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E_1935_Zeitung_Nr.081

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Tech • Rundschau

Tech • Rundschau Störung durch Brennstoffblasen noch nicht überwunden. Am diesjährigen Sommermeeting der amerikanischen Society of Automotive Engineers wurde u. a. auch die Frage der Brennstoffzufuhrstörungen durch Gasblasenbildung besprochen. Einer der Referenten legte dar, dass die Störung heute noch keineswegs überwunden ist, obschon man sich in den letzten Jahren schon besonders mit ihr befasst hat. Praktisch scheinen sogar solche Störungen eher aufzutreten als früher, was wohl damit zusammenhängt, dass einerseits die Temperatur unter der Motorhaube der modernen Wagen höher ist und andererseits, dass die heutigen Benzine mehr leichtflüchtige Bestandteile enthalten. Ein nicht zu kleiner Anteil an leichtflüchtigen Bestandteilen im Benzin wäre zwar nur vorteilhaft für leichtes Anspringen des Motors. Gerade mit Rücksicht auf die Gasblasenbildung gilt es aber einen Kompromiss zu schliessen. 240 2 160 12a A / t 25 3O 35 Time in Minute« Kurvenhild eines amerikanischen Versuches, bei dem die Zusammenhänge zwischen der Temperatur verschiedener Motororgane, des Kühlwassers und der Luft unter der Motorhaube einerseits und der Wird das Benzin im Schwimmergehäuse des Vergasers so warm, dass seine leichtflüchtigen Bestandteile in Gasform übergehen, so ist der Vergaser vielfach nicht mehr imstande, die Brennstoffabgabe richtig zu dosieren. Treten die Gasblasen in der Düse auf, oder wird durch Gasblasen die Brennstoffpumpe in ihrer Förderleistung behindert, sei es, indem sie zum Teil nur Blasen fördert oder wegen ihr vorgelagerter Blasen nicht richtig ansaugen kann, so erhält der Motor ein zu brennstoffarmes Gemisch. Vorzeitige Verdampfung von Benzinanteilen kann aber auch schuld sein, dass der Motor ein zu brennstoffreiches Gemisch erhält. Dieser Fall tritt z. B. dann ein, wenn durch eine Art «Gasblasen-Explosion» in der Verbindungsleitung zwischen Pumpe und Vergaser plötzlich eine grössere Brennstoffmenge in das Schwimmergehäuse hineingedrückt wird, oder wenn die Blasenbildung in der ScHwimmerkammer so rasch vor sich geht, dass die Dichtigkeit des Brennstoffinhaltes der Schwimmerkammer deutlich abnimmt und der Schwimmer deshalb sinkt. In beiden Fällen zeigt sich dann die Erscheinung, dass der Vergaser überläuft. Bei rascher Fahrt mit stark angestrengtem Motor können sich manchmal Gablasenstörungen durch ein zeitweiliges Schwanken der Motorleistung bemerkbar machen, oder gar durch ein «Bocken» des Motors, das den An- Der « empfindliche » Kompressormotor. noch sehr uneben, da das Blech durch die Gasblasenbildung in den Rohrleitungen andererseits, festgestellt wurden. Senkrecht ist die Tem- diese Unebenheiten durch Abfeilen oder 3000 Besitzer von Graham-Wagen mit Ge- grosse Hitze deformiert wird. Statt dass nun peratur in Grad Fahrenheit aufgetragen, waagrecht Klopfen beseitigt werden, wodurch in manchen Fällen die Verbindung geschwächt die Zeit in Minuten. Der Wagen wurde zuerst 20 Minuten lang eine Tprozentige Steigung mit 40 Meilen Geschwindigkeit bergauf betrieben, worauf man den Motor mit 360 Touren leer laufen Hess. Die Kurvenzüge zeigen, dass nach Beginn des Leerlaufes die Temperatur sofort stark anstieg. Die Kurven beziehen sich (von oben nach unten) auf die Temperatur des Vergaser-Flansches, des Kühlwassers, der Luft unter der Motorhaube, der Hauptdüse, des Vergasereinlasses, des Schwimmergehäuses und des Brennstoffpümpeneinlässes. schein macht, als ginge das Benzin aus. In der Regel macht .sich aber die Gasblasenstörung nur bemerkbar, wenn man entweder längere Zeit stark bergauf fährt, oder wenn man nach, rascher Fahrweise den Motor einige Minuten lang abdrosselt und dann wieder anfahren will. Durch das Langsamfahren steigt dann gewöhnlich die Temperatur unter der Motorhaube erst recht an. Um die Störungen sicher auszuschliessen, dürfte der Brennstoff in keinem Teil des Leitungssystems zum Sieden kommen. Der Vergaser muss dazu vom Auspuffrohr einen gewissen Mindestabstand haben, die Luft muss_ gut durch die Motorhaube zirkulieren können und sowohl die Leitungen, wie die Pumpe uiid AUTOMOBIL-REVUE 1935 — N° 81 der Vergaser sind möglichst gut gegen Wärmeübertragung abzuschirmen. Für Fälle, in denen es sich nicht vermeiden lässt, dass der Vergaser Temperaturen annimmt, die höher als der Siedepunkt der leichtflüchtigen Benzinanteile liegen, wird ein künstliches Wegdestillieren dieser Anteile schon vor dem Vergaser vorgeschlagen. Die Leitung zwischen dem Vergaser und der Pumpe wäre dazu an irgend einer Stelle höher zu erwärmen als der Vergaser. Damit die hier verdampfenden leichtflüchtigen Anteile dann aber keine Störungen verursachen, müsste die Schwimmerkammer des Vergasers besonders gut ventiliert sein. Dieser Vorschlag steht in auffallendem Widerspruch zu der Empfehlung, Gasblasenstörungen dadurch zu vermeiden, dass man die Leitungen an möglichst kühle Stellen verlegt. In gewissen Fällen dürfte er aber trotzdem Erfolge zeitigen. Angeraten wird ferner, die Mündung der Düsen nicht zu knapp über dem Schwimmergehäuse-Niveau zu wählen, und die Schwimmerkammer so zu gestalten, dass dabei eine möglichst grosse Brennstoffoberfläche entsteht. Beides vermindert die Gefahr, dass der Vergaser bei Eintreten der Gasblasenbildung überläuft. -s. Strassen- und geleisegängiger Lastwagen. Ein interessantes neues System, das die Benützung von Lastwagen sowohl auf der Strasse wie auch auf Eisenbahngeleisen gestattet, hat ein Ingenieur der Bostoner Ge^ neral-Transportation Company entwickelt. Die Räder des Lastwagens erhalten dabei bläsemotor haben nach einer Statistik der Grahamwerke innerhalb der letzten 18 Monate 64 Millionen Kilometer zurückgelegt, ohne dass der Fabrik von einem einzigen Fall etwas bekannt geworden wäre, in welchem das Gebläse versagt oder in einem seiner Teile hätte erneuert werden müssen. Nach einem Bericht der Grahamwerke sollen die mit einem Gebläsemotor ausgerüsteten Wagen auch wirtschaftlicher sein und weniger Störungen haben, ganz abgesehen von der Mehrleistung, die sie gegenüber andern gleich grossen Motoren ohne Kompressor aufweisen. Der Graham-Zentrifugal- Kompressor soll speziell die Lebensdauer der Kurbelwellenlager und der Pleuellager erhöhen, daneben aber auch noch das Verbrennen oder rasche Undichtwerden der Ventile ausschliessen. -thneben den gewöhnlichen Reifen auf der Innenseite des Rades zusätzliche Stahlfelgen mit Spurkranz, deren Durchmesser kleiner ist als der Reifendurchmesser, so dass sie bei der Fahrt auf der Strasse den Boden nicht berührt. Der Wagen kann überall dort auf Geleise übergehen, wo die Fahrbahn auf der Geleiseoberkante liegt, z. B. bei allen Niveauübergängen. Damit bei Weichen oder bei Strassenkreuzungen das Fahrzeug nicht wieder vom Geleise abgehoben wird, braucht lediglich die Luft aus den Pneus herausgelassen zu werden. Umgekehrt pumpt man dann, wenn wieder auf der Strasse gefahren werden soll, die Pneus mit einer Motorpumpe wieder auf und kann an der ersten Stelle, wo zwischen Strasse und Geleise Niveaugleichheit besteht, das Geleise wieder verlassen. -s. Weichlot im Karosseriebau. Es ist noch wenig bekannt, dass auch bei modernen Stahlblechkarosserien manchmal in umfangreichem Mass Weichlot verwendet wird. Die meisten Stossfugen der Karosserieeinzelteile werden zwar miteinander verschweisst, wobei vor allem die elektrischen Schweissverfahren grosse Bedeutung erlangt haben. Diese Schweissverbindungen sind aber meist würde, oder dass man sie durch Auftragen von Spachtel behebt, füllt man sie mit Lötzinn auf. Damit das Weichlot sich gut mit der Unterlage verbindet, werden die Verbindungsstellen nach erfolgter Schweissung entweder abgeschmirgelt oder mit rotierenden Drahtbürsten blank gemacht. Dann werden sie mit einer Gasflamme erhitzt und nun durch Bestreichen mit einem Weichlotstab verzinnt. Ist die Oberfläche einmal gleichmassig mit Weichlot bedeckt, so werden grössere Brocken Weichlot aufgetragen, die schliesslich noch in teigartig modellierbarem Zustand, also bei grösserer Temperatur, mi. Hölzern zu glatten Flächen verstrichen werden. Die letzte Glättung geschieht mit Feilen, rotierenden Schmirgelscheiben usw. Auch eine stark verbeulte Verbindungsstelle lässt sich auf diese Art so gut ausebnen, dass zum Schluss schwer zu sagen ist, wo die Stossruge war. Gegenüber dem Spachtel hat das Weichlot den Vorteil, viel besser an der Unterlage zu haften. -s. Verkaufe LIMOUSINE, 8 PS, neuestes Modell; LIMOUSINE, 13 PS, beide Ia. Marke. Nehme in Zahlung Möbel, Holz, Bretter, Schreibmaschinen. Offerten unter Chiffre 69479 an die Automobil-Revue, Bern. Saurer - Lastwagen 5 AD 5—6 Tonnen Nutzlast, in gutem, fahrbereitem Zustande, wegen Anschaff. eines Dieselwagens günstig zu verkaufen Anfragen unter Chiffre 15110 an die 11692 Automobil-Revue, Bern. Außergewöhnliche Gelegenheit! Typ 57, 1935, 8 Zyl., 17 HP, Tourenwagen, Spezialkarosserie, gut eingefahren. — Anfragen unt. Chiffre 69352 an die Automobil-Revue, Bern. Zu verkaufen schönes oplätziges Lancia-Lambda- Cabriolet 8. 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N° 81 — 1935 AUTOMOBIL-REVUE Prakt ische Das Schauglas des Benzinfilters bricht. Zieht man die Schraube am Haltebügel des Benzinfilterschauglases gefühllos oder gedankenlos an, so kann man das Schauglas leicht zerdrücken. Ein Ersatzglas wird oft nicht aufzutreiben sein. In diesem Fall kann man sich behelfen, indem man einen Eierbecher von passender Qrösse beschafft und diesen, wenn nötig, unter Zuhilfenahme eines Di- Stanzstückes aus Gummi an Stelle des Schauglases einspannt. -at- Der Slfilex-Pumpenansatz. Der Sifflex- Pumpenansatz kann für jede Luftpumpe verwendet werden, sei es eine gewöhnliche #Handpneupumpe, sei es eine grosse motorisch betriebene Garagepumpe. Der Ansatz wird mittels einer Rändelschraube und Skala für den gewünschten Druck eingestellt und an das Pneuventil angesetzt; bei Erreichen dieses Druckes pfeift die überschüssige Luft ab, und es erübrigt sich, den Druck dann im Reifen noch nachzumessen. V. Beim Inbetriebsetzen des kalten Motors ist J5u bedenken, dass die Ölpumpe durch ein feinmaschiges Filter hindurchzusaugen hat, bevor sie es an die einzelnen Schmierstellen drücken kann. Ist das Oel noch kalt und dickflüssig, so dringt es nur sehr langsam durch das Filter. Die Oelpumpe arbeitet dann leer und es besteht die Gefahr, dass die Reibstellen trocken laufen und sich rasch abnützen. -s. Kühlerjalousien gelegentlich schmieren I Die wenigsten Besitzer von Wagen mit Kühlerjalousien denken daran, dass die zahlreichen Drehpunkte dieser Jalousien gelegentlich geschmiert werden müssen. Besonders bei Kühlanlagen, bei welchen die Jalousien durch einen Thermostaten automatisch eingestellt werden, ist deren leichte Beweglichkeit jedoch sehr wichtig. Ueberlässt man die Drehzapfen und Achsen der Jalousien dauernd sich selbst, so rosten sie ein und setzen dann der Bewegung der einzelnen Blätter oft einen grossen Widerstand entgegen. Anderseits genügt es, wenn man etwa alle drei Monate einen Tropfen Oel an jede Reibstelle bringt. -at- Winke Tedt >e«Ia «i» II. Antwort 9530. Beseitigung von Teerspritzern. Zuschrift weitergeleitet. Red. II. Antwort 9551. Kühlerreinigungsmittel. Zuschrift weitergeleitet. Red. Frage 9544. D.K.W, oder B.M.W. Bin Reisender und besuche Privatkundschaft Berg und Tal. Ich interessiere mich für einen kleinen Wagen, D.K.W, oder B.M.W., mit 8—10 PS. Welcher von beiden ist vorzuziehen? Momentan fahre ich Ford (17 PS). P.M.inV. Frage 9545. Heizung für Diesel-Omnibus. Ich habe einen Omnibus mit Dieselmotor, der im Betrieb so kühl bleibt, dass eine Heissluftheizung des Wageninnern durch den Auspuff nicht in Betracht kommt. Kann mir jemand angeben, wie ich den Wagen trotzdem heizen kann, d. h. wo ich eine auch bei Dieselwagen heizbare Vorrichtung erhalte? Gibt es keine Heizung, die mit Rohöl gespeist werden könnte? H. S. in S. Frage 9597. Erfahrungen mit Vertex-Magnet. Besitzer von 6- und 8-Zylinder-Fersonenwagen, die vor 2—3 Jahren des kürzlich in diese einen Vertex montiert haben, sind gebeten, mitzuteilen, ob der Vertex seit seinem Einbau ausnahmslos einwandfrei funktioniert. R. in G. Frage 9598. Erfahrungen mit Rohölvergaser. Wer kann aus Erfahrung mitteilen, wie teuer sich der Verbrauch mit Rohölvergaser stellt? Hat die Verwendung eines solchen eine nachteilige Wirkung in bezug auf den Verschleiss des Benzinmotors? Gibt es Schwierigkeiten beim Anlassen, etwa in kalter Jahreszeit? Entwickelt der Motor die gleiche Kraft wie mit Benzin? Wirkt sich die Verwendung eines Rohölvergasers nachteilig aus hinsichtlich Verrussen und Verölen der Kerzen und Verbrennen der Ventile? Welches ist die einfachste Bedienung eines Benzinmotors mit eingebautem Rohölvergaser? Ist der Einbau eines solchen wirklich zu empfehlen? Gibt es verschiedene inländische Fabrikate von Rohölvergasern und worin unterscheiden sie sich? Welche Firmen liefern Rohölvergaser? W. T. in B. Frage 9599. ZQndktrzenbtstandteil Im Zylinder? Beim Reinigen der Kerzen mächte ich kürzlich die Entdeckung, dass bei einer der herausgeschraubten Zündkerzen ein Stück des Isolators fehlte. Offenbar muss dieses Stück in den betreffenden Zylinder gefallen sein, denn ich bin sicher, die Zündkerze in intaktem Zustand montiert zu haben. Muss ich nun, um das abgebrochene Stück herauszubekommen und die Zylinder vor Schaden zu bewahren, den ganzen Zylinderkopf abnehmen? Was könnte geschehen, wenn ich das Porzellanstück einfach im Zylinder Hesse? W. W. in K. Antwort: Ein Abdecken des Motors ist nicht unbedingt erforderlich. Höchstwahrscheinlich würden Sie im betreffenden Zylinder doch keine Spur mehr von dem Isolatorbruchstück vorfinden. Die Erfahrung lehrt, dass Explosionsmotoren in dieser Beziehung über eine erstaunlich gute «Verdauung» verfügen und in die Zylinder gelangte Fremdkörper gewöhnlich in kürzester Zeit durch den Auspuff /ausstossen. Es sind Fälle bekannt, dass Zylinder sogar Bruchteile abgebrochener Ventilteller durch den Auspuff ausgespien haben, ohne Schaden zu nehmen. Dass Düsen oder andere Vergaserbestandteile ohne Schaden für den Motor bis ins Auspuffrohr hinübergelangen, konnte sogar schon ziemlich oft beobachtet werden. In Ihrem Fall liegen nun die Verhältnisse noch insofern günstiger, als der Porzellan-Fremdkörper wahrscheinlich ohnehin in kürzester Zeit zerschlagen und in kleine Bruchteile zerkleinert wurde, was dann sein Entweichen noch erleichterte. Wenn Sie sich gegen jede spätere Ueberraschung sichern wollen, raten wir Ihnen allerdings von einer Demontage des Zylinderkopfes nicht ab. Juvixt. $P Anfrage 546. Ungenügender Gleitschutz. Anlässlich einer öffentlichen Autokontrolle wurde mir ein abgelaufener Pneu demontiert, weil derselbe an einer Stelle auf der Lauffläche ein Loch aufwies. Ich wurde verpflichtet, 7 Fr. zu bezahlen, da, wie man mir versicherte, im Verweigerungsfalle nur noch Schreibgebühren usw. dazu kämen. Zwei Monate später erhielt ich vom Bezirksamt 0. einen eingeschriebenen Brief mit folgendem Strafentscheid: Geldbusse ' Fr. 10.— Kosten des Entscheides Fr. 4.80 Total Fr. 14.80 wobei die seinerzeit bezahlten 7 Fr. abgerechnet wurden. Nach Beurteilung des Bezirksammannes handelt es sich bei meiner Zahlungsaufforderung um einen Irrtum. Der Untersuchungsrichter riet mir hingegen an, den Rest am besten zu bezahlen, da ich dagegen sowieso nichts machen könne. Wie habe ich mich zu obigem Falle zu verhalten? Besteht die Bussenverfügung zu Recht? J K. in G. Antwort- Art. 14, Abs. 6 der Vollziehungsverordnung zum Motorfahrzeug- und Fahrradgesetz bestimmt, dass alle Gummireifen mit genügendem Gleitschutz versehen sein müssen. Demzufolge wäre also nach dieser Verordnung des Bundesrates jeder Halter strafbar, der mit Pneus fährt, die keinen Gleitschutz mehr aufweisen. Dabei ist es nicht erforderlich, dass der Gummi schon dermassen abgefahren ist. dass die Leinwand zum Vorschein kommt. In der Folge hat das eidg. Justiz- und Polizeidepartement auf Vorstellung verschiedener Verbände hin den kantonalen Regierungen Weisung erteilt, da in der Anwendung dieser Bestimmungen nicht zu scharf vorzugehen in dem Sinne, dass nicht bei jedem Fehlen von Gleitschutz ein Neuersatz der Pneus verlangt werden soll und eine Busse ausgefällt werden müsse. Das Justiz- und Polizeidepartement führte in seinem Kreisschreiben vom 29 Dezember 1933 wörtlich folgendes aus: «Mit Rücksicht auf die vorstehenden Ausführungen ersuchen wir Sie, mit der Durchführung der Bestimmungen über den Gleitschutz noch zuzuwarten, bis das Ergebnis v der Wie schon gesagt, würden Sie aber fast sicher nichts Anormales mehr vorfinden, ausser vielleicht einigen kleinen Kratzern auf der polierten Laufoberfläche des Zylinders oder. Kolbens. -atin die Wege geleiteten Prüfung vorliegt. Wir bitten Sie demnach, die Kontrollorgane anzuweisen, vorderhand gegebenenfalls nur auf das Vorhandensein von glatten Reifen aufmerksam zu machen, ohne aber dieser Tatsache wegen Strafanzeige zu erstatten oder Fahrzeugausweise zu verweigern.» Ein« spätere Anweisung des Justiz- und Polizeidepartements ist nun, soweit wir dies zu übersehen vermögen, noch nicht erfolgt. Die kantonalen Regierungen haben sich deshalb unseres Erachtens an dieses Schreiben zu halten; da der vorerwähnte Art. 14, Ab. 6 V. V. vom Bundesrat erlassen wurde, so igt unseres Erachtens das Justiz- und Polizeidepartement auch befugt, im Gegensatz zu den Bestimmungen des Gesetzes selbst, Interpretationen der Vollziehungs'verordnung verbindlich für die kantonalen Behörden vorzunehmen. Wir möchten hier noch nachtragen, dass übrigens in einem Kreisschreiben vom 26. September 1934 das Justiz- und Polizeidepartement ersuchte, von Ausfällung von Bussen bei glatten Reifen abzusehen. In Ihrem Fall nun liegen die Verhältnisse allerdings, soweit wenigstens aus Ihrem Schreiben ersichtlich ist, etwas ungünstiger, indem scheinbar der Gummi bis auf die Leinwand abgenutzt war. Es ist deshalb zu befürchten, dass event. das Gericht erklärt, das Justiz- und Polizeidepartement habe ganz zweifellos eine derart offensichtliche Abnützung, die die Gefahr des plötzlichen Platzens des Pneus augenscheinlich macht, nicht schützen wollen. Sollte jedoch unsere Auffassung irrig «ein, dass die Leinwand «um Vorschein kam, so muss die Einsprache einen Erfolg zeitigen. Was nun noch die Art des Vorgehens anbetrifft, so teilen wir Ihnen folgendes mit: Es ist in verschiedenen Kantonen üblich, dass eine Bussendeposition verlangt wird oder aber dass der mutmassliche Bussenbetrag erhoben wird, und in diesem Falle die zuständige Behörde von der Ausfällun« eines Bussendekretes absieht. An bezüglichen Verfügungen der Polizeiorgane ist jedoch die die Busse ausfällende Behörde nicht gebunden und es steht ihr frei, entweder von der Erhebung einer Busse abzusehen oder aber die Busse zoi erhöhen. Das ist nun in Ihrem Fall geschehen, und da die Polizeiorgane selbst zur Ausfällung von Bussen nicht zuständig sind, so kann gegen die nachträgliche Erhöhung der Busse — und die Ausstellung eines begründeten Bussenentscheides — formell nichts unternommen werden. den« L«MK«»>1 Der lehrreiche technische Teil. Herr C. S. in K. schreibt u.a.: Ich stehe nicht an, zu bekennen, dass ein guter Teil meiner heutigen Erfahrung nur durch die ungewöhnlich lehrreiche Art Ihrer Berichterstattung zustande kam, sei es in der technischen Rundschau, der Praxis des Fahrers oder im technischen Sprechsaal. Parallel zu meiner 15jährigen Fahrpraxis durch alle Höhen und Tiefen der neueren automobilistischen Entwicklung durchstöberte ich unermüdlich mein Leibblatt, die A. R., nach technischen Abhandlungen und praktischen Winken und ergänzte so mein theoretisches Wissen glücklich. C. Seh. in K. o Für strengen Dienst A « r^t D D. er U I I D C D cruu/ci7i:Dicrui: nDAUT_ k'ARPi _ nn/l ßii I I A/lIVA l\A/ir DLfC DC»CCII^f\M_-rnDlf>U Zu verkaufen wegen Nichtgebr. per sof. CAR ALPIN 18 PL, auswechselbar mit Ladebrücke, mit niedrigem und hohem Aufsatz. Preis Fr. 3000— und drei 6-Plätzer offen u. geschlossen, einer mit Ladebrücke. Offerten unter Chiffre 69453 II an die Automobil-Revue, Bern. 4 PS, Limousine reelle Occaslon zu verkaufen wegen Nichtgebrauch, in einwandfreiem Zustande, versichert und versteuert. Lichtpaus - Anstalt W. Schraner, Schaffhausen. Telephon 22.6U 69464 Wegen Todesfall zu verkaufen CHEVROLET 16 PS, Modell 1931, öplätzig, gut erhalten. Preis Fr. 2000.-. — Offerten unter Chiffre 69472 an die Automobil-Revue. Bern. Grosste Auswahl in Klein-Occasions-Wagen zu günstigen Konditionen. ZÜRICH Badenerstrasse 527 . 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