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E_1935_Zeitung_Nr.068

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AUTOMOBIL-REVUE

AUTOMOBIL-REVUE 1935 - N°68 Achtuns! Die grosse Neuigkeit: Achtuns! Die Schweiz im Aufomobilistenschutz voran! Das einzige Land, wo der Automobilist organisierten Schutz vor unsachgemässer Ausführung von Reparaturen, Schutz vor Schädigung durch übersetzte Reparaturrechnungen finden kann! Immer dringender tritt das Bedürfnis nach einem solchen Schütze zu Tage, Die „ASCHAG" Automobilistenschutz-Aktiengesellschaft in Zürich löst dieses brennende Problem Es kann nicht mehr weiter gehen wie bis anhin! An sich schon die schlechte Stellung des Motorfahrzeughalters: Als Laie aüsserstande, Art und Umfang eintretender Reparaturen zu überblicken, keine Möglichkeit, aus eigenem Wissen die Qualität der geleisteten Arbeit, die Angemessenheit der Reparaturrechnung zu überprüfen. Schutzlos der Automobilist der Geschäftsmoral des Reparateurs ausgeliefert. Stark dessen Stellung mit seinem Retentionsrecht. Das Autoreparaturgewerbe — fast zum Verlegenheitsberuf geworden — leider auch mit IMichtfachleuten durchsetzt, stark überlaufen. — Gross die Gefahr für Automobilisten speziell draussen, wo fern von dem ordentlichen Standorte des Wagens die Panne ihn erreicht, in die Hände eines Nichtfachmannes oder eines vielleicht die Gelegenheit ausnützenden zweifelhaften Elementes zu fallen. Auf der andern Seite die auch nicht seltenen, durchaus unberechtigten Verdächtigungen des seriösen Reparateurs, wegen nur vermeintlicher — in Tat und Wahrheit gar nicht vorhandener — Ueberforderung. ? ? ? Wie bringt die ASCHAG Ordnung in dieses Haus ? ? ? Die Aschag — selber an der Höhe der Reparateurrechnung vollständig desinteressiert — hat im ganzen Lande ihre eigenen Autofachexperten. Die Aschag-Experten stehen den uns angeschlossenen Motorfahrzeughaltern unentgeltlich zur Verfügung, in jedem und jedem Falle gratis, sei es bei der Panne, bei Revisionen, beim sog. Occasionskauf etc. Im ganzen Schweizerlande herum, an den grossen Verkehrswegen, in den abgelegensten Tälern, haben sich uns sorgfältig ausgewählte, fachtüchtige Garagen und Autoreparateure aus freien Stücken vertraglich verpflichtet, die Reparaturen nach dem Vorausbefund, nach der Vorausfestlegung der Hohe der Reparaturkosten durch den Aschag ex perten auszuführen, der Kontrolle der ausgeführten Arbeiten, der Kontrolle jeder der Aschag einzusendenden Reparaturrechnung sich zu unterziehen. Nur ein fachsicherer Reparateur von einwandfreiester Geschäftsmoral durfte es wagen, freiwillig sich solchen Bindungen zu unterziehen; darum bieten Euch,'Automobilisten, die Aschag- Garagen alle Gewähr, dass Euch materieller Schaden, Aerger, Aufregungen und zeitraubende Umtriebe erspart bleiben. AUTOMOBILISTEN! Sichern Sie sich die Vorteile, die die ASCHAG bietet Unsere angeschlossenen Garagen: Minim ist unser bescheidener Jahresbeitrag — ein Vielfaches spart Ihnen die erste grössere Reparatur ein — und schon morgen kann die Panne Sie erreichen — die Notwendigkeit einer Grossreparatur sich einstellen. Jede Auskunft durch unser Sekretariat Goethestrasse 16 in Zürich 1. Es können noch einige erstklassige Vertreter in allen Landesgegenden eingestellt werden. Herren mit automobilistischen Kenntnissen (Selbstfahrer oder frühere Selbstfahrer) bevorzugt.

N» 68 - 1ÖS5 AUTOMOBIL-REVUE 15 Ohne Verantwortlichkeit der Redaktion. Benzinzollerhöhung, Alpenstrasseninltlative und Arbeitsbeschaffung. Ein Vorschlag zur Einigung. Die Landesbehörde und die Verkehrsinteressenten stehen sich zur Zeit in zweifacher Beziehung 'einander gegenüber: bei der Frage der Benzinzollerhöhung und bei der Alpenstrassen-Initiative. Was dort der Bundesrat der Bundesversammlung zur Genehmigung beantragt, wird von den Motorfahrseughaltern begreiflicherweise aufs schärfste bekämpft. Anderseits wollte der Bundesrat und die Bundesversammlung von dem zu Stande gekommenen Volksbegehren über den Ausbau der Alpenstrassen in der vorgelegten Form nichts wissen. 'Mit dem Antrage auf Verwerfung wird dieses nun -der Abstimmung von Volk und Ständen unterbreitet werden. Eine objektive Prüfung der beiden pendenten [Angelegenheiten führt uns zum Schluss, dass eine Einigung auf einer mittleren Linie nicht unmöglich sein sollte und den Bund und die Verlehnsinteressenten befriedigen könnte. • Die Benzinzoll-Erhöhung hat in weitesten Kreißen Unwillen, Proteste und Gegenmassnahmen ausgelöst. Mit Rechtl Denn grundsätzlich und wirtschaftlich hat der Bundesratsbeschluss vom 25. Juni a. c. verschiedene Angriffspunkte. Wir halten dafür, dass die grundsätzlichen Bedenken allein derart schwere sind, dass sie die Bundesversammlung zur Nichtbestätigung des Bundesratsbeschlusses zwingen. Gegen diese prohibitive Zollerhöhung, die eigentlich eine Benzin- resp. Verkehrssteuer ist, hat die 'Opposition von allen Seiten scharf eingesetzt. Aus- '6er den Verkehrsinteressenten setzten sich auch verschiedene politische Parteien und Berufsorganisationen der neuen Belastung, weil sie drückend, ungerecht und auch verfassungsrechtlich nicht haltiar ist, entgegen. ... Aber auch wirtschaftlich geht die Zollerhöhung fehl. Durch die Erhöhung des Benzinipreises von 36 auf 42 Rappen wurde ein derartiger Stürm der Entrüstung in den Fahrerkreisen ausgelöst, dass viele in ihren Konsequenzen so weit gingen, nicht nur auf alle mögliche Weise den Benzinkonsum einzuschränken, sondern direkt zu einem Marsch nach Bern und zu einem allgemeinen Boykott aufforderten. Selbst ruhigere Stimmen raten, soweit möglich, die Wagen aus dem Verkehr zu nehmen. Zweifelsohne wird denn auch zu Anfang des IV Quartals dieses Jahres letztere Massnahme in recht empfindlicher Weise sich geltend machen, •wenn der Prohibitivzoll, was zwar kaum anzunehmen ist, von den eidg. Räten genehmigt würde. Durch die verschiedenen Fahrtreduzierungen wird das Ohnehin schon schwer darniederliegende Ga- ;fagegewerbe erst recht geschädigt. Zudem unterliegt es gar keinem Zweifel, dass die rechnerischen Erwartungen der Benzinzollerhöhung, von 18 Mill. Tb-., in keinem Falle sich erfüllen -werden. / Aber auch angenommen, nicht zugegeben, dass •Sie 18 Mill. Fr. erreicht würden, so ergibt sich für den Bund nach Abzug des den Kantonen zufallenden Benzinzollviertelß nur eine Einnahme von 13^ Mill. Fr. Grundsätzlich; wirtschaftlich und rechnerisch Jfcann also dem Vorschlage des Bundesrates nicht zugestimmt werden. Wir glauben denn auch soviel Vertrauen in die Volksvertreter setzen zu dürfen, dass sie nicht nur wegen der sich zeigenden gros- "s'en Opposition, sondern aus innern Gründen die •Verfassungsritzung ablehnen, wenn auch ohne weiteres zugegeben werden muss, dass die Mehreinnahmen der Bundesrechnung, sehr zustatten kommen würden. So scheint uns das Resultat der Ben- 'zinzollerhöhung zum mindesten sehr in Frage gestellt zu sein. Die Alpenstrassen-Initiative •Bezweckt bekanntlich den Ausbau unserer Alpenstrassen. Dass dieser eine autotouristische Notwendigkeit ist, darüber brauchen wir wohl kein Wort zu verlieren. Deutschland, Frankreich, Italien, ja auch das arme Oesterreich, sind uns alle im Ausbau ihrer Bergstrassen weit voraus. Hat nicht die kürzliche Einweihung der Grossglocknerstrasse auch die Blinden unter uns sehend gemacht? ; Einigkeit herrscht über das Bedürfnis des Ausbaues unserer Bergstrassen. Neben verkehrspolitischen zwingen auch strategische Gründe förmlich dazu. Wenn wir nicht wollen, dass sich die touristischen Verkehrsgebiete vollständig verschieben und dass die Schweiz, trotz ihrer Naturschönheiten, ganz ins Hintertreffen geraten soll, dann muss rasch gehandelt werden. Die Frage des Ausibaus der Alpenstrassen ist von allgemeiner schweizerischer Bedeutung, und zwar nicht nur im touristischen, sondern im gesamt volkswirtschaftlichen Sinne. Den einigenden Bestrebungen für den Ausbau tier Alpenstrassen stehen leider innere grössere Differenzen gegenüber. Einmal will und kann der Bund auf den empfindlichen finanziellen Aderjlass, die das Volksbegehren ihm bringen würde, tnicht eingehen, da er doch mehr und nicht weniger Geld aus dem Benzinzoll erhalten soll. Zum 'andern sind die Punkte Neubau oder Ausbau, Bau der Alpenstrassen oder auch der Z u - \fahrtsstrassen zu diesen, streitig. Wer bürgt dafür, dass bei diesen gegensätzlichen Bestrebungen die Initiative in der Volksabstimmung von der Mehrheit der Stände und der Stimmenden angekommen wird, trotz der Vorteile, die diese den Kanitonen und zumal den Bergkantonen bringen würde? • Nun halten wir dafür, dass all diese Reibungsjpunkte vermieden werden könnten, und zwar so- »wohl bezüglich der Benzinzollerhöhung als der Alpenstrasseninitiative. Darum unser Vorschlag zum Sich-Flnden auf der mlttlern Linie. Vorschlag: Die neue Zollerhöhung wird 1 von Fr. 8.— auf Fr. 4.— ermässigt, mit Wirksamkeit- Bach den Beschlüssen des National- und dej ßtänderates. Der Supplementszoll von Fr. 4.— wird zweckgebunden, er fällt ausschliesslich dem :Bunde zu mit der Verpflichtung, den ganzen •.•Betrag für den Ausbau der Alpenstrassen zu verwenden. Die Kantone erhielten also von diesem ifcusätzlichen. Zollbetrage, dem auch von keiner jSeite gerufen wurde, keinen Anteil. Der Benziniverkaufspreis, der bis zum Beschluss des Bundesrates betr. der neuen Zollerhöhung 36 Rappen betrug, , müsste nur um 3,3 Rp. erhöht werden, wobei anzunehmen ist, dass der Brüchteil von 0,33 Rappen vom -Benziav«-¥-k-a-u4—««teagen w*rd«, ATII -xliese Weise kämen wir zu einem neuen Ben» zinpreis von 39 Rappen. Diese Erhöhung dürften die Konsumenten angesichts der festgelegten Zweckbestimmung, die Arbeit und Brot schafft und die vielen unter den Fahrern selbst touristisch dienen wird, zu tragen gewillt sein. Wir sind überzeugt, dass durch richtige Aufklärung durch die Verbände des A. C. S., des T. & S., der A. S. P. A. und der Fachpresse einer, solchen Lösung keine weitere Opposition gemacht -würde. Anderseits halten wir dafür, dass auch die Initianten des Volksbegehrens über den Ausbau der Alpenstrassen zufrieden sein könnten und das Begehren zurückziehen sollten. Wiewohl die Bundesversammlung die Initiative bereits mit dem Antrag auf Verwerfung auf den Weg der Volksabstimmung geschickt" hat, so dürfte, es verfassungsrechtlich doch« möglich §ein, die Abstimmung zu stoppen. Durch einen Rückkommensantrag in der nächsten Session könnte dies erreicht werden. Auf diese kürzeste Art stünde der neuen Arbeitsbeschaffung durch den Ausbau der Alpenstrassen nichts mehr im Wege. Mit der Annahme des Einigungsbeschlusses würden finanzielle Mittel von jährlich rund 11 Mill. Fr. verfügbar. Einlässliche Berechnungen von Fachleuten haben ergeben, dass mit diesem Betrage 3250 Arbeitslose während 200 Tagen lohnende Beschäftigung und dazu ein grosser Stab technischer und kaufmännischer Angestellter Verdienst finden könnten. Durch diese grosszügige Arbeitsbeschaffung tritt die Angelegenheit aus dem Rahmen des Fremdenverkehrs, der nationalen und internationalen- Autotouristik, und der strategischen Bedeutung weit hinaus. Sie wird zu einem sozialen Problem. Dieses schliesst in sich: .Schaffung von Arbeit, Hebung des Fremdenverkehrs, vermehrter Absatz der einheimischen Produkte der Landwirtschaft, Vorteile für Handel und Gewerbe, kurzum, sie beeinflusst das gesamte volkswirtschaftliche Leben und wird dadurch zu einer Angelegenheit von schweizerischer Bedeutung. Auch den Bergkantonen, die ohne diese eidgenössische Hilfe nicht an die Ausführung grosszügiger Projekte gehen könnten, wird Hilfe zuteil. Schlussfolgerungen. Der Ausbau der Alpenstrassen ist eine absolute Notwendigkeit. Dessen Anhandnahme ist ein nationales Werk; es schafft Arbeit und Brot. Mit der zweckgebundenen Zollerhöhung, die drei, allerhöchstens vier Rappen auf den Benzinverkaufspreis ausmacht, sollten und werden sich die Benzinkonsumenten zufriedenstellen. Die Verfassungsritzung wird kleiner und der fiskalische Ertrag des Bundes wird dennoch nicht wesentlich geschmälert. Sollte es wirklich nicht möglich sein,' auf diesem Wege eine Einigung zu erzielen? Bundesrat, Bundesversammlung, Alpenstrasseninitianten und Benzinkonsumenten müssen sich finden. Noch haben wir die Hoffnung, dass dieser Weg «mitten durch » zum Erfolg führen werde. Die gegenwärtige Zeit hat ja noch Reibungsflächen genug. Helfen wir mit, dass wenigstens die beiden strittigen Fragen: die Benzinzollerhöhung und die Alpenstrasseninitiative, in Wegfall kommen. G. W.-T. Bekämpfung der Verkehrsunfälle. Viel wird augenblicklich über dieses Problem geschrieben, jedoch geht man recht wenig auf die hauptsächlichsten Ursachen der Verkehrsunfälle ein. Es ist unbedingt notwendig, die schlimmsten Verstösse der verkehrsgefährdenden Automobilisten zu analysieren, um nützliche Abwehrmassnahmen zu schaffen. Wollen wir zuerst auf das Kernproblem der Unfallverursachung eingehen, finden wir da zweifellos die heutige Mode der Links-Steuerung bei Automobilen. Es ist mir noch nie klar geworden, weshalb eigentlich die widersinnige Linkssteuerung aufkommen konnte in Ländern, wo rechts gefahren wird. Ich habe früher rechtssteuerige Wagen gefahren und nachher linksgesteuerte. Ich werde seither das bedeutend weniger sichere Gefühl beim Fahren nie ganz los, namentlich natürlich auf schmäleren Strassen und auf Bergrouten. Es kann sich auch jeder Sportkollege bei seinen Begegnungen selbst davon überzeugen, dass der rechtsgesteuerte Wagen stets viel besser ausweicht als der linksgesteuerte. Dies hauptsächlich bei den heutigen, oft sehr breiten Wagen; da hat der Führer das Gefühl, er fahre gut rechts und fährt dabei in der Strassenmitte. Umsonst hat die italienische Regierung nicht neuerdings die Rechtssteuerung als obligatorisch erklärt. Und wer heute in Italien fährt, wird mit Genugtuung konstatieren, dass die Strassendisziplin dort relativ eine ganz andere ist als leider bei uns. Der kleine Vorteil der Linkssteuerung beim Ueberholen reicht niemals an die enormen Nachteile hin. Ich bin überzeugt, dass wenn Rechtssteuerung obligatorisch wäre, sich die Unfälle zwischen Automobilen um % reduzieren Hessen! Der Rest fällt dann noch den disziplinlosen und flegelhaften Fahrern zu, die sich nicht- an die primitivsten Fahrregeln halten und keine Gefahren sehen, bis ein Unglück geschehen ist. Tagtäglich begegnet man doch solchen Wildlingen, die in unübersichtlichen Kurven ein anderes Automobil überholen und es nur dem Zufall zu verdanken ist, wenn von der andern Seite gerade kein Vehikel kommt. Solche Unverbesserliche gefährden heute den Verkehr in einem katastrophalen Ausmasse. Das kann doch die Verkehrspolizei sehen und solche Fahrer müssen unbedingt aus dem Verkehr verschwinden. Warum wird dies nicht streng geahndet? Das Kurvenschneiden ist der zweite Punkt, doch hier trägt die Hälfte der Schuld wiederum die Linkssteuerung. Das Fahrtempo auf Bergstrassen sollte limitiert werden, ebenso dürften die schweizerischen Postautomobile mit etwas besserem Beispiel vorangehen, die oft sehr rasch in den Kurven unserer Alpenstrassen erscheinen. Also Verkehrspolizei heraus! Mit energischem Durchgreifen werden wir bald eine andere Strassendisziplin haben. Die Unfälle und Sachschäden werden enorm zurückgehen und die vielen anständigen Automobilisten können sich wieder ihrer Fahrten freuen. Etwas muss geschehen, eo kann es nicht mehr weitergehen! H. L. in D. *- C. S. Auto-Schönheitskonkurrenz Zürich 1935. Die Sektion Zürich des A. G. S. führt am 7. September 1935 im Rahmen der Veranstaltung « Zürcher Autoschönheitskonkurrenz und Herbstmodenschau » auf dem Areal der Dolder-Kunsteisbahn-Wellenbad in Zürich eine Schönheitskonkurrenz für Automobile durch. Die Veranstaltung ist offen für Wagen mit Serienkarosserien und mit Spezialkarosserien, deren Herstellung im erstem Fall nicht vor r das Jahr 1934 und bei den übrigen nicht vor das Jahr 1933 zurückreicht. Als Preise werden sowohl bei Serienwie-auch Spezialkarosserien goldene, silberne und bronzene Plaketten vergeben. ... i .. • Neben der Bewertung durch das Preisrichterkollegium erfolgt auch eine solche durch die Zuschauer, die die nach ihrer Ansicht fünf schönsten Wagen bezeichnen. Die fünf Wagen, die am meisten Zuschauerstimmen auf sich vereinen, erhalten dann den s. g. Zuschauerpreis mit goldener Medaille. Nennungen werden vom Sekretariat der Sektion Zürich bis spätestens den 31. August 1935 entgegengenommen, wobei das Nenngeld auf Fr. 20.— angesetzt ist. T. C- S. Autosektion Aargau Geschicklichkeitsfahren im Schachen in Aarau. Die Sektion Aargau des T. C. S. bringt Sonntag, den 1. September, event. 8. September, ein schweizerisches Geschicklichkeitsfahren zum Austrag. Bei grosser. Beteiligung fahren die Mitglieder der-Sek" tion Aargau schon Samstag nachmittag, den 31. August. Das Geschicklichkeitsfahren (Gymkhana) wird durchgeführt als Sektionswettkapipf und Einzelwettkampf. Jede T. G. S.-Sektion kann 3 Fahrer melden, welche um die Sektionsmeisterschaft starten. Die Gymkhana ist ferner offen für alle Sektionsmitglieder des T. C. S. Es ist den drei Fahrern, welche für die Sektionsmeisterschaft starten, gestattet, vorher die Hindernisse als Einzelfahrer zu fahren. Anmeldungen sind bis zum 22. August an den Sportpräsidenten zu richten. Das Nenngeld beträgt für den Einzelfahrer bis 22. August Fr. 5.— und nach dem 22. August Fr. 1.:—. Die Sektionsequipen zahlen kein Nenngeld. * Es kommen • folgende Aufgaben zur Durchführung: 1. Weggabelung. 2. Oeffnen, Durchfahren und wieder Schliessen eines Weidgatters. 3. Leichtes Anfahren eines Verkehrspolizisten. 4. Rückwärtsauffahren auf eine Bodenwelle. 5. Blindfahren'. 6. Verkehrssignale. 7. Anstossen eines Rollwagens. 8. Spurfahren vorwärts. 9. Autoball. 10. Anhalten auf 1 m Distanz vor Signal. 11. Pendel. 12. Kegelfahren. 13. Wippe. 14. Parkieren. Die Beurteilung erfolgt nach der Summe der Strafpunkte. Die für die Durchfahrt aufgewendete Zeit wird mit 1 Strafpunkt pro 2 Sekunden in Rechnung gestellt. Bei gleicher Punktzahl entscheidet die kürzere Zeit. Die siegende Sektion* erhält den von der Sektion Zürich gestifteten Wanderpreis. Die Veranstaltung bietet dem Automobilisten Gelegenheit, seine Fahrkenntnisse unter Beweis zu stellen. Die Gymkhana will den Automobilisten zum korrekten und guten Fahrer erziehen. Die Veranstaltung wird übrigens ein fröhlicher Zeitvertreib sowohl für den Automobilisten wie für das andere Publikum sein. Wir erwarten daher zum friedlichen Wettstreit eine grosse Zahl von Konkurrenten und Zuschauern. Automobilisten, durch eure Teilnahme helft ihr am guten Gelingen der Veranstaltung mit! Autosektion Waldstätte Der nächste Stammtisch findet Freitag, den 23.' August 1935, abends ca. 2Q.15 Uhr, im Restaurant du Nord, Luzern, statt, wozu wir alle freundlich einladen. Das Sekretariat. Aus den Yeibänden | Die kantonal-bernische Strassenyerkehrs-Liga hat ilÄ Interesse der Verkehrssicherheit an die Polizeidirektion des Kantons Bern die Bitte gerichtet, es möchten auf die im Herbst da und dort stattfindenden «Chilbi>-Veranstaltungen hin behördlicherseits Schritte unternommen werden, damit diese Anlässe nicht an Orten durchgeführt werden, die an stark frequentierten Durchgangsstrassen liegen. Veranstaltungen. Kreuz- und Querfahrt durch die Schweiz. Der Autogewerbe-Verband der Schweiz (A. G. V. S.) veranstaltet am 8. September 1935 eine Kreuz- und Querfahrt durch die Schweiz zwecks Werbung für den Pfäffikoner-Pneu « Pallas Cord > und zur Pflege der Kameradschaft im Autogewerbe. Teilnahmeberechtigt sind nur Mitglieder des Autogewerbeverbandes der Schweiz. Es handelt sich hier um eine touristische Prüfungsfahrt, in welcher der Fahrer eine gewisse Route zu durchfahren hat, wobei eine Strecke von zirka 200 km vorgesehen und als Ziel die Pneufabrik « Pallas Cord » in Pfäffikon gesetzt .ist. Als Startort kann von den Konkurrenten gewählt werden zwischen: Basel, Bern, Luzern, Weinfeldeh, Payerne, St. Gallen, Zürich, Freiburg,. Neuenburg, Chur, Bellihzona und Airolo. In Verbindung mit dem Einzelwettbewerb der Mitglieder des A. G. V. S. wird gleichzeitig ein Sektionskampf durchgeführt, für welchen spezielle Sektions-Preise ausgesetzt sind. Deutschlandreise der internationalen Automobil-, Reifen-' und Zubehörhändler, Garagen- und Werkstattbesitzer. Der Reichsfachverband des Kraftfahrzeughandels und -gewerbes E. V., Berlin, ladet zu einem Besuch Deutschlands ein und wird die wichtigsten Gegenwartsfragen des Kraftfahrzeugmarktes bei dieser Reise durch das neue Deutschland als sachverständiger Führer den internationalen Gästen erläutern. Die Reise führt während sieben Tagen von Berlin nach Süd- und Westdeutschland und wird landschaftlich und historisch bemerkenswerte Punkte berühren. Auch die neuen Reichsautobahnen werden in die Besichtigung einbezogen. Als wichtigste Punkte heben wir aus dem Programm den Besuch von Berlin und Potsdam hervor. Hierbei werden in kurzen Vorträgen die Preisschutzsysteme behandelt und zur Diskussion gestellt. Von Berlin führt die Reise über Stuttgart, wo die bekannten autoelektrischen Werke der Firma Robert Bosch AG. besichtigt werden und weiter eine Führung durch die Daimler-Benz- Werke stattfindet, Heidelberg, Reichsautobahn Darmstadt-Frankfurt a. M. nach Frankfurt a. M. Hier werden die grösste deutsche Automöbilfabrik, die Opel-Werke, sowie die durch ihre technisch besonders interessante Vorderradantriebskonstruktion • bekanntgewordenen Adler-Werke besichtigt. Von Frankfurt führt die Reise über Mainz mit einer abschliessenden Rheindampferfahrt von.Mainz nach Köln, von •wo die Heimreise nach den einzelnen Grenzstationen angetreten wird. Die Reise findet in der Zeit vom 1. bis 8. September 1935 statt. Das genaue Programm einschl. Anmeldeschein und Einzelaufstellung der Tageäreisepläne kann vom Reichsfachverband des Kraftfahrzeughandels und -gewerbes. Berlin W 50, Marimrgerstrasse- 3. verlangt werden. Kalender der Automobilausstellungen, , die vom ständigen internationalen Bureau derAutomobilkonstruikteure für das Jahr 1935 bewilligt worden sind. Holland: Messe, Automobilausstellung (Lastwagen und Autobusse), Utrecht, 3.—12. September. Italien: 5. Messe der Levante, Automobilsalon, Bari, 6.—21. September. Frankreich: 29. Salon für Automobile, Fahrräder und Sport, Paris, Oktober. Grossbritannien: 29. internationale Ausstellung für Automobile (Personenwagen, Motorboote, Zubehör), London, 17.—26. Oktober. Tschechoslowakei: 25. internationale Automobilausstellung, Prag, 19.—28. Oktober. Grossbritannien: 12. internationale Ausstellung für Lastwagen und Omnibusse, London, 7.—16. November. Grossbritannien: 34. internationale schottische Automobilausstellung (Personenwagen, Garagezubehör etc.), Glasgow, 15.—23. November. Bttfhepf Beiträge zur Geographie des Motorfahrzeugverkehrs in der Schweiz, von Dr. Otmar Widmer, Phylographischer Verlag, Basel, 1934. — Die interessante Arbeit ist als Beitrag zur Verkehrsgeographie der Schweiz gedacht und befasst sich vom geographischen Standpunkt aus mit der Untersuchung und Darstellung des Motorfahrzeugverkehrs in einzelnen ausgewählten Gebieten unseres Landes. Als Dissertation hatte sich selbstverständlich die Abhandlung zum vorneherein auf eine streng wissenschaftliche Beobachtungsebene zu konzentrieren, ein Faktor, der in den bisherigen verkehrspolitischen Studien sehr vernachlässigt wurde, so dass es zu begrüssen ist, nicht zuletzt vom Standpunkt der Praxis aus, wenn sich nach und nach auch unsere Universitäten jnit der modernen Verkehrsentwicklung befassen.. Selbstverständlich kann es sich bei dieser Arbeit nicht darum handeln, die geographische Verteilung des Motorfahrzeugverkehrs auf das ganze Gebiet der Eidgenossenschaft zu untersuchen, da einerseits die notwendigen statistischen. Unterlagen nicht vorhanden sind und anderseits eine derart umfangreiche Arbeit nur sukzessive abgeschlossen werden kann. Wiederholt ist angeregt worden, nicht nur die Verkehrsmittel und Verkehrswege zu behandeln, sondern auch die Verkehrsströme zu beobachten; so hat der Verfasser versucht, diese einzeln und damit den Verkehr selbst möglichst gründlich zu untersuchen. Als Aufgabe der vorliegenden Arbeit ist das Ziel umschrieben, den Motorfahrzeugverkehr in 4 Einzellandschaften (Baselland, Toggenburg, Fürstenland und Glarus) geographisch zu untersuchen und eine Uebersicht über diesen Verkehr im Gesamtgebiet der Schweiz zu geben. Hierbei war festzustellen, ob landschaftliche Verschiedenheiten dieses Verkehrs vorhanden sind und wenn ja, welcher Art sie sind und wodurch bedingt, ob mehr durch physiogeographischo oder antropogeographische, insbesondere wirtschaftsgeographische Momente. Der Verfasser vertritt zur Auffassung, dass die Verkehrsmittelverteilung weniger vom topographischen, als vom siedlungs- und wirtschaftsgeographischen Moment abhängt. Die Motorfahrzeuge finden sich konzentriert in den Stadtsiedlungen. Dort ist auch dia Dichte der Personen- und Lastautomobile am grössten, während die der Motorräder in den Städten selbst geringer, dafür aber in nicht zu weit von Industrieorten gelegenen Gemeinden die höchsten Werte erreicht. Was die Untersuchung der Verkehrsströme anbetrifft, so konnte Dr. Widmer feststellen, dass sich der Verkehr der Intensität nach auf einige wenige Hauptrouten konzentriert, während die übrigen Strassen einen auffallend geringern Verkehr tragen. Die grösste Frequenz zeigen die Ausfallstrassen der Großstädte. Der Verfasser gliedert den umfangreichen Stoff in zwei Hauptabschnitte: A) Der Motorfahrzeugverkehr einzelner Landschaften, B) Uebersicht über den Motorfahrzeugverkehr der Schweiz. Im grosr sen ganzen wird diese Studie in Fachkreisen sicherlich Beachtung finden, um so mehr, als sie verschiedentlich vorgefasste Meinungen richtig etellt und die Bedeutung des Motorfahrzeustverkehrs für die Schweiz im besondern darlegt. Nicht einverstanden können wir uns hingegen mit der Behauptung erklären, dass der Klausenpass und die Umbrailstrasse zu den am modernsten ausgebauten Strassen gehören, sobald wir dafür ausländische Alpenstrassen als Vergleich heranziehen. Der Klausen darf wchl unter den schweizerischen PaDstrassen als gut ausgebaute Route angesehen werden, doch steht er immer noch bedeutend zurück gegenüber den Strassenbauten im Grossglocknergebiet, in den Dolomiten oder in Savoyen. Der Utnbrail weist hingegen eine derart beschränkte Fahrbreite auf. dass er in keiner Weise als moderne Strasse qualifiziert werden kann. Im übrigen aber darf die Schrift Widmers den Automobilisten bestens empfohlen werden, namentlich aber auch unsern Parlamentariern, wie der eidgenössischen und kantonalen Behörden, damit auch diese letztern Kreise endlich einmal von nicht interessierter Seite über die Bedeutung des motorisierten Strassenverkehrs aufgeklärt werden. Wy; fo Namenänderung. Kreditbank A.-G. Zürich. Die frühere Autokreditbank A.-G. Zürich hat durch Beschluss der Generalversammlung ihre Firmenbezeichnung wie vorerwähnt abgeändert. Herr Steiger ist aus dem Verwaltungsrat ausgeschieden. Personelles. Hermann Jordi. Garaoe, Gondiswll. Inhaber der Firma ist Hermann Jordi in Gondiswil. Betrieb einer Garage und Reparaturwerkstätte. Domizil: Mühlegasse. scH »«seh Firmenlöschung. Ernst Schärer-Flückiner, Automobilhandel, Gondiswil. Die Firma ist infolge Verzichtes des Inhabers der Firma erloschen. Walter Mithys, Autobeleuchtung, Basel. Die Firma ist infolge Konkurses "von Amtes wegen gelöscht worden. Verantwortliche Redaktion: Dr. A. Büchl. Chefredaktion. W. Mathys. — Dr. E. Waldmeyer. Telephon der Redaktion: 28 222 (Hallwal) Ausserhalb der Geschäftszeit: 23.295.