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E_1935_Zeitung_Nr.084

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6 AUTOMOBIL-REVUE

6 AUTOMOBIL-REVUE 1935 — M» 84 Luftfahrt Flugdieselmotoren. Von A. H. R. Fedden. Die folgenden Ausführungen sind die Zusammenfassung eines Vortrages, den der Konstrukteur Fedden der Bristol Aeroplane Company im Januar 1935 vor der Westland Engineering Society hielt. Fedden gilt heute als eine der grössten Autoritäten im Flugmotorenbau. In der Einleitung seines Vortrages führt der Redner aus, dass die Entwicklung hochklopffester Brennstoffe für Vergasermotoren praktisch die Aussichten für Flugdieselmotoren vernichtet hat, sofern nicht grosse Aktionsradien gefordert werden. Es ist selbstverständlich, dass der Dieselmotor für militärische Zwecke überhaupt nicht in Betracht kommt, solange er nicht dem Vergasermotor in seinen Eigenschaften bezüglich Leistung, Luftwiderstand, sowie Gesamtgewicht der Triebwerksanlage plus erforderlichem Brennstoff für eine Flugdauer von 3 bis 4 Stunden ebenbürtig ist. Die ersten von Dr. Diesel entwickelten Motoren arbeiteten mit Brennstoffeinspritzung durch Luft, und es war beabsichtigt, dadurch eine < Gleichdruck- Verbrennung > zu erreichen. Soweit ermittelt werden kann, wurde der erste Flugdieselmotor von Professor Hugo Junkers während des letzten Teiles des Weltkrieges hergestellt. Diese Maschine war der Vorläufer der heutigen Junkers « Jumo IV > und « Jumo V » Im Jahre 1933 nahm die Firma D. Napier & Sons die Lizenzfabrikation für die Motoren auf, nachdem dieselben die Typenprüfung des Britischen Luftfahrtministeriums bestanden hatten. Die in England hergestellten Motoren sind heute als Napier • Gulverin » und Napier « Cutlass » bekannt und leisten 720 PS bei 1700 Umdr./Min. beziehungsweise 535 PS bei 2100 Umdr./Min. Die Cie. Lilloise, Frankreich, nahm ebenfalls die Lizenz für den « Jumo IV». Einer der frühesten Dieselmotoren, der für Flugzeuge bestimmt war, war italienischer Herkunft und bekannt als der « Garuffa >. Obgleich einer von diesen Motoren auf dem Pariser Salon 1921 ausgestellt wurde, scheint es zweifelhaft, ob er jemals geflogen oder ob überhaupt irgendwelche Versuchsläufe mit ihm durchgeführt wurden. Ein anderer italienischer Flugdieselmotor wurde von Fiat gebaut. 1930 flog ein Fiat-Dieselmotor, der zweifellos aus dem Fiat-Vergasermotor Typ A12 entwickelt war, von Turin nach Rom. Dieses war der erste Flugdiesel, der überhaupt in Italien geflogen ist. Umfangreiche Versuchsarbeiten an Dieselmotoren wurden von dem Royal Aircraft Establishment, Farnborough, von der Firma Ricardo, von der Bristol Aeroplane Company und von Rolls Royce durchgeführt. Ausgehend von den in Farnborough geleisteten Arbeiten baute die Firma Beardmore den t Tornado», einen Motor, der schliesslich in das verunglückte Luftschiff R 101 eingebaut wurde. Dieses war ein 8-Zy\inder-Reihenmotor, der 854" (= 215,9 mm) Bohrung und 12" (= 304,8 mm) Hub aufwies. Ein grosser Teil der früheren Versuchsarbeiten wurde an grossen Zylindern durchgeführt. Erst später baute die R. A. E. einen Rolls- Royce « Condor > zu einem Dieselmotor um, während die Bristol Aeroplane Company einen erfolgreichen Umbau des «'Pegasus» als luftgekühlten Typ vornahm. Der «Condor» leistete 500 PS bei 1900 Umdr./Min., während der Bristol « Phoenix », wie der erwähnte Motor genannt wurde, 415 PS bei 1900 Umdr./Min. und 470 PS Startleistung aufwies. Dieser Motor hat bereits eine beträchtliche Anzahl von Flugversuchen hinter sich und hat sich sehr zufriedenstellend bewährt. Ausserdem hat er einen offiziell anerkannten Welthöhenrekord für Flugzeuge mit Dieselmotoren von 27.453 Fuss (= 8367,67 Meter) aufgestellt. Gleichzeitig mit der Entwicklung kleinzylindriger Motoren in England begann die Packard Motor Company die Entwicklung eines kleinen Dieselmotors. Dieser war ein luftgekühlter 9-Zylinder- Sternmotor mit 4 3 /ie" (= 106,4 mm) Bohrung und 6" (=152,4 mm) Hub und leistete 225 PS bei 1900 Umdr./Min. Diese Type stellte eine sehr verwegene Konstruktion dar, und es ist zu bedauern, dass die Weiterentwicklung abgebrochen' wurde, wahrscheinlich auf Grund des Todes seines hervorragenden Konstrukteurs Captain Woolson, der bei einem Flugunfall ums Leben kam. In Frankreich sind zwei Indikatordiagramme von Vergaser- und Dieselmotor bei gleichen MaximaldrOcken. es« 7>0fa ~^r* ymfft" no*or> Abb. 1. Dieselmotortypen nach Konstruktion von Clerget von Hispano-Suiza hergestellt worden. Der eine war ein 9-Zylinder-Sternmotor, der angeblich 300 PS bei 1900 Umdr./Min. geleistet haben soll, während der andere ein luftgekühlter 14-Zylinder-Doppelsternmotor mit einer angeblichen Leistung von 500 PS bei 1900 Umdr./Min. war. Man weiss jedoch nicht, ob diese Motoren überhaupt geflogen wurden. Die weiteren Ausführungen vergleichen die wärmetechnischen Bedingungen der Diesel- und Vergasermotoren. Es wird erwähnt, dass der Dieselmotor, wie er von Dr. Diesel gedacht war, nach dem « Gleichdruck-System » arbeiten soll, während der Benzinmotor nach einem Verfahren arbeitet, das hauptsächlich als « Gleichvolumen- System » anzusprechen ist. Obgleich eine Anzahl sehr grosser langsamlaufender •Schwerölmotoren nach dem « Gleichdruckverfahren > arbeitet, ist tatsächlich bei verhältnismässig schnellaufenden Dieselmotoren stets ein gemischtes Verfahren zu verzeichnen, das sich entsprechend dem Einspritzzeitpunkt mehr oder weniger dem einen oder anderen; Verfahren nähert. Bei verhältnismässis spater Ein« spritzung, d. h. ganz kurz vor dem oberen Totpunkt, wird eine Annäherung an das « Gleichdruckverfahren » erreicht, während durch Vorverlegung der Einspritzung die Verbrennung in stärkerem' u,a Masse beschleunigt wird bei gleichzeitigem Ansteigen des maximalen Verbrennungsdruckes und ziemlicher Annähernug an die « Gleichvolumenverbrennung >. Von den beschriebenen Motortypen arbeitet der Junkers Jumo-Motor nach einem Verfahren, das dem «Gleichdruok-System > ziemlich nahe kommt, während der Packardmotor nach dem « Gleichvolumenverfahren > arbeitet, wobei sehr hohe Maximaldrücke .auftreten, die bei 1300 lbs/square inch (= 91,4 kg/cm 2 ) liegen. Der Brennstoffverbrauch wird um so günstiger sein, in je stärkerem Masse es möglich ist, sich der «Gleichvolumenverbrennung » zu nähern; da aber hiermit höhere Maximaldrücke verbunden sind, wird der Motor bei gleicher Zuverlässigkeit ein höheres Gewicht aufweisen. Die Abbildungen zeigen zwei Indikatordiagramme, die, .mit Diesel- und Vergasermotoren von gleicher Bohrung und gleichem Hub unter zwei verschiedenen Voraussetzungen aufgenommen wurden. Beim ersten Vergleich werden annähernd gleiche Maximaldrücke angenommen (Abb. 1). Bei diesen Diagrammen wurde eine bestimmte Voraussetzung geschaffen, nämlich die, dass das Einspritzsystem ungefähr das gleiche wiegt wie. der Vergaser, Indikatordiagramme von Vergaser- und Dieselmotor bei gleichem mittleren Druck. Kurbelmnktl Abb. 2. Zündsystem usw. zusammen. Der Dieselmotor erfordert aber weniger Kühlrippen bzw. ein kleineres Kühlsystem, so dass bei seinem Einbau gewisse Vorteile durch den niedrigeren Luftwiderstand erzielt werden können. Die aridere Zeichnung zeigt die Indikatordiagramme bei annähernd gleichem mittleren effektiven Druck, und diese geben einen ungefähren Anhaltspunkt über die bei Dieselmotoren bei einem gleichen Zuverlässigkeitsgrad notwendige Gewichtszunahme, die durch höhere maximale Drücke bedingt ist. Der Vortragende bezieht sich dann auf die drei Verbrennungsperioden, die nach Ricardo im Dieselmotor zu verzeichnen sind (Abb. 3). 1. Der Zeitraum des Zündverzugs. 2. Der Zeitraum sehr schneller Verbrennung, in dem der während der Zündverzugsperiode eingespritzte Brennstoff in unkontrollierbarer Weise verbrennt. 3. Der Zeitraum, in dem der Brennstoff gleich ; nach Austritt aus der Einspritzdüse im Verbrennungsraum verbrennt. Es wird weiter ausgeführt; dass der niedrigere Wirkungsgrad der Verbrennung beim Dieselmotor '"> 800 TSO 600 300 ISO 912t 53J3 42Jt 1OSS oi r^ i—J—i—i—i—T-—\ 0 100' 75' SO' 25' OT SS' SO' 75' 100* « ^ Abb.!. daher kommt, dass es nicht möglich ist, restlos alle Luft zu verbrennen. Dies ist auf die Schwierigkeit zurückzuführen, die erforderliche Mischung von Brennstoff und Luft in einem ausreichend kurzen Zeitraum zu erreichen. Die Lösung der Aufgabe, eine möglichst grosse Luftmenge zu verbrennen, wurde nach drei Hauptrichtungen angestrebt. Diese sind: 1. Die direkte Einspritzung ist abhängig von der Einspritzung des Brennstoffes in den einheitlichen Verbrennungsraum durch eine Anzahl sehr feiner, nach allen Seiten gerichteten Düsenöffnungen, um den Brennstoff so gleichförmig wie möglich innerhalb der verfügbaren Luft zu verteilen. Dieses System weist einige Vorteile auf, da keine übermässige Turbulenz auftritt, wodurch Wänneverluste während der Verdichtung vermieden und gutes Starten ermöglicht werden. Auf Grund der einheitlichen Formgebung des Kopfes ist der Wärmeverlust während der Verbrennung ebenfalls nicht übermässig, und der Wirkungsgrad gross. Der Hauptnachteil des Systems ist die Begrenzung der Motordrehzahl, bei der es möglich ist, den flüssigen Brennstoff im Verbrennungsraum zu verteilen. Jede Bemühung, die Drehzahl zu steigern, bedeutet notwendigerweise die Anwendung höherer Einspritzdrücke, was einige ernste Schwierigkeiten in sich schliesst. Die Herstellung und Pflege der. aussergewöhnlich kleinen Düsenbohrungen bereitet gleichfalls Schwierigkeiten. 2. Bei Vorkammermotoren wird eine kleine Hilfskammer, die mit dem Hauptverbrennungsraum in Verbindung steht, angewandt. Der Brennstoff wird in die Hilfskammer eingespritzt, wo die einleitende Verbrennung beginnt. Durch die Drucksteigerung schiesst der verbrennende und unverbrannte Brennstoff mit hoher Geschwindigkeit durch die Verbindungsöffnungen in den Hauptverbrennungsraum. Der Vorteil dieses Systems besteht darin, dass die Düsenbohrung ziemlich gross sein kann und nur verhältnismässig niedrigere Einsipritzdrücke verwendet werden können. Der Nachteil ist, dass der Vorkammerkanal einen grossen Wärmeverlust verursacht, der wiederum ein hohes Verdichtungsverhältnis notwendig macht, um eine ausreichend hohe Temperatur für die Einleitung der Verbrennung zu sichern. Dies bedeutet, dass die Leistung und der Wirkungsgrad im Vergleich zu der vorkammerlosen Maschine (direkte Einspritzung) erheblich vermindert wird. Gleichzeitig ergibt sich eine Form des Zylinderkopfes, die durch die heutigen Mittel der Luftkühlung schwer zu kühlen ist. (Fortsetzung folgt.) Lastwagen besitzer! Entspricht Ihr Anhänger den gesetzt. Vorschriften? Einbau von autom. sowie Luftdruckbremsen. Umstellung von Vollgummi auf Luftbereifung. Verlangen Sie Offerte von J. C. Raths, Winterthur Telephon 26.893 - Konstruktionswerkstätte - Neustadt 10 und 12 VAUXHALL-C&briolet 9, 12 und 16 PS in eleganter, gediegener Ausführung zu überraschend niedrigen Preisen. A.-G. 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No 84 - 1935 F E U I L L E T O N Blumenhölle am Jacinto. Urwalderlebnis. Fortsetzung von Seite 2*). « Ave Maria Purisima, que resta en paz ! Gelobt sei* die reine Gottesmutter — und möge er in Frieden ruhen ! > sagt der rattenäugige Dom Xaime, Bürgermeister und Obrigkeit des Ortes. Vielleicht ärgert er sich, dass er nicht dabeigewesen ist, als man dem betrunkenen Estevan, oder um wen es sich handelt, nächtlicherweile sieben Zoll kühlen Stahles zwischen fünfte und sechste Rippe gleiten Hess. Blätternnarbenjesus, der Trunkenbold und Prügelbock der Siedlung, ein durch sämtliche Laster auf Tierstufe gesunkener Katalane; erhält den Auftrag, die paar Gebeine dem grossen Strom, der gleich hinter der letzten Häuserreihe rauscht, zum Begräbnis zu übergeben. Er trinkt nachher einen grossen Becher Cachassaschnaps und — Purisima Virgen! — das Leben geht seinen Gang. Wenn die drei trockenen Monate vorbei sind und das Wasser triumphierend rauschend und gurgelnd zurückströmt, dann lauern die Leute von Remate de Males von neuem gleich hungrigen Spinnen in ihren luftigen Baracken. In der Bar summt die Gitarre, schwarzhaarige, dunkeläugige Mädels jauchzen und winden sich im Tango. Bronchitische Trichtergrammophone krächzen, Würfel rollen und Milreisscheine knistern. Aus den Wäldern, den Dschungeln und dem unermesslichen, grünen Geheimnis, das den Lauf des Amazonas und seiner macht- *) Während den Sommerwochen, da im Autosport Hochkonjunktur herrschte, musste die Roman- Fortsetzung zu unserem eigenen Leidwesen ab und zu wegen des starken Stoffandranges gekürzt werden. Aus dem Kreise der eifrigen Feuilleton-Leser gingen uns dann jeweilen prompt eindringliche •Mahnungen zu, ja nicht den für die Unterhaltung vorgesehenen Raum noch weiter zu schmälern. Der aktuellen Berichterstattung und dem Kampf um Raum musste aber der Roman doch gelegentlich weichen. Nachdem es wiederum etwas ruhiger geworden ist und wir zudem gerade mit einer neuen Erzählung begonnen haben, möchten wir unsere geschätzten Leser, welche das Gefühl hatten, sie seien mit der Romanlektüre etwas zu kurz gekommen, entschädigen und bringen nun, so oft es möglich ist, neben der, normalen Fortsetzung eine halbe Seite extra. Wir hoffen unsere Leser mit diesem « Kompensationsgeschäft » einverstanden und wünschen angenehme LektüreI Die Red. ''•'"" ,-. Der englische Bremsbelag der nicht pfeift und rassig in der Bremswirkung ist A. WUST-REBSAMEN RUT I-Zu rieh TELEPHON 54 CRADED BRAKE LININC Für alle Reparaturen, für alle Karosserien GANGLOFF Für Auto-Interessenten! - Fabrikneue Klein-Limousinen Modell 1935, äusserst günstig abzugeben. 10783 Klein-Auto A.-G., Seefeldstrasse 8, Zürich. 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Das Paradies, das der Satan regiert, der die schlummernden Urinstinkte primitiver oder, was noch schlimmer, primitiv gewordener Männer — mit Fluten brennenden Cachassaschnapses zu verheerenden Leidenschaften anpeitscht. In Remate de Males, das das Ende der Welt ist! Wo Brasiliens Gesetze nur auf dem Papier stehen ! Denn die Siedlung versteckt sich im Herzen der Dschungel, fern dem Machtbereich der Zivilisation. In der Tiefe, unter den Hütten, herrschen Krokodil und Piranha. Oben, über den Fluten, die die Sonne golden umschmilzt, hausen der Ausbeuter, der Kartenspieler, die Dirne letzten Ranges und das Fieber, das oft in wenigen' Stunden den Tod bringt. Alle diese unheimlichen Kräfte bekämpfen sich stets und vernichten das, was in ihren Machtbereich gerät. Aber wie alles wahrhaft Böse ergänzen sie sich wieder. Deshalb besteht und blüht wie eine widerliche Sumpfpflanze dort oben am grossen Strom der Ort Remate de Males. — Höhepunkt allen Uebels Da wohne ich jetzt. Dschungellockung. So vergehen die Tage. Sie streichen dahin und vorbei. Rasch, gleich Gläsern von Cachassa, die sich meine Kehle hinabbrennt und an meiner wilden Seele verdampft. Schnell verebben die Tage, und dach ist ihr Lauf so träge wie jene gelbe, die Pfahlbausiedlung umquillende Flut. Ballenha ! man sagt von dir, dass dein Herz härter als Flint, dein Gemüt kälter als Eis sei. Und doch lodern deine Blicke wie Fieberflammen! • Mäschailäh, waren J wir _dm .Orient,- so- PEUGEOT Cabriolet, 4 PL, Mod. 34, 7 PS. ADLER Cabriolet, 8 PS, 4 PL, Modell 1932. B.M.W. Limousine, Modell 1935, 6 Zyl., 8 PS. CHRYSLER Limousine, Modell 1932, 6 ZyL, 18 PS. CITROEN Limousine, 6 Zyl., Modell 1930, 4/5 PL, 12 PS. Alle Wagen sind in Ia. Zustand und werden mit Garantie, abgegeben. 11791 Naef, Garage, Langenthal. Telephon 7.63. Umständehalb. günstig abzugeben: OPEL LIMOUSINE viertürige Limousine, mit • Koffer, ganz rassiger Wagen, Fr. 2300.— 9 PS, Modell 1933. 11226 A SCHEIBLER, LAUPEN. 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Wie Pepita mich anstarrt! 0 meine kleine Mio-San, deine Finger glitten wie Safranvögel mit lackierten Schnäbeln über die Saiten, als du dem Matrosen die Lieder von Nippon vorsangst! Erstickend, nach modernem Laub und den seltsamen fleischfressenden Blumen der Amazonaswälder duftend, pressen heisse Luftschwaden durch Tür und Fenster herein. Das Grammophon krächzt. Ueber dem blauflimmernden, allmählich verschwindenden Dunststreifen, der dort hinter der letzten Häuserfront auf dem rauschenden Strome lagert, kriecht langsam die Mondscheibe empor und als orangeröter Schaum perlt ihr : Licht über Remate de Males. Auf einmal schweigt, wie abgeschnitten, das wüste Geschrei, das die Pfahlbauspielhölle erfüllt. Dem Urwaldhändler Felipe Alvarez erstarrt gleichsam die den vollen Becher zum Munde führende Hand. Alle haben wir es vernommen! 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Die rechtmässigen Eigentümer fluchen oder lachen; die Mädchen in ihren bunten Seidenfähnchen umranden das Geländer, und vor jedem Hause, vor allen Plattformen spielt sich die gleiche Szene ab. Dort tauchen Männer schon die Paddel ein und treiben wildjauchzend ihre schlanken Kanus ins tiefe Wasser. Schüsse knallen in rascher Folge. Der dumpfe, dröhnende Krach der Winchesterkarabiner 'mischt sich mit den hellen Peitschenschlägen aus Mausergewehren. Raketen fauchen steil gegen zaghaft funkelnde Sterne,, zerbersten hoch oben und rieseln als rotgoldene und grünsilberne Schlangenbrut herab. Ich stehe am Geländer, den Arm um Pepitas Taille, denn alle Kanus sind fort. Alle flitzen sie bereits durch die Hauptstrasse « Dom Pedro» und biegen eines hinter dem andern um die nur noch halb dem Wasser entragende, allmählich umsinkende Hütte des Blatternarbigen. Dahinter rauscht der Strom, und von dorther dröhnt auch das Hämmern der Schiffsmaschine immer lauter. Stösst da nicht die Curaria des Bürgermeisters von dem Bambusnotariat ab ? Er selbst steht darin, vor der stolzen Flagge Brasiliens mit der Weltkugel und den Gestirnen. Seine beiden Peone rudern, und jetzt zieht der verdammte Kerl meine zwei Revolver, die ich so gut an den Perlmuttergriffen erkenne. Und er feuert eine krachende- Begrüssungskanonade in die Luft. (Fortsetzune folgt.) : Ausfüllen von Nuten in Zylinder - Wandungen ohne Ersetzen der Kol- . ben, mit Garantie.. Zylinderrisse, Ventilsitzrisse, Risse am Wassermantel usw., garantiert Verzugs- u. spannungsfrei. Auto-- und Elektro-Werkstätte FIAT 522 Car Alpin und Lastwagen 22-Plätzer, 3% LANCIA* Tonnen, letztes Modell, Karosserie PLYMOUTH Garage. Telephon 73.250. V.TOGNAZZO f G/ESSEN'49/51 TEi:67.299\ SELTENE OCCASION! sehr schöne Form, mit Kurbeldach und Kurbelfenstern, mit grosser Brücke, in prima Zustand, mit ganz neuer Ballonbereifung, wegen Anschaffung eines grösseren billig' zu verkaufen. 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