wäre ihr lieb oder leid. Der Herr kam nach A1 z e 11 e n in ihr Haus; der Mann war im Holz. Der Herr zwang die Frau, dass sie ihm ein Bad machen musste, und spracjh, sie müsse mit ihm baden. Die Frau bat Gott, dass er sie vor Schanden behüte. Und da Gott die Seinen nie verliess, die ihn in Nöten anriefen, da kam der Mann indessen und fragte sie, was ihr fehle. Sie sprach: «Der Herr ist hier und hat mich gezwungen, dass ich ihm ein Bad machen musste-, und ist darein gegangen und wollte, dass ich zu ihm darein ginge. Das wollte ich nicht tun und habe Gott gebeten, dass er mich vor Schanden behüte.» Der Mann ward zornig und ging hin und schlug den Herrn zur Stunde mit der Axt tot und erlöste seine Frau von Schanden. Das wollte Gott, dass er heim kam. In denselben Zeiten war einer zu S c h w i z , hiess der Stoupacher und sass zu Steinen diesseits der Brücke; der hatte ein hübsches Steinhaus gemacht. Nun war der Zeit ein Gessle'r da Vogt, in des Reiches Namen; der kam auf einmal und ritt da vorbei und lief dem Stoupacher und fragte ihn, wem die hübsche Herberge wäre. Der Stoupacher antwortete ihm und sprach traurig: «Gnädiger Herr, sie ist Euer und mein Lehen,» und getraute sich nicht zu sprechen, dass sie sein sei; also fürchtete er den Herren. Der Herr ritt dahin. Nun war der Stoupacher ein weiser Mann und auch kräftigen Leibes. Er hatte auch eine weise Frau und nahm sich der Sache an und hatte davon grossen Kummer und war voll Sorge vor dem Herren, dass er ihm- Leib und Gut nehme. Die Frau, die ward dessen inne und thät, wie eben Frauen thun, und hätte gern gewusst, was ihm fehle, oder warum er trauere; er leugnete ihr das. Zuletzt drang sie mit grosser Bitte in ihn, dass er ihr seine Sache zu erkennen gebe, und sprach: «Thue so wohl und sag mir deine Not; wiewohl man spricht, Frauen geben kalte Räte, wer weiss, was Gott thun will?» Sie bat ihn so oft in ihrer Vertraulichkeit, dass er ihr sagte, was sein Kummer war. Sie fuhr zu und stärkte ihn mit Worten und Tafelservice Caföservice Teeservice Tassen stets grosse Auswahl bei: THEODOR MEYER-BERN Marktgasse 32 Für den Automobilisten sind nicht nur Haftpflicht-Versicherungen notwendig, sondern auch Unfall- und Lebens- Versicherungen, die wirksamen materiellen Schutz vor mancherlei Schicksalsschlägen gewähren. verlangen S|« unsere Prospekte und Offert«. 91Winterthur" Schweizerische Lebens- Unfallversicherungs-Qesellschaft Versleherungs-Qesellschafi Durch sparsamen Betrieb macht er ^-j sich in kurzer Zeit \l bezahlt! Elektrische, vollautomatische Kühlschränke Mod. SG-35 Nutzinhalt 100 1 Fr. 690.- Mod.SG-47 Nutzinhalt 114 I Fr. 680.- Mod. SG-63 Nutzinhalt 180 I Fp. 890.- Mod.SG-82.Nutzinhalt 230 I Fr. 1190.- Orlglnalreferenzen stehen zur Verfügung. Verlangen Sie Gratisprospekte durch die General« Vertreterin für die Schweiz: KAISER & Co. A.-G. 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ISP 01 - 195$ AUTOMOBIL-BEVUE 15 «praoh: «Des wird guter Rat,> und fragte Ihn, ob er ru Uri jemand wüsste, der ihm so vertraut wäre, dass er ihm seine Not klagen dürfte, und sagte ihm von der Fürsten Geschlecht und von der Zur Praxen Geschlecht. Er antwortete ihr und sprach: ja; er wisse es wohl, und dachte dem Rat der Frau nach und fuhr gen Uri und lag da, bis dass er einen fand, der auch solchen Kummer hatte. Sie hatte ihn auch geheissen fragen zu Unterwaiden; denn sie meinte, da wären auch Leute, die nicht gern solchen Drang hätten. Nun war des armen Mannes Sohn von Unterwaiden entwichen und war nirgends sicher, der dem Knecht des von Landenberg mit dem Treibstecken den Finger entzwei geschlagen hatte; darum sein Vater vom Herrn geblendet war, und es reute ihn sein Vater, und er hätte den gern gerochen. Der kam auch zu dem Stoupacher, und. kamen also ihrer drei zusammen, der Stoupacher von S ch wiz, und einer der Fürsten von Uri, und der aus M e 1 c h e von Unterw a 1 d e n , •raud klagte jeglicher dem andern seine Not und seinen Kummer, und wurden ru Rat und schwuren zusammen. Und als die drei einander geschworen hatten, da suchten sie und fanden einen nid dem Wald, der schwur auch zu ihnen, und fanden nun und •wieder heimlich Leute, die zogen sie an sich und schwuren einander Treu und Wahrheit, und ihr Leib und Gut zu wagen und sich der Herren zu erwehren. Und wenn sie etwas thun und vornehmen wollten, so fuhren sie für den Myten Stein hin Nachts an ein End, heisst im R ü d 1 i. Da tagten sie zusammen und brachte ein jeglicher von ihnen Leute mit sich, denen sie trauen mochten, und trieben das ziemlich lang und immer heimlich und tagten der Zeit nirgends anders, denn im RüdlL Da fügte es sich auf einmal, dass der Landvogt, der Gessler, gen Uri fuhr, und nahm sich vor und steckte einen Stecken unter die Linde zu Uri und legte einen Hut auf den Stecken und hatte dabei einen Knecht und thät ein Gebot, wer da vorbeiginge, der solle dem Hut neigen, als wäre der Herr da, und wer das nicht thäte, den wollte er strafen und schwer büssen, und sollte der Knecht darauf warten und den anzeigen. Nun war da ein redlicher Mann, hiess der Thall (Teil); der hatte auch zu dem Stoupaoher geschworen und seinen Gesellen. Der ging nun ziemlich oft vor dem Stecken auf und ab und wollte ihm nicht neigen. Der Knecht, der des Hutes hütete, der verklagte ihn dem Herren. Der Herr fuhr zu und beschickt den Thalien und fragt ihn, warum er seinem Gebot nicht gehorsam wäre, und thäte, was er geboten hätte. Der Thall, der sprach: «Es ist geschehen ohne Gefährde; denn ich habe nicht gewusst, dass es Euer Gnaden so hoch aufnehmen sollte; denn wäre ich witzig, so hiesse ich anders bunden und gefangen und fuhren den See hinab, bis an den A x e n. Da kam ihnen also starker Wind entgegen, dass der Herr und die andern alle fürchteten, sie müesten ertrinken. Da sprach einer unter ihnen: «Herr, Ihr seht wohl, wie es gehen will. Thut so wohl und bindet den Thalien los. Er ist ein starker Mann und kann auch wohl fahren, und heisset ihn, dass er uns helfe, dass wir von hinnen kommen.» Da sprach der Herr: «Willst du dein Bestes thun, so will ich dich losbinden, dass du uns allen helfest.» Da sprach der Thall: «Ja Herr, gern,» und stund, an das Steuer und fuhr dahin und schaute allezeit dabei auf sein Schiesszeug. Denn der Herr Hess ihn unge- und nit der Thall.» Nun war der Thall gar ein dass sie je einer mit dem andern gehen sollten, so guter Schütze; er hatte auch hübsche Kinder. Die bunden gehen. Und da der Thall kam bis an diesie ihm die Gutjahrs- und Glückwunsohgaben beschickte der Herr zu sich und zwang den Thalien «ze Teilen Platten», da rief er sie alle an mit seinen Knechten, dass der Thall einem seiner und sprach, dass sie alle fest zögen; kämen sie an Kinder einen Apfel ab dem Haupte schiessen der Platte vorbei, so hätten sie das Böseste überstanden. Also zogen sie alle fest, und da müsste; denn der Herr legte dem Kind den Apfel ihn auf das Haupt. Nun sah der Thall wohl, dass er beherret war, und nahm einen Pfeil und steckte ihn in sein Göller; den andern Pfeil nahm er in eine Hand und spannte seine Armbrust und bat Gott, dass er ihm sein Kind behüte, und schoss dem Kind den Apfel ab dem Haupt Es gefiel dem Herrn wohl, und fragte ihn, was er damit meinte. Er antwortete ihm und hätte es gern zum besten ausgeredet. Der Herr Hess nicht ab, er wollte wissen, was er damit meinte. Der Thall, der war in Sorge vor dem Herrn und fürchtete, er wollte ihn töten. Der Herr, der verstund seine Sorge und sprach: »Sage mir die Wahrheit, ich will dich deines Lebens sichern und dich nicht töten!> Da sprach der Thall: «Da Ihr mich gesichert habt, so will ich Euch die Wahrheit sagen, und es ist wahr, hätte mir der Schuss gefehlt, dass ich mein Kind erschossen hätte, so würde ich den Pfeil in Euch oder der Euren einen geschossen haben.» Da sprach der Herr: «Nun denn! Ist dem also, so ist wahr, ich habe dich gesichert, dass ich dich nicht töten will,» und hiess ihn binden und sprach, er wolle ihn an ein Ende legen, dass er Sonne und Mond nimmermehr sehe. Und die Knechte nahmen ihn in einen Nauen und legten sein Schiesszeug auf das Hinterdeck und ihn ge- däuohte, dass er zu der Platte kommen möchte, da schwang er den Nauen hinzu und nahm sein Schiesszeug und sprang aus dem Nauen auf die Platte und stiess den Nauen von sich und Hess sie schwanken auf dem See und lief durch die Berge hinaus, so fest er mochte, und lief durch Sohwiz hin schattenhalb, durch die Berge hinaus bis gen nach dem allem das Haus zu Samen so mächtig, dass man das nicht gewinnen mochte, und war der Herr, der da Herr war, ein übermütiger, hoffärtiger, strenger Mann und thät den Leuten grossen Drang an und fuhr zu und machte, wenn Festtage kamen, so musste man ihm Geschenke bringen, je darnach einer Gut hatte, einer ein Kalb, einer ein Schaf oder einer eine Speckseite, und also zwang er die Leute mit Steuern und hielt sie hart. Nun waren die Eidgenossen heimlich so viel geworden, dass sie zufuhren und miteinander anzettelten, dass sie auf eine Weihnacht, so man ihm wieder schenken und Gutjahr bringen sollte, brächten. Sie sollten aber keine Wehre tragen anders, denn einer einen Stecken. Und also kamen ihrer viele hinein in die Küche zum Feuer. Nun waren die andern ihrer viele unterhalb der Mühle in den Erlen verborgen und hatten miteinander abgemacht: wenn die im Haus däuchte, dass ihrer genug wären, da ging einer an ein Fenster und blies sein Hörnlein, was ihr Wahrzeichen war. Nun war es zu der Tageszeit, als man die Geschenke brachte, dass der Herr in der Kirche war. Da nun die, so in den Erlen lagen, das Hörnlein hörten, da liefen sie durch das Wasser, dass die niedersten schier nirgends Wasser hatten, und liefen hinten hinauf und an das Haus und gewannen das. Das Geschrei kam zu der Kirche. Die Herren erschraken und liefen hinaus den Berg auf und kamen vom Land. Demnach haben die drei Länder sich mit den Küssnach in die hohle Gasse. Da war er vor dem Heim und wartete da, und als sie geritten kamen, da stund er hinter eine Staude und spannte seine Armbrust und schoss einen Pfeil in den Herren und lief wieder zurück hinein gen Uri durch die Berge hinein. Da demnach, da ward Stoupachers Gesellschaft also mächtig, dass sie anfiengen, Eiden, so die heimlich zusammen geschworen hat- so sehr gestärkt, dass derer so viele geworden den Herren die Häuser zu brechen, und so sieten, etwas thun wollten, so fuhren sie zu tagen in waren, dass sie Meister wurden. Da schwuren sie T r e n c h i, und wo böse Türmlein waren, die zusammen und machten einen Bund, der den Ländern bisher wohl hat erschossen, und erwehrten brachen sie, und fiengen zu Uri zuerst an, die Häuser zu brechen — nun hatte derselbe Herr sich der Herren, dass sie's nicht mehr so hart hatten, und gaben ihnen, was sie ihnen einen Turm angefangen unter Steg auf einem schuldig Bühel, den. wollte er nennen Twing Uri, und waren, wie das der Bund noch heutzutage enthält, ändere Häuser —, darnach Schwandau und etliches zu S c h w i z und etliches zu S t a n s und zu thun hatten. und tagten da gen Beckenried, so sie etwas namentlich das auf dem Rotzberg; das ward nachher durch eine Jungfrau gewonnen. Nun war Die Zufahrtastrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich InO. R. Wagners CH Tou ring, Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des T.C.S L lofcius KANDERSTEG GRAND HOTEL 1200 m 0. M. Schönste Lage. Behtghoh ein« geriohtet. Bekannt für gute Küche und Keller. 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