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E_1935_Zeitung_Nr.076

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10 AUTOMOBIL-REVUE

10 AUTOMOBIL-REVUE 1935 — N° 76 Ä.S.GE08 3 5 PS, i Liter-Motor, der schnellste und zuverlässigste Wage» in seiner Klasse 13 neüfe ctroi»ka Gesamt« Früherer Rekord Adler Rekord ötrecKa fahrzeit Stundenmittel Stundenmittel 4000 km — 104,361 km 110,063 km 3000 Meilen — 103,713 km 109,995 km 5000 km — 103,587 km 110,027 km — 48 StcL 103,625 km 110,082 km 4000 M — 81,759 km ' 109,810 km — 72 StdL — 108,724 km 5000 M. — 61,721 km 108,749 km 10000 km — 82,409 kro 107,237 km — 96 Std. — 107,245 km — 120 Std. — 106,140 km 15000 km . — 78,817 km 106,194 km mf — 144 St

N° 76 — 1935 AUTOMOBIL-REVUE 11 Nacht hereingebrochen war, versuchten sie ein •Letztes und jagten eine mächtige Rakete hoch. Das war die Rettung! Das U-Boot erschien aufs neue und nahm die fünf Mann an Bord. 10 Tage lang hatten sie einem Ungewissen Schicksal entgegengetrieben — 750 Kilometer von der am 2. September in die Welt hinausgefunkten Landungsstelle entfernt wurden sie aufgefunden. In Honolulu wurden die Geretteten freudig empfangen und nach allen Arten amerikanischer Kunst interviewt. Bowlin erklärte: «Um Ihnen die Wahrheit zu sagen, es passte uns am Donnerstag gar nicht in den Kram, dass wir vom U-Boot R-4 aufgefischt wurden. Wir waren nur noch 15 Meilen vom Land und trieben gerade so schön darauf zu, nachdem wir 400 Meilen aus eigener Kraft gegondelt waren. Da spitzten wir uns denn darauf, allein ans Land zu gelangen und den « Job» zu vollenden. Natürlich gebührt dem Tauchbootkommandanten Dank dafür, dass er uns auffischte, aber als wir ins Schlepptau genommen waren, da war auch die ganze Spannung wie weggeblasen! » Und Rodgers äusserte: « Nichts zu rauchen war schlimmstes Ungemach! Die Zigaretten sind schnell « alle » geworden, so dass wir schliesslich zu fünft nur drei Zigaretten hatten. Man zündete eine an und reichte sie an einem Drahtende von einem Mund zum andern, so dass jeder « ein paar Püffe machen » konnte! » So konnten also die amerikanischen Transpazifikflieger von grossem Glück reden, dass die gefahrvolle Reise ein happy end genommen hatte. Sie sind nicht die einzigen geblieben, denen es im Laufe der vergangenen Jahre so ergangen ist. Am 21. Juni 1929 stieg der Spanier Franco mit drei Gefährten von Cartagena zu einem Flug nach New York auf und blieb verschollen, bis er am 29. Juni vom englischen Flugzeugmutterschiff « Eagle > gesichtet und gerettet wurde. Vom 13.—22.. September 1931 verbrachten alsdann die Deutschen Johannsen und Rody qualvolle Tage auf dem Atlantik, nachdem ein Nonstopflug Lissabon—New York infolge Brennstoffmangels ein vorzeitiges Ende gefunden hatte. Ein norwegischer Dampfer nahm sie an Bord. Und am 12. Juni 1932 wurde der Pole Stanislaus Hausner vom Petroldampfer < Circle Shell» auf offener See aufgefischt. Motordefekt auf einem beabsichtigten Polenlug hatte ihn zu unfreiwilliger Landung gezwungen. Ohne Verantwortlichkeit der Redaktion. Neue schweizerische Alpenstrassen — vielleicht ein Weg ? Mit einem Gefühl des ehrlichen Neides haben wir schweizerischen Automobilisten die schönen Bilder und Berichte von der neuen österreichischen Hochalpenstrasse, der Grossglocknerstrasse, studiert und uns gefragt, ob es'denn wirklich nicht möglich wäre, bei uns auch wieder einmal einen Neubau durchzuführen, nach der langen Pause, die seit Erstellung der Klausenstrasse verstrichen ist. Gewiss, die Alpenstrasseninitiative ist längst eingereicht, und ihre Aussichten sind nicht schlecht, doch haben wir Automobilisten dabei nichts Sicheres für den Augenblick in der Hand, dieweil das Ausland uns immer mehr überflügelt; ausserdem bezweckt die Initiative in erster Linie den Ausbau der vorhandenen Strassen. Man sollte aber doch einen Weg suchen, um deswegen den Neu bau nicht hintanstellen zu müssen. Nicht nur touristische, auch strategische Rücksichten drängen sich in diesen unsichern Zeiten in vermehrtem Masse auf. So hängt das Wallis mit der übrigen Schweiz nur an dünnen Fäden zusammen, dargestellt durch die Klus von Martigny, die einspurige, leichtverletzliche Lötschbergbahn und die abgelegenen Strassen über Grimsel und Furka; ein Strassenübergang durch die Mitte der Berner Alpen, über Rawil oder Sanetsch fehlt. Der Kanton Graubünden hängt am Oberalp und den sich zwischen Chur und Landquart zusammendrängenden Verkehrswegen. Glarus und Uri können zu Mausefallen werden, wenn nicht Strassen über Susten und Pragel vermehrte Ausgänge bringen. Dass touristische Bedürfnisse, sei es zum Kennenlernen neuer Gegenden, sei es bloss zur Wegabkürzung, bestehen, ist ausser Frage; im ersteren Falle würde es sich sogar um gänzlich neu entstehenden Verkehr handeln, im zweiten Falle würde eine Erweiterung der Routenauswahl ebenfalls manchen Ausländerin die Schweiz bringen. Die Finanzierung wäre nun für diese Projekte allerdings schwierig. Man muss sich klar sein, dass der Bund mit seinem stets wachsenden Defizit vor grossen Aufgaben steht; auch bei uns wird die «grande p6nitence» nötig werden, wie sie Laval gegenwärtig in Frankreich durchführt. Alle Kreise werden beitragen müssen, auch jene, an die sich unsere Landesregierung noch nicht herangetraut hat. Die Meinung ist weitverbreitet, dass es mutiger gewesen wäre, schon vor den Wahlen dem Volk zu zeigen, dass man zu einer Reform, d. h. einem Gesamtplan, fähig ist. Das Mittelchen, ein Loch mit der Benzinzollerhöhung zu stopfen, also mit der Belastung einer politisch neutralen Gruppe, hat keinen guten Eindruck gemacht; es war ein Muster der alten « bewährten » politischen Taktik, von der wir nun wirklich nichts mehr wissen wollen. Die Ueberzeugung einer erlittenen Ungerechtigkeit hilft uns aber wenig, wir werden uns damit abzufinden haben, dass für Neubauten vom Staat in nächster Zeit keine sehr grossen Summen budgetiert werden können. Vielleicht gibt uns aber die Grossglocknerstrasse einen Fingerzeig. Werden dort doch Benutzungstaxen von 20 Schilling pro Person erhoben ! Da in Oesterreich der Schiling wie bei uns der Franken verdient und ausgegeben wird (womit nicht Kaufkraftparität behauptet werden soll), müssen wir säen : Respekt vor diesen Beträgen ! Da bietet die Jungfraubahn für nicht so viel mehr noch ganz andere Einblicke in die Hochalpenwelt. Gewiss sind wir glücklich, dass die Taxen aus unsern Hauptstrassen in den Alpen gefallen sind, sie waren schikanös und hoch genug, kostete doch von Zürich aus die Furka-Grimsel-Rundtour volle 38 Fr. pro Wagen allein an Taxen. Wenn es sich aber um Neubauten handelt, so kann man vieleicht doch erwägen, lieber etwas iu zahlen, als überhaupt nie solche Strassen zu erhal-' ten. Für strategische Zwecke wären im Notfall diese Strassen eben doch da, und es ist ja leider bei den heutigen Spannungen in Europa nicht so ganz ausgeschlossen, dass das Wallis oder Graubünden zu Umgehungswecken gelüsten würden. Es wäre interessant, von Verkehrsfachleuten, denen Statistiken und Projektkosten zur Verfügung stehen, zu vernehmen, wie sie die Einnahmen aus solchen Strassengebühren abschätzen, und ob sie zum Unterhalt und zur Verzinsung der Kosten ausreichen würden. Man müsste mit diesen Taxen natürlich ein Optimum an Einnahmen zu erreichen suchen, dergestalt, dass die einzelne Gebühr multipliziert mit der Frequenz die grösste Einnahme ergäbe. Für den Sustenpass wäre vielleicht 10 Fr. pro Wagen, für den Pragel 5 Fr. tragbar; ©ine Sanetschoder Panixerstrasse (resp. deren Parallelvarianten) würden wegen der interessanteren Gegend und der grösseren Abkürzung vielleicht 20 Fr. rechtfertigen. Der Bau müsste durch privatwirtschaftlich organisierte Aktiengesellschaften erfolgen, zu denen die interessierten Gemeinwesen Kapital nutzbringend, und nicht ä fonds perdu wie bei andern Bauten, beizusteuern hätten; es würde sich also um sogenannte gemischtwirtschaftliche Unternehmen handeln. Da es sich aber, trotz der äussern privaten Form doch um gemeinnützige Bauten handelt, könnte die Erstellung dadurch verbilligt werden, dass man sie als Notstandsarbeiten durchführt. Sobald unsere Staatskassen wieder bessere Zeiten sehen, kann ein «Rückkauf » und damit der Wegfall der Taxen ins Auge gefasst. werden. An den Fachleuten liegt es nun, herauszufinden, ob die Automobilisten durch einen Kompromiss, d. h. die Einführung der sonst grundsätzlich abgelehnten Strassentaxen, zu neuen Alpenstrassen kommen können. Dr. E. Pfister. In Nummer 65 der Automobil-Revue unter Artikel «Der Wirrwarr In der Signalordnung» bebeklagt sich jemand, dass die Aktion zur Beseitigung der Reklametafeln wieder eingeschlafen sei. Es wird behauptet, diese Reklamen gefährden den Verkehr. Aber ich behaupte, die schmalen Strassen und die übersetzten Geschwindigkeiten sind noch viel gefährlicher, und es wird in den wenigsten Fällen nachgewiesen werden können, dass Reklamen an einem Unglück schuld waren. Wäre es nicht besser, die vielen Baudepartemente in der Schweiz könnten sich zu einem grosszügigem Strassenbauplan entschliessen, dem Heer von ca. 60,000—70.000 Arbeitslosen Arbeit beschaffen, als sich mit der Beseitigung von Plakätchen zu befassen. Ich glaube, heute, wo man bald jedem der Arbeit hat, eine Prämie geben sollte, wäre dies entschieden besser, als den wenigen, die ihr Geld im Reklamegewerbe investiert haben, auch noch die Arbeitsmöglichkeit zu nehmen. Haben unsere Nachbarstaaten an ihren Autostrassen keine Reklamen? E. J. in W. GROSSE STÄNDERATSDEBATTE ÜBER DEN BENZINZOLL Fortsetzung von Seite 9. Was die Sozialdemokraten wünschen, ist in der Interpellation Grimm niedergelegt. Die künftigen Beschlüsse zu diesen Fragen müssen dem Volk zur Entscheidung vorgelegt werden. Der Berner Ständerat Moser äusserte die Ansicht, dass der Bundesrat die Zollmassnahmen im Hinblick auf die Finanzlage des Landes schon früher hätte durchführen sollen. Die Sprache gewisser Automobilisten gegen den Benzinzoll sei unerhört. In den landwirtschaftlichen Kreisen sei man mit den Zollerhöhungen durchaus einverstanden auch gebe es unter den Automobilisten noch viele einsichtige Männer, die durch die Anerkennung des Benzinzolls zur Gesundung der Staatsfinanzen das Ihrige beitragen wollen. Der Freigeldler Sonderegger kritisierte die Verfassungsmässigkeit der Zollzuschläge, die auch im Widerspruch zum Deflationsprogramm des Bundesrates stünden. Der Vertreter des Kantons Jtu4«»l*u ne Sommer-Alpenposten. Vom 2. bis 8. September wurden im gesamten 20.510 gegenüber 25.187 Passagiere in der entsprechenden Periode des Vorjahres befördert, so dass eine Frequenzabnahme von 4677 Personen zu verzeichnen ist. Auch die auf den in der laufenden Saison erstmals geführten Kurslinien Reichenbach - Griesalp, Meiringen - Schwarzwaldalp und Urnäsch-Schwagalp transportierten Passagiere ermochten das Ergebnis der diesjährigen 12. Betriebswoche nur auf 24.213 zu erhöhen. Den grossen Rückschlag verzeichnet mit —1366 Personen die Kurslinie St. Moritz-Maloja-Gastasegna, gefolgt vom Kurs Nesslau-Buchs mit —1094. An dritter Stelle olgt die Linie Chur-Julier-St. Moritz mit —7.34, während die^ Grimsellinie eine Minderfrequez von 711 und diejenige über die Furka eine solche von 488 aufzuweisen hat. In der 13. Betriebswoche vom 9. bis 15. September sind insgesamt, inkl. den» drei erstmals geführten Kurslinien, 22.190 Passagiere befördert worden gegenüber 16.359 im Vorjahre. Verglichen mit der Gesamtfrequenz in der 13. Betriebswoche der vorjährigen Parallelperiode ergibt sich auf den 33 geführten Kurslinien im diesjährigen Beriehtsabschnitt eine Zunahme von 233 Personen. Die stärkste Frequenzsteigerung hat der Kurs Nesslau-Buchs mit +522 Passagieren aufzuweisen, gefolgt von demjenigen über die Grimsel mit +303. Umgekehrt steht die Kurslinie Chur-Julier-St. Moritz mit —358 Personen an der Spitze der weniger frequentierten Linien, gefolgt von derjenigen von St. Moritz-Maloja- Castasegna mit —346 und Sembrancher-Le Chable- Fionnay mit —194 Passagieren. A. C. S. SEKTION AARGAU. Jahresprogramm. Als Voranzeige geben wir unsern Mitgliedern bekannt, dass als sportliche Veranstaltung am 5. (event. 12.) Oktober eine Ballon-Fuchsjagd durchgeführt werden wird. Sodann hat der Vorstand den traditionellen Martini - Clubball auf Samstag, den 1&. November 1935 anberaumt. Dieser grösste gesellschaftliche Anlass findet wiederum in den Räumen des Kursaal-Casinos in Baden statt. Spezielle Einladungen für beide Veranstaltungen werden rechtzeitig folgen, doch bitten wir die Mitglieder, diese beiden Tage schon heute zu reservieren. SEKTION BERN. Ballonfuchsjagd mit AutomoBU-Verfolgung. Beim ersten Nennungsschluss für die am 22. September stattfindende Land- und Luft-Konkurrenz lagen Anmeldungen von 20 Automobilen vor. Dank der Teilnahme von mindestens 4 Ballonen begegnet die Veranstaltung auch in der Oeffentlichkeit reges Interesse und es ist anzunehmen, dass die immer kurzweilige Füllung der Ballone und der gleichzeitig laufende Kinderballon- Wettbewerb viel Zuschauerpublikum auf den Plan bringen werden. Die Rangverkündigung ist Sonntagabend 21 Uhr in- Hotel Bellevue-Palace angesagt. Hierzu sind neben den eigentlichen Konkurrenten auch die Ijßtglieder der veranstaltenden Clubs eingeladen. Bjei-ungünstiger Witterung wird der Anlass um 14 Tage auf den 6. Oktober verschoben. Auskunft erteilt Sonntagvormittag ab 7 Uhr die Telephon- Nr. 11. Technische Automobil-Kontrollen in Interlaken. Im Einvernehmen mit dem kant. Expertenbureau führt die Sektion Bern Mittwoch, den 25. September in einem eigens verdunkelten Räume der Rüegg-Besitzung beim Gaswerk Interlaken die durch das MFG vorgeschriebenen Nachprüfungen für Motorfahrzeuge durch. Die Prüfung ist allen im Oberland ansässigen Wagenhaltern zugänglich, jedoch ist vorherige Anmeldung an das Sektionssekretariat in Bern, oder den Ortsvertreter in Interlaken: Herrn Hamberger, Auto AG., bis Montagabend 18 Uhr, unerlässlich. An alle in Ordnung befundenen Wagen wird die amtliche Kontrollmarke des Expertenbureaux verabfolgt. Die Nachprüfung ist für alle Wagen des Jahrganges 1928/29, soweit sie nicht schon ; kontrolliert wurden, obligatorisch. Die Clubleitung: hofft, dass die Möglichkeit, die Wagen noch während der Fahrsaison im Oberland prüfen zu lassen, von den dortigen Automobilisten eifrig benützt werde. T. C. S. Autosektion Waldstätte Der nächste Stammtisch befindet sich am Freitag, den, 20. September 1935, ca. 20.15 Uhr, Restaurant Waldegg, Horw (Kegelschub), wozu wir alle freundlich einladen. Das Sekretariat. V^B»mdh««£>cl^mi^* Eine Erklärung, Die «Rigl »-Garage in Küssnacht a. R. ersuch' uns um Veröffentlichung folgender Erklärung: Nachdem zwei hiesige Garagen in Nr. 74 der «A.-R.» betr. Unfall des belgischen Königspaares Stellung genommen haben, sehen wir uns zu fol gender Feststellung veranlasst: t Als wir mit dem Unglückswagen zu unserei Garage kamen, war diese schon von einer grossen Menge Neugieriger belagert, welche darin hinter dem zerstörten Auto nachdrängten und Garage und Werkstatt vollständig besetzten. Ca. um 21 Uh trafen noch einige Pressereporter aus Paris ein. welche, ohne uns zu befragen, photographieren wollten. Gemäss erhaltenen Weisungen erhoben wir Einspruch. Die Eindringlinge kümmerten sich aber nicht im geringsten darum, beschimpften uns, stie gen mit ausgesuchter Frechheit auf die im Vorder Glarus, Haus er, sah die verfassungsmässige Grundlage für die vom Bundesrat getroffene Massnahme in Art. 29 der Bundesverfassung, auf den setzten ihre Apparate auf die Verdecke und macb grund der Garage befindlichen fremden Autos, man sich auch bei den Zuschlägen auf Kaffee und ten Blitzlichtaufnahmen. Alle Anwesenden empörten sich über- das ungehörige Benehmen diese Tee berufen hatte. Schliesslich stellte Vizepräsident Amstalden fest, dass Bundesra Herren. Als die Garage sich dann endlich entleer: M e y e T in seiner Antwort auf die Interpellation hatte, mussten wir leider feststellen, dass fremde im grossen und ganzen den vom Interpellanten Autos erheblich beschädigt und auch verschieden entwickelten Grundsätze zugestimmt hat und erklärte sich von der Antwort befriedigt. Gegenstände entwendet worden waren. Der von Unbekannten uns zugefügte Schaden In einem Schlussvotum gab Ständerat Schöpfer der Befriedigung Ausdruck, dass der Antrag am folgenden Tage Garage und Werkstatt besetzen- die Verunmöglichung jeder Arbeit durch die auch der Kommission keine Opposition gefunden hat. den Besucher, und nicht zuletzt die Absicht, unerwünschte Neugierige vom Eintritt abzuhalten, ver- Mit der Annahme des Verschiebungsantrages der Zolltarifkommission, mit 33 Stimmen ohne Gegen anlassten uns, von Schaulustigen eine kleine Gebühr von 30 Rp. zu erheben. Dass die Absicht de stimme, fand dieses Geschäft im Ständerat seine vorläufige Erledigung« M. Femhaltung des Publikums dadurch erreich wurde, beweist die Tatsache, dass die Totaleinnahme aus dieser Eintrittsgebühr ganze Fr. 6.30 betrug. Kein vernünftig und gerecht Denkende* wird uns daher in Anbetracht der dargelegten Umitände unser Vorgehen verübeln können. Gestützt auf die am Vorabend mit den französiichen Pressevertretern gemachten schlechten Eruhrungen weigerten wir uns dann konsequenterweise auch, belgischen Journalisten die Erlaubnis tur Herstellung von Photographien zu erteilen. Dieselben haben ihre Drohung, uns in der belgischen Presse zu schaden, nur allzuwahr gemacht. Amtliche Mitteilungen Lösung der Verkehrssteuer für das 4. Quartal. Wir setzen Sie hiedurch in Kenntnis, dass* die Motorfahrzeuge, die noch für den Rest des lauenden Jahres in Betrieb genommen werden wollen, bei unserer Amtsstelle ab Mittwoch, den 25. September a. c. zur Vierteljahrestaxe gelöst werden können. Dabei machen wir jedoch ausdrücklich darauf aufmerksam, dass die Erteilung bzw. Erneuerung des Fahrzeugausweises erst erfolgen kann, nachdem die Haftpflichtversicherung sich in Kraft befindet und die bezügliche Nachweiskarte vorliegt. Motorfahrzeugkontrolle des Kt. St. Gallen. Goctheanum Dornach. Infolge Erkrankung eines Hauptdarstellers gelangt am Sonntag, den 22. September, nicht, wie ursprünglich beabsichtigt, das Drama «Das Todeserlebnis des Manes», von Albert Steffen, sondern das Drama «Der Sturz des Antichrists» des gleichen Autors zur Aufführung. Der Beginn ist auf 5 Uhr festgesetzt, Ende gegen 7 Uhr. Die Aufführung des Dramas «Das Todeserlebnis des Manes» ist auf Sonntag, den 6. Oktober, 16 Uhr, verschoben worden. Au««» Veranstaltungen. »«*«§i Autogen-Schwelsskurs. Die Continental-Lichtund Apparatebau-Gesellschaft in Dübendorf veranstaltet vom 8. bis 10. Oktober 1935 für ihre Kunden und weitere Interessenten neuerdings einen Schweisskurs. Neugründung. Imbert Generatoren A.-G., Aarau. Unter dieser Firma wurde eine Aktiengesellschaft mit einem Kapital von Fr. 75,000.— gegründet. Zweck der Gesellschaft ist der Erwerb und die Ausbeutung der Lizenzrechte betr. Imbert-Holzgas-Generatoren im Gebiete der Schweiz. Die Gesellschaft übernimmt von der Firma A. Neff & Co. Aktiven und Passiven zum Preise von Fr. 28,000.— gegen Uebergabe von 56 voll liberierter Aktien an A. Neff. Ferner übernimmt die Gesellschaft von der Imbert- Gas A.-G. in Glarus die «amtlichen Pläne sowie technischen und kommerziellen Vorarbeiten betr. den Imbert-Generator, welchen die Imbert-Gaä A.-G. von der Gazogene S. A. Neuchätel in Liquidation übernommen hat. Der Uebernahmepreis beträgt Fr. 12,500.— gegen Ueber.gabe von 25 Aktien an,, die Imbert-Gas A.-G. Dem Verwaltungsrat gehören an: Dr. M. Sandberg, Rechtsanwalt, Zürich, als Präsident, M. Naef, Kaufmann, Zürich, R. von Falkenstein, deutscher Staateangehöriger in Aarau, A. Debrunner, Ingenieur in Hergiswil, Dr. 0. Pfyffner, Ingenieur in Aarau, H. G. Winkelmann, Oberförster in Solothurn und A. Neff, Mechaniker in Zürich. Dr. Sandberg und M. Naef führen Einzelunterschrift. Geschäftsdomizil: Rohrerstrasse, Aarau. Aschag A.-G., Automobilistenschutz, Zürich. Unter dieser Firma wurde eine Aktiengesellschaft mit einem Kapital von Fr. 20 000.— gegründet. Davon wurden 100 Aktien ä Fr. 100.— in bar und 100 Aktien durch Verrechnung mit den Frau Wurster und"J. Rosenfeld je zur Hälfte zustehenden Guthaben liberiert. Zweck der Unternehmung ist, die Halter von Motorfahrzeugen bei Auftreten von Reparaturen vor unsachgemässer Ausführung zu schützen und den der Gesellschaft angegliederten Autogaragen vermehrte Arbeit zu verschaffen. Dem Verwaltungsrat gehören A. Steiner, Kaufmann, als Präsident, und G. Jaudet, Gemeindepräsident, Corseaux, an. Als Direktoren sind ernannt H. Wurster und J Rosenfeld, in Zürich. Sie führen Einzelunterschrift. Geschäftsdomizil: Göthestrasse. Personnelles. Fanto Benzin Import A.-G., Zürich. L. Colshorn ist aus dem V.-R. ausgeschieden und seine Unterschrift erloschen. Neu wurde in den V -R. E. Duschnitz in Paris gewählt. Er zeichnet kollektiv mit einem der übrigen Zeichnungsberechtigten. Das Geschäftsdomizil befindet sich an der Bahnhofstrasse in Zürich. • Otto Althaus, Autohandel, Aarwangen. Inhaber der Firma ist Otto Althaus in Aarwangen. Handel mit Autos und Betrieb einer Reparaturwefkstätte. Autos-Motos-Credlt et Change. Genf. A. F. Ristori, Kaufmann in Genf, ist einziger Verwaltungsrat mit Einzeluntersohrift an Stelle von R. J. Ferra, welcher aus dem Verwaltungsrat ausgetreten und dessen Unterschrift erloschen ist- * j Firmenauflösung. ' Auto Parts A.-G. in Liq., Zürich. Die Firma, welche den Handel in Ersatzteilen und Zubehör für Automobile betrieb, hat sich gemäss Beschluss der, Generalversammlung aufgelöst und tritt in Liquidation. Die Durchführung derselben ist dem bisherigen Verwaltungspräsidenten A. Winterhalter, Kaufmann, St. Gallen, übertragen. Er führt rechtsverbindliche Einzelunterschrift. Die Unterschrift voll Dr. B. Winterhalter sowie die Prokuren von Ö. Aeberli und P Capelli sind erloschen. Auto-Occasions A.-G. in Liq.. Kilchberg-Zürich. Die ehemalige Auto-Occasions A.-G. Zürich hat durch Beschluss der a. o. Generalversammlung ihr Aktienkapital von Fr. 200,000.— auf Fr. 20,000.— reduziert durch Abschreibung des Nominalwertes jeder Aktie von Fr. 1000.— auf Fr. 100.—. Gleich^ zeitig wurde die Auflösung der Gesellschaft beschlossen und als Liquidator A. Müller, Revisor in Kilchberg, bestimmt. Der Gesellschaftssitz wurde daher nach Kilchberg verlegt. Die Unterschrift des Verwaltungsrates Herrn Schulthess wird gelöscht. Verantwortliche Redaktion: < Dr. A. Büchi (abwesend), Chefredaktion. W. Mathys. — Dr. E. Waldmeyer. Telephon der Redaktion: 28 222 (Hallwag) Ausserhalb der Geschäftszeit: 23.295.