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E_1935_Zeitung_Nr.081

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F E U I L L E T O N

F E U I L L E T O N £)£e Versuchung, des. Jaos lüenhoven Von Karl Rosner. Fortsetzung aus dem Haurotblatt. Aber da kam mit einem Male ein Schattenhuschen in das Bild, der Vorhang wurde,von dem Fenster fortgezogeh, das Licht fiel heller vor, stand hart und scharf um das überschmale blasse Oval eines Gesichtes: Simon Marane, der mit hastenden Händen das Fenster aufklinkte — sich vorbeugte, eilig herübernickte und dann den Flügel wieder schloss, zurücktauchte, den Vorhang zwischen sich und alles draussen gleiten Hess — Als ob er mich erwartet hätte — dachte Utenhoven, und fand doch kaum ein Seltsames darin. Ueber ,die stille Strasse schritt er auf das Haustor zu. Gleich darauf sprang ein dünner Schein von Licht im Flure auf, ein Flämmchen tauchte flackernd aus dem Dunkel, und da kam auch der Doktor schon, klapperte mit dem Schlüssel suchend an dem Schloss der Tür, schien mit den unsicheren Händen nicht gleich zurechtzukommen. «Da sind Sie —», sagte er, als er die Tür endlich offen hatte, schien, wie er jetzt im Schein des hinzuckenden Flämmchens stand, dem anderen noch kleiner, noch verdrückter und grotesker auszusehen als sonst. Die langen, kühlen Finger, die den Schlüssel noch umgriffen hielten, glitten matt, wesenlos durch Utenhovens Hand. Die grossen dunklen Augen lagen für einen Herzschlag wissend und lastenschwer auf dem späten Gast, sahen die grausame Verwüstung in seinen Zügen, flohen zurück unter den Schutz der Lider. «— ich muss noch wieder schliessen —», sagte er dann leise und fortgewendet, und das war, als suchte er nach irgendeinem Anlass, von Nichtigem, Alltäglichem zu reden — «entschuldigen Sie dieses Kerzenlicht — aber die Leitung ist heute nicht in Ordnung —» Joos Utenhoven nickte nur — fern von dem allen war sein Denken, wie er Simon Marane nachschritt. Jetzt schloss der Doktor oben seine Wohnungstür auf. In einem Vorraum liess er Utenhoven treten — hier brannte Licht. Die Kerze löschte er, stellte sie ab, öffnete eine Seitentür, an deren Rahmen rechts in Kopfhöhe eine kleine, kaum halbspannlange, in blind gewordenes Messing gefasste Glaskapsel, die einen eingeschlossenen Streifen gegilbtes Pergament erkennen liess, befestigt war: eine Mesusa. Unschlüssig trat Joos Utenhoven hin und her, sah, dass Tee unter einer grotesken Wärmehaube, dass Schalen und ein Teller mit kleinem Gebäck auf dem Tische standen. Er fragte, wusste dabei, dass die Frage ohne Wahrheit und nur aus seinem Wunsch, die Stille hier zu überbrücken, kam: «Sie erwarten Besuch? — ich komme ungelegen — ?» «Ich habe Sie erwartet —» Er hob den Kopf, er atmete aus tiefer Brust. Er sagte, und die Stimme war belegt und heiser: «Ich werde reisen —» Augen, die voll von Angst und von Erkennen aus einem jäh in fahles Grau verfallenden Gesichte auf ihn trafen. Und dann, nach einem Schweigen, in dem fassungsloses Suchen rang: « — gibt es denn keinen anderen Weg —? » « — nein: keinen anderen — » Mit festen Schritten ging jetzt Utenhoven zu dem Tisch, liess sich in einem von den Sesseln nieder. Er sagte: « — ja — ich nehme gerne eine Tasse Tee. Ich habe heute noch nicht allzuviel genossen.» Und er dachte, während die Kanne unter Maranes unsicher flatternden Händen an den Rand der Schale klang: Wie rasch ich mich mit ihm verstehe —. Da braucht es nicht Erklärungen und nicht viel Worte — das ist, als wüsste er aus sich heraus, was mir geschehen ist — In seiner Schale rührte er, zerstiess den Zucker und goss Rum ein, „sagte: « Sie haben heute bei mir anrufen lassen — ?» « Sir Joshua Heseltine war da — » Ein Nicken nur. Noch immer stiess er mit dem kleinen Löffel nach diesem Rest des Zuckers auf dem Grund der Schale: « — und ich habe gesagt: Sie mögen mit ihm machen, was sie wollen — » «Ja —. » Auf eine Frage schien Simon Marane noch zu warten. Sie kam nicht, und da meinte er: « Den kleinen Hieronymus Bosch hat er gekauft — und nach dem .Inquisitor' hat er sich sehr ernsthaft interessiert erkundigt — » Den Kopf bewegte Utenhoven leise, ein spöttisch-unsicheres Lächeln stand um die geschürzten Lippen: «Nun, und —?» AUTOMOBIL-REVUE 1935 - N° 81 Simon Marane blickte beengt vor sich hin auf den Teppich nieder. Er sagte zögernd: «Ich habe nicht entscheiden wollen — aber bei dem Gebot Sir Joshuas liegt es jetzt nur bei Ihnen —. » Joos Utenhovens Hand schob all das von sich: « Wenn S i e entscheiden sollten —? > fragte er. « — ich? — einmal — vor Jahrhunderten, war der, den Greco damals malte, ein Richter über Blut, aus dem ich komme —» « Belege? » « Nein. Aber ich weiss, dass es so war.» « Sie hassen ihn? » Simon Marane lächelte aus müden Augen: «In dem Gesicht des Inquisitors steht eine Passion von Kämpfen und von Qualen, durch die er ging, ehe er daran glauben konnte, dass wir zur höheren Ehre seines Gottes brennen mussten. Er hat gelitten so wie wir. Und härter als Gerichtet-werden ist vielleicht der Weg bis zum Entschlüsse Richter-sein — » Ein Nicken nur — und Stille, Schweigen: — ja, härter als Gerichtet-werden war angemasstes Richtertum — « — ich werde reisen —», sagte Utenhoven dann noch einmal, und das war so, als wäre er schon fern und losgelöst von allem, was ihn bisher gehalten hatte. «Den Greco haben Sie gefunden, lieber Freund — er gehört Ihnen — behalten Sie ihn zur Erinnerung — auch an mich — » Den Kopf legte er tief zurück in das Genick und sagte so, während er auf und nieder schritt, im Wunsch, jetzt jeder Weichheit fernzubleiben, gleichsam beiläufig und beinahe geschäftlich — damit das nicht etwa vergessen werde: « — ja — und auch all den andern Kram hier sollen Sie dann weiterführen. Ich schreibe das noch auf —. Ich habe niemand sonst — » Still sass Simon Marane,.sprach kein Wort, sah bleich, gequält ins Weite. Blassgelb wie altes Elfenbein schimmerte seine hohe schmale Stirn im matten Lichte. Worte rannen da neben ihm, fielen auf ihn und waren Schmerz und Leid — « Der Marmor des Ghiberti soll noch aufgerichtet werden — und immer sollen rote Rosen auf dem Grabe sein —. Das werden Sie mir halten wie kein anderer — ich weiss: Sie haben sie ja auch, geliebt — » (Fortsetzung folgt.) Die neue Lehrerin redete ihre neuen Schüler folgendermassen an : * Liebe Kinder, wir wollen gute Freunde werden, ihr dürft mir alles vertrauensvoll sagen!» Da stand ein kleiner Junge auf und sagte treuherzig: « Ich langweile mich so! » «Ist das Pferd, das Sie mir da verkaufen wollen, auch nicht furchtsam ? > « Ach wo ! Es schläft ganz allein im Stall ohne Licht.» < Dieses Bild ist meiner Meinung nach noch das beste, das ich gemalt habe. > < Na ja, junger Mann, deswegen brauchen Sie nicht gleich den Mut zu verlieren.» Entscheidung. En «Hier ist das zum Verkauf stehende Haus, wie gefällt dir die Gegend? > Sie: «Die Aussicht macht mich sprachlos, -^ so schön!» Er: «Wir kaufen das Haus» 10er Packung Fr. 4.50, 4er Packung Fr. 2.-. Gratis-Prospekt diskret durch EROVAQ A.-Q., Zürich 25, Bachtobelstr. 59. Lesen Sie die Broschüre „Angst vor EmpfängnlsT" Ton Dr. K. Engler, zu beziehen gegen Einsendung von Fr. 1.20 in Briefmarken oder auf Postscheck VIII/1819 Erovag A.-Q. Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich In O. R. Wagners CH Touring, Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des T. C. S. KUSSNACHT • • am RIGJ-I Die berühmte klassische Stätte der Urschweiz Ruder- und Angelsport. Strandbad, Bergtouren Schöne Spazierwege und Ausflöge Bevorzugter Auf enthalt für Erholungsbedürftige Hotel Küssnachterhof Hotel du Lac (Seehof) Kurhaus Eichholtern Lenzburg A.C.S. Hotel Krone T.C.S. In Automobilistenkreisen altbekanntes Hotel. Spezialitäten aus Küche und Keller. Zimmer mit fl. 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N° 81 — 1935 AUTOMOBIL-REVUE 11 WÄ aftl^ckes Motorisierung und Benzinverbrauch in den Vereinigten Staaten. Nach den bisherigen Feststellungen hat der diesjährige Benzinverbrauch in den Vereinigten Staaten von Amerika alle Erwartungen übertroffen. Nachdem schon die Absatzziffern des Jahres 1934 diejenigen des Rekordjahres von 1931 überschritten haben, so dürfte auch im laufenden Berichtsabschnitt der Gesamtabsatz an Benzin ebenfalls die 1931er Ergebnisse überschreiten, und zwar trotz erheblicher Schrumpfung des Benzinexportgeschäftes. Der amerikanische Benzinkonsum stellte sich im 1. Semester 1935 auf 199,5 Mill. Barrels (1 Barrel = 158,9 Liter), gegen 192,16 Mill. Barrels in der entsprechenden Periode des Vorjahres, was somit einer Zunahme um 3,8 % entspricht. Während des ganzen Jahres 1934 wurden 406,4 Mill. Barrels abgesetzt, womit der 1931er Rekordverbrauch von 403,4 Mill. Barrels bereits um 3 Mill. Barrels überschritten worden war. Nachdem im Monat Juli des laufenden Jahres ein gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode erheblich grösserer Benzinkonsum konstatiert werden konnte, so dürfte zweifellos der Gesamtabsatz im laufenden Berichtsabschnitt die Vorjahresziffern übersteigen. Für diesenfmächtägen Auftrieb des amerikanischen Benzinkonsums dürfte in erster Linie die Wiederbelebung des motorisierten Strassenverkehrs verantwortlich sein. Die seit 1930/31 einsetzende ununterbrochene Schrumpfung des Motorfahrzeugbestandes ist bekanntlich im Jahre 1934 von einer wieder kräftig nach aufwärts gerichteten Bewegung abgelöst worden. Bis zum Vorjahre erreichte auch die Neuproduktion nicht die notwendige Zahl, um die aus dem Verkehr gezogenen Motorfahrzeuge zu ersetzen. Mit 26,5 Mill. Fahrzeugen ist im Jahre. 1930 der maximale Bestand erreicht worden, um bis 1933 auf einen Tiefpunkt von 23,8 Mill. Einheiten zurückzugehen. Erst im letzten Jahre entwickelte sich der Absatz an neuen Wagen so stark, dass die Gesamtzahl erstmals wieder eine Zunahme auf 24,9 Mill. Fahrzeuge zu verzeichnen hatte. Die amerikanischen statistischen Erhebungen zeigen auch, dass der Benzinverbrauch mit den Bewegungen des Motorfahjzeugbestandes nicht immer parallel läuft: Vergleicht man nämlich die Entwicklung des amerikanischen Motorfahrzeugbestandes mit derjenigen des Benzinkonsums, so ergibt sich wohl insofern eine Uebereinstimmung, als naturgemäss beide von der Krise in Mitleidenschaft gezogen-wurden. Im Verhältnis war jedoch die Abnahme des Benzinkonsums bei weitem nicht so stark, wie sie der Verringerung des Fahrzeugbestandes entsprochen hätte. Mit der beginnenden wirtschaftlichen Erholung hat auch der Benzinkonsum stärker angezogen, als nach der Steigerung des Motorfahrzeugbestandes zu erwarten gewesen wäre. An Hand der einzelstaatlichen Verbrauchsstatistiken, die auf die Benzinsteuererhebungen aufgebaut sind, lässt sichdie Entwicklung, wie aus nachstehender Zusammenstellung hervorgeht, genau verfolgen: Motorfahrzeug- Vorände- Benzin- Verinde- Vlhr bestand 1 ) rangen varbrauch rangen in 1000 Stack In •/. In Mill. Olli. In V, 1929 26 501 — 13 962 ; — 1930 26 545 +0,16 15 786 +13,1 1931 25 833 —2,69 16 629 + 5,3 1932 24 115 —6,65 15 502 — 6,8 1933 23 844 —1,12 15 436 — 0,4 1934 24 933 +4,57 16 617 + 7,7 1 ) per Jahresende. Die starke wirtschaftliche Depression, die flach dem Börsenkrach im Herbst 1929 die amerikanische Inlands- und Exportwirtschaft unter Druck setzte, widerspiegelt sich deutlich im Motorfahrzeugbestand, wie auch in der Höhe des Benzinverbrauchs. Unverkennbar ist aber eine gegensätzliche Entwicklungsikurve, zeigt doch der Benzinverbrauch noch dann eine Steigerung, nachdem der Fahrzeugbestand bereits zum Stillstand gekommen bzw. in Rückgang begriffen war und anderseits gestaltete sich die Verbrauchszunahme im letzten Jahr verhältnismässig stärker als die relative Höhe des Wagenbestandes. Während die Zahl der registrierten Fahrzeuge von 1929-1934 von 26,5 auf 24,9 Mill., also um 6,4 Prozent zurückgegangen ist, hat der Benzinkonsum von 13 962 auf 16595 Mill. Gall. oder um 19 Prozent zugenommen. Diese unterschiedliche Entwicklung ist "bis zu einem gewissen Grad dadurch zu erklären, dass der Mötorfahrzeugbestand jeweils die Zahl der am Ende eines Jahres in Betrieb befindlichen Einheiten anzeigt, während sich der Benzinverbrauch übersdas ganze Jahr erstreckt, so dass er sich zum grössten Teil auf die jeweils im vorausgegangenen Jahr registrierten Fahrzeuge bezieht. Die hohen Bestandziffern von 1930 sind also noch dem Konsum des Krisenjahres 1931 zugute gekommen. Darüber hinaus hat aber auch der Verbrauch je Fahrzeug in den letzten Jahren zugenommen. 1934 stellte sich der durchschnittliche Verbrauch pro Fahrzeug auf 666 Gall., das sind rund 12 000 Liter Benzin gegenüber 527-Gall. im Jahre 1929. Diese Steigerung muss als ausserordentlich bezeichnet werden, da der. starkpferdige amerikanische Wagen bereitsfür 1929 einen viel höheren Benzinkonsum {beanspruchte als dies in den übrigen Ländern der Fall war und seither auch die technische Entwicklung des Motorenbaus nach benzinsparenden Typen tendiert. Im Benzinverbrauch spielt aber auch das Verhältnis zwischen Last- und Personenwagen eine Rolle, besonders die Krisenfestigkeit des amerikanischen Lastwagenverkehrs bei einer Abnahme des Lastwagenbestandes um nur 0,9 Prozent von 1929 auf 1934, dürfte die Gestaltung des Benzinkonsums massgebend beein- ; flusst haben. Ein anderer Faktor, der für den steigenden Benzinverbrauch zu berücksichtigen ist, dürfte in dem weitern Vordringen des Motorfahrzeuges auf dem Lande zu erblicken sein, hat sich doch der Absatz von Automobilen in den Kleinstädten und auf dem Lande im Jahre 1934 um 38 Prozent erhöht, während er in den Städten mit mehr als 10 000 Einwohnern nur um 18 Prozent angestiegen ist. Daneben hat aber auch die fiskalische Belastung des Benzins von nur 2—2,5 Cts. pro Liter durchwegs dem Benzinkonsum zu einer gewaltigen Steigerung verholfen, so dass sich namentlich für die amerikanische "Erdölindustrie auch in dieser Hinsicht, nicht zuletzt auch für den Fiskus, für das laufende und kommende Jahr gute Perspektiven eröffnen. A. C. S. SEKTION AARGAU. Ballon-Fuchsjagd. Die auf Samstag, den 5. Oktober angesetzte Ballon-Fuchsjagd konnte der schlechten Witterung wegen nicht durchgeführt werden und ist verschoben worden auf nächsten Samstagnachmittag, den 12. Oktober 1935. Das Programm ist dabei wie folgt abgeändert woren: 12.30: Besammlung aller Teilnehmer beim Gaswerk Wohlen. 13.00: Start des Ballons und der Automobile. 16.00 ca.: Landung des Ballons. 19.30: Preisverteilung mit einfachem Nachtessen im Hotel Glockenhof in Aarau. Einem vielfachen Wunsche Rechnung tragend, haben wir die Veranstaltung auf den Samstagnachmittag verlegt, womit eine recht ansehnliche Teilnehmerzahl erwartet werden darf. Anmeldungen sind bis spätestens Donnerstag, den 10. Oktober an das Sekretariat in Aarau (Tel. 20.60) zu adressieren. SEKTION ZÜRICH. Als nächste Veranstaltung ist für Ende Oktober, anfangs November eine Schnitzeljagd vorgesehen, die eventuell mit einem samstagnachmittäglichen Herbstausflug verbunden, werden soll. Ab 20. Oktober beginnen zudem die drei Ski- und Turnkurse unter der Leitung von Herrn Leutert, Zürich, Schweiz. Skiinstruktor, für welche rund 100 Herren und Damen angemeldet sind. Am 10. Oktober treffen sich die Damenmitglieder zu einer Herbstfahrt nach der aussichtsreichen Buch ob Herrliberg, wo ein frohes Zusammensein vorgesehen ist *""" Der-"Vorstand~hay:Im~uh'rigen das diesjährige" Winterprogramm wie folgt festgesetzt: 3. November: Filmmatinee in Zürich. ,14. November: Wintergeneralversammlung mit Martinimahl im Hotel «Waldhaus Dolder » in Zürich. , 12. Dezember: Monatsversammlung mit Lichtbildervortrag in Zürich. Ende Dezember bis anfangs Januar: Winterskisportwoche. 12. Januar: \Filmmatine'e in Zürich. 25. Januar: Glubball im € Dolder Grand Hotel» in Zürich. Im Fefcruar: •Monatsversammlung mit Lichtbil-i dervortrag (Strassen- oder Verkehrsproblem). Zweite Hälfte März: Frühjahrsgeneralversammlung mit buntem Abend in Zürich. Im April: Monatsversammjung mit Lichtbildervortrag in Wiriterthur. Auto-Gymkhant. Wieder einmal mehr hat die Sektion Zürich den Beweis erbracht, dass es ihr nicht an Ideen und Möglichkeiten gebricht, ihren Mitgliedern immer Neues und Interessantes vorzusetzen. Und dies trat am Sonntag so recht in Erscheinung, da man sich — 55 an der Zahl — auf dem in wenigen Wochen: schon, als Eisfeld Dolder bevölkerten Terrain Stelldichein gab, um nach allen Regeln der Kunst zu gymkhanisieren. Da zeigte es sich eindeutig, dass ein behördlich ausgestellter Autoführerausweis noch lange keine hundertprozentige Legitimation für «wirkliche» Autofahrtüchtigkeit darstellt, dass es vielmehr einer langen Praxis des Geistes und der Selbstzucht bedarf, um Auto fahren zu können. Wer aber gut durch die Klippen dieser Gymkhana gekommen ist, bedarf keiner psychotechnischen Prüfung mehr. Frohen Mutes machten sich alle Konkurrenten — sogar die Damen — an die neun Aufgaben heran, um aber bald zu konstatieren, dass das Lenkrad, der Gashebel, die Wagenwendigkeit und last but not least die gestellten Hindernisse Schwierigkeiten in ungeahnter Fülle boten. In der ersten Aufgabe galt es, einen Feuerwehrschlaüch rückwärts zu überfahren; die über den supponierten Schlauch gelegten Holzbrücken hatte der Konkurrent selbst nach seiner eigenen Schätzung zu placieren. Und auch Aufgabe 2 musste' im Rückwärtsgang gelöst werden; hier wurde es schon kitzliger, denn auf dem Kulminationspunkt, eines Bockes figurierte eine Rinne, in der die Hinterräder zum Stehen gebracht werden mussten. Doch nicht genug des grausamen Spiels. Der Fahrer hatte zur Bewältigung dieser Aufgabe, seinen Blick nach vorwärts zu richten, da irgendwo signalisiert wurde. Sah nun der Konkurrent diese Signale, dann hatte er, mit den Augen den Winker, mit dem Gefühl den Bock beobachtend, seinerseits die entsprechenden Winksignale zu geben. Das Spurfahren wurde als dritte Aufgabe, insofern manchem zum Verhängnis, als der Konkurrent mit der einen Hand das Lenkrad, mit der andern: aber einen Kartonteller, auf dem er drei Bälle balancierte, zu bemeistern hatte. Und manche Spurmarkierung spritzte, vom Pneu getroffen, auf die Seite. Die supponierten Garagen stellten besondere Anforderungen an die bereits ziemlich heiss gefahrenen' Konkurrenten; hier galt es, den Wagen zu wenden, und zwar auf einer Minimalfläche. Im Ernstfall würden so enge Garagen ohne Zögern dem Abbruch- Honegger. zur Verfügung gestellt. «In Zürich wird so selten, gehupt», dass man sogar eine Klaxonkonkurrenz schuf, nämlich in Verbindung mit dem Gewichteheben. Ein Gewicht befand sich an einer Säule und -dieses musste, mit einer Schmu - geha*- ten, innerhalb einer bestimmten Markierung umfahren werden. Misslang das, dann wurde «in Zürich gehupt». Aber auch das Kreuzfahren war nicht jedermanns Sache und auch die ziemlich saftige Kurvenfahrt bot Gelegenheit, ganzes Können zu zeigen. Vor dem happy end aber, das ein Anhalten auf einer markierten Linie erforderte, hie"ss es noch schnell ein Rad wechseln. Und dann kamen die Mathematiker zum Wort. Strafpunkte wurden errechnet, Zuschläge und Abzüge gemacht und aus all dem ergab sich dann das, was man gemeinhin Resultat nennt. Die besten Resultate: Experten: 1. W. Jenny, 386 Punkte; 2. M. Fiedler, 459 P.; 3. H. Kessler, 462 P.; 4. M. Bolli, 488 P. — Damen: 1. Frl. Rütschi, 936 P.; 2. Frau G. Zimmermann, 1510 P. — Amateure: 1. TJ. Binder, 593 P.; 2. A. Müller, 630 P.; 3. W. Koch, 639 P.; 4. und 5. (ex aequo) J. Kuhn jun. und W. Frey, 650 .P. T. C. S. Strassenhilfsdlenst des T.C.S. Dank der engen Zusammenarbeit zwischen Zentralverwaltung, den verschiedenen Sektionen und dem Streckendienst konnten die Strassen-Agenten während den letzten 5 Monaten einer grossen Zahl von Automobilisten und' anderen Strassenbenützern bei der Behebung von Pannen behilflich sein, wie dies aus der nachstehenden Zusammenstellung hervorgeht: . Erste Behebung von Pinnen Tr«n«Hrt Monat \ Hilfe Auto Motorrtdtr Veto* ». Verw. Mai 23 272 131 52 6 Juni 48 382 246 95 11 Juli, 48 357 232 62 10 August 21 344 195 49 5 September 25 218 128 40 7 Total 165 1573 932 298 29 Wie die Erfahrungen gezeigt haben, rechtfertigt die. Anwendung des abgeänderten Strassenhilfsdienst-Reglementes die Tätigkeit der Agenten auf den Bergstrassen und auf Strecken, wo oft weit und breit keine Garagen anzutreffen sind. Wenn auch die Hilfeleistungen der T. G. S.-Agenten auf diesen Strassen zahlenmässig geringer waren, haben sie sich auf diesen abgelegenen Routen dafür um so nützlicher erwiesen. Es wäre allerdings verfrüht, aus diesen ersten Erfahrungen bereits definitive Schlüsse ziehen zu wollen. Der T. G. S. muss zuerst die Grosse der einzelnen Faktoren kennen, bevor er sich über das Ergebnis dieses Versuchs aussprechen kann, der den strassenhilfstechnischen Massnahmen des kömmenden Jahres zugrunde gelegt werden sollen. Sämtliche Maschinen der Strassen-Agenten sind in Genf wieder eingestellt worden, wo sie während des Winters vollständig demontiert und überholt werden. In den Abendstunden des 27. Septembers sammelten sich die T.' C. S.-Agenten der ganzen Schweiz in Lausanen, von wo sich das Detachement in geschlossener Kolonne nach Genf begab, während am 28. Septerrfber die eigentliche Demobilisierung des Strassenhilfsdienstes stattfand. Nach der militärisch durchgeführten Inspektion beschloss eine äusserst interessante und aufschlussreiche Diskussion über die während des Betriebsjahres gesammelten Erfahrungen die Zusammenkunft. • ü|-'Die.Erfahrungen haben die Nützlichkeit des v0m !T?.tVS. 1928 eingerichteten und auf den wichtigsten ;Strassen der Schweiz durchgeführten Strassenhilfsi dienstes wieder einmal mehr in ihrem vollen Um- ; fange bestätigt. * Bussenzuschlags-Verttcherung. Die Bestimmungen der französischen Verordnungen (Dforets-lois) vom 16i Juli 1935 sehen eine starke Erhöhung der Bussen, vor, die über in- und ausländische Automobilisten bei Unglücksfallen verhängt werden können. ... . . ; ...-._ Ein 9jte?CT Verordnungen fixiert in Abänderung des Strafgesetzbuches die bei fahrlässiger Tötung zu verhängende Busse auf frz. Fr. 1000.— bis frz. Fr. 10,000.—-und bei fahrlässiger Körperverletzung auf frz. Fr. 500.— bis frz. Fr. 5000.—. Eine weitere Verordnung bestimmt, dass mit den Bussen ein Zuschlag erhoben werden muss, der dem aehnfachen Betrag der verhängten Strafe entspricht. Infolgedessen ist d«r Automobilist, der fahrlässig einen Unfall verursacht, Strafen ausgesetzt, die unter Berücksichtigung der Zuschläge frz. Fr. 55,000.— erreichen können, wenn das Unfällsopfer nur verletzt wird und frz. Fr. 110,000.—, wenn der Unfall tödlich ist. - Das Gesetz verbietet die Versicherung der vom ; Straf lichter verhängten Bussen, dagegen wäre es vielleicht -möglich, sich für: den Betrag der Zusehläge zu versichern, da deren strafrechtlicher Charakter bestritten ist. ,Wir_ prüfen zur Zeit diese Frage, zu der das französische Justizministerium noch Stellung nehmen wird, und werden nach Erhalt ergänzender Informationen nicht verfehlen. Sie zu benachrichtigen, unter welchen Bedingungen unsere nach Frankreich reisenden Mitglieder eine derartige Versicherune abschliessen' können. Autosektlon Waldstätte Aelpler-Chllbl und Kinderfest auf Michaelskreuz. Der T. G. S. hatte l es wieder einmal mehr verstanden, seinen Mitgliedern etwas Schönes und speziell für die Kinder Xustiges zu bieten. Auf dem Michaelskreuz stand bereits eine grosse Chilbibude, in fünf Unterabteilungen eingeteilt:' Chilbiradj Schiessbude, Ringwerfen, Ballwerfen, und zu hinterst war ein kleines Chasperlitheater eingerichtet. Vor dem Platz war eine riesige Kletterstange aufgestellt mit einem Kranz, 'reichlich dekoriert; überall wurden Fahnen aufgemacht und für die Kleinen allerlei Spiele vorbereitet Dem Organisationskomitee gehört hier volle Anerkennung für die sehr grossen Vorbereitungsarbeiten Ȧuf 1 Uhr war eingeladen, aber schon vor der iZeit kamen die Wagen herangefahren. Langsam iwurden die Buden belagert, die Tische besetzt, jeder !will auf seine Rechnung kommen, und das kam er auch. Eine Jodlergroppe und ein Alphornbläser verliehen der Ghilbi den richtigen Rahmen. Vom Restaurant her hört man die lupfigen Töne einer Ländlerkapelle, was die Jungmannschaft bald zu den rhythmischen Bewegungen auf die Bretter lud. Onkel Jakob Bieri hat es eilig; er ist viel beschäftigt und hat einen schweren Tag, um all die kleinen TCSIer zu. befriedigen., .Da_kommt er mit «iner-Schar und lässt zum 'Schwingen antreten. Inzwischen beschäftigt sich der Kassier Ls. Dönni mit einer andern Gruppe an der Kletterstange; wie Eichhörnchen holen die Kleinen ihre Gabe vom Kranz, aber manchmal geht's auch nicht ohne rote Beine ab. Ein Höllenlärm ertönt beim Chilbistand; die Leute strömen hinzu, jeder möchte etwas nach Hause tragen; der Stand wurde den ganzen Nachmittag derart belagert, dass, vor Schluss ausverkauft war. Auch das Ringwerfen ist belebt,* und Schiessfreunde widmen sich dem zielsichern Sport. Da werden Karten verteilt; was ist denn das? Ach natürlich für die Kinder, damit ein Ballon in Empfang genommen werden kann, denn um 4 Uhr ist grosser Start. Auf der andern Seite der Kapelle finden wir Onkel Jakob mit seiner Aegide. Die Augen werden den Medien verbunden und sollen einer auf Karton gemalten Kuh den Schwanz ans richtige Ort setzen! Jetzt geht's ans Ballenwerfen. Eine Serie Büchsen ist aufgestellt und muss heruntergeworfen werden. Ja warum sind denn die Kinder so begeistert, etwas zu tun? Weil die Sektion jedem etwas mitgebracht hat! Ein TCS-Abzeichen in Chrömliform, Schokolade, Ghäs, und zwar Chäs fürs Chäszänne. Es ist 4 Uhr geworden, und die Kinder drängen zum Start der Ballons. Eins — zwei — drei zählt Onkel Jakob, und 50 Ballons sind gestartet. Wohin 'sie gehen, werden die Kinder bei einem speziellen Anlass am Samstag, den 12. Oktober 1935 auf dem Dietschiberg vernehmen. Nun ist es etwas ruhiger geworden; das viele Springen und Gumpen macht Hunger, und so verziehen sich einige zu einem Imbiss. Inzwischen machen wir einen Rundgang zum Wagenpark. Ist das möglich? 137 Wagen sind hier. Unglaublich, aber wahr. Ein Film wurde gedreht, und wie mancher ist hier aufgenommen worden! Das alles können Sie dann an dem im Monat November stattfindenden Familienabend wieder sehen. Die Sonne geht langsam zur Neige, das Fest wird trotzdm im gleichen Rahmen fortgesetzt bis gegen 6 Uhr. Aber langsam verzogen sich die Leute, und die letzten Schlachtenbummler hielten fest am Ringlistand. Eine Flasche um die andere wurde weggetragen, währenddem der Alphornbläser zu einem letzten Gruss ansetzt; auch die Musik spielt ihre letzten Weisen, und die Jodlergruppe verlässt den Festplatz unter den Klängen eines schönen Schweizerjodeis. Nun geht die Arbeit wieder fürs Komitee los, die Sache muss abgetragen werden, und alle gehen tapfer an die Arbeit. Zufrieden kehrten alle nach Hause in der Hoffnung, dass wir uns bald wieder an einem anderen Anlasse mit der TCS-Familie treffen können Der nächste Stammtisch befindet sich Freitag, den 11. Oktober 1935, 20 Uhr, im Hotel Pilatus, Kriens (Kegelschub), wozu wir alle freundlich einladen. Nichtkegler werden zu einem gemütlichen Jass eingeladen. Der Vorstand. ; AUTOSEKTION BERN, UNTERSEKTION OBER- LAND. Cteschicklichkeltsfahren. Sonntag, den 6. Oktober fand in Thun das Geschicklichkeitsfahren der Untersektion Oberland des T.C.S. statt. Um es vor- j weg zu nehmen: die Geschicklichkeitsprüfung waT für die Veranstalter in jeder Beziehung ein voller Erfolg. Eine Startliste mit 55 Konkurrenten, Beteiligung von nah und fern, zahlreiches interessiertes Publikum, ein sehr gut angelegter Parcours, zu allem dem noch das passende Wetter haben der Veranstaltung jenen Erfolg beschieden, der bei ahn. liehen Anlässen in letzter Zeit wohl da oder dort ausgeblieben ist. Die Prüfung selbst fand auf dem hiefür ideal gelegenen Gelände der kleinen Allmend, deni Uebungsplatz der Motorwagentruppen, statt. Die Prüfungsfahrten begannen um 10 Uhr vormittags und dauerten, mit einem Unterbruch über Mittag bis 17 Uhr. Neben verschiedenen bekannten Hindernissen fand man auch etwas neues vor. Schwierigkeiten bereiteten manchem Konkurrenten der Autoball, der sich meist recht widerspenstig zeigte, dann aber auch die -Beantwortung von drei Verkehsfragen, die etwas unvermutet während des Parcours gestellt wurden und zu .deren Beantwortung nur einige Sekunden zur Verfügung stunden. _ Die Preisverteilung fand in der Offizierskaritine in Thun statt. Herr Fritz Müller, Vizepräsident der Untersektion, eröffnete sie vor vollem Lo* kal, indem er sowohl Konkurrenten wie Interessent ten fÜT ihr Erscheinen den besten Dank aussprach. Die ersten 5 Preise entfielen auf folgende Konkurrenten: 1. RleseT Franz, Interlaken, 33 Strafpunkte. 2. Gander .Hans, Thun, 33 Strafpunkte (längere Fahrzeit). 3. Mathys Walter, Bern, 40 Strafpunkte. 4. Müller Fritz, Thun, 55 Strafpunkte. 5. Hediger Hermann, Thun, 66 Strafpunkte. Bei dem Erfolg, den die Veranstaltung zeitigte, darf man wohl nächstes Jahr auf eine Wiederholung hoffen. den Verbänden CHAUFFEUR-VEREIN ZÜRICH Flugtag in Dübendorf. Liegt es schon im Blute des Chauffeurs, stets wieder etwas Neues zu sehen und zu erleben, so ist es nicht verwunderlich, dass eine so fröhliche Schar unserer Mitglieder, dazu noch bei schönstem Herbstwetter, sich pünktlich auf dem Flugplätze einfand, um sieh entweder das Schauspiel eines Fluges aus nächster' Nähe anzusehen, oder eventuell sogar selber ein solches Wagnis zu riskieren. Mit grösster Spannung verfolgte man denn auch den ersten Start, an welchem unsere beiden Organisatoren Jakob und Goddi, mit entsprechender Miene, Probe ihres Mutes ablegen mussten. Doch der rote Vogel brachte sie nach einer Viertelstunde strahlend vor Freude zurück. Und als dann auch eine zweite und dritte Gruppe, wohlbehalten und mit heller Begeisterung zurückkehrte, da waren selbst unserem grössten Pessimisten, dem Kassier, seine Bedenken geschwunden und in Begleitung seiner tröstenden Gemahlin gelang es auch ihm, die befreienden Lüfte zu durchschweben, um nach kurzem Kampf lächelnd wieder zur heissgeliebten Mutter Erde zurückzukehren. Und wie die ersten, so waren auch alle folgenden Flüge ein unbeschreiblicher Genuss für die Insassen. Dass das gute Gelingen in erster Linie dem wackeren Piloten Herrn Zweifel zu verdanken ist, möchten wir ihm alle gebührend anerkennen, und in treuer Freundschaft fühlen wir uns mit ihm als. einem alten Berufskollegen verbunden. . . ' Ein gemeinsamer Scnlußschoppen bot noch' je* dem Gelegenheit, seine teilweise verlorene Gesichtsfarbe wieder zu finden, und mit einem herzlichen Dank an die Veranstalter hat ein unvergessliches Ereignis seinen Abschluss gefunden. E. G.