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E_1935_Zeitung_Nr.089

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16 AUTOMOBIL-REVUE

16 AUTOMOBIL-REVUE 1935 - N» 89 Mdwttisdi Reihe schweirerischer Volksspiele. Herausgegeben von Fridolin Hefti und Georg Thürer. Verlag: Rud. Tsohudy, Bucbdruckerei «Glarner Nachrichten», Glarus. «Im ausgehenden Mittelalter und zu beginnender Neuzeit hatte die Schweiz ein Volkstheater, vom Volke für das Volk, nicht von Berulsschauspielern, sondern von Bürgern und Bauern, also von Laien gespielt. Dieses Volkstheater ist •wesenhaft verschieden vom modernen «theäterlen» unserer Vereine und Kränzchen, die irgend einen rührseligen Abklatsch der Wirklichkeit, oft platten Naturalismus darstellen oder der Salontirolerei und der Berliner Bühnenmache verfallen. Das Volksspiel hat stark symbolischen Gehalt; seine Handlung tritt hinter der Idee, dem magischen Grunde, zurück. Die handelnden Personen sind Typengestalten: Allegorische, wie Tod, Teufel, Engel, die Laster, die Tugenden usf.; ständische, wie Bauer, Bürger, Arzt, König usf. Und auf diese kräftige und rege Spieltradition will die angekündigte Reihe zurückgehen: Alte, kernig schweizerische Spiele wird sie erneuern und neue aus unserer Zeit heraus erstehen lassen, mit derselben Absicht zur Beschränkung auf das Wesentliche, typische, mit derselben linearen Ausdrucksweise, die jenen Spielen eigen ist Und mit diesen Spielen werden wir wieder jener uns eingeborenen, altherkömmlichen Spielfreudigkeit neue, helle Wege bahnen, nachdem sie allzulange im Dunklen hat tappen müssen.» So heisst es u. a. im Vorwort zu den bis jetzt erschienenen 13 Spielen, die alle einzeln geheftet sind und jedes Bändchen gut aufgemacht ist. Es handelt sich dabei um folgende Stücke: Heft 1. Das Spiel vom St. Gotthard von Georg Thürer. A 2. Der Berner Totentanz nach den Sprüchen des Meisters Nikiaus Manuel, zusammengestellt von Fridolin Hefti. JE 3. Das Drama vom verlorenen Sohn nach Hans Salat von Cäsar von Arx. »; 4. Sechse kommen durch die ganz© Welt. Spiel nach einem Grimmschen Märchen von Fridolin Hefti. »; 5. Von fünferlei Betrachtnis. Ein Totentanzspiel nach Johannes Kolros von Cäsar von Arx. a 6. Comöäiä. Ein neu Lustspiel von zweien jungen Eheleuten von Tobias Stimmer, erneuert von Nold Halder. »: 7. Die Mutter des Gestas. Ein Passionsspiel von Rud. Schwarz. >i 8. König Drosselbart. Märchenschwank nach den Gebrüdern Grimm von Georg Thürer. »; 9/10. Kuhhandel. Einfaches Spiel mit Chor von Traugott Vogel. Der gestiefelte Kater. Märchenspiel in vier Bildern von Traugott Vogel. > 11/12. Der Struwwelpeter. Das Bilderbuch von Dr. Heinrich Hoffmann, als Sprechchorspiel, geschrieben von Pridolin Hefti. ••i 13. Gerechtigkeit. Ein biWisches Spiel mit einem Vorspiel und einem Nachspiel von Rudolf Schwarz. A. Gervais: Ein Arzt erleb! China. Wilhelm- Goldmann-Verlag, Leipzig. Preis: kart Fr. 6.25, Leinen Fr, 8.15. Gervais, der eine Medizinschule in Tschentu in der Provinz Szetschuan leitete, schildert in diesem Buche seine Erlebnisse, und lässt uns einen Blick tun in das innerste China, das immer noch so wenig Europäer kennen und nur ganz wenige einigermassen verstehen. Das ist allerdings nicht mehr das Volk, das wir aus den Tageszeitungen zu kennen glaubten. Hier versagt jeder europäische Maßstab, um das Unfassbare, das in diesem Lande und für dieses Volk selbstverständlich ist, zu verstehen und zu begreifen. Atemlos verfolgt man die Geschehnisse: Krieg, Seuchen, Not und Leid ziehen an uns vorüber und alles erträgt diese fremde Welt mit einem Stiozismus, der seine Wurzeln nur in. dem Bewusstsein der Unzerstörbarkeit haben kann. Hunderttausende sterben, aber das Leben geht darüber hinweg, als sei nichts geschehen. Gervais versteht es, die Ereignisse lebendig zu gestalten, aber auch er, der Arzt, steht oft fassungslos den Geschehnissen gegenüber. So legt man dieses Buch, nachdenklich geworden, aus der Hand und weiss nun wieder einmal, wie wenig wir Europäer fähig sind, über die Dinge im fernen Osten zu urteilen. Ein Buch, das man jedem gerne empfiehlt h. 1. Ekia Lilanga und die Menschenfresser. Von Theo Steimen. Schweizer-Spiegel-Verlag, Zürich. 480 Seiten. Steimen ist Schweizer, gebürtiger Aargauer. Voll mächtiger Sehnsucht nach dem schwarzen Kontinent sagt er im Jahre 1919 einer glänzenden Stelle in Frankreichs Metropole Valet und reist nach Gabun in Aequatorial-Westafrika, wo er vorerst auf dem Ogowe-Strom als Kapitän eines Passagierund Frachtdampiers mit .den Eingeborenen in Kontakt kommt und deren sonderbare Sitten, vor allem, was den Geisterkult anbetrifft, kennen lernt. Doch soweit sind teilweise auch andere Afrikakenner in die Geheimnisse der verschiedenen Negerstämme eingedrungen. Das Aussergewöhnliche an Steimens Werk liegt darin, dass er auch über das Kannibalenwesen beinahe erschöpfende Auskunft zu geben vermag. Bereits 1921 hat der französische Staat einen erbitterten Kampf gegen die Sekte der Massoggo, .der sogenannten Leopardenmenschen geführt — von Zeit zu Zeit aber sind diese immer wieder aufs neue aufgetaucht und haben auf das Furchtbarste unter den Einheimischen gehaust. Kaum je ist es einem Forscher gelungen, den eigentlichen Beweggründen der Massoggo zu ihren dunkeln Taten auf den Grund zu kommen. Steimen hat es verstanden, dass Vertrauen eines vermeintlichen und — wie sich die Folge herausstellte, auch tatsächlichen Massoggo — zu gewinnen, der ihn im Laufe der Zeit immer mehr in die sonderlichen Gepflogenheiten dieser Halbmensch-Halbtier-Lebewesen einweihte. Was ihm N'Zambi alles kundtat und wie Ekia Lilanga, der Stammeshäuptling der Massango, den Kampf mit der schauerlichen Menschenfiesserbande aufnimmt, darüber weiss Theo Stei- -men eminent spannend zu berichten. Das Ganze ist in einfachem, sauberem Stil geschrieben und speziell völkerkundlich von unerhörtem Interesse. Das Buch wird zweifellos einen grossen Lesererfolg aufweisen und bedeutet gleichzeitig einen neuen geglückten Wurf des Scbweizer-Spiegel- Verlages. A. Fy. Pestalozzi-Kalender 1936 (mit Schatzkästlein), Ausgaben für Schüler und Schülerinnen. Preis Fr. 2.90. Verlag Kaiser & Co. AG., Bern. Heinrich Pestalozzi hat den Satz geprägt, dass die Anschauung 1 das festeste Fundament für jede Erkenntnis darstelle. Wer den Pestalozzi-Kalender durchblättert, nimmt wahr, in wie glücklicher Weise dieses bekannte Jugendbuch die Forderung Pestalozzis in die Praxis umgesetzt hat. Die Kleinen, die mit dem geschriebenen Wort noch nicht viel anzufangen wissen, können sich ein ganzes Jahr lang an den Bilderschätzen begeistern, die in diesen beiden Bändchen (Pestalozzi-Kalender und Es handelt sich bei den angeführten Stücken Schatzkästlein) stecken. Die ältere Jugend wird durchwegs um sehr gute und wirkungsvolle Laienspiele, die in jeder Beziehung eine Bereicherung samkeit schenken und wird ein um so grösseres den Bildern und den Texten die gleiche Aufmerk- des Spielplans unserer Laienbühnen darstellen werden. So begrüsst man in jeder Hinsicht diese Besitz des Kalenders ziehen. Es ist geradezu er- Mass an Unterhaltung und Belehrung aus dem Sammlung und hofft nur, dass sie auch in Zukunft staunlich, wie viel an lebendigem Wissen im Pestalozzi-Kalender auf kleinstem Raum zusammen- fortgesetzt wird, bildet sie doch auch für unsere Schweizer Schriftsteller eine Möglichkeit, mit ihren getragen ist, mehr vielleicht als in manchem umfangreichen gelehrten Werk. Da dieses Jugendbuch Volksstücken auch tatsächlich unter das Volk zu kommen. Der Preis der einzelnen Hefte ist durchaus erschwinglich; er beträgt Fr. 1.50 und für ein tung wert ist. nehmen seine viele tausend Leser auch vom künstlerischen Standpunkt aller Beach- Doppelbändchen Fr. 2.50. h. 1. und Leserinnen, ihnen selbst völlig unbewusst, den Sinn für das Schöne und Geschmackvolle in sich auf. JCteine Thüzen «So. hör doch endlich mit dem Treppeniegen, auf. Das Haus soll ja nur einstöckig werden I » (Die Koralle.) * Herr Meyerdirks, etwas angebläut mit seiner Frau aus dem Auto steigend: «Friedchen, wenn Du es bist, sag dem Chauffeur, wenn er es ist, dass er mich die Treppen herauftragen möchte, wenn ich es bin.» * Rückseite des Abreisskalenders: «Wir leben nicht, um zu essen, sondern wir essen, um zu leben !» Schildkrötensuppe, Rheinsalm in Mayonnaise, Brathühnchen mit gemischtem Gemüse, Salat, Dessert. Im Restaurant. — « Dreh' dich jetzt nicht um, Karl», sagte die taktvolle Gattin, « aber ich glaube, ein Herr hinter dir nimmt deinen Ueberzäeher mit! > Mit der kalten Jahreszeit treten naturgemäss die Erkältungen in gesteigertem Masse auf. Nur zu oft wird diesen leichten Erkältungen zu wenig Beachtung geschenkt, so dass aus einer kleinen Unpäßlichkeit nicht selten eine ernstere Krankheit entsteht In den meisten Fällen lässt sich eine solche Krankheit verhüten, wenn man vorbeugt und rechtzeitig geeignete Abwehrmittel in Anwendung bringt. Zu den erfolgreichsten Vorbeugungsmitteln gehören die Wärmeapplikationen. Die Wohltaten derselben sind seit altersher bekannt und leisten bei Erkältungen, Rheumatismus, Gicht, Leibschmerzen und Menstruationsbeschwerden etc. die besten Dienste. Die für die Kompressen verwendeten Mittel waren oder sind noch heute verschiedener Art. Am häufigsten werden heisse Bettflaschen oder Gummiflaschen angewandt. Diese Mittel haben jedoch beachtenswerte Nachteile. Erstens ist ihre Anfertigung umständlich und zeitraubend. Zweitens, was wichtiger ist, kann die Wärme nicht reguliert werden und von einer gleichbleibenden Wärme ist schon keine Rede, da der Körper ja ständig die Wärme der Kompressen absorbiert. Diese müssen infolgedessen häufig erneuert werden, was sehr umständlich ist In Anbetracht dieser Tatsachen ist es angebracht, auf die grossen Vorteile hinzuweisen, welche das elektrische Heizkissen im Haushalt bietet Das Heizkissen liefert nach dem Einschalten schon in wenigen Minuten eine wohltuende, gleichbleibende Wärme, welche zudem durch einen Regulierschalter nach Belieben abgestuft werden kann. Neuerdings gibt es Heizkissen mit vier verschiedenen Wärmestufen. Auf der ganz schwachen Stufe Vi kann das Heizkissen sehr lange belassen werden und auch der empfindlichste Patient erträgt die ganz milde Wärme. Vierstufige Wärmekissen werden daher speziell von Aerzten empfohlen und in Spitälern bevorzugt. Ein im Innern des Kissens eingebauter Feuchtschutz gestattet, wenn nötig nasse Kompressen zu verwenden, ohn© Gefahr für Körper und Heizkissen. | I Auf einem kleinen Friedhof in Toronto (U.S.A.) steht ein Grabstein, der folgende Inschrift trägt: « Hier liegt John Dixon. Er steckte ein Streichholz an, um nachzusehen, ob noch Benzin im Tank seines Autos sei. Benzin war noch vorhanden. Alter fünfzig Jahre.» Peterson aus Detroit (Michigan, U.SA.) kommt in den Himmel. St Peter wirft ihm die härene Kutte über, pappt ihm den Heiligenschein auf und instruiert ihn über das Nötigste. < ...und hier ist Ihre goldene Harfe !» cUnd was darf ich anzahlen ?> fragt Peterson höflich. «In Amerika haben sie die halbe Kaffeeernte verbrannt.» «Und bei uns haben sie die Kartoffeln ins Wasser geworfen. » « Warum denn ? > « Na, um sie zu kochen.» «Pappi, hast du Angst vor einem grossen Hunde?» fragt Günther. «Keine Spur», antwortet Papa Wimmersbach. «Und vor einem Löwen?» «Auch nicht.» Günther staunt den Vater eine Weile an und sagt dann abschliessend: «Also bloss vor Mama.» Schüler unter sich: «Neun Stunden habe ich bei meinen Rechenaufgaben zugebracht!» «Das glaubst du doch selbst nicht !> «Doch, doch, ich legte sie unter das Kopfkissen und schlief darauf!». Der Besuch ist entzückt von dem Hasenbraten. « Hänschen », fragt er, «hat dein Vater selbst diesen schönen Hasen geschossen ?» — «Ja, das war ein böser Hase.» — « Ein böser Hase ?» — « Ja. er hat unsern Kanarienvogel gefressen ! » Der Schweizerwoche-Verband schreibt: Ein Blatt hat kürzlich unrichtige Andeutungen über die Herkunft der Schreibmaschinen Hermes nachgedruckt. Diese Notiz veranlasst nachstehende Richtigstellung: Die Schreibmaschinen Hermes sind Schweizerfabrikate. Sie werden in Yverdon und Ste. Croix hergestellt. Durch die Fabrikation finden nahezu 300 Arbeiter und Angestellte Verdienst. Qualität und Preise sind so, dass es dieses Fabrikat mit jeder Konkurrenz aufnehmen kann, eine der Ursachen des sich stets erhöhenden Umsatzes im Inund Ausland. Man sollte annehmen, dass sich alle Kreise über diese Entwicklung unserer Industrie freuen, macht sie uns doch vom Ausland unabhängig und erschliesst unserem Export neue Gebiete. 10er Packung Fr. 4.50, 4er Packung Fr. 2.—. Gratis-Prospekt diskret durch EROVAQ A.-Q., Zürich 25, Bachtobeistr. 69. Lesen Sie die BroscöQro „Angst vor Empfängnis t" von Dr. £. Engler, zu bezieben gegen Einsendung von Fr. 1.20 in Briefmarken oder auf Postscbeck VTII/1819 Erovag A.-Q. Die grösste Gefahr für den Autofahrer... ist besonders die .. .Fettleibigkeit mit all ihren Nebengefahren. Bekämpft sie rechtzeitig durch eine Kur mit HORMONYL aus der Apotheke des Bergues.Genf Auf Verlangen erhalten Sie unter Bezugnahme auf diese Zeitung eine kurze Beschreibung. Hundert Jahre acriwizer Mrmadrt Sckwemt Weltmacht Werden ist gefährlich. Beginnen Sie noch heute eine Kur mit Dr. Weinreichs Schlankheitstee LEOBAL. Aus erlesenen Kräutern zusammengestellt,regelt er die Verdauung und ist vollkommen unschädlich. KurpacKung Fr. 8.-, »i. Kurpackung Fr. 4.25,Wochenprobe Fr. J.5O. In allen Apotheken oder durch die Herstell.: Löwen-Apotheke, Basel, wo auch Gratisprobe bei Einsendung dieses Inserates erhältlich ist. 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N°89 1935 AUTOMOBIL-REVUE 11 Stfi*aKs«»n Waadtland und AlpenstrasseninKiative. Im Bericht über die eidgenössischen Angelegenheiten befasst sich der Staatsrat des Kantons Waadt auch mit der Volksinitiative betr. den Ausbau der Alpenstrassen, worin er seine Auffassung folgendermassen umschreibt: cDie Verwerfung der Initiative empfiehlt sich aus politischen, technischen und finanziellen Gründen. Die Verwirklichung des Gedankens der Urheber dieser Initiative würde dadurch keineswegs verhindert, da automatisch ein Bundesbeschluss dn Kraft treten würde, der den Ausbau unseres Alpenstrassennetzes gewährleisten soll ohne neue Zentralisierung und ohne finanzielle Risiken. Die Einreichung der Initiative ist also nicht umsonst gewesen, aber ihre Verwerfung wird es ermöglichen, dem Strassenproblem eine den föderalistischen Grundsätzen und den finanziellen Möglichkeiten angepasste Lösung zu geben.» Unsere Miteidgenossen jenseits der Sense, die in den letzten Jahren im besondern dem föderalistischen Prinzip Huldigungen darbringen, die aber, wenn es gilt, Bundessubventionen flüssig zu machen, um die aus eidgenössischen Quellen stammenden Gelder ebenfalls mit geöffneten Taschen zu empfangen, werden schon in den nächsten Jahren sehen, wohin uns der Föderalismus auf strassenbaupolitischem Gebiet bringen muss. Ein Blick über unsere Grenzen lässt heute schon erkennen, dass unsere Nachbarn den grössten Nutzen aus dem schlechten Zustand unserer Alpenstrassen ziehen. Das also, was von den übrigen Kantonen immer und immer wieder betont wird, nicht aus eigener Kraft in der Lage zu sein, die notwendigen Gelder für den Ausbau des Strassennetzes flüssig machen zu können, glaubt der waadtländische Staatsrat bejahen zu müssen. Rapperswiler Seedamm. Die politische Gemeinde Rapperswil beschloss diskussionslos, an die Seedammkorrektion einen Beitrag von 130,000 Fr. zu leisten und an der Elektrifikation der Südostbahn sich mit einem Darlehen von 50,000 Fr. zu beteiligen. A. C. S. SEKTION BERN. Autofuchsjagd. Wegen Terminschwierigkeiten ist diese Veranstaltung vom 26. Oktober 1935 verschoben -worden. Der Entsohluss fiel der Sportkommission um so leichter, als das regnerische Oktoberwetter diesen spätheitostlichen, auf Schönwetter eingestellten Anlass negativ beeinflusst hätte. Die bisherigen Autofuchsjagden erfreuten sich ausnahmslos des herr-.i liebsten Herbstwetters und es hat den Anschein, als •wolle der verspätete Nachsommer im November dem Entscheid der Sportkommission Recht geben. Eine Einladung wird allen Sektionsmitgliedern in den nächsten Tagen zugestellt. Das Reglement weicht in einigen Punkten ganz erheblich von der bisherigen Austragungsweise ab und dürfte dank diesen Neuerungen entschieden zur Bereicherung des Wettbewerbes beitragen. Wie schon bei den beiden früheren Anlässen dieser Art, wird der Fuchs seine Verfolger stehenden Fusses erwarten, dadurch werden Geschwindigkeitsexzesse, wie' sie sonst bei fliehenden Füchsen die Regel sind, ausgemerzt. Die Auto-Fuchsjagd wird neben der Ballonfuchsjagd als der schönste Sportanlass bezeichnet. Das ausführliche Reglement kann vom 6. November weg beim Sektionssekretariat bezogen oder angefordert werden. h. SEKTION ZÜRICH. «Ausverkauft» war die Parole für die erste dieswinterliche Filmmatinee vom 3. November. 1850 Eintrittskarten waren ausgegeben worden und doch konnten nicht alle Bestellungen berücksichtigt werden. Der Vortrag hielt aber auch, was er versprochen. Der eigens für diesen Anlass nach Zürich gekommene schwedische Forscher Stigwesslen bereitete mit seinem einzigartigen Grossfilm « Aristokraten der Lüfte» lauter Freude und grösstes Interesse. Dieser in Schweden als nationale Tat gefeierte Film zeigte ein Bild vom nordischen Tierleben, wie man solches kaum anderswo sehen kann. Hier hat ein Tierfreund gefilmt, der mit einer wunderbaren Liebe und Sachkenntnis ans Werk ging und so Einzigartiges schuf. Was da kreucht und fleucht trat als Filmkünstler auf; Adler-, Sperber-, Enten-, Uhu- und Eulenarten, aber auch Elche, Renntiere und Füchse fehlten nicht Am Eindrucksvollsten gewiss die Nahaufnahmen von Steinadler und Fuchs, den beiden Todfeinden. Neben dem « intimen » Familienleben all dieser Tiere und Vögel gab der Film auch interessante Auskunft über deren Ernährungsfragen und Sorgen. Wie sehr die Aufnahme eines solchen Films, die mehrere Jahre in Anspruch nahm, für die Operateur mit erheblichen Gefahren verbunden ist, zeigten die Aufnahmen von der Bezwingung der grandiosen Felsmauern mit den Adlerhorsten und der gischtigen Stromschnellen. Dem Tierfreund konnte wohl selten ein Film eine solche Freude bereiten, wozu die interessanten, begleitenden Worte des Referenten noch ein Wesentliches beigetragen haben Die Schnitzelbank «Was nicht im Bädecker steht >, wird die verschiedensten Zürcher Begebenheiten zum Ziel haben, während sich die Hauptattraktion, die A.C.S.-Revue «Mit oder ohne Scheinwerferlicht» mit einer Clubfahrt ins dunkle Afrika befasst. Neben bewährten « einheimischen » Kräften haben sich verschiedene andere Mitspieler zur Verfügung gestellt, so dass das Programm nicht weniger als 25 Akteure nennt. Die Einladung für das gleichen Tages stattfindende Damenmartinimahl sieht neben einem leckern Nachtessen einen stimmungsvollen Unterhaltungsabend und als Attraktion eine Tombola vor, reichausgestaltete • Rottschaft der Aero-Amateure der Schweiz R.A A A.S. Sekretariat: 85, Servette, Genf Der «Pou du Ciel» macht sich. Die französischen Behörden für das Flugwesen haben nun bereits den hundertsten «Pou» anerkannt Diese Angelegenheit ist wichtig genug, um sie nicht unbeachtet zu lassen. September 1934—Oktober 1935. Ein Jahr hat genügt seit dem Erscheinen des Buches von Mignet, des genialen Schöpfers des «Pou», für die Bildung und Entwicklung der aussergewöhnlichen, vorbildlichen Bewegung, einzig im Drang und Erfolg, der Luftfahrt-Geschichte. 100 fliegende Maschinen, mehr wie 800 im Bau begriffen; gewiss der «Pou» macht sich und diese Draufgängerei ist absolut gerechtfertigt, denn nun-- mehr ist das Luftwesen jedem zugänglich der über ein Minimum von Gelenkigkeit verfügt. «Das Flugwesen für den Liebhaber muss von der Geldfrage unabhängig sein», sagt Mignet, und die uns von ihm vorgeschlagene Formel illustriert in prächtiger Weise die Behauptung. Wollte man aber Beginn wegen des reichhaltigen Programms punkt 20 Uhr. A.E. • .fr ..—•?' CHAUFFEUR-VEREIN SCHAFFHAUSEN Wir erinnern Unsere Mitglieder, dass für Monatsversammlungen keine Einladungskarten mehr versandt werden und laden. Sie hiemit freundlich ein, an der am Donnerstag, den 7. November a. c, 20.15 Uhr, im Hotel Löwen stattfindenden Monatsversammlung recht zahlreich teilzunehmen. Es ist von grosser Wichtigkeit, dass die Novemberversammlung recht gut besucht wird, zumal einige wichtige Beschlüsse zu fassen sind. Sie werden auch eingehend über das in diesem Monat stattfindenden Stiftungsfestchen orientiert werden. Auch sind an der Versammlung unsere Vereinsabzeichen zum Preise von Fr. 2.— erhältlich. Wir erwarten einen vollzähligen Aufmarsch und bitten auch uns noch fernstehende Kollegen mitzubringen. Der Vorstand. CHAUFFEUR-VEREIN ZÜRICH Monatsversammlung, Mittwoch, den 6. November 1935, 20.15 Uhr, im Du Pont, 1. Stock, Schützenstube, wozu wir alle unsere verehrten Mitglieder kameradschaftlich einladen. Jedes Mitglied mache es sich zur Pflicht, an dieser sehr wichtigen Versammlung unbedingt teilzunehmen, denn es handelt sich um die Abhaltung und Durchführung unserer 10jährigen Jubiläumsfeier sowie um Mitgliederauszeichnungen. Betrachtet euern Besuch als Ehrenpflicht und erscheint vollzählig, die Immeranwesenden sind euch sehr dankbar! Vergesst aber auch nicht, neue Berufskollegen mitzubringen, denn die Neuauifgenommenen haben ebenfalls freien Zutritt zu unserer Feier. Anschliessend an diesen Anlass findet zum erstenmal wieder ein Katerbummel statt, siehe Programm. Auch die Generalversammlung 1936 kommt zur Sprache und mehr noch andere Traktanden_ Der Vorstand. etwas schaffen, so. musste dies ausserhalb aller Einschränkungsmöglichkeiten (seitens verschiedener Administrationen) geschehen. Jedoch Frankreich, das Land der Freiheit, war es sich schuldig, diese sympathische Bewegung halb offiziell zu unterstützen. Und so kam es, dass anfangs April der Direktor der Zivil-Aviatik in einem Rundschreiben die Bedingungen bestimmte, nach welchem die Apparate vom Typ «Pou du Ciel» ermächtigt werden könnten, auf den offiziellen und privaten Flugplätzen zu fliegen. Diese Bedingungen sind sehr vernünftig und zeugen von einem löblichen guten Willen für die Unterstützung der neuen Aviatik. Die hauptsächlichsten Punkte des Rundschrei- Autobusbetrieb der Stadt Wintirthur. Im Monat September wurden im ganzen 40,123 (38,853) Personen befördert, so dass die Gesamtfrequenz während den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres auf 361,687 Personen ansteigt, gegenüber 369,623 in der entsprechenden Vorjahresperiode, was für die laufendende Berichtsperiode einen Ausfall von 2238 Passagieren ergibt. Die aus dem bens waren die folgenden: Bewilligung für diePersonenverkehr erzielten Einnahmen stellten sich im Monat September auf 6952 Fr., gegenüber 6676 Franken im September des Vorjahres, so dass in den ersten 9 Monaten eine Gesamteinnahme von 61,758 Fr. resultiert, resp. eine solche von 63,125 Franken. Unter Berücksichtigung der Sonderfahrten erzielte das Unternehmen für die ersten drei Quartale des laufenden Jahres somit eine Mehreinnahme von 479 Fr. Das Total der Betriebseinnahmen stellte sich vom Januar bis September 1935 auf 63,604 (63,125) Fr., das Total der Betriebsausgaben ohne Verzinsung und Abschreibungen auf 61,604 (59,225) Fr., was einen Ueberschuss der Betriebseinnahmen von 2000 (3900) Fr. ergibt Interessenten, einen von ihnen gewählten Flugplatz zu benützen, für alle Versuche und Korrekturen an den Apparaten. Bewilligung für die Apparate zu Flügen von 5 km im Umkreis des Flugplatzes. Erlassen der Landungs-Taxe. Sodann, obwohl, kein Text die Massnahme legal verordnet, wurde warm empfohlen, eine Haftpflicht- Versicheruns abzuschliessen. Wir sehen also klar, welch weises Verständnis die französischen Behörden aufbrachten, und die Ehre wollen wir dem General Denain. Luftfahrt- Minister, geben. Sie haben durch die geeigneten Massnahmen die Entwicklung des Luftwesens und die Volksbildung erleichtert. Immerhin war der Widerstand all derer zu fürchten, die in der Liebhaber-Aviatik eine Konkurrenz sehen, welche ganz natürlich gegen ihre Interessen ist und welche den Glorienschein von einigen gewissen «Fliegern» verdunkelt. Und währenddem alle diese verbitterten Gegner über breit und lang verhandeln, ob der «Pou» fliegt oder nicht fliegt, lassen ein Hundert Liebhaber ganz gemächlich, ohne jedes Reklamepauken, ihre «Poux» in* der Luft spazieren fahren; die meisten Liebhaber sind keine gelernte, diplomierte Piloten. Der «Pou» hat kein Geheimnis, sagt uns Mignet noch, und gleich einer grossen Menge von Liebhabern, denken auch wir genau wie er. Viele begehen den Irrtum, diesen Apparat mit andern Flugmaschinen mit schwacher Zugkraft zu vergleichen, die man uns entgegenstellt. «Jener Apparat mit gleicher Zugkraft wie der «Pou» trägt zwei Passagiere», erklärt man uns. Stimmt, aber man vergisst auch zu sagen, dass, wenn jener Apparat unverkäuflich ist, dann, weil er lOmal mehr kostet und weil es ein Flugzeug ist. Und der «Pou» will ja gerade nicht ein Flugzeug (wie die andern) sein und das ist der Grund zu dem grossen Interesse, das die neue Formel findet. Endlich hat man den Mut gefunden, die alten Wege zu verlassen: es ist etwas Neues, Reizendes, eben ein «Pou du Ciel». «Entsetzlich», sagen die vom «andern Bord», unser Ruhm kommt auf schiefe Bahn. «Gewonnen, hurra», antworten die weisen Sportler, denn sie haben erkannt, dass der Preis des «Pou» der eines guten Motorrades ist; wir wollen also den Flugsport treiben. Das ist der Sport der Zukunft, und wir werden nächstes Jahr Wunder erleben, wenn wir der Entwicklung dieses Sportes folgen. Wir wollen auch nicht alle jene vergessen, die die langen Winterabende in irgend einer «Werkstatt» verbringen, um ihren «Pou» zu bauen. Diese nämlich bereiten uns eine Ueberraschung und wir werden nicht sehr erstaunt sein; wenn im nächsten Frühlins die «Poux» wie Pilze hervorschiessen. Und wir werden mit immer grösserer Kraft und Energie und immer jtrösserer Berechtigung behaupten können: Der «Pou du Ciel» macht sich! A. B. CHAUFFEUR-CLUB LUZERN UND UMGEBUNG Gründungsfeier. Der Club veranstaltet am 9. November im Kunst- und Konzerthause Luzern seine neunte Gründungsfeier. Der Vorstand mit einem Stabe treuer Mitarbeiter hat keine Mühe gescheut, diesen stets zügigen Anlass auch dieses Jahr wieder recht gemütlich zu gestalten. So konnten denn die vom Radio bekannte «Zytglogge Gesellschaft» Bern, welche die beiden berndeutschen Dialektlustspiele «D'Stöcklichranket» von K. Grunder und «D'Herbstferien» von E. Balzli zur Aufführung bringt, sowie der altbewährte Jodelclub «Edelweiss» Luzern und dürften. Stärkster Beifall war dem Vortrag gezollt die lüpf ige Ländlerkapelle «Echo vom Bürgen- die durch alte und neue Weisen die tanz- Für die Wintergeneralversammlung und dasstock», Martinimahl vom 14. November sind bereits über 180 Anmeldungen eingegangen. Das Programm scheint aber diesmal auch besonders vielversprechend zu werden. Für die gesanglichen Darbietungen zeichnen das Lautensänger-Duo Schmid und Eckerli und die fröhlichen Zürcher Sing-Vreneli. lustigen erfreuen wird, für dieses immer gerne besuchte Familienfest verpflichtet werden. Eine reichhaltige Tombola wird zahlreiche Ueberraschungen bieten. Der Kunsthausrestaurateur wird in vorbildlicher Weise für das leibliche Wohl der Besucher sorgen. Wer daher einen genussreichen Abend verbringen und für ein paar Stunden der alltäglichen Sorgen enthoben sein will, der reserviere schon heute den Abend des neunten November für den Club-Anlass. Für unsere Mitglieder ist das Tragen des Clubabzeichens obligatorisch. SrHAFFUAIISFN Auiokuvse • Schweizer Mustermesse 1935/36. Die Vorbereitungen für die Schweizer Mustermesse 1936 sind *in vollem Gange. Von dieser Zeit an wird unsere grps.se schweizerische Wirtschaftsveranstaltung iauch wieder eine stark betonte öffentliche Angelegenheit. Die soeben erschienenen Druckschriften der Messedirektion, der Schlussbericht über die -Messe 1935 und der Prospekt für die Messe 1936, sind deshalb für die schweizerische Geschäftswelt von aktueller Bedeutung. Wir veröffentlichen einen kurzen sachlichen Auszug aus den beiden Messe- Drucksachen. Die Beteiligung der schweizerischen Industrien an der Messe 1935 (1235 Aussteller gegen 1223 im Vorjahre) war eine hervorragende; im besondern, wenn die gewaltigen wirtschaftlichen Schwierigkeiten mitberücksiehtigt werden. Bei den gegenwärtigen baulichen Verhältnissen bedeutet die Zahl der Aussteller wohl ein Maximum. Der Messebesuch war sichtlich etwas beeinträchtigt durch die anhaltend kalte und regnerische Witterung. Wird aber auch die zunehmende Wirtschaftsnot berücksichtigt, so verdient der Messebesuch doch ohne Einschränkung eine vorzügliche Note. Das Total der verkauften Einkäuferkarten betrug 104,713 gegenüber 107,164 im Vorjahre. Diese Karten berechtigten zu 228,421 Eintritten. Gewöhnliche Besucherkarten wurden 27,993 gegenüber 34,451 im Vorjahre abgegeben. Bemerkenswerterweise hat der Besuch aus dem Ausland eine leichte Steigerung erfahren. Es wurden an Ausländer von ausserhalb der 50-km-Zone von Basel total 1558 Karten abgegeben-gegenüber 1494 im Vorjahre. Die ausländischen Besucher stammten aus 22 europäischen und 14 überseeischen Staaten. Der grosse Messeverkehr hat bei den Bundesbahnen die Führung, von 113 Extrazügen notwendig gemacht. Die Autoparkplätze der Messe waren mit durchschnittlich 1200 Motorfahrzeugen -pro Tag belegt. .-Die Messeleitung verwendet grosse Sorgfalt darauf, über die geschäftlichen Resultate in den einzelnen Industriegruppen zuverlässige Mitteilungen zu erhalten. Besonders wertvolle Aufschlüsse über das Messegeschäft liefert immer wieder die schriftliche Umfrage bei den Ausstellern. Es sind 865 Antworten (66% der Ausstellerzahl) eingegangen. Die Frage, ob sich die Beteiligung in irgend einer Weise erfolgreich erwiesen habe, beantworteten 91% bejahend. Direkte Geschäftsabschlüsse meldeten 70%, neue Beziehungen für-voraussichtliche spätere Abschlüsse 81%, die Vermittlung neuer Kunden meldeten 75%, die Nützlichkeit der Werbung 96%, den Abschluss von Auslandgeschäften 5%. Die geschäftliche Tätigkeit bewegte sich selbstverständlich zur Hauptsache auf dem Gebiete des Ausstellunsrsstrasse. Nachlassvertrag: Revaz Freres, Garage moderne, Sion. Stundunssbewilligung vom 18. Oktober. Eingabefrist bis Inlandmarktes. Die Tatsache bedeutet keine Beeinträchtigung der Bedeutung der Messe für die 14. November. Gläubigerversammlung am 9. Dezember, ..*--