Aufrufe
vor 8 Monaten

E_1935_Zeitung_Nr.067

E_1935_Zeitung_Nr.067

10 AUTOMOBIL-REVUE

10 AUTOMOBIL-REVUE 1935 — LUFTFAHR; Weltrekordflieger Wiley Post f. Wiley Post, Weltumfliegungs-Rekordinhaber, mehrfacher Ozeanüberquerer und Stratosphärenflieger, ist vergangenen Freitag auf einem Raid von den U. S. A. nach Sibirien 25 Kilometer von Point Barrow in Alaska infolge Motorpanne verunfallt und samt seinem Begleiter, einem Filmschauspieler, ums Leben gekommen. Diese Hiobsbotschaft kommt ausserordent- Iich überraschend- Noch kürzlich wussten Depeschen aus U. S. A. von den unermüdlichen Versuchen des Verunglückten zu be- • lichten, den nordamerikanischen Kontinent im Flugzeug in Stratosphärenhöhe zu überfliegen. Eine Motorpanne auf seinem neuesten Flug hat die interessante Karriere, die eigentlich von kurzer Dauer war, jäh abgeschlossen. Seine Fliegerlaufbahn ist aufregend und reichhaltig genug gewesen. Sie bedeutete Tempo und nochmals Tempo. In kurzen Zügen sei hier die Rede davon. Post, Sohn eines Farmers, richtiggehender Indianer aus Oklahoma, wurde von seinen Eltern zu strikter Arbeit angehalten. Sein Traum aber war stets die Fliegerei. Ein Unfall brachte ihm die Verwirklichung, seiner Luftschlösser. Er verlor ein A U ge, erhielt Invalidengelder und schaffte sich daraus ein Flugzeug an, mit welchem er später Pionierarbeit leisten sollte- Auf einen Schlag sozusagen wurde er bekannt durch seine 'Weltumfliegung, die er vom 24. Juni bis 1. Juli 1931 zusammen mit Kollege Harold Qattyin Zeit für seine Weltumfliegung betrug 8 Tage 15 Stunden 51 Minuten. 1933 brachte die zweite Grosstat: Abermals in Rekordzeit und sogar, mutterseelenallein um die Welt! Gestartet wurde am 15. Juli in New York. Dort trafen frühmorgens, von Chikago kommend, die ersten Bilder von der Landung, des italienischen Fluggeschwaders ein- Post nahm sie mit über den Atlantik — direkt nach Berlin, wo er nach 25% Stunden niederging und somit eine ausserordentlich sensationelle Bildberichterstattung durchgeführt' hatte. Schon der Nonstopflug New York-Berlin war an sich etwas Phänomenales, was am besten dadurch dokumentiert wird, dass diese Leistung bis heute unwiederholt ist. Die Weltumfliegung glückte. Der von Post zum erstenmal auf einer Reise von derartigen Riesenausmassen benutzte Robot-Apparat hatte Prächtiges geleistet. Zwar bockte der Motor gelegentlich, aber dennoch schaffte er es. Die neue Zeit lautete 7 Tage 18 Stunden 49 Minuten. Pro 1933 erhielt Post die goldene Fliegermedaille für ausgezeichnete aviatische Leistungen von der Föderation Aeronautique Internationale. — Schon für 1934 hatte er wieder Bedeutendes vor: London-Melbourne Air Race. Sein Plan war, die Strecke von 17,000 Kilometer in der Stratosphäre zurückzulegen. Er kam aber nicht zur Ausführung, indem er bei einem Probeflug durchsackte und Bruch machte. Oft hat er dem Fliegertod in die Augen geschaut. Da raste er mal im letzten Herbst in voller Fahrt an einen Baum: Völlig zertrümmerter Apparat — Post unversehrt- Immer hat er Glück gehabt... nur diesmal,nicht. Zu Beginn dieses Jahres arbeitete er intensiv an seinem Projekt, in 11,000 Meter Höhe vom Pazifik zum Atlantik zu fliegen. Infolge Sabotageakten gab es verschiedene Fehlstarts. Aber vom 15.—16. März glückte Die Luftfahrt in der Tschechoslowakei. Im Rahmen des Jubiläumskongresses der tschechoslowakischen Ingenieure hielt kürzlich der Chef des Präsidiums des Arbeitenministeriums einen aufschlussreichen Vortrag über die Verkehrsfragen der Tschechoslowakei, dem wir nachstehenden Abriss über die Entwicklung des Zivilflugwesens der Tschechoslowakei seit dem Umsturz entnehmen : Der Zivilflugverkehr nahm erst nach dem Weltkrieg seinen Ursprung, in welchem die Entwicklung des Flugzeuges einen bedeutenden Fortschritt machte. Die grosse Bedeutung und die Vorteile des raschen Flugverkehres erfassten zuerst Frankreich und England, später Deutschland und Italien, die begannen, regelmässige Fluglinien zu errichten. Anfangs wurden Militärflugzeuge verwendet, welche dem neuen Zweck angepasst wurden. Der Betrieb auf der ersten Fluglinie Paris-London wurde im Jahre 1919 eröffnet In der Tschechoslowakei gab es nach Beendigung des Weltkrieges weder Flugzeuge noch Flughäfen, noch die zum Betrieb des Flugverkehrs notwendigen Einrichtungen. Erst im Jahre 1920 wurde der Zivilflugplatz in Kbely errichtet. Im gleichen Jahr nahm die Franko-Rumähische Luftverkehrsgesellschaft mit dem Sitze in Paris Versuchsflüge auf der Strecke Paris-Strassburg-Prag-Warschau auf und führte im nächsten Jahr den regelmässigen Flugverkehr auf dieser Strecke ein. Im Jahre 1922 wurde diese Linie weiter nach Wien und dann nach Budanast. Belgrad, Bukarest und Istanbul verlängert. Im Jahre 1923 wurden die tschechoslowakischen staatlichen Aerolinien für den Betrieb des inländischen Flugverkehrs ins Leben gerufen. Den regelmässigen Transport Zagreb nach Susak und die Linie von Uzhorod nach Cluj und Bukarest verlängert. Die Entfaltung des Flugverkehrs machte im Jahre 1927 die Errichtung der Tschechoslowakischen Luftverkehrsgesellschaft notwendig, der im Jahre 1928 der Lufttransport auf der Strecke Prag-Marienbad-Kassel-Rotterdam und die Beteiligung am Betrieb der Linie Wien-Prag-Dresden-Berlin anvertraut wurde. Die Strecke Prag-Rotterdam wurde im Jahre 1930 wegen ungünstiger Terrainverhältnisse verlegt und führt heute von Prag über Leipzig, Essen und Rotterdam bis nach Amsterdam. Ausserdem wurden sukzessive nach Prag und Brunn auch ausländische Fluggesellschaften herangezogen, so dass gegenwärtig in der Tschechoslowakei den Flugtransport zwei in- und vier ausländische Fluggesellschaften betreiben. Die beiden inländischen Gesellschaften beförderten 1934 auf einer Gesamtlänge der Fluglinien von 40.14 km 9935 Reisende, 10,802 kg Post, 275 t Frachten und Gepäck, die Gesamtflugleistung betrug 987,824 km. Die ausländischen Gesellschaften haben auf den über die Tschechoslowakei geführten Strecken (mit Landung auf einem tschechoslowakischen Flugplatz) bei einer Gesamtlänge von 2142 km der tschechoslowakischen Flugstrecken 9667 Reisende, 23,368 kg Post, 533 t Frachten und Gepäck befördert und eine Gesamtflugleistung von 1,007,696 km zu verzeichnen. Der Flugplatz Bern im Monat Juli. Der Flugverkehr war auch im Monat Juli recht lebhaft, nachdem bereits der Juni ein erfreuliches Bild ergab. Die MS Kurse konnten alle bis auf deren 2 ausgeführt werden, wobei auf den Linien Basel- Bern und Lausanne-Bern 24mal verdoppelt -wurde Befördert wurden insgesamt 1230 Personen (Juni 1056), 5550 kg Post (4665 kg), 2220 kg Fracht (2270 kg) und 10,633 kg,Gepäck (8166 kg). Die Zunahme beträgt gegenüber dem Juni im Durch- nahmen sie im März 1924 auf der Strecke schnitt 20%, einzig die Frachtbeförderung ist der Wurf. In 8 Std. 13 Min. sauste- er von Prag-Bratislava-Kosice auf. Im Jahre 1925 stabil geblieben. einer Lockhead-Vega-Maschine unternahm. Los Angeles nach Cleveland mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 402 Kilometer Saison betriebene Linie Prag-Marienbad, die unternommen und hierbei 128 Personen beförder errichtete die Aerofabrik eine nur in der Die Alpar hat im Juli 56 Rund- und Alpenflüge Sein Apparat, die «Winnie Mae» trug ihn in damaliger Rekordzeit in 16 Stunden 17 Minuten von Neufundland herwärts über den geäussert: «Bringen Sie mich samt meiner staatlichen Aerolinien übernommen wurde. 845 Flüge, 122 mehr als im Juni. An diesem Er- pro Stunde- Damals hat er zwar erschöpft im Jahre 1927 von den tschechoslowakischen Die Sportflieger nützten die günstige Wetterlagb ebenfalls nach Möglichkeit aus. Sie verzeichnen Ozean nach ehester in England. Der wei-Maschintere Flugweg ging über Berlin - Moskau - Inzwischen hat er dem blauen Aether doch Bratislava-Kosice die btedt Brunn ange- Piloten des Berner Aero-Clubs, welche sich in Ziel- ins Museum!» Im Jahre 1926 wurde an die Strecke Prag- gebnis haben vor allem die Flugschüler und die Sibirien - Amur nach Alaska - Cleveland zum wieder den Vorzug gegeben. Das warschlossen, worauf im Jahre 1929 diese Linie landungen, Höhen-, Strecken, und Staffelflügen üben, einen bedeutenden Anteil. Ausgangspunkt zurück. Dem von «Graf Zeppelin» gehaltenen Rekord von 21 Tagen für hat auch er den Fliegertod gefunden. Er war nachfolgende Jahr brachte die Aufnahme des Kemp den Berner Flugplatz und aus Oesterreich schicksalbestimmend. Wie so viele andere bis nach Uzhorod verlängert wurde. Das Aus England besuchten die Piloten Hayter und die Weltumfliegung war dadurch der Garaus eine Gestalt, berühmt fast wie Lindbergh, Flugverkehrs auf der Strecke Bratislava Pilot Müller. Die Berner Segelflieger haben trotz gemacht. Bei dieser Gelegenheit hatte Post und wird nicht vergessen werden. Mit ihmund ein Jahr darauf den Anschluss der Linien Prag-Marienbad und Karlsbad. Im Jahre kurs in über 390 Autostarten 7 Piloten bis zum lange Zeit nicht sehr günstigen Verhältnissen über 70 Flugstunden geflogen und in einem Ferien- als Erster auch die Beringstrasse von West ist ein Drösser aus dem Reich der Lüfte entschwunden. .. A. FV 1933 endlich wurde die Linie Bratislava- zweiten Brevet ausgebildet. nach Ost in 16 & Stunden traversiert. Die ap. Wir fabrizieren auf jeden Wagen das passende Kühlernetz! Neuestes Hochleistungs-Element! D. R. P. . 551318 551319 + Pat. 134460 153296 2 Jahre Garantie Zu Konkurrenzpreisen Gebr. A. & P. KAESERMANN, BERN Telefon 29.564 Reinigen v. verstopften Kühlern m.Spezialmasch. BERN-ustermundigen VERCHROMEN STADELMANN & MANTEL A. G. Tel. 41.128 Ü|. STOCKLI • BERN Verkauf und Reparaturen von- sämtlichen Autopneus u. -schlauchen, sowie Nagelschutzeinlagen. Benzine und Oele. - Fachmännische und prompte Bedienung. Tel.21 318 MOhlemattftraue 53 Aeltestes Hau* ** * ^i — „ • A t . •*• _ Grosses Lager in Ersatzteilen für alle amerik. und franz. Automobile und für OpeU LANCIA- LAMBDA Limousine, 6-Plätzer, mit neuen Kolben, Fr. 1600.-. Offerten unter Chiffre Z 3462 an die Automobil- Revue, Bureau Zürich. Auto-Oel Huile-Automobile Offizielle Distributoren für die ganze Schweiz von Ersatzteilen ZÜRICH Tel. 26.828 7. Serie m zu General-Motors-Konditionen ACAR A..G. BERN Tel. 26.085 Hansa Limousine Zylinder, fabrikneu, ungefähren, umständehalber billig zu verkaufen Offerten unter Chiffre Z 3460 an die 12095 Automobil-Revue, Bureau Zürich. LAUSANNE Tel. 32.567 Zu verkaufen Citroen 6 PL, Limousine, 12 HP, Modell 1930, sehr schöner Wagen. Terraplane - Vertretung, Stockerenweg 6, Bern. Telephon 28.788. 10963 OPTIMOL anerkannt bewährt. Jeker, Haefeli & Cie., Aktiengesellschaft, Importeure, Baisthal ACHTUNG! Neue konstruierte hydr.-pneumat. Autoheber von 3—10 Tonnen, Modell T; ferner Kompressor-Anlagen (vollautomatisch) für Garagen, Spritzwerke und sämtL Industriezwecke, liefert zu billigem Preis. Verlangen Sie deshalb heute noch Spezial-Offerte • von den Fabrikanten. 1108' Gebr. Stierli, Konstruktionswerkstätte, Baden (Kt Aargau). Telephon 1011. Seltene Occasion Willys-Knight LIMOUSINE Herrsohaftswagen, 7 PL, vollständig ausgerüstet, wird mit jeder Garantie abgegeben, Neupreis Fr. 24 000.—, wird wegen Nichtgebrauch billig abgegeben. Anfragen unter Chiffre 15044 an die 12097 Automobil-Revue. Bern. Verkauf, ev. Tausch! Mercedes-Benz 10 PS, Cabriolet, 6 Zylinder, guter Zustand, event. Tausch an 2—3-Tonnen-LASTWAGEN. Offerten unter Chiffre 69009 an die Automobil-Revue. Bern. Zu verkaufen Packard 6/7-Plätzer, gelöst bis Ende Jan. 36, passend für Mietfahrten, mit Separation, 28 PS, zum Preise von Fr. 600.— bei sofortiger Abnahme. Offerten unter Chiffre 68972 an die Automobil-Revue, Bern. Zu verkaufen BUICK No 67 Limousine, 1928, 5 PL, 17 PS, sehr gut erhalten, eingerichtet für Petrol, 25% billiger als Benzin, ev. Tausch an Möbel. — Off. unt. Chiffre 68957 an die Automobil-Revue, Bern. Vorteilhaft zu verkaufen Mercedes - Dieselwagen Modell 1933. mit abnehmbarer 18plätziger Car-Alpin- Karosserie, wegen Anschaffung eines 30-Plätzers. Anfragen sind zu rieht, unt. Chiffre 15038 an die Automobil-Revue, Bern.

N° 67 - 1935 11 Beg [jnung mit einem betrunkenen. Aus dem Bandesgericht. Im Oktober 1934 fuhr eine Automobilistin Abends 6 Uhr auf der über 7 m breiten Strasse Itvon Windisch gegen Hausen, wobei sie des jfctürmischen und regnerischen Wetters weisen in massigem Tempo fuhr. Ein voranfahferender Radfahrer wich nach der rechten Btrassenseite aus, um ihr Raum zum Vorfahfren zu geben. Als das Auto mit 25—30 km (Geschwindigkeit vorfahren wollte, wurde in «er Mitte der Fahrbahn ein entgegenkommender Fussgänger sichtbar, der auch dann taicht auswich, als die Automobilistin auf Weniger als 30 m Entfernung ein Hupensifenal abgab. Die Führerin des Wagens wich co weit nach rechts aus, als dies des noch üicht völlig überholten Radfahrers wegen rtunlich war, die linken Räder ihres Wagens ifuhren ungefähr in der Strassenmitte und der iFussgänger hätte nur einen kleinen Seitenschritt zu tun brauchen, um sich in Sicherheit ;Zu bringen. Er schien sich jedoch um den IWagen nicht zu kümmern und als er nur noch Zwei Meter entfernt war, brachte die Autotnobilistin den Wagen durch scharfes Bremsen zum Stillstand. Es war um einen Augenblick zu spät, der linke Kotflügel des Autos berührte den Fussgänger und, obschon der Wagen unmittelbar neben diesem zum Stehen kam, fiel der Fussgänger um, wobei er sich einen tötlichen Schädelbruch zuzog. Noch vor seinem Tode konnte eine Blutprobe vorgenommen werden, die einen «emittieren Ibis schweren» Schnapsrausch feststellte. Nach Art. 25 MFG muss der Führer eines 'Motorfahrzeuges dieses ständig beherrsche^ und die Geschwindigkeit den gegebenen •Strassen- und Verkehrsverhältnissen anpassen; überall, wo das Fahrzeug Anlass zu ^Unfällen bieten könnte, hat er den Lauf zu massigen oder nötigenfalls anzuhalten. Diese Fahrregel kehrt wieder in Art. 42 der Voll- Prageistrasse. Kürzlich versammelte sich das schwyzerische Pragelstrassenkomitee, um sich über das von Kulturingenieur Nussbaumer ausgearbeitete generelle Projekt für die erste Bauetappe Schwyz-Vierteln bis Himmelbach, etwa 3 km von der glarnerischen Landesgrenze entfernt, orientieren zu lassen. Die bis anhin geleisteten Vorarbeiten werden dem schwyzerischen Regierungsrat unterbreitet, der die Unterlagen, analog dem Vorgehen des Kantons Glarus, bis zum 31. August dem Bundesrat einreichen wird. Eine Erleichterung für den Grenzüberfritt von Automobilisten nach Frankreich. Bekanntlich müssen Schweizer Antomohilisten, die nach Frankreich fahren, an der Grenze jedesmal aussteigen, um Ihre Zollpapiere durch den Beamten visieren zu lassen. Geschieht der Eintritt nach Frankreich durch die Freizonen, so hat der Automobilist das Vergnügen, zweimal aussteigen zu müssen, nämlich einmal beim Steuerbureau und ein weiteres Mal beim Zollbureau. Bei der Rückkehr wiederholt sich natürlich dasselbe wieder. Das ganze umständliche Verfahren ruft bei den Automobilisten nicht besonders grosse Begeisterung hervor, und zudem entstehen infolge der langsamen Abfertigung immer Verkehrsstörungen bei den betreffenden Grenzstationen. Die Zollbeamten konnten allerdings auf eigene Verantwortung hin Automobilisten, die sie persönlich sehr gut kannten, passieren lassen, ohne dass dieselben auszusteigen hatten. Aber diese Vergünstigung 1 wurde doch nur sehr wenigen zuteil. Herr Marcel Gudin, der Direktor des offiziellen Verkehrsbureau Frankreichs in Genf, und Vize- Präsident der französischen Handelskammer für die Schweiz, hat sich nun der Sache angenommen und auch tatsächlich eine Erleichterung dieses recht umständlichen Verfahrens erreichen können. Ab 15. August können Besitzer von Automobilen, 3-Radautomobilen, Fahrrädern mit Motoren und Motorrädern, die in der Schweiz niedergelassen sind und sich häufig, sei es zu geschäftlichen oder Erholungszwecken nach Frankreich begeben, bei der französischen Handelskammer für die Schweiz in Genf, Rue du Rhone 6, ein Gesuch stellen, um ebenfalls, jeweils an der Grenze nicht für die Visierung der Papiere aussteigen zu müssen. Dieses Gesuch, dem eine Rückporto-Marke beizulegen ist, muss alle Angaben den Wagen betreffend enthalten, die auch auf der Fahrbewilligung 1 aufgeführt sind; im weiteren Name, Vorname und Adresse des Besitzers, sowie Referenzen. Eine Kommission der französischen "Handelskammer wird die Gesuche prüfen, und dann einen Ausweis ausstellen, an Hand dessen der Automobilist an der französischen Grenze nicht mehr für Visierung seiner Papiere aussteigen muss. Erwähnt sei noch, dass diese Vergünstigung nicht gewährt werden kann, Besitzern 'von Auto- ziehungsverordnung. Auf eine Anklage wefeen Verletzung der Fahrvorschriften und cars, Taxametern, Mietwagen und Lastwagen. Ebensowenig für diejenigen Fahrzeuge, die dem Warentransport dienen. 'fahrlässiger Tötung wurde die Automobilistin yom Bezirksgericht Baden zu 200 Fr. Busse, !vom aargauischen Obergericht ausserdem zu 14 Tagen Gefängnis unter Gewährung des bedingten Straferlasses verurteilt. Das obergerichtliche Urteil führte aus, ein vernünftiger Fussgänger wäre dem Wagen ausgeiwichen und die Angeklagte habe damit rechnen müssen, dass etwas mit dem Fussgänger nicht in Ordnung sei; sie hätte daher, als das Hupensignal nichts nützte, entweder sofort anhalten oder doch ihre Fahrt dermassen »verlangsamen sollen, dass nachher ein Antialten auf dem Flecke möglich gewesen Sväre. Der Kassationshof des Bundesgerichtes fiat die gegen das Strafurteil erhobene Kas- .sationsbesch werde begründet erklärt. Im obergerichtlichen Urteil, so führt die Begründung aus, wird der notorischen Tatsache nicht Rechnung getragen, dass die Mehrzahl •der Fussgänger einem langsam herankommenden Auto auch trotz eines Signals nicht sofort Platz machen, sondern erst, nach einigem Zögern. Da sich, der betrunkene Zustand des herankommenden Fussgängers nachgefwiesenermassen nicht durch Schwanken oder andere Anzeichen verriet, durfte die Beschwerdeführerin erfahrungsgemäss annehmen, der Fussgänger werde noch rechzeitig auf das Signal hin den kleinen Schritt zur Seite tun, der ihn aus der Fahrbahn des Wagens gebracht hätte. Sie brauchte nicht mit einem so unsinnigen Verhalten zu rechnen, (wie es das des Verunglückten war; deshalb bedeutete es keine Verletzung von Art. 25 iMFG und 42 VV, dass sie ihren Wagen nach dem Hupensignal nicht noch mehr abbremste oder völlig zum Stehen brachte. Hiezu wäre sie nur verpflichtet gewesen, wenn sie den Rauschzustand des nahenden Fussgängers hätte erkennen können. Besteht demnach keine Verletzung von iFahrvorschriften des M!FG, so ist die Verurteilung aufzuheben, soweit sie sich auf die Strafbestimmungen des MFG stützt. Liegt aber keine Verletzung der Fahrvorschriften vor, so fehlt auch die Fahrlässigkeit, die zum kantonalrechtlichen Tatbestand der fahrlässigen Tötung gehört. Der Kassationshof verneint die dem eidgenössischen Rechte angehörende und daher von ihm zu überprüfende Vorfrage der Verletzung von Fahrvorschriften und der Fahrlässigkeit. Die Angelegenheit ist daher, soweit es sich um die Verurteilung wegen fahrlässiger Tötung handelt, zum Zwecke der Freisprechung an das aargauische Obergericht zurückzuweisen. Wp. StfK nb«a Gvenzvevkehi» A. C S. SEKTION ZÜRICH. Für die vom 29 August bis 1. September stattfindende .Herbstfahri an die oberitalienischen Seen haben sich rund 100 Personen mit über 30 Wägen angemeldet. Die Damenmitglieder treffen sich am 21. August auf dem Axenstein zum frohen Bad, Tennisspiel oder beim Tee im Golfhouse. Nach dem Nachtessen erfolgt die Weiterfahrt über Sattel, Biberbrücke nach Einsiedeln, wo man noch dem berühmten Spiel von Calderons Welttheater beiwohnen wird. Bei ungünstiger Witterung wird der Anlass auf den 28. August verschoben. Nachdem die beiden ersten Wettbewerbe für die Sektionsmeisterschaft durch die Autavia und das Hindernisfahren bereits bestimmt und erledigt sind, folgen nun als die 2 letzten Konkurrenzen am 29. September eventuell 6* Oktober die traditionelle Gymkhana in Winterthur und anfangs Oktober eine Schnitzeljagd. Für die Gymkhana will man etwas neue Wege gehen und den Konkurrenten mit verschiedenen anders als üblich gearteten« Sächelchen » aufwarten. Man will vor allem auch versuchen, eine noch grössere Zahl Amateurfahrer zur Teilnahme zu bewegen. Bei der Bewertung werden die Amateure von den Experten geschieden und auch eine spezielle Damenklasse soll dem « schwächern Geschlecht »i Gelegenheit geben^ sich günstig placieren zu können. Die Auszeichnung von Berufschauffeuren wird wiederum per 15. Dezember vorgenommen. Gesuche sind bis zum 31. Oktober an das Sektionssekretariat zu richten. Für die Vergebung ist eine Mindestdienstzeit von 5 Jahren beim jetzigen Dienstherrn (A. C. S.-Mitglied) nötig. Hindernisfahren. Diese so rührig© und stets auf die sportliche Ertüchtigung ihrer Mitglieder bedachte Sektion hat es sich nicht nehmen lassen, am vergangenen Sonntag wieder eine ganz ausgezeichnete .Geschicklichkeitsprüfung zu inszenieren. Und'zwar eine, die obwohl auf der ebenen Erde ausgefahren, Schwierigkeiten bot, wie man sie auf einer unserer berüchtigsten Paßstrassen nicht besser finden können. Der Schauplatz dieser Veranstaltung bot der Zivilflugplatz Dübendorf, die Piste stellte die grosse Asphaltstrecke vom Flugbahnhof bis • zum Swissair-Hangar dar, allwo sonst nur die gewaltigen Vogel unserer Zivilflotte nach bestandener Fahrt dem Hangar zurollen. Um den zahlreich gemeldeten Konkurrenten auch Gelegenheit zu geben, nicht einfach ins Blaue, in diesem Falle neben die Piste zu sausen, durften sie vor der Konkurrenz eine knapp bemessene Trainingsfährt absolvieren, und sicher ist auch diese in nicht geringem Masse daran schuld, dass nicht nur ausgezeichnete Resultate erzielt, sondern auch keine Unfälle gemeldet wurden. Und nun zu den Aufgaben: Die erste und bestfrequentierte war die, über eine lange Strecke möglichst viel Hindernisse zu bewältigen, die durch Trasseschwellen, Fahrrichtungsänderungen, scharfe Kurven und dergl. dargestellt wurden. Und nicht immer waren sie nur supponiert. Denn grösstenteils hätte es, wenn man sein Vehikel nicht kennend und beherrschend in den Fingern gehabt hätte, zum mindesten Schutzblechbeulen abgesetzt. Einzig die Kurven waren durch Säcke gekennzeichnet; alles andere war festes Material und dazu berufen, Geistesgegenwart und Fahrtechnik gemeinsam auf die Probe zu stellen. Doch die Probe gelang und jeder Fahrer — gleiclviel ob Experte oder Amateur — gab sein Bestes, um rasch und unbeschadet ans Ziel zu gelangen. Und die grosse Zuschauerinenge hatte ihre helle Freude an diesem Sport, besonders dann, wenn die leichten, mittel- und ganz schweren Wagen summend und girrend und den Strassenbelag gehörig radierend um die Ecken und Kurven sausten, Und unter_dem^Zielscbirm notiertenjdie gestrengen Herren Zielrichter die Zeiten, denn diese allein waren für die Bewertung, mochten auch noch so viele Hindernisse gefallen sein, entscheidend. Als Amateur-Erster figurierte D. Bragadir in 6.36,2, dann folgten M. Locher mit 6.52; A. Mai mit 7.06,4, M. Fiedler mit 7.06,8, Gh. Zimmermann mit 7.56 und andere. Bei den Experten wurden folgende Resultate erzielt: 1. Kessler auf De Soto in 6.45; 2. Baumgartner auf Studebaker in 6.48,6; 3. Zwimpfer auf Chrysler in 6.50,8 u. 4. W. Jenny auf Fiat-Ballila in 6.53. Dieser kleine Ballila erwies sich für diese Hindernisfahrt als überaus leichtwendiger und prädestinierter Wagen; wenn er gegenüber seinen grossen Konkurrenten etwas zurückblieb, so,--nflr deshalb, weil er in der Geraden etwas langsamer war. Auch das Paarfahren bot viel Interessantes; es war nur schade, dass sich bloss" 4 Paare am Start gemeldet hatten. Je zwei Automobile waren durch eine Schnur miteinander verbunden und hatten so ihre Aufgabe zu lösen. Riss die Schnur, dann war jegliche Mühewaltung illusorisch. Die beiden Fiatfahrer Jenny und Fidler placierten sich an erster Stelle in der Zeit von 4.03; an zweiter Stelle placierten sich in 4.35 Bertschinger und Kuhn. Den übrigen misslang der Versuch, ordnungsgemäss den Parcour zu erledigen, brb. T. C. S. Autosektion Glarus Die Sommerabendausfahrt nach Braunwald wird auf Donnerstag, den 22. August, verschoben. Autosektion St. Gallen-Appenzell Die st. gallisch - appenzellischen Automobil-Verbände A. C. S., ASPA und T. G. S. haben in gemeinsamer Sitzung zur Benzinzollerhöhung Stellung genommen und beschlossen, gemeinsam alle'geeigneten Massnahmen zu ergreifen, um zu bewirken, dass den einschlägigen Beschlüssen des Bundesrates die Genehmigung durch die Bundesversammlung versagt wird. *u* dien Verbänden ^rMArru&iii» 19.00 Uhr. Stock an spätestens: 8.00, 10.00 Uhr, nsf.V'bia 20.00 Uhr. Zollwesen. Schweizer Kraftfahrzeuge in der Tschechoslo« wakei von der Verkehrssteuer befreit. Das tschechoslowakische Finanzministerium hat beschlossen, dass mit Gültigkeit arb 1. August 1935 die in der Schweiz immatrikulierten Motorfahrzeuge (Personenautos und Motorräder), Erkennungszeichen CH, die für einen 90 Tage nicht überschreitenden Zeitraum in die Tschechoslowakische Republik einreisen, von der Kraftfahrzeugsteuer gänzlich befreit sind. Dieser Zeitraum von 90 Tagen wird bei jeder einzelnen vorübergehenden Einreise in die Tschechoslowakei (Ein- und Ausreisetag gerechnet. loinob Iwl mitgerechnet) Neugründung: Carosso Freres, Garage, Carouge-Genf. Vita« Carosso und sein Bruder Lorenz haben unter dieser Firma eine Kollektivgesellschaft eingegangen, Zweck der Unternehmung ist der Betrieb einer Garage und Reparaturwerkstätte, sowie der Handel mit Automobilen. Domizil: Rue Jacques-Dalphin. Nachlassvertrag: ••< ., Grünenfelder, Karosseriewerke, Aarau. Bewilligung vom 31. Juli. Eingabefrist bis 23. August. Gläubigerversammlung am 2. September. Firmenlöschung: Alphonse Rochat, Garage, Monfreux-Le Chätelard. Die Firma wird infolge Konkurses von Amtes wegen gelöscht. Les Fils d'Henri Metral, Garage, Champex. Dies© Kollektivgesellschaft hat l sich • infolge; Konkurse« aufgelöst. Die Firma intd von.: Amtes- wegen» im Handelsregister gelöscht. . ; . .. .Personelles: ' Automobilwerke Franz AG, Zürich. Ä. Iieuzinger und H. Heer sind aus dem Verwaltungsrat ausgeschieden und deren Unterschrift erloschen. Präsident des V.-R. ist das bisherige Mitglied E. Schenk, Fürsprech, in Ölten. Neu wurden, in den V.-R. gewählt E. Beck, Kaufmann, und H. Heer, Dipl.-Ing. E. Schenker, Direktor G. Haefliger,, sowie H. Heer führen Kollektivunterschrift je zu zweien. Frieda Bruderer, Auto-Elektromaterial, Bern. Inhaberin der Firma ist Frieda Bruderer, welche mit ihrem Ehemann in Gütertrennung lebt. Handel in Auto-Elektromaterial und Zubehör, Domizil: Laupenstrasse. Eintragung ins Handelsregister: Hans Brunner, Autokarosserie, Zürich. Eintragung von Amtes „wegen. Inhaber der Firma ist Hans Brunnerf in Zürich. Betrieb einer Äuto-Karosseriewerkstätte. Domizil: Badenerstrasse. ' Oscar Tanner, Autoreparaturwerkstätte, Bülach. Eintragung von Amtes wegen. Inhaber "ist Oscar Tanner, in' Bülach. Betrieb 'einer Autoreparaturwerkstätte., Domizil: Kasemenstrasse. Verantwortliche Redaktion i . Dr. A. Büchi. Chefredaktion. W. Mathys. — Dr. E. Waldmeyer- Telephon der RedaktionT 28 222 (Hallwag) Ausserhalb der Geschäftszeit: 23.295.