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E_1935_Zeitung_Nr.076

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AUTOMOBIL-REVUE

AUTOMOBIL-REVUE 1935 - N« 76 modernste Pneu- Fabrik der Welt Amerikanisch ist der Name des grössten Pneufabrikanten der Welt, aber schweizerisch das Produkt der neuen schweizerischen Pneufabrik. Durch Schweizer Initiative, Tatkraft und Kapital, vereint mit 35jähriger Erfahrung der Firestone-Werke, besitzt die Schweiz eine neue Reifen- Industrie, deren Ruf bald überall bekannt sein wird. FIRESTONE ist eine Marke von Weltruf und der Schweizer Firestone-Pneu wird diesen Ruf noch verbessern. Jeder ist erstaunt über die technische Vollendung des neuen Schweizer Werkes, und wir übertreiben nicht, wenn wir behaupten, dass die Schwfeiz nunmehr die modernste Pneufabrik der Welt besitzt. Schweizer Automobilisten! Es hat keinen Sinn, ausländische Reifen zu kaufen, wenn Sie zum gleichen Preis ein hochwertiges inländisches Produkt erhalten können. Darum kauft mwsssmimm mssmMM SCHWEIZER REIFEN ~t*** * mm M-.'*-*?>>.^ Fabrik forFirestcuie-Produkie A.-G. Prafieln bei Basel

N° 76 - 1935 AUTOMOBIL-REVUE WÄ «.ftl «Baes Amerikas Autoproduktion. In den ersten 7 Monaten des laufenden Jahres wurden in den amerikanisch-kanadischen Automobilwerken 2,603,949 Motorfahrzeuge gegen 1,980,549 in der vorjährigen Parallelperiode, 1,238,887 in den ersten 7 Monaten 1933 und nur 980,029 Einheiten im entsprechenden Zeitabschnitt des Jahres 1932 fertiggestellt. Im laufenden Jahr erreichte die Produktion ihren saisonmässigen Höhepunkt im April mit 478,000 Wagen, um im Mai teilweise wegen einer Streikbewegung auf 365,000 Einheiten zurückzugehen. Im Juni wurden 361,000 Stück und im Juli 337,000 Wagen produziert. Die Erzeugung von Personenkraftwagen ist von 825,486 Stück, in den ersten 7 Monaten 1932 auf 1,042,946 Stück Ü933, 1,624,207 Stück 1934 und 2,151,002 Stück 1935 gestiegen. Sie hat also in diesem Uahre gegenüber dem 1932 erreichten Tiefstand eine Zunahme um rund 160 % aufzuweisen. Die Lastkraftwagenerzeugung ist dagegen um über 190 % gestiegen, nämlich von 154,543 Stück 1932 auf 195,941 Stück '1933, 356,342 Stück 1934 und 452,947 Stück im laufenden Jahre. Amerikas AutomobileTzeugung 1932 1933 1934 1935 {Januar 119 247 130 039 156 586 292 765 Februar 117 393 106 673 231680 340 544 März 118 885 117 299 331247 429 830 'April 148 295 180 256 354 744 477 720 Mai 184 222 218 249 331652 364 720 Uuni 182 871 253 287 308 065 361320 Uuli 109116 233064 266 575 337 050 Die Gesamterzeugung der drei grössten amerikanischen Automobilwerke Ford, General Motors und Chrysler stellte sich, einschliesslich ihrer kanadischen Tochtergesellschaften, in den ersten 7 Monaten auf 2,41 Mill. Wagen gegen 1,82 Mill. im gleichen Zeitraum des Vorjahres. An der Spitze steht der General Motors-Konzern mit 956,349 Einheiten, was gegenüber dem Vorjahre einer Produktionszunahme um 137,418 Wagen oder um 17 % entspricht. Die Fordwerke vermochten ihre Produktion um 33,142 Einheiten oder um 59 % auf 902,921 Wagen" zu erhöhen; auch die Chrysler-Werke haben eine verhältnismässig starke Produktionssteigerung zu verzeichnen, nämlich von 116,155 oder um 27% auf 550,743 Einheiten. Die Anteilsquote der drei grössten Konzerne an der amerikanisch-kanadischen Gesamterzeugung hat sich von 88 auf 90 % erhöht. Im August verzeichnet die amerikanische Automobilproduktion gegenüber den Vormonaten einen starken Rückgang, der durch vorübergehende Stillegung der Fordwerke zu Monatsbeginn, durch eine scharfe Drosselung der Chrysler-Produktion gegen Ende der Berichtsperiode und durch die während des ganzen Monats hindurch ziemlich gleichmassig anhaltende Einschränkung der General Motors-Corporation verursacht wurde. Die Gesamtproduktion für den 8. Berichtsabschnitt dürfte mit maximal 250,000 Einheiten zu veranschlagen sein, gegenüber einer tatsächlichen Erzeugung von 337,000 im Juli, von 361,000 Einheiten im Juni, von 365,000 im Mai und von 478,000 Stück im April. Die Erzeugung der drei grössten Automobilunternehmungen der Vereinigten Staaten (General Motors, Ford und Chrysler) hat in den letzten Wochen folgende Entwicklung zu verzeichnen : Woche endend am: Gen. Motors Ford Chrysler 21. Juli 36 250 22 025 15 450 28. Juli " 36 450 22 025 15 050 4. August 32620 12 525 15050 11. August 26 900 25 13 900 18. August 23000 21025 5 400 25. August 24000 18 025 1400 Auf Grund dieser Schätzungen dürften in den ersten 8 Monaten des laufenden Jahres in den Vereinigten Staaten von Amerika insgesamt 2,85 Mill. Automobile erzeugt worden sein gegen 222 Mill. Einheiten in der entsprechenden Vorjahrsperiode, 1,48 Mill. in den ersten 8 Monaten des Jahres 1933 und nur 1,07 Mill. Einheiten vom Januar bis August 1932. Trotz der scharfen Produktionsdrosselung im August werden die Aussichten für den Rest des Jahres günstig beurteilt. Verschiedene Unternehmungen werden bereits im Laufe des Monats September mit der Herstellung der neuen Modelle für 1936 beginnen, so dass man mit einem baldigen Wiederaufschwung der amerikanischen Automobilindustrie rechnet. Im Depressionsjahr 1932 wurden von Anfang September bis Ende Dezember 300,000 Einheiten, 1933 rund 440.000 und 1934 ca. 560,000 Stück hergestellt. Sollten im laufenden Jähr die Produktionsziffern der letzten 4 Monate denjenigen der nämlichen Vorjahrsperiode entsprechen, so würde die gesamte 1935er Produktion 3,4 Mill. Wagen betragen. Damit dürfte sich 1935 als bestes Produktionsjahr seit Ausbruch der Wirtschaftskrise bezeichnen, -ray- Der italienische Automobil-Aussenhandel verzeigt für den Monat Mai bei einer Einfuhr von 88 Fahrzeugen für 931.000 Lire einen Export von 1168 Automobilen im Wert von 9,71 Millionen Lire. Damit hat die günstige Entwicklung in den ersten Monaten des Jahres weiter angehalten, so dass bei zurückgehendem Import und gesteigerter Ausfuhr eine weitgehend aktive Handelsbilanz erzielt werden konnte. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres wurden nämlich nur 361 Wagen für 4,37 Millionen Lire eingeführt gegen 631 Fahrzeuge für 6,544 Mill. Lire im gleichen Zeiträume des Vorjahres, wogegen vom 1. Januar bis Ende Mai 5199 Automobile im Werte von 39,32 Mill. Lire ins Ausland verfrachtet wurden gegenüber 3348 Einheiten für 33,3 Mill. Lire in der nämlichen Zeit des Jahres 1934. Von den bis Ende März insgesamt exportierten 2707 Wagen ging der Hauptanteil, nämlich 853 Stück nach Deutschland. An zweiter Stelle steht als Absatzgebiet mit 522 Einheiten Spanien. Es folgen die Schweiz mit 244 Wagen, dann in grossem Abstand mit 101 Britisch-Indien und mit 81 England. Deutschlands Automobilkoniunktur. Im ersten Semester 1935 wurden 37.350 Motorräder bis 200 ccm und 20.983 über 200 ccm erzeugt. Das Total dieser 58.333 Einheiten übertrifft das Produktionsergebnis der vorjährigen Parallelperiode um 38,7%, dasjenige des ersten Semesters 1933 um 137,5%. Die Personenwagenproduktion stellte sich auf 101.424 Wagen, was gegenüber den ersten Monaten des Vorjahres einer Produktionszunahme um 44,1%, im Vergleich zum ersten Semester 1933 einer solchen um 139,8% entspricht. Das Hauiptkontingent in dieser Gruppe stellten die Wagen von 1—1,5 Liter mit 43,176 Stück, während an zweiter Stelle mit 25.329 Stück die 1-Liter-Typen folgen. Die Gruppe der 1,5—2 Liter vereinigte 24,891 Einheiten auf sich, die nächstfolgende Gruppe von 2 bis 3 Liter 5389 Wagen und die 4-Liter-Typen 2168 Wagen. Prozentual hat hingegen im Vergleich zur absoluten Produktionsgrösse die Gruppe der Verkehrsunfälle. 2—3 Liter mit einer 129,8prozentigen Zunahme die grössten Erfolge aufzuweisen, während die nämliche Klasse gegenüber dem ersten Semester 1933 sogar eine Zunahme um 271,7% verbuchen kann. An zweiter Stelle folgt mit 72,3% (142,3% gegenüber I. Halbjahr 1933) die Klasse der 2—3- Liter-Wagen. Mit Ausnahme der Dreiradproduktion (5386 Wagen im 1. Semester) haben alle Personenwagenkategorien während des ersten Halbjahres bessere Ergebnisse aufzuweisen als in den entsprechenden Berichtsabsohnitten der Jahre 1933 und 1934. An Lastwagen wurden im ersten Halbjahr 1935 ebenfalls bessere Produktionsergebnisse erzielt, und zwar betrug die Gesamterzeugung 19,111 Einheiten. Gegenüber den vorjährigen Ziffern bedeutet dies eine Erholung um 49,2%, im Vergleich zum ersten Semester 1933 hingegen eine solche um 223,0%. Zahlenmässig steht die Produktionsgruppe von 1—2 t mit 6128 Einheiten an erster Stelle, gefolgt von den 4366 produzierten 2—3-Tonnen- Wagen, während die schwereren Typen unter der 2000er-Grenze liegen. « Verkehr Das englische Reglement für den Strassenverkehr. Der schon seit einiger Zeit angekündigte « Highway Code > des Verkehrsministers Hore- Belisha wird in diesen Tagen in Form eines sauberen Büchleins von 24 Seiten an sämtliche Haushaltungen Grossbritanniens verteilt. Es _ handelt sich hier um eine der grössten Aufgäben, die die engl. Post jemals auszuführen hatte, siad es doch 16 Millionen Exemplare, die von Haus zu Haus vertragen werden müssen. Ihr Gewicht von 335,000 Kilogramm ist eicher an sich schon eindrucksvoll und gibt eine Vorstellung von der Aufgabe, die die braven Briefträger zu bewältigen haben. Gleichzeitig werden in dieser Woche -300,000 Plakate über ganz England verteilt, die den Leser zum fleissigen Studium, vor allem aber auch zur Befolgung des • Godö» einladen. Selbstverständlich erfolgten' auch entsprechende Mitteilungen im Rundfunk, wobei der Verkehrsminister das Einführungsreferat im Radio hielt. Wer Ohren hat zu hören, höre! Niemand in England wird sich jetzt um den « Code > drücken können ,und „behaupten, er habe nichts von ihm gewusst. Das Reglement enthält die Verkehrsregeln für alle Benutzer der Strasse, die Führ.r von Motorfahrzeugen, die Radfahrer, die Fussgänger und die Reiter und Führer von Pferden und Vieh. Im Anhang i finden sich Abbildungen und Erläuterungen der verschiedenen Verkehrssignale. r Man muss es dem Minister Höre-Belisha lassen, dass er seine Aufgabe, den Verkehr besser zu regeln und sicherer zu gestalten,, mit seltener Energie und Initiative angepackt hat. Als die «Hore-Belisha-Leuchtposten» als Signale für den Autofahrer an den Strassenübergängen erschienen, lachte man sich in London krumm über diese neue Erfindung. Heute erkennt man den Wert solcher weithin sichtbarer Mahnzeichen allgemein an. Die Fussgänger haben sich rasch daran gewöhnt, die für sie bestimmten Uebergänge zu benützen. Von den Automobilisten wird anderseits kaum mehr gehupt. Das Tempo ist weit weniger draufgängerisch geworden. Das Resultat ist eine sehr deutliche Abnahme Eine besondere Sorge des Ministeriums bilden noch die Kinder unter 15 Jahren, die bisher einen Drittel aller Verkehrsopfer stellten. «Zweifellos >, führte der Minister kürzlich im Parlament aus, «ist hier vor allem der Umstand schuld, dass viele Kinder keine eigenen Spielplätze haben und gezwungen sind, auf der Strasse zu spielen. Ich sehe mich daher veranlasst, gewisse Strassen für den durchgehenden Verkehr zu schliessen und sie als Kinderspielstrassen zu erklärend Neben den Kindern verunfallten am häufigsten die älteren Leute. Man hofft jedoch, dass bei zunehmender Respektierung der Fussgängerstreifen auch diese Kategorie von Verunfallten abnehmen wird. Die jetzt eingeführten Prüfungen der Fahrer vor Erteilung der Fahrbewilligung haben natürlich auch viel zur Sichergestaltung des Strassenverkehrs beigetragen. Interessant ist es. dass die Prüfungen von Frauen schlechter bestanden werden als von Männern: es fallen sechsmal mehr Frauen durchs Examen als Männer. Dessen ungeachtet haben Frauen — wenn sie einmal fahren — durchaus nicht mehr Unfälle auf dem Gewissen als ihre männlichen Kollegen. gt. Automobil^ Markt in d e n M i l i t ä r - R e i t h a l l e n a n d e r G e s s n e r a l l e e Zürich 27.—29. September 1935 Grosse Ausstellung kontrollbereiter Automobile, teilweise in neuwertigem Zustande. Gelegenheit zu wirklichen Occasions- Käufen. Eintritt Fr. 1.-. mit nahezu 300 Preisen im Totalwert von über 2 00 0 Fr. Los 30 Cts. Folgende Firmen haben unsere Veranstaltung durch freiwillige Spenden unterstützt: Aeberli J., Autosattlerei A.-G. für Automobile Autometro A.-G. Automobil-Revue Bachmann Henri Binelli & Ehrsam A.-G. Boiler A., Autobatterien BP, Benzin- und Petroleum A.- r Brunner H., Carrosseriebau Buchs P., Verchromungen Bürli E., Vulkanisieranstalt Chemoleum A.-G. Continental Caoutchouc Co. Diener & Castelli Drenowatz G. Englebert Pneus Eschler M., Urania-Accessoires Frick B. & Co., Pneumatikb.auf Gangloff G., Garrosserie Gennheimer Carl Gehrig E., Autospritzwerk Hanke W., Autolackiererei Impag, Chemie Import A.-G. Junker & Ferber TOMBOLA Kapp- Gebr., Autozubehör Keller, Schwegler & Co. Kredit-Bank A.-G. Kusterer Adolf Lumina A.-G. Mineralöle A.-G. Neue Zürcher Zeitung Oksport A.-G. Rellstab E., Autospenglerei Römer & Mächler A.-G., Accumulatoren Ruppert, Singer & Co. A.-G. Safia Serva Technik A.-G. Standard Mineralöle A.-G. Steiner Max, Accumulatoren, Tagesanzeiger Tecalemit A.-G., St. Ursanne Tebag Trösch A., Autoschmiede Troxler, Gummi A.-G. Voit & Nüssli, Buchhandlung Wagiier Hch, & Co. Wenger C, Autosattlerei Wewerka E. Zeitz A., Pneumatikhaus Wir verdanken ihre Gaben bestens. Weitere Spenden wolle man freundlichst unserem Sekretariat, Bahnhofstrasse 89, Telephon 37.480, Zürich, anmelden. AUTOMOBIL-HAENDLER-VERBAND, ZUERICH Die Brennstoff-Konkurrenz welche am 8. September von der Sektion Seeland des T. C. S. durchgeführt wurde, und an der eine grosse Zahl Wagen verschiedenster Marken teilnahm, hat äusserst interessante Resultate gezeitigt. Die Berechnung des Brennstoff-Verbrauches der Motoren erfolgte auf der Basis von 1000 kg Wagengewicht pro 100 km Distanz und einem Zylinderinhalt von 1000 cm 3 . Die unten verzeichneten Resultate beweisen neuerdings die unbestreitbare Überlegenheit des -Vergasers; : II. Kategorie (1351 bis 2500 cm 3 ) Herr E. Wenger auf Citroen, Brennstoffverbrauch 2,2697 Liter „ R. Zbinden auf Citroen, „ 3,23 „ „ Ing.Humbel auf Opel, „ 3,664 Mme. H. Brand auf Lancia, „ 3,90 „: Herr Wenger erzielte mit einem Brennstoffkonsum von 2,2697 Liter das beste Tagesresultat. Die mit diesen Serien-Wagen erzielten Resultate — es sind die Wagen, so wie sie alltäglich im Verkehr stehen — zeigen Ihnen von neuem, wie notwendig es ist, Ihren Motor mit einem SOLEX -Vergaser auszurüsten. Montage überall. Generalagentur für die Schweiz: Henri Bachmann Genf Zürich 12b, rue de l'Höpital 3, nie de Frifaourg Löwenstrasse31 Tel. 48.42 . . Tel. 26.343 ; Tel. 58.824 48.43 58.825 48.44