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E_1935_Zeitung_Nr.067

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AUTOMÜBIL-KHVUE

AUTOMÜBIL-KHVUE 1935 ~ N° 67 Das Rennen um die Coppa Acerbo A. Varzi in voller Aktion. Nach einer wenig ereignisreichen und ziemlich monotonen Saison konnte Varzi auf dem neu überholten Auto-Union einen eindrücklichen Sieg in seinem Heimatlande erzielen. Hier führt er das Feld vor Chiron, der später wegen Motorstörungen stark zurückfiel. Bild rechts : «Das hätten wir wieder geschafft!» B. Rosemeyer freut sich gründlich über den Erfolg seiner Marke zu welchem er mit der Belegung des zweiten Platzes -sein gut Teil beigetragen hat. t/er Start der beiden Felder. Links die Wagen clef grossen Klasse ziehen los. Von links., nacjjr rechtsv Brivio, der Sieger Varzi und Chiron. Bild rechts: Der Rennbeginn bei den Kleinwagen. Zuvorderst links Tuffanelli, etwas zurück Gastelbarco, dann Bianco, der als Zweiter einkam. Mit etwas Abstand hinter ihm sein grösster Rivale und späterer Sieger. Seaman (No 26). Bild links: Der Kühler-Mensch. Originelle Figur aus dem kürzlichen Festumzug, der in St. Gallen zur Feier des hundertjährigen Jubiläums des Gewerbeverbandes veranstaltet wurde. Bild rechts: So wirbt man «unter den Linden» für die Schweiz. Das Schweizer Reisebureau der SBB in Berlin hat eines seiner Schaufenster der Propaganda für den Autotourismus und unseren Autosport reserviert. Man erkennt in der Auslage das Rennplakat für den Grossen Preis der Schweiz, sowie das zügige Plakat für die schönen Strassen unseres Landes, das von der SVZ herausgegeben worden ist. Hoffentlich machen sich viele Gäste raschestens auf den Weg! Aktiengeselischaft ADOLPH SAURER Morges Züricl Druck. Cliches und Verlae: HALLWAG A.-G., Hallersche Buchdruckerei und Wagnersche Verlagsanstalt, Bern.

MO 67 II. Blatt BERN, 20. August 1935 II. Blatt BERN, 20. August 1935 Tedhn. Rundschau Anforderungen an Dieselöle. Nach Untersuchungen in den Laboratorien der Koninklijke-Shell und der Anglo-Persian wurde festgestellt, dass ein Dieselöl um so besser seinen Zweck erfüllt, je grösser seine «Entzündbarkeit» ist. Darunter sind nicht Siedeoder Brennpunkt zu verstehen, sondern die Fähigkeit des Oeles, bei Erreichung einer bestimmten Temperatur in kurzer Frist sich zu entzünden. Aehnlich wie die Klopffestigkeit des Benzins seit einigen Jahren in Octanzahlen ausgedrückt wird, so wird die «Entzündbarkeit» der Dieselöles künftig in Heptan- oder «Cetene»-Zahlen angegeben werden. Man weiss heute, dass nahezu jeder Faktor, der das Klopfen in einem Benzinmotor verschlimmert, es in einem Dieselmotor verringert, und umgekehrt. So führt hohe Kompression in einem Benzinmotor zur Erhöhung des Klopfens, während höhere Kompression im Dieselmotor das Klopfen beseitigt. Ähnlich verhält es sich mit hohen Temperaturen, während dagegen von den Brennstoffen, die auf Paraffinbasis die für Dieselmotoren geeignetsten sind, aromatische und Naphtenbasis weniger geeignet und Benzol von allen am ungeeignetsten ist. Ungefähr das Gegenteil ist bei Benzinmotoren der Fall. Noch eine neue Federungsbauform. Dass Immer noch lange nicht alle möglichen Varianten von Federungssystemen durchprobiert oder bekannt sind, beweist einmal mehr die Torsionsstabfederung, die von der Truck Equipment Co. Buffalo entwickelt und patentiert worden ist und die in bestimmter Hinsicht wieder einen Fortschritt zu bedeuten scheint. Eine der Ausführungsarten des neuen Federungssystems ist unten in der Skizze wiedergegeben. Die starre Vorderachse (oder Hinterachse) greift bei ihren Vertikalbewegungen mit der Pratze .E und der Lasche D am Hebel C an, der am Chassisrahmen gelagert und mit dem Federelement, einem Torsionsstab A, verbunden ist. Das hintere, in der Skizze nicht mehr sichtbare Ende des Torsionsstabes ist gegenüber dem Chassisrahmen unverdrehbar eingespannt. Dem Stahlstab wird eine solche Vorspannung erteilt, dass der Hebel C bei normaler Fahrzeugbelastung ungefährt wagrecht steht. Da in diesem Fall auch der grösste Hebelarm wirksam äst. hat die Federung bei normaler Belastung auch die grösste Weichheit. Anderseits wird durch dieselbe Anordnung ein hartes Durchschlagen der Federung beim Auftreten plötzlicher starker Strassenstösse oder anormaler Wagenbelastung vermieden, indem der wirksame Hebelarm um so kleiner wird, je mehr sich der Hebel C seiner Vertikalstellung nähert. Bei plötzlichen Entlastungen des Systems wird ebenfalls der Rückprall der Achse Eine einfache Ausführungsform der in Amerika neu entwickelten «gravity-suspension>« durch die untere Totpunktstellung des Hebels begrenzt und sanft abgefangen. Die Vorspannung des Federstabes lässt sich durch die rechts mit einem Pfeil bezeichnete Schraube ein für allemal, oder der Wagenbelastung entsprechend, regeln. Eine weitere gute Eigenschaft des Systems ist die, dass eine korrekte Achsführung auch ohne zusätzliche Schubstreben und dergleichen verbürgt erscheint. Die Achse kann sich gegenüber dem Chassisrahmen weder verdrehen noch windschief einstellen. Dass sie gegenüber dem Chassisrahmen eine gewisse seitliche Beweglichkeit hat oder dass vielmehr der Wagenaufbau in ihr seitlich pendeln kann, wird von den Patentinhabern als besonderer Vorzug bezeichnet. Indem man dafür sorgt, dass die Laschen D in der Ruhestellung der Federung nicht genau senkrecht stehen, sondern unten schräg nach aussen gerichtet sind, lässt sich erreichen, dass der Wagenaufbau bei raschem Kurvenfahren weniger oder gar nicht mehr nach aussen hängt. Die neue Federung wird als «gravitysuspension » bezeichnet. -s. Sind vier Räder zu wenig? Ein Berliner Ingenieur verficht die Ansicht, ein modernes schnellfähtettdes Auto müsse aus Sicherheitsgründen mindestens 8 Räder haben. Mit seinem oben abgebildeten V£rsirchswagen gelingt es ihm auch einwandfrei die durch die Verdoppelung .der Radzahl zustan'dekommende Verbesserung der Stossfreiheit zu beweisen. Zwischen je einem hintereinander liegenden Radpaar ist mit Absicht kein Niveauausgleich vorgesehen. Die Räder können deshalb nicht :iü ' Strassenlöcher hineinfallen, beim Platzen eines Pneus trägt immer noch sein Nachbar und selbst,, ein Achsenbruch konnte bei dieser Anordnung keine schlimmen Folgen haben. Die Reifenabnützung, ist angeblich kleiner als normal. Alle Vorderräder sind lenkbar. Fehlt nur noch, dass man den Wä-• gen bei Bedarf teilen und als fcwei Kleinautos benützen kann! Piax» Fahre Eine selbstleuchtende Oelkanne. Diese Oelkanne hat oben einen Halter, in welchem eine Taschenlampe eingeschoben werden kann, so dass deren Licht sowohl den Ausgußschnabel, den Oelstrahl und die Einfüllöffnung beleuchtet. Man kann also bequem in der Nacht damit Oel einfüllen-ohne daneben zu giessen. Va. Brennstoffverbrauch und Wagengewicht. Eine Faustregel lautet, dass. bei Gebrauchswagen, die « normal» gefahren werden, mit einem Brenstoffverbrauch von rund 1 Liter pro 100 kg Wagengewicht und 100 km Fahrstrecke gerechnet werden kann. Ein 1000 kg schwerer Wagen verbraucht deshalb pro 100 km rund 10 Liter, ein 1200 kg schwerer Wagen 12 Liter usw. Das Gewicht der Insassen ist zum Wagengewicht hinzuzuzählen. Eine Person mehr oder weniger macht deshalb am Brennstoffverbrauch ca. 0,7 Liter aus. at Achtung auf die Batteriekabelanschlüsse! Haben Sie schon bedacht, dass ein lockerer; BatteriekabelanscJ}luss Ihr Leben kosten kann und das Ilrrer Mitfahrer dazu? 'Löst sich nachts bei Wagen mit .stromregülieren> den Dynamos die Verbindung zwischen dem Kabel und der Batterie, so brennen innert Sekundenfrist alle Lampen durch. Die eventuellen Folgen kann man sich selbst ausmalen. Die Spannung in der elektrischen Anlage kann schon dann gefährlich hohe Werte annehmen, wenn durch einen Wackelkontakt die elektrische Verbindung zwischen dem Kabel und der Batterie nur ganz gelegentlich und für ganz kürze Zeit unterbrochen wird. Das Kabel braucht also nicht einmal ganz abzufallen, um Sie blindlings in den nächsten Abgrund hinunter oder in die nächste Teiephonstange hirieinsausen zu lassen. Verdruss und Schaden auf Ihren Autotouren und Bergfahrten bleiben Ihnen erspart, wenn Sie Ihrem Kühler die nötige Pflege zukommen lassen,. In vielen Fällen genügt eine gründliche Reinigung, um die frühere Kühlwirkung wieder zu erlangen. Wenden Sie sich vertrauensvoll an Ihre Garage oder an meine Firma. Beratungen kostenlos und unverbindlich I CHYRO KUHLER " * ^ ^ — ~ - ~ ~ IBUMIIMMMIiHIIIL LHUPMQBEEB Nur Original- Bestandfeile! Sie sind Jetzt nicht mehrteurer als Imitationen, machen sich aber doppelt bezahlt. Sämtliche Teile für alle Typen ab. Lafiar lieferbar. Baumberger & Forster A.-G. Stampfenbachstrasse 12 — Haus Capifol Tel. 41.688/89 ZÜRICH 1 Tel. 41.688/89 Wir bauen Kuhler in grossert Serien für alle Motorfahrzeuge mit kürzesten Lieferfristen und zwei Jahren Garantie. Telephon 248 Mit den bewährten Bernalastwagen körinen Sie laut Gesetz folgende Nutzlasten befördern: 7 t Nutzlast mit Berna-Kippery 6 t. NutzlaßtiiijtBerna^astwagen, 10 t Nutzlast mit Berna-Lastzug Motorwagenfabrik Berna A.-G., Ölten Elektro-Sanitär A.-Q. St. Gallen Beatusstrasse 3