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E_1935_Zeitung_Nr.074

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8 AlTTOMOBIL-REVUE

8 AlTTOMOBIL-REVUE 1935 - fto 7* Die Zürcher Schönheitskonkurrenz Die Eleganz der Damen lag in edlem Wettstreit mit den harmonischen Linien der vorgeführten mondänen Wagen. Hier sehen wir eine reizende Fahrerin, deren Horch mit der goldenen Medaille prämiiert würde. Der von den Zürcher Karosseriewerken Tüscher karossierte Chrysler Airstream «8». Die Fima Amag erzielte zwei goldene Plaketten, und zwar entgegen der ursprünglichen Meldung nicht für zwei Ply-. mouth-Modelle, sondern für einen Wagen dieses Typs und die zweite für den vorgenannten Acht-,- zylinder. Sehr beachtet wurde die Spezial-Stromlinien-Limousine von Mercedes-Benz mit eigener Werk-Karosserie, die gleichfalls zu den 14 Preisträgern gehört, welchen die goldene Auszeichnung zugedacht wurde. Der Firma Baumberger & Forster wurde für ein von der Fa. Tüscher karossiertes Lancia-Cabriolet ebenfalls die höchste Auszeichnung zuerkannt. Von den an der Konkurrenz beteiligten sechs Tüscher Cabriolets wurden nicht weniger als vier mit der. goldenen Medaille bedacht! Rückbück auf Monza Links : Caracciola durchfährt eine der fünf Schikanen, deren Bewältigung höchste Fahriunst, Präzision und Kaltblütigkeit erforderte. Caracciola trat aus aussichtsreicher Position seinen Wagen an Fagioli ab, der die Maschine dann aber in wenigen Runden ausser .Gefecht .setzte. Oben: von Brauchitsch nimmt eine andere Schikane, die für die Durchfahrt frei gelassenen Man erkennt aus dem Bilde Passagen bemessen wurden. Oben: Die Flaggenparade. Der Aufmarsch der verschiedenen " Rennställe unter den Flaggen ihrer Nation bot ein überwältigendes Bild. Rechts im Bild die erste Startreihe; der Rennwagen. Zuvorderst der Mercedes von Caracciola, dahinter der Bugatti von Taruffi. 'Bild.rechts: Das Ulster-Rennen (Tourist-Trophy). Bei Beteiligung der besten englischen Fahler wurde das, alljährlich durchgeführte Ulster- Rennen ausgetragen, aus welchem F. W. Dixon auf Riley als Sieger hervorging. Unsere Aufnahme zeigt die «Quarry Corner», eine der bekanntesten und • schwierigsten Schleifen dieser Rundstrecke. Das Feld ist hier zu Beginn des Rennens noch ziem- .Druck, Cliches und Verlag: HAU,WAG A.-G., Uailerscne Buchdruckern und Wagnerische Veilagsanstalt, Pe".

W 74 II. Blatt BERN, 13. Sept. 1935 Automobil-Revue 74 II. Blatt BERN, 13. Sept. 1935 Te«hn. Rundxchaui Schwungradanlassvorrichtungen für Dieselmotoren. Infolge der hohen zu überwindenden Kompressionsdrücke erfordert das Anwerfen von Fahrzeug-Dieselmotoren sehr grosse Kräfte. Bei Diesellastwagen werden deshalb Anlasser mit Leistungen von 6 oder mehr PS angewandt. Während es ohne weiteres möglich wäre, noch stärkere Anlassmotoren einzubauen, bereitet die Unterbringung der dazugehörigen Akkumulatorenbatterien bereits Schwierigkeiten. Neben den gewaltigen Stromstärken zum Betrieb des Anlassers hat die Batterie eines Diesellastwagens in den meisten Fällen auch noch den Strom zum Betrieb der Glühkerzen abzugeben, mit welchen die Luft der Verbrennungsräume beim Anlassen des kalten Motors zur Einleitung der ersten Zündungen erhitzt werden muss. Um die Batterie zu entlasten, wurden nun verschiedentlich Schwungradanlasser in Vorschlag gebracht, wie sie auch schon zum Anwerfen von Flugzeugmotoren in Gebrauch stehen. Durch Ankurbeln von Hand wird zuerst einige Minuten, bevor der. Motor angeworfen werden soll, die Schwungmasse eines solchen Anlassers über Zahnradübersetzungen auf mehrere tausend Touren gebracht. Ist auf diese Art genügend Energie aufgespeichert, so wird die Schwungmasse wiederum auf dem Weg über eine geeignete Üebersetzung auf die Motorwelle übertragen, die nun einige Sekunden lang in rasche Umdrehung versetzt wird. Eine Ausführung eines solchen Schwunganlassers ist beistehend im Schnitt dargestellt. Der Apparat ist absichtlich sehr kompakt gebaut, damit er sich an Stelle eines gewöhnlichen elektrischen Anlassers einsetzen lässt. Die dunkel schraffierte trommeiförmige Schwungmasse wird von dem links herausragenden, mit zwei Klauen versehenen Zapfen durch eine Kurbel in Umdrehung versetzt. Ist sie genügend auf Touren, so bringt man durch Umlegen eines Hebels das rechts herausragende Ritzel mit dem Schwungrad des Motors zum Eingriff. Ein Kupplungsmechanismus, an welchem der erwähnte Hebel angreift, sorgt dafür, dass während des Einspurens des Ritzels die Verbindung zwischen diesem und der Schwungmasse einen Moment lang unterbrochen ist und erst wieder weich einsetzt, wenn das Ritzel voll eingegriffen hat. -at- Eine einfache neue Antenne. Automobil- Radioanlagen finden auch bei uns immer grössere Verbreitung, nachdem sie in Amerika schon fast in jedem zweiten Wagen anzutreffen sind und in Paris z. B. auch schon eine ganze Anzahl Taxis damit ausgerüstet wurden. Bis vor einem Jahr wurde die Antenne solcher Radioanlagen fast immer in das Wagendach eingebaut. Bei allen amerikanischen geschlossenen Wagen, auch bei solchen, die ohne Radio in den Handel kamen, führte man das als Unterlage für die Wachstuchdachbespannung dienende Drahtgeflecht als Antenne aus. Nachdem jedoch Ganzstahldächer in Aufnahme gekommen Schnitt durch einen neueren Schwung radanlasser für Fahrzeug-Dieselmotoren, sind, mussten sich die Radiotechniker nach neuen Antennen-Einbaumöglichkeiten umsehen. Als sehr befriedigende, die Dachantenne unter Umständen an Güte noch übertreffende Anordnung hat sich die Antenne unter dem Trittbrett erwiesen. Da die Wirksamkeit dieser Antenne zunimmt, je näher sie dem Boden liegt, anderseits aber Vorsorge dafür getroffen werden musste, dass gelegentliche Bodenberührungen die Antenne nicht beschädigten, hat Philips das beistehend skiz- Elastische Aufhängung einer Trittbrettantenne, durch •welche diese/ bei Bodenberührungen von Beschädigungen geschützt wird. zierte System entwickelt. Die stabförmigen Antennendrähte werden hier unter dem Trittbrett durch zwei Gummischläuche getragen, die durch einfache Klammern am Chassisrahmen befestigt werden können und die durch ihre Nachgiebigkeit ein Verbiegen der Drähte bei Bodenberührungen verhindern. Indem man die Antenne doppelpolig ausführt, kann man. auch erreichen, dass Interferenzen in .bestimmten Frequenzbereichen unterdrückt werden. -at- Neue Andre-Stossdämpfer mit Ferneinstellung. Es gibt bis jetzt nur ein Mittel, um die Federung eines Automobils allen vorkommenden Geschwindigkeiten, Wagenbelastungen und Strassenbeschaffenheiten anzupassen, nämlich die Anwendung von vom Führersitz aus verstellbarer Stossdämpfer. Auf hydraulischem Weg vom Führersitz aus verstellbare Stossdämpfer. wurden vor mehreren Jahren zum erstenmal von ; der englischen Firma Andre angeboten. Die gleiche Firma hat nun ihre Apparatur,, die bei englischen und französischen Wagen schon recht häufig anzutreffen war, noch verbessert. Die ^grundsätzliche Durchbildung des Systems.ifeht aus der .schematischen Abbil- Abb. 1. Aufbauschema des neuen fernregelbaren Stossdämpfer-Systems. dung Nr. 1 hervor. Am Instrumentenbrett des Wagens befindet sich das Regulierorgan R, eine Art Pumpe, durch welche in den Leitungen zu den Stossdämpfern und in Expansionskörpern innerhalb der Stossdämpfer ein verschieden hoher Druck erzeugt werden kann. Schraubt man den Handgriff des Regulators rechts herum in die Pumpe hinein, so wird im Innern des Pumpenzylinders eine starkwandige Gummiblase zusammengedrückt. Der durch die Flüssigkeit übertragene Druck bewirkt, dass sich die Expansionskörper in den Stossdämpfern ausdehnen und eine vermehrte Reibung der Stossdämpferlamellen auftreten lassen. Die Expansionskörper sind ebenfalls aus Gummi. Sie haben die Form von flachen Doppelkegeln und weisen im Innern ringförmige Hohlräume auf, in welche die Druckleitungen münden. Aus Abb. 2 ist ersichtlich, wie diese Expansionskörper mit der Reibplattenbatterie des Scherenstossdämpfers zusammengebaut sind. Sie nehmen hier die Stelle des bisherigen Abb. 2. Schnitt durch einen der fernregelbarwi Stossdämpfer. Wenn Kühlung, dann Frigidaire Mit den bewährten Bernalastwagen können Sie laut Gesetz folgende Nutzlasten befördern: Nutzlast mit Berna-Kipper, 1ÜF 6 t Nutzlast mit Berna-Lastwagen, 1(Yt Nutzlast mit Rprna-I astynn Motorwagenfabrik Berna A.-G., Ölten •?• '•? Elektrisch, vollautomatisch. Fngidaire l wird nun zum Teil in der Schweiz erstellt, auf Grund der unerreichten Kenntnisse im Gebiete der Kältetechnik, welche in der Frigidaire- Corporation, einer Zweiggesellschaft der General-Motors, verkör- ; pert sind. Frigidaire hat in 19 Jahren über 3 Millionen Kühlmaschinen gebaut. Lieber 7000 stehen in der Schweiz. Mehr als 80°/ 0 der Einnahmen der schweizerischen Gesellschaft bleiben im Lande, womit auch die Wichtigkeit dieser Organisation für unsere Wirtschaft bewie- i sen ist: Sowohl bei uns, als auch in der ganzen übrigen Welt stellt Frigidaire die Spitze dessen dar, was in der Kältetechnik geleistet werden kann. Besser als alle Worte beweist dies unser Ausstellungsstand in Lausanne Schweizer-Comptoir Lausanne Halle IX Stand 1106