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E_1935_Zeitung_Nr.083

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Für die Federung werden

Für die Federung werden bei den ausgestellten Wagen ausnahmslos Blattfedern verwendet Ihre Anordnung entspricht der üblichen Art, unter Verwendung von Federgehängen. Rollen und Gleitstücke sind selten. Die Schmierung erfolgt meist durch Fettpresse und einzelne Schmiernippel; einige Chassis sind jedoch auch mit der modernen Eindrucksschmierung versehen. Grösste Sorgfalt ist natürlich auf die Ausbildung der Bremsen verwendet. Wenn man auch einige grosse Lastwagenchassis siehtf bei welchen die Bremsung allein durch den Pedaldruck des Fahrers erfolgt, so weist doch die überwiegende Mehrzahl der Fahrzeuge eine Servo- Bremsanlage auf. Bei Servobremsen werden vorhandene mechanische Kräfte dazu benutzt, die Bremsen zu betätigen. fliefür kommen Unterdruck- und Druck-Anlagen in Betracht, ferner aber auch mechanische Servovorrichtungen, bei welchen die Drehung der Kardanwelle selbst für die Erzeugung der Bremskraft benützt wird. Wichtiger als diese Unterscheidung der verschiedenen Servo-Systeme ist jedoch folgende: einerseits kann nämlich die Servovorrichtung dazu verwendet werden, die am Pedal vom Fahrer eingesetzte Kraft zu überstützen, so dass dem Fahrer Öie Arbeit erleichtert wird, während er immerhin auch in der läge ist, vermöge eines zur Bremse durchgehenden Gestänges durch'das Niederdrücken des Pedales die Bremsen zur Wirkung zu bringen. Andererseits gibt es Servoanlagen, bei welcher der Fahrer überhaupt nicht durch eigene Kraft die Bremsen betätigen kann; der Fahrer löst durch das Niedertreten des Bremsfusshebels nur die Servoeinrichtung aus, die dann ihrerseits die Bremsen anzieht. Diese beiden Servo-Arten waren auf dem Pariser Salon in den ausgestellten Chassis zu sehen. Der Dewandre-Servoamoarat ist der wichtigste Vertrßter der Servo-Hilfsapparate. Er arbeitet mit Unterdrück; Speicherbehälter sorgen für stete Be- » Seite 14,

N» 83 - 1935 .ÄUTOMOBIL'-REVUE Die Tagung der Intern. Sportkommission Der internationale Sportkalender für 1936. — Kein Grosser Preis von Frankreich. Caracciola Europameister vor Fagioli und von Brauchitsch. In der Sitzung der internationalen Sportkommission der A.I.A.C.R. vom vergangenen Freitag in Paris konzentrierte sich die Hauptarbeit der Vertreter der verschiedenen Automobil-Clubs auf die Aufstellung des internationalen Sportkalenders für 1936, der vorläufig nur provisorischen Charakter ha und gestern Montag, den 14. Oktober, der Generalversammlung der A. I. A. C. R. zur Genehmigung vorgelegt wurde, deren Beschlüsse bis zum Redaktionsschluss noch nicht vorlagen. Es sind aber keine bedeutenden Aenderungen mehr zu erwarten, so das die folgenden Termine so ziemlich als endgültig betrachtet werden können: Januar. t. Südafrika: Grosser Preis von Südafrika. 25.—30. Monaco: XV. Int. Sternfahrt nach Monte Carla Februar. 22.-29. Schweiz : Internat. Sternfahrt nach St. Moritz (Internat. Automobilwoche). 23. Schweden: Grosser Winterpreis von Schweden. März. 1. Frankreich: Grosser Preis von Pau. 4.-8. Frankreich: Paris-Vichy-St. Raphael-Fahrt. 20.—29. Schweiz : Genfer Sporttage (Grand. Saconnex). April. 4. England: Regelmässigkeitsfahrt. 4.-9. Frankreich: XV. Int. Zuverlässigkeitsfahrt Paris-Nizza. €. Italien: X. Mille Miglia. 9. Frankreich: XXII. Int. Turbie-Bergrennen. 11. Monaco: Grosser Preis des Prinzen Rainier von Monaco. 13. Monaco: Grosser Preis von Monaco. 13. England: Rennen in Brooklands. 19. Italien: Rundrennen von Genua. 26. Italien: XXVII. Targa Florio. Mai. 2. England: Int Brooklands-Trophäe. , 3. Italien: IX. Rundrennen von Sizilien. 0. Italien: Sternfahrt nach Tripolis. 3. oder 10. Italien: Grosser Preis von Tripolis. 10. Ungarn: Grosser Preis von Ungarn. 17. Frankreich: VII. Grosser Preis von Tunis. 21.—24. Italien: III. intern. Sternfahrt nach San Remo. 24. Tschechoslowakei: VI. Masaryk-Rundrennen. 27. 29. England: Mannin-Beg- und Mannin-Moar- Rennen. 30. Amerika: Grosser Preis von Indianapolis. 31. Schweiz: Grosser Preis von Genf. 31. Belgien: Grosser Grenzpreis. 31: Frankreich: XV. Bol d'Or. Juni. 1. England: Rennen in Brooklands. 6. England: Shelsley-Walsh-Bergrennen. 7. Spanien: VII. Grosser Preis von Penya Rhin. 7. Brasilien: Rundrennen von Rio de Janeiro. 7. Frankreich: XIV. Vogesen-Rundfahrt 14. Deutschland: Int. Eifelrennen. 13.—14. Frankreich: 24 - Stundenrennen von Le Mans. 14. Algier: VI. Grosser Preis von Algier. 20. Irland: Trophäe der Grafschaft Donn. 21. Italien: III. Rundrennen von Biella. 21. Frankreich: XI. Rundrennen von Peronne. 27. Schweiz : Bergrennen Rheineck-Walzenhausen. 28. Frankreich: Grosser Preis von Frankreich für Sportwagen. Juli. 4. England: Nuffield-Trophäe (Donlngfon-Park). 4. Amerika: Rundrennen in Long Island. 5. Italien: XIV. Susa-Moncenisio-Bergrennen. 5. Frankreich: XI. Grosser Preis der Marne. 12. Belgien: Grosser Preis von Belgien. 12. Frankreich: III. Rundrennen von Albi. 18. 19. Belgien: Lüttich-Chamonix-Lüttich-Fahrl. \9. Öesterreich: II. Grossglockner-Bergrennen. 19. Schweiz: Develier-LesRangiers-Bergren- 26. Deutschland: nen. Grosser Preis von Deutschland. 30. Deutschland: Int. Olympiade-Preis. August. Z Italien: XVI. Coppa Ciano. 2. Frankreich: XII. Grosser Preis von Comminges. 3. Irland: Rundrennen von Limerick. 3. England: Rennen in Brooklands. 4.-9. Belgien: Lüttich-Rom-Lüttich-Fahrt. 9. Frankreich: Grosser Preis von Nizza. 9. Italien: 24-Stundenrennen in Pescara (Targa . Abruzzo). 15. Italien: XII. Coppa Acerbo. 16. Schweden: Grosser Sommerpreis von Schweden. 16.—21. Internationale Alpenfahrt. 22. Irland: Rundrennen im Phönix-Park. 23. Schweiz : Grosser Preis der Schweiz. , 29. England: 200-Meilen-Rennen im Donington- Park. 30. Deutschland: Grosser deutscher Bergpreis. 30. Italien: V. Internat. Stilfserjoch-Rennen. . September. 5. England: Tounst-Trophy. 6. Frankreich: Mont Ventoux-Bergrennen. 9.-22. Frankreich: Zuverlässigkeitsfahrt des A.C.F. 12. England: Shelsley-Walsh-Bergrennen. 13. Italien: Grosser Preis von Italien. 19. England: 500-Meilen-Rennen in Brooklands. 27. Spanien: Grosser Preis von Spanien. 27. Schweiz: Monte-Ceneri-Bergrennen. Oktober. 3. England: Rennen in Brooklands. 4. Rumänien: Feleac-Bergrennen. 10,—11. Italien: Rundrennen in Neapel (Coppa Principe di Piemonte). 12. Amerika: Grosser Preis von Amerika (Minnesota). 17. England: Rennen in Brooklands, 18. Österreich: Grasser Preis von Oesterrelcb. Wenn schon das Jahr 1935 eine Fülle von automobilsportlichen Veranstaltungen brachte, so ist das Programm für 1936 eher noch reichhaltiger. Wie aus obiger Zusammenstellung zu ersehen ist, sind für die kommende Saison verschiedene Neuschöpfungen vorgesehen, worunter vorab der Grosse Preis von Genf vom 31. Mai zu erwähnen ist Per Grosse Preis von Frankreich, der älteste unter allen, der erstmals im Jahre 1906 ausgefahren wurde, kommt 1936 nicht zur Durchführung und wird durch ein Rennen für Sportwagen ersetzt. Diese Umstellung ist sehr bedauernswert, um somehr, da doch Bugatti für nächstes Jahr neue Maschinen in Vorbereitung hat. Ettore Bugatti hat übrigens Pressevertretern gegenüber aus seiner Enttäuschung über den Ausfall des klassischen Grossen Preises auf der Montlhery-Bahn kein Hehl gemacht. Immerhin kann aber auch ein gross aufgezogenes internationales Sportwagenrennen einen interessanten und bedeutungsvollen Verlauf nehmen. Wir möchten die endgültige Fassung und Genehmigung des Kalenders abwarten, bevor wir das Programm einer näheren Betrachtung unterziehen. Immerhin seien heute schon einige kurze Beobachtungen angebracht: An bedeutenden neuen Veranstaltungen verdienen, von den schweizerischen Konkurrenzen abgesehen, die beiden erstmals in Erscheinung tretenden Grossen Preise von Südafrika und Oesterreich Erwähnung. Das Rennen in Südafrika ist bereits schon ausgetragen worden, wobei eich vorab englische Fahrer beteiligten, doch fehlte bis dato die internationale Bedeutung. Die Anmeldung aus Oesterreich beweist, dass dieses Land, welches schon mit dem Grossglockner-Rennen maßgeblich im internationalen Kalender vertreten ist, den festen Willen hat, seine frühere Position im Autosport wiederum zurückzugewinnen. In zeitlicher Hinsicht sind einige Aenderungen getroffen worden, die mit der bisherigen Tradition gründlich aufgeräumt haben. So ist das Masaryk-Rennen für den Monat Mai festgelegt, währenddem es bis jetzt stets im September zur Austragung kam und jeweilen als der maßgebliche Schlusspunkt der Saison galt. Aus dem Kalender verschwunden sind die Gros" sen Preise von Holland, von Luxemburg und von Griechenland, die übrigens letztes Jahr auch nur auf der Liste prangten, tatsächlich aber nicht zur Durchführung gelangten. Mit lebhafter Ueberraschung wird man dagegen vom Ausfall des Avus- Rennens Kenntnis nehmen, das als schnellstes Rennen Europas von grösstem Interesse war. Deutschland hat für den 30. Juli ein Olympiade- Rennen eintragen lassen und ist anzunehmen, dass diese Veranstaltung als Ersatz für die Avus angesehen werden kann. Der Grosse Preis von Monaco hat eine Bereicherung erfahren, indem am Vortage des eigentlichen Grossen Preises ein internationales Rennen für Kleinwagen his 1500 ccm ausgefahren wird. Das schweizerische Beispiel scheint . dem» nach Schule zu machen. Bis jetzt war Bern der Ein Begriff — seit der Jahrhundertwende stehendI Und heute erst recht! Denn nicht nur die deutschen Rennwagen, auch italienische Wagen und die englischen ERA-Wagen und viele andere Rennfahrzeuge sind mit einzige Grosse Preis, der zwei Rennen in sich vereinigte und dabei vor allem auch den Maschinen mit kleinerem Zylinderinhalt eine interessante Startgelegenheit bot. Der grossartige sportliche Erfolg und die glänzende internationale Beteiligung scheinen nun den Appetit ausländischer Organisatoren geweckt zu haben. Die Veranstalter des Grossen Preises der Schweiz werden daher gut daran tun, ihr ganz besonderes Augenmerk auf den Ausbau des Kleinwagen-Rennens, dem «Preis von Bern», zu richten, um sich die erworbene Priorität zu sichern und sich keinesfalls den Rang ablaufen zu lassen. International gesehen ist das Datum für den 3. Grossen Preis der Schweiz, der nun erstmals in der Liste der bevorzugten Rennen, den sogenannten «grandes epreuves» erscheint, recht günstig gewählt. Eine Woche vorher finden Rennen in Nizza, Pescara und in Schweden statt. Von diesen werden die beiden ersten wohl am ehesten eine massgebliche internationale Beteiligung aufweisen. Die Distanzen von Bern sind nun so, dass alle Rennen von Les Rangiers beträchtlich durch die Fahrer und Fabrikteams rechtzeitig bei uns ein-gleichzeitigtreffen können und daher mit einer durch keiner- nens handicapiert zu sein. Immerhin besteht be- Austragung des Grossglockner-Ren-. lei Reise- und Transportschwierigkeiten beeinträchtigten Beteiligung gerechnet werden kann. Auch rischen Bergrennen nächstes Jahr wiederum in vergründete und bessere Aussicht, dass die schweize- in bezug auf die nachfolgenden Rennen liegt unser Grosser Preis recht gut, da den Fahrern Ge- sang- und klanglos aus dem nationalen Programm mehrtem Masse zur Geltung kommen und nicht legenheit geboten ist, von Bern aus entweder zum verschwinden, wie das dieses Jahr leider der Fall deutschen Bergpreis oder dann zum Stälfserjoch- Rennen weiterzufahren. Was die Veranstaltungen in der Schweiz betrifft, eiad dafür folgende Termine festgesetzt worden: 22.—29. Februar: Internationale Sternfahrt nach St. Moritz. Automobil-Woche. 20.—29. März: Sporttage in Genf. Grand-Saconnex. 31. Mai: Grosser Preis von Genf. 27. Juni: Rheineck-Walzenhausen. 19. Juli: Develier-Les Rangiers. 23. August: Grosser Preis der Schweiz. 27. September: Monte-Ceneri-Bergrennen. Der nationale Sportkalender ist somit, reichlich beladen. Während der Grosse, Preis der Schweiz von keinem andern Rennen konkurrenziert wird, fällt derjenige von Genf mit dem Grossen Grenzpreis von Belgien und der Bol d'Or zusammen. Erstere Veranstaltung wurde dieses Jahr gar nicht ausgetragen, so dass auch die Durchführung pro 1936 noch keineswegs feststeht. Beim Bol d'Or handelt es sich um ein Rennen, das hauptsächlich Kleinwagen und Dreiradfahrzeuge betrifft, so dass auch von dieser Seite her mit keiner massgeblichen Beeinträchtigung der Genfer Grossveranstaltung gerechnet zu werden braucht. Der internationale Kalender erhält diesmal für den schweizerischen Autorennsport eine ganz besondere Note, indem erstmals die bisher nur national ausgeschriebenen Bergrennen darin aufgeführt sind. Die Sportkommission sah sich wohl auf Grund der Erfahrungen bei der diesjährigen Ausschreibung des Ceneri-Rennens zur Anmeldung der vier nationalen Konkurrenzen veranlagst Wie erinnerlich erhob Spanien gegen die Beteiligung ausländischer (italienischer) Fahrer am Ceneri- Rennen Einspruch, da die dortigen Sportinstanzen zu Unrecht befürchteten, das Ceneri-Rennen könnte die Startliste ihres eigenen Grossen Preises, der am nämlichen Tag ausgefahren wurde, beeinträch- und die Meister des Lenkrads: BOSCH-Zündung und BOSCH-Kerzen ausgerüstet. Wer so das Vertrauen der Rennfahrer rechtfertigt, verdient auch das Vertrauen aller übrigen Kraftfahrer. Verkaufen Sie deshalb Ihren Kunden BOSCH-Zubehör. BOSCH-Kerzen, BOSCH-Zündspulen, BOSCH-Scheinwerfer, BOSCH- Nebellampen. BOSCH-Wischer, BOSCH-Winker, BOSCH-Hörner usw. tigen. Dabei wurde von spanischer Seite mit Recht auf die formelle Unmöglichkeit hingewiesen, ausländische Fahrer zu nationalen Rennen zuzuziehen. Mangels der Beteiligung einiger bekannter italienischer Bergspezialisten musste dann das Ceneri- Rennen ausfallen, da die schweizerischen Anmeldungen allein nicht genügt hätten, um die Veranstaltung zu rechtfertigen. Um die Durchführung der schweizerischen Bergrennen nicht aus ähnlichen Gründen im nächsten Jahre wiederum zu gefährden, ist nun als vorbeugende Massnahme die Anmeldung im internationalen Kalender erfolgt, was aber den durchaus nationalen Charakter der vier in Frage stehenden Konkurrenzen nicht ändert. Allerdings konnte bei der Datumsfestlegung auf diese Anlässe weniger Rücksicht genommen werden, und so müssen es sich alle drei Bergrennen gefallen lassen, dass sie mit anderen internationalen Ausschreibungen kollidieren. Soweit es sich dabei um.Rundrennen handelt, ist die Konkurrenzierung nicht massgeblich. Dagegen scheint das war. Die Europa-Meisterschaft. Nach der Aufstellung des internationalen Sportkalenders befasste sich die Sportkommission zunächst mit den von Campbell erzielten Rekorden in Säet Lake City und homologierte diese. Dann folgte die Festlegung der europäischen Meisterschaft, die Garacciola zugesprochen wurde. Es wurde folgendes Klassement aufgestellt: 1. Caracciola (Mercedes-Benz), 16 Punkte. 2. Fagioli (Mercedes-Benz), 22 Punkte. 3. Brauchitsch (Mercedes-Benz), 31 Punkte. 4. Dreyfus (Alfa Romeo), 35 Punkte. 5. Nuvolari (Alfa Romeo) und Stuck (Auto- Union), je 37 Punkte. 7. Chiron (Alfa Romeo) und Varzi (Auto-Union), je 40 Punkte. Internationale Sportfragen. Es ist auffallend in welch ungenügender Weise die offiziellen Communiques jeweils über die Verhandlungen der internationalen Sportkommission berichten. Glücklicherweise wurde man nachträglich durch die Bekanntmachungen der Sportkommission des A. C. von Italien hierüber näher orientiert. So werden nun über die Konferenz vom 25. September in Paris noch folgende Beschlüsse bekannt: 1. Die internat. Sportkommission stimmte der Schaffung einer internationalen technischen Kommission zu, und beschloss eine genaue Definition für Autos mit Schwerölmotoren zu erlassen. 2. Dem Antrag des A.C. von Frankreich, eine internationale Rennformel für Sportwagen zu schaffen, wurde nicht Folge gegeben. 3. Auf den Lizenzen für Rennpisten sind inskünftig die speziellen Vorschriften für die Rennbahn, an welche sich der Fahrer zu halten hat, aufzuführen. 4. Für alle Sportveranstaltungen auf Strassen, welche dem öffentlichen Verkehr freistehen, sind die Verkehrsvorschriften des betreffenden Landes genau zu beachten, welch neue Vorschrift besonders für internationale Sternfahrten wichtig ist. 5. Einem Antrag des A.C. von Belgien, nähere Bestimmungen für den Start der Grands Prix zu erlassen, wurde nicht Folge gegeben, indem die bestehenden Bestimmungen als genügend erachtet wurden. 6. Der Vorschlag des A.C.S. für die Regelung der finanziellen Unterlagen bei Abhaltung von sog. Sweepstakes oder Lotterien bei Autorennen blieb unberücksichtigt. 7. Dem Vorschlag des AJC. von Italien, Sanktionen dagegen vorzusehen, wenn ein im internationalen Sportkalender während zwei Jahren angemeldetes Rennen nicht ausgefahren wird, wurde in der Weise entsprochen, dass die Veranstaltung für ein drittes Jahr für den internationalen Kalender nicht mehr angenommen wird. 8. Ausser den elektrischen Chronometrageeinrichtungen sind nun auch diejenigen mit photoelektrischen Zellen, System Gnocchi & Viani zugelassen. V Gewaltige Enttäuschung über den Ausfall des Grossen Preises von Frankreich. , Die unerwartete Kunde vom Ausfall des klassischen Grossen Preises von Frankreich für 1936 hat nicht nur in Frankreich selbst, sondern auch weit über seine Grenzen hinaus grosse Enttäuschung und leibhaftes Bedauern ausgelöst. Soll denn tatsächlich der erste und älteste Grand Prix der Welt, der im kommenden Jahr auf sein 30jähriges Bestehen hätte zurückblicken können, plötzlich von der Bildfläche verschwinden? Die Gründe zu diesem Beschluss des Ä. G. F sind selbst in Frankreich nicht bekannt. Da ja heute schon Bugatti für 1936 neue Rennmaschinen in Vorbereitung hat, ist wohl kaum die grosse Niederlage der französischen Rennwagen in diesem Jahr verantwortlich zu machen. Verlieren ist schliesslich auch keine Schande. Wie wäre es, wenn Italien die Coppa Acerbo und den Grossen Preis von Italien an den Nagel hängen würde, nur weil die einheimischen Maschinen gegen die deutschen nicht aufzukommen vermochten?! Und was sagen die Rennfahrer dazu? Albert Divo: Sehr unglücklich, dieser Beschluss des A. G. F.; aber ein Sportwagenrennen, das den Grossen Preis ersetzen soll, kann für Rennfahrer, die nicht verpflichtet sind, sehr interessant werden. Raymond Sommer: Die unabhängigen Fahrer wurden ja im « Grand Prix » nicht zugelassen, und so berührt mich, dieser Entscheid des