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E_1935_Zeitung_Nr.098

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ÄUTOMOBIL-REVUE

ÄUTOMOBIL-REVUE FREITAG, 6. DEZEMBER 1935 — N° 98 Grossbritannien Dänemark Tscheohoslowak. Bulgarien Kanada Ver. Staaten Columbien Oktober 1935~ Oktober 1934 Stück a 13 b c 40 d 35 k 1fcdfkkf a d e f g ik 1 k a bc d e fgh i k a fcz 27.47 1.08 288.66 358.61 62.30 51.61 5 2.55 4.07 12 7.50 12.81 13 1.72 1 2.83 2 29 96 5 5.06 338.40 1335.76 297.78 7.73 30.46 16.28 5 14. 19 40.31 2.08 180 1265.73 282 2861.66 133 1858.45 17 793.48 9.25 7 33.74 77.64 632 43 163 273 189 26 6943.29 87.31 3.60 1109.41 2832.48 2703.10 1141.61 25.99 8 17.49 89.12 Wert in Fr. 19.292 530 79.730 89.885 13.920 17.733 45 1.517 4.432 15 25 2.000 4.200 126 809 11 2.226 3.660 73.592 253.935 118.403 2.844 6.416 10.672 325 300 227.099 25 7.135 11 2.226 469.847 300 30.200 933 320.300 658.818 383.570 409.551 3.563 45 8.178 68.633 2.651 1.886.442 61.669 965 342.085 692.717 622.697 504.778 13.858 48 3.435 so Tota 86.680 1.376 2.330.308 695 8010.99 Abnahme der Einfuhr 63 1067.70 443,866 Nach wie vor ist Deutschland unser hauptsächlichster Lieferant, im weitern zugleich auch der einzige Staat, dessen Lieferungen im Vergleich zum Oktober des Vorjahres eine Zunahme aufzuweisen haben. Die deutschen Lieferungen stellen sich auf 39,67 % gegenüber 25,42 % in der vorjährigen Parallelperiode. An zweiter Stelle folgen mit einer Quote von 24,90 (35,32) % die Vereinigten Staaten von Amerika, dann mit 12,03 (13,69) % Grossbritannien, mit 11,27 (12,27) % Italien und mit 9,39 (12,12) % Frankreich. Diese fünf Lieferanten bestritten nicht weniger als 97,26 (98,82) % unserer gesamten Automobilimporte. Am schweizerischen Automobil-Ausfuhrgeschäft sind 42 Staaten beteiligt, wie dies aus nachstehender Aufstellung ersichtlich ist: Deutschland Oesterreicb. Frankreich Italien Belgien Niederlande Grossbritannien Spanien Portugal Dänemark Norwegen Schweden Finnland Lettland Litauen Polen Tschechoslowak. Ungarn Jugoslawien Bulgarien Rumänien Russland/Ükr. Aegypten Stück a 5 e 1 f 3 k 1 a f k 1 b c d e f k 1 a f k 1 a f k a f k a f k 1 a fkakf f k f k fkkaaf k f g i k1fkafkf .f k k Q kg 7.44 25.50 2261.54 1.88 174 6.23 11.21 4 4.62 2.48 11.42 16.62 65.53 36.68 83.77 1.99 20 113.21 .72.70 2.17 1 28.29 36.34 21 37.19 21.74 15 6.84 20.90 18 2 150.50 9.93 101 3.26 2.69 1.38 20.20 14.12 96 42 1361 164.31 18.58 3.22 1.05 22 50.24 5 4 4.01 3 26 12 1.75 8.09 Wert in Fr. 5.308 7.600 471.143 2.616 1.008 205 11.906 10.337 167 3.228 1.000 350 390 3.750 22.773 86.080 1.178 155 143.086 69.377 2.885 25 15.785 29.591 178 15.694 19.603 172 1.961 33.924 634 74 86.347 9.304 97 35 3.139 1.924 1.411 16.296 9.727 1.154 541 330 84 57 175.806 26.901 4.990 600 50 52.479 78 78 5.293 22 267 10 376 626 10.119 1 19.081 Total 487.675 22.615 118.749 b 1 2.48 1.000 2 AK AM ° 11-42 350 45 - 401 d 2 17.62 390 e 6 91.03 11.350 „ K .-_- f 9 2921.63 1.028.265 d0 - 4 ' 0 g 1.05 600 i 22 50 k 376.64 421.087 Qfl fl Q1 • 1 4.60 5.962 1.478.726 öb.osl 25 3439.61 Oktober 1934 a 3 41.18 30.109 95.725 b 49 940 c 3 18.10 2.550 132 d 7 73.87 21.350 3-139 e 8 107.67 11.600 f 2 1939.30 585.451 3.335 i 34 240 k 362.51 383.252 1.695 23 2548.75 26.023 330 Zunahme der 1 5.29 10.858 1.045.950 84 Ausfuhr 2 890.86 432.776 202.764 58.197 5.371 299 376 10.745 19.081 '835 Tunis Marokko Westafrika Syrien Palästina Britisch Indien Straits Settl. Siam Niederl. Indien Japan Kanada Ver. Staaten Mexico Jamaica Columbien Brasilien Argentinien Peru Austral. Bund k f f k f f k k k a f k f k kkfkkf k kf k f Stück kr 16 81 1.11 41 9 69 933 46 1.84 34.99 41 1.03 12.52 74 54 18 19.95 2 1 9.31 26 1 19.30 Wert in Fr. 228 488 900 755 197 476 1.435 156 50 67 414 1.524 33.800 959 1.225 22.409 810 500 363 6.210 70 22 4.419 2.129 7.200 1.680 216.503 Oktober 1935 a 6 12 92 9-672 Tota! 228 488 1.655 197 476 1.435 156 50 2.005 34.759 1.225 22.409 1.310 363 6.280 22 6.548 7.200 1.680 Deutschland ist nicht nur unser hauptsächlichster Lieferant, sondern gleichzeitig auch, unser bester Kunde als Auswirkung des zwischen beiden Ländern bestehenden Kompensationsverkehrs. Während Deutschland mit 32,97 % am schweizerischen automobilistischen Qesamtexport beteiligt ist, haben wir bekanntlich bei unsern nördlichen Nachbarn 39,67 % unserer Automobileinfuhr gedeckt. Die schweizerischen Exporte nach Deutschland umfassen den Betrag von 748 530 Fr., während wir dafür von unserem nördlichen Nachbarn an Automobilen und Bestandteilen für 487 675 Fr. bezogen. Prozentmässig folgt: an zweiter Stelle Italien mit 14,57 %, dann Polen mit 13,71 %, Frankreich mit 8,03 %, Spanien mit 6,47 %, die Tschechoslowakei mit 3,93%, Belgien mit 3,07%, Grossbritannien mit 2,48 %, die Niederlande mit 2,39 %, Japan mit 2,35 %, Schweden mit 1,75 %, Oesterreich mit 1,52 %, die Vereinigten Staaten von Amerika mit 1,51 %, Russland mit 1,29 % und Rumänien mit 0,72 %. Diese aufgeführten 15 Staaten haben Faktürenbeträge in der Höhe von mehr als 10 000 Fr. aufzuweisen. Deren schweizerische Bezüge umfassen 96,76 % unseres gesamten Automobilexportes, während Stvassen Nachsubvention an die Passwangstrasse. Im Ständerat referierte letzten Montag der Präsident der schweizerischen Liga für rationelle Verkehrswirtschaft, Ständerat Käser (Schaffhausen), über den Nachtragskredit für die beim Bau der Passwangstrasse eingetretene beträchtliche Kostenüberschreitung. Bekanntlich verlangt der Bundesrat vom Parlament zu Händen des Kantons Solothurn an die bei Erstellung dieses Juraüberganges eingetretenen Mehrkosten von 944,000 Fr. eine der Bausubvention entsprechende Nachsubvention von 40 % oder 377,600 Fr. Die ständerätliche Kommission beantragte, den bundesrätlichen Nachsubventionsbeschluss anzunehmen. Sie verlangt aber auf dem Wege der Motion, der Bundesrat solle in der Regel nur noch ganz ausnahmsweise und besonderer Begründung und dann zu einem niedrigen Prozentsatz Nachsubventionen bewilligen. Der Vorsteher des Departements des Innern, Bundesrat Etter, empfahl ebenfalls die Bewilligung der Nachsubvention. Obwohl der bundesrätliche Sprecher dem in der Motion postulierten Gedanken zustimmte, wünschte er doch diese in ein Postulat umgewandelt zu sehen, damit sie ihres imperativen Charakters entkleidet werde! Mit diesem Vorschlag gibt sich der Kommissionspräsident zufrieden, so dass ohne weitere Diskussion der Antrag auf Bewilligung der Nachsubvention und Zustimmung zum Postulat einstimmig angenommen wurde. In Nr. 89 der «A.-R.» haben wir im Artikel « Kostspieliger Strassenbau » u.a. die erheblichen Budgetüberschreitungen bei Strassenbauten kritisiert. Das ständerätliche Postulat beweist, dass unsere Kritik nicht auf unfruchtbaren Boden gefallen ist. my. Single Shell Grad der Winter ist gefährlich. Dickes Oel fliesst dann nur spärlich Single Shell den Kolben schmiert Einwandfrei, dass nichts passiert. Selbst in ABESSINI bewährt sich der englische Qualitätswagen trotz des dort herrschenden Klimas und der sehr mangelhaften Strassenverhältnisse. Erfahrungen beweisen, dass der HILLMAN MINX für unser Gelände speziell sehr geeignet ist. Erhältlich in 200u.300Watt. Bei Bestellung Wagenmarke und Volt Lichtnetz im sich die 27 andern Bezüger in den bescheidenen Rest von 3,24 % teilen. -mydie elektrische Kühlwasserheizung hält, ohne den Wasserumlauf zu hemmen, Motor und Schmierung warm und ermöglicht dadurch sofortiges Starten, bei Schonung von Batterie und Kolben. Zuverlässiger Frostschutz; ersetzt Garageheizung. Preis ^ me* Hch. Eichenberger, Zürich - Altstetten Badenerstr. 735 Auto-Reparatur-Werkstätte Telephon 55.247 Spezfal-Werkzeug and Maschinen für Reparaturen Zylinder ausschleifen für Herbst und Winter Original-Ersatzteile - Grösstes Lager Fords oi\ lieferbar sofort durch Umändern der Bereifungen W. MERZ & Co., Offiz. Fordson-Vertretung BRÜTTEN u. FRAUENfELD b. Winterthur Tel. 5 Blelchestr. 64 Tel. 5.55 Die neuen Modelle sind soeben erschienen. Es ist hier zum ersten Male gelungen, einen Kleinwagen mit Grosswagen-Quälitäten herzustellen. Typisch sind: minimaler Benzinverbrauch und kleinste Steuerklasse. Die Automobil-Revue schreibt u.a.: „Bei den mechanischen Getrieben ist es bezeichnend, dass eine Firma wie HILLMAN ihren billigsten Wagen mit vier geräuschlosen Gängen ausstattet. Weiter kann man eigentlich nicht gehen. Nur ROLLS ROYCE hat dies sonst noch zuwege gebracht". Unverbindliche Besichtigung bei H. SCHMIDT & Co.-BERN AUTOMOBILE Belpstrasse 30 b Zieglerstrasse 41 Di/ekter Import Telephon 23.233

N° 98 — FREITAG, 6. DEZEMBER 1955 AUTOMOBIL-REVUE Blumenhölle am Jacinto. Fortsetzung von Seite 2. Ich schnelle herum und höre Henderson fluchen, endlos fluchen. Will er denn gar nicht enden? Eine lange Kette englischer Lästerungen, immer mehr. Nun hört er auf! Nein, jetzt fängt er auf portugiesisch an} Dann spanisch! Und schon wieder englisch. Bereits ist er total heiser, und endlich bricht die Stimme mit einem trockenen Schluchzen ab. Numez erklärt: «Ausnahmestrafe. Der Kerl hat einen Aufseher halb erwürgt und ihm ein Auge ausgedrückt. Es dauert sieben- bis achtundzwanzig Tage, ehe er tot ist, je nachdem wie die Ameisen gelaunt sind. Man muss ihm einen Knebel in den Mund stecken, denn, Santa Maria! sonst könnte kein Mensch schlafen!» Wieder gehn wir dem Caballo zu, und heiser flüstere ich: «Coronel, wenn ich jetzt selber in die Hölle fahren sollte, so würde ich's gerne tun, wenn ich Sie mitnehmen könnte!» Er lacht: «Pah, pah! Schnell und voreilig ist die stürmische Jugend!» Hendersons Stimme ist kalt wie Eis: «Was haben Sie eigentlich mit uns vor, Coronel Numez?» Eben betreten wir die Laufplanke des Dampfers, die Tür des Salons wird geöffnet und schliesst sich hinter uns dreien. Draussen dröhnen aufgestellte Gewehrkolben. Der weisshaarige Alte mit den schlangenklugen Augen betrachtet uns nachdenklich und erwidert gedehnt: «Das weiss ich noch nicht, Senhores. Ich denke aber, dass Sie morgen gehen können. Heute nicht mehr!» Ich werfe mich in einen Schaukelstuhl und rufe: «Warum nicht, und wenn wir doch wollen?» Numez reibt sich die Hände, die Falten seines Gesichtes huschen durcheinander: «Bedenken Sie, Senhor, die Nacht ist ' nahe. Und es gibt einen Sturm, glauben Sie mir!» Wie zur Antwort wird es plötzlich dunkel draussen, und machtvoll drängen die Gerüche des Sertao durch die Moskitodrähte des Fensters. , Numez zündet eine Petroleumlampe an, geht dann mit den Worten zur Tür: «Bleiben Sie hier, Senhores, die Dunkelheit ist gefährlich, Juan ist böse auf einen von Ihnen!» Wir sind allein. Schwirrend und prasselnd rennen die durch den Lampenschimmer angelockten Insekten der Nacht gegen den Fliegendraht. Es scheint, als ob das Gurgeln des Wassers draussen zunimmt. Schreitet wirklich Urumuha, der elektrische Sturm, dort irgendwo durch das Sertao? Leise reden wir miteinander, und endlich fassen wir den Entschluss zu flüchten. Obwohl wir überzeugt sind, dass der Brasilianer nichts Schlimmes, ausser uns zu demütigen, im Schilde führü wollen wir doch fort. Die Luft draussen im Sertao dünkt uns reiner als hier. Ich frage nach unserer Curiaria, nach Uno, Dos, Tres und Benito. Henderson meint: «Nach südamerikanischer Art wird sich sicher kein Mensch um sie kümmern. Die vier können in dem Boot hokken, bis sie schwarz sind, schätze ich!» Pfeiferauchend sitzen wir uns gegenüber. Was die Stunde ist, wissen wir nicht, Sterne sind keine zu sehen, und Hendersons Uhr wurde vor Tagen dem Strom übergeben. Denn innen war sie stark verrostet, das Werk versagte. Schwüle Luft presst herein, eintönig gluckst das Wasser. «Ich denke, besser jetzt als nachher. Je später es wird, desto mehr sind sie auf der Hut, wenn sie wirklich etwas vorhaben sollten!» ist meine Meinung, und der Amerikaner nickt. Drüben, wo die Caballos und Aufseherhütten liegen, dröhnt in vollen Akkorden eine Gitarre, und ein klangvoller Bariton singt dazu. Die Tür geht auf. Numez tritt ein, gefolgt von einem Mestizen, der Esswaren und Flaschen trägt. «Stell' alles hin, Geronimo. Wir brauchen dich dann nicht mehr!» sagt der Alte, und der Mann geht. Hungrig sprechen wir den Konserven zu. Wie wir uns gesättigt zurücklehnen, beginnt Numez: «So, Senhores, und morgen wollen wir weiter sehen!» Ein Blick zwischen Henderson und mir. Numez starrt plötzlich in die Mündung meines Coltrevolvers, und trocken meint der Amerikaner: «Wollen lieber heute noch weiter sehen, kalkuliere ich! Haltet schön den Schnabel, Senhor, werdet uns nun an unser Boot begleiten, nett das Mündchen halten, und wenn dann alles in Ordnung ist, wollen wir, wie ich schätze, einander adios sagen!» Numez sieht uns an, merkt, dass wir nicht scherzen. Ausdrücklich erkläre ich ihm leise, dass ich mir ein Vergnügen daraus machen würde, ihm beim geringsten Schrei eine Kugel in den Magen zu schiessen. «Man stirbt drei Tage an einer solchen Verletzung, Coronel mio!» Er erklärt auf unser Befragen, dass vor der Tür eine Bewachung steht. Ein weiterer Doppelposten an der Lairfplanke. Unser Boot ist hinten am Heck angebunden. Und, ja! unsere Peone sitzen darin. Santa Maria! wer wird sich gross um Peone, Leute ohne Verstand, kümmern. Numez knirscht mit den Zähnen, als ich von dem Probentisch eine lange Leine nehme und das eine Ende um einen seiner Fussknöchel binde. Henderson steigt auf den Tisch, öffnet vorsichtig das Oberlichtfenster, nachdem er die Lampe verhängt hat. «Sie kommen mit, Senhor. Und wenn wir im Boot sind, können Sie gehen!» zische ich und knuffe den Alten etwas mit dem Revolver. Henderson zieht sich hoch, ich helfe dem federleichten Coronel und folge selbst. Es ist still hier oben und fast stockdunkel, denn die Sterne sind unsichtbar. In weiter Ferne flammt blaues Wetterleuchten. Die Luft klebt. Der «Rio Xingu» ist ein richtiger Flussdampfer, liegt hoch auf dem Wasser, die Kajüte und das Deck sind mit dem vom Bug bis zum Heck gehenden Dache überspannt. Drüben von den Gebäuden flimmern Lichter durch den Dunst. Der Mann dort singt immer noch zur Gitarre. Ich beuge mich über die Seite, sehe hinten wirklich das Boot mit den dunklen Gestalten darin. Unter uns patschen die dumpfen Schritte der barfüssigen Wache. Alles klappt. Henderson schleicht voraus, Numez, den ich an langer Leine habe, folgt. Die Baritonstimme schweigt. Henderson will sich gerade aufs Unterdeck hinablassen, da bricht Numez in lautes Gebrüll aus, gibt mir einen Stoss, schwingt sich links von mir fabelhaft schnell aussenbords, mit der Ab- ,sicht, an den Stützpfeilern aufs Unterdeck zu klettern. Unwillkürlich pralle ich zurück, reisse wütend an der Schnur, die um mein Handgelenk gewunden ist. Durch den Ruck verliert der Alte den Halt, rutscht ab und fällt, erneut aufbrüllend, kopfüber nach unten. Mein Arm erhält einen furchtbaren Ruck, dann ist Henderson bei mir, und während unten ein Schuss knallt und der Alte seinen Leuten zubrüllt, sie sollen schiessen, das Machinengewehr in Tätigkeit setzen und ihn heraufziehen, reisst Henderson an der Leine, ich wickle das Ende schnell um den Stützpfeiler. Und dann springen wir nach hinten, gleiten hinab. An Land klingt es, als ob die. Hölle losgelassen ist! Schreiende Männerstimmen, die näherkommen, Gepolter auf der Planke und ununterbrochen Numez' Gebrüll: «Schiesst, schiesst sie nieder, die Gringohunde!» Blaues Wetterleuchten, ferner dumpfer Donner. Der erste, heisse Regentropfen zerplatzt auf meiner Nase. «Seid ihr da, Uno, Dos, Tres und Benito?» Wir sausen an der Leine in die Curiaria hinab, die Hände brennen wie Feuer. Und als das Maschinengewehr zu stottern beginnt und plötzlich wieder schweigt, sind wir schon draussen auf dem Wasser. Die Indianer rudern. Anscheinend hat das Maschinengewehr Ladehemmungen, es stottert und bellt nicht mehr! Winchestergewehre knallen, und immer noch brüllt Numez, man soll ihn hochziehen. «Ach!» seufzt Benito, der neben mir sitzt; sein Oberkörper kippt vornüber, und i fast lautlos gleitet der Leib des Seringueiros über die Bordkante in die dunkle Flut. «Kopftreffer!» schreit Henderson, und wir reissen unsere Gewehre aus den wasserdichten Hüllen. «Rudert!» Ununterbrochenes Wetterleuchten, die Nacht von Horizont zu Horizont in bläulich zuckenden, blendenden Tag verwandelnd. Die Strömung schwang unsere Curiaria seitwärts, wir befinden uns im rechten Winkel zum Dampfer, sehen bei dem fortwährenden Aufleuchten Coronel Numez gleich einer dunklen Spinne, Kopf nach unten, an der weissen Bordwand zappeln. Blitz auf Blitz, näherkommendes Grollen. «Meinst du?» ruft Henderson durch den Lärm. Ich kreische zurück: «Ja, in des Teufels Namen!» «Also Scheibenschiessen!» heult er. Nun knien wir und zielen im Scheine der Blitze. Streufeuer! langsam von links nach rechts, von rechts nach links. Zehn Schüsse aus jedem Gewehr. Und wie ich mich keuchend aufrichte, ist Coronel Numez still. Schlaff baumelt sein Körper nach unten. «War 'n gutes Werk, schätze ich. Wird die teuflische Plantage auflösen, dehn ohne ihn können die Kerle dort nichts machen!» Plötzlich schreit er: «Da! Schau dort!» (Fortsetzung folgt.) Nicht mehr ängstlich sein!! Was hat man früher nicht für Mittel angewandt, um ein Kaltwerden des Motors und damit die Schwierigkeiten beim Anfahren zu verhindern! Alle diese Umstände lassen sich leicht vermeiden durch den \nhnaa ir» A iippinnf «*rAmn die Kurve fällt 1 Denken Sie jetzt an Ihre Schneekelten und denken Sie an das Beste, was es auf diesem Gebiete gibt: ~«Original-Union» mit der Zickzackanordnung, das bewährte Schweizerfabrikat. Wh/iee-i MIT STAHLQUERKETTEN Union A.-G., Schneekettenfabrik, Biel Generalvertreter:Henri Bachmann, BIEL, Spitalstrasse 12 b, Telephon 48.42 GENF, rue de Fribourg 3, Telephon 26.343 ZÜRICH, Löwensir. 31, Telephon 58.824 Die ächten UNION-SCHNEEKETTEN sind in allen Garagen und Fachgeschälten erhältlich. Verlangen Sie abar ausdrücklich ORIGINAL - UNION - Schneeketten -VERGASE mit automatischem Starter, der einzige. der durch einen Griff den Motor augenblicklich anspringen lässt und selbst bei der grössten Kälte regelmässiges Arbeiten verschafft. Der SOLEX-Vergaser wird durch alle Garagisten auf sämtlichen Motoren montiert. Generalagentur für dfe Schweiz: Henri Bachmann Genf Zürich 12b. rue del' Lowenstrasse31 Tel. 48.42 48.43 48.44 Tel. 26.343 Tel. 58.824 58.825