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E_1935_Zeitung_Nr.085

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tute Autofafod äfre% den Ofenpass In Zernez, 1465 m über Meer, dem Haupteingang zum schweizerischen Nationalpark, einem Naturpark von selten schöner Pracht, beginnt der Ofenpass. Zernez liegt in der Mitte zwischen Otoerund Unterengadin, da wo der dunkle Spöl sich polternd in den wilden Lauf des Inn ergiesst. Ueber den grauen HäuSern, an steiler Berghalde wacht ein trautes Kirchlein und über seiner Kirchentür steht in Stein gekritzt die Zahl 1623 als Erstellungsjahr. Auf dem kleinen Bergfriedhofe schmücken einfache Kreuzlein die letzten Ruhestätten der Toten. Das ganze Dorf ist von tiefdunklen Wäldern und saftgrünen Bergmatten eingesäumt. Das gesunde Verständnis der Zernezer für die Erhaltung der Naturschönheiten dieser herrlichen Landschaft hat es im Jahre 1910 wesentlich erleichtert, dass die Schweiz. Eidgenossenschaft einen Dienstbarkeitsvertrag abschloss, wonach ein Stück Land von 89 km 2 , Wälder, Alpboden, Täler und Weiden mit seinem gesamten Wildbestand auf die Dauer von 100 Jahren ganz der Arbeit der Natur überlassen wird. Alles tierische und pflanzliche Leben kann sich hier frei und unbeeinflusst entfalten. Die alte Paßstrasse steigt, am rechten Ufer von den brausenden Wassern des Spöl begleitet, durch die enge, waldige Schlucht »La Serra» Zur Rechten in der Tiefe liegen die letzten Ueberreste einer- Burg, als Wahrzeichen kriegerischen Geschehens. Herzog Rohan soll sie als Stützpunkt errichtet haben, als er im Jahre 1635 ins Veltlin zog. Aber schon früher, im Jahre 1409, hat der Ofenbergpass kriegerische Ereignisse erlebt. 5000 tapfere Krieger überschritten damals den Ofenpass, die Benedikt Fontana in die siegreiche Schlacht über Maximilians' Heer an der Calven führte. In mählicher Steigung schlängelt sich die Strasse quer durch das Gebiet des schweizerischen Nationalparkes nach II Fuorn (1804 m). Hier wurde in früheren Jahren eine Eisenschmelze betrieben, die dann dem Orte auch den Namen «Ofen> oder «Fuorn> gab. Ein stattliches Gasthaus, « zum Ofenberg», steht hier in herrlicher Berglandschaft, inmitten des Nationalparkes. Ein Rundgang durch ein Teilgebiet des Nationalparkes rollt die schönsten Bilder vor uns auf. Arvenwälder, mit alten Kämpen voller Wunden und Narben, Bergweiden mit leuchtenden Bergblumen, alte, unscheinbare Baumstrünke und Wurzelstöcke zwischen den Steinblöcken sind hier Gast dieses Naturasyls. Hier ist nicht der Ort für Schlager, Rumba und Foxtrottmelodien, will man Musik, so orgelt tausendfältiges Rauschen uralter Bäume und Bergbäche die schönsten Akkorde in die Öhren. Tiere verschiedener Art bevölkern diesen Schutzgarten und erfreuen sich hier eines ungestörten Daseins. Gemsen, Hirsche, der stolze Steinbock mit dem imponierenden Gehörn, dann Rehe und Füchse springen über Stock und Stein. Da ist auch der Tummelplatz der Murmeltiere, deren Pfeifen uns auf dem ganzen Weg begleitet und in den tiefen Gründen des Spöl — so erzählt man — soll sogar der Fischotter zu Hause sein. Gefiedertes Getier, vom bösesten Raubvogel bis 2Um lieblichen Sänger des Waldes, beleben den bunten Park und versammeln sich zum Morgen-' konzert Fast die ganze Verwandtschaft des Steinadlers wohnt hier in diesem sicheren Hause. Der Mäusehussard, der Sperber, Hühnerhabichte und Turmfalken, dann die Steindohle und der Uhu und andere mehr huschen von Ast zu Ast. So ist denn der schweizerische Nationalpark eine Zufluchtsstätte für Pflanzen und Tiere geworden. Was nicht den Naturgewalten zum Opfer fällt bleibt bestehen, bis da« Alter den natürlichen Tod herbeiführt. Wir fahren ganz langsam aufwärts, um diese herrliche Bergeinsamkeit recht geniessen zu können. Bei der Alp Buffalora. kommen wir aus dem Gebiet des Nationalparkes heraus und in kurzer Zeit sind wir auf dem höchsten Punkte, ctem Cierfser Jöchlein (romanisch Süsom. 2155 m). Die Ofenbergpasshöhe ist die Wasserscheide zwischen Inn und Etsch. Hier gönnen wir auch unserem Wagen einen Schnaufhalt. Trotzige Felswände, Zacken und Gräte, der Piz Daint und Piz Dora. wachsen schweigsam und stark in den blauen Himmel hinein. Hinter uns grüssen noch einmal die Berge der Flüela. In vielen Kehren, an Wehrsteinen vorbei, senkt sich die Paßstrasse durch den Arvenwald nach Gierfs (1664 m) hinunter, dem ersten Bergdorfe im Münstertal (romanisch Val Müstair); zur Linken tobt und tost das wilde Wasser des Rombaches und sein Brausen vermischt sich mit dem Brummen des Motors. Bald kommt Fuldera (1641 Meter), dann Valcava (1440 m), wo es noch Apfelund Kirschbäume gibt, und zuletzt fahren wir in die Talmulde, an Kornfelderchen, über die die Sonne das letzte Gold gelegt hat, vorbei, nach Santa Maria (1338 m). Um das steingraue Kirchlein, das aus dem Jahre 1491 stammt, scharen sich die alten Bündnerhäuser. Und hier in Santa Maria, wo die schönsten Nelken wachsen, ist das grosse Erleben des Ofenbergpasses zu Ende. E. Gasser.. tBächextiscfi Die Söhne. Roman von Lion Feuohtwanger. Querido-Verlag, Amsterdam. Lion Feucht wanger gehört zu den erfolgreich-, sten und meist gelesenen Autoren unserer Zeit. Mit grossem Interesse haben die Kenner seiner früheren Romane auf die Fortsetzung der Romantrilogie «Josephus» gewartet. Jetzt liegt der zweite Band vor. Er ist eine grosse literarische Leistung und doch enttäuscht er auch zugleich. Feuohtwanger versteht es, seine Menschen mit vollem Leben auszustatten, das Milieu des an Gegensätzen so reichen ersten Jahrhunderts unserer Zeitrechnung ist mit grösster Meisterschaft, tief eindringender Psychologie und historischer Treue gezeichnet Aber das Problem, das sich •Feuchtwanger nach seinen eigenen Angaben gestellt hat, den uralten und heute wieder so aktuellen Gegensatz zwischen Nationalismus und Weltbürgertum zu gestalten, hat er nicht gelöst. In seinem tiefsten Wesen ist und bleibt der jüdische Schriftsteller Flavius JQr, sephus weder Nationalist noch Weltbürger, sondern ein etwas entwurzelter Literat, der auf kei- ; ner Seite ganz ernst genommen wird und auch , nicht ernst genommen werden kann. Der Versuch^ . das angegebene Problem zu lösen, belastet die,; sonst so lebendigen und plastischen Figuren der/ AUTOMOBID.REVUE 1935 - N" 85 Handlung und reisst stellenweise die Handlung fast völlig auseinander. So ist die breite Schilderung der theologischen Disputationen in Palästina mehr Bestandteil einer kritischen historischen Untersuchung als Teil eines Romanes. Auch die innere Entwicklung des Helden wird ja duTCh diese Diskussion nicht beeinflusst, er kehrt im Grunde genommen genau so wieder nach Rom zurück, wie er von dort abgereist war. Es ist eine Folge des ungelösten Problems, dass verschiedene der Nebenfiguren des Romans viel schärfer und besser ausgearbeitet und durchgearbeitet sind als die Hauptfigur. Trotzdem wird; auch dieser Roman seinen Weg machen wie alle bisherigen Werke Feuchtwangers und trotz seiner Schwächen wird niemand das Buch ohne grosse Bereicherung aus der Hand legen. ' L. K. Arnold Zweig, Erziehung vor Verdun. Roman. Querido-Verlag, Amsterdam, 624 Seiten. Das vorliegende Werk bildet den letzten Band der Grischa-Reihe, ist aber in jeder Beziehung selbstständig und in sich abgeschlossen. Im Mittelpunkt der Handlung stehen die Erlebnisse des Armierungssoldaten Bertin, den das Miterleben der Kämpfe um Verdun für neue Erkenntnisse aufschljesst und, von der Notwendigkeit überzeugt, dass die bestehende Gesellschaftsordnung einer Aenderung durch den seelisch gewandelten. Menschen bedarf. Indessen wirken die Erlebnisse dieses jüdischen Patrioten, dessen Schicksal mit dem des Unteroffiziers. Kroysing und dessen Bruder Leutnant Kroysing eng verwoben ist, doch zu schwach vor diesem 1 Hintergrunde, diesem Massensterben, um voll überzeugen "Zu können. Letzten Endes bleibt die Wandlung des Schippers immer nur Einzelerlebnis, so wie er immer als einzelner im Kreise seiner Kameraden steht. Ueberall vermisse ich den innern Kontakt zum Zeiterleben einer ausblutenden Menschheit, nirgends werden die Leiden dieses Soldaten zum Aufschrei der zu Tode gehetzten Masse. Auch letzte Meisterschaft in der Beherrschung von Sprache und Stil vermögen über diesen Mangel nicht fortzutäuschen, der wohl nicht zuletzt in der zwiespältigen Einstellung des Verfassers zu Deutschland seine tiefere Ursache haben dürfte, wie ich das immer und immer wieder bei einem Teil der Emigranten feststellen kann, sobald sich ihre Werke mit dem derzeitigen oder früheren Geschehen in der Heimat befassen. Für mein Empfinden ist dieser Roman zu gekonnt, um als Kunstwerk im letzten Sinne gelten zu können; die Tendenz zu hervorstechend, um voll zu wirken. Etwas weniger wäre hier sicher mehr gewesen. Möglich auch, dass Werke dieser Art nur aus dem Erlebr nis heraus sich wirkungsvoll und lebensnah schaffen lassen. Trotzdem: Auch dieses Buch wird seinen Weg machen und vielen noch etwas geben können, da es immer noch über dem Durchschnitt der täglichen Neuerscheinungen ^teht. b.,1. Wir Menschen, Roman von Erwin Hetmann. Hans Feuz-Verlag, Leipzig. Der Erstlingsroman eines jungen Schweizer Arbeiters, den man bisher nur aus kleinen Skizzen und Stimmungsbildern in der Presse gekannt hat. Im Vorwort zu dem Roman sagt der Autor: «Denn muss es nicht ein wirkliches starkes Bedürfnis sein, das mir am Abend, nach angestrengter Tagesarbeit, den Bleistift in die Hand drängt, das mich, der S/ucht nach Zerstreuung zum Trotz, allein in meinem Zimmer zurückhält, alle mit den Gedan- ien, die in einer fast schmerzlichen Fülle aus den Geschehnissen in uns und um uns entspringen, und denen ich einen Rahmen geben möchte». Man hat es sonst nicht gerne, wenn Autoren persönlich das Wort ergreifen, bevor sie ihre Gestalten sprechen lassen. Doch man versteht bei diesem Buche, das seine Probleme aus dem eigenen Erleben schöpft, das Vorgehen des Autors, da man aus dem Vorwort die Ueberwindung des Widerstandes spürt, der dem Bekenntnis im Wege steht. Es sind keine heroischen Heldentaten, die hier erzählt werden. Dieser Roman ist ganz im Gegenteil ein stilles Buch und die Art, wie er das alte Problem des Verhältnisses von Mann und Frau aus verschiedenen Gesellschaftsschichten behandelt, ist eigenartig und fesselnd. Was ein Abenteuer war und sein sollte, wird zum bitteren aufwühlenden Erlebnis und zur gefährlichen Klippe einer ehrlichen Freundschaft. Der Kampf um die Selbstbehauptung in der Weltstadt Paris gibt den bewegten Hintergrund, vor dem sich einige Menschen abzappeln in den Schlingen, die allem Menschlichen gelegt sind. Erwin Heimann hat in diesem Roman gezeigt, dass er gestalten und formen kann. Man legt dieses Buch mit einer stillen Befriedigung zur Seite und sieht der weitern Entwicklung dieses jungen Schriftstellers mit grösstem Interesse entgegen. h. 1. ... aber er geht nicht gern zur Schule. Lernmüde Kinder, von H. Hanselmann, Professor an der Universität Zürich. Preis brosch. Fr. 3.—* (Schweizer Spiegel-Verlag). Es gibt viele Kinder — sie sind durchaus nor* mal, sie bieten keine besonderen Erziehungsschwierigkeiten und doch verursachen sie den Eltern täglich grosse Sorge: sie gehen nicht gern zur Schule. Trotz normaler Intelligenz klappt in dieser Beziehung irgend etwas nicht. Was ist der Grund, oder besser, was sind die Gründe dieser Schülmüdigkeit? Was kann dagegen getan werden? Der bekannte Pädagoge analysiert diese Erscheinung auf Grund einer Fülle von Erfahrungen und gibt Eltern und Lehrern wertvolle Ratschläge zur Bekämpfung der Schulmüdigkeit. Eines der leicht aufbau- und demontierbaren Weekendhäuschen der Fa. Kabinen-Oppliger, Zürich, auf die wir bereits in Nr. 68 des «A.-F.» hingewiesen haben. Sckwefeet WehmuM Herausgegeben von Oberst i. Gst. Dr. M. unter Mitarbeit von Major i. Gst. Dr. Däniker und Feldmann Major Schafroth. Ein Buch, das sich jeder Schweizer erwerben sollte. Ungeachtet, ob Sie unserer Armee angehören oder ihr fern stehen, bedeutet dieses prächtig ausgestattete Werk die Erfüllung eines alten Wunsches : nämlich über die Entwicklung und die Einrichtungen unseres Wehrwesens aufgeklärt zu werden. Dieser Aufgabe haben sich 3 kompetente Militär-Fachleute unterzogen, wobei ein Werk entstanden ist, das nicht nur textlich, sondern vor allem auch durch seinen künstlerisch hochwertigen Bilderschmuck die Zierde einer jeden Hausbibliothek bilden wird. Format des Bandes: 24x32 cm, 260 Seiten. Ueber 50 Illustrationen, 13 Farbendrucke, Subskriptionspreise: Ganzleinen Fr. 28.50, Halbleder Fr. 38.—. Die Subskriptionsfrist läuft am 31. Oktober ab. Sichern Sie sich in Anbetracht des Vorzugspreises und der beschränkten Auflage jetzt schon dieses Prachtwerk. Alles Nähere ist aus unserem Prospekt mit Illustrationsproben ersichtlich, den Sie durch untenstehenden Bücherzettel von uns oder von Ihrem Buchhändler kostenlos einfordern wollen: BUCHERZETTEL : (Als Drucksache 5 Rp. Porto). Unterzeichneter ersucht um unverbindliche Zustellung des Graus-Prospektes über „Hundert Jahre Schweizer Wehrmacht" VERLAG HALLWAG - BERN Adresse:

parteipolitischen Bekenntnis entspricht. Wir empfehlen vor allem Ausfüllung der leeren amtlichen SEKTION ST. GALLEN-APPENZELL. Zu den Nationalratswahlen im Kanton Si. Gallen. Es istWahlliste, auf der die Namen der nachstehend vorgeschlagenen Kandidaten zweimal handschriftlich für die Ostschweiz ein Novum, wenn sich die Strassenverkehrsverbände mit der Politik, genauer einzutragen sind. Vergessen Sie nicht, oben die genaue offizielle Parteibezeichnung und die Listen- gesagt mit den Parlamentswahlen, befassen. Anlass dazu geben die in den letzten Jahren gemachten Erfahrungen mit den politischen Parteien und die von den politischen Parteien vorgedruckten nummer einzutragen. Sollten Sie jedoch vorziehen, jbren Führern, die sich kaltlächelnd über alle berechtigten Proteste der Verkehrsverbände hinwegsetzten und die wohlbegründeten Wünsche der Strassenverkehrsinteressenten einfach unter den Tisch wischten. Die Politiker haben zwar aufhorchen gelernt, wenn gewisse Wirtschaftsgrupperi ihre Rechte durchsetzten, aber die Automobilisten, Motorradfahrer und Radfahrer wollte man trotz aller Warnungen einfach nicht ernst nehmen. So kam es, dass eine Reihe wichtiger Verkehrsfragen des Landes zum Schaden der gesamten Volkswirtechaft schwer vernachlässigt worden sind. Die Verkehrsverbände von St. Gallen-Appenzell Bes A.C.S. und T.C.S., sowie der Aspa, des Autogewerbeverbandes, der Motorfahrerverbände und Badfahrer haben in verschiedenen Konferenzen die Dringlichkeit eines geschlossenen Vorgehens betont. Pa für diese Wahlen von einer eigenen Liste abgesehen werden wollte, jedoch eine absolute Interesselosigkeit an Verkehrsfragen bei den meisten bisherigen Mitgliedern des Nationalrates festgestellt jwerden musste, ist man zu einer sorgfältigen Prüfung der offiziellen Wahllisten geschritten. Man ß&h sich nach Volksvertretern um, die den Mut aufjfcririgen, zum Rechten zu sehen, und nahm die Listen der Konservativen Volkspartei, der freisinnigiäemokratischen Partei und der jungliberalen Belegung, sodann der sozialdemokratischen Partei fcur Revision vor. Diese drei Listen, die jeder Wähler entsprechend seiner Parteizugehörigkeit zu benutzen hat, enthalten sechs, fünf und drei Namen, iäie zu kumulieren empfohlen wird; alle übrigen Kandidaten sind auf den Listen zu streichen. Als •Förderer der Verkehrswirtschaft können betrachtet Und zur Wahl empfohlen werden: Dr. Duft, St. Galjen; Dr. Eisenring, Rorschach; Dr. Holenstein. St. jGallen; Otto Huber, Kirchberg; Dr. Mäder, Reg.- Rat, Gossau; Paul Müller, Gerichtspräsident, ßchmerikon; ferner Dr. B. Pfister, St. Gallen; Aug. Schirmer, St. Gallen: Jules Huber, Dir., WaHenjBtadt; Dr. Kobelt. Reg;-Rat, St. Gallen; Dr. Rittsmeyer, St. Gallen; sodann Johannes Huber, St. Gallen; Beyer, Ricken-Wattwil; Kessler, Uzwil." Die Verbände haben den einzelnen Mitgliedern feinen Wahlaufruf zusenden lassen. Eine grössere SZahl dieser Aufrufe gelangt an weitere Kreise zur Verteilung. Es wird angesichts der Notwendigkeit, den Bestrebungen der Verkehrsverbände Unterstützung zukommen zu lassen, auf eine eindrucksvolle Gefolgschaft der Mitglieder gezählt. ' E.B. SEKTION ZÜRICH. Mit der SchniUeljagd vom Samstag, den 26. Oktober, soll das Programm der {diesjährigen, für die Sektionsmeisterschaft 1936 zählenden Sportveranstaltungen abgeschlossen werden. Der Wettbewerb beginnt um 13.30 Uhr mit der Besammlung der Konkurrenten und Instruktionserteilung beim Zivilflugplatz Dübendorf. Der erste Start ist auf 13.45 Uhr angesetzt. Um 19 Uhr trifft man eichim Gasthof* «Hirschen» in" Wetzikön^züm-*geK ineinsamen Nachtessen mit dea am Herbstausflug ins Zürcher Oberland teilnehmenden Sektiohsmitgliedern, an das sich die Preisverteilung und ein Tanzvergnügen anschliesst. Der Sieger erhält den üblichen Fuchsschweif, die Hälfte der Placierten je einen Bon für Gratis-Nachtessen und eine Flasche Wein. Es soll ein fröhlicher Sport-Jahresabschluss [werden. Die Schnitzeljaed geht über ca. 60 km. Die Sektion hat die Mitglieder mit einem beson- Heren Zirkularschreiben ersucht, bei den Nationalratswahlen alle Freunde und Förderer des Automobils zu kumulieren und im besonderen dafür zu sorgen, dass den Herren Dr. Stadler, Uster, und E. JTörni, Winterthur, welche sich schon seit vielen Jahren in tatkräftigster und erfolgreichster Weise für die Strassenverkehrsinteressenten eingesetzt haien, zur Wahl zu verhelfen. Der Reigen der dieswinterlichen Filmmatinees wird am 3. November mit dem Grossfilm des schwedischen Forschers Forstmästare Stig Wesslen aus Stockholm über die nordischen Wälder und ihre Tierwelt begonnen. Die Filmmatinee findet im Apollokino in Zürich um 10.30 Uhr vormittags statt. Die Wintergeneralversammlung vom 14. November wird auch Anlass zur Ehrung der Sieger der Sektionsmeisterschaft 1935 geben, die dieses Jahr getrennt für Amateure und Experten durchgeführt wird. Unentgeltlicher Strassenauskunffsdienst. Wie im vergangenen Jahre, werden wir, während der bevorstehenden Winter-Saison wöchentlich das Strassenauskunftskärtchen des Touring-Glub der Schweiz (T.C.S.) veröffentlichen. Diese graphische Darstellung wird von den Strassenbenützern sehr geschätzt, da sie in leicht lesbarer Weise über die Fahrbarkeit unserer Strassen Aufschlüss gibt. Im Frühjahr wird das Kärtchen die Daten der voraussichtlichen halten. — 1935 AUTOMOBIL-REVUE 11 A. C. S. T. C. S. Oeffnung der Alpenstrassen ent- Autosektion St. Gallen-Appenzell . Nationalratswahlen. An die st. gallischen Verkehrsinteressenten aller Parteien! Es ist von grosser Wichtigkeit, dass Männer in den Nationalra abgeordnet werden, die alle Verkehrsbestrebungen tatkräftig unterstützen und alle verkehrsschädigen den Massnahmen bekämpfen. Lange genug sind wichtige Verkehrsfragen des Landes zum Schaden der gesamten Volkswirtschaft Bchwer vernachlässigt worden. Lange genug sind die Motorfahrzeughalter mit fiskalischen Belastungen ausgepresst worden, und noch ist mit der unsinnigen Zoll- und Steuerschraube (z. B. Benzinzoll) keine Grenze abzusehen. Lange genug hat man sich in Bern über alle be rechtigten Proteste und Eingaben kaltlächelnd hinweggesetzt. Nun ist es genug! Mit dem blossen Schimpfen über die Behörden ist es nicht mehr getan. Jetzt gilt es für alle Verkehrsinteressenten zu handeln. Von, den meisten bisherigen Nationalräten haben wir; keine Unterstützung zu erwarten. «Wählt daher Männer, die bereit sind, die Bestrebungen der Verkehrsverbände auch im Ratsaal zu unterstützen,, und die einsichtig genug sind, zu erkennen, dass die bisherige Verkehrspolitik der Behörden zum Ruin des Autogewerbes, der Transport- Unternehmungen, des Fremdenverkehrs, ja zur Schädigung der gesamten Volkswirtschaft führen muss. Jeder Wähler lege die Parteiliste ein. die seinem Wahllisten zu benützen, so kumulieren Sie die von ns nachstehend empfohlenen Kandidaten, indem Sie diese handschriftlich noch einmal aufführen und dafür ebensoviele andere streichen. Als Förderer der Verkehrswirtschaft können betrachtet und deshalb zur Wahl empfohlen, werden: Auf der Wahlliste No. 4 der Konservativen 'olkspartei: Dr. J. Duft, Nationalrat, St. Gallen; Dr. E. Mäder, Regierungsrat, Gossau; Paul Müller, Gerichtspräsident, Schmerikon; Dr, Th. Eisenring, Stadtrat, Rorschach; Dr. Th. Holenstein-Harden, Rechtsanwalt, St Gallen; 0. Huber, - Kantonsrat, Kirchberg. Auf der Wahlliste No. 2 der Freisinnig-demokratischen Partei und der jungliberalen Bewegung: Dr. Bruno Pfister, Nationalrat, St. Gallen; August Schirmer, Nationalrat, St. Gallen; Jul. Huber, Direktor, Wallenstadt; Dr. K. Kobelt, Regierungsrat, St. Gallen; Dr. L. Rittmeyer, Advokat, St Gallen. Auf der Wahlliste No. 1 der Sozialdemokratischen Partei: Jobs. Huber, Nationalrat, St. Gallen; J. Beyer, Kantonsrat, Ricken-Wattwil; A. Kessler, Kantonsrat, Uzwil. St Gallen, im Oktober 1935. Touring^Club der Schweiz, Sektion St. Gallen-Appenzell. Automobil-Club der Schweiz, Sektion St. Gallen-Appenzell. Motorlastwagenbesitzer-Verband, Gruppe St. Gallen. Autogewerbeverband St. Gallen. Ostschweiz. Motorfahrer-Verband. St. Gall. Kant. Motorfahrer-Verband. Ostgau des Schweiz. RadfahreTund Motorradfahrer-Bundes. pus «fl«»n Verbänden CHAUFFEUR-VEREIN ZÜRICH An unsere verehrten Mitglieder, Angehörige, Freunde und Gönner! Laut Beschluss veranstaltet der Verein am Samstag, den 30. November 1935 im grossen Saale der cKaufleuten« sein lOjähriges Vereins-Jubiläum. Wir gelangen heute schon mit höflicher Bitte an Sie, diesen Abend unbedingt zu reservieren, danken Ihnen aber auch schon zum voraus, dass Sie unserm Wunsche entsprechen werden, indem Sie sofort nach Ausgabe der Spezial-Progfamme, Ihre diesbezügliche Bestellung mit Angäbe der Zahl Platzbelegungen mitteilen, damit wir' für genügend Plätze sorgen können. Am letztjährigen 'Familienfeste im Talegg-Saale der « Kaufleuten » -konnten wir nicht mehr genügend Sitzmaterial aufbringen, üMHünaerien^Tön Freuhfim. üäS Be?änfite|i;iäüp ten wir den Eingang leider verweigern, wir witten also genötigt, zürn Jubiläum i935 den grossen Saal zu belegen und müssen heute schon mitteilen, dass lt. Programm und Mitwirkenden «in grosser Zudrang stattfinden wird, nicht zuletzt auch wegen unserer allährigen reichassortierten Tombola. Wir werden deshalb Vorverkaufsstellen an den Orten einrichten, wo unsere grossen Plakate ausgehängt sind, und zwar: Generalversammlung der F. I.T. C. A. : (Internat. Verband der Nutzkraftwagenbesitzer.) Vom 18. .bis 20. Oktober; 1935 fand in Wien die Generalversammlung der F. I. T. G. A. statt. Das Protokoll der am 13. und 14. Dezember 1933 im Haag stattgefundenen internationalen Tagung w,urde verlesen und genehmigt, "wie auch das" Protokoll der Vollversammlung "von Innsbruck vom 18. bis 2O.< September 1934 gutgeheissen wurde. Anschliessend folgte ein Bericht des Vorsitzenden über die-Tätigkeit der F. I. C. T. A. während der abgelaufenen Geschäftsperiode. Besonderes Interesse wurde den Ausführungen über-die Internat Alpenwertungsfahrt mit Ersatzbrennstoffen entgegengebracht, worüber sich einlässlich Prof. ing. E. Manlik (Wien) und Prof. Dr. H. Suida (Wien) aussehen. Ein weiterer Bericht orientierte über die Teilnahme an der Tagung der internat Handelskammer in Paris mit Spezialberichterstattungen über Bahn.und Auto— Autobahnen — und Zählung des Kraftverkehrs. ^Andere Berichte orientierten über die Sitzungen des internat. Container-Bureaus in Paris und über den Kongress Garbone Garburant in Brüssel. Als viertes Traktandum folgte die Zusammenarbeit mit der A. I. A. C. R., worunter Genehmigung des Abkommenentwurfes und der Zusammenarbeit mit den sonstigen interessierten Verbänden figurierte. Ein weiteres Traktandum war dem Problem Bahn und Auto gewidmet. Die Tagungsteilnehmer orientierten kurz über die gegenwärtige Kraftverkehrsregelung in den einzelnen Staaten, worauf Dr. ing. J. Weldler (Wien) über das finanzpolitische Problem bei der Regelung des Kraftverkehrs sprach. Ein weiteres Traktandum befasste sich mit der Gründung eines wissenschaftlichen Institutes für das Kraftfahrwesen und Kraftfahrverkehr. Als weitere Traktanden waren zu erledigen Triptykverkehr, Kraftwagen und Strasse und Gründung des Organes der F. I. C. T. A. Im Nachstehenden seien auszugsweise die Referate der Tagung wiederge- Die Eröffnung der diesjährigen Jahresversammlung der F. I.T. CA. fand in Anwesenheit zahlreicher Vertreter der österreichischen Regierung letzten Freitag statt Eine besondere Note erhiel die Tagung durch Anwesenheit der Delegierten dei Internationalen Vereinigung der anerkannten Auto mobil-Clubs und der Alliance Int. de Tourisme.- -- '••; Nach," einer feierlichen Begrüssung eröffnete 'der. Präsident der F.T.T.C.A., Herr von Henriquez, die Tagung mit einem Bericht übei den gegenwärtigen Stand der Regelungen des Verhältnisses zwischen Schiene und Strasse in allen Ländern. Wie nicht anders zu erwarten war, machte der Vorsitzende und alle Diskussionsredner auf die zunehmenden Schwierigkeiten in den Arbeitsverhältnissen für den gewerblichen Kraftverkehr in fast allen Ländern aufmerksam. Diese unbefriedigende Situation ist eine Folge der einseitigen Stellungnahme der Behörden, die mit der Regelung der Verkehrsördnung betraut sind, wobei die Hintansetzung des Automobilverkehrs immer wieder mit der starken' Verschuldung der Eisenbahn zu begründen versucht wird, eine Argumentation, die bei objektiver Untersuchung nicht oder nur bedingt zutrifft. Henriquez gab noch der Hoffnung Ausdruck, dass sich diese Einstellung doch noch ändern möge, um eine gerechtere Verteilung des Verkehrs, wobei man sich aller vorhandener technischer Mittel bedienen möge, zu erreichen, den es sei nicht zu vergessen, dass das Auftreten des Kraftverkehrs in der nationalen Verkehrswirtschaft unzählige neue Verkehrsrelationen geschaffen habe, was einer Zunahme des Volksreichtums gleichkomme. Danach ergriff der leitende Sekretär des österreichischen Gewerbevereins, Dr. Eid 1 i tz, das Wort, um die technischen und verkehrspolitischen 'Behinderungen des Nutzkraftwagenverkehrs klarzustellen- Der Referent ging dabei sowohl auf die zwischenstaatlichen als auch auf die verschiedenen nationalen Verhältnisse ein. Nach seiner Ansicht habe man wohl dem Automobil ein wenig zu viel Freiheit geschaffen, indem jedermann die Möglichkeit hatte, sich nach Belieben dem Kraftverkehrsgewerbe zu widmen, was sich teilweise später räihen musste. Innert kurzer Frist führte der Konkurrenzkampf zu Tarifansätzen, die nicht nur beträchtlich unter denjenigen aller andern Verkehrsmittel lagen, sondern auch weit unter dem eigentlichen Gestehungspreis für den Kraftwagen selbst. Dieses « Laisser faire et laisser aller» entsprach aber zu einer bestimmten Zeit durchaus dem Grundgedanken und Aufbau der Volkswirtschaft. Inzwischen hat sich diese Auffassung aber sehr geändert. Von der freien "Wirtschaft haben sich bereits die meisten Staaten zur regulierten Wirtschaft, ja teilweise sogar zur plangeleiteten Wirtschaft bekannt" Dementsprechend hat sich auch die Auffas- Hans Schwarz, Sohn, behandelt nicht wenige? rundlich und klar die technische Seite des Automobils, insofern sie dem Fahrer, der selber über spezielle' mechanische Kenntnisse nicht verfügt, praktisch nützlich sein können, dies auch als Aneitun? zum Bestehen der Fahrprüfung, die geändert. Das Auf- ausser sung über • den Kraftverkehr kommen von Konzessionsgesetzen in vielen Ländern ist ein sprechendes Zeichen für die Umstellung. Von den grossen Fragen, deren Lösung für den Kraftverkehr immer dringender wird, wurde auf das Problem der verschiedenen Brennstoffe und deren Auswirkung auf den Motor angedeutet. Auf kommerziellem Gebiet sollte vor allem die Schaffung anerkannter Frachtbriefe ermöglicht Werden, die, wie diejenigen der Eisenbahn, im nationalen und internationalen Rahmen gültig sein sollten. Ein weiteres Postulat liegt in der Einführung durchgehender Frachtkombinationen Auto-Bahn-Auto und die . Schaffung .dazu geeigneter durchgerechneter Tarife. Sehr beachtenswert waren dann die Ausführungen des Dr. Weldler über das finanzwirtschaftliche Problem hinsichtlich der Regelung des Kraftverkehrs. Nach seiner Ansicht werden bei der Beurteilung des Verhältnisses Bähn-Auto die wirtschaftlichen, d. h. finanz- und sozialpolitischen Erscheinungen ungenügend beachtet. Wie Dr. Cottier von der^ S.J3. B. anlässlich der letzten Zusammenkunft der Eisenbahnkongressvereinigung ausführte, |i|narta|v;jDefizit-der .Bahnen in "Wahrheit'Kaum ^-mindert-werden. Auf der einen Seite wird die Staatspolitik" im weiteren Sinne in der Folgezeit den Bahnen noch grössere Belastungen auferlegen, die wiederum als Entgelt Staatszuschüsse auf längere Zeit in Aussicht nehmen müssen. Eisenbahn und Auto stellen nach Ansicht des Referenten Antithesen in jedem Punkt dar, d. h. sowohl im. Betrieb als auch im Kapitalauf bau, im'Personal wesen etc. Seines Erachtens ist die Kapazität der Eisenbahnen zu Freude beim Autofahren im Winter. Tem- peraturen, die für den Motor ein Winteröl erfordern, treten schon im Oktober auf. Uebergangswetter — hohe Tagestemperaturen, erste Nachtfröste — verlangt ein Oel mit gros-' Kaufleuten-Restaurant, Büfett, Stammlokal Zeughauskeller, Zürich 1. Ebenfalls durch den Vor-:ifrossstand, * sowie sämtlichen Mitgliedern des Vereins. Wirtschaftliches Uebergewicht über das Auto behal- sem Verwendungsbereich. Sommeröl ent- so dass d«r j Schiene in nächster Zeit ihr Das Programm wird durch erstklassige Theater- ten'- wird. Daraus resultiere der Untergang des Artisten, Komiker, Speziäl-Truppen, Konzert-' und; Ktaftfahrwesens. Eine nationale Verkehrseinheit Ball-Orchester durchgeführt werden, sowie eine könne daher nur auf Grund der ökonomischen Basis geschaffen werden; Hiebei ergäben sich für reichausgestattete Tombola. beide Transportmittel teilweise grundlegende Aenderungen in der Betriebsform: Beim Automobil muss Sorgen Sie also bitte rechtzeitig für den Abend und laden Sie ein: , Der Vorstand. überdies ein organischer Zusammenschluss der Veranstaltungen. verschiedenartigen Kraftverkehrsbetriebe herbeigeführt werden. Beide Transportmittel müssen in der Hauptsache den gleichen Bedingungen im Dienst der Oeffentlichkeit unterliegen. Nach einem Exkurs über die steuerrechtlichen Verhältnisse schloss Dr. Weldler mit dem Gedanken, dass die Einheit zwischen Auto und Eisenbahn schwierig zu finden sei, aber sich doch in gerechter Weise finden lasse. lim «lern le (Fortsetzung folgt.) Ohne Verantwortlichkeit der Redaktion. * Auswüchse im Touristikverkehr. Der V-Korrespondent beklagt sich in der Ausgabe vom 11. Oktober über einen Bündner Automobilisten, welcher am 2. Oktober den Sehneefall am Flüelapass für sich sehr gewinnbringend ausgenützt hat. Da die betr. Automobilisten • weder die Nummer noch den Namen des betreffenden geschäftstüchtigen Mannes bekanntgaben, möchte ich Ihnen mitteilen, dass dieser Automobilist nicht mit dem Wirt vom Flüela-Hospiz identisch ist. Bis heute wurde auf Anruf hin hilfesuchenden Automobilisten vom Flüela-Wirt immer geholfen und ihnen die Weiterfahrt ermöglicht, ohne dass ein Entgelt gefordert wurde, ja es wurden sogar Schneeketten gratis zur Verfügung gestellt, was viele Automobilisten bezeugen können. K. L. Bttch«»..fi S cl. H. und H. Schwarz. Der Motorfahrzeugführer und sein Fahrzeug. Lehrbuch für Studium und Praxis, 556 Seiten, 140 Abbildungen, in Ganzleinen gebunden Fr. 8.50. Ing. Hans Schwarz, Chef der Motorfahrzeugkontrolle des Kantons Zürich und dessen Sohn, Autofachlehrer, sind die Verfasser des umfangrei chen, mit 140 Abbildungen und farbigen Signal •täfeln bereicherten Werkes. In Rücksicht auf dii Zeitumstände und in Berücksichtigung der Tat sache, dass auch der «kleine Mann des Automobils> wie auch der Motorradfahrer darin eine unerläss liehe Kenntnisbereicherung finden wird, ist der Preis absichtlich bescheiden angesetzt worden. Man möchte sagen, der praktisch-populäre Geist de -Darstellung sei der Hauptvorzug des Buches. Au diesem.Gründe..wird es: auch», in Verbindung mit umfassender Fülle des Gebotenen, unter Werken gleichen Charakters den verdienten Rang einneh- men. Es wird sicher kaum je Fahrschüler und •Fahrlehrer mehr geben, die sich nicht im Geben und Nehmen von automobilfahrtechnischen Kenntnissen am Standardwerk von Schwarz halten werden. Es genügt im Kapitel «Führerprüfung> auf die in Frage und Antwort leicht fasslich gelöste Behandlung des Stoffes hinzuweisen. •Wie es nicht anders zu erwarten war, wurde om Chef der Motorfahrzeugkontrolle ganz besondere Aufmerksamkeit der Fahrweise zum Zwecke der Unfallverhütung gewidmet Ing. Schwarz hat on allem Anfang an in bezug auf die Unfallverhütung strenge Anforderungen an die Motorfahrzeugführer gestellt. Dass diese Erziehung zur Führerauslese im Interesse der Allgemeinheit liegt, darüber ist kein Wort zu verlieren. Mit allem Nachdruck aber muss darauf hingewiesen werden, dass die gesteigerten Anforderungen an die Zuverlässigkeit der Fahrzeuglenker und Fussgänger diesen selbst den allergrössten Dienst leisten. Die Popularität des Automobils steigert sich im Verhältnis zur Zuverlässigkeit seiner Lenkel. Auch bei lOOprozentiger Diligens des Führers bleiben immer noch so viele Zufälligkeiten als schadensverursachende Elemente für den Lenker, dass, was nach menschlichem Ermessen an Unheil vermieden werden kann, vermieden werden sollte. Die Motorfahrzeuglenker dürfen nicht vergessen, wie ein strenger Maßstab an ihren Pflichten sie vor strafrechtlichen Folgen zu bewahren imstande ist und wie sehr in zivilrechtlicher Hinsicht eine solche Haltung die Schadenszahlungen und damit mittelbar die Versicherungsprämien zu verringern vermag. Ing. Hans Schwarz ist als Vertreter einer klassischen Fahrweise zu bezeichnen. Die bezüglichen Hinweise in dem erschienenen Buch dürften an und für sich schon als Anreiz zur Anschaffung des Werkes angesprochen werden. Alle allgemeinund verkehrsgesetzlichen Bestimmungen sind in die erschöpfende Darstellung der gefahrenverhütenden Fahrkunst gestellt. der Fähigkeit des Lenkens, heute gewisse automobiltechnische Kenntnisse verlangt. Alles in allem: das Werk von Schwarz, Vater und Sohn, ist als Handbuch für den Automobilenker anzusprechen. Es sollte als Vader^ecum von jedem Automobilisten im Wagen mitgeführt werden. Auch für Richter, Rechtsanwälte und Versicho- Tungsleute, kurz für alle, die mit dem Automobil mittelbar und unmittelbar zu tun haben, wird das Buch willkommene Anleitungen bieten. K. S. i. Verantwortliche Redaktion: Or. A. Büchi, Chefredaktion. W. Mathys. — Dr. E. Waldmeyer. Telephon der Redaktion: 28 222 CHallwag) Ausserhalb der Geschäftszeit: 23.295. Reklame*teü spricht bei warmer Mittagssonne; es erschwert aber das Starten, wenn das Thermometer bis in die Nähe des Nullpunktes fällt. Dünnes» Winteröl ist unzureichend, weil es zwar die selbstverständliche Forderung leich-. ten Startens erfüllt, bei erhitzter Maschine je-' doch ungenügend schmiert. In der -Uebergangszeit kann ein wirkliches Winteröl seine Leistung am besten unter Beweis stellen. Ein solches Winteröl muss gleichzeitig zwei Haupteigenschaften in sich vereinigen: sicher starten bei stärkstem Frost > zuverlässig schmieren bei stärkster Motorerhitzung. Eine dieser Haupteigenschaften äst im allr, gemeinen in einem gewöhnlichen Winteröl zum Nachteil der andern betont. In der Regel starten diese Oele wohl,' weil sie einfach «dünn» gemacht werden, aber sie widerstehen, nicht der Motdrhitze. Mobiloü «Arctic», als ein Spitzenprodukt aller Winteröle auf der ganzen Welt anerkannt, vereinigt in sich vollkommen die beiden Haupteigenschaften eines Winteröles. Es erfüllt daher, was jeder Automobi? List auch im Winterbetrieb verlangt: Der Motor muss sich leicht und gleichmässig durchdrehen lassen. Die Maschine muss, schnell auf volle Touren und auf Belastung gebracht' werden können; Sie muss ihre volle Leistung hergeben und sicher arbeiten. Der Motor muss das im Winter auf Schnee und vereisten Strassen häufig notwendige Fahren im kleinen Gang, also bei höchster Drehzahl; aushalten können, ohne Schaden zu nehmen; Deshalb ist Mobiloil »Arctic» unerreicht als Winteröl und unerreicht für jedes Ueber-r gangswetter mit schwankenden Temperaturen im Herbst und im Frühling, denn: «Arctic» ist frostsicher — startet immer und «Arctic» ist hitzefest — schmiert zuverlässig! Es verschafft Ihnen die Freude .welche Sie von Ihrem Wag«n am Winter erwarten. RD. Die belgische Fordgesellschaft. Im Monat September d. J. übertreffen die Verkäuiö von Ford V-8-Wagen um 317 % diejemgen des Monats September vergangenen Jahres.