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E_1935_Zeitung_Nr.075

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er die bestehenden

er die bestehenden Verkehrsvorschriften kennt. Nicht so der Fussgänger. Es fehlt also hier an der nötigen Aufklärung. Ein grosser Teil der durch die Fussgänger verursachten Verkehrsunfälle entfällt auf Kinder. Eine gründliche Aufklärung der Jugend durch Fachleute ist dringend notwendig. Der Chef des eidg. Justiz- und Polizeidepartementes, Bundesrat Dr. Baumann, erklärte in der Frühjahrssession der eidg. Räte anlässUch der Behandlung der Motion Nietlispach (Wiedereinführung der Höchstgeschwindigkeiten für alle Motorfahrzeuge) u. a. folgendes : c Wir müssen die kommende Generation durch entsprechende Belehrung in der Schule zu richtigem Verhalten erziehen. » Die Schulkinder von heute sind die Strassenbenützer von morgen. Für alte Leute ist es • natürlich schwer « umzulernen». Der Qrossvater und die Grossmutter «vom Lande » werden sich dem modernen Strassehverkehr in der Stadt nicht mehr anpassen können. Anders ist es bei der Jugend. Hier müssen die Hebel angesetzt werden. Die Kinder wachsen mit den Fährnissen des Strassenverkehrs auf. Sie können und müssen sich daran gewöhnen. Aufgabe der Schule ist, die Kinder zu lebenstüchtigen Menschen zu erziehen. Dazu gehört heute die Verkehrserziehung in der Schule. In Erkenntnis der Notwendigkeit des Verkehrsunterrichtes in den Schulen werden z.B. in der tschechischen Hauptstadt Prag seit einiger Zeit wöchentlich zwei Unterrichtsstunden in diesem Fach erteilt Fachleute (u. a. Polizei) weihen die Kinder in die Vorschriften des Strassenverkehrs ein und machen sie auf die mannigfaltigen Gefahren der Strasse aufmerksam. Nach Abschluss gewisser Verkehrskurse können die Kinder sogar ein Diplom erwerben. Auch bei uns in der Schweiz ist in letzter Zeit durch die Polizei solcher Unterricht erteilt worden. Wir erinnern an die Verkehrsstunden in den Schulen von Oberwinterthur und Wil. Weiter wurde probeweise auch in einer Berner Mädchensekundarschuie durch einige Organe der Verkehrspolizei, unter Mitwirkung von Polizeimotorfahrern mit Auto und Motorrädern, solch ein praktischer Unterricht auf einer Strassenkreuzung in der Nähe des Schulhauses durchgeführt. Die Ausführungen der Polizisten, die aus reicher praktischer Erfahrung sprechen konnten, sind von den Kindern sichtlich mit grossem Interesse aufgenommen worden und dürften die Wirkung nicht verfehlt haben. Der in Gegenwart einiger massgebender Behördemitglieder durchgeführte Versuch darf somit als gelungen bezeichnet werden. Durch die zuständigen Schul- und Polizeibehörden ist nun beschlossen worden, diesen praktischen Verkehrsunterricht in Bern in allen Klassen (von der 5. Schulstufe an aufwärts) in Zukunft regelmässig durchzuführen. Es wäre sehr zu begrüssen, wenn diese Neuerung allgemein auch in den übrigen Städteii und grössern Ortschaften in der ganzen Schweiz zur Anwendung käme. Die Rettung selbst eines einzigen Menschenlebens würde alle Bemühungen und Arbeit auf diesem Gebiete voll und ganz rechtfertigen. Wenn es gelingt, die Kinder derart auf die Verkehrsgefahren aufmerksam zu machen und sie verkehrspolizeilich so zu erziehen, dass sich die jüngere Generation auch in Zukunft bei immer mehr zunehmendem Verkehr auf der Strasse zurechtfindet und wenn damit die Zahl der Verkehrsunfälle herabgemindert werden kann, dürfte sich die allgemeine Einführung des Schulfaches «Verkehrsunterricht» zweifelsohne lohnen. H. R. konnte. Ein wenig nur zuckte sein Kopf, und das galt mehr als alle Worte, hiess: Nein — nein! Wie eine Mauer wurde es da um ihn her. Verschlossen alles — ohne Zugang, ohne Pforte —. Er ganz allein in seinem starren Gram, in seiner Einsamkeit. Der andere aber zog ganz leis und beinah so, als müsste er sich eines vordringlichen Wortes wegen Entschuldung erbitten, die Schulter an — und liess sie wieder sinken. Sie schwiegen lang. Bis es aus Utenhoven stockend, mit erwürgter Stimme, die sich vergeblich zu sachlichem Gleichmut zwang, in die lastende Stille fragte: «— den Brief — Sie haben meinen Brief bekommen —?» Die schweren Lider hob der Herr von Adriani — das war, als müsste er sich auf den Sinn der Frage erst besinnen: «— den Brief mit den Papieren? — natürlich, ja — und auch die Scheine, die der Herr Schwieger in dem Ledersessel aufgestöbert hat —.» Er seufzte leicht — zwei Finger nur zuckten kaum merklich durch die Luft, schoben das fort — taten es ab. Er sagte noch mit einem dünnen greinenden Bedauern: «— recht schade, dass die Herren Kommissare das Geld nicht gleich das erstemal gefunden haben — aber auch dann wäre es noch kein unumstössliches Indizium gewesen —» Zu seinen Füssen nieder auf den Teppich Auto Streit um die Indianapolisbahn. Reichsstrassenverkehrsordnung gehalten, der Die grosse amerikanische Automobilrennbahn zu Indianapolis, auf der alljährlich das Wenn diese erzieherische Methode nichts ab- den Fehlbaren zur Belehrung dienen soll. wichtigste amerikanische Motor Sportereignis, tragen sollte, so greift dann die Polizei ein der « Grosse Preis von Indianapolis •», gefah-zweites Mal — und mit Recht — wesentlich schärfer zu. ren wird, ist augenblicklich Gegenstand einer scharfen Auseinandersetzung in der amerikanischen Presse. Man wirft der Bahn vor, dass sie viel zu gefährlich für die heutigen Rennwagen mit ihren grossen Geschwindigkeiten geworden sei. Im ganzen seien seit der Eröffnung dieser Bahn schon mehr als dreissig tödliche Unfälle vorgekommen. 1933 seien z. B. zwei Menschen während des Trainings und drei während des Rennens getötet worden. 1934 habe es zwei Tote gegeben, ebenso 1935. Von den Unfällen seien nicht nur Fahrer und Mechaniker, sondern auch Zuschauer betroffen worden. Die für die Bahn verantwortliche Behörde versucht diesen Sturm dadurch zu beschwichtigen, dass sie verspricht, in diesem Jahre noch für Umbauten und Instandsetzungsarbeiten rund 100 000 Dollar zurden Benzinkonsum. Verfügung zu stellen. Die Kurven sollen erweitert und stark überhöht werden. Man wolle die Bahn zur « modernsten Rennstrecke der Welt» gestalten. Ein Ford-Dieselwagen? Es verlautet, dass Ford einen Dieselwagen in Vorbereitung hat, der bei einer Stundenhöchstgeschwindigkeit von HO km nur 300 Dollar kosten und auf 100 km nur etwas mehr als zwei Gallonen Rohöl verbrauchen soll Verkehrsunterricht für Verkehrssünder. Die Pforzheimer Polizei hat ein neues, sehr praktisches Mittel eingeführt, um Verkehrssünder zu bessern. Jeden Freitag abend müssen sich die Strassenbenützer, die im Laufe der Woche gegen die Verkehrsvorschriften verstossen haben und von den Polizeiorganen deshalb notiert worden sind, im Vortragssaal der Polizeidirektion einfinden. Hier wird ein ausführlicher Vortrag über, die für die einzelnen Kategorien von Strassenbenützern geltenden Vorschriften der neuen starrte Utenhoven: «Sie halten also auch noch jetzt — den Rave nicht für überführt—?» Und Herr von Adriani: «—nein —.» Dann, losgelöst von diesem einen klar und einsam vor dem Ohre Utenhovens nachschwingenden Worte: «— aber da sind wir ja jetzt bei diesen Dingen — bei dem Fall Rave — oder Utenhoven — wie Sie ihn nun nennen wollen —» Joos Utenhoven hörte. Worte — Worte —. Der Fetzen eines Satzes blieb zurück, klang nach: «— bei dem Fall Rave — oder Utenhoven —» War das nur Zufall — ? War es Absicht ? Seltsam, wie dieses Muster in dem alten Khiwateppich, auf dem sie standen, sich verwirrte, wie die Farben und Linien ihm vor den Augen flirrend ineinanderrannen — «— ja — dazu Hesse sich noch manches sagen —». Tastend und ohne Nachdruck, gleich wie ein müdes Selbstgespräch rannen die Worte aus dem dünnen grauen Bartgezottel des alten Herrn. Joos Utenhoven spürte witternd: — das also ist es — und nur darum steht er hier, ist er gekommen —. Und alles andere —das mit den Bildern, die er sehen wollte — das war wieder die Einleitung und ein Versuch der Einkreisung und Spiel —. Was weiss er — was —?! — Er schreckte auf — da war als Einbruch in die Stille, die sich zwischen AUTOMOBIL-REVUE 1935 - N°75 istischer Steuersenkung hebt Nachfrage nach Automobilen — in Oesterrelch. Zur Zeit finden zwischen Automobilhandel und Handelsministerium Besprechungen über Erhöhung oder Bevorschussung der Einfuhrkontingente für Personenwagen statt, sind doch die Vorschüsse, die auf das letzte Quartal des lautenden Jahres gegeben worden sind, bereits völlig ausgenützt, während die Nachfrage weiterhin andauert und bereits Verkäufe auf das Kontingent des kommenden Jahres stattfinden. Der Aufschwung der österreichischen Automobilwirtschaft ist bekanntlich eine Folge der Aufhebung der Automobilbesteuerung und deren massige Umlage auf Deutschlands Motorfahrzeugzulassungen. Im Juli 1935 wurden insgesamt 42 346 Motorfahrzeuge neu in Verkehr gesetzt, was gegenüber dem Vormonat einer Zunahme um 7% und einer solchen um 53% gegenüber der vorjährigen Parallelperiode entspricht. Zollerhohungen und eidgen. Neuwahlen 1935. Ein politisch neutrales schweizerisches Komitee erlässt an die Mitglieder der Bundesversammlung folgendes Zirkular: Die vom Bundesrate beschlossenen Zollerhöhungen auf Zucker und Benzin, denen nach den Neuwahlen noch weitere Steuererhöhungen folgen,sollen, haben in weitesten Volkskreisen schweren Unwillen erzeugt. Im Finanzprogramm vom Oktober 1933 hatte die Bundesversammlung folgende Verpflichtungen vor dem Lande übernommen : 1. Keine neuen Ausgaben ohne Deckung. 2. Keine neuen Steuern und Abgaben ausser auf dem ordentlichen verfassungsmässigen Wege. Wie der Bundesrat im Voranschlage für 1935 selber feststellt, hatte die Bundesversammlung kaum ein Jahr nach diesen Beschlüssen bereits für 108,9 Millionen neue Ausgaben ohne Deckung bewilligt. Und heute folgt schon das zweite Finanzprogramm, das abermals auf dem Wege der Dringlichkeit verabschiedet werden soll. Unter diesen Umständen werden wir den Anlass der bevorstehenden Neuwahlen wahrnehmen, um die Frage vor das Volk zu tragen, ob' es einverstanden ist mit der steten Erhöhung der eidgenössischen Steuern und Abgaben unter Ausschaltung der verfassungsmässig garantierten Volksrechte. Wir legen diesem Schreiben eine- Wahlschrift bei, die wir vor den Wahlen an die Stimmberechtigten aller Landesteile zur Verteilung bringen werden: 1. falls die Bundesversammlung die neuen Zukker- und Benzinzölle genehmigt, oder 2. falls sie das Geschäft bis nach den Wahlen zurücklegt oder eine Beschlussfassung vertagt. In dieser Schrift wird den Stimmberechtigten empfohlen, sämtliche bisherigen Ratsmitglieder zu streichen. Im Falle einer Beschlussfassung mit Namensaufruf werden wir den Wählern empfehlen, nur die Namen der zustimmenden Ratsmitglieder zu streichen. Zu Ihrer Orientierung möchten wir noch bemerken, dass diese Aktion von einer Gruppe politisch und wirtschaftlich unabhängiger Bürger ausgeht, die u. a. auch am Ergebnis der Referendumskampagne gegen die Altersversicherung und gegen das Verkehrsteilungsgesetz einen massgebenden Anteil hatten. Die vorliegende Mitteilung erfolgt unterschiedslos an: alle Mitglieder der Bundesversammlung. Der obenerwähnten Schrift an die Stimmberechtigten entnehmen wir die folgenden Argumente: Die Steuerschraube ohne Ende! Der Bundesrat predigt dem Volke bei jedem Anlass mehr Einfachheit und Bescheidenheit in der Lebenshaltung. Wie leben aber der Staat und seine Nutzniesser in diesen Krisenzeiten? Die Not des Volkes kennen sie nur vom Hörensagen. Und wenn eine Steuerquelle versiegt, wird mit ein paar Federstrichen und auf dem Dringlichkeitswege für Ersatz gesorgt. ihm und dem Doktor von Adriani ballte, ein Geräusch: die Tür zu dem Schreibzimmer war aufgegangen, da stand wieder das Fräulein Erler — stand unsicher und zögernd — hielt eine Mappe in der Hand — Wirr, suchend dachte er: — was will sie nur — ach ja, der Brief an Gecil Kerin —. Hastig nickte er ihr zu, streckte die Hand, nahm ihr die Mappe ab —. Sah dann vor sich den grauen Gast, der leise hüstelnd still und wartend stand, stiess — ohne recht zu wissen, wie er dazu kam, beinahe stimmlos jäh hervor: «— wollen Sie — wollen Sie nicht ein wenig eintreten bei mir?!» Vor seinem Arbeitszimmer stand er, stiess die Tür auf — sah Herrn von Adriani an sich vorüberschreiten in den kleinen Raum — sah, dass da auf dem Schreibtisch noch die Flasche stand, das Glas — dachte: wie ungeschickt — wie dumm! — wies auf den Sessel, der zur Seite des Arbeitstisches stand — Langsam und altersmüde liess Herr von Adriani nieder, sein Blick glitt sachte an den Wänden des Zimmers hin: «Nett haben Sie es hier — behaglich —• so abgeschlossen ruhig gegen alle Welt da draussen —.» Dann lagen seine Augen auf der Flasche, auf dem Glas: «— und Kognak — ja — das frischt immer ein wenig auf —» Zum Seitenfache seines Schreibtisches neigte sich Utenhoven, griff ein zweites Glas hervor: «Darf ich — ?» Eidg. Subventionen. 1913 28,8 MilL 1928 91,8 > 1930 139,2 » 1932 173,9 » 1934 211,0 » (17.556) neu in Verkehr gesetzt. Nationale Autoproduktion in Japan. Die japanische Regierung hat ein Gesetz erlassen, wonach 51 % der Aktien sämtlicher Automobilunternehmungen in Japan im Besitze von Japanern sein müssen. Ferner sollen Massnahmen ergriffen werden, durch welche alle Automobilbetriebe in den Dienst der nationalen Verteidigung gestellt werden sollen. Das Volk darf zahlen und schweigen. Neue eidg. Steuern und Abgaben seit 1933. Kaffeezoll. 6. Januar 1933. Jährlich: Erhöhung von 5 auf 50 Fr. 7 MilL Eidg. Finanzprogramm. 13. Oktober 1933. Krisensteuer, neu 30 MOL Stempelabgaben, Erhöhun* 10 » Tabakbesteuerung, total 40 » Getränkesteuer, neu 25 » gebrannte Wasser, Erhöhung 8 » Zuckerzoll. 25. Juni 1935. Erhöhung von 7 auf 22 Fr. 15 MOL Benzinzoll. 25. Juni 1935. Erhöhung von 20 auf 28 Fr. CT Min" : Nach den Wahlen sollen noch folgen: Eine Zollabgabe auf Brotgetreide — das unentbehrlichste aller Nahrungsmittel! Eine Erhöhung der Krisensteuer und der Sttfnpelabgaben, ja sogar eine Steuerabgabe auf Sparkassenheftel Auch in diesen schweren Krisenzelten lantn « sich der Staat und seine Nutzniesser an nichts fehlen! Eidg. Staatsausgaben 1913 105,8 MiH. 1920 276,9 » 1925 308,0 » 1930 426,4 » 1934 480,3 » Eidg. Personalausgaben Bundesverwaltung — S.B.B. 1913 75,5 Mill. 2801.— pro Kopf 1920 189,9 » 6158.— » > 1925 174,3 » 6116.— » » 1930 196,4 » 6510.— » » 1934 194,5 > 6622.— » » Dazu noch das Defizit der Personalversicherungen: Bundesverwaltung: S.B.B.: 362 > Zwei Musterehen ans neuester Zeit: Garage für Postautos in St Moritz: von der Bundesversammlung genehmigt am 14. Juni 1935 Landestopographie, neues Verwal- ' tungsgebäude, natürlich wieder 320 Mill. «Nein — lassen Sie: mein altes Herz —» was bleibt einem denn schliesslich noch erlaubt ?» — dann aber das Bedenken überwindend: «— aber was soll es schaden? — also geben Sie mir einen Schluck, ein halbes Glas — als Zeichen, dass ich mich als Gast bei Ihnen fühle — verstehen Sie? — So — danke —.» Vor nach dem kleinen Glase griff die schmale dürre Hand, hob es mit ausgestrecktem kleinen Finger Joos Utenhoven zu. Der eingekrümmte, sorgfältig gepflegte Krallennagel rührte an Utenhovens Hand. Dann nippte Herr von Adriani, stellte ab, sah wartend und versonnen vor sich hin. Fragte nach einer Weile ohne aufzusehen 'in die Stille: «— ja — vorhin — wollten Sie da nicht noch etwas sagen — ?» Unbewegt, hager, mit beherrschten Zügen sass Utenhoven vor dem Gaste, sah über alle Umwelt fort ins Ziellos-Weite aus. Ahnte: da stand links vor ihm bei der Vase mit den frischen Blumen in schmalem Rähmchen sie — ihr Bild —, hörte, aufklingend wieder diesen gleichen Satz, den dieser Graue drüben über ihn und sie gesprochen hatte: «— gewiss — ich weiss: Sie haben sie geliebt —», bewegte dann kaum merklich leise verneinend seinen Kopf. Fortsetzung im c A.-F.» S. 15. 396000 Fr. in Bern: 3 MilL In der Landwirtschaft sind in wenigen J*h- die Produktenpreise um einen Drittel, wenn An Personenwagen wurden 19 257 (im Vor-remonat 17 416) und an Lastwagen 4776 (3911) nicht mehr, zurückgegangen. neu zugelassen. Ein besonders starkes Anwachsen hat das Dreiradfahrzeug mit 1499 men müssen. Auch das Gewerbe und die Arbeiterschaft haben infolge der Krise schwere Opfer auf sich neh- in Verkehr gesetzten Einheiten zu verzeichnen. An Traktoren wurden 650 (448), an Om- es keine Not und keine Krise! Nur für den Staat und seine Nutzniesser xibt nibussen 252 (286) und an Motorrädern 17 411 Dafür werden dem Volke auf dem Dringlichkeitswege immer wieder neue Abgaben und Konsumsteuern auferlegt, welche die Lebenshaltung verteuern, zu einer Zeit, wo der Arbeitsverdieiurt auf der ganzen Linie zusammenschrumpft. Und zu allem sagen unsere sog. Volksvertreter immer wieder Ja und Amen, aus Angst vor den wohlorganisierten Sonderinteressen und weil sie in ihrer überwiegenden Mehrheit doch immer nur an ihre Wiederwahl denken. Wie man in Bern Wort hält! Am 13. Oktober 1933 hat die BundesYtTt*mmlung das sog. eidg. Finanzprogramm angenommen: 100 Millionen neue Steuern und Abgaben im Jahre — dringlich und ohne Beferendum. , Unsern Volksvertretern war dabei offenbat nicht ganz geheuer zumute, da sie sich mit der Dringlichkeit über Verfassung und Volksrechte hinwegsetzten. Den lebhaften Unwillen im Volke suchten sie daher durch folgende feierliche Verpflichtungen zu beschwichtigen, die in Art. 31 Aufnahme fanden: 1. Keine neuen Ausgaben ohne Deckung. Kein ganzes Jahr nach diesen Beschlüssen hatten genau die gleichen Räte bereits für 108,9 Millionen neue Ausgaben ohne Deckung beschlossen. 2. Keine neuen Steuern und Abgaben, ausser auf dem ordentlichen verfassungsmässigen Wege. Abermals weniger als ein Jahr nachher setzten im Finanzdepartement die Vorarbeiten ein für ein II. Finanzprogramm, von dem am 25. Juni d. J. bereits die Zollerhöhungen auf Zucker und Benzin in Kraft gesetzt wurden. Nach den Neuwahlen sollen noch das Brotgetreide und die Sparguthaben und dann wieder die Krisensteuer und die Stempelabgaben an die Reihe kommen — alles selbstverständlich wieder dringlih und ohn» Referendum! Stimmberechtigte! Bei Anlass der bevorstehenden Neuwahlen im Bunde habt ihr es in eurer Hand, zum Rechten zu sehen! Streicht bei den Neuwahlen alle bisherigen Mitglieder des Nationalrates. Auf das Vertretungsverhältnis der Parteien im Parlament bleibt das ganz ohne Einfluas. An Stelle der bisherigen treten lediglich neue Vertreter der gleichen Partei, die sich die Moral von der G«- schichte schon merken werden!

N» 75 - 1935 AUTOMOBIL-REVUE Sportnachrichten Das Rundrennen von Modena. Die Scuderia Ferrari belegt mit Nuvolari, Tadini, Pintacuda und Brivio die vier ersten Plätze. — Berrone (Maserati) und Tuffanelll (Maserati) Sieger in den Klassen 1500 ccm, bezw. 1100 ccm. Das am vergangenen Sonntag in Modena auf einer 3,2 km langen Piste zur Durchführung gekommene Rennen wurde bei rein nationaler Beteiligung zu einem weitern Erfolg der Scuderia Ferrari, die, allerdings bei schwacher Gegnerschaft, die vier ersten Plätze zu belegen vermochte. Einzig Farina (Maserati) gelang es zu Beginn des Treffens ernsthaft gegen die offiziellen Alfa Romeo- Fahrer zu konkurrieren, doch schon nach wenigen Runden musste dieser leider wegen Maschinenschadens aufgeben und seinen Rivalen den Sieg kampflos überlassen. , Die Beteiligung am diesjährigen Rundrennen von Modena war ziemlich schwach. So standen sich in der Klasse über 30O0 ccm nur acht Piloten gegenüber, von welchen nicht weniger wie sechs der Scuderia Ferrari angehörten : Pintacuda (Alfa Romeo), Comotti {Alfa Romeo), Farina (Maserati), Marinoni (Alfa Romeo), Nuvolari (Alfa Romeo), Romano (Alfa Romeo), Brivio (Alfa Romeo), Tadini (Alfa Romeo). Kurz nach 16 Uhr erfolgte der Start, wobei Farina gewaltig nach vorn strebt und sogleich die Führung übernimmt. Nuvolari nimmt es ziemlich gemütlich und gibt sich vorläufig mit dem sechsten Rang zufrieden. Dje zweite Runde sieht Farina immer noch an der Spitze vor Marinoni, derweil Nuvolari bereits Pintacuda, Brivio und Comotti hinter sich gebracht hat und nun entschlossen nach vorn drängt. Bald muss auch Marinoni dem Mantuaner weichen und der Abstand zwischen diesem und Farina verkleinert sich zusehends. Bis in die siebente Runde hinein kann letzterer den Alfa Romeofahrer hinter sich behalten, doch dann ist es aus mit der Führung. Gleich vor der Tribüne fängt Nuvolari Farina ab und verweist ihn auf den zweiten Platz. Die Spannung hat ihren Höhepunkt erreicht. Wird sich Farina geschlagen geben? Wird er sich hinter dem Spitzenfahrer halten können ? Mit Interesse erwartet man den weitern Verlauf des Rennens; : aber da folgt schon die erste grosse Enttäuschung. Farina landet an den Boxen und gibt auf. Damit war der Ausgang des Treffens entschieden. Stand nach der 10. Runde: 1. Nuvolari 18:25,6; 2. Tadini 18:33,4; 3. Marinoni 18:34,2; 4. Pintacuda 19:02,2; 5. Romano 20:30. Brivio war etwas zurückgefallen, holte aber später ganz stark auf und drang für kurze Zeit sogar bis auf den zweiten Platz vor. Knapp vor Torschluss muss er jedoch wieder Tadini und Pintacuda an sich vorbeiziehen lassen und sich vor Romano mit dem vierten Platz begnügen. Indessen geht Nuvolari an der Spitze unbehelligt davon und vergrössert seinen Abstand zwischen sich und seinen Verfolgern immer mehr. An seinem Sieg ist nicht mehr zu zweifeln, denn weder Tadini, Brävio noch Pintacuda können dem Meisterfahrer gefährlich werden. Die drei Letztgenannten liegen übrigens immer nur wenige Sekunden auseinander und liefern sich zeitweise kleinere Gefechte, die aber nicht von grosser Bedeutung sind. Kurz nach der vierzigsten Runde scheidet auch noch Marinoni aus, so dass sich nun nur noch fünf Fahrer auf der Piste befinden. Mit klarem Vorsprung geht Nuvolari nach 1:47 :57 durchs Ziel und wird von den zahlreich erschienenen Zuschauern verdient gefeiert. Im Rennen der Kleinwagen trafen neun Fahrer aufeinander, wobei die Klassen 1100 und 1500 ccm zusammen gestartet wurden. Da die einzelnen Läufe nur mit fünf bezw. vier Maschinen besetzt waren, gestaltete sich deren Verlauf ziemlich eintönig. In der Klasse 1100 erwies sich Tuffanelli (Maserati) seinen Gegnern stark überlegen und nahm ihnen allen eine Runde ab, während in der Klasse 1500 ccm Berrone (Maserati) das Rennen von der Spitze weg gewann. Seine beiden gefährlichsten Konkurrenten, Bianco und Barbieri waren stark von Pech verfolgt. Ersterer stürzte in einer Kurve, wurde aber glücklicherweise nur leicht verletzt und Barbieri verlor beim Start kostbare Zeit, die er nachher nicht mehr aufzuholen vermochte. So errang Berrone mit einem Vorsprung von zwei Runden einen leichten Sieg. Das Klassement. Klasse über 3000 ccm: 1. Nuvolari (Alfa 'Romeo) 192 km in 1:47:57 (Mittel 106,07 km/St.); 2. Tadini (Alfa Romeo), 1:48:12,4; '3. Pintacuda (Alfa Romeo), 1:48:19; 4. Brivio (Alfa Romeo), 1:48:22,4; 5. Romano (Alfa Romeo) zehn Runden zurück. Schnellste Runde: Nuvolari (Alfa Romeo) in 1:44 (Mittel 110,769 km/St.) Klasse 1500 ccm: 1. BeT-rone (Maserati) 80 km in 49:40 (.Mittel 96,644 km/St); 2. Plate (Talbot) zwei Runden zurück. Schnellste Runde: Barbieri (Maserati) in 1:54,6 (Mittel 101,52 km/St.). Klasse 1100 ccm: 1. Tuffanelli (Maserati) 80 km in 49:54 (Mittel 96,321 km/St.); 2. Bergam i n i (Maserati) eine Runde zurück; 3. B a - r u f f i (Maserati) zwei. Runden zurück. Schnellste Runde: Tuffanelli (Maserati) in 1:57,6 (Mittel 97.959 km/St.). Um den Grossen Preis von Frankreich. Die Durchführung -dieses ältesten Grossen Preises ist nach wie vor ungewiss und soll nun von der Beteiligung von französischen Rennmaschinen abhängig gemacht werden. Das heisst in andern Worten, dass das Schicksal dieser klassischen Veranstaltung mehr oder weniger in den Händen Bugattis liegt, der seine Beteiligung für 1936 noch nicht zugesagt hat. Am Vortage des Grand Prix soll ein Sportwagenrennen zur Durchführung gelangen, dessen Reglement noch vor dem Pariser Salon erscheinen wird. Dte « Coupe d'Arqenf » gelangt am 22. September auf der Montlhery-Bahn zur Austragung und wird über die Zeit von drei Stunden ausgefahren. Die Veranstaltung ist offen für Cyclecars der Klassen 500, 750 und 1100 ccm und für Wagen der Klassen 750, 1100 und 1500 ccm, wobei beide Kategorien zusammen gestartet werden. Die «Delphine» auf der Montlhery-Bahn. Nachdem der von deT Firma Yacco eingesetzte Peugeot- Wagen (1500 ccm), genannt «Delphine>, auf den Strassen Frankreichs eine Distanz von 100,000 km zurückgelegt hatte, wurde die Maschine auf die Montlhe'ry-Bahn gebracht, um dort noch einer letzten ausgesprochenen Geschwindigkeitsprüfung unterzogen zu werden. Nun sind inzwischen bereits drei internationale Rekorde der Klasse 15O0 ccm gefallen, nämlich über: 4000 km in 39:00:32,90 (Mittel 102,-ßC WSt.) 3000 M. in 47:02:12,62 (Mittel 102,643 km/St.) 5000 km in 48:42:36,11 (Mittel 102,648 km/St.) Die Fahrt soll noch bis zur Erreichung von 10.000 km fortgesetzt werden. Neuer Angriff auf den 43-Stundenrelcord. Raph, Ghinetti und Bodoignet, die schon vor einigen Wochen auf einem Alfa Romeo einen Angriff auf die 48-Stunden-Bestlcistung unternommen hatten, ihre Fahrt damals aber frühzeitig abbrechen mussten, wollen nun im Verlaufe dieser Woche erneut an ihr Vorhaben herangehen, wobei als Piste wiederum die Montlhery-Bahn gewählt wurde. Albert Divo, kehrt zum Rennsport zurück. Der bekannte französische Rennfahrer Divo will nun nach einem Unterbruch von mehreren Jahren den Rennsport wieder aufnehmen und gedenkt am 21. September 1935 am Steuer eines Hotchkiss das 500-Meilen-Rennen von Brooklands zu bestreiten. Ausländische Rennfahrer als Gäste der Schweiz. Seit einer Woche weilt H. Stuck, der Sieger des Grossen Preises von Italien, mit seiner Gemahlin in Montreux, wo beide an den dort stattfindenden Tonnistourniers teilnehmen und sich von den Strapazen der ereignisreichen letzten Rennwoche erholen und neue Kräfte fÜT San Sebastian sammeln. Während den Trainingstagen 'zum Grossen Preis auf der Monzabahn hatte CaTacciola, der Spitzenfahrer von Mercedes-Benz, sein Zelt in Lugano aufgeschlagen und kam von dort jeweilen zum Training nach Monza. Wie wir erfahren, haben auch weitere Prominente des Rennsportes, so auch Dr. ing. Porsche ihre Rückreise aus Italien zu einem mehrtägigen Aufenthalt in unserem Lande benützt. Sie alle sind uns herzlich willkommen und hoffen wir, dass sie durchwegs die gesuchte Erholung von den Strapazen der Renntage gefunden haben. haben sich den Weltmarkt erobert. 62°/ 0 aller in Amerika verkauften Zündkerzen sind A-C. - Der Verkauf von A-C Kerzen allein ist somit grösser als derjenige aller andern Marken zusammen. - Die bekanntesten Automobile, wie Cadillac, Chevrolet, Chrysler, Dodge, Nash, Packard, Plymouth etc. haben als Original- Ausrüstung A-C Zündkerzen. 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Internationale Rekorde, Klasse A. 50 km Steh. 11/7/35 Salt Bed« John Cobb Napier- 12:04,098 248.585 154.46 Bauten 50 MeiL „ „ „ 19:31,814 247.207 153.61 100 km „ „ 24:20,740 246.450 153.14 100 Meil. „ „ „ 39:13,638 246.156 152.95 200 km „ „ „ „ „ 48:39,418 246.624 153.25 200 MeiL „ 15-16/7/35 „ „ 1:21:52,653 235.865 146.56 500 km „ „ „ 2:06:53,974 236.407 146.90 500 Meil. „ „ „ „ „ 3:23:10,069 237.637 147.66 1000 km „ „ „ John Cobb n. „ 4:17 .-06,462 233.365 145.01 T. Rose-Richard« 1000 Meil. „ „ „ 6:53:59,366 233.244 144.93 2000 km „ „ „ John Cobb, „ 8:39:32,936 230.970 14&52 T. ßose-Eichards u. Ch. Dodson 2000 Meil. „ „ „ „ „ 14:30:24,783 221.873 137.87 3000 km „ „ „ 13:25:51,341 223.365 138.79 3000 Meil. „ „ „ 22:17:38,909 216.560 134.56 4000 km „ „ „ „ „ 18:34:56,169 215.259 133.76 5000 km „ „ „ „ „ 23 .-02:55,610 216.931 134.79 1L „ 11/7/35 „ John Cobb „ 244,807 km 244.807 152.12 3 h. „ 15-16/7/35 „ „ „ 712,717 km 237.572 147.62 6 h- „ „ „ John Cobb n. „ 1396,613 km 232.769 144.64 T. Rose-Richards 12 h. „ „ John Cobb, „ 2700,741 km 225.062 139.85 T. Rose-Richards u. Ch. Dodson 24 h. „ „ „ 5208,655 km 217.027 134.86 Weltrekorde. 200 Meü. Steh. 6/8/35 Salt Beds D.A.Jenkins Duesenberg- 1:19:05,537 244.171 151.72 Special 500 km „ „ „ 2:03:11,576 243.520 151.32 In. „ „ „ „ „ 244,855 km 244.855 152.15 Internationale Rekorde, Klasse B. 10 Meil. Flieg. 6/8/35 S»lt Beds D.A.Jenkins Duesenberg-* 3:51,453 250.315 155.5* Special 50 km Steh. „ „ 12:56,050 231.944 144.12 50 MeiL n „ „ 20:23,171 236.828 147.16 100 km * „ „ „ 25:06,427 238.976 148.49 100 Meil. „ „ „ „ ,, 39:48,528 242.560 150.72 200 km , , „ „ 49:13,875 243.748 151.46 200 Meil. „ „• 1:19:05,537 244.171 151.72 500 km , „ ,, 2:03:11,576 243.520 151.32 1 h. ;, " » ,. » 244,855, km 244.855 152.15 Der Stand der Deutschen Bergmeisterschaft. Nach dem Kesselbergrennen und dem Grossen Bergpreis von Deutschland führt nun Stuck (Auto-Union) mit zehn Punkten vor Bäumer (Austin) mit vier Punkten. Als dritter Wertungslauf kommt noch am 6. Oktober das Feldbergrennen zum Austrag, doch hat sich der Auto-Union-Fahrer einen solch hohen Vorsprung gesichert, dass ihm die Meisterschaft nicht mehr entgehen kann. Zum Sieg in Monza. Von Hans Stuck. Die Entscheidungsschlacht der Grand-Prix-Rei*- nen 1935, wie die Italiener selbst ihren «Grossen Preis> getauft hatten, ist vorüber, und keiner der Fahrer und Helfer, die dieses mörderische Ringen mitgemacht haben, wird diese drei Stunden auf der Bahn in Monza vergessen. Am wenigsten aber ich selbst, denn ich habe in meiner langjährigen Rennfahrerlaufbahn noch nie ein Rennen gefahren, das so heiss umkämpft war, so sehr Fahrer und Maschinen strapazierte und so viele zur Aufgabe zwang, wie dieses letzte Rennen um dem »Grossen Preis von Italien». Schon lange vor dem Start war es uns allen klar, dass wir deutschen. Fahrer hier unser ganzes Können einsetzen, und unsere Rennwagen ihre äusserte Leistungsfähigkeit zeigen mussten, wenn einem von uns der Sieg in der «Höhle des Löwen» gelingen sollte. Ich selbst ging mit grosser Zuversicht in diesen Kampf. Mein Auto-Union-Rennwagen hatte sich nach den vorangegangenen eingehenden Prüfungen im Training von der besten Seite gezeigt, lag ausgezeichnet in den sehr schwierigen Kurven und gehorchte folgsam dem leisesten Druck der Bremsen. Mit auch nur einem ganz klein bisscheni Glück musste es diesmal klappen. Schon beim Start hatte ich Glück: Durch den Ausfall des Grafen Trossi, deT eine Flugmotor-Rennwagen doch nicht mehr rechtzeitig fertig bekommen hatte, konnte ich von meinem ursprünglichen Startplats in der drjtten Reihe in die zweite Reihe vorrükken, wo ich vor mir nur noch meinen Freund Caracciola hatte. Von dem aber wusste ich genau, dass er so schnell starten würde, um uns beiden, durch einen schnellen Vorsprung das unbehinderte Passieren der ersten Schikanen zu sichern, bei denen es sicherlich dann ein grosses Gedränge gegeben hat. Das klappte dann auch alles tadellos. Rudi und ich waren schnell vom Feld weg und hatten so wenigstens während der ersten Runden freie Bahn. Nun lagen 73 Monza-Runden