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E_1935_Zeitung_Nr.080

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10 AUTOMOBIL-REVUE

10 AUTOMOBIL-REVUE 1935 — N* 80 Luftfahrt Der Flugzeugpropeller erhält eine Bremse. Der « gesunde Menschenverstand» nimmt als selbstverständlich an„dass ein nicht angetriebener Flugzeugpropeller um so weniger Luftwiderstand verursacht, je rascher er sich dreht, je weniger er also vom abgestellten Motor gebremst wird. Leider befindet sich der gesunde Menschenverstand dabei wieder einmal gänzlich auf dem Holzweg. In Wirklichkeit trifft nämlich gerade das Gegenteil zu. Dem Wissenschafter ist auch schon seit langem bekannt, dass man alles Interesse hätte, um nach dem Abstellen des Motors das Weiterdrehen des Propellers zu verhindern. Der nur noch vom Fahrtwind angetriebene Propeller ruft nämlich Luftwirbel hervor, die speziell dann, wenn der Motor in der Flügelvorderkante eingebaut ist, sehr unerwünscht sind, indem sie den Auftrieb vermindern. Er ist auch unangenehmen Erschütterungen unterworfen und macht es fast unmöglich, im Flug an dem betreffenden Motor Reparaturen vorzunehmen, wenn man das, wie z.B. bei einer mehrmotorigen Maschine, gerne möchte. Aus diesen und andern Gründen haben sich die Techniker auch schon seit längerer Zeit um die Konstruktion einer Propellerbremse bemüht. Erst vor drei Jahren kam jedoch in Frankreich eine Konstruktion heraus, die praktisch Eingang fand. Die Propellerbremse der « Etablissements D. F. > wurde seitdem bei einer Anzahl Flugzeuge der heutigen Air-France ausprobiert und dürfte sich bald weiter durchsetzen. Ihre Konstruktion ist durchaus einfach. An der Propellernabe ist eine Scheibe befestigt, welche gleichsam den einen Teil einer Plattenkupplung darstellt. Die zweite Hälfte dieser Plattenkupplung besteht aus einem Ring mit Ferodo-Belag. Soll der Propeller zum Stillstand abgebremst werden, so presst man durch Oeldruck mittels einer Anzahl am Kurbelgehäuse befestigter Zylinder den Ring gegen die Scheibe. Der Oeldruck wird durch eine kleine Handpumpe erzeugt. Damit der Pilot nicht versehentlich den Motor mit gebremstem Propeller laufen lassen kann, sind in der Druckleitung zwei automatische Sicherungen eingebaut. Die eine wirkt so, dass sofort beim Auftreten von Druck in der Lei- Die «Katapult-Schule» der englischen Luftflotte. Das Flugzeug-Katapult, das in der englischen Luftflotte überall dort verwendet wird, wo Raum- oder Zeitmangel den üblichen Start eines Flugzeuges nicht zulassen, wie z. B. bei Küstenstationen, Unterseebooten, Kriegs- und Flugzeugmutterschiffen; erfordert ganz besondere Geschicklichkeit vom Flugpiloten, daher werden in der englischen Trainingsschule Nr. 1 in Leuchars (Schottland) die Piloten besonders in Start des Flugzeuges vom Katapult ausgebildet. Oben: Ein Flugzeug im Moment des Abschusses vom Katapult Rechts: Das auf dem Katapult ruhende Flugzeug mit gestartetem Motor, fertig zum Abschuss. tung die Zündung kurzgeschlossen wird, während die zweite ein rotes Signallicht aufleuchten lässt. Die ganze Bremsausrüstung wiegt bei einem viermotorigen Flugzeug nur 19 kg. Ausser aus den oben angegebenen Gründen hat sich im französischen Flugbetrieb die Ausrüstung der Propeller mit Bremsen auch deshalb als empfehlenswert erwiesen, weil man im Fall von Störungen in der Schmierung den betreffenden Motor sofort ganz stillsetzen kann und dann keine grösseren Motorschäden riskiert oder dass, unter gleichen Umständen, schon eingetretene Motorschäden nicht noch vergrössert werden. Zuhilfenahme des Querruders Auch aus Amerika kommen neuerdings ähnliche günstige Berichte. Das Problem wurde dort besonders vom Ingenieur4Inspektor des Bureaus of Air Commerce studiert und zu Konstruktionenreife entwickelt. Unter seiner Mitwirkung wurde eine Propellerbremse an Sikorsky-S. 42-Flugbooten der Pan American Airways ausprobiert, ebenfalls mit Erfolg. Es zeigte sich z. B., dass das viermotorige Flugboot dann, wenn der Propeller eines abgestellten Motors zum Stillstand gebremst wurde, lediglich mit dem Seitensteuer auf geradem Kurs gehalten werden konnte, während das Geradeaus- Fliegen bei abgestelltem gleichem Motor, aber nicht abgebremstem Propeller, noch die erforderte. Bei abgebremstem einem Propeller musste den übrigen Motoren auch weniger Gas gegeben werden, um die Maschine auf gleicher Höhe zu halten und die Landegeschwindigkeit war wesentlich geringer, weil in beiden Fällen nicht der Auftrieb des einen Flügels durch die turbulente Luft hinter dem langsam laufenden Propeller gestört wurde. Konstruktiv unterscheidet sich die amerikanische von der französischen Bremse dadurch, dass nicht Bremsplatten, sondern, ähnlich wie bei Automobilen, Bremstrommeln und Bremsbänder Anwendung finden. Die Betätigung der Propellerbremse geschieht jedoch auch hier mit Oeldruck. Die Propellerbremsausrüstung für das viermotorige Flugzeug wiegt ca. 23 kg. Die Sikorsky-Gesellschaft beabsichtigt nun, Propellerbremsen versuchsweise auch bei ihrem neuesten Typ S 43 einzubauen und sie dann eventuell allgemein zur Anwendung zu bringen. -s. Seine Geschichte Sein Volk Seine weltpolitische Stellung hat Anton Zischka in seinem vor kurzem erschienenen Buche spannend und objektiv geschildert. Anton Zischka, der viel gelesene Schilderer der Kämpfe um Oel und Baumwolle, entwirft ein wirklich objektives Bild Abessiniens und skizziert in klarer Form die geschichtliche Entwicklung des Landes. Dank seiner Kenntnisse deckt er Zusammenhänge auf, die das Problem „Abessinien" von einer ganz neuen Seite beleuchten. In 5 Wochen 15,000 Bände verkauft! Preis gebunden Fr. 7.75 - broschiert Fr. 6.- Bücherzettel Der Unterzeichnete bestellt gegen Nachnahme: Adresse: Ex. Abessinien von Anton Zischka, geb. 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N° 80 - 1935 AUTOMOPIL-REVUE ill ^b « •* «EB s x c£ n Die Alpenstrassen. Infolge des Witterungsumschlages sind von den Alpenstrassen Furka-, Grimsel-, Klausen-, Lukmanier-, Oberalp- und St. Ootthardpass vorläufig für den durchgehenden Verkehr geschlossen. Es ist aber anzunehmen, dass der Schnee auf diesen Pässen bei einigermassen günstiger Witterung in kurzem wieder welchen wird, so dass diese Strassen wieder passierbar werden. Die übrigen Alpenstrassen der Schweiz sind alle noch mit Ketten fahrbar. i%ir Verkehrsprobleme. Nationalrat Crittin (Wallis) hat folgende kleine Anfrage an den Bundesrat gestellt: «Verschiedene für unser Land wichtige internationale Strassenbauprojekte erwecken zur Zeit die Aufmerksamkeit der Üeffentlichkeit: 1. der Mont-Blanc-Durchstich, seit mehreren 'Jahren geplant und heute an der Tagesordnung: 2. der Bau eines Tunnels, der In das Val Ferret auslaufen würde;, 3. die Benutzung einer Galerie des Simplontunnels als fahrbare Strasse, welches Vorhaben' alle- Automobilisten günstig aufzunehmen scheinen. Hat sich der Bundesrat damit beschäftigt, zu verhüten, dass ein für das Wirtschaftsleben unse-. res Landes ausserordentlich wichtiger Verkehr von der französischen Schweiz und insbesondere vom Kanton Wallis abgelenkt werde? Wenn eine Galerie 4eS Simplontunnels dem Strassenverkehr dienstbar gemacht werden sollte, •wäre dann der Bundesrat nicht auch der Ansicht, dass eine Verbesserung der Forclazstrasse, als gleichzeitiges Unternehmen, den Fremdenverkehr im Kanton Wallis glücklich zu heben vermöchte?» Internationaler Automobilverkehr. Mit Schreiben vom 30. September 1935 hat das Eidgen. Justiz- und Polizeidepartement den Kantonen mit Bezug auf den internationalen Automobilverkehr folgendes zur Kenntnis gebracht: I. Gemäss Mitteilung der tschechoslowakischen Gesandtschaft vom 23. September 1935 sind die in der Schweiz immatrikulierten Motorfahrzeuge, die vorübergehend auf dem Gebiete der tschechoslowakischen Republik verkehren, bei der jedesmaligen Einreise in dieses Land von der Automobllsteuer befreit, soweit der Aufenthalt 90 aufeinanderfolgende Tage (Einreise- und Ausreisetag inbegriffen) nicht übersteigt. Diese Steuerbefreiung gilt aber nicht für Fahrzeuge, die der Personenbeförderung gegen Entgelt oder der Güterbeförderung dienen. 'II. Die Zone von Tanger (Marokko) — Unterscheidungszeichen MT — ist dem internationalen Abkommen vom 24. April 1926 über Kraftfahrzeug- Verkehr beigetreten. Das Abkommen tritt für dieses Gebiet am 29. August 1936 in Kraft. PB«> Vetkehi Not «SW Ergebnis der Berner Verkehrserziehungswoche. Ueber die vom 21. bis 28. September 1935 in der Bundesstadt durchgeführte Verkehrserziehungswoche hat der städtische Polizeidirektor folgende Mitteilungen erlassen: «Das Ergebnis der Verkehrserziehungswoche in Bern darf als ein gutes bezeichnet werden» Im grosSen und ganzen "haben sich alle Straasenbenützer Mühe gegeben,, zur Hebung der Verkehrssicherheit die polizeilichen Anordnungen zu befolgen. Erfreulicherweise haben besonders die Fussgänger, bei denen man am meisten auf Widerstand zu stossen ' glaubte, sehr viel Verständnis zur Sache aufgebracht, was sich namentlich in der beinahe restlosen Benützung- der Fussgängerstreifen zeigte. Im allgemeinen müssen sich die Fussgänger beim Uebergueren der Fahrbahn, sobald sie diese betreten haben, noch weniger zögernd verhalten. Sie sollen sich auf den Streifen nicht mehr unsicher, sondern sicher fühlen. Beim nötigen gegenseitigen Verständnis ergibt sich der Augenblick der Ueberquerungsmöglichkeit von selbst. Jeder Einzelne kann gegebenenfalls nicht beanspruchen, dass wegen ihm der ganze Verkehrsstrom anhält. Warten mehrere Personen, um die Fahrbahn überqueren zu können, so soll unter vernünftigen Strassenbenützern ein Haltzeichen mit der Hand ala Bitte an den nächsten am Streifen eintreffenden Fahrer genügen. Dieser wird als anständiger und rücksichtsvoller Mensch halten und die Fussgänger durchgehen lassen. Die Fussgänger werden gebeten, die Streifen nicht absichtlich langsam zu durchschreiten, sondern, den Blick auf die haltenden oder entgegenkommenden Fahrer gerichtet, rasch überqueren. Die Führer von Motorfahrzeusen verdienen ganz besondere Anerkennung. Sie haben durch ihren guten Willen und weitgehende Anpassungsfähigkeit in erster Linie zu einer Erhöhung der Verkehrssicherheit beigetragen. Schon am ersten Tag hat der Verkehrslärm in Form unnötiger Signalabgabe sehr stark abgenommen. In den letzten Tagen hörte man im Stadtinnern überhaupt keine akustißchen Signale von Motorfahrzeugen mehr. Damit ist der vollendete Beweis erbracht, dass jedes andere Verhalten den bezüglichen Bestimmungen des Gesetzes über den Motorfahrzeug- und Fahrradverkehr widerspricht. Für die Aussenquartiere bestehen die genau gleichen Voraussetzungen; alle Fahrer werden gebeten, auch dort ohne akustische Signale zu fahren. Von besonderer Wichtigkeit ist das Verständnis, das sich Fahrer und Fussgänger beim Zusammentreffen an den Fussgängerstreifen entgegenbringen sollen. Erfreulicherweise wurden recht viele Fahrer beobachtet, die gegebenenfalls anhielten, um durch eine Handbewegung die wartenden Fussgänger zum Uebertjueren der Fahrbahn aufzufordern. Das ist von äusserst grossem Wert und festigt das gegenseitige Ansehen und Vertrauen. Am meisten Mühe machten zu Beginn der Verkehrserziehungswoche den Organen der Verkehrspolizei die Badfahrer. Wir anerkennen bei diesem Anlasse die erzieherische Arbeit in den Radfahrerverbänden. Namentlich die jugendlichen Radfahrer sind es, die oft wenig Verständnis für andere Strassenbenützer aufbringen; Anstand und Rücksichtnahme sind bei vielen noch unbekannte Begriffe. Sie werden umlernen müssen. Das unsinnige Rennfahren auf Plätzen und um Häuserblocks zieht schwere Gefahren nach sich und muss verschwinden. Auch für die Radfahrer gilt korrek- , tes Benehmen an den fussgängerstreifen genau so wie für die Führer der Motorfahrzeuge und die Fussgänger. Während der Verkehrserziehungswoche wurden wegen unnötiger Signalgabe, unvorsichtigem Fahren, ungenügendem Beachten der Fussgängerstreifen usw. mündlich verwarnt.: 2422 Führer von Motorfahrzeugen, 1088 Radfahrer. Schriftliche Verwarnungen erfolgten 467. Belehrt wurden zirka 13 000 Fussgänger. In den letzten Tagen wurden sowohl am frühen Morgen als auch zur Nachtzeit vermehrte Licht- und Fahrzeugkontrollen durchgeführt. Beanstandet wurden: 242 Automobile wegen fehlerhafter Beleuchtung, 240 Radfahrer wegen ungenügenden Bremsen, deren 954 wegen unrichtig angebrachten Reflexlinsen und weitere 94 wegen Fahrens ohne Licht.» T. C. S. Der Ausschuss des Verwaltungsrates Ist am 30. September zusammengetreten. Der Ausschuss des Verwaltungsrates hat seine durch die Sommerferien unterbrochene Tätigkeit am 30. September unter dem Vorsitz des Herrn Dr. H. Henneberg, Präsident des T.G.S. wieder aufgenommen. Zu Beginn der Sitzung gedachte der Vorsitzende des verstorbenen Kollegen und Freundes Jules Neher, der einem Verkehrsunfall zum Opfer fiel und dessen langjährige Arbeit im Interesse des T.C.S. ihm ein dauerndes ehrenvolles Andenken sichert. Der Ausschuss wandte sich soäann einer ganzen Reihe von Fragen zu, unter denen folgende besonderes Interesse verdienen: Alliance Internationale de Tourisme. Der Präsident berichtete über die Arbeiten der letzten Generalversammlung der A.I.T., die anfangs September in Budapest stattfand und wies nach Besprechung der einzelnen Punkte der Tagesordnung — auf die wir noch zu sprechen kommen werden — auf die Bedeutung und die Dienste hin, die dieser Verband dem internationalen Tourismus leistet. ' Leuchtwegweiser. Die Leuchtwegweiser die die Labiko AG. in der Schweiz eingeführt hat, leisten dem Automobil- Tourismus gute Dienste. Ein vom Ausschuss beschlossener neuer Kredit soll der weiteren Verbreitung dieses Systems der Wegweiser dienen. Bekanntlich haben sich 2 grosse Kantone, Zürich und Bern, erst kürzlich entschlossen, das beleuchtete Strassensignal zuzulassen. Der T.C.S. darf sich rühmen, sich um die Erlangung von deren Zustitnmune verschiedentlich bemüht zu haben. Sektlons-Viranstaltungen. Die Gymkhana, die »am 1. September von der Automobil-Sektion Aargau des T.G.S. organisiert wurde, hatte einen vollen Erfolg. Mit Rücksicht auf deren nationalen Charakter, den Umstand, dass sie allen T.C.S.-Mitgliedern offen stand und dass in deren Rahmen die Sektionsmeisterschaft der T.C.S.-Sektionen ausgetragen wurde, besehloss der Ausschuss, einen Teil der Kosten auf sich zu nehmen. • 'S;V. Z. . , An Stelle des verstorbenen Herrn Jules Neher. ernannte der Ausschuss Herrn Professor Dr.' Delaquis, Direktor des T.C.S., zum Vertreter des Clubs im Vorstand der schweizerischen Verkehrs-Zentrale. Schneeketfenposten des T, C, S. Dieser neue Zweig der Tätigkeit des T. C. S. hat im vergangenen Winter zahlreiche gute Dienste geleistet. (Unsere Leser werden die Nachricht sicherlich mit Genugtuung aufnehmen, dass der T. C. S, die Posten, die im vorigen Winter bestanden, wieder in Betrieb stellen wird. Diese Organisation, auf die der T. G. S. "stolz sein kann, ist geeignet. Wesentliches -zur Entwicklung des winterlichen Automobil- Tourismus beizutragen. Das neue Abzilchen des T.C.S. Das Abzeichen, das vom Ausschuss definitiv gewählt wurde, stellt ein Steuerrad mit drei Speichen dar,, innerhalb welcher die Buchstaben TCS in Relief geprägt erscheinen. Der Grund ist oxydiert; ,im oberen Teil des Abzeichens befindet sich das in Email ausgeführte Schweizerwappen. Das neue Clubabzeichen dürfte eine günstige Aufnahme finden. Das Kühlerabzeichen entspricht dem Knopflochabzeichen und ist besonders ansprechend ausgefallen. Zu Ende der Sitzung hörte der Aussehuss einen sehr interessanten Bericht von Nationalrat Lachenal über die Debatte betr. die Benzinzollerhöhung vor den eidgenössischen Räten. Autosektion Aargau UNTERSEKTION WIQGERTAL. An der Generalversammlung ist es dem Vorstand freigestellt worden, unter Würdigung der Verhältnisse, einen Familienabend vorzubereiten oder nicht. Nach reiflicher Wägung aller Gründe pro oder contra, ist der Vorstand einhellig der Meinung, für dieses Jahr wieder einen solchen Abend zu arrangieron, namentlich auch unter- spezieller Würdigung der Tatsache, dass die Kantonalsektion auf die Durchführung einer speziellen Abendunterhaltung verzichtet. Unser Familienabend ist somit auf Samstag, den 16. November, festgelegt worden und wird wiederum in der Krone in Aarburg stattfinden. Dem Vorstand ist es gelungen, ein Programm zusammenzustellen, welches sicher jedermann aufs höchste befriedigen dürfte. Vier rassige Komiker werden uns mit ihren Darbietungen erfreuen. Ein besonderer «Datschmeister» wird für speziell gelungene Tanzunterhaltung besorgt sein, dafür bürgt aber auch eine stimmungsvolle Ländlermtisik mit ihren alten und modernen Tanzweisen. Eine reich dotierte Tombola mit sehr billigen Lospreisen wird auch nicht fehlen, bietet doch diese schon eine Ueberraschung durch die originelle Art der Lose. Eines ist aber notwendig: Grosser Besuch. Zu den Besuchern des letzten Familienabends hoffen wir eine grosse Zahl weiterer Mitglieder begrüssen zu können, damit die viele Arbeit des Vorstandes nicht umsonst ist. Reservieren Sie daher den 16. November für unsere Abendunterhaltungl Autosektion Waldstätte Stammtisch. Der nächste Stammtisch befindet sich am Freitag, den 4. Oktober 1935, ca. 20.15 Uhr, Restaurant Waldegg, Horw (Kegelschub), wozu' wir alle freundlich einladen. ' ' ; " i SEKTION AARGAU. Ballon-Fuchsjagd. Bei schlechter Witterung würde die auf morgen Samstag, den 5. Oktober angesetzte Ballon-Fuchsjagd mit Start um 10 Uhr in Wohlen auf den 12. Oktober verschoben- Die Telephonzentrale Aarau gibt ab morgens 7 Uhr Auskunft über Abhaltung oder Verschiebung. .. Wir möchten alle Mitglieder noch speziell auf die am Samstagabend im Hotel Glockenhof in Aarau stattfindende Preisverteilung mit anschliessendem Tanz aufmerksam machen und hoffen, dass sie auch diesmal recht zahlreich erscheinen werden. Das gemeinsame Nachtessen (Fr. 3.50 inkl. Service) beginnte um 19.80 Uhr. SEKTION BERN. Technische Kontrollen. Die von der Sektion m Interlaken veranstalteten autotechnischen Prüfungen wurden von rund 50 Automobilisten benützt. Das kantonale Expertenbureau war genötigt, einen weiteren Kontrolltag durchzuführen, da die Zahl der freiwillig gemeldeten Fahrzeuge die Erwartungen des A.C.8., sowie des Expertenbureaux bei weitem übertraf. Zwei Drittel aller vorgeführten Wagen wurden in Ordnung befunden Und gelangten in den Besitz der Kontrollmarke. Die restlichen Wagen mussten fast »usschliesslich wegen ungenügenden Lichtes oder unbefriedigender Bremswirkung zurückgelegt werden. Die Kontrolle in Interlaken bewies wieder einmal mehr, dass der. gewissenhafte Automobilist die Kontrollen begrüsst und sich ihrer um so lieber unterzieht, als die Prüfungsbehörde ihn in leiner Gegend aufsucht. h. SEKTION ST. GALLEN-APPENZELL. Segelflugzeugverfolgung durch Automobile. Der vergangene Sonntag brachte den Veranstaltern der Segelflugzeugverfolgung durch Automobile nicht nur ein prächtiges Herbstwetter, sondern auch vollen Erfolg. Unsere und die Sektion «Säntis» des Aero-Club können mit dem Resultat der ersten ostschweizerischen Segelflugzeugverfolgung recht zufrieden sein. Am Flugplatz Altenrhein herrschte Grossbetrieb, denn neben den zahlreich eingetroffenen Konkurrenten und Zusohauern, die den Demonstrationen zum Vortrag über die Segelflugschulung mit Autowinde- Antrieb und dem Schleppstart folgten, hatte die Flugplatzdirektion weit über hundert Flugbillette abzugeben. Von diesen Passagierflügen waren verschiedene zur Verfolgung der Segelflieger bestimmt. Vor den Segelflugzeugen erteilten die Herren E. Hefti (Oberuzwil) und E. Bucher (St. Gallen) die nötigen Instruktionen an die Automobilisten, während Hr. Klien, Segelfluglehrer, eine klare Orientierung über die Segelflugschulung gab. Seine Schüler haben vorerst mit einer Schulmaschine mit schlechten Flugeigenschaften Flugversuche in einer Höhe von 1—50 m zu unternehmen. Dann wird die erste Kurve genommen, und hernach folgt jdie Umschulung auf ein besseres Flugzeug. Nach dem erlangten B-Brevet wird der Schüler für den Flugzeug-Schleppkurs hinter Motorflugzeug zugelassen und nach erfolgter Prüfung eteht ihm der Weg offen für den Segelflug, der eine vollständige Beherrschung der Maschine und gute meteorologische Kenntnisse voraussetzt. Das Aufwindgebiet richtet steh flach-dem Wetter. Der nachfolgende Flug hatte mit der Thermik (Wärmeströmung) zu rechnen. Bei Qst-"oder Westwind wäre es zum Hangauf-Wind gekommen. Die sogenannten Gewitterflüge gehören zur letzten Stufe. Hier wurden Distanzen bis zu 500 km und Höhen bis zu 4000 m durch Selbstaufflug erreicht. Der Dauerrekord beträgt 36 Stunden Luftaufenthalt ohne Motor. Das Segelflugzeug «Spfr» (Nebelspalter), gelenkt von Klien und mit Motorflugzeug geschleppt von Dir. Herzig, wurde mit einem 120 m langen Drahtseil über eine Höhe von, 1500 m über der Stadt St. Gallen geschleppt und hier ausgeklinkt. Das zweite Segelflugzeug «Falk» von Rupprecht gesteuert, erreichte eine Höhe von 1800 m über der Stadt. Die Segler hätten etwas mehr Wind gewünscht, um ihren Aufenthalt in den Lüften noch weiter ausdehnen zu können, «Spyr» nahm Richtung Bruggen, Teufen, Bühlerj Gais, Gäbris, Hirschberg, Fähnerspitz, Altstätten,. Widnau und landete unversehrt in der Nähe von' Balgach. «Falk» flog über das Appenzellerland, Altstätten, nahm dann Richtung Heiden mit neuem starken Aufstieg und landete sohliesslich glatt auf dem Flugplatz Altenrhein. Die leicht irregeführten Automobilisten verfolgten die Segler, verloren, sie mitunter aus dem Gesichtsfeld, sahen eie wieder auftauchen oder Hessen sich von ländlichen Beobachtern orientieren und trachteten, möglichst bald an der Landungsstelle zu sein. Von den abgeworfenen kleinen Fallschirmen ist nur ein Stück aufgefangen worden. Der Schleppflug von Altenrhein bis über St. Gallen dauerte 25, bzw. 35 Minuten, was mit der Höhenüberwindung zu erklären ist. «Spyr» blieb anderthalb Stunden nach dem Ausklinken in den Lüften, während «Falk» nach 45 Minuten landete. Die Konkurrenten und weitern Freunde des Flugsportes versammelten sich im Bad Balgach zur Entgegennahme der Resultate. Nach einem freundlichen Begrüssungswört des A. C. S.-Präsidenten, Traugott Walser, gab Dr. Alder, als Präsident der Vergnügungskommission, die Rangliste bekannt. Sie lautet für die Gruppe «Spyr» (Klien): 1. Leo Chytil, Rorschach, 2. Ernst Grossenbacher, St. Gallen, 3. Oscar Kesselring, St. Gallen, 4. Julius Spühl, St. Gallen, 5. Eduard Gallugser, Oberuzwil. Die Rangliste der Gruppe «Falk» (Rupprecht) lautet: 1. Emil Hefti, Oberuzwil, 2. Kurt Dierauer, Oberuzwil, 3. Ernst Metzger, Buchs, 4. Traugott Walser, Herisau, 5. Walter Loppacher, Herisau, 6. Heinrich .Eggenberger, Berneck, 7. Emil Lumpert, St. Gallen, 8. Adolf Jacob, St, Gallen. Herr Dr. Eberle, Präsident des Aero-Club, gab seiner grossen Freude übär den wohlgeluagenen Anlass Ausdruck und verband damit den Wunsch für sine weitere sportliche Zusammenarbeit: E. B, führen, die recht Bedauern nahmen A. C. S. Verbänden CHAUFFEUR-VEREIN SCHAFFHAUSEN Monatsversammlung. Wegen Wegzug unseres Kassiers Hans Weder, sahen wir uns gezwungen, im Monat September eine zweite Versammlung durchzugut besucht wurde. Mit' grossenr -wir den -Rücktritt' uaierei' aÜ~ zeit fleissigen und treuen Kassiers entgegen. Unermüdlich hat derselbe seinem oft schweren Posten vorgestanden und ist mit. Rat und Tal allen andern Angelegenheiten gefolgt. Der Verein ist dem Manne für seine geleisteten Dienste grossen Dank schuldig. Der Verlauf der Versammlung gestaltete sich sehr rege. Die Abnahme der Rechnung erfolgte anstandslos unter Dechargeerteilung an den abtretenden Kassier. Unter Traktandum Wahlen in den Vorstand wurden die Herren W. Martin und E. Leu ehrenvoll gewählt. Die Vorstandssitzung bestimmt über deren Arbeitsgebiet. Wie immer, fanden auch diesmal die Verkehrsfragen grosses Interesse, Die Familienfahrt vom 22. September a. c. in den Zürcher Zoo wurde allgemein als eine genussreiche Fahrt bewertet. Im weitern wurde beschlossen," von nun an für ordentl. Monatsversammlungen keine Einladungskarten mehr zu versenden, sondern diese nur noch im Vereinsorgan «Automobil-Revue» zu veröffentlichen. Bitte also Zeitung lesen! Nächste Monatsversammlung: am 7. November 1935, 20.15 Uhr, im Hotel Löwen. A.B. ^ulomobilwirtsdtaK Neugründung: Gebr. Bärtschl, Aktiengesellschaft, Worblaufen. Unter dieser Firma hat sich eine Aktiengesellschaft gegründet. Zweck des Unternehmens: Uebernahrae und Weiterführung der von der bisherigen Kollektivgesellschaft Gebr. Bärtschi geführten Autoreparaturwerkstätte, Aufnahme verwandter Geschäftszweige. Die Gesellschaft übernimmt Aktiven und Passiven der erloschenen Kollektivgesellschaft Gebr. Bärtschi. Das Aktienkapital beträgt 10.000 Fr., eingeteilt in 20 auf den Namen lautende, voll liberierte Aktien von 500 Fr. Einziger Verwaltungsrat ist Fritz Bärtschi, Kaufmann, in Worblaufen. Als Geschäftsführer wurde ernannt Gottfried Bärtschi, Schmiedmeister in Worblaufen. Beide führen rechtsverbindliche Einzelunteischrift. Domizil: Worblaufen. Sitzverlegung: Automobll-Verkaufs-Aktlengesellschaft, Zürich. Die Firma hat ihren Geschäftssitz verlegt nach Dufourstrasse 4 in Zürich 8. Personelles: Automobilwerke Franz AG., Zürich. Neu wurden in den Verwaltüngsrat dieser Aktiengesellschaft gewählt: Emil Ritzi, Kaufmann, Amriswil und Ernst von Arx, Fabrikant, Egerkingen. Dem erstem ist Kollektivunterschrift erteilt. Firmenlöschung: Gebr. Bärtschi, Autoreparaturwerkstätte und Handel in Autos, Worblaufen. Die Firma wird infolge Abtretung des Geschäftes im Handelsregister gelöscht. Aktiven und Passiven gehen an die neue Firma Gebr. Bärtschi, Aktiengesellschaft in Worblaufen über. Konkurseröffnung: EHer Otto, Bernlna-Garage und Reparaturwerkstätte, St. Moritz. Konkurseröffnung vom 5. August 1935. Gläubigerversammlung: 7. Oktober 1935. Eingabefrist bis 29. Oktober 1935. Veranstaltungen. Aufo-Gymkhana in Zürich. Für die Sonntag, den 6. Oktober 1035 im Areal der Dolder Eisbahn in Zürich stattfindende grosse Auto- Gymkhana kann mit der Beteiligung der besten zürcherischen Fahrer gerechnet worden, so tfass die Veranstaltung den Zuschauern viel interessante Sportmomente verheisst. Aber auch die Konkurrenten werden ein sehr interessantes Pensum des Auto-Geschicklichkeitsfahrens zu absolvieren haben, da die organisierende Sektion Zürich des A.C.S. ganz neuartige Aufgaben ausgeklügelt hat. 1 Die Konkurrenz dauert von 10—12 und von 14—18 Uhr. Für Musikunterhaltung und Res.taulationsbetrieb ist gesorgt. Die Preisverteilung findet anlässlich des gemeinsamen Nachtessens (19.00 Uhr) mit anschliessendem Tanzvergnügen im Hotel «Waldhaus Dolder» in Zürich statt. Es darf heute schon mit der Teilnahme von über 50 Konkurrenten gerechnet werden. Occaslons-Automobfl-Markt des Automcbll-Händler-Verbandes Zürich. Der vom Automobil-Händler- Verband erstmals in Zürich durchgeführte Qccasions-Automobilmarkt erzielte sowohl propagandistisch, als geschäftlich, einen grossen Erfolg. Die Ausstellung wurde insgesamt von über 6000 Personen besucht, die sich mehrheitlich aus seriösen Kaufs-Interessenten zusammensetzten. Soviel von den Ausstellern zu hören war, sind dieselben mit dem geschäftlichen Resultat sehr zufrieden; schon am ersten Tage der Ausstellung erschienen zahlreiche Tafeln «verkauft» und in jeder Nacht mussten verkaufte Wagen durch andere ersetzt werden. Allgemein haben denn auch die Händler den dringenden Wunsch nach einer periodischen Wiederholung dieses Marktes geäussert. Der Automobil-Salon In Genf (20.-—20. März 1936). Mehrere Entwürfe für das Plakat der .Ausstellung von 1936 sind dem Organisations-Komitee zugekommen. Dem Verlangen einiger Schweizer Künstler entsprechend, besehloss"es jedoch, wettere Plakatentwürfe bis zum 15. Oktober entgegenzunehmen. Um die Offenhaltung des Juliers im Winter. Auf Grund der in der letzten Wintersaison gesammelten Erfahrungen hat der Kanton Graubünden eine bedeutend stärkere Schleudermaschine angeschafft, um die Offenhaltung des Juliers in den kommenden Wintermonaten besser ermöglichen zu können. Die neue Maschine ist mit einem 120-PS-Motor ausgerüstet und soll in der Lage sein, sich selbst noch bei einer Schneehöhe von 4 m durchzuarbeiten. Mit dieser leistungsfähigen Maschine hofft man, bei allen Witterungsverhältnissen während des kommenden Winters den Julier dem durchgehenden Automobilverkehr offenhalten zu können. Verantwortliche Redaktion : Dr. A. Büchi (abwesend), Chefredaktion. W. Mathys. — Dr. E. Waldmeyer. Telephon der Redaktion: 28 222 (Hallwag) ÄtlgSerhalb" Tier •Gescnaftszelt: 23.295:"