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E_1935_Zeitung_Nr.061

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AUTOMOBIL-REVUE

AUTOMOBIL-REVUE 1935 — N° 61 Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich In O. R. Wagners CHTouring, Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des T. C. S. Berninapass Grossartiger Gebirgsaufenthalt in der Umgebung von Gletschern n. Seen. Gut btirgerl. Haas. Neu eingerioht. Zimmer. Grosser Saal für Vereine. 35 Betten. Butterküche. Stets leb. Forellen. Garage, Benzintank, Oel. D. Cortesi-Kunz, Bes., Nachf. von G.Mullis. Behagliches Familienhotel. Das gaDze Jahr offen. Alle Zimmer mit fliessend. Wasser zu Fr. 4.- Pension von Fr. 10.50 an. Grosse Garagen mit Einzelboxen. Telephon 40.52. Kieni & Stettier, Besitzer. Das ruhige, gediegene und wohnlich der Neuzeit entsprechend eingerichtete Familienhotel. Zimmer mit Warmwasser. Appartements mit Bad. Tel. 6411. Garage. Direktion: J. Walther. .— und Bestens empfohlen für längeren und kürzeren Aufenthalt. Grosser Naturpark. Feine Verpflegung. - Golf, Tennis, Orchester. Garage. Bes. Familie Enderlin, Fritz Vogel, Dir. A. 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Telephon Nr. 1. D. Pftsohen-Schmid, Bes. rm der Mitleidenden zu erziehen. Ihre Broschüre c Fröhlich in Trübsal > hat die grosse Familie der an Tuberkulose Erkrankten fester zusammengeschmiedet und den Verzweifelten seelischen Trost gespendet. Marie Bürkli, die Gründerin der Blindenanstalt « Dankesberg » in Zürich, hat ihre wertvolle Kraft und Nächstenliebe in den Dienst dieser Aermsten gestellt, die ihr Arbeit und geistige Anregung in hohem Masse verdanken können. Zu den werktätigen, fürsorgenden Frauen gehören auch Katharina Sulzer von Winterthur, die im Arbeiterkreis ihres Gatten und Sohnes mütterlich helfend wirken konnte, und Adelheid Page-Schwerzmann, die Schöpferin des zugerischen Sanatoriums und Kinderheims. Das erste schweizerische Gemeindehaus hat die Bernerin Amelie Moser-Moser ins Leben gerufen, die durch den Dienst an der Familie für die Gemeinde und den Staat eine gesunde Grundlage geschaffen hat. Der Gedanke der Gemeindestuben fand durch Susanne Orelli neue, weitgehende Förderung. Die Bestrebungen zur Hebung der Volksgesundheit trugen der Gründerin des Zürcher Frauenvereins für alkoholfreie Wirtschaften den Ehrendoktor der Universität Zürich ein. Die Berner Frauen haben in mehrfacher Hinsicht für die Zusammenarbeit der verschiedenen weiblichen Teilvereine gewirkt. Dass bei den mannigfaltigen Zielen nnd Berufstätigkeiten der emporstrebenden jungen Generation auch die Frage der politischen Gleichberechtigung-der Geschlechter und die Forderung des Stimmrechtes für die Frau in der Schweiz akut wurde, ist bedingt durch die allgemeine Emanzipation der Frau im ausgehenden 19. Jahrhundert. Das Arbeitsgebiet der Initiantin des «Bundes schweizerischer Frauen vereine», Helene von Mülinen, umfasst die verschiedensten Zweige der Frauenfrage. Sie förderte die berufliche Tätigkeit der Frau, kämpfte für den Rechtsschutz der Frauen und Kinder, den staatlichen Wöchnerinnenund Arbeiterinnenschutz, arbeitete in der Versicherungskommission und wirkte für nationale Erziehung. Unterstützt wurde. sie in ihrem edlen Feminismus von Emma Beichenbach, ihrer Mitarbeiterin in allen sozial-religiösen Fragen. Unverjessen sei auch, was Emma Hess mit zähem Hee Un Qwtten, Wenn man das Glück hat, einen Garten sein eigen zu nennen, entweder in der Stadt oder auf dem Land, so kann man, sei er auch noch so klein, ein Buen Retiro für seine Mitmenschen daraus machen. Wer trinkt nicht gern seinen Tee im Schatten der Bäume, von Blumen umgeben? Selbst der einfachste Imbiss im Freien wird der reich besetzten Tafel in einem geschlossenen Raum vorzuziehen sein. Aber um den Garten zur Geltung zu bringen und die Abwicklung des Servierens im Freien reibungslos zu gestalten, bedarf es einer gewissen Organisation. Ein Fehler, der zu vermeiden ist, besteht darin, gewöhnliche Möbel aus den Zimmern in den Garten zu transportieren. Das ist vollkommen stillos und dazu kommt gewöhnlich noch der Umstand, dass man draussen im hellen Sonnenschein die Altersschäden und Schönheitsfehler des Mobiliars, die im Clairobscur der Wohnung nicht so ins Auge fallen, in unbarmherziger Weise entblösst sieht. Statt abgeschabter Samtfauteuils und wackeliger Tischchen, schaffe man zu wohlfeilem Preis gestreifte Drillsitze an, ganz einfache, zusammenlegbare Hocker, ein oder zwei Korbfauteuils für ältere Jahrgänge und dazu kleine Korbtische. Eine rustikale Frische und Natürlichkeit ist die geeignete Atmosphäre für Bewirtung im Garten. Daher lege man auf die Korbtische, von denen einer als Büfett dient, ja keine zarten Decken mit Spitzensätzen. Derbe Leinendeckchen, weiss oder gelblich, mit Kreuzstichstickerei oder baskischen Streifen sind im ganz richtigen Ton. Auch das Service sei einfach, wenn es auch nicht nötig ist, die Kosten der Anschaffung eines richtig ländlichen Service auf sich zu nehmen. Dasselbe gilt von dem Dach, das wir zum Schutz vor Sonnenstrahlen über den Köpfen unserer Besucher aufspannen. Grosse bunte Schirme sind sicher sehr hübsch, aber Telephon 11 Willen und nieversagender Ausdauer für die Hebung der Sittlichkeit unseres Volkes getan hat. Ein Vorbild an Tatkraft, Umsicht und mütterlicher Güte ist in Gertrud Villiger-Keller verkörpert, der verdienten Präsidentin des « Schweizerischen gemeinnützigen Vereins», die in ihren zündenden Reden und Schriften den Schutz der Familie und die Gesundung des ganzen Volkes zum Gegenstand ihrer patriotischen Gesinnung machte. In diesen Vorkämpferinnen der Frauenbewegung steckt immer auch die Lehrerin und Führerin. Auf pädagogischem Gebiet hat die Schweizerin im In- und Ausland einen guten Namen. Angefangen bei der Gattin Pestalozzis, Anna Schulthess, die seine getreue Mitkämpferin war, und seiner Schülerin Elise Rupp, dem «Mutterli» von Sarmenstorf, Wetteifern deutsche und welsche Schweiz in der Hervorhringung tüchtiger Lehrkräfte auf, allen Unterrichtsstufen und Gebieten. . Die St. Gallerin Dpra Schlatter wirkte an der Mädchenschule in Bern als eine begnadete Pädagogin. Emma Graf brachte es von der Näherin zum Dr. phil und Seminarlehrerin, die als Präsidentin des Schweizerischen Lehrerinnen-Verein« und Redaktorin auch dem Frauenproblem lebhaftes Interesse entgegenbrachte. Die Generaloberin von Menzingen, S a 1 e s i & Strickler, verband weltkluge Initiative mit erzieherischer Tätigkeit und aussergewöhnlichem Lehrtalent, während die evangelische Aline Hoff— mann durch die Praxis des Erzieherinnenberufe» zu ihren moralisch-pädagogischen Schriften angeregt wurde. Die allgemeine Bildung nnd Berufstätigkeit den Frau wirkte auch auf das künstlerische Leben zurück und öffnete manchem im engen Familienkreis zurückgehaltenen oder in ständischer Gebundenheit^ unfreien Talent den Weg zur Oeffentlichkeit Adele d'Affry von Freiburg begann nach dem Tod ihres Gatten, des Herzogs Carlo Colonna» mit ernsthaften Kunststudien in Paris. Ihre Bild» hauer- und Malerarbeiten sind mit dem Künstler-» namen « Marcello » gezeichnet. Die langjährige Präsidentin der Gesellschaft schweizerischer Malerinnen nnd Bildhauerinnen» Adele Lilljeqvist, hat ebenfalls als Witwe», nach der Erziehung ihrer Söhne, ganz der Kunst gelebt und ein reiches, anerkanntes Werk hinterlassen, in dem der Abglanz ihrer vitalen Schöpferkraft liegt. Eine unvergessliche Gestalterin «nf nrnsikaü-i schem Gebiet ist Emilie Welti-Herzog, di» nach den ruhmvollen Bühnenjahren als Hofopernsängerin in München und Berlin den Weg in die» Heimat zurückgefunden hat, um ihr Können in de» Dienst der Musikpädagogik zu stellen und heran-» wachsenden Kräften eine feinsinnige Lehrerin nnd Beraterin zu sein. Als gereifte Frau begann Johanna Spyr* ihre erfolgreiche schriftstellerische Laufbahn. Als Tochter der religiösen Dichterin Meta Hensser empfing sie in dem naturhaften und feingeistigen Doktorhause im Hirzel (Kanton Zürich) jene glücklichen Kindereindrücke, die sie später auf die lebendigen Gestalten ihrer klassischen Erzählungen übertrug, die dem über die ganze Welt verbreiteten « Heidi > das Verständnis und die Begeisterung der gesamten Kinderwelt eintrugen. Verbundenheit mit der Natur und tiefer religiös-ethischer Gehalt sichert dem Werke Johanna Spyris Unsterblichkeit. Isabelle Kaiser gehört der deutschen vn& welschen Kultur an. Ihre tiefe deutsche Erzählung vermag ebenso zu fesseln wie die mit französischem Esprit hingeworfene Skizze. Sie ist eine Meisten» der historischen Novelle, während in ihren Versen die vertraute Bergwelt ihrer Unterwaldner Heimat fortlebt. Beglückt durch den steten Umgang mit JTen-* sehen und beglückend durch Anteilnahme und ATHJ regung verlor Nannyvon Escher auch in der abgelegenen Landhaus auf dem Albis nicht den Zusammenhang mit der Welt. Als Hüterin feiner alt-» zürcherischer Kultur war sie die Verkörperung de* guten Tradition bei ausgesprochen republikanischer» Gesinnung und Aufrichtigkeit Mit der Landschart verbunden und der Geschichte vertraut, hat sie arri Vortraespult und in ihren Schriften einem tatbereiten, edlen Patriotismus Ausdruck verliehen. Hätte man sie über Frauenrecht befrag?, w» würde sie sich ähnlich wie Dora Rappard, die 'Missionslehrerin, ausgedrückt haben: « Das Recht, ein ganzes Weib txi sein, Voll wahrer Güte, fromm nnd echt. Das ist das schönste Franenreeht. » Rosa Schudel-Benz, Zürich. eine buntgestreifte Marquise, die man an def* Hausmauer oder an einem sonstigen Stützpunkt, zum Beispiel an Baumästen befestigt, genügt vollständig. Um häufiges Hin- und Herpendeln zwischen Haus und Garten ziO vermeiden, tut man gut, auf dem Tisch alles zu vereinigen, was man braucht. Ein Samowar ist hier sehr nützlich, da man konstant heisses Wasser bei der Hand hat, das man über die vorbereitete Tee-Essenz schüttet. Diese Essenz ist in einer kleinen Teekanne vorbereitet, sie ist bereits sorgfältig gesiebt und darf kein Blättchen Tee mehr enthalten. Einfacher ist die Bewirtung im Garten, wenn man nur Getränke serviert. Saft von Grapefruit, von Ananas, von Tomaten, eigenhändig bereitet, mittels einer Zitronenpresse ausgedrückt und gut eingekühlt, ist erfrischend und moderner als die althergebrachte Limonade oder Orangeade. Die Bäckereien sollen ebenfalls einfach, ländlich und sommerlich sein. Alles was mit Schokolade, Kaffee usw. glasiert und gefüllt ist, wirkt winterlich. Obsttörtchen, leichte Biskuits, englische Kuchen, Blätterteig werden auch an heissen Tagen gern gegessen, auch Chips und Käsebäckereien passen zu den verschiedenen Obstsaftdrinks, besonders zum Tomatensaft. Will man eine üppigere Bewirtung bieten, so ist es natürlich der Hausfrau unbenommen, verschiedene Sandwich-Schnitten und kalte Platten zu reichen. Fritzchen ist ein komischer Kerl. Einmal sitzt er abends im Schaukelstuhl und wippt eine ganze Zeit auf und ab. Plötzlich springt er vom Stuhl herunter und geht mit geschlossenen Augen zur Tür. «Aber, Fritz, wo willst du denn hin und warum hast du die Augen zu? » — « Seh, seh, still, Vater, > flüstert er, «ich hab mich eben in Schlaf gewiegt!» Den Besuchern der SäMtis=Scfiwe(k&afai in Ilmäsch empfiehlt sich höflich fürgrosseu. kleine Gesellschaften das Auto-Cars und Reisebar os verlangt bitte umgehend Prospekte und Menüs.

N° 61 - 1935 AUTOMOBIL-REVUE 21 Die Versuchung des Joos Utenhoven. (Fortsetzung aus dem Hauptblatt.) Und in der zweiten Nacht, die er so wach gelegen hat und das nicht mehr erträgt — und aufgestanden ist, sich durchgerungen hat zu dem Entschluss, zu ihr zu gehen und mit ihr zu sprechen, die Qual, die ihn nicht lässt, vor ihr von sich zu werfen — da, wie er schon in der weit offenen Tür steht und sie im Dämmerlicht schlafend ruhen sieht — fällt sein Blick auf ihr Täschchen, das auf dem kleinen Tische gerade reichweit von ihm liegt — Hinweggeschwemmt sein Vorsatz, jetzt den ersten Schritt zur Aussprache zu tun. Nachsehen —? Ob er etwas findet? Also doch Eifersucht? Unsinn — ein Wort ist das wie jedes andere — Nur dieses Täschchen sieht er, liegt im Kampfe zwischen Versuchung, Antrieb zuzufassen — und Hemmung. Fühlt zugleich heftig: unehrlich dieses heimliche Treiben, Spionieren. Aber wenn er jetzt zu ihr hinübergeht, sie fragt — und sie doch wieder nur das Schweigen oder die leeren Worte als Antwort für ihn hat: «Es ist nichts — wirklich nicht»! Und wenn man ihn betrügt?! still. Da hat er dieses Täschchen schon in Händen — ist wiederum in seinem Zimmer. Die Pulse hämmern ihm. Er horcht hinüber: nein — alles still. Wie ein Dieb kommt er sich vor. Weiss dabei: noch — noch könnte er zurück — könnte das kleine Ding da wieder auf das Tischchen schieben. Aber er kommt nicht los davon — denkt hastend, klammert sich daran: warum nur soll ich nicht? Habe ich ihr Täschchen denn nicht geöffnet, wenn ich ihr etwas schenkte und heimlich hineinschob, um mich später an ihrer Ueberraschung zu freuen, wenn sie es fand? Und wenn sie wirklich kein Geheimnis vor mir hat — was ist dabei? Auf seinem Bette sitzt er, wie er den Bügel öffnet. Gierig die Finger, die dann in dem Inhalt wühlen, während der Duft von ihr ihm aus der Seide der offenen Tasche entgegensteigt: das goldene Puderbüchslein, Spiegel, Kämmchen. Die kleine Geldbörse — ein winziger Kalender — ein paar klein zusammengefaltete Blätter. Die hält er jetzt, faltet sie auf. Die Hände wollen kaum: der Kassenzettel aus einem Warenhause — ein Brief von Cläre Hertwig mit der Adresse einer Schneiderin — nun noch einer — Rohrpost —. Das ist er — dieser erste: «Du hast mich angerufen, Elma ich war leider nicht zu Hause. Wann und wo darf ich Dich sehen? Fred.» — Auf das weisse Blatt, das vor ihm auf dem Schreibtische lag, starrte Joos Utenhoven. Wie lang er damals in der Nacht mit diesem Fetzen Papier in Händen auf seinem Bett gesessen hatte —. Da war doch schon ein Schein von Morgenlicht um alle Dinge ringsumher gewesen, wie er das Blatt doch wiederum gefaltet und zurück in die kleine Ledertasche getan und die dann drüben, ganz so wie er sie gefunden, auf das Tischchen geschoben hatte. Aussprache? — nein — das war ja jetzt vorbei. Wenn sie nicht reden wollte — niemand kann man zu Vertrauen zwingen — auch nicht durch alle Liebe, alle Hingabe in Jahren. Ihm blieb allein, zu warten und zu sehen, was da war — Tage, die grausame und ewig lauernde Bereitschaft waren. Beobachten und Warten unter einer Larve von unbesorgter Form. Ist denn nicht alles so wie sonst, wie immer? Und Nächte — Nächte, die einen durch tausend Höllen trieben und an der Seele frassen — die in den schlaflos hingebrachten Stunden, in denen man still liegen musste und sich kaum bewegen durfte, damit sie es da nebenan nicht hörte, phantastisch wilde Pläne und abenteuerliche Anschläge wie grosse bunte Blasen auftrieben, die dann im ersten Licht in nichts zerfielen. So hatte man da voneinander durch Tage hin ein bitteres Schattenspiel von leeren Worten, Formen durchgehalten. Und dann gestern — gestern früh, wie er das Haus verlassen wollte, da hatte er dem Briefträger auf der Treppe den Brief an sie mit diesem zweiten Zettel abgenommen. Gestern? Joos Utenhoven strich sich qualvoll über die Stirn. War denn das wirklich gestern erst gewesen? So lange schien 'das doch schon her — als ob zwischen dem Augenblick, da er das Ding in seinen Fingern fühlte, und diesem Jetzt riesige Zeitspannen Privat-Strandbad amBodensee Weekend Ferien Telefon: SteckbonnN2H vergangen wären. Wie sich ihm das in der Erinnerung jetzt oft vorschob — Gestern — — hatte den Brief dann in die Brusttasche geschoben und auf diesem kurzen Wege bis auf den Kemperplatz wie eine brennende Last mit sich getragen: Minuten nur — und er musste die Wahrheit wissen — letzte Klarheit haben — In die Bellevuestrasse - in das Geschäft - ? Nein — nein. Nicht jetzt die Augen des Doktor Marane auf sich gerichtet fühlen —. Nicht Zeit verlieren ! In dem grossen Cafe 1 hinter dem Rolandbrunnen hatte er mit einem Male gestanden. Leer — beinahe ganz leer der langgestreckte Raum. Zwei — drei Menschen nur. In einer Ecke ganz im Hintergrunde hatte er dann gesessen. Wie lange das gedauert hatte, bis der Keller gekommen war. Dann endlich. Ja — was hatte er doch nur gewollt? Kognak —? Jetzt früh des Morgens. Nein — das fiel auf: ja — Tee — «Mit Rum — ? Kaum verstanden hatte er, was der Mann in der weissen Jacke mit der Serviette unterm Arm da noch wollte. Dann war der fort. Irgendwo in der Ferne eine Stimme: «Portion Tee —» Und da hatte er auch schon den Brief vor sich, hatte den Bleistift vorsichtig in den längs des Randes ein wenig klaffenden Spalt geschoben und ihn mit Fingern, die ihm kaum gehorchen wollten — gerollt — gerollt — Offen —! Joos Utenhoven hob die Hände ein klein wenig an — das war, als spürte er noch jetzt den kalten Marmor unter seinen Fingern, so wie er ihn gespürt, als er das Blatt entfaltet hatte — Worte, die er erst gar nicht hatte fassen können, über die hin sein Blick zweimal — dreimal gelaufen war, ehe sie Sinn und Inhalt bekommen hatten: «Nie werde ich die Stunde, die wir heute verlebt haben, vergessen. Du warst wie einst —! Morgen, wenn er fort ist, komme ich. Du musst das Mädchen wegschicken, damit wir sicher sind. Ich küsse Deine Hände! Dein alter Fred.» Dann das Bewusstsein: Aus — alles aus — Zerschlagen und vernichtet alles, was er sich aufgerichtet, was er zu halten geglaubt hatte — Betrogen war er von der Frau, die ihm der Inhalt seines Lebens gewesen war — nein, immer noch war! — sollte wieder betrogen werden! Stand es nicht hier?! — «iDu warst wie einst — und morgen, wenn er fort ist —» Bilder und Vorstellungen, die ihn angesprungen und wie mit Krallenpranken nach ihm geschlagen hatten. Heisse, purpurrot aufflutende Wellen — nicht zu ertragen! Die Hand hatte sich ihm um dieses Blatt gekrampft. Wie lange er so gesessen hatte —? Eine Tasse war dann mit einem Male auf dem Tische vor ihm gewesen, eine Kanne, ein kleines Töpfchen mit heissem Wasser. Und er hatte sich eingegossen — hatte getrunken. Mechanisch — fortgenommen aus der Umwelt dieses Raumes — ohne zu wissen, was er tat. War mit allen Gedanken bohrend und wie in einem unbrechbaren Zwange schmerzhaft suchend auf ganz anderen Wegen gewesen — Vorstellungslos erst und nur mit dem zähen dumpfen Spüren, dass er es finden werde — finden müsse — Hatte dann Sinn und Inhalt erfasst und gedacht: Und morgen — wenn ich morgen dieses Rendezvous jäh durch mein Kommen breche — und diesem Kerl — diesem Schwein mit meinen Fäusten an die Gurgel gehe? Oder, wenn er jetzt zu ihr ginge, sie mit dem Briefe hier in Händen stellte: sprich — sprich, Elke-Maria — da gelten die Ausflüchte nicht mehr — wie konnte das —?! Und wenn sie redet? Kann sie mir dadurch jemals wieder werden, was sie mir gewesen ist?! Vorbei — ! Ein Klappern von Metall war da im Räume rings um ihn gewesen: da trug einer ein grosses hölzernes Tablett, auf dem in Reihen Stapel von Aschenbechern standen — schob rings auf jeden Tisch ein solches blank geputztes Schälchen hin. Da hatte er sich aus dem Suchen aufgerissen: Nein — alles nichts — Den Zettel hatte er geglättet, so gut das gehen wollte, hatte ihn wieder in den Umschlag geschoben. Und hatte dann die Fingerkuppe im Wasserglas befeuchtet, den Rand des Umschlages bestrichen und wieder angedrückt. (Fortsetzung folet) Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich In O. R. Wagners CH Tourlng, Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des T. C. S. ST. GALLEN 67» m üb. M DIE SCHÖNE STADT ZWISCHEN BODENSEE UND SÄNTIS Berühmte Stiftskirche u. Bibliothek. Museen u. Gemäldegalerien. Wildpark. Die besten Autostrassen der Schweiz. Das belieb. Wochenend-u.Ausflugsziel Prospekte durch das Verkehrsbureau der Stadt St. Gallen ST. GALLEN - Hotel Hirschen St. Fiden-St. Gallen, Hotel Bahnhof T. C. S. Am Marktplatz Renoviert. Sämtliche Zimmer mit messendem Wasser. Gross-Restaurant. Bündner Spezialitäten. Bescheidene Preise. Eigene Garage. Telephon 611. Der neue Inhaber: E. N. Cavlezel, vorm. 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