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E_1935_Zeitung_Nr.063

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stellt der Monochromatismus dar. Personen mit diesem Typ der Farbenblindheit sehen alles nur in Schattierungen von weiss und schwarz und haben gewöhnlich keine Ahnung davon, dass das normale Auge ein viel lebendigeres Bild von der Welt aufnimmt. Wiederum andere Farbenblinde verwechseln blau und gelb und sehen alles rot, grau und grün. Interessant ist die Feststellung, dass verschiedene Stufen von Lebewesen ein ungleich entwickeltes Farbensehvermögen aufweisen. Prof. von Frisch, München, leistete den experimentellen Nachweis, dass z. B. Bienen nur grau iind blau unterscheiden. Er brachte den Bienen dazu vorerst die Erfahrung bei, dass an einem blaugestrichenen Gegenstand immer Zucker zu finden war, an einem daneben befindlichen grauen, sonst aber genau gleich gestrichenen Gegenstand dagegen nicht. Verbrachte man nun nach einiger Zeit den Zucker vom blauen auf den grauen Gegenstand, so zog das Blau die Bienen nach wie vor an, obschon es hier nichts mehr zu finden gab. Mit gelben, schwarzen, grünen, und roten Lockfarben versagte jedoch das Experiment vollkommen, was beweist, dass die Bienen diese Farben nicht «sehen» können. Fische sollen den gleichen Typ von Farbensehvermögen haben wie die Bienen, während Katzen, die nachts so gut sehen, dafür am Tag nur zwischen Schwarz und Weiss unterscheiden können. Vier Grundfarben unterscheiden ausser den Menschen auch Hunde und Vögel. Ob es Tiere gibt, die mehr als das zu unterscheiden vermögen, lässt sich leider nicht feststellen, da uns dazu die Vergleichsgrundlagen fehlen. Die Chancen, dass rote und grüne Verkehrssignale auch noch von teilweise farbenblinden Personen richtig erkannt werden können, nehmen zu, wenn dem Rot etwas Orange und dem Grün etwas Blau beigemischt wird, wie das mancherorts bei Eisenbahnsignalen schon geschieht. -s. Te«k S P Antwort 9481. Engroslieferanten für Sicherheits- Blas. Zuschrift weitergeleitet. Red. Frage 9491. Erfahrungen mit « Diatherm »- und « Nova »-Kolben. Ich habe einen Fiat 503, Jahrgang 1928, und möchte nun neue « Diatherm »-Kolben und « Floquet >-Büchsen einbauen lassen. Wer kann mir aus Erfahrung mitteilen, wie sich diese im Fahrbetrieb bewähren? Wer teilt mir seine Erfahrungen mii NüTs.-Kolben mit? F. H. in W. Frage 9487. Standgrube in eine Privatgarage. Ich beabsichtige, in meiner Privatgarage eine Standgrube herzustellen, da ich die Reinigung und Schmierung meines Wagens immer selbst besorge und es jedenfalls viel bequemer ist, als unter die jetzt so niedrig gebauten Wagen zu schlüpfen. Ich wäre nun sehr dankbar, von Automobilisten, die im Besitze einer Standgrube sind, einige Meinungen hierüber zu hören, speziell, ob sie mir eine solche empfehlen können und welches die richtige Tiefe, Breite und Länge wäre. A. M. in N. Frage 9492. Blitzschlag ins Auto. Wie steht es eigentlich mit der Gefahr, dass ein Auto während der Fahrt vom Blitz getroffen wird? Ist man während des Gewitters in einem Auto mehr gefährdet. als wenn man sich als Fussgänger in offenem Gelände aufhält, oder befindet man sich dadurch, dass das Auto auf den isolierenden Gummireifen steht, im Gegenteil in grösserer Sicherheit? Wie verhält es sich mit der Behauptung, dass in rascher Bewegung befindliche Gegenstände den Blitz besonders stark anziehen? W. M. in M. Antwort: Authentische Berichte über Blitzeinschläge in fahrende Automobile sind bisher nicht bekannt. Schon hierin liegt ein starker Hinweis darauf, dass eine besondere Gefa%r für den in einem Gewitter fahrenden Automobilisten 1 jedenfalls nicht besteht. Auch die Ueberlegung muss zum gleichen Ergebnis führen. Besonders in einem Gelände wie dem unseren wird das Auto immer nur eine ganz minimale Erhebung darstellen. Jedes Haus und jeder Hügel ragen viel höher in Frage 9493. Wie hält man den Motor am kühlsten? Wann erhitzt sich ein Motor an einer Steigung weniger, wenn man möglichst im direkten Gang bleibt und. dazu viel Gas geben muss oder wenn man einen kleinen Gang einrückt und die Steigung nur mit wenig Gas befährt? P. 0. in S. Antwort: Eine einfache Antwort lässt sich hier nicht geben. Fast jeder Motor verhält sich in dieser Beziehung etwas verschieden. E s kommt darauf an, wie der Ventilator wirkt, ob die Kühlung eine Wasserpumpe aufweist oder nicht, wie die einzelnen Gänge abgestuft sind und welche Fahrgeschwindigkeiten die Steigung erlaubt. Gestattet die Steigung noch ein flottes Tempo, so dass der Kühler auch ohne die Unterstützung des Ventilators noch kräftig durchspült wird, so wird sich der Motor in der Regel auch beim Vollgasfahren in einem wenig übersetzten Gang nur schwach erhitzen. Ist jedoch die Steigung so stark, dass man mit beispielsweise nur noch 20 km/St, vorwärts kommt, so wird sich ein Herunterschalten empfehlen. Indem man dadurch den Motor auf grössere Tourenzahl bringt, erreicht man eine höhere Wirkung des Ventilators, während gleichzeitig auch die Füllungen der Zylinder mit Gasgemisch vermindert worden können und die in den Zylinderwandungen abgegebene Wärmemenge deshalb kleiner ist. Natürlich darf der Gang auch nicht allzu klein gewählt werden, sonst wächst wieder der Anteil an entwickelter Reibungswärme, während gleichzeitig der Wirkungsgrad des Ventilators relativ absinkt. Am besten stellt man das für jeden Motor passende Verhalten von Fall zu Fall fest. Es gibt Motoren, die sich, wenn sie beim Fahren in einem wenig übersetzten Gang überhitzen, deutlich spür- die Atmosphäre hinein und sind deshalb viel eher geeignet, den Blitz « anzuziehen». Die Bebar wieder erholen, sobald man einen kleineren Gang zu Hilfe nimmt. Mit anderen dagegen, vor allem mit solchen, die keinen Ventilator aufweisen, heisst es so lange wie möglich auf Tempo zu hauptung, dass in Bewegung befindliche Gegenstände besonders leicht vom Blitz getroffen würden, wurde bisher nie bewiesen. Selbst wenn ea, wohl nur durch Zufall, einmal zu einem Blitzeinschlag kommen sollte, so wird dieser für die Insassen eines geschlossenen Wagens fast sicher unschädlich sein. Der Spannungsausgleich wird durch die Metallwände der gut leitenden Karosserie vor sich gehen und nicht durch die Körper der Insassen, die einen weit grösseren Widerstand bieten. Selbst ein Leinwandverdeck, das ja in einem Gewitter immer nass sein wird, dürfte für die Insassen einen genügenden Schutz darstellen. Anderseits ist aber von den Pneus kaum irgendwelche Isolationswirkung zu erwarten. Einer Blitzentladung, die ja oft mehrere Kilometer Länge h'at, wird es ganz «gleichgültig» sein, ob sie nun auch noch den kurzen Isolationsweg, den die Reifen bilden, zu überspringen hat oder nicht. Uebrigens werden ja auch die Reifen bei einem Gewitter meist nass sein und deshalb nur mehr wenig isolieren. Natürlich soll all das nicht heissen, dass man sich bei einem starken Gewitter mit seinem Wagen unbedingt auf dem Kamm eines Hügels aufhalten muss, wo die Gefahr von Blitzeinschlägen ohnehin schon sehr nahe liegt. Gerät man schon einmal mitten in ein Gewitter hinein, so wird man vielleicht auch besser anhalten, um nicht zu riskieren, dass man durch die Schreck- oder Blendwirkung in der Nähe niedergehender Blitze, durch umstürzende Bäume, herabfallende Aeste Uifd ' dergleichen verunfallt. ,-ati- r) ÄTTTOMOBIL-KEVUE' bleiben, wenn man nicht ein Kochen des Kühlwassers riskieren will. -at- LUFTFAH Das II. nationale Segelfliegerlager auf der Rigi. Wegen ständigen Nebels noch keine grösseren Flugleistungen. Während des Donnerstags trafen in Goldau die zehn Segelflugzeuge ein. Von geübten Hilfsmannschaften wurden sie innert kürzester Zeit auf die Güterwagen der Rigibahn verladen und in der Nacht nach Rigikulm verbracht. Die dortige Lokomotivremise diente als Hangar. Das Lager bestand aus 63 Personen und stand unter der Leitung von Ing. Hug. Am Freitag morgen wurden die Vögel auf dem Startplatz südlich, von Rigi-Kulm montiert. Aber unvermittelt zogen Nebel aus den -Tälern herauf. Da keine der Maschinen für Blindflug eingerichtet war, musste auf den Flugbetrieb verzichtet werden. Gegen Mittag setzte zudem ein leichter Re- gen ein, so dass es die Piloten vorzogen, die Maschinen wieder zu demontieren. Auch der Samstag war nicht günstig für irgendwelche grössere Leistung. Einzig ein Talflug des Piloten Hessel, Ölten, auf S 15* konnte gestartet werden. Bis zum Eintreffen der Wettermeldungen war wieder alles in dicken Nebel gehüllt. Auf Grund der Prognose beschloss die Lagerleitung, unter dem Präsidenten des Aero-Clubs Sekt. Zürich, Herrn Kölliker, das Lager bis Sonntag, den 11. August, auszudehnen. Diejenigen Piloten, die für das internationale Lager auf dem Jungfraujoch vorgesehen sind, sollten während der Woche ihrem Training obliegen. Alle andern Piloten jedoch werden auf den 10./11. August wieder nach Kulm zurückkehren. Noch hoffte man auf besseres Wetter am Sonntag, sah sich jedoch arg enttäuscht. Der Sonntag war daher ein Tag des Auszuges. Auf dem Rigi verblieben nur noch die Lagerleitung, die Piloten Schreiber-Bern, Suter-Bern, Godinat- Zürich, Rebsamen-Basel mit den nötigen Hilfsmannschaften. Ebenfalls auf dem Kulm verblieben sind sämtliche Segelflugzeuge. Vertreten sind die Hochleistungstypen Spyr, Condor und S 15 fl und die beiden Uebungstypen Falke und Grünau Baby. Trotz des ungünstigen Wetters blieben die Segelflieger nicht untätig. Da sich genügend kompetente Leute in den eigenen Reihen befanden, wurde ein Theorieprogramm improvisiert, das über viela Probleme der Konstruktion und des Fliegens angeregte Diskussion entfachte. So wurde von Ing. Hug als nächstes Ziel der Konstruktion ein Typ bezeichnet, der bei einer grösseren Flächenbelastung von ca. 18 kg/m s eine kleinere Sinkgeschwindigkeit von ca. 30 cm/sec. und einer Fluggeschwindigkeit von ca. 100 km/St, erreicht. Ueber die flieg-erischen Zukunftsaufgaben ergänzten sich die Referenten Schreiber und Eggenberger, wobei der letztere als Flugmeteorologe wichtige Gründlagen der Schreiberschen Programme zn geben vermochte. Schreiber wünschte vor allem, dass der Streckenflug mehr gepflegt würde und dass die Alpentraversierung von einem Schweizer als Ersten unternommen würde. Ueber allfällige Leistungsflüge werden wir ausführlich berichten. Kraftfahrschule in Frage und Antwort. Hilfsbuch für Fahrschüler und Kraftfahrer, von Ing. A. Pleines. Zweite vermehrte und verbesserte Auflage. Mit 30 Abbildungen, mit vierfarbigen Verkehrszeichentafeln. Geheftet RM. 1.05. Verlag: Hachmeister & Thal, Leipzig G 1. Das vorliegende Büchlein bildet einen weiteren Beitrag zur Fachliteratur für den angehenden Automobilisten. Es unterscheidet sich von ähnlichen Schriften dadurch, dass es gleichzeitig die Grundlagen der Automobil- und der Motorrad-Technik behandelt. Den Ausführungen über den Aufbau und die Bedienung der Motorfahrzeuge ist ein mehr auf deutsche Verhältnisse zugeschnittener Teil angegliedert, in denen der Leser mit Verkehrsvorschriften und Gesetzesbestimmungen wird. 1335 — N° Bucherfisch vertraut gemacht REINHDLn und die hochwertigen X/EEDOL vereinigen die hervorragehdst Schmierfette schaffen für die Chassis-.Schmierung. tadelloser Mechanismus und Qualitätsfette! I aUWlIUWVl. • IIIWW II Ulli Will MV- UIIU *(MMII»M»WIW»*W m - Installation für Spezial- " , ., , '«'• t ."•/..? Schmierung mit3Fetten ,, > w ,,«„. 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"* NO 03 •— 1935 AUTOMOBIL-REVUC 9 NÜRBURGRING ECHO Fortsetzung von Seite 3. zenden Anfang, der ihn über fast die Hälfte des Rennens das Feld anführen liess, unter zunehmenden. Magen- und Darmbeschwerden, so dass er nur unter Aufbietung seiner letzten Energie bis zum Schluss durchzuhalten vermochte und für Mercedes-Benz den dritten Platz belegen konnte. Nach Beendigung des Laufes musste er sich un- Von Brauchitsch fuhr nun eine Runde schneller als die andere und stellte dabei mit dem beinahe unglaublichen Durchschnitt von 130 kra/St. einen neuen Rundenrekord auf. Er fuhr nur auf Zeitvorrat im Bestreben, den unerwarteten Vorsprung auf Nuvolari so zu vergrössern, dass dieser ihm unter keinen Umständen mehr gefährlich zu werden vermöchte. Er drehte diese unheimlich raschen Runden ohne Rücksicht auf den Pneuverschleiss, den, wie wir bereits in unserem ersten Bericht anführten, Spezialisten des Faches gerade für Brauchitsch so berechneten, dass sie einen zweimaligen Reifenwechsel als unumgänglich notwendig in Rechnung stellten. Die unerhörte Beanspruchung der hinteren Pneus in den vielen Kurven und bei den zahlreichen Bremsaktionen musste auch den besten Reifen so zusetzen, dass vor der Zeit die Lauffläche durchgescheuert war. Rosemeyer, der uns am Vortage in seinem Privat- • wagen die Strecke zeigte und sich dabei über eine fabelhafte Kenntnis der Strecke auswies, gab schon damals seiner Ueberzeugung Ausdruck, dass das Rennen in den Kurven und mit mehr oder weniger Bremsen gewonnen oder verloren werde. Es kam daher nicht von ungefähr, wenn - sich bei der Bereifung von Brauchitschs Wagen yenige Runden vor Schluss der weisse Signalstreifen zeigte, der höchste Gefahr ankündigte. In der Mercedes-Boxe wurde daraufhin alles zum Wechsel der hinteren Räder bereitgestellt, ohne dass der Fahrer von dieser Möglichkeit noch Gebrauch machte. Es ist nun müssig, sich darüber zu unterhalten, wie sich die Endphase des Rennens gestaltet hätte, wenn frische Reifen aufgezogen worden wären. Fahrer wie Rennleitung werden die ihnen notwendig erscheinenden Schlüsse aus dem Ausgang des Kampfes für kommende Rennen gezogen haben und man darf daher auf die nächsten Treffen und vorab auf unseren Grossen Preis in Bern um so gespannter sein: Möglicherweise werden sich die Kräfteverhältnisse bis dahin aber noch auf einer anderen Ebene verschoben haben, weil mit ziemlicher Sicherheit damit gerechnet werden kann, dass alsdann der neue, schon seit einiger Zeit erwartete neue Zwölf-Zylinder der Alfa mit von der Partie sein wird. Auf italienischer Seite hofft man mit deren Debüt bereits in zehn Tagen in Pescara, doch werden die Alfa Romeo-Werke sicher nichts , überstürzen und ihre neuesten Waffen erst einf setzen, wenn sie gründlich geschmiedet sind. Es bleibt den Italienern immer noch die Gewissheit, Sese neuen "Boliden im September am Grossen Preis auf der Monzabahn in Aktion zu sehen. Immerhin hat Nuvolaris Erfolg gezeigt, dass die grössere motorische Leistung allein nicht den Ausschlag geben kann. Die am Nürburgring eingesetzten 3,2-Liter-Wagen von Alfa Romeo hatten gegenüber den deutschen Maschinen ein Defizit von 50—70 PS. Aber die Strecke war für die italienische Konstruktion wie geschaffen. Insbesondere erwies sich die Strassenlage nach den im Laufe dieser Saison vorgenommenen Verbesserungen, der Abfederung, wobei vorne die unabhängige Federung nach System Dubonnet angewandt wurde, als allen Anforderungen entsprechend. Dass übrigens die Scuderia Ferrari das grösste Vertrauen in ihre vorzüglich vorbereiteten Wagen setzte, liess auch der Umstand erkennen, dass das Training auf das absolute Minimum blieb. beschränkt Man munkelte,, die Wagen, der... drei Spitzenfahrer von Mercedes seien mit neuerdings verstärkten Motoren ausgerüstet worden, so dass deren Zylinderinhalt nunmehr die 5-Liter-Grenze ebenfalls überschritten habe. Natürlich wollte niemand etwas Genaues wissen^ Die Tatsache aber, dass dann ausgerechnet die drei in Frage stehenden Maschinen bei der Wagenabnahme Uebergewichte zwischen 7 und 15 kg aufwiesen, bestärkte die meisten in der Annahme, die vorerwähnten Gerüchte beruhten auf Richtigkeit. Im übrigen war die Gewichtskontrolle für die Offiziellen eine harte Nuss, verzüglich in ärztliche Behandlung begeben. Und Nuvolari! Obwohl er nach der halben Rennzeit als Erster von den vier .bestplacierten denn, verschiedene Wagen zeigten ein gewisses Fahrern zum Reifenwechsel und Tanken an derUebergewicht. Mit allen Künsten • und Kniffen konnte dann durchgehend die ; 750-kg-Gewichtsgrenze erreicht werden. Allerdings weiss ein italienischer Fachmann zu berichten, dass dies in Boxe anlegte, konnte er nur als Letzter mit einem Zeitverlust von fast einer Minute gegenüber den drei schärfsten Rivalen deren Verfolgung wieder aufnehmen. Der Handhebel an der Pumpe in der Boxe brach während der Brennstoff-Einfüllung ab, so dass der noch notwendige Betriebsstoff in kleineren Kannen und mittels Trichter zugeführt werden musste, während Nuvolari verzweifelt neben seinem Wagen stand und die übrigen Fahrer in der Ferne verschwinden sah. Wenn das nicht auch Rennpech genannt werden sollt Dass der Mantuaner aber den Kampf mit ungebeugter Energie und um so grösserer Verbissenheit wieder aufnahm, obwohl er selbst kaum mehr an die Möglichkeit geglaubt haben dürfte, diese Scharte auswetzen zu können, gehört mit zu den vielen hervorragenden sportlichen Spitzenleistungen, die uns der Grosse Preis .bot. einzelnen Fällen nur möglich war, indem auch noch das Oel aus den Bremszylindern abgelassen worden sei. -Der nämliche Gewährsmann wirft wohl nicht mit Unrecht die Frage auf, ob durch dieses Vorgehen die jetzige Rennformel nicht eine allzu extensive Interpretation erfahren habe, eine Angelegenheit, die alle Aufmerksamkeit der internationalen Sportkommission verdient. (Fiat), Conte (Fiat), Fossati (Fiat), Zoboli (Fiat), Burggaller (B.M.W.), De Soüssay (Singer), ^lahe (Bugatti), Mongin (Delahayej. Die Sternfahrt nach Brüssel, die letzte Woche in der belgischen Hauptstadt ihren Abschluss fand,_ hatte eine Beteiligung von 112 Fahrern aufzuweisen, von denen 104 das Ziel erreichten. Auch drei Schweizer vermochten eich ausgezeichnet zu klassieren, indem Huguenin (Genf) mit 5 Strafpunkten im 15., Forbrich (Luzern) mit 8 Punkten im 20. und Periat (Fahy) mit 70 Punkten im 55. Rang figurieren. Das Rennprogramm von Auto-Union und Mercedes-Benz. Die Auto-Union wird sich mit drei Fahrzeugen, unter der Führung von Stuck, Varzi und Rosemeyer, zunächst mal am 15. August am Acerbö-Pokal beteiligen; dann ist für den 25. August der Grosse Preis der Schweiz vorgesehen. Am 1. September wird dann Varzi an das Stilfserjoch-Rennen beordert und 8 Tage später werden drei Maschinen an den Grossen Preis von Italien entsandt. Das nächste Rennen von Mercedes-Benz wird ebenfalls die Coppa Acerbo sein, dann folgen der Grosse Preis der Schweiz sowie der Grosse Preis von Italien. Weil wir gerade bei: diesem internationalen Forum sind, so sei noch die Frage der besseren Startordnung kurz e rwähnt. Wie erinnerlich, ist nach dem Grossen Preis von Belgien in der Fachpresse der beteiligten Länder eine Diskussion über einen verfrühten Start des nachmaligen Siegers Garacciola ausgelöst worden, die auch in unserem Blatt ihren Niederschlag fand. Wir wiesen in diesem Zusammenhang auf die Notwendigkeit ver- 41 Nennungen für die Rennen am Grossen Preis der Schweiz. Bei Ablauf des ersten besserter Startmethoden hin und regten an, dieNennungsschlusses für den Grossen Preis deutschen^ Sportkreise möchten einen entsprechenden Antrag bei der internationalen Sportkom- der Schweiz lagen insgesamt 41 Nennungen mission einbringen. Auf dem Nürburgring wurde vor. Davon entfallen 21 auf den «Preis von dann der Start versuchsweise durch eine Lichtämpel geregelt, welche während bestimmten Se- für Maschinen bis zu 1500 ocm Inhalt, und Bern », das internationale Kleinwagenrennen kundenfristen in verschiedenen Farben aufleuchtete, bis dann das eigentliche Startsignal kam. Die 20 auf den eigentlichen Grossen Preis, der Einrichtung hat sich recht gut bewährt. Sie könnte nach der internationalen Rennformel ausgetragen wird. Das Organisationskomitee hat vielleicht noch mit einem grossen Sekundenzeiger, der die Minute vor dem Start allen gut sichtbar sich entschlossen, einen zweiten Nennungs«- anzeigt, kombiniert werden. Wie nun aus einer schluss auf Samstag den 10. August festzusetzen. Es sind nämlich noch Verhandlungen Zuschrift des Generaldirektöriums tler Mercedes- Benz-Werke an den Spprtpräsidenten des Königl. belgischen' Ä. G. hervorgeht, wird von dieser Stelle mit einer weiteren Fabrikmannschaft im an die deutsche oberste Sportbehörde (O.N.S.) zuhanden des internationalen Forums ein solcher gelangen dürften, wenn feststeht, dass die Gange, die erst diese Woche zum Abschluss .Antrag gestellt. Demgemäss soll ein Startreglement betreffende Equipe mit den sich zurzeit auf ausgearbeitet werden, das für sämtliche Organisatoren verbindlich wäre. Darin musste nach den Probefahrten befindlichen neuen Modellen deutschen Vorschlägen auf eine durchaus einheitliche Art und Weise der Zeitpunkt eine Minute, zu starten in der Lage ist. • 30, 10, 5, 4, 3, 2 und eine Sekunde vor dem Start Die Rennleitung ging bei der Einladung an markiert werden. Die Startflagge soll dann erst die in, Frage kommenden Fahrer und Mannschaften nicht nur vom Bestreben aus, ein zehn Sekunden vor dem «Los» gehoben' werden. Ferner wird gewünscht, dass die Fläche, auf der zahlenmässig sehr gutbeschicktes Feld für gestartet wird, durchaus eben sei. Für den belgischen Grossen Preis lag der Startplatz an einer die beiden Rennen bereitstellen zu können, kleinen Halde, so dass ohne das Zutun der Fahrer einzelne Wagen etwas nach vorn rollten. Endniaterial das Beste und Leistungsfähigste für sondern auch in Bezug auf das Maschinenlich geht eine Anregung dahin, es.sei bei schachbrettartiger Aufstellung der Fahrer die bisherige Bern zu sichern. Bestimmung, dass sofort nach dem, Stait rechts Die oben erwähnten Nennungen schliessen gehalten werden müsse, abzuändern,, und zwar, in zWe,;' weitere international bekannte Rennorgapisationen ein, nämlich die. Fabrikmann- dem Sinne, dass geradeaus zu fahren sei bis zur ersten Kurve nach dem Start. Auf diese Weise könnte nämlich vermieden werden, dass Fahrer schaft» der Auto-Union, der natürlich Stuck jaus "den »hinteren Reihen dur&h^abrzeuge aus^def; aj&näiejfr, des letztjährigen.; Rennens, angeiFrontreihe blockiert werden. Die, Anträge verdien -hört, sowie drei Fahrer der englischen nen auf alle Fälle weitgehende Beachtung, um' so •E.R.A.-Renngemeinschaft, die über die sehr mehr, als die bisherige -Praxis. deutlich die' Unzulänglichkeit der bisherigen,-Startinethodert' erwieschnellen Kleinwagen gleichen Namens verfügt. Gemessen an den bisher stattgehabten Isen hat. - bv Grossen Preisen anderer Länder erweist sich bereits beirn ersten Nennuhgsschluss die Die Nennungen für das 24-Stundenrennen Beteiligung an den Rennen in Bern als eine von Pescara (Targa Abruzzo), das am 11. August auf der 25,8 km langen Rundstrecke von Pescara zum Austrag gelangt, sind abgeschlossen worden und weisen in der Kate^ gorie ohne Kompressor 7 und- in der Kategorie mit Kompressor 4.2 Maschinen auf : - Wagen ohne Kompressor: Graziani (Alfa Romeo), Rossi (Fiat), Alfieri (Alfa Romeo), Rooco (Maserati), Merlin (Bugatti)* X (Bugatti), Vallee (Bugatti). Wagen mit Kompressor: Bianco (Fiat), Folkner (Aston Martin), Holl (Aston Martin), Minio (Fiat), Stea (Bianchi), Capelli (Fiat), Villoresi (Fiat), Gambaro (Fiat), Cantoni (Lancia), Giacosa (Lancia); Matrullo (Fiat); l X "(Lancia), X Lancia), Ceschia (Lancia), Minetti (Lancia), X (Lancia);-Rosa- (Alfa Romeo), Severi (Alfa Romeo), Prinz Nikolaus von Rumänien (Alfa Romeo), Bergamo (Alfa Romeo), Battilana (X), Mussi (Fiat), Romualdi (Fiat), Bonsi (Alfa Romeo), Balsamo (Fiat), Ferrara (Fiat), Colavo (Fiat), Borgo (Fiat), Massaferro (Fiat), Perroni (Fiat), Capelli (Fiat), Avanjäni (Fiat), Monici (Fiat), Zanelli (Fiat)". Benedetti $F»«»»t ••» de Sdiwe^ der grössten und qualitativ besten.'" Jules ..Neher f Aus Genf erreicht uns die tragische Kunde, dass Direktor J. Neher einem Verkehrsunfall zum Opfer gefallen ist. Der im 65. Altersjahre jäh Verstorbene stammte von Schaff hausen und wohnt seit "1910 in Genf, wo er seither in" den Werken der Motorradfabrik Motosacoche in führender Stellung tätig war. Er nahm sowohl am .öffentlichen Leben als an der motorsportlichen Bewegung in der Schweiz lebhaften und aktiven Anteil; Der Gemdncfe Plainpalais diente er als Gemeinderat während fünf Jahren. Er war einer der Mitbegründer der JIMS, deren, Ehrenpräsident er bis zu seinem Hinschie.de blieb i und die in ihm einen ihrer geistigen. Führer und 1 Betreuer verliert. Seit. 1929 war Herr Neher auch. Ehrenvorsitzender der internationalen; Vereinigung; der Mo torfahrer-Lah des verbände ' (FICM7- Aber; auch deiri'Äutomobilwesen galt, sein Interesse und; i ein Grossteil seiner freien Zeit. Als Vorsitzender der Verkehrskommission der Sektion Genf des TCS setzte ' er sich unermüdlich fair die Verbesserung der dor- ' tigen Verkehrsverhältnisse ein. Dem Gesamtclub leistete er als Mitglied des Verwaltungsrates bleibende Dienste. Endlich gehörte der Verstorbene ; auch dem Aero-Club an und arbeitete längere Zeitin dessen Zentralvorstand mit. Er widmete sich all] diesen Ehrenämtern mit der nämlichen Hingabe und Gewissenhaftigkeit wie seiner verantwortungsvollen Berufsarbeit. Sein loyales und verbindliches Wesen schaffte ihm einen ausserordentlich grossen Bei •' kannten- und Freundeskreis. Alle, die ihn irgendwie kannten, werden seinen Verlust aufrichtis;. betrauern. Wir entbieten unsererseits der schwerge-• prüften Familie und den durch den Verlust'ihres ; technischen Direktors betroffenen Motosacoche-Wer-. ken unsere wärmste Teilnahme. . S4i»0*sera Die Kräzernpass-Strasse eröffnet! Als Zufahrtsstrasse zur Talstation der neuen Seil-Schwebebahn auf den Säntis ist die Kräzernpass-Strasse zusammen mit dieser am Bundesfeiertag dem regulären Verkehr übergeben worden. Sie bildet die Fortsetzung der Urnäscherstrasse ab Steinfluh bis zur Beieregg auf Schwägalp und überwindet auf einer Länge von gut 5/4 km eine Höhendifferenz von zirka 350 Meter. Diese Paßstrasse, die im Frühjahr 1934 nach den Plänen des appenzell-ausserrhodischen Kantonsingenieur-Büros in Angriff genommen wurde und nun beinahe fertig erstellt ist — es fehlt teilweise noch der Bitumose-Belag — weist durchgehend eine Breite von b% Meter auf und darf in ihrer Art als ein Meisterwerk bezeichnet werden. Von der Steinfluh weg folgt sie dem rechten Ufer der Urnäsch in regelmässig lOprozentiger Steigung bis auf die Höhe des Gasthauses Kräzerli.- Von dort schlängelt sie sich in verschiedenen Windungen empör bis zum Grossgarten, um dann der st. gallisch-appenzellisclien Kantonsgrenze folgend die Schwägalp zu erreichen. Das Strassehbild mit seinen zahlreichen Serpentinen, Haarnadelkurven und Verbauungen passt sich sehr gut in die Landschaft ein. Ab Urnäsch erreicht der Autodierist der Schweizerischen Postverwaltung die Sehwägalp in 3 A Stunden, und wenn einmal erst die bereits Jm Bau befindliche Alpenstrasse vom Toggenbure her nach Beieregg die Durchgangsverbindung mit dem! Kanton Appenzell schafft, so ist die Schweiz wieder um. eine prächtige Bergstrasse reicher und diese wundervolle Gegend mit dem immerfort wechselnden Panorama im Automobil schnell und bequem erreichbar. Fy. T.C.S. Autosektion Aargau Protokollauszuo Ober die Sitzung des Vorstandes vom 2. August 1935. 1. Nach Verlesen des letzten Protokolls, das genehmigt wird, werden 12 Automobilisten neu als Mitglieder in die Sektion aufgenommen. Der vom Zentralsekretariat vorger legte Entwurf für ein neues Clubabzeiche.a] missfällt allgemein. 3. Der' Schneeketten-^ dienst für den, Winter. 1935/36, soll rechtzeitig ,. vorbereitet werden. 4. An die aargauischeh Schü- * len soll ein Plakat verschickt werden, worin die Schüler auf die Gefahren auf der Strasse aufmerk-i sam gemacht werden. 5. Die Sektion Aargau wirdi am 1. September im Schachen in Aarau die schwei-'. zerische Gymkhana zum Austrag bringen. Das i Fahrreglement wird in den nächsten Tagen deD! Sektionen zugestellt werden. • «!«>•»' Schweizerische Gesellschaft der Motorfahreroffiziere, -Sektion Bern. Bei geeigneter Witterung wird! am nächsten Sonntag, den 11; August, ausgehend! vom Flugplatz Relpmoos, in Abwandlung-der « Autavias» eine Segelflugzeug-Verfolgungsfahrt mit Autos durchgeführt. 14 Uhr Start des --Flugzeuges.' 16.15 Uhr Abbruch des Wettbewerbes und Rückkehr : der Automobile nach dem Belpmoos. 'Es ist zu er-' warten, dass die Veranstaltung, die wenn möglich, noch spannender sein wird als die Autavjas ,und je- 1 denfalls an die Piloten noch grössere Geschicklichkeitsanforderungen stellt, grosse Beteiligung finden 1 wird. Kfel*l«ama«>te£I Automobil-Produktion Detroit.'i—«• VonrI. Januarbis 30. Juni hat^die Ford Motor Company 848 504! V-8 Wagen herausgebracht. i 3 den FEDERN wie sie sein müssen nur von KÜRY Carrosserie w e r k s 1311 e Bactistr.16 Uytenquai353 Tel.54.487, Zürich-Wollishofen ; I Etaen»ara wonnalaitearo Fischen Scbafflnusan (Schweiz) All S Wir -fabrizieren auf jeden Wagen das passende Kühlernetzt Neuestes Hochleistungs-Element! D. R. 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