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E_1935_Zeitung_Nr.074

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haltungskosten solche

haltungskosten solche durch derartige Neubelastun- 2en wiederum künstlich in die Höhe getrieben werden. b) Transportunternehmiingen. Diese Gruppe vereinigt sowohl die Unternehmungen, welche reine Personentransporte, als reine Gütertransporte, als gemischte Fahrbetriebe ausführen. Eine Grosszahl derselben dienen jedoch ausschliesslich nur der Personenbeförderung, sei es zur Befriedigung des lokalen Transportbedürfnisses •der des Touristenverkehrs und damit der Fremden- Jndustrie. Für die konzessionierten Unternehmungen kommt für die ausgewiesenen fahrtenplanmässigen Kurse beim Benzinverbrauch nach wie vor kein Zollzuschlag in Betracht, und auch für Dieselmotoren wij-d der bisherige Grundzoll nur von Fr. 3.— auf künftig Fr. 6.— erhöht. Von einer erheblichen Zolleteigerung kann somit hier nicht die Rede sein. Andere Transportunternehmungen hingegen sind durch den Mehrzoll ganz bedeutend in Mitleidenschaft gezogen. So verbraucht z. B. ein reines Personentransportunternehmen, ein Reisebureau in Luzern, 117 000 kg Benzin, was somit einer Zollmehrbelastung von Fr. 10 764 gleichkommt Für ein anderes Unternehmen der gleichen Branche der Ostschweiz stellt sieh der Mehrzoll für Benzin und Rohöl auf Fr. 8850. Für das grösste Transportunternehmen in Basel, welches neben dem Pereonentransport periodisch auch den Möbeltransport besorgt, ergibt sich ein Mehrzoll von Fr. 17 500. Diese Beispiele könnten beliebig vermehrt werr den. Sie beweisen, wie wenig man der Entwicklung des Touristikverkehrs mit Autocars in einem Zeitalter Rechnung getragen hat, wo sich die Reiseart total umgestellt hat und es verwegen wäre, wenn man in einem Lande, das in solch ausgeprägtem Masse von dieser Verkehrsentwicklung abhängig ist, die Reisespesen künstlieh erhöhen wollte, vielleicht sogar in der Absicht von Schutzbestrebuneen zugunsten anderer Transportanstalten. Ein derartiger aussichtsloser Kampf musste bei heutigen Ansprüchen des reisenden Publikums zu einer gegenteiligen Entwicklung führen, als sich vielleicht gewisse Kreise vorstellen. Mehrbelastung total Fr. 101560 * Ohne Autobusbetrieb. Allein schon diese fünf Beispiele mögen genügen, ton zu beweisen, in welch ganz erheblichem Masse öffentliche Betriebe eine Mehrbelastung erfahren, somit dadurch der Staatshaushalt und damit der Steuerzahler belastet wird. Die neuen Lasten drücken auf alle diese Betriebe in mehr oder weniger hohem Ausmasse, für die sie natürlich durch ihre Verkaufsprodukte einen Ausgleich suchen müssen. Wenn der Bundesrat in seiner Botschaft vom 25. Juni 1935 ausführt, dass «in der gegenwärtigen Zeit einer Verteuerung der Lebenshaltung weitgehend vorzubeugen» ist, so hat er durch seihe heutige Zollmassnahme so ziemlich das Gegenteil erreicht. Er trifft damit in erster Linie den Lebensmittelhandel und sodann die schweizerische Fremdenindustrie, die doch bekanntermassen immer schwerer um ihre Existenz ringt. Statt einem Preisabbau wird eine neue Welle der Preissteigerungen provoziert Die Heraufsetzung der Betriebsstoffzölle wird aber noch eine andere Folge zeitigen. Zahlreiche Betriebe sind durch die Krisenverhältnisse und den rückläufigen Auftragsbestand zu äusserster Einschränkung ihrer Betriebskosten gezwungen. Für einen grossen Teil wird daher die Zollerhöhung überhaupt untragbar und sie zu einer Stillegung des Fahrbetriebes veranlassen. Demzufolge lässt sich schon heute voraussehen, dass sich für den Anfang des nächsten Jahres ein bedeutender Rückgang des Fahrzeugbestandes einstellen dürfte, woraus sich nicht nur für den Bund, sondern auch für die Kantone ein unübersehbarer Einnahmenausfall einstellen wird. Die Anfänge sind schon heute vorhanden und werden zweifellos in bedeutendem Ausmasse weiterhin ansteigen. dürfte ich mir da nie erlauben —.Aber doch immerhin —», er zögerte, er fingerte an der Perle seiner Krawatte, ein dünnes Altershüsteln war in seiner Kehle — «Ja — ?» Nur ein ganz klein wenig hob Herr von Adriani die Schultern an. Und da schien Utenhoven, in dem das gespannnte Warten gleichwie in einem Fechter keinen Augenblick erloschen war und der die Krisis des Gespräches näher kommen fühlte, sich jäh auf etwas zu besinnen. Er sagte zu dem Mädchen hingewendet, das immer noch ein wenig überflüssig neben dem Doktor stand: «— ach, Fräulein Erlef, diesen Brief an Cecil Kerin machen Sie mir doch noch fertig — ja?» Das Fräulein Lissy Erler neigte ergeben ihren hübschen Pagenkopf: Nun ja — das war so seine Art — jetzt schickte er sie einfach wieder fort — im Grunde war man vielleicht richtig dumm, dass man so an ihm hing, sich so um ihn bejnühte —. Die Hüften wippten leise und gekränkt, wie sie jetzt ging. Der Doktor Adriani, der ihr mit bleischweren Augen folgte, sagte: «— sehr reizend -i- und gerade in dem dunklen Kleidchen — gewissermassen Sentiment — wirklich sehr scharmant —.» Und dann: «Ver» 3. Die rechtliche Seite. Wir halten ausserdem dafür, dass Sich die vom Bundesrat beschlossene Zollerhöhung auch nicht mit dem Grundsatz des Art. 29, Ziffer 1, Lit. a—c, der Bundesverfassung verträgt. Nach dieser Bestimmung dürfen nur Luxusartikel «mit den höchsten Taxen» belastet werden, während anderseits die für die Industrie und Landwirtschaft erforderlichen Stoffe möglichst gering zu taxieren sind. Wenn nach dem derzeitigen Stand des Warenwertes franko Grenze Warenwert Zollansatz brutto Benzin Fr. 10.— Fr. 32.20 Rohöl » 7.50 > 18.40 dieser Zollansatz für Benzin 322% (bisher 230%) für Rohöl 245% (bisher 46%) ausmacht, dürfte wohl niemand behaupten vollen, dass solche exorbiante Ansätze für eine Warenposition, vorgenannten Grundsätzen der Bundesverfassung entspricht. Selbst unter den derzeitigen Finanzbedürfnissen des Bundes lässt sich der übertriebene Ansatz nicht rechtfertigen, der nur einseitig auf gewissen Berufsklassen ruht Dass das Benzin nicht als Luxusartikel betrachtet werden soll, hat übrigens der Bundesrat bereits in seinem Bericht vom 17. Dezember 1923 selber zugegeben. Trotzdem hält der gleiche Bundesrat merkwürdigerweise heute dafür, dass es sich dabei um Artikel handelt, »die ruhig eine weitere Zollerhöhung zu ertragen vermögen. Wenn man gewisse Kreise, speziell in den Verwaltungen, damit ködern will, dass «angesichts,der gewaltigen Lasten, welche den Gemeinwesen aus der Anpassung ihrer Strassen für den Automobilverkehr erwachsen, der vorgeschlagenen Erhöhung des Benzinzolles die innere Berechtigung nicht abgesprochen werden kann», so ist dies ein offensichtlicher Trugschluss. Die Mehrzahl der Kantone werden nach dem dringlichen Bundesbeschluss vom 25. Juni 1935 an einem eventuellen Mehrertrag der Zölle auf Betriebsstoffe überhaupt nicht partizipieren. Ganz im Gegenteil werden diejenigen, die bisher die grössten Auslagen für Strassenverbesserungen aufgebracht haben, die Rückschläge der Rechnung in erster Linie zu spüren bekommen. Solange nicht durch ein allgemeines Finanzprogramm ein Ausgleich zur Deckung der heutigen Finanzbedürfnisse gefunden wird, solange bestreiten wir die Berechtigung zu derartigen willkürlichen und total einseitigen Massnahmen. Sie stehen im Widerspruch zum Schütze der einheimischen Industrie und des Gewerbestandes und wird auch eine c) Kantonale u. städtische Betriebe. An dritter Stelle der grössten Inhaber von Motorfahrzeugen figurieren die Betriebe der Kantone und Städte, worunter ganz speziell deren Bau- und Abfuhrwesen, sowie ihre Gas- und Elektrizitätswerke. Soweit es sich um ihren regulären Autobusverkehr handelt, gilt die gleiche Bemerkung bezüglich verbilligtem Benzin- und Rohölbezug wie bei den konzessionierten Automobilunternehmen. Für ihre übrigen Betriebe werden jedoch diese öffentlichen Ver- nicht ausbleiben. allgemeine, wirtschaftlich waltungen durch die neue Zollbelastung in ganz erheblichem Masse betroffen. Es seien nur die Ergebnisse der fünf grössten Verwaltungen aufgeführt: Wagen- Mehrbelastung zahl* Benzin Rohöl Total Stadt Zürich 131 32 185 22 425 45 610 Kanton und Stadt Genf 81 25 815 125 25 940 Kanton und Stadt Baselstadt 49 9 220 — 9 220 Kanton Zürich 30 10100 — 10100 Stadt Bern 24 10690 — 10 690 ungünstige Auswirkung Obige Ausführungen der Aspa weisen mit aller Deutlichkeit auf die wirtschaftlichen Folgen unserer Benzinzollpolitik hin. Wir können aber nicht daran glauben, dass noch so harte Tatsachen eine etwas weitblickendere Einstellung unserer Behörden auszulösen vermögen; erst der volle Zusammenbruch der ganzen Wirtschaft, auf dessen besten Weg wir uns befinden, wie die Alarmzeichen am Kapitalmarkt zeigen, wird erst das Blatt zu wenden vermögen. Wy. «•ftUdh«»« Veränderungen Im schweizer. Automobil-Import. (Von unserem englischen Mitarbeiter.) Die Schweiz liefert dank ihrer zentralen Lage eine natürliche Plattform für die grossen Konkurrenzkämpfe aller europäischen, aber auch überseeischen Automobil-Produzenten. Sie bietet dadurch in ihrer Marktzusammensetzung eine Vielheit von Typen und Karosserien, wie sie in gleichem Umfang wohl von keinem anderen Lande aufgewiesen wird. Deshalb ist die Schweiz ein ungewöhnlich geeignetes Feld, um Marktanalysen zu betreiben und die Fortschritte der einzelnen nationalen Industrien zu studieren. Die Verschiebungen, die sich im jährlichen Import der einzelnen Länder abzeichnen, verlohnen eine nähere Betrachtung, denn sie gestatten weitreichende Schlüsse über den Stand der jeweilig in Frage kommenden Industrie, ihre technische Leistung und ihre wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit. Vielleicht ist es angebracht, ehe die spezifischen Verhältnisse auf dem Schweizer Markt unter die Lupe genommen werden, ganz kurz auf die Verhältnisse auf dem übrigen Weltmarkt einzugehen. Die hierunter befindliche Tabelle gibt die Exporterfolge der vier grössten Auto-Produzenten, nämlich der U.S.A., Deutschland, Frankreich und England wieder: zeihen Sie — das ist wohl die junge Dame aus den Akten —?» Jops Utenhoven nickte: «Das Fräulein Erler — ja — die erste, die damals das Geschehene entdeckte —.» Er schwieg — er dachte ärgerlich über das eigene Wort: Warum sage ich so ausweichend und geziert «das Geschehene» ? — es ist ein Mord — es ist ja doch ein Mord — Der Doktor Adriani redete leis und verdeckt darüber hin: «— ganz recht — ich meine: die Ihnen Ihre vergessene Aktenmappe an dem kritischen Morgen aus der Wohnung holen sollte —» Für ein paar Augenblicke war es still — und in Joos Utenhoven sprang ein jähes Horchen und Vibrieren auf. Als ob da irgendwie gerührt wäre an eine Tatsache, die unverrückbar bleiben musste — als ob da eine Hintergründigkeit sich auftun wollte. «Sie hat sich dazu angetragen —», sagte er. Und das klang ihm doch im Ohr, als wäre es gar nicht die eigene Stimme — als spräche da wieder ein Fremder etwas, was er selber gar nicht sagen wollte. Der andere sah an ihm vorbei auf das Qemälde, das als ein Moroni galt, und schien durch Einzelheiten daran abgelenkt: «Sehr gut gemacht, diese sehnige Hand am Dolohgriff, wirklich meisterlich —», AUTOMOBIL-REVUE 1935 - N° Exporterfolge der Hauptproduzenten (nur Personenwagen). - Land 1932 1933 1934 1935 (1. Halbj.) U. S.A. 40 657 63 754 143 916 90000 Deutschland 7 839 9 673 10 844 8 905 Frankreich 17 430 21601 21288 9 929 England 26 950 33 852 43 907 28 060 Di« Tabelle gibt die offiziellen Zahlen für die Jahre 1932 bis 1934 wieder, während für das erste Halbjahr 1935 bei der U.S.A. und Frankreich auf Privatquellen zurückgegriffen werden musste, da die authentischen Daten für den Monat Juni noch ausstehen. Die zu gewärtigenden Korrekturen spielen indessen keine Rolle, da sie geringfügiger Natur sind. Recht beachtlich ist bei dieser Zusammenstellung die Feststellung, dass die amerikaniche Auto- Indutrie, die im Jahre 1932 ihren Export zu einem Bruchteil vorgangener Epochen zuammenschrumpfen sah, auf dem besten Wege ist, ihre alte, überaus dominierende Stellung wieder einzunehmen. Grosse Erfolge hat auch die englische Auto-Industrie zu verzeichnen, die ihren Expert von 1932 auf 1935 verdoppeln konnte. Das zunehmende Erstarken der deutschen Ausfuhr, die besonders im letzten Vergleichsabschnitt zu Achtung gebietender Höhe angewachsen ist, sollte ebenfalls nicht übersehen werden. Demgegenüber hat Frankreich alle Mühe, seine Stellung zu behaupten. Die Erschütterung der wirtschaftlichen Grundlagen prägt sich in diesen Zahlen deutlich aus. Bei Würdigung der soeben geschilderten Verhältnisse war die Mitte vergangenen Jahres ausgesprochene und prophezeite Zunahme des englischen Importanteiles an der Schweizer Marktbefriedigung berechtigt und begründet. Die Statistik hat diese Erwartungen bestätigt, wenn auch heue schon neue Anzeichen einer sich anbahnenden Abschwächung der englischen Einfuhr aufzutauchen beginnen. Auch hierüber geben zahlenmässige Unterlagen die treffendste Vorstellung. Anteil der Hauptproduzenten an der Personenwageneinfuhr der Schweiz. Land 1932 1933 Anzahl % Anzahl % U. S. A. 4017 48,6 3959 45,2 Deutschland 1499 18,1 1840 21,0 Frankreich 1261 15,2 1489 17,1 Italien 1256 15,1 1016 11,6 England 246 3,0 444 5,1 8 279 100,0 8748 100,0 Land 1934 1935 (1. Halbjahr) Anzahl % Anzahl % U. S.A. 3518 38,1 831 39,9 Deutschland 2111 22,9 485 23,2 Frankreich 1420 15,4 308 14,8 Italien 1121 12,2 250 11,9 England 1061 11,4 212 10,2 9231 100,0 2086 100,0 Dieser Tabelle ist eine Abschwächung der amerikanischen Einfuhr, nämlich von 45,2% im Jahre 1933 auf 38,1% in 1934 zu entnehmen. Im Gegensatz hierzu konnte England seinen Anteil im gleichen Abschnitt mehr als verdoppeln und damit auf 11,4% der Gesamteinfuhr steigern. Deutschland und Italien vermochten ebenfalls ihren Anteil, wenn auch in massigen Grenzen zu. ^erhöhen, während Frankreich in eine Verteidigungsstellung gedrängt ist und an Boden verliert. Recht bemerkenswert ist aber an dieser Gegenüberstellung, dass der Terrainverlust Amerikas fast restlos von England absorbiert werden konnte. Für die Beurteilung der Aussichten des englischen Importes spielt zweifellos die noch etwas hinter den Anforderungen zurückbleibende Handelsorganisation eine gewisse Rolle. Denn während die Amerikaner, und auch in gewissem Umfang die stischer Methodische Gestaltung des Verkehrsunterrichts. • Die Lehrerschaft der Winterthurer Volks' schale, sowie die Kindergärtnerinnen sind vom Schulrat eingeladen worden, Vorschläge für die Gestaltung des Verkehrsunterrichts in der Schule zu machen. Sustenstrasse. Zur Zeit werden für die projektierte Sastenstrasse durch den Kanton Bern eingehende Vermessungen und Absteckungen vorgenommen. Die Arbeit wird von Ingenieuren ausgeführt, die seinerzeit beim Bau des Grimselwerkes tätig waren. Amerikanische AutomobHproduktion. Im Juli sind in den Vereinigten Staaten 276080 Personenwagen, gegen 296610 int Juni und 223 870 im Juli des Vorjahres, hergestellt worden. In den gleichen Zeitabschnitten stellte sich die Lastwagenproduktion auf 60 970 resp. 64 710 im Juni und 42 710 Einheiten im Juli 1934. Der Durchschnittswert des Autos. Nach deutschen Erhebungen belief sich der Durchschnittswert der im laufenden Jahre verkauften' neuen Automobile auf 3800 Mark. Die gebrauchten Wagen erzielten einen Durchschnittspreis von 1100 Mark. Farbenblinde gegen Verkehrszeichen. Dem Senat in Washington ist durch den Verein der Farbenblinden der Vereinigten Staaten ein Gesuch eingereicht worden, die geltenden roten und grünen Verkehrssignale abzuschaffen und an ihrer Stelle die Zahlen 1 und zwei zu verwenden. In der Eingabe wird die Auffassung vertreten, dass dadurch viele Verkehrsunfälle vermieden werden könnten, denen Farbenblinde zum Opfer fallen. Bringen die Engländer den Personenwagendiesel ? Nach englischen Pressemeldungen soll dort der Personenwagendiesel bis zur Fabrikationsreife entwickelt sein. Angeblich handelt es sich um einen Vierzylindermotor von zirka 4 Liter Zylinderinhalt, der bei einem Verdichtungsverhältnis von 14:1 bei 3000 Umdrehungen pro Minute 80 PS entwickelt. Während der komplette Wagen 1550 kg wiegt, solt das Gewicht des Motors 340 kg betragen. Der Dieselölverbrauch wird für 100 km'Fahrstrecke mit 6,7 Liter bei 50 km Durchschnittsgeschwindigkeit angegeben. Benzintank im Reserverad. Auf der Leipziger Herbstmesse wurde als « Messeschlager » ein Reserve-Benzintank im Reserve-Autorad gezeigt. Der 20 Liter fassende Tank sieht wohl sehr schön aus, bedeutet nach unserer Ansicht jedoch eine gewisse Gefahr. Bei Zusammenstössen kann er sehr leicht beschädigt werden, namentlich wenn er in einem am Ende des Wagens befindlichen Reserverad eingefügt wird. übrigen europäischen Länder, für ihre Produkte alt eingesessene Händlerfirmen verfügen, ist dies bei den Engländern nur in beschränktem Umfange der Fall. Verhältnisse, wie sie angesichts des jungen Schweizer Interesses am englischen Automobil niemand überraschen, die aber für das weitere Vordringen des englischen Produktes von Bedeutung sein können. Die Betrachtung der Ergebnisse im ersten Halbjahr 1935 ist unter diesem Gesichtspunkte von besonderem Interesse. Dem Erstarken der der U.S.A. und Deutschlands besteht ein Bodenverlust für die übrigen drei Länder, nämlich Frankreich, Italien und England gegenüber. In der Reihenfolge der Hauptlieferanten hat sich nichts geändert. England steht nach wie vor an letzter Stelle und hat, wie es scheint, Mühe, die im Vorjahr erworbene Stellung zu behaupten. Dies überrascht um so mehr, als der englische Wagen durch die am 1, Januar in Kraft getretene 25% Steuerermässigung eine Ueberwindung seiner unterdimensionierten Maschinen erwarten Hess. Der Ueberganj zu stärkeren Maschinen wurde indessen nicht vollzogen und die europäische Geschmacksrichtung unberücksichtigt gelassen. Damit hat England eine sich ihm bietende Chance verspielt, denn der unbezweifelte Hochstand des englischen Produktes übt. keine genügende Werbekraft aus, um dies restlos auszugleichen. Der die volle Produktion gierig aufnehmend« eigene Markt förderte, wie ja immer wieder beobachtet werden kann, nicht gerade-die Unternehmungslust und damit den Uebergang zu fortschrittlicheren Bauarten. Man begnügte sich mit winzigen Abänderungen und blieb, im wesentlichen, beim Wagentyp von 1933. Einige Ausnahmen seien zugegeben. Der Erfolg blieb denn auch für die» Marken nicht aus. Efr. sagte er mit vor sich hingreinender Stimme. Hörigkeit, den sie noch in sich tragen. Sie Und dann gleichsam erwachend und wieder haben durch Jahrtausende dem Mann demütig gedient — und sie sind heute noch als bei dem unterbrochenen Gespräch: «— verzeihen Sie — ja — ja — natürlich ,angetragen'. Halten Sie übrigens diesen Unterschied seine Gedanken schon gewissermassen dem seine Helferinnen darauf eingestellt, dienend für von Belang? — ich meine: legen Sie besonderen Wert darauf? — die Akten sagen Wie sagen die Leute ? — ,von den Augen ab- ausgesprochenen Wunsch vorwegzunehmen. bisher nur ganz allgemein, dass dieses kleine lesen' — ja — ja — das gibt es —» Fräulein in die Wohnung kam, eben um Ihre «Merkwürdig —», sagte Utenhoven, und Mappe abzuholen —. Aber, wie gesagt, wenn die Stimme fand kaum einen Ton für dieses Sie es betont sehen wollen —?» eine Wort, war still, während er weiterschritt. Ganz deutlich fühlte er, wie es da Joos Utenhoven hob ablehnend die Hand, er war voll Eifer, sp'rach, wie er sich auch wieder von dem anderen her witternd an ihn beherrschte, doch ein. wenig überhastet: herangeschlichen kam und Fäden um ihn «Nein — keineswegs — man ist nur spann, ihn unfrei machen wollte — manchmal ein Stück Pedant. Ich wüsste auch Farblos und dünn greinte es ihm zur Seite nicht, warum man das ausdrücklich unterscheiden sollte. Ich hätte sie natürlich ebenses Hinrinnen von Worten: «— da habe ich weiter — mit halbem Ohre nur hörte er diesogut schicken können -r es ist ein Zufall, einen gekannt, Buchhändler war er — an der dass sie mir zuvorgekommen ist —» Wupper irgendwo in einer kleinen frommen Der alte Herr, der jetzt mit schief gelegtem Kopf auf das Klappern der Schreibma- seinem Hause den Laden, und eine Treppe Stadt — unten zu ebener Erde hatte er in schine horchte, das durch die Tür zu dem hoch war sein Büro, in dem er meistens sass. Schreibzimmer gedämpft herüberdrang, wies Und wenn er von dem alten Angestellten mit verhangenem Blick in dieser Richtung: unten etwas haben wollte, dann brauchte er «Sehen Sie—'Frauen mit ein wenig naiver den Wunsch nur fest zu denken — kam der Aspiration bleiben doch die einzig wahren schon auf der schmalen, wackeligen Treppe Helfer — kein Mann spielt sich jemals so an —. Gibt es — hat er mir selber vorgemacht —» ein —» Und da der andere nur fragend aufsah: «— der unbezahlbar schöne Rest yon (Fortsetzung folgtJ

H° 74 - 1935 AUTOMOBIL-REVUE 3 Sportnachrichten Die Tourist Trophy in Belfast. Die vergangenen Samstag auf der 13,65 Meilen langen Rundstrecke von Ards zur Austragung gekommene englische Tourist Trophy war eine ausgesprochen nationale Angelegenheit und wurde von Dixön (Riley) mit einem Mittel von 76,9 Meilen/St, vor Hall (Bentley) und Earl Howe (Bugatti) gewonnen. Das Rennen wurde nach einer Handicapformel durchgeführt und ging über eine Distanz von 478 Meilen (770 km); die Anforderungen an Motor, Getriebe und Bremsen waren äusserst hoch, so dass von den 35 am Start erschienenen Fahrern nur ungefähr die Hälfte das Ziel erreichten. Ein bestechendes Rennen fuhr Brian Lewis (Bugätti), der mit einem Mittel von 82,51 Meilen/St, die schnellste Runde des Tages zeitigte, dann aber bald durch Maschinendefekt zur Aufgabe gezwungen war. Auch Hall auf Bentley meisterte in glänzender Manier die schwierige und kurvenreiche Piste, Soch gelang es auch ihm nicht, dem durch sein Handicap bevorteilten Dixon, der in der Klasse 1600 ccm startete, den Sieg zu entreissen. So kam auch diesmal eine 1,5-Litermaschine zum Erfolg, und es scheint, dass die englische Handicapformel die leichten Fahrzeuge doch etwas zu sehr begünstigt, denn es ist wirklich eine Seltenheit, wenn mal ein 3000-ccm- oder gar 5000-ccm-Wagen aus einem solchen Rennen siegreich hervorgeht. Seaman und Bira, die beiden Sieger vom Preis von Bern, gelang es nicht, entscheidend in den sjtark umstrittenen Kampf einzugreifen. Der siamesische Prinz musste wegen Oelleitungsbruches aufgeben, und Seaman erreichte nicht die Form, die er im Bremgartenwald gezeigt hatte, so dass er das Hennen nur als Zehnter beenden konnte. Die Spitzengruppe setzte sich fast über das ganze Rennen aus denselben Fahrern zusammen, nämlich denjenigen, die am Ende des Treffens die ersten Plätze belegten. Allerdings entstanden zwischen diesen erbitterte Kämpfe, die gewisse Verschiebungen im Fahrerfeld zur Folge hatten, doch Hess sich der nachmalig© Sieger Dixon nur für kurze Zeit von Hindmarsh auf den zweiten Platz verweisen. Lord Howe, der zu Beginn des Rennens zuerst im zweiten, dann im dritten Rang lag, fiel plötzlich stark zurück, aber er holte dann wieder gewaltig auf und schob sich kurz vor Torschluss hinter Hall auf den dritten Platz. Das scharfe Tempo, das gleich zu Beginn des Rennens angesetzt wurde, verursachte bald mehrere Stürze, die aber glücklicherweise alle ohne ernstliche Verletzungen verliefen. Ueberhaupt mangelte es an der. diesjährigen Tourist Trophy nicht an aufregenden Momenten, die ihren Höhepunkt fanden, als ein scheu gewordenes Pferd, das sich irgendwo losgerissen hatte, über die Piste galoppierte und den Wettlauf mit den Rennmaschinen aufnahm. Aber auch dieses Zwischenspiel verlief harmlos. Nach kurzem Kampf bog das Pferd in eine Wiese ab und verschwand von der Bildfläche. „-,-! ... . Das Klassement. . •ii. Dixon (Rüey), 6-.03.31 (Mittel 76,9 Meilen/St.). 2. Hall (Bentley), 6:04:44. 3. Earl Howe (Bugatti), 6:07:37. 4. Brackenbury (Aston-Martin), 6:08:52. 5. Penn-Hughes (Aston-Martin), 6:08:53. 6. Cyril Paul (Riley), 6:11:28. 7. Hindmarsh (Lagonda), 6:11:29. 8. Dodson (Lagonda), 6:11:30. 9. Von der Becke (Riley), 6:14:05; 10. Seaman (M. G.), 6:18:12; 11. Rose-Richards (Aston-Martin), 6:22:20; 12. Baird (M.G.), 6:25:24; 13. Evans (M. G.), 6:39:55. Der Team-Preis fiel an Aston-Martin mit Brackenbury, Penn-Hughes und Rose-Richards. Zu Campbells neuem Weltrekord Als Campbell 1933 über die fliegende Meile eine Spitzengeschwindigkeit von 437,908 km/St, erreichte, und diese zwei Jahre später, im März 1935 auf 445,492 km/St, hinaufschrauben konnte, jflaubte man nicht, dass es dem Engländer schon nach sechs Monaten gelingen würde, diese Leistung so sprunghaft in die Höhe zu schnellen; dies um so mehr, da der «Blue Bird> auf dem Daytona- Beach recht gefährliche Sprünge vollbrachte, die bei noch höherer Geschwindigkeit unbedingt zur Katastrophe hätten führen müssen. Doch nun hat Campbell in Salt Lake City eine Piste zur: Verfügung, die durch ihre vollkommene Ebenheit und ihre harte Oberfläche für solche Versuchsfahrten geradezu ideal ist, und nach des Rekordmannes eigener Ansicht noch weit höhere Geschwindigkeiten lulässt. Da Problem der Fahrbahn scheint also, wenigstens für die nächste Zeit, gelöst zu sein, aber die Reifenfrage wird wieder äusserst akut, denn es hat sich gezeigt, dass die Pneus bei solchen Fahrten so gewaltig beansprucht werden, dass die entwickelte Reibungswärme imstande ist, dieselben zu verbrennen. Mit dem neuen Meilenrekord, ist übrigens auch der Kilometerrekord gefallen und Campbell war über diese Strecke sogar noch etwas schneller, indem er ein Mittel von 485,175 km/St, (alter Rekord 444,444 km/St.) erzielte; ferner hat auch die Bestleistung über 5 km eine Verbesserung erfahren und steht nun auf 470,127 km/St, (alter Rekord 432,069 km/St.). •Die Rekordversuche Campbells reichen bis ins Jähr 1924 zurück, da er auf einem «Sunbeam» eine mittlere Geschwindigkeit von 235,217 km/St, erreichte; und heute nach elf Jahren sind es 485,175 km/St.; wahrlich eine fantastische Leistung! Aber der mutige Engländer will sich auch jetzt noch nicht zur Ruhe begeben und bereits hat er sich ein neues Ziel gesetzt: 350 Meilen/St (663,27 km/St.). Zu diesem Zweck soll eine neue Maschine gebaut werden, mit der Campbell im Herbst 1936 neue Versuchsfahrten zu unternehmen gedenkt. In der Folge bringen wir noch -eine kleine Zusammenstellung über die Entwicklung der Rekorde über den Kilometer und die Meile. Von der A.I.A. C.R. homologiert, wurden diese allerdings erst vom Jahre 1922 an, so dass all die Bestleistungen vor dieser Zeit keinen offiziellen Charakter haben. JULUMÜTÜK-KEKUKÜIS. (Nicht offiziell.) Jahr Fahrer Marke Zeit Mittel 1898 Chasseloup Jeantaud 57" 63.157 1899 Jenatzy Jenatzy 54" 66.686 1899 Chasseloup Jeantaud 51,2" 70.312 1899 Jenatzy Jenatzy 44,8" 80.357 1899 Chasseloup Jeantaud 38,4" 93.750 1899 Jenatzy , Jenatzy ?4" 105.882 1902 Serpollet ; Serpollet 23,8" 120.805 1902 Vanderbilt Mors 29,4" 122.448 1902 Fournier Mors 29,2" 123.287 1902 Augieres Mors 29" 124.137 1903 Duray Gobron-Briljie 26,8" 134.328 1903 Duray Gobron-Brillie 26,4" 136.363 1904 Vanderbilt Mercedes 24,2" 148.555 1904 Rigolly Gobron-Brillie 24" 149,959 1904 Rigolly Gobron-Brillie 23,6" 152.542 1805 Dulaux F. Dufanx 23" 156.521 1905 Hemery Darracq 20,4" 176.470 1906 Marriott Stanley 18,4" 195.652 1909 Hemery Benz 17,7" 202.691 1910 Barney Benz 17,0". 211.264 KILOMETER -REKORDE. (Offiziell.) Fahrer - Marke Zeit Jahr 1922 Guineas 1924 Thomas 1924 Eldridge 1924 Campbell 1925 Campbell 1926 Segrave 1926 Thomas 1926 Thomas 1927 Campbell 1927 Segrave 1929 Segrave 1931 Campbell 1932 Campbell 1933 Campbell 1935 Campbell 1935 Campbell Sunbeam Delage Fiat Sunbeam Sunbeam Sunbeam Thomas Thomas Napier Sunbeam Napier Napier Napier Blue-Bird Blue-Bird Blue-Bird 16"725 15"615 15"32 15"305 14"827 14"684 13"213 13"08 12"791 ll"02 9"665 9"09 8"90 8"21 8" lo /ioo 7"42 Mittel 215.250 230.548 234.986 235.217 242.800 245.149 272.458 275.229 281.447 326.678 372.478 396.040 404.494 438.490 444.444 485.175 Jahr Fahrer Marke Zeit Mittel 1924 Thomas Lleyland-Thom. 27,75" 208.779 1924 Thomas Delage 25,12" 230.634 1924 Eldridge Fiat 24,67" 234.794 1925 Campbell Sunbeam 23,87" 242.634 1926 Thomas Thomas 21,41" 270.489 1926 Thomas Thomas 21,00" 274.292 1927 Campbell Napier 20,66" 280.385 1927 Segrave Sunbeam 17,66" 327.981 1928 Campbell Blue-Bird 17,39" 333.062 1928 Keech White-Liberty 17,34" 334.022 1929 Segrave Napier 15,56" 372.340 1931 Campbell Blue-Bird 16,65" 395.469 1932 Campbell Blue-Bird 13,52" 408.720 1933 Campbell Blue-Bird 13,01" 437.908 1935 Campbell Blue-Bird 13, 5 /iooo 445.492 1935 Campbell Blue-Bird 11,955" 484.619 In MEILEN-REKORDE. Das Rundrennen von Modena. Kommenden Sohntag gelangt in Modena auf einer 3,2 km langen Piste ein Rundrennen zur Durchführung, das für die italienische Automobilmeisterschaft gewertet wird. Die Austragung geschieht in zwei Klassen, bis 1500 und über 1500 ccm, wobei 25 Runden (80 km) bezw. 60 Runden (192 km) zu erledigen sind. Die ganze Veranstaltung hat vollkommen nationalen Charakter und dürfte im Lauf der Maschinen über 1500 ccm Nuvolari einen weiteren Sieg eintragen, denn dem Mantuaner steht der neue 3,8-Liter-Typ zur Verfügung, der doch gegenüber allen andern italienischen Konstruktionen stark überlegen ist. Allerdings soll Farinä mit einem neuen 4,25-Liter-Maserati aufrücken, doch hat der Grosse Preis von Italien gezeigt, dass dieses Modell noch lange nicht ernsthaft mit dem neuen Alfa Romeo konkurrieren kann. Neben Nuvolari, der das letzt jährige Rennen auf Maserati gewann, entsendet die Scuderia Ferrari noch vier weitere Fahrer, die aber „bis heute noch nicht bestimmt sind; immerhin werden unter ihnen ziemlich sicher Brivio und Tadini zu finden sein. Auch die Scüderia Subalpina hat für die drei genannten Wagen die Piloten noch nicht angegeben; aber wahrscheinlich wird die Wahl auf Zehender und Siena fallen, wobei als Dritter noch Dusio in Frage käme. Einen interessanten Verlauf verspricht das Treffen der Voiturettes zu nehmen, wo die besten italienischen Spezialisten, aufeinanderstossen werden, wie Tuffanelli, Taruffi, Bergamini, Barbieri, Bianco usw. Der Ausgang des.Rennens ist hier völlig ungewiss, während die Klasse über 1500 ccm mehr oder. Weniger eine Angelegenheit der Scüderia Ferrari selbst ist. Die Nennungen: Klasse über 1500 cem; Nuvolari (Alfa Romeo), Scud. Ferrari (Alfa Romeo), Scud. Ferrari (Alfa Romeo), Scud. Ferrari (Alfa Romeo), Scud. Ferrari (Alfa Romeo, Farina (Maserati), Scud. Subalpina (Maserati), Scud. Subalpina (Maserati), _Scud. Subalpina (Maserti). Klasse bis 1500 ccm: Bianco (Maserati), Berrone (Maserati), Plate (Talbot), Taruffi (Maserati), Tuffanelli (Maserati), Bergamini (Maserti), Rovere (Maserati), Cecchini (M. G.), Barbieri (B.M.G.), Panzacchi (Rocca), Malucci (X). , Eyston fahrt neue Rekorde. Während Malcolm Campbell nach» seiner grandiosen Fahrt bereits wieder nach New-York abgereist ist, gelang es seinem Landsmann Eyston ebenfalls auf der Piste von Salt Lake City, sechs Grosser Preis von Italien, 8. 9. 35 siegte HANS STUCK mit BOSCH-KERZEN und BOSCH-ZÜNDUNG NUVOLARI, der Zweite, hatte in seinem Alfa-Romeo ebenfalls die zuverlässige BOSCH-ZÜNDUNG. Auch der Dritte, ROSEMEYER (Auto-Union), fuhr mit Bosch-Zündung und BOSCH-KERZEN neue Weltbestleistungen aufzustellen, nämlich über : Strecke NeueT Rekord Alter Rekord 10 M 268,920 km/St. 264,067 km/St (Smith) 50 km 150 M 100 km 1Ö0 M 200 km 254,737 258,051 259,266 256,791 255,110 248,585 247,202 246,450 246,156 246,624 (Cobb) ) (Cobb) (Cobb) (Cobb) Bekanntlich plant Eyston auch einen Angriff auf den 24-Stundenrekord, der augenblicklich von dem Amerikaner Jenkins (Duesenberg) mit einer Leistung von 5221,486 km gehalten wird. Doch sind die bisher vom Engländer erzielten Durchschnitte so hervorragend, dass man mit einer bevorstehenden Verbesserung der Distanz auch über die 24 Stunden rechnen darf, was wiederum den- Ehrgeiz von Jenkins entflammen und ihn zu neuen Taten anregen wird. •. Die Scüderia Ferrari am Grossen Preis von Spanien. An dem am 22. September zur Austragung kommenden Grossen Preis von Spanien wird sich die Scüderia Ferrari durch Nuvolari, Chiron und Dreyfus vertreten lassen. Es werden ferner noch die Anmeldungen von Mercedes-Benz, Auto-Union, der Scüderia Subalpina und von Bugatti erwartet, so dass sich ein Grosskampf: Deutschland-Italien-Frankreich entwickeln wird, wp^bei sich allerdings das Hauptgefecht zwischen den beiden erstem abspielen dürfte. Alfa Romeo wird voraussichtlich wieder mit zwei neuen 3,8-Liter-Typen antreten. Der Stand der italienischen. Meisterschaft ist nun nach den drei dafür gewertet'en Läufen, Targa Florio, Rundrennen von Turin und Coppa Ciano, wie folgt: Absolute Meisterschaft der Marken: Alfa Romeo, 9 Punkte. Absolute Meisterschaft der Fahrer: Brivio 7 Punkte, Nuvolari 5 Punkte, Barbieri 1 Punkt; Pintacuda 1 Punkt, Trossi 1 Punkt. Meisterschaft nach Klassen: 1100 ccm: Ferrara 3 Punkte,•TuffanelH Toia 2 Punkte, Casano 1 Punkt, Villoresi Klasse 3 Punkte, 1 Punkt. Klasse Klasse 4 Punkte; Balestrero 1 Punkt. Klasse über 3000 2 Punkte. 1500 ccm: Barbieri 3 Punkte. 3000 ccm: Brivio 5 Punkte, Magistri Nuvolari 3 Punkte, Trossi 3 Punkte, 1 Punkt, Pintacuda 1 Punkt, Minozzi Ph. Etancelin, der diese Saison für die Scüderia Subalpina verpflichtet war, welche bekanntlich die Maseratiwerke an den Rennen vertrat, soll nach uns zugegangenen Informationen seinen Vertrag mit diesem Rennstall nächstes Jahr nicht erneuern. Die Saison war für diesen hervorragenden französischen Piloten, der bis dahin die Rennen als Einzelfahrer bestritt, eine Serie grosser Enttäuschungen. Dies insbesondere deshalb, weil das schon früh im Jahre angekündigte neue'Modell," erst vergangenen Sonntag in Monza eingesetzt werden konnte und auch' dort, solange es' im Rennen lag, keinen überwältigenden Eindruck machte. Die übrigen Konkurrenzen mussten durchwegs auf den alten Sechszylinder-Maschinen bestritten werden, die vor Jahren einmal Spitzenfahrzeüge darstellten, seit dem Auftreten der neuen deutschen Wagen aber jede Siegesaussicht verloren haben.'Etancelin* ver- mochte sich denn auch in den verhältnismässig wenigen Rennen, in welchen er starten konnte, nirgends unter den vordersten Plätzen einzureihen. Im weiteren scheint auch das Verhältnis zwischen den Fahrern unter sich und mit der Rennstall- •leitung nicht gerade das beste gewesen zu sein. Etancelin würde sich am liebsten wieder als unabhängiger Pilot betätigen, sofern er Gelegenheit hätte, sich eine wirklich erstklassige Maschine zu verschaffen. Dies wird allerdings auch weiterhin grosso Schwierigkeiten bereiten, da ausser Maserati, die aber alle Mühe haben die eingehenden Aufträge innert nützlicher Frist zu erledigen, und ERA keine der massgeblichen Fabriken von Rennwagen an Einzelfahrer Maschinen abtreten. Auf alle Fälle wäre es sehr zu begrüssen, wenn Etancelin irgendwie die Möglichkeit hätte, sich nächstes Jahr wiederum intensiver mit dem Rennsport zu befassen. cem: Nuvolari 3 Punkte, Brivio Keine deutschen Rennwagen in England. Aus England kam seinerzeit die Meldung, es bestünde begründete Aussicht, dass Mercedes und Auto-Union an dem Donington-Park-Rennen, das am 5. Oktober zum Austrag kommt, teilnehmen werden. In der Tat wurden diese Fabriken von den dortigen Organisatoren zur Teilnahme eingeladen. Allein die aus* gesetzten Preise stehen in kejqem Verhältnis zu den gewaltigen Kosten, welche-ausländischen Rennställen durch die Expedition nach Donington entstehen würden. Dazu kommt, dass das Rennen ursprünglich als Grosser Preis ausgeschrieben werden sollte, zu welchem Vorgehen aber der königl. englische A.-C. seine Einwilligung aus verschiedenen Gründen nicht gab. Besonders aus diesem Gründe haben, daher die deutschen Rennställe den Entschluss gefasst, dieser Veranstaltung fern zu bleiben, dies um so mehr, als sich enorme Transportschwierigkeiten ergeben würden, um rechtzeitig vom Masaryk-Ring, der am 29. September ausgetragen wird» die Maschinen nach England zu bringen. Marcel Lehoux startet für die Scüderia Subalpina. Der bekannte französische Rennfahrer Lehoux wird sowohl im Grossen Preis von Spanien vom 22. September und im Masaryk-Rundrennen vom 29. September die Scüderia Subalpina vertreten, wobei allerdings noch nicht bekannt ist, ob man ihm eine neue 4,25-Litermaschine zur Verfügung stellt. Die «Delphine» erreicht heute den 100 000. Kilometer. Der Peugeot-Wagen der- Firma Yacco wird heute, vorausgesetzt, dass nicht noch ein Zwischenfall eingetreten ist, nach einer Leistung von 100 000 km auf die Montlhery-Bahn gebracht, wo nun noch nach dieser Monstfefahrt Rekordangriffe über die Distanzen bis zu 10 000-km unternommen werden sollen. Man hofft, Durchschnitte von über 100 km/St, zu erreichen und damit verschiedene internationale Bestleistungen zu überbieten.