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E_1935_Zeitung_Nr.077

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Gerüchte um Rennfahrer.

Gerüchte um Rennfahrer. Jedes Jahr, wenn die Saison ihrem Ende zueilt, entstehen da und dort die ersten Gerüchte, über die Pläne der Rennfahrer für das kommende Jahr. Die unmöglichsten Kombinationen tauchen manchmal auf und oft dauert es Monate bis Klarheit geschafft wird. Selbstverständlich werden jetzt schon die ersten Verhandlungen zwischen Piloten und Rennställen für 1936 aufgenommen, doch sind die diesbezüglichen Nachrichten vorläufig sehr vorsichtig aufzunehmen. So glaubt eine italienische Fachzeitschrift zu wissen, dass Caracciola den Rennsport an den Nagel hängen will und sein Platz bei Mercedes durch Stuck eingenommen wird. Ferner soll Brauchitsch zu Auto-Union hinüberrutschen, während Fagioli ebenfalls die Absicht hege, sich in den «Ruhestand > zurückzuziehen. Damit hat das Rätselraten über das Schicksal der Rennfahrer seinen Anfang genommen, aber man darf zunächst all diesen Vermutungen nicht allzuviel Bedeutung zumessen. Die Frage um den Rennfahrernachwachs beschäftigt die deutschen Fabriken fortwährend. Schon letztes Jahr wurde einer Reihe jüngerer Sportsleute aus den Reihen der Die ersten Nennungen für das Rennen im Donington-Park. Für das am 5. Oktober im Donington-Park zur Durchführung kommende Rundrennen sind bis heute folgende Nennungen eingegangen: •Martin (Bugatti), Ecoles (Bugatti), Lord Howe (Bugatti), Bira (E.R.A.), Dobbs (Riley), Mc Lure (Riley), Dixon (Riley), Dobson (Maserati), Brian Lewis (Riley), Featherstonhaugh (Maserati), Rose (Alfa Romeo), Rovere (Maserati), Shuttleworth (Alfa Romeo), Rayson (Bugatti), Embiricos (E.R. A.), Mays (E.R.A.). Das Rennwappen von Tazio Nuvolari zeigt die bedächtige Schildkröte mit den Initialen T. N. des italienischen Meisterfahrers. Er mag bei der Wahl besten deutschen Motorrad- und Autoremv seines Wappentieres an die berühmte Fabel gedacht haben, in der die Schildkröte letzten Endes das fahrer Gelegenheit geboten, sich probeweise auf den Mercedes- oder Auto-Union- Rennen gegen den Hasen gewann! Wagen zu trainieren. Auf Grund der gemachten Erfahrungen und Beobachtungen Austragung und führt über eine Distanz von 7 km, Das Internationale Feleac-Bergrennen kommt am 6. Oktober bei Gluj (Rumänien) zur wurden dann von Mercedes-Benz Geier und bei einer Höhendifferenz von 364,87 m. Die Veranstaltung ist offen für Renn- und Sportwagen der Lang und von der Auto-Union Rosemeyer und Pietsch in ihre Fabrikationsmannschaf- Klassen 350 ccm bis über 8000 ccm. Als Preise gelangen zur Verteilung die cCupa ten übernommen und diese Saison als Er-Recordulusatzfahrer oder als Piloten eingesetzt Kategorien, der Wanderpreis des Prinzen Nicolaus Feleac» für die Beste Tageszeit aller von Rumänien für denjenigen Fahrer, der, nach einer gewissen Formel, die abhängig ist vom Gewicht des Wagens, vom Luftwiderstandkoeffizienten, von der Zeit und des Zylinderinhaltes, die beste Leistung erzielt. Der Preis des Königlichen Rumänischen Automobilklubs wird demjenigen Konkurrenten zugesagt, der Mitglied eines rumänischen Automobil-Clubs ist und die beste Klassifizierung auf einem Serienwagen erreicht hat. Ferner erhält jeder Teilnehmer eine Plakette des cAutomöbil-Club Regional Cluj». Der Streckenrekord ist im Besitze von Hans Stuck (Austro-Daimler), der im Jahre 1930 die 7 km mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 113,708 km/St, erledigte. Wie wir nun vernehmen, sollen im Herbst die Bemühungen um die Rekrutierung weiterer Nachwuchsfahrer fortgesetzt werden. Wenn wir richtig informiert sind, so will die Auto-Union dem sehr erfolgreichen Motorradrennfahrer E. Loof, der bisher für die Imperiawerke gefahren ist und vielfacher deutscher Motorradmeister war, Gelegenheit geben, sein Glück als Autorennfahrer zu versuchen. Allerdings heisst es, dass sich auch die B.M.W.-Werke um diesen Fahrer bemühen. Auf alle Fälle ist man in Deutschland mit Recht darauf bedacht, rechtzeitig mit der Schulung weiterer junger Piloten einzusetzen, um auch in dieser Richtung für die nächste Saison gerüstet zu sein. Der Grosse Preis von Südafrika wird am L.Januar 1936 auf einer 12 Meilen langen Piste seine zweite Auflage erleben. Das Rennen führt über eine Distanz von 210 Meilen (337,89 km) und; ist mit 1800 Pfund dotiert. ÄTTTOOTÖBTE-tfEVUE 1935 fporf in Schweb September. Kommt das Klausenrennen 1936? Es 29. Tschechoslowakei: Masaryk-Rundslreckenremien. herrscht noch grösste Stille um das Zustandekommen des grossen Bergpreises der Schweiz im kommenden Jahr und doch Oktober. dürfte der Entscheid wohl in Bälde fallen. 5. England: Donington-Park-Rennen. Bekanntlieh hat das grosse, durch die ungünstigen Witterungsverhältnisse und die 6. Rumänien: Bergrennen von Feleac. Konkurrenz durch den neugeschaffenen Qrossen Preis in Bern bedingte Defizit den A.C.S. letztes Jahr veranlasst, die Wiederholung des Klausenrennens im Jahre 1936 19. England: Rennen in Brooklands. von günstigeren, finanziellen Bedingungen abhängig zu machen, besonders was diejenigen des Kantons Uri und der urnerischen und glarnerischen Landbesitzer anbetrifft. Die beiden Sektionen des A.C.S. haben es denn auch in verdankenswerter Weise unternommen, bezügliche Sondierungen anzustellen, wobei gewisse Minimalbedingungen festgelegt wurden, die von den vorgenannten Beteiligten zu gewähren wären. Dabei wurde vorausgesetzt, dass man bis Ende August darüber orientiert sein sollte, welches Resultat diesen Verhandlungen beschieden sei, indem ja das Klausenrennen an der Oktobertagung der A.I.A.C.R. für den internationalen Automobilsportkalender 1936 angemeldet werden müsste. Das bisherige Stillschweigen über die Stellungnahme der beteiligten Behörden und Kreise zu diesem Minimalprogramm berechtigt leider zu der Annahme, dass das Resultat kein sehr befriedigendes war und dass das Klausenrennen daher 1936 kaum zur Durchführung gelangt, was um so mehr zu bedauern wäre, als das Rennen wohl dadurch endgültig erledigt sein dürfte und nun seinen Nachfolger im Qrossglocknerrennen Oesterreichs gefunden hat, wo man glücklicherweise für die Interessen des Automobilrennsportes etwas mehr Verständnis besitzt und dasselbe von behördlicher Seite aufs tatkräftigste gefördert wird, ohne dass die Organisatoren Reklame- und Vergnügungssteuern und hohe Landentschädigungen zu bezahlen haben, wie dies leider beim Klausenrennen der Fall ist. Man wird vielleicht zu spät einsehen, welchen Schaden man mit dieser allzu eigennützigen Einstellung den interessierten Landesgegenden zugefügt und wie sehr man den touristischen Konkurrenzgebieten des Auslandes damit in die Hände gearbeitet hat. Auch hier gilt das alte Sprichwort: Durch Schaden wird man klug. V Internationaler Sportkalender 1935 13. Italien: Preis des Prinzen von Piemont (Rundstreckenrennen von Neapel). 27. Griechenland: Grosser Preis der Akropolis i» Griechenland. Stromlinie «unten». Der Autofreund ist ob den windschnittigen Konturen der neuen Wagen entzückt; Front und Rücken, Dach und Seiten sind «ewissermassen gereinigt worden, nämlich von vorspringenden Teilen. Reserveräder und Gepäckträger sind zum guten Teil verschwunden, erstere werden unsichtbar aufbewahrt, letztere sind durch den zweckmäßigeren Gepäckraum im Wageninnern ersetzt worden. Selbst Scheinwerfer, Nummernschildund Stoplampen, sowie Signalhörner werden soweit möglich in die Kotflügel versenkt, oder wenigstens «stromlinig» gestaltet und auf ebensolchen Trägern montiert. Was noch verschwinden könnte, sind die vorstehenden Türscharniere; die Türgriffe wären ev. in Mulden zu versenken. Andere Detail-Verbesserungen sind kaum noch denkbar. Kurzum, die grossen, leicht zu reinigenden Flächen, die überall nach den Gesetzen der Aerodynamik ineinanderübergehen, machen einen recht erfreulichen Eindruck. Unterstehe sich jedoch keiner, einen Blick unter den Wagen zu tun; denn hier ist alles beim alten geblieben. Die eben noch bewunderte glänzende Verschalung hört mit einer wüsten Kante jählings auf; ein GewiTr von X- und A-Verstrebungen, Rohren, Federn, Kabeln und andern Dingen, fast stets mit einem mehr oder weniger dicken Gemisch von Oel und Strassenkot überzogen, führt hier sein selten bemerktes Dasein. Warum denn nicht Stromlinie auch Wenn es mit der Aerodynamik ernst gemeint ist, und «Stromlinie» nicht ein blosses VerkaufsaTgument, dann, Ihr Herren Konstrukteure, verschalt den Wagen auch unten, und Ihr seid konsequen' in der Durchführung Eurer Idee. Der gewissenhafte Wagenreiniger wird Euch Dank wissen. So glatt wie ein Schiffsbauch wird sich der untere Teil eines Wagens freilich nicht verkleiden lassen, man wird sich bei den beweglichen Teilen mit mancher Ledermanschette oder dgl. behelfen müssen, auch dürfte nicht vergessen werden, dass die Schmierstellen noch zugänglich sein müssen. Trotz dieser vorauszusehenden Einwände wird die Durchführung der Stromlinienform auch für den unsichtbaren untern Wagenteil kommen; denn wenn sich die neue Form oben als zweckmässig erweist, warum auch unten, wobei zudem der ganze untere Wagenteil vor Kot und Wasser geschützt würde? -Xasst uns sehen, was 1936 bringt! J. R. in A. 100000 150000 km sollte das Polster durdfihalten - kann es aber nur in den seltensten Fällen. Darum: Schutz durch Ueberzüge! Wir haben die Anfertigung solcher - ausschliesslidi nach Mass - «im Griff», so dass wir Ihren Wagen nur für kurze Zeit benötigen! MÜLLE R"® MARTI Autosattlerei, Eigerplatz _ Telephon 28.299 B E R N Erstes infernal beleuchtetes ionales Erkennungszeiche — •- Schweizer-Fabrikat + per Stück Fr. 18.— Hülfshalter Fr. 6.50 Durch alle Garagen etc. lieferbar • : ':': Nachahmung unstatthaft,/",.•••.'*•.• Weriier fcisc h + -2ürieh Seltene Gelegenheit! Citroön - Lastwagen 12 bis 1500 kg, wenig gefahren, in einwandfreiem Zustande, umständehalber äusserst vorteilhaft abzugeben. Fr. 3800.— BERN-Ostermundigen VERCHROMEN STADELMAIMN & MANTEL A. G. Tel. 41.128 .STÖCKLI- BERN von. sämtlichen Autopneus u. -Schläuchen, sowie Nagelschützeinlagen. Benzine und prompte Bedienung. Tel. 21 318 Mühlemattstrasse 53 (beim Eigerplatz) Aaltestes Haut am Platze Akt.-Ges. R. & E. 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N° 77 - 1935 AUTÖMOBIL-REVUE Luftfahrt Berner Flugwoche. Segelflieger-Konkurrenzen, Ballomuchsjagd. Der Auftakt zur Berner Flugwoche war in jeder Beziehung erfreulich. Die Veranstaltungen wurden durch denkbar geeignetstes Wetter begünstigt. Während an den Segelflieger-Ziel-Landungswettbewerben am Samstagnachmittag und Sonntagmorgen kaum ein Lüftlein wehte, das den Piloten die Erfüllung ihrer Aufgaben hätte durchkreuzen können, herrschte am Sonntagsnachmittag Gewitterstimmung, die mit ihren starken Luftströmungen den Aufwind-Seglern ebenfalls wieder sehr zustatten kam. Traditionelles Berner Flugwetter! Auch organisatorisch lief alles wie am Schnürchen. Nummer für Nummer des reichhaltigen Programms wurde fast pausenlos abgewickelt. Die einzige Programmwidrigikeit bestand in einer abgedrückten Segelflugzeugkufe, die eine halbstündige Ausserbetriebsetzung des betreffenden Flugzeuges erforderlich machte. Bei der Ziellandungskonkurrenz für Segelflug-B-Piloten galt es, das Flugzeug aus einer Höhe von 60—80 m, die im Schlepp der Autowinde erreicht wurde, möglichst nahe einer in der Nähe des Startpunktes befindlichen Zielmarke abzusetzen. Ausser dem Abstand Ziel- Landeort wurden dabei aber auch die Flugzeit und die Qualität der Kurve und der Landung gewertet. Die Bestresultate erzielten von 8 Konkurrenten: 1. Dr. Spreng mit 9,5 Punkten; 2. Ernst Furrer mit 16 Punkten und 3. E. Müller mit 29,7 Punkten. Ebenfalls in einer Ziel-Landungsprüfung massen sich am Sonntagmorgen die Segelflugpiloten mit C-Brevet. Statt durch die Autowinde Hessen sie sich jedoch im Flugzeugschlepp in die Luft ziehen, und ihre wei- .tere Aufgabe bestand darin, nach dem Start im Belpmoos nach dem Erreichen genügender Höhe auf der Beundenfeldallmend in einem Rechteck von 50 auf 100 Meter zu landen. Ein zweites Motorflugzeug schleppte sie dann auch hier wieder hoch, und die Rückkehr ins Belpmoos war mit der Schlussaufgabe verbunden, zwei Platzstrecken in der vorgeschriebenen Art zu umkreisen und in einem abgesteckten Ziel zu landen. Die 8 Konkurrenten teilten sich wie folgt in die ersten Ränge: 1. Dr. Huber 5 Strafpunkte; 2. Schweingruber 9 Strafpunkte; 3. Gasser 10 Strafpunkte; 4. Zbinden 15 Strafpunkte; 5 Qsell jun. 23 Strafpunkte. Kategorie Motorflieger: Gsell sen. 4 Strafpunkte; 2. Amstutz, nicht klassiert Unterdessen ging auf dem Areal des Gaswerks Bern im Dailmazi der Start der Fuchsballonjagd vor sich, die der Berner Aeroclub zusammen mit der A. C. S.-Sektion Bern organisiert hatte. Bin Bericht hierüber findet sich unter den Clubnachrichten. Während die bisher angeführten Konkurrenzen mehr internen Charakter hatten, waren die Veranstaltungen des Sonntagnachmittags im Rahmen eines bescheidenen Volksfestes aufgezogen. Mehrere hundert Personen waren schliesslich auf dem flaggengeschmückten Flugplatz versammelt. Unermüdlich und unverwüstlich orientierte ein Lautsprecher über alles, was irgendwie wert war, in Worte gefasst zu werden, und auch über den Rest wusste er noch Sprüche zu machen. Als spannende Einleitung wurde ein Doppelschleppzug von Start gelassen, ein prachtvoll abgestimmtes Zusammenspiel von einem Motorflugzeug und zwei angehängten Segelvögeln. Daran schloss sich die Demonstration der Anfängerschulung im Segelfliegen, beginnend' mit dem Rutscher über den Platz, fortschreitend mit den ersten Hüpfern, endend mit dem Hochstart auf 60 bis 80 Meter, alles im Schlepp der jenseits des Platzes aufgestellten Autowinde. Zwischenhinein Hess sich Ing. Gsell vom Lüftamt, heute ein besonders eifriger Segelfilugpilot, in seinem Rhönsperber rasch an den Belpberg hängen, dessen Aufwindströmungen ihn dann auf Stunden in zirka 2000 m Höhe hinauftrugen. Einen weit grösseren Eindruck machte jedoch noch der zum Schluss on Oberexperte Schreiber vorgeführte Akrobatik-Segelflug. Nach dem Ausklinken in 600—800 m Höhe legte Schreiber den Rhönbussard sogleich auf den Rücken. Trotz böiger Luft beschrieb er im Rückenflug mehrere Minuten lang Kreise und Wendungen, tummelte sich anschliessend in Turns und Steilkurven, hängte oft drei, vier, fünf Loopings aneinander, überschlug sich an Renversements, und brachte die Maschine erst nach einer Viertelstunde wundervollster Evolutionen, die das Publikum kaum mehr atmen Hessen, mit einer Prachtslandung zu Boden. Das einzig Unangenehme bei diesem Akrobatikfliegen ist, erklärte Schreiber nachher launig am Lautsprecher, dass einem beim Uebergang in den Rückenflug unabwendbar aller Schmutz und alle Hobelspäne, die sich im Flugzeugrumpf befinden, ins Gesicht und in die Augen fliegen! Als nächste Veranstaltung der Berner Flugwoche wird nun am nächsten Mittwoch ein Kinder-Flugtag durchgeführt, an dem die Jugend ab 14 Uhr mit Flugzeugen der Alpar für 5 Fr. Stadtrundflüge ausführen kann. Während des ganzen Nachmittags werden den Kindern ausserdem unter fachmännischer Führung die Segelflug- und Motorflugzeuge gezeigt und erklärt und Demonstrationsflüge mit Segelflugzeugen werden Gelegenheit geben, den praktischen Flugbetrieb kennenzulernen. Um 16 Uhr folgt schliesslich noch eine humoristische Nummer: lernt Segelfliegen». «Student Binggeli Der Schluss des I. Internation. Segelfliegerlagers Jungfraujoch Mittwoch, den 18. September versammelten sich die Teilnehmer und Organisatoren des I. Internationalen Segelfiliegerlagers Jungfraujoch zur Preisverteilung im Hotel Bellevue in Thun. Der letzte Tag sah noch 7 Flugzeuge am Start. Dank der tadellosen Arbeit des technischen Dienstes und der Hilfsmannschaft war es möglich, die 7 Vögel innerhalb VA Stunden starten zu lassen. Die ausgeführten Flüge brachten im letzten Augenblick noch Ueberraschungen. Die Deutschen Hof mann und Riedel setzten sich im ersten und zweiten Rang an die Spitze im Streckenflug-Wettbewerb. Der erstere landete in Enkrinnen (St. Gallen) 108 km vom Startplatz entfernt, währenddem Riedel in Benau bei Einsiedeln niederging, 88 km vom Jungfraujoch. Udet (Deutschland) klassierte sich mit seinem letzten Flug und einer Startüberhöhung von 696 m als Dritter im Höhenflug und schloss diesen mit einer Landung in Lützelflüh ab. Der Oesterreicher von Lerch bemühte sich während 6 Stunden über dem Bödeli kreisend, einen günstigen Wind zu finden, um auch am Streckenflug teilnehmen zu können, musste dann aber abends 5 Uhr in Interlaken landen. Im Dauerflug eroberte sich Stanejovic (Jougoslawien) noch den zweiten Rang. Heini Dittmar (Deutschland), der Sieger im Höhenflug, segelte direkt nach Thun und Kramer (Schweiz) brachte in seinem 5. Fluge vom Jungfraujoch die letzte Postsendung nach Interlaken. Herr W. Krebser begrüsste die Flieger und Freunde der Veranstaltung zur Preisverteilung. Diese wurde durch Herrn Direktor Redler, dem Präsidenten der Jury, geleitet. Mit grosser Freude stellte er fest, dass das Segelfiliegerlager Jungfraujoch dank des hervorragenden sportkameradschaftlichen Geistes zu einem guten Ende geführt werden konnte. Sämtliche Konkurrenten haben ihr Bestes geleistet und alle verdienten eine besondere Anerkennung. , Als Sieger gingen aus den einzelnen Wettbewerben hervor: a) Streckenflug: 1. Hofmann (Deutschland) 108 im 2. Riedel (Deutsehland) 88 km 3. Baroni (Schweiz) 81,5 km b) Dauerflug: 1. Gumpert (Oesterreich) 4 St. 48 Min. 2. Stanejovic (Jougoslawien) 10 Min. (Start und Landung hatten bei dieser Konkurrenz auf dem Jungfraujoch zu erfolgen.) c) Höhenflugwettbewerb: 1. Heini Dittmar (Deutschland), Startüberhöhung 1066 m absolute Höhe 4540 m 2. Gumpert (Oesterreich), Startüberhöhung 1006 m absolute Höhe 4480 m 3. Udet (Deutschland), Startüberhöhung 696 m absolute Höhe 4170 m d) Beste Internationale Gesamtleistung: Heini Dittmar (Deutschland). (Erster im Höhenflug, dritter im Dauerflug und fünfter im Streckenflug). e) Beste schweizerische Gesamtleistung: Baroni, Zürich (Dritter im Streckenflug und Vierter im Dauerflug). Der Präsident des Schweizerischen Aero- Glubs, Herr Oberst Messmer, welcher der Fliegergemeinde die Grüsse seiner Organisation überbrachte, freute sich der Tatsache, dass die Veranstaltung auf dem Jungfraujoch ohne jeden Unfall durchgeführt werden konnte. Die Resultate, die erzielt worden sind, würden den einen oder andern etwas überraschen, weil sie wesentlich hinter den Höchstleistungen des Segelfluges zurückstehen. Diese Festellung aber zeigt, dass das Lager eine Aufgabe zu lösen hatte, nämlich die Abklärung der Flugmöglichkeiten im Hochgebirge. Den Fliegern rief der Präsident des Schweizerischen Aeroclubs zu, sie möchten trotzdem sie als Pioniere in der Geschichte des Segelfluges festgehalten bleiben, trotzdem sie Grosses geleistet haben, nicht vergessen, dass sie weitere Fortschritte anstreben sollen. Auf diese zu erwartenden Fortschritte hin ersuchte er die Festgemeinde, ihr Glas zu erheben. Besondere Freude verursachte die Versprechung von Oberst Udet, bei einer Wiederholung des Lagers wiederum mit einer deutschen Mannschaft teilzunehmen. ..HUPM0BILE Offizielle Distributoren für die ganze Schweiz von Nur Original- Bestandteile! Sie sind jetzt nicht mehr teurer als Imitationen, machen sich aber doppelt bezahlt. Sämtliche Teile für alle Typen ab Lager lieferbar. BAUMBERQER & FORSTER A.-Q. Stampfenbachstrasse 12 — Haus Capitol Tel. 41.688/89 ZÜRICH 1 Tel. 41. GRAND GARAGE PLACE ED. CLAPAREDE S.A. Genf place Claparede 1 Charles NIGG, Administr. Tel. 41.244 Garage mit Platz für 200 Waren. Boxen. 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