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E_1935_Zeitung_Nr.068

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nen Knochenbrüche

nen Knochenbrüche können durch unüberlegtes, ungeschicktes oder grobes Anfassen bei der ersten Hilfeleistung oder beim Transport dadurch zu «offenen» oder «komplizierten» werden, dass der gebrochene Knochen mit seinen meist spitzen Bruchenden von innen die Weichteile durchscheuert oder durchbohrt'und durch die auf der Haut und in den Kleidern stets vorkommenden Eitererreger angesteckt und zum Eitern gebracht, wird. Dies gilt besonders für die Brüche des Schienbeines, das auf seiner Vorderseite nur von dünner Haut bedeckt ist. Die Erkennung eines Knochenbruches ist auch für den Geübten nicht immer leicht; die Schmerzen erschweren oder verunmöglichen manchmal eine genaue Untersuchung. Sichere Kennzeichen für einen Knochenbruch sind: 1. Unfähigkeit, das verletzte Glied zu bewegen. 2. Heftige Schmerzen bei der geringsten Bewe- Wochenend u. Ferientage Im neuzeitlich eingerichteten Strandbad KÜSNACHT am ZÜRICHSEE Prächtiger Strand. Grosse Sport- u. Spielwiese mit Turn- u. Spielgeräten aller Art. SCHATTIGER AUTOPARKPLATZ mit geregelter Zu- und Ausfahrt. gung an einer meist eng umschriebenen Stelle. Aengstliches Vermeiden auch der kleinsten Bewegung. 3. Unregelmäßig geformte Anschwellung 1 und Veränderung der Form an der Bruchstelle. 4. Einknickung oder Abbiegung des verletzten Knochens an der Bruchstelle. 5. Falsche Beweglichkeit an der Bruchstelle, verbunden mit Reibegeräuschen oder oft hörbarem Knacken durch Aneinanderreihen der Bruchenden. 6. Verkürzung des Gliedes durch Verschiebung der Knochenfragmente infolge Muskelzug.. Aus den Ursachen der Verletzung, aus dem Verhalten des Verunfallten, durch gründliches Betrachten der schmerzhaften Stelle, evtl. durch Vergleichung mit der flicht verletzten andern Seite, suche man sich klar zu machen, ob ein Knochenbruch vorliegt oder nicht. Rohes Betasten und Bewegen sind streng zu vermeiden, nicht nur, um unnötige Schmerzen zu vermeiden. Im Zweifelsfalle soll der Verunfallte so behandelt werden, wie wenn ein Knochenbruch zustandegekommen wäre. Ganz besonders gefürchtet sind die Knochenbrüche des Kopfes, der Wirbelsäule, des Brustkorbes und des Beckens, nicht wegen der Knochenverletzung als solcher, sondern wegen den damit verbundenen Verletzungen des Gehirns, des Rückenmarkes, der Lungen und der Unterleibsorgane, die zu Bewusstlosigkeit. Lähmungen, inneren Blutungen, Zerreissung der Lungen, der Blase mit ihren so schweren, oft tödlichen Folgen führen können. Bei den Knochenbrüchen ist die erste Hilfeleistung ganz besonders von weittragender, allergrösster Bedeutung; von ihr kann ebenso gut glatte Heilung wie dauernde Verkrüppelung oder sogar der Tod abhängen. Nirgends wie bei Knochenbrüchen sind ruhiges Ueberlegen, planmässiges, schonendes Handeln ohne Ueberhastung Grundbedingung für eine zweckmässige erste Hilfeleistung und das Anlegen des ersten Notverbandes! Bei Beinbrüchen wird der Verunfallte mit Vorteil an Ort und Stelle liegen gelassen, bis der Notverband angelegt ist, nicht nur, um ihm Schmerzen zu ersparen, sondern hauptsächlich um zu vermeiden, dass aus dem geschlossenen Knochenbruch ein offener wird. Muss ein Verunglückter aus zwingenden Gründen vor Beendigung des Notverbandes weggeschafft werden, so ist peinlich darauf zu achten, dass der fusswärts von der Bruchstelle liegende Gliedabschnitt mit den Händen in der gleichen Lage gehalten wird, wie der körperwärts gelegene, mit andern Worten, dass er, seiner Schwere folgend, nicht herunterhängen kann. Material für Notverbände ist überall zu finden. Der gebrochene Oberarm braucht nicht unbedingt geschient zu werden; am besten wird er in einer Tragschlinge, in Form eines grossen Taschentuches oder etwas ähnlichem, gelagert und am Oberkörper festgebunden, am besten bei rechtwinkliger Beugung des Ellbogens Das gebrochene Bein kann zur Not an das gesunde festgebunden werden; es hat damit wenigstens etwas Halt. In Ermangelung -von besonders konstruierten Schienen und Binden eignen sich Stöcke, Schirme, schmale Bretter, Schindeln, Latten, dünne Aeste, Schilf, Blech- oder Kartonstreifen, Taschentücher, Riemen, Hosenträger zur Festhaltung des gebrochenen Knochens. Bei offenen Knochenbrüchen wird die Wunde, wie oben geschildert, am besten' mit einem trockenen Verband bedeckt. Bei Beinbrüchen wird mit Vorteil eine Schiene auf die Aussen- und eine auf die Innenseite angebunden, und zwar so fest, dass sich die Bruchenden nicht verschieben können; dabei ist es äusserst wichtig, beide der Bruchstelle benachbarten Gelenke verlässlich miteinzuschienen, damit sie sich nicht bewegen können, bei O.berschenkelbrüchen Hüftgelenk und Knie, bei Unterschenkelbrüchen Knie und Fussgelenk. Wenn irgendwie möglich, sind die Schienen zu polstern; in Ermangelung von Watte eignen sich dazu ganz gut Kleidungsstücke, Holzwolle, Moos, weiches Heu. Bei Rippenbrüchen empfinden es die Verletzten als sehr wohltuend, wenn der Brustkorb fest mit Binden oder mit schmalen, stark anzuziehenden Tüchern, die mit Sicherheitsnadeln befestigt werden, eingebunden werden. Bei Verdacht auf Verletzung der Wirbelsäule soll der Verunfallte, wenn irgendwie möglich, nicht herumgetragen oder sogar abtransportiert werden, bevor eine Tragbare zur Stelle ist, oder ein zweckmässiger Ersatz, z. B. in Form eines breiten Brettes. Unvorsichtiges Vorgehen könnte eine Verletzung des Rückenmarkes mit bleibender Lähmung und evtl. sofortigem Tod zur Folge haben. Verbrennung. Brandwunden sind gegen Temperaturwechsel ausserordentlich empfindlich; deshalb soll man sie nie mit kalten Umschlägen behandeln, sondern mit einer Abkühlung verhindernden Schicht von sauberem Oel, Vaselin, u. U. Mehl, Puder bedecken und erst dann verbinden. Brandblasen sollen nicht aufgestochen werden. Die Entfernung angeklebter Kleidungsstücke ist ausserordentlich schmerzhaft; sie hat deshalb mit äusserster Sorgfalt zu geschehen. Stark angeklebte Stoffstücke lässt man bei der ersten Hilfeleistung am besten ruhig liegen, während die nicht angeklebten abgeschnitten werden. * Erfrierung. Bei Erfrierungen der Ohren, der Nase, der Zehen, der Finger wird der erfrorene Körperteil am besten mit Schnee gerieben bis «pe Zirkulation sich wieder einstellt, d. h. bis sie wieder warm werden; nachher wird verfahren wie bei Verbrennungen. Erfrorene dürfen AUTOMOBIL-REVUE 1935 - 68 nicht sofort an die Wärme gebracht werden; sie sind im Freien oder in einem kühlen Raum zu entkleiden; der Körper ist mit Schnee, dann mit nassen Tüchern zu reiben. Dann soll man den Erfrorenen in immer wärmere Tücher einwickeln; erst nach 2—3 Stunden darf er in einen warmen Raum und in ein warmes Bett gebracht werden. Sobald der Erfrorene schlucken kann, soll ihm Tee, Kaffee, aber in lauem Zustande, gegeben werden. Später erst heisser Kaffee, u. U. mit Zusetzung von Schnaps oder ein heisser Grogg. Vergiftung mit Autoabgasen. Besonders beim Laufenlassen des Motors in abgeschlossenem Raum, aber auch beim Fahren im ganz geschlossenen Wagen mit schlecht abgedichteter Spritzwand kann es zu schweren, oft rasch tötlichen Vergiftungen kommen. Uebligkeit, Kopfweh, Schwindel, Schwäche in den Beinen sind gewöhnlich die ersten Vergiftungserscheinungen; bei leichten Vergiftungsgraden genügt es meist den Kranken an die frische Luft zu bringen, den Kopf tief zu legen, tief atmen zu lassen, Es wurde ärztlicherseits öfters über die Einwirkung des Autofahrens auf den menschlichen Organismus geschrieben und dabei gewöhnlich in erster Linie die .schädlichen Einflüsse (Intoxikation durch Benzindämpfe, Herabsetzung der körperlichen Leistungsfähigkeit usw.) in den Vordergrund gehoben. Ich möchte in diesem Aufsatz nur über gewisse Beeinflussung des Nervensystems berichten und stütze mich dabei sowohl auf persönliche Beobachtungen wie auf Angaben von Kollegen, die noch über längere Erfahrung verfügen. Niemand wird bestreiten, dass die Fahrpraxis an das Gesamtnervensystem sehr grosse Anforderungen stellt. Es ist dabei von grosser Wichtigkeit, dass die notwendige Spannkraft der Nerven erhalten bleibt. Welche geeigneten hygienischen Massnahmen werden diese Spannkraft fördern? Diese Frage lässt sich nicht eindeutig beantworten, weil hier individuelle Verschiedenheiten eine sehr grosse Rolle spielen. Der eine Fahrer raucht Zigarette über Zigarette, wobei in gewissen modernen Wagen er nur zwei Finger zum «Distributeur> auszustrecken braucht, um das brennende Stimulans zu erlangen. Die andern ziehen den Stumpen oder die Pfeife starken schwarzen Kaffee zu verabreichen. Ist er aber schon bewusstlos und damit in höchster Lebensgefahr, so muss an Stelle von frischer Luft unverzüglich künstliche Atmung eingeleitet und ein Arzt gerufen werden. Flüssigkeiten irgendwelcher Art dürfen nicht verabreicht werden, bis das Bewusstsein wieder zurückgekehrt ist. Zur ersten Hilfeleistung bei Unglücksfällen empfiehlt es sich, im Auto etwa folgendes, wenig Platz versperrendes Material mitzuführen: Verbandpatronen (Armeemodell), kleinere und grössere. Gazebinden, 5 resp. 10 cm breit, 5 m lang. Tricotbinden, elastisch, sog. Idealbinden, 5 cm breit, 5 m lang. Dreiecktücher, 2 bis 3 Stück verschiedener Grosse. WaHepäckchen, zirka 30 g. Heftpflaster, 1 Rolle, 2 bis. 3 cm breit. Evtl. für kleine Verletzungen gebrauchsfertige Schnellverbände (Elastoplast, Hevaplast). Jodtinktur, fünfprozentig, a mbesten in Glasampullen mit Wattepinsel, in denen sie jahrelang haltbar bleibt (Hausmann, St. Gallen). Drahtschienen (System Kramer); es sind dies billige, leicht mitzuführende, sehr zweckmässige, biegsame Schienen zur Verwendung bei Armund Beinbrüchen. !kah^ip%axis und Tlewensystem Dr. med. P. Schnyder, Bern. vor, der bescheidene Mann begnügt sich oft auch mit einem Streichholz oder einem Strohhalm zwischen den Zähnen. Andere wiederum — Schreiber dieser Zeilen gehört ebenfalls zu ihnen — betrachten das Rauchen als eine Abspannung, werden dadurch abgelenkt und können infolgedessen beim Fahren nichts damit anfangen. Allseitig bekannt ist die stimulierende Wirkung des Coffeins auf das Nervensystem. Schwarzer Kaffee wird daher mit Recht von vieleni Führern, namentlich auf längern Fahrten, in gewissen Zeitabständen und besonders nach den Mahlzeiten zum Wachhalten eingenommen. Damit habe ich zwei andere wichtige Punkte berührt: die Fahrdistanz und die Mahlzeiten während derselben. Es würde zu weit führen, in diesem Aufsatz auch über die Qrösse der Tagesleistungen einer Auto- Gut geführtes Terrassen-Restaurant, von A. Robbi. Eigene Dampfboot-Haltestelle. Autobus Zürich-Zollikon-Küsnacht. Vermietung von St ra nd requ i s iten aller Art. Stark reduzierte Preise. Zürcher Unterhaltungsstätten Apollotheater Cafe-Rest. Stauffacherstrasse 41. Das Cafehaus mit den bescheidenen Preisen. 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NO 68 — 1935 AUTOMOBIL-REVUE 25 fahrt zu diskutieren. Es wurde in dieser Zeitschrift schon zu wiederholten Malen ausführlich darüber geschrieben. Ich möchte aber doch eine Tatsache hier hervorheben, die meines Erachtens heute im Zeitalter des Bahes reiner Autostrassen viel zu wenig berücksichtigt wird: Nichts ermüdet das Nervensystem so sehr, wie das lange, ununterbrochene, gleich schnelle Fahren auf geraden, flachen Strecken mit wenig Abwechs- Wenn Sie schlank sein wollen, lung. Wie vielen ist dabei ein kurzes Einnicken zum Verhängnis geworden! Nichts fördert das Einschlafen so, wie ein regelmässiges, monotones Geräusch und gleichartige Gesichtseindrücke wie das regelmässige Vorbeijagen von Telegraphenstangen oder Bäumen in gleichen Abständen. Ich selbst ziehe die Päßstrasse mit ihren Tücken und Ueberraschui^gen der breiten und geraden Strasse im Flachland bei weitem vor und stelle jedesmal geringere Ermüdungssymptome auch bei grösseren Tagesleistungen fest. Die Gefahr des Einnickens oder gar Einschlafens nach der Einnahme von Mahlzeiten ist wieder ein Problem für sich. Es ist physiologisch richtig, nicht zu grosse Speisemengen einzunehmen und Alkohol nur mit Vorsicht zu gemessen, wenn unmittelbar nachher noch eine längere Fahrleistung bevorsteht. Es isn L bekannt, wie der Alkohol in der anregenden Phase gewisse Hemmungen mit Leichtigkeit überwinden lässt und damit leicht zu Unvorsichtigkeiten in der Fahrpraxis führen kann, die sonst niemals begangen würden. In dieser akuten Phase wird auch die Alkohol-BMprobe meistens stärker positiv ausfallen und zu oft ganz unberechtigter gerichtlicher Belastung des Führers führen. In der lähmenden Phase der Alkoholwirkung kommt dann meist der bereits erwähnte Kampf mit dem Schlaf. Wachhalten durch Sprechen, Singen z. B., wird von verschiedenen Fahrern mit Erfolg angewendet. In andern Fällen muss dem Schlafbedürfnis mit vorübergehendem. Fahrtunterbruch nachgegedann nehmen Sie wenigstens nur ein unschädliches Mittel. Werden Sie schlank durch INDAIM, d. Entfettungskur aus Pflanzensäften. Sie ist unschädlich - auch für das Herz - schmerzlos, wohlschmeckend und von Aerzten empfohlen. Dr. Lobeck's Indan-Tabletten Fr. 5.-, Tee Fr. 3.-« Bellevueapotheke, Theaterstr. 14 n, Zürich 1. ben werden. So verlockend ein Früh- oder Nachmittagsschoppen ist, wird, starker Durst während der Fahrt am besten mit gezuckertem Schwarztee — kalt oder warm — gelöscht. Dies hat auch den Vorteil, eine leicht stimulierende Wirkung auf das Nervensystem auszuüben, ähnlich wie Coffein. Stark konzentrierter Alkohol (Kognak, Kirsch usw.) wirkt nur momentan stark anregend und eignet sich daher besonders bei akuten Kollapszuständen, die Wirkung fällt rasch wieder ab. Vor dem Gebrauch sog. Analeptika — d. h. Arzneimittel mit stimulierender Wirkung auf das Gefäss-Nervensystem — ohne ärztliche Verordnung möchte ich dringend warnen, da wegen unrichtiger Dosierung dadurch leicht gesundheitliche Schäden provoziert werden können. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Anforderungen, welche die Fahrpraxis an das Nervensystem stellt, sehr verschiedenartig sind und auch in sehr verschiedener Das wichtigste Sinnesorgan zum Lenken eines Automobils ist das Sehorgan; ein Gehörloser kann im Notfall ein Automobil lenken, ein Blinder nicht. Wir wollen eine kurze Umschau halten, welche Sehleistungen und welche Sehhilfen uns zu Gebote stehen, und wie wir unsere Augen vor Schaden bewahren können. Unser Auge ist nach dem Prinzip der Camera obscura gebaut, das Objektiv besteht aus Hornhaut, Kammerwasser, Linse und Glaskörper, der Film, auf dem der wahrgenommene Gegenstand sich abbildet, ist die Netzhaut. Das Bild entsteht an der Stelle des zentralen Sehens, der sogenannten Macula; der daselbst hervorgerufene Reiz wird durch die Fasern des Sehnerven zum Sehzentrum des Grosshirns weitergeleitet. Von dort gehen die zentrifugalen Nervenreize zu den Gehirnzentren der Muskeln der Beine, welche den Gashebel, die Bremsen und das Pedal der Kupplung betätigen. Die Zeit, welche dieser Vorgang beansprucht, nennen wir Reaktionszeit; sie ist individuell sehr verschieden, wird durch intensive Aufmerksamkeit Weise vom einzelnen Menschen überwunden werden, wie übrigens ein jeder Mensch auch im täglichen Leben wieder anders auf Belastung seines Nervensystems reagiert. Anderseits bedeutet gerade das Selbstfahren für manchen eine Stählung seiner Willenskraft und Entschlussbereitschaft und wirkt daher direkt erziehend im psychotherapeutischen Sinne; und nicht zuletzt wird der seelisch abgespannte Mensch oft im Fahren gerade die beste geistige Ablenkung finden und sich nachher wieder geistig frischer fühlen. Aus diesem allem geht hervor, dass die Spannkraft des Nervensystems, die für zuverlässiges Fahren eine Conditio sine qua non darstellt, durch sehr einfache hygienische Massnahmen erhalten werden kann. Mögen diese kurzen Erläuterungen dazu beitragen, dem modernen Menschen mit seinen zerrütteten Nerven das Fahren mit seinem Wagen als eine wirkliche Erholung zu gestalten. (t und Augeniicht Dr. med. v. Mandaeh, Augenarzt, Bern und Konzentration verkürzt, durch Ermüdung, Ablenkung, durch Gespräch mit Mitfahrern und durch Rauschgifte verlängert. Der vorsichtige Fahrer wird seine Fahrgeschwindigkeit den Schwankungen der Reaktionszeit anpassen. Soll ein Gegenstand deutlich wahrgenommen werden, so muss er sich scharf auf der Netzhaut abbilden; zur Bestimmung dieser Schärfe des Bildes dient das Auflösungsvermögen der Netzhaut. Wenn zwei Punkte unter dem Winkel einer Minute noch getrennt gesehen werden, besteht eine Sehschärfe von 1,0. Sie ist individuell verschieden und kann von 20 und mehr nach oben bis 0 nach unten variieren. Die Vermehrung der Sehschärfe über 1,0 spielt für unsere Betrachtung keine Rolle, die Verminderung unter 1,0 besonders unter 0,5 setzen die Fahreigenschaften herab. Welches sind die Ursachen verminderter Sehschärfe? Die wichtigsten sind erstens: Angeborene und krankhafte Veränderungen an den Augen, zweitens: Anomalien der Refraction, Langban auch Dehnsucht des Auges = Kurzsichtigkeit, Kurzbau des Auges = Weitsichtigkeit. Bei der Kurzsichtigkeit bildet sich, je nach ihrem Grad, das Bild mehr oder weniger vor der Netzhaut ab, bei der Weitsichtigkeit theoretisch hinter der Netzhaut. In beiden Fällen entstehen in der Macula verschwommene Zerstreuungsbilder, welche ein unscharfes Sehen zur Folge haben. Zur Behebung der Fehlsichtigkeit werden dem Grade entsprechend bei Kurzsichtigkeit concave d.h. die Strahlen divergierende, bei Weitsichtigkeit convexe d. h. die Strahlen convergierende Gläser vor die Augen gesetzt. Durch Gläserkorrektion soll eine Sehschärfe von 1,0 erstrebt werden. Da die Fehlsichtigkeit oft zunimmt, muss der Brillenträger periodisch kontrollieren, ob seine Fehlsichtigkeit durch die Gläser ausgeglichen ist. Tödliche Unfälle bei Rennfahrern sind auf ungenügenden Ausgleich der Fehlsichtigkeit zurückgeführt worden. Beim Weitsichtigen wird die Sehschärfe in den mittleren und älteren Jahrgängen vermindert, er wird wegen der ungenügenden Sehschärfe mit einer korrigierenden Brille fahren müssen. In jungen Jahren wird die Weitsichtigkeit durch Akkomodation kompensiert. Die Kurzsichtigen müssen zum Fahren mit korrigierenden Gläsern versehen sein. Das weibliche Geschlecht verfügt zwar über eine bessere Wahrnehmung als das männliche; Frauen mit hochgradiger Kurzsichtigkeit finden sich ohne Glas im gewöhnlichen Leben zurecht, während ein Mann schon mit geringer Kurzsichtigkeit 'ohne Glas hilflos ist. Auch in der Tierwelt finden wir ähnliche Verhältnisse, die Löwin sieht besser als der Löwe, das Wachtier beim Gemsrudel ist immer eine ältere Gais und nie ein Bock. Der Erfolg der vom Amerikaner Bates eingeführten Sehschulen beruht auf Steigerung der Wahrnehmungsfähigkeit durch Suggestion. Eine Abnahme der Kurzsichtigkeit oder Verbesserung der absoluten Sehschärfe ist noch nie festgestellt worden. Die Erfahrung hat gezeigt, dass Frauen und Männer, welche sich von ihrer Fehlsichtigkeit geheilt glaubten und nach dem amerikanischen Motto «weg mit der Brille» ohne korrigierendes Glas ihr Auto lenkten, schwere Unfälle verursacht haben. 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