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E_1935_Zeitung_Nr.093

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16 AUTOMOBIL-REVUE

16 AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 19. NOVEMBER 1935 — N° 93 £ikhe\0sch lAüendileid aus Yelour- Chiffon infraissable aus der Kollektion Peter, " Zürich. ten Runolf Ulfsson als Bote seines Sohnes Sverting, der in die Gefangenschaft des Königs Tryggvason geraten ist. Der Vater sendet dem Sohn Botschaft zurück; das Schicksal Islands ist Wilhelm Schäfer, «Die Anekdoten». Volksaus- entschieden. Cabe. Umschlagzeichnung von Fritz Kredel. 352 Die verhaltene Sprache, die an die ältesten Seiten. In Leinen gebunden 4.80 M. Verlag Albert Dichtungen erinnert, die Eindringlichkeit der Langen/Georg Müller, München, 1935. Schilderung, die klare Art, in der Gunnarsson , Die Volksausgabe der Schäferschen Anekdoten seine Gestalten vor uns aufleben lässt, verleihen •wird wohl allgemein als ein Stück echter volkstümlicher Dichtung willkommen geheissen. In terischen Wert, der in seinen Bann schlägt und' ^ dem Buch einen seltenen Reiz und höchsten dich-'' ihr lebt die unvergängliche Seele des Volkes uns über den Alltag hinaushebt. Ein Buch, das"* selbst. Sie umspannt die Wirklichkeiten des Le-mabens, sie ergreift in den Irrtümern der mensch- gerne empfiehlt. " h.i. lichen Schicksale das Besondere und stellt ia markanter Sprache jenen Punkt dar. mit dem sich das gTOSse Menschentum verdichtet. Alles das ergibt eine besondere Art von Humor im Wechsel mit bitterem Ernst, von Heiterkeit und Tragik. Die Anekdoten leuchten jede in ihrer Art in die Weltgeschichte hinein, machen uns mit Menschen vertraut, in deren Verstrickungen von Liebe und Hass eine unerforschliche Gerechtigkeit waltet. Männer wie Napoleon, Hecker und Beethoven treten auf und verschwinden wieder. Die Anekdoten stellen eine Verbindung von Weisheit und innerer Spannung dar; ihre erstaunliche Bildhaftigkeit und vollendete Sprache machen sie zu Meisterstücken ihrer Art. hl. Marie Hamsun: Die Langerudkinder im Winter. Albert Langen/Georg Müller-Verlag, München. Im letzten Jahr erschien der erste illustrierte Band der Langeruderzählungen und hat bei Eltern •wie bei Kindern lebhaften Anklang gefunden. Diese Erzählungen gehören auch heute mit zum Schönsten, was wir in dieser Art kennen. Mit der ihr eigenen Herzlichkeit erzählt hier die Frau des grossen norwegischen Dichters Knut Hamsun von den grossen und kleinen Leiden und Freuden der Kinder Ola, Einar, Ingeried und Martha und führt uns alle wieder zurück in das Land einer zauberhaften Kindheit. Auch diesen Band hat Hermann Pezold in reizender Weise illustriert, und sicher "wird auch er wieder lebhaften Beifall und Anklang bei allen Freunden einer wirklich gediegenen Lektüre finden. h. 1. Edgar Chappuis: Die Liebe zur Scholle. Geschichten vom Genfersee. Hans Feuz-Verlag, Bern. Edgar Chappuis ist durch sein« Publikationen in Zeitungen und Zeitschriften des In- und Auslandes, sowie durch die grosse Zahl seiner veröffentlichten Novellen und Gedichte schon lange bekannt. In diesen « Geschichten vom Genfersee » zeigt sich wieder das Talent des Verfassers, lebendig zu formen und zu gestalten. Der Dichter weiss von den Nöten seiner Mitmenschen, er kennt ihre Sehnsucht und versteht es, ihrem Ringen Worte und Ausdruck zu verleihen. Edgar Chappuis kennt und liebt das Volk und das Land und bietet in seiner einfachen, feinsinnigen Weise durch diese schlichten Erzählungen vielmehr, als andere mit grossen Namen und dickleibigen Wälzern heute noch zu geben vermögen. Ein Buch, das aufhorchen lässt, zu dem man auch später gerne wieder zurückgreifen wird. , h. 1. Gunnar Gunnarsson: «Der Weisse Krist». Roman. Albert Langen-Georg Müller-Verlag, München, 1935. Der neue Roman Gunnar Gunnarssons bildet die Fortsetzung des letzten Werkes des isländischen Dichters: «Im Zeichen des Jörds». Er gestaltet darin die Auseinandersetzung des isländischen Volkes mit dem Christentum zur Zeit dessen Einführung in Island. Die Anhänger der alten germanischen Religionen setzen sich innerlich immer noch gegen den weissen Krist zur Wehr, opfern ihren Göttern, aber die Zeit schreitet fort, die Jugend strömt dem neuen Gotte zu. König Tryggvason von Norwegen versucht — selbst durch einen Schwur gebunden — unter grausamsten Drohungen, die Isländer zur Annahme der neuen Religion zu zwingen. Alles das erzählt der Diener Torfkell dem al- FÜR KOSMETIK UND KÖRPERPFLEGE Anfrage Mme G., Zeh. Sie möchten störende Talgabsonderungen, vorwiegend an der Nase und zwischen Nasenflügeln und Wangen, zum Verschwinden bringen und haben dies auch wiederholt durch Ausdrücken versucht, aber ohne anhaltenden Erfolg. Antwort: Es handelt sich offenbar um eine vermehrte Fettabsonderung der Talgdrüsen, aber auch um sog. Mitesser. Vor Ausdrücken ist abzuraten, da die Mitesser sehr oft festsitzen und z. T. von einer festen Hornschicht überdeckt sind. Zum Ausdrücken müsste zu grosse Gewalt angewendet werden, und die Folge davon sind Entzündungen. Wir raten zu folgendem Vorgehen: Zur täglichen Gesiohtsreinigung ein Gesichtswasser verwenden. Wenn man sich aber mit gewöhnlichem Wasser waschen will, so ist diesem Borax zuzusetzen. Seifenwaschungen des Gesichts sind am besten zu unterlassen. Will man aber darauf nicht verzichten, so verwende man die milde Palmolive-Seife. Die Mitesser müssen aufgeweicht werden. Dazu macht man lauwarme Umschläge mit essigsaurer Tonerde (1 Esslöffel auf 1 Liter Wasser). Darauf verwendet man zur Teintpflege die in solchen Fällen vorzüglich geeignete Gurkencreme Zutz, die die Haut erweicht und damit die normale Talgausscheidung wieder herbeiführt. Verblüffend wirken bei solchen Funktionsstörungen Sauerstoffpackungen, die man nach einmaliger Anleitung und Ausführung durch die Kosmetikerin selbst vornehmen kann. Dieses Verfahren entfärbt die Mitesser und bringt sie schonend zum Verschwinden, ebenso den störenden Ueberfluss an Talg. Fassen Sie eventuell diesen einmaligen Besuch bei unserer Kosmetikerin ins Auge. (Information Salon Germaine, Zeh.) Anfrage Frau P. B., Lz.: Ihr Hautfehler ist ein I/insenfleck. Diese Flecke, wenn sie nicht zu gross sind, stören meistens nicht besonders, da sie ja nicht auf einem Mangel an Hautpflege oder Hygiene beruhen, sondern ohne derartige äussere Ursachen entstehen. Der Arzt kann aber diese Linsenflecke schmerzlos entfernen, und zwar so, dass keine Narbe entsteht, sondern dass sich die Haut darüber ganz normal wiederbildet. Da dies ein rascher und schmerzloser Eingriff ist, der einen sicheren Erfolg verbürgt, so raten wir Ihnen, sich einem Hautarzt anzuvertrauen. Ihre eigenen Versuche zur Entfernung des Fleckens müssen Sie unter alleö Umständen bleiben lassen. Es gibt auch nichtoperative Verfahren zur Entfernung der Linsenflecke, die aber nur der Arzt ausführen kann. Einmal etwas Besonderes auf den Tisch bringen, das Ihre Familie noch nie gegessen hat and das für den Gaumen ein noch unbekannter Genuas bedeutet, das wollten Sie doch schon längst, nicht wahr? Freilich, man weiss ja nie, wie solch neue Rezepte ausfallen .. 9 und dann will man doch auch sein Budget nicht überschreiten» Da haben Sie recht... aber nun passen Sie auf: Da hat eine Frau — Iiüla Deeley heisst sie — eine Forschungsreise nach allen Weltteilen unternommen, um die jeweilen richtige Znbereitungsart der bei uns bekannten und unbekannten Spezialitäten und Nationalgerichte aller Länder zu sammeln. Diese Original-Rezepte wurden in dem Buche „373 Kochrezepte aus 26 Ländern" veröffentlicht und dieses einzigartige Werk gibt nun jeder Hausfrau Gelegenheit, am eigenen Herd die Speisen auf genau dieselbe Art zuzubereiten, wie etwa der Mexikaner seinen Schmortopf oder der Inder seinen Fisch. Abo wohlgemerkt: keine teuren und komplizierten Gerichte finden Sie in diesem vielbegehrten neuen Kochbuch, sondern lauter altbewährte, schmackhafte Speisen, die sich ebenso für den täglichen Tisch wie für auserlesene Gesellschaftsessen eignen. Ein Buch, das die Freude am Essen erhöht und in Ihrer Küche eine Lücke ausfüllt Noderen Sie darum bitte für Ihren nächsten Einkauf: 373 Kochrezepte aus 26 Ländern von Ulla Deeley (Preis Fr. 3.80) erhältlich in allen Buchhandlungen oder direkt beim VERLAG HALLWAG BERN {Rätselecke Auf vielseitigen Wunsch werden wir während der Wintermonate wieder unsere Rätselecke einführen. Für die richtigen Lösungen haben wir je drei Preise — Werke aus unserem Verlage — vorgesehen. Sollten uns mehrere richtige Lösungen zugehen, so entscheidet das Los. Einsendungen haben innerhalb von zehn Tagen zu erfolgen. Sie müssen an die Redaktion des «Autler-Feierabend» gerichtet werden und am Kopf des Umschlages den Vermerk «Rätselecke» tragen. 1. 5. 9. 10. 11. 13. 15. 16. 17. 19. 21. 22. 23. 25. 27. 28. 30. 31. 33. 35. 37. 38. 1 |2 |3 |4 I |5 |6 \? |8 _ _ Waagrecht: Waschmittel. L Stadt in Italien. 2. Deutscher Strom. Griechischer Kriegs- 3. gott. Stadt in Sachsen. Chemisches Zeichen für: Natrium. Lebensgemeinschaft. Flächenmass. Zuchttier. Beerenernte. Tierprodukt. Senkrecht: Himmelskörper, Geheimnisvoll« Nato»* kraft. ArtikeL 4. Stammangehöriger. 5. Stadt in der Schweiz. 6. Papageiart. 7. Italienische Tonstuf©. 8. Nebenfluss der Rhone. 12. Ausruf. 14. Tageszeit 16. Weltteil. 18. Unbestimmter Artikel» Italienische Bejahung. 20. Himmelsrichtung, Rechter Nebenfluss fremdsprachig. der Donau. 23. Behälter. Holzmass. 24. Trigonometrischer Abkürzung für: idem Ausdruck. = der-, dasselbe. 25. Teil eines Priestergewandes. Form von: Sein. Ausruf. 26. Sportgerät Männername. 29. Abkürzung für Sankt, Biblische Gestalt. 3L, Tierleiche. Behälter. 32. Linker Nebenfluss dw# Synonym für Pferd. Donau. Umstandswort. 34. Bindewort 36. Französisches Ädeteprädikat Letzter Einsendetermin: 28. November 1935. «Ich finde es merkwürdig, einen Omnibus schwarz zu malen, das sieht allzusehr nach Traue« aus! » « Darum eben passt er auch ganz gut in unsere* Dienst. Er versieht nämlich abends den letzte* Kurs zwischen dem Spielsaal und den Hotelsl > Herr Schulze hat ein bisschen wild drauf losgeknallt und dabei einem Bauer die Ziege erschossen. Ziemlich betrippt schreibt er einen Scheck zur Bezahlung des Schadens aus. Der Bauer bedankt sich recht schön und meint: « Aber, Herr Schulze, wollens net wenigstens das Q'weih mitnehmen?» «Haben Sie kein Bild von Ihren Zwillingssöhnen ? » «Doch, dort auf dem Schreibtisch. > < Das ist ja nur, einer.» « Der andere sieht genau so aus. * Zurückgegeben : Frau A. — « Wenn Sie mein Mann wären, würde ich Ihnen Gift in den Kaffee tun.» Herr B « Wenn Sie meine Frau wären, würde ich den Kaffee trinken. > Ein Mann kommt aufs Polizeirevier: « Mir ist meine Brieftasche abhanden gekommen, Herr Kommissar!» « Wie sah sie denn aus ? » « Na, blond, mit blauen Augen. » Aus einer alten Stadtchronik: «...der Brand zeigte von neuem, dass das Spritzenhaus näher an die Brandstätte herangebaut werden muss.»

NP 93 — DIENSTAG. 19. NOVEMBER 1935 AUTOMOBIL-REVUE 11 *. c s. Das schlaue Viech bat sich verzogen, Erfolglos ist das Jagen hier. Nicht bös sein, Euer Wohlgeboren, Der Fuchs ist halt ein gspassig Tier. Jetzt geht's zurück in ein Gebiet Wo Jagen wird ein leichter Spiel: Bei Riedbaoh-^Station, hört Ihr, " Dort öffnet sich der Weg zum Ziel. Viele Wege führen von Seedorf am Fusse des Frienisbergs nach Riedbach südlich Frauenkappelen. Wer den Richtigen erwählte, gewann Zeit und Vorsprung, zudem musste er sich einmal in das Kartenlesen vertiefen und Für und Wider einer schlechten kurzen Strasse mit einer kilometrisch längeren Autostrasse in Einklang bringen. Es ist leider nicht bekannt, welche Wege alle benützt haben, es steht aber fest, dass die meisten wieder über Frienisberg. zurückführen, einige wenige den Umweg über Schupfen den schlechten Strässen des Meikirchner Hochplateaus vorzogen und sich auffallend wenige an die kilometrisch kür- ' zeste Variante Aarberg-Radelfimgen-Murzelen-Wohlen-Frauenkappelen wagten. Von Riedbach führten die zwei Fährten kreuz und quer durch den ausgedehnten Forst bis in Laupen der im Gasthof zum Bären installierte Fuchsbau das verwirrende Spiel heschloss. Nachstehend sind die Resultate, gesondert nach den Fährten Weiss und Rot angeführt: Weiss : 1. Nikiaus Paul, Bern 1 Std. 58' 52" 2. Schoch Hermann, Belp 2 Std. 01' 31" 3. Wenger Fritz, Bern 2 Std. 08' 00" 4. Iseli Wilhelm, Bern 2 Std. 08' 37" 5. Wipfli Carl, Wabern 2 Std. 14' 08" 6; Kehrli Peter, Bern; 7. Schäfer Karl, Bern; 8. Haldimann Ernst, Bern; 9. Schenk Ferdinand, Wortlauten; 10. Ott Hermann, Worb; 11. Baur Rolf, Wabern. Rot: 1. Scheibler August. Laupen 1 Std. 39' 40" 2. Muggli Walter, Bern 1 Std. 49' 30" 3. Schmidt Henry, Bern 1 Std. 57' 25" 4. Keller Paul, Bern 1 Std. 58' 17" 5. Huber W. Ed., Bern 2 Std. 00' 21" '. 6. Dr. Chervet Danie, Bern; 7. Christen Hans, Bern; "8 Schenk Walter, Muri; 9. Steiner Hermann; 10. Kaiser Hans; Bern; 11. Wildbolz Max; 12. Wagner 0. E.,.Bern; 13. Frl. Haldemann Verena, Worb. Die Preisverteilung, welche nach Ankunft aller Teilnehmer im Fuchsbau selbst vorgenommen wurde, verlief recht angeregt. Es zeugt von der Dankbarkeit der Konkurrenten, dass die beiden finessenreichen Füchse (R. Herren und K. Fortmann, Bern) besondere Anerkennung ernteten und von den Teilnehmern selbst mit einem Preise bedacht wurden. h. SEKTION ZÜRICH. Mit dem Martini-Mahl vom 14. November konnte die Sektion einen in jeder Beziehung grossen Erfolg buchen: Flotten Verlauf, ausgezeichnete, in ihrer Qualität und Eigenart hochwertige Darbietungen und dabei eine vortreffliche Stimmung. Noch selten werden die rund 330 Teilnehmer so restlos befriedigt vom Gebotenen vom Martinimahl nach Hause zurückgekehrt sein. unter dem Präsidium von Hrn. M. Gassmann wickelten sich die Traktanden der vorangegangenen Generalversammlung rasch ab. Das vorgelegte Budget pro 1936, über das Quästor, Herr H. Häsler, referierte, fand die. einmütige Zustimmung der Mitglieder. Der Jahresbeitrag wurde in bisheriger Höhe belassen, dagegen das Eintrittsgeld von bisher Fr. 25.i— auf Fr. 10— herabgesetzt. Zwei Anregungen aus Mitgliederkreisen betreffend Parkierungsfragen wurden an die Verkehrskommission zur weiteren Behandlung überwiesen. Etwas mehr zu reden gab die Benzinzollerhöhung, wo strikte Massnah'men, wie die vollständige Einstellung jeglicher Sonntags- und Weekendfahrten anstatt der bisherigen mehr platonischen Eingaben, dringend befürwortet wurden. Dabei war es von besonderem Interesse, aus dem Munde des Zentralpräsidenten Dr. Mende die grundsätzliche Stellungnahme der Zentralbehörden des Clubs vernehmen zu können. Es zeigte sich hierbei, dass bei den zu treffenden Massnahmen gebührende Rücksicht auf das Autogewerbe genommen werden niuss, damit nicht dieses allzu sehr betroffen wird, dass aber die Parole «Weniger fahren und Brennstoff sparen» den Automobilisten nicht genug ans Herz gelegt werden kann. Das Martinimahl wurde mit dem Willkommgruss des Sektionspräsidenten eingeleitet, der mit besonderer Freude die Anwesenheit zahlreicher Vertreter der kantonalen und städtischen Behörden, der befreundeten Verbände und der A.C.S.-N'achbarsektionen feststellen konnte. Den Gruss der Zentralbehörden des A.C.S. überbrachte Dr. E. Mende, der stets gerne bei den Zürcher Clubkollegen weilt, derweilen Herr Stadtrat Stirnimann über die Bedeutung des heutigen Strassenverkehrs und die damit zusammenhängenden aktuellen Fragen sprach und der Zürcher A.C.S.-Sektion erspriessliches Gedeihen »ünschte, Altpräsiden«; Hürlimann hatte es übernommen, drei bewährten Mitarbeitern den verdienten Dank der Sektion für langjährige, erfolgreiche Betätigung für den A.C.S. mit schönen Geschenken zu übermitteln: Herrn M. Gassmann für die ausgezeichnete Leitung der Verkehrskommission während sieben Jahren, Herrn Töndury als Präsident der Vergnügungskommission während sechs Jahren und Herrn H. Häsler für die Führung des Quästoramtes und als Mitglied des geschäftsleitenden Ausschusses. Es folgte bei den Klängen des Orchesters «Parisette» noch die Uebergabe der Preise des Mitgliederwettbewerbes an die Herren Hegetschweiler. Häsler und Dr. Scheuermann und derjenigen der Sektionmeisterschaft 1935 an die Herren M. Locher. M. Fiedler und A. May (Amateure) sowie Hv Kessler, W. Jenny und H. Zübelin (Experten), dann aber nahm die Vergnügungskommission mit Herrn A. Schnider an der Spitze die Leitung des geselligen Teiles des Abends in die Hand und stellte mit Elan ein vorzügliches Programm vor. Eine witzige A.C.S.- Post übermittelte wohlgemeinte Angebinde, eine SEKTION BERN. Autofuchsjagd. Gin neuartiges Reglement hat aus der bisher recht einseitigen Autofuchsjagd einen Wettbewerb geschaffen, der bestimmt Schule machen wird. Gebrochen hat die Spoi;tkommission mit dem Schema -F der herkömmlichen Fuchsjagd, wo die Tätigkeit der Verfolger ausschliesslich von der Tücke und Verschlagenheit der Füchse abhängig gemacht wird. Eine Zwischenaufgabe, welche in das Schnitzelsuchen eingelegt wird, führt die Automobilisten auf ein neuartiges Tätigkeitsfeld, das ebenso anregend wie lehrreich ist: Fahren nach der Karte. Als sich am nebeligen Samstag des 16. Novembers die 27 Konkurrenten am Rande des Bremgartenwaldes zum Einzelstarte aufstellten und abwechslunigsweise auf zwei Fährten in Richtung Haienbrücke oder Eymatt entschwanden, da dachte geistreich pointierte Schnitzelbank wohl keiner, dass sie die Jagd über Stock und Stein nach ... Laupen führen würde. Allgemein witterte man die beiden Füchse in Aarberg, denn die beiden Fährten führten beidseits der grossen Strasse'»Bern-Meikirch-Frienisberg ins Herz des Seelandes. Aber da war im vernebelten Seedorf ein -gestrenger Kommissär, der neben seiner Kontrollarbeit die Aufgabe hatte, die Automobilisten in poetischer Form nach Riedbach-Station umzudirigieren. Hier die i kurze Mitteilung des sportlichen Pegasus: (die vortrefflichen Bilder stammten von Herrn Schnider) nahm verschiedene automobilistische und andere schweizerische Begebenheiten unter die Lupe. Mit vortrefflichen gesanglichen Darbietungen warteten zwei Lautensänger sowie die reizenden Singvrenelis auf. Und dann kam der Clou, die neue grosse Zürcher A.C.S.-Revue «Mit und ohne Scheinwerfer», die sich als dankbares Sujet eine Clubfahrt nach Afrika auserkoren hatte. Ein unbekannt sein wollender Autor hatte hierfür einen witzigen Text geschaffen,, den besonderen Inhalt und grossen Erfolg erhielt die Revue aber durch die vortreffliche Darstellung, wo sich in einem Ensemble von 26 Personen beste Kräfte prächtig zu einem Ganzen fanden. Trefflieb die Szenen in der Hafenkneipe im Vieux Port von Marseille und in der afrikanischen Karawanenstadt. Bekannte «Stars» warteten mit besonders zügigen Einlagen auf; es war Tempo und Schmiss in der Aufführung, bis endlich die Frauen der Zürcher Automobilisten ihre Männer im dunklen Afrika wieder eingefangen hatten. Einen zeitgemässen Ab' schluss bildete der vierte Akt mit der «Cambridge»- Bewegung! Spontaner, stürmischer Beifall belohnte die vortrefflichen Leistungen, die wieder einmal mehr gezeigt haben, dass die Sektion an ihren Veranstaltungen stets mit aparten, hochwertigen Darbietungen aufzuwarten weiss. T.C.S Autosektion St. Gallen-Appenzell Jahresfeier. Das war, wie es der unerschöpfliche Conferencier richtig zu werten verstand, schon nicht mehr ein Pro-gramm, sondern ein Pro-kilo, was die Vergnügungskommission der grossen Schar an Gästen und Festteilnehmern in der Tonhalle zur Unterhaltung alles bot. Die Einladung verhiess Varietekunst am laufenden Band, und was hier am Fliessband der Unterhaltung an uns vorüberzog, das hat bestimmt der Serienproduktion neue Freunde gewonnen. Wenn es auch durchaus fälsch wäre, sich von den unerfreulichen Zeiten so ins Schlepptau nehmen zu lassen, dass man jede Geselligkeit oder jede unterhaltsame Abwechslung in grösserem Kreise miede, so darf doch der Ernst der heutigen Lage nicht achtlos übersehen werden. Auf diese richtige Lebensphilosophie war auch der herzliche Willkomm des Sektionsvorsitzenden, Herrn Gerichtspräsident Lutz, abgestimmt. Eindringlich und überzeugend war seine wohlbegründete Aufforderung, Benzin zu sparen, wo immer es möglich sei, um auf diese Weise dem Fiskus besser als mit allen Protesten und papierenen Argumenten zu zeigen, dass der Bogen tatsächlich überspannt worden ist. Die durch die Verkehrsverbände anlässlich der Nationalratswahlen eingeleitete Aktion betrachtet der T. C. S. durchaus noch nicht als abgeschlossen, und den Ausführungen des Redners war zu entnehmen, dass bei Gelegenheit auf dem Gebiete der Wirtschaftspolitik noch mehr auf eine Einheitsfront und Einheitsaktion der Strassenverkehrsinteressenten hingearbeitet werde. Nach diesem sehr angebrachten Exkurs in das alltägliche Leben trat nun der Vergnügungsminister ins Amt und vermochte die erwartungsvolle Festgemeinde alsbald dem Ernst des Alltages zu entrücken und sie auf Stunden in den Bann eines selten reichhaltigen und vor allem auch vielseitigen Programmes zu ziehen. Neben guten Bekannten, deren Wiedersehen schon die Gewähr für einen genussreichen Abend bringt, lernte man ein internationales gewandtes und vielseitiges Künstlervölklein kennen. Das einheimische Element vertraten Solisten des Stadttheaters, sowie die Tanzschule Bentele, deren jüngster Nachwuchs aus der Familie des Präsidenten der Vergnügungskommission zeigte, dass auch in bezug auf künstlerische Auffassung der Apfel nicht sehr weit vom Stamm fällt. Das eigentliche Variete stand überwiegend im Zeichen der Musik. Was an gefälligen Melodien den primitivsten instrumentarischen Hilfsmitteln entlockt werden kann, zeigte ein munterer Ungar, der sich zudem noch als gewandter Sportsmann auf dem supponierten Eis der Bühne entpuppte. Ebenso originell und melodisch waren die -Darbietungen der vier Geschwister, offenbar alles nächste Verwandte des Trompeters von Säckingen, deren Weisen auf langen und längsten Posaunen und Schalmeien tonsicher und wohlabgestimmt durch den festlich geschmückten Saal klangen. Die Serie der musikalischen Genüsse setzten zwei Handorgel-Virtuosen fort, bei denen unheimliche Fingerfertigkeit und die glückliche Wahl der zum besten gegebenen Duette und Solis gleich gut gefallen musste. Beherrschung des Körpers und Anmut der Bewegung zeigte in gleicher Vollendung ein akrobatisches Tanzpaar. Ebenso Herr seiner Kraft und seiner Bewegungen war der Eguilibrist, der auf schwindelnden Leitern die elegantesten Handstände drückte. Dann die Nummer halb Kunstturner halb Schlangenmensch zeigte überzeugende, aber für viele doch wohl etwas komplizierte Wege zu Kraft und Schönheit. Natürlich fehlte weder der Sketsch, noch der interessante Dressurakt, zu dem als seltene Mitwirkende sogar Hähne zugezogen waren. Dazu ein sicherer Regiekünstler in Form eines Conferenciers, der die prächtigen Steine der einzelnen Vorführungen mit dem festen Kitt trefflichen Humors und geschickter Glosse harmonisch aneinanderzufügen verstand. Kurzum es wurden Unterhaltung und Kurzweil, trotz der politischen Hochkonjunktur von Migros in Engros, geboten. Im grossen Saal der Tonhalle, die trotz ihren verschiedensten Räumlichkeiten für die Dimensionen, welche die Jahresanlässe des T. C. S. annehmen, eben gerade noch, gross genug ist, wirkte da» neben mit Eifer und Verständnis ein Jazz-Orchester İm «populären» Erdgeschoss dagegen jodelte und dudelte eine Ländlermusik erfrischend drauflos, so dass das anstossende Bierrestaurant die nach soviel Bewegung wieder durstig gewordenen Seelen kaum alle zu laben vermochte. Auch war den Kavalieren reichlich Gelegenheit geboten, ihren Schönen an Schießständen und anderswo ihre eigene Geschicklichkeit und Kunst vor Augen zu führen, worauf die Dame des Herzens mit viel Verständnis und entsprechendem Stolz den errungenen Teddybär (als Lorbeerkranzersatz) entgegennahm. So rannen die Stunden in ungeahnter Eile und man war der geschickten Regie für ihr Aufgebot an Zeitvertreibern doppelt dankbar, als man von treuen Wächtern des stattlichen Wagenparkes erfuhr, dass es in der letzten Nacht tüchtigen Nebel gehabt habe. Denn selten wird sich Gelegenheit finden, das unfreundliche Nebeltreiben in so angenehmer Weise vorübergehen zu lassen, um alsdann mit erhöhtem Gefühl der Sicherheit und doppelt benzinsparender Fahrtechnik den heimischen Penaten zusteuern zu können. Autotektion Waldstätti Jahresfest. Am Samstag, den 16. November, oder besser gesagt vom Samstag zum Sonntag, feierte die Auto-Sektion Waldstätte des T. C. S. ihr traditionelles Jahresfest im Hotel Union in Luzern. Der bewachte Parkplatz umfasste ein ganzes Quartier, um alle die vielen Wagen fassen zu können, die sich hier aus allen Gegenden der Waldstätte Rendez-vous gaben. Foyer und Saal des Hotels waren erfüllt von einer freudigen Ballstimmung, der durch witzige Dekorationen die besondere automobilistische Note aufgeprägt wurde. Es war eine Harmonie von Glanz, Freude und Geselligkeit, welche durch die herumschwirrenden Postillons d'amour rasch den ganzen Saal durchsetzte. Die betriebsame Stimmungs- und Jazzkapelle Ney startete das Programm. Durch das Engagement von Herrn Fischer als fröhlichen Conferencier, des Männerchors Frohsinn und der beliebten Luzerner Spielleute hat es das Vergnügungskqmitee, mit Herrn H. Zimmermann an der Spitze, glänzend verstanden, den Devisen des Programmes kräftige Geltung zu verschaffen. — Mit besonderer Spannung erwarteten die Anwesenden die Vorführung der beiden neuesten Clubfilme von der Gotthardfahrt und der Aelplerchilbi, wo sie sich selbst als Filmstar in regielosem Zusammenleben bewundern konnten. Herr Präsident 0. Helmlin, der unter einem riesigen Schweizerbanner, das mit den vielverehrten T. C. S.-Initialen geschmückt war, seines Amtes waltete, begrüsste die 350 Anwesenden. Seinen besonderen Willkomm entbot er den Delegationen der auswärtigen Sektionen des T. C. S., der Polizei, des A. C. S. und der Presse. Mit einem kurzen Rückblick auf den Wirkungskreis der Sektion auf allen Gebieten des Verkehrs und des Tourismus, sowie auf die gesellschaftlichen Ereignisse schloss der verdienstvolle Präsident seine Ansprache. Die Fortsetzung des Programmes übernahmen die Luzerner Spielleute, welche mit ihren musikalischen und theatralischen Darbietungen mit viel zeitgenössischem Humor und grotesker Ueberraschung das Publikum erheiterte. Nach Mitternacht würde die Jazzkapelle immer mehr zur grossen Attraktion, und sie führte mit ihren Rhythmen die Ballstimmung auf den Höhepunkt der festlichen Nacht. Die Geisterstunde lag schon sehr weit zurück, als die letzten Wagen mit knallendem Motor durch die nebelfeuchte Nacht dem Sonntagmorgen entgegenrollten. Die—Sektion Waldstätte hat sich mit diesem Familienabend wieder bei allen Teilnehmern einen vollen Erfolg gesichert. # AUTOSEKTION ZÜRICH. Familienabend. Die Zürcher Touringclübler haben eine grössere Bindung als nur das Clubabzeichen, denn sie sind unter sich — das zeigte der Vergangene Samstag abend in der Börse — recht eigentlich familiär unter sich verbunden. Das kam zum Ausdruck anlässlich der zahlreichen Auslandsreisen, darunter speziell die auf der «Aramis» genannt sei, das kam aber auch am Familienabend zur Geltung, der den grossen Börsensaal mit einer grossen festlichen Gemeinde zu bevölkern vermochte. Präsident Baumgartner schuf mit seinem Eröffnungswort gleich die familiäre Stimmung, unter der sich die ganze Gemeinde wohl fühlen musste. Wenn der Touring- Club auf Reisen geht, dann geht er nicht nur, um der Heimat den Bücken zu kehren, dann geht er, um Erfahrungen zu sammeln. Neues zu gemessen und denen, die nicht bei der Partie waren, etwas mit nach Hause zu bringen. So wurden denn die prächtigen Lichtbilder und der Film, beides Produktionen der Mitglieder Koch und Bertschi, mit Interesse und Dankbarkeit entgegengenommen; sowohl Lichtbild als Film zeigten keine Lücken, keine irgenwie nichtssagende Episoden, nein, sie dokumentierten eindrücklich das Erlebte, das Gemeinsame, das Schöne, das alle auf dieser Reise verband. Dass bei einem Familienabend auch der gemütliche Teil zu seinem Rechte kommen soll und muss, ist selbstverständlich; noch selbstverständlicher aber ist es, dass die T. C. S.-Gemütlichkeit immer im Superlativ gipfelt. Die Haus- und Vergnügungskommission war um famose Produktionen wieder einmal nicht verlegen, hatte sie doch die Conference des Abends keinem Geringeren übertragen als dem ulkigen und geistsprühenden Blitzdichter Baar, der eine Zierde weltbekannter Kabaretts ist und der auch nicht verfehlte, durch Personal- und Lokalkolorit die ohnehin festen Bande, die zwischen Humor und T. C. S. bestehen, noch inniger zu knüpfen. Schweizerisches Volkstum bester Prägung vermittelten die Sing-Vrenelis mit ihren herrlichen Gesängen; diesen Meitschis lauschen zu können, darf als Genus besonderer Prägnanz bewertet werden. Was es heisst, ein Italiener Klavier nach allen Regeln der Kunst meistern zu können, zeigten die beiden Harmonikavirtuosen Thöny und Achermann; ihnen ist kein Lauf, kein Triller und keine Kadenz zu beschwerlich, und wo es aufs Chromatische geht, finden sie erst recht ihre Verbundenheit mit ihren Instrumenten, denen sie die herrlichsten Töne entlocken. Aber auch ein von Herzen kommender Jodel .gehört an einen Schweizer Familienabend; ihn hinauszuschmettern in die festliche Stimmung blieb E. Ruckstuhl vorbehalten, der bald die ganze Hörerschaft in den Bann seiner Stimme zog. Und schlussendlich erfreute noch eine Tänzerin mit ihrem geschmeidigen Können die nicht müde werdenden Pupillen. Der ausgezeichnete Abend klang aus in einem vergnüglichen Ball, zu dem die neun Collegians, ein Studentenorchester, die flotte und unermüdliche Musik lieferten, hb. den CHAUFFEUR-VEREIN SCHAFFHAUSEN. Stiftungsfest. Wir machen unsere verehrten Aktiv- und Passivmitglieder darauf aufmerksam, AFFHAI ISFN dass unser Stiftungsfestchen Samstag, den 23. November, 20.30Uhr, im Restaurant «Felsenkeller» abgehalten wird. Bescheiden, der schlechten Zeit angepasst, wollen wir das fünfjährige Bestehen unseres Vereins begehen. Einige fröhliche Stunden wollen wir unsern Mitgliedern und ihren Angehörigen bieten. Wir laden sie alle recht freundlich ein, an diesem internen Festchen recht zahlreich teilzunehmen. Gäste können wir leider nicht in unserem Kreis aufnehmen, da die Lokalverhältnisse nicht erlauben, eine grössere Besucherzahl unterzubringen. Wir haben keine Arbeit gescheut, um etwas Rechtes und Gediegenes zu bieten. Der Eintritt ist frei, dagegen ist das Saalabzeichen obligatorisch; auch wird eine schöne Tombola die Beteiligten erfreuen und zur Deckung der Unkosten aufs wärmste empfohlen. Der Vorstand. CHAUFFEUR-VEREIN ZÜRICH Generalversammlung 1936 findet Sonntag, den 2. Februar im Du Pont statt. Bezugnehmend auf unsere Statuten und Beschlüsse möchten wir die Mitglieder, die noch im Rückstande sind von Monatsbeiträgen, Beträge vom Automobil- Kalender 1935, besonders aber mit Sterbe-Beiträgen, ersuchen, das Versäumte umgehend nachzuholen oder wenigstens den Vorstand bzw. 1. Kassier zu benachrichtigen. Die Kassen-Hauptrevision findet am 14. Januar 1936 statt und müssen die Einzahlungen bis spätestens Ende Dezember 1935 gemacht werden. ' Unentschuldigte Versäumnisse werden laut Statuten Art. 5, §§ 27—29 und Art. 4, § 17 b geahndet, hqtfen aber bestimmt, keine Massnahmen ergreifen zu müssen, die Hauptsache ist, dass die rückständigen Mitglieder zu allen Versammlungen regelmässig erscheinen, dann kann, ihnen auch geholfen werden. Jeden Donnerstagabend von 20 Uhr Stamm im Rest. Zeughauskeller am Paradeplatz. Vorverkauf von Programmen für Jubiläumsfeier 1935. Erscheint vollzählig, vergesst die Gaben für Tombola nicht. Der Vorstand. Rottschon der Aero- JS. Amateure der Schweiz General- Servetfe 85 Einige Gedanken, ausgezogen aus dem Buche des Herrn Mignet. 1. Das Flugwesen des Liebhabers ist keine Geldfrage. Es ist die Ausführung, richtig geleitet, von gutem Willen. 2. Die Leichtaviatik, das ökonomische Flugwesen, «oll das'Werk des Liebhabers sein. Sie soll von Liebhaberhänden geschaffen werden, bevor sie industrialisiert wird. 3. Können Sie eine Pack-Kiste nageln? Dann können Sie auch einen «Pou du Ciel» bauenl 4. Konstruieren Sie «Ihr» Flugzeug; der Sport in der freien Luft wartet auf Sie. 5. Der Geschwindigkeits-Verlust, Ursprung der schraubenartigen Abstürze, ist ein Damoklesschwert, das über allen Fliegern schwebt. 6. Die Formel «Pou du Ciel» behebt die Unsicherheit des Fluges und vermindert ungemein die Luftgefahren. 7. Der «Pou du Ciel» ist r das einfachste und sicherste Flugzeug der Welt, er ist auch der kleinste Apparat der Welt. 8. Ein Ergebnis von langer Erfahrung: der «Pou du Ciel» kann in der Luft nicht bersten. 9. Es gibt-zwei Arten, die Reise und den Sport zu betreiben: vorsichtig und unvorsichtig. Wenn Sie vorsichtig sind, wird Ihnen nie etwas passieren. 10. Der Luftweg ist der ungefährlichste und der billigste. 11. Das Luftleben gemessen, sich beeinflussen lassen von den Rückwirkungen der Atmosphäre; das ist der Luftsport. 12. Das Führen eines «Pou du Ciel» ist bedeutend leichter als das Lenken eines Automobiles. 13. Das Flugwesen ist ein ausgesprochen weiblicher Sport. Fliegen ist eine flotte Geste, fortgesetzte Eleganz. Wer fühlt besser die Aesthetik, die Leichtigkeit, den Rhythmus des Fortschritts, als gerade die Frau? 14. Die Luft ist nun auch für Sie auf der ganzen Welt ein offener, ganz gerader Weg. Sie können die schönsten Touren unternehmen. Das sind nun keine Vermutungen, Annahmen mehr. Sie leben jetzt in der Wirklichkeit. Früher haben Sie interessiert und gespannt in den Zeitungen die Erzählungen der Flieger über ihre Reisen, Unternehmungen und Ereignisse gelesen. Jetzt können Sie das alles selber erfahren und unternehmen, sie haben die Möglichkeit dazu in den Händen. 15. Es ist vorauszusehen, dass in kurzer Zeit die Flugfreiheit verwirklicht wird. Helfen wir der Bewegung zum Ziel. 16. Ein neuer Flugapparat ist geschaffen, klein, leicht im Gewicht und Führung, und sicher; Anstoss zu einem «neuen Flugwesen», dessen Zukunft bald die Grenzen des Sportes überholen wird. Reklameteil Karpathen-Rennen. Die « Coupe der Karpathen», ein Automobilrennen, das letzthin in Rumänien ausgetragen wurde, vereinigte 17 Konkurrenten. Herr B. Noamtü mit seinem Ford V-8 trug den Sieg davon.