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E_1935_Zeitung_Nr.077

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16 ÄUTOMÖBIL-REVOE

16 ÄUTOMÖBIL-REVOE 1935 - 77 JCCeUte TlaÜzen Die Erfüllung exotischer Reiseträume... Der Genuss behaglicher Stunden auf der Fahrt über blaue Meere, der Genuss ungetrübten Schauens fremder Länder, der Kontrast von Orient und Okzident, das Geniessen der Erfüllung alter Sehnsuchtsträume — das sind die Reisen auf s/s « Kraljika Marija» des Jugoslavischen Lloyd. Dieses Schiff, das komfortable « Grandhotel » der verwöhnten Reisenden, ist bereit, am 2. Oktober auszufahren aus dem Heimatshafen Susehak, zu 17tägiger Reise an die Randgebiete des Mittelmeeres. Für Fr. 220.— werden diese beliebten Reisen in Einheitsklasse durchgeführt, ein Preis, der es erleichtert, langgehegte Reisewünsche der Erfüllung zuzuführen. Ferien auf See !. Sie sind schön und. gesund, sind genussreiche, glückliche Stunden; sie sind tiefstes Empfinden des Reiseglücks! (Generlvertretung des Jugoslavenski Lloyd für die Schweiz: Jugoslavisches Verkehrsbureau, Zürich, Bleicherweg 6, Tel. 32.256.) fBüchvitisch Motorbummel durch den Orient: Hans Reimann. Verlag Müller & I. Kiepenheuer, Berlin. Mark 4. — broschiert. Man kann fremde Länder kennenlernen, indem man selbst grosse Reisen unternimmt. — oder indem man Reisebücher liest. Dazu müssen Sie aber von jemandem geschrieben sein, der mit offenen Augen durch die Welt geht, der alles und jedes beobachtet und getreulich wiedergibt, und der den Dingen nach Möglichkeit auf den Grund geht. So ein Reiseschriftsteller ist Hans Reimann. Sein Buch liest sich so leicht, wie sich die Eindrücke auf der Reise selbst aufnehmen lassen; und immer und immer wieder wird man staunen, wie viele interessante Kleinigkeiten Reimann beobachtet und in sein Buch eingeflochten hat. Die Reise selbst führt der Bericht des jungen Menschen. Seme Krank- bricht so stark aus, dass er gepflegt werden über eine Route, die in den letzten Jahren von eu-heiropäischen Touristen viel befahren worden ist: Konstantinopel - Anatolien - Syrien - Irak - Bagdad- bens. Er schildert seltsame Vorgänge unter merk- muss. Jetzt ändert sich der Schauplatz seines Le- Syrische Wüste - Damaskus - Palästina; dann weiter auf der wenig befahrenen Strecke nach Aegyp- hat wieder die Cousine das Wort. Wir hören, dass würdigen Menschen aus dem Schlosse. Im 3. Teil ten und schliesslich über Griechenland nach Hause. alles nur Phantasie ihres Vetters war, den sein Aber es gibt noch kein Buch dieser Art über eine Leiden dahingerafft hat. Die Uebersetzung des Autofahrt in den nahen Ostfn. Wer Reimanns Buch französischen Titels «Le Visionnaire > mit «Der liest, unternimmt mit ihm die Fahrt nach Bagdad, Geisterseher» ist falsch und irreführend. «Der nimmt teil an all den abenteuerlichen Situationen einer solchen weiten Reise. Deswegen stellt das Buch gerade für den Automobilisten einen wirk, liehen Gewinn dar. K. M. Der Geisterseher. Roman von Julien Green. Verlag von Julius Kittels Nachf., Leipzig — M. Ostrau. 274 S. Gemeinhin schreibt man mit der Feder, gewiss. Julien Green aber schreibt mit dem Seziermesser. Ein Schnitt — und der Meister zeigt uns ein Stück innerer Gestaltung. Ein weiterer Schnitt — wieder liegt ein' Stück bloss da. Auf dem Seziertisch liegt diesmal die menschliche Seele. Julien Green ist ein grosser Könner. Doch die Handlung ist unbedeutend gegenüber der grossartigen Artistik des Erzählens. Keinen Augenblick setzt der Atem angespannten Erzählens aus, gross die Gestalten schaffende Kraft. Folgendes das Gerüst des Romans: Eine Frau erzählt, wie in ihrer Jugend ihre Mutter in den Witwenhaushalt in einer Provinzstadt einen verwaisten Neffen aufnimmt. Der junge Mann ist lungenkrank und muss in unbedeutender Stellung sein Brot vedienen. Er treibt ein heimlich Spiel mit seiner Cousine: In einem Schloss, dessen Türme sie zuweilen sehen, soll sich allerhand abspielen, von dem der junge Mann erzählt, als schilderte er eine Wirklichkeit. Der Cousin verliebt sich in die Cousine mit der verzweifelten Lebensgier dessen, der sich einem frühen Sterben verfallen fühlt. Im zweiten Teil folgt er-Ausflugsziele aus derMtielsdiweiz Phantast » wäre richtig. Es ist immer reizvoll, ein gemeinsam Erlebtes von zwei verschiedenen Menschen dargestellt zu erhalten. Und man bewundert die Grossartigkeit des Erzählens. Und trotzdem: man fühlt sich in nichts bereichert, geschweige denn gefördert. Bewundert, trotz seiner trostlosen Philosophie: «Das Leben stellt sich mir dar als eine Folge von Vernichtungen, die schliesslich zur gänzlichen Auflösung jeder Erinnerung führen wird.» Eine Kunst der Vergangenheit, eine Kunst aus Vergangenheitskräften gestaltet. Man legt das Buch auf die Seite und weiss mit aller Bestimmtheit: im Grunde ist dafür nicht mehr die Zeit. G. fragte der Arzt. «Schlafen Sie jetzt bei offenem Fenster?» «Ja!» «Na, und ist die Dauer-Erkältung weg?» «Nee: bloss Uhr und Brieftasche!» (Vart Hern) «Denke bloss», sagte Frau Oeklund, «der Mann, de* das Lustspiel schrieb, das wir gestern abend gesehen haben, ist heute nacht gestorben!» — «Was du nicht sagst! Und haben sie den Mörder gefasst?» (Svenska Dagbladet) 10er Packung Fr. 4.50, 4er Packung Fr. 2.-. Gratis-Pro- •pekt diskret durch EROVAQ A.-Q.. Zürich 25, Bachtobelstr. 59. Leten Sie die Broschüre „Angst vor Empfängnis?" von Dr. R. Engler, zu beziehen gegen Einsendung von Fr. 1.20 in Briefmarken oder auf Postscheck VIÜ/1819 Erovag A.-Q. Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich in O. R. Wagners CH Touring, Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des T. C. S; Bad Lauterbach bei Oftringen an d. Strasse Oftringen-Safenwil. Altbek. 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N° 77 — 1935 AUTOMOBIL-REVÜE 11 Gtenzverkeht Regelung des Grenzverkehrs Jestetten- Lottstetten. Zurzeit befindet sich eine schweizerische Delegation, der u. a. auch Oberzolldirektor Gassmann angehört, in Freiburg i/Br. zwecks Verhandlung mit deutschen Sachverständigen über die Neuregelung des Grenzverkehrs in der Zone von Jestetten-Lottstetten, welche, durch Massnahmen der deutschen Behörden, jene Enklave ins deutsche Zollgebiet einzubeziehen, notwendig geworden sind. a S#i*«assen Für die Simplonstrasse. Der leitende Aus« schuss der waadtländischen Handelskammer stimmte einer Resolution zu, worin* der Strassenverkehr für die nationale Wirtschaft und den Fremdenverkehr als von grösster Bedeutung bezeichnet wird, weshalb die Behörden der Frage der Benützung einer der beiden Simplondurchstiche als Automobilstrasse volle Aufmerksamkeit widmen sollte. Am letzten Sonntag fand auf Einladung der Walliser Verkehrsinteressenten in Brig eine Konferenz statt, an welcher u. a. die italienische Regierung, die Kantone Genf, Waadt und Wallis, die S.B.B., die schweizerische Verkehrszentrale, der A. C. S. und T. C. S. vertreten waren, um sich mit dem Projekt Perrin über den Umbau' de^ Simplontunnels II zu befassen. Die Versammlung fasste eine Resolution, worin die zuständigen Behörden ersucht werden, die Studienarbeiten derart zu fördern, dass noch im laufenden Jahre an die Ausführung des Projektes herangetreten werden könne. Was geht mit der Hurdener-Dammstrasse? Die rigorose Bussenpraxis der st. gallischen Behörden an der Hurdener Seedammstrasse hat das Verlangen nach dem Ausbau dieser wichtigen Verhindungsstrasse wieder stärker wach werden lassen. Zwar haben die beteiligten Kantone ihre Beiträge bewilligt, was auch für die Südostbahn zutrifft, aber es hängt ein Damoklesschwert über diesem Entscheid, da derselbe an die Annahme eines neuen schwyzerischen Steuergesetzes und die Ei> möglichung der Elektrifikation der Südostbann ge-, bunden ist. Können diese zwei Bedingungen nicht erfüllt werden — und es muss ein grosses Fragezeichen hieran gesetzt werden — so dürfte die Finanzierung des Strassenausbaues endgültig in Frage gestellt sein, denn es ist kaum anzunehmen, dass die übrigen beteiligten Parteien ihren Anteil erhöhen. Es dürfte sich daher fragen, ob nicht das eidg. Amt für Arbeitsbeschaffung vorläufig in die Lücke treten könnte, zumalen mit djgsem Bauwerk Hunderten von Arbeitern willkommene Beschäftigung geboten wird. Die Kantone St Gallen und Zürich sollten raschesten« einen erneuten Anlauf nehmen, um die Finanzierung dieser Strassenbaute sicherzustellen. V Halfen Die italienische Transportsteuer. Zwecks Beschaffung der für die militärischen Vorbereitungen notwendigen Finanzmittel ist eine neue Steuer für Automobiltransporte in der Höhe von 1,5 Centesimo pro 100 kg/km auf Transporte für Dritte und 1/2 Centesimo beim Transport eigener Güter mit eigenen Lastwagen eingeführt worden.- Steuerfreisind alle Transporte innerhalb einer Gemeinde, bei privaten Transporten innerhalb der gleichen Provinz. Die Gütertarife der Bahnen werden gleichzeitig entsprechend erhöht, um die gegenwärtige Verkehrsteilung zwischen Schiene und Strasse nicht zu stören. -my- in der Hauptsache aus der Notwendigkeit des modernen Verkehrsmittel herauswächst? Es sind im vergangenen Jahre 1934 12,200 Verkehrsunfälle registriert worden, eine Zahl, die nicht bloss berechtigt, sondern erfordert, alle möglichen Gegenmassnahmen zu treffen. Ist es aber notwendig, bei einer bereits schon weitgehenden Strafgerichtspraxis eine noch strengere Ahndung der Vergehen zu verlangen, wie dies in einem Kreisschreiben des Bundesrates an die kantonalen Behörden gefordert wird? Eine noch strengere Justiz würde bestimmt auf die Verminderung der Unfälle nicht den geringsten Einfluss mehr haben, sondern im Gegenteil durch eine gesteigerte Angstpsychose Unsicherheit und grösseres Unglück schaffen. Ein Urteil hat zur Unfallverhütung einen geringen Zweck, wenn es nicht jedem Automobilisten zur Kenntnis kommt. Wenn wir uns aber vorstellen, dass ein Automobilist beim zeitweiligen Lesen eines strengen Urteiles ergriffen wird, wie dann, wenn ihm täglich derartige Schreckmittel vorgebracht würden? Ohne Zweifel würden derartige Massnahmen eine psychologische Einwirkung auf das Automobilvolk haben, die in einer moralischen Depression über die Grenzen des Straßenverkehrs zum Ausdruck käme. Durch eine strenge Strafe als Folge eines Automobdlunfalles wird der korrekte Automobilist nicht bloss in der Einzelsache berührt, sondern es werden ihm auch für kurze oder lange Zeit in seinem ganzen übrigen Leben Hemmungen geschaffen. Keiner lebt sich selbst allein, sondern mehr als je in dieser Zeit ist jeder von seinen Mitmenschen abhängig. Die Kraft ist eines der notwendigsten Elemente, die wir in vollem Masse zur Erhaltung der Familie und des Staates gebrauchen. Bei dieser Ueberlegung darf es nicht sein, dass Neugriindung. Genossenschaft Garage Schaffhauserplatz, Zürich. Unter dieser Firma hat sich eine Genossenschaft gebildet zum Betrieb der Garage Schaffhau- SEKTION ZÜRICH. Am 6. Oktber a. c. führt die Sektion auf dem Areal der Dolder-Eisbahn serplatz, sowie Handel in Automobilen. Einziger eine grossangelegte Autogymkhana durch. Vorstand ist zur Zeit A. Leemann, Automechaniker, Jedes Hindernis wird nach der Grosse des Wagens in verschiedenen Dimensionen aufgestellt, so Poretti & Giambonini, Carrosseriewerkstätte, Zürich. Gcschäftslokal: Rotbuchstrasse. aus dem Automobilstrafgesetz ein Mittel der Unfallverhütung gemacht wird. Es bestehen viele Wagen an der Konkurrenz teilnehmen kann und dieser Firma eine Kollektivgesellschaft eingegangen. dass jeder Konkurrent mit dem ihm vertrauten Cassarate. S. Poretti & L. Giambonini haben unter Möglichkeiten, eine rationelle Unfallverhütung anderseits doch ein völlig befriedigender Ausgleich Zweck der Unternehmung ist der Betrieb einer Carrosseriewerkstätte. Domizil: Cassarate bei Gasta- durchzuführen, ohne moralische und seelische Elemente angreifen zu müssen. ist. Dazu kommt, dass die Sportkommission mit gnola. zwischen grossen und kleinen Typen geschaffen Zugegeben, dass da und,dort eine Strafe grösser sein -könnte,- darf dennoch nicht generalisieessantes Neuland zu befahren haben, woran nicht Righeschi und sein Bruder Mario, beides italieni- völlig neuen Aufgaben aufwartet, man wird inter- 0. Righeschi und Fratello, Garage, Lugano. 0. rende Kritik geübt werden. Gleichschaltende Massnahmen dürfen nicht eingreifen. H. R. in sche Staatsangehörige, haben unter dieser Firma L. *. es. SEKTION BERN. Gestaltung des Kasinoplatzes. Im Bestreben, die von der kantonalen Baudirektion geforderte Neu-Planierung des Kasinoplatzes vor einer breiteren Zuhörerschaft zu begründen, hat'der Baudirektor, des Kantons Bern die Mitglieder aller Verkehrsverbände zu einem orientierenden Referat auf Donnerstag, den 2 6. September 19 3 5, 2 0.1 5 U h r , in den Grossrätssaal eingeladen. Die, Sektionsangehörigen und alle an der Verkehrsregelung interessierten Kreise seien gleichzeitig darauf aufmerksam gemacht, dass die Planstudien für die Gestaltung des Kasinoplatzes (einschliesslich der vorgesehenen Verkehrsregelung) in der Zeit von Montag, 23. September, bis Samstag, 28. September 1935 jeweilen von 8.00 bis 18.00 Uhr im Vorzimmer des Grossratssaales in Bern ausgestellt sind. Der, Besuch dieser Ausstellung.sowie des,vom kantonalen Ba'udirektor persönlich" * gehaltenen 'Referates sei jedermann wärmstens empfohlen. Die Donnerstag, den 26. September, stattfindende Orientierung ist nicht zu verwechseln • mit dem auf Montag, 30. September angekündigten öffentlichen * Lichtbildervortrag, wo ebenfalls das gleiche Problem von der Regierung zur Aussprache gelangt. h. Bällonfuchsjagd mit Automobilverfolgung. Im Rahmen der ersten Berner Flugwoche gelangte letzten Sonntag, den 22. September 1935, die vom Berner Aero-Glub und der Sektion Bern gemeinsam veranstaltete Ballon-Fuchsjagd mit Automobilverfolgung zur Austragung. Während die Ballone unter sich eine atmosphärische Fuchsjagd abhielten, lag den bodengebundenen Automobilisten die Verfolgung der dref Verfolgerballone ob. Die Aufgabe war nicht leicht Der Wind verbündete sich mit den Ballonen, trieb sie in das unwegsame Napfgebiet •und zwang "die 1 " 28 Autöinobilfsten zu* taktischen Ueberlegungen, wie sie nun einmal die Diskrepanz zwischen Luft- und Strassenkilometer erfordert. Anfänglich von' schwachem Westwind getragen, nahm der Fuchsballon «Victor de Beauclaire i Richtung Krauchthal-Burgdorf, getreulich gefolgt von den Ballonen «Basel», «Teresina > und «Uto». Der Anmarsch der Verfolgerautomobile war dagegen bedeutend- vielseitiger. Die einen hielten beständig Augenverbindung mit den Ballonen, gingen auf jedes Ablenkungsmanöver des Luftschiff-Führers ein und brachten denn auch das Kunststück fertig, auf südlich ab, umkreiBten den strassentechnisch unliebsamen Napf und setzten schliesslich zwischen Sempacher- und Vierwaldstättersee nieder. Einzig der Ballon «Basel», in ungestümem Tatendrang, überflog wohl den Passagieren zuliebe die 80-Kilometergrenze und fand schliesslich auf dem Zugerberg die Erde wieder. Resultate: I. Konkurrenz zwischen Fuchs und Verfolgerballon: 1. Ballon Teresina (Führer: Oberleutnant Vögeli), Landungsort Ebikon (70 Luftkilometer). 2. Ballon Uto (Führer: Oberleutnant Steiner), Landungsort Wiggen (36 Luftkilometer). Disqualifiziert weil Rayon überflogen: Ballon «Basel», Landungsort Zugerberg (88 Luftkilometer). II. Konkurrenz innerhalb der Automobilisten: 1. Baur Rolf, Wabern: Erster am Ballon Basel. 2. Jäcklin Hans, Bern: Zweiter am Ballon Basel. 3. Thommen E. H., Bern: Dritter am Ballon Basel. 4. Christen Hans, Bern: Erster am Ballon Teresina. , 5. Stuber Hans, Bern: Zweiter am Ballon Teresina. 6. Christen Fritz, Bern: Dritter am Ballon Teresina. 7. Baechler Max, iMuri: Erster am Ballon Uto. 8. Schoch H., Belp: Zweiter am Ballon Uto. 9. Wildbolz Max, Bern; Dritter am Ballon Uto. Der Fuchsballon «Victor de Beauclaire» wurde von Herrn Hauptmann Huber, Zug, geführt. Er landete nach vierstündigem Flug glatt in Littau bei Luzern (63 Lüftkilometer). h. nur die Zuschauer selbst, sondern auch die Kon-, kurrenten ihre helle Freude haben werden. Obwohl das Nenngeld auf Fr. 7.— herabgesetzt worden ist, wurde der Gabentisch reichhaltiger gestaltet; für Unterhaltungsmusik und Restaurationsbetrieb ist gesorgt. Nennungsschluss: 4. Oktober, 18 Uhr. Die Besammlung der Konkurrenten erfolgt um 10 Uhr, die Fahrerinstruktion um 10.15 Uhr, die Preisverteilung abends im Hotel Waldhaus Dolder. Die: Aufgaben werden, um vorheriges Trainieren zu vernieiden, erst am 6. Oktober bekanntgegeben. Für die Bewertung sind die gefahrenen Zeiten plus die erhaltenen Strafpunkte massgebend. Der Wettbewerb zählt für die Sektionsmeisterschaft 1935, deren letzte Konkurrenz "Ende Oktober in Form einer Schnitzeljagd folgt. s. Budhev« ,ij : Von der Autobahn mm Welt-Autobahnverkehr. ;«j..Die Welt im Fortschritt» nennt sich eine pe- 1 Modisch erscheinende Publikation, die in gemeinverständlicher Art und Weise? über Wissen« und ; jjtprsehen der Gegenwart berichtet. Im ersten Buch 'jlt u - a. die uns Automobilisten besonders interessierende Darstellung von Konrad Gustav Kaftan ;4yon der. Autobahn zum Welt-Autobahnverkehr» enthalten, worin die Autobahnpläne der ganzen ^VVelt in übersichtlicher Darstellung behandelt werden. Als Hauptredaktor der Zeitschrift « Die Autobahn » ist der Verfasser nicht nur im Inland, sondern auch in ausländischen Fachkreisen kein Unbekannter. Kaftan gehört auch zum kleinen Kreise derjenigen, die sich seit 1926 für den Bau einer grossen deutschen Autobahn von den Hansastädten bis nach Basel einsetzte. Sein Beitrag darf als die erste zusammenfassende Geschichte des Autobahngedankens in Deutschland und in der ganzen Welt angesehen werden und verdient in Automobilisten-, kreisen gelesen zu werden. Vorerst behandelt Kaftan das Autobahnproblem vor der Inangriffnahme ähnlicher Bauten in Deutschland, d. h. vor allem in der Periode vor dem dritten Reich. Darin kommt der Verfasser auf die' verschiedenen Projekte in Italien und auch in Deutschland zu sprechen, wie z. B. über die Würdigung findet. Auch die Bestrebungen des Baus von Autobahnen in unserem Lande werden kurz gewürdigt, im Zusammenhang mit den von Deutschland und Italien ausgehenden Baugedanken. Nicht uninteressant ist für den schweizerischen Verehrspolitiker die von einem Ausländer geschilderten Auseinandersetzungen zwischen Gotthard- und Simplonroute zu verfolgen. Im weitern beschreibt Kaftan die Autobahngedanken von Frankreich, Spanien, Holland, Dänemark, Grossbritannien, Schweden, Russland und Japan. Aber auch Polen, die Tschechoslowakei, Griechenland und Aegypten werden berücksichtigt und in recht interessanter Weise die amerikanischen Verhältnisse behandelt. Ein besonderer Abschnitt ist der Autobahn als Weltproblem gewidmet, im Anschlu.ss an den am 1. und 2. September 1931 in Genf stattgefundenen internationalen Autobahn-Kongress. Wir haben aus dem ersten Band «Die Welt im Fortschritt» nur eines der die Automobilisten besonders interessierenden Ka-pitel herausgegriffen. Im Umfang von ca. 275 Seiten und mit rund 90 Abbildungen versehen, darf der Preis im ESHzelbezug von Rm. 3.50 der im Verlage F. A. Herbi?, Berlin, erscheinenden, recht unterhaltenden Periodika als bescheiden genannt werden. a eine Kollektivgesellschaft eingegangen. Betrieb einer Garage und mechanischen Werkstätte. Domizil: Via Ricovero. Personelles. Akkumulatorenfabrik A.-G., Basel. Aus dem Verwaltungsrat sind A Steffen und E, Reinhardt ausgeschieden und deren Unterschriften erloschen. Als einziges Mitglied verbleibt Dr. E. Gervais, der nunmehr Einzelunterschrift führt. Walter Bocco, Autoreparaturen, Uznach. Inhaber der Firma ist Walter Bocco in Uznach. Betrieb einer Autoreparaturwerkstätte. Domizil: Bahnhofstrasse. Huber, Aufokühler A.-G., Zürich. Dem Mitglied des Verwaltungsrates M. Reisdorf wurde Einzelunterschrift erteilt. Warner, Vertriebsgesellschaft, Zürich. Der Vizepräsident des Vorstandes, F C. Danuser, wohnt nunmehr in Konstanz. Die Unterschrift des Geschäftsführers E. Danuser ist erloschen. Das Geschäftslokal wurde verlegt nach der Lindenhofstrasse, Zürich. -Garage Solifude, Basel. Aus dem Genossenschaftsvorstand ist der Präsident C. Affolter ausgeschieden und seine Unterschrift erloschen. An seine Stelle wurde F Sträub, Chemiker in Basel, gewählt. Er zeichnet kollektiv. Louis Jenny, Garage, Avenches. Inhaber der Firma ist Louis Jenny in Avenches. Betrieb der Garage du Cigognier, sowie Handel von Automobilen und Motorrädern. Occasions-Automobilmarkt, Zürich, vom 27. bis 29. September. Eine Propaganda-Aktion von nicht zu unterschätzender Bedeutung wird vom Automobil-Händler-Verband Zürich auf Ende dieses Monats in Szene gesetzt. Mit dem vom 27. bis 29. September in den Militär-Reithallen (Gessnerallee) in Zürich stattfindfinden Occasions-Automobilmarkt unternimmt der Automobil-Händler-Verband einen grosszügigen Versuch, Kauf- und Verkaufs-Interessenten einander näherzubringen. Für die Ausstellung sind bereits an 80 Wagen angemeldet, die alle wirkliche _ Kauf- Occasionen darstellen. In der. Mehrzahl sind es Autobahn Berlin-Leipzig-München-Rom, über die Hafraba etc. Aufschlussreich sind auch die Aus-Vorführungswageführungen des Verfassers über die technischen durch das Erscheinen der neuesten Modelle im Ver- und sogar neue Wagen, die nur Richtlinien, die diesen verschiedenen Projekten zugrunde gelegt wurden. Ein besonderer Abschnitt, auch gebrauchte Automobile, die beim Kauf eine3 kauf zurückgesetzt wurden; daneben findet man ausführlich und übersichtlich geschrieben, behandelt die Autobahnen im 3. Reich, wobei nicht nur und die nur einen Bruchteil ihrer Leistungsfähig- neuen Wagens vom Händler eingetäuscht wurden die technischen und finanziellen, sondern auch die keit, abgedient haben. Das Ausstellungs-Komitee rechtlichen und administrativen Fragen dieses gi- 2k.us d« L e 70 Luftkilometer ganze 260 Strassenkilometer herauszufahren. Andere wieder zogen das taktische, Ohne Verantwortlichkeit der Redaktion. sprungweise Vorrücken vor und bezogen vorerst auf wacht sorgfältig darüber, dass solche Wagen zur Aufomobilvergehen. Zu 80 Tagen Korrektionshaus, umgewandelt in 40 Tage Einzelhaft, ohne achterpösten. Der Berichterstatter machte als An- einer .kurzen historischen Skizze zeichnet Kaftan Besonders interessant ist der Besuch der Ausstel- der Lueg, dann am Napf ihre abwartenden Beobgantischen Werkes zur Darstellung gelangen. In Ausstellung kommen, welche kontrollbereit sind. bedingten Straferlass, wurde am 13. August ein hänger des letzteren Vorgehens fürs erste einen den Werdegang der Autobahnen von den bescheidensten Vorstufen bis zur Auflegung der Projekte. über 200 Gewinnen im Totalwerte zwischen 2000 lung auch im Hinblick auf die Tombola mit weit Automobilfahrer wegen fahrlässiger Tötung vom Sprung ins Emmental, Hess in der Gegend von Strafamtsgericht in Bern verurteilt. Lützelflüh die Ballone im Gänsemarsch an sich vorbeidefilieren, wählte dann den Schallenberg als noch nicht vollkommen abgeklärten Finanzierungs- Sehr interessant sind vor allem auch die beute und 3000 Franken. Wir wissen nicht, ob es sich hier um einen gut beleumdeten Mann handelt, dem durch diese zweiten Auslugptisten und konnte hernach drei Landungen bezeugen, ohne indessen die heiss ersehnte schnitte über Lösung der Ärbeitslosenfragen, Autoprobleme beschrieben. Lehrreich sind die Ab- ReMamete schwere Strafe unter Umständen sein ganzes Leben ruiniert ist. Wir wissen auch nicht, ob da-Rangberechtigundurch eine brave Familie getroffen wurde. Eines Bei den Ballon-Führern und Passagieren industrie etc. zu erlangen. bahn und Wirtschaft, Autobahn und Automobil- aber ist sicher, dass jedem Automobilisten, mit herrschte eitel Freude über das stundenlange Dahinschweben über das abwechslungsreiche Emmen- Reichsautobahn zum Welt-Autobahnverkehr»... ge-. Ein drittes Kapitel ist dem Thema: «Von der welcher Vorsicht er auch fahren mag, ein Unglück zustossen kann, das ihn strafbar macht Wer versteht somit nicht, wie schwer es ist, eine derartige in der, Richtung Krauchthal-Willisau, drehten dann dem grossen Förderer des, italienischen Autostradatal und Entlebueh. Die Ballone flogen anfänglich widmet. Vor allem ist es der Plan von Puricelli, Strafe auf sich nehmen zu müssen, die eigentlich über der Gegend von Rüegsauschachen, Lützelflüh Gedankens, der in diesem Abschnitt seine besondere sdh JkmmU Veranstaltungen. Die belgische Ford-Gesellschaft. Die während dem Monat August d. J. in Belgien getätigten Verkäufe von V-8-Wagen, waren um 181 %. höher als diejenigen des Monats August 1934. Occasions-Au tomobit-Markt in den Militär-Reithallen an der Gessnerallee 27. 2,9. September 1935 Grosse Ausstellung kontrollbereiter Automobile, teilweise In neuwertigem Zustande. Gelegenheit zu wirklichen Occasions-Käufen. RESTAURATION in der Ausstellung. Veranstaltet vom Automobil-Händler-Verband. Zürich. Zürich Eintritt Fr.1.— Geöffnet 9—19 Uhr S B B - Sonntagsbillette TOMBOLA Zahlreiche Preise Im Wert von 2OOO Fr.