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E_1935_Zeitung_Nr.098

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AUTOMÖBTE-KEVUE

AUTOMÖBTE-KEVUE FREITAG, 6. DEZEMBER 1935 — N" 98 Sch enen«»ira n £ busse {Siehe Artikel Seite 7.) Die Aufnahmen sind der Broschüre L'Autorail entnommen, welche als Sondernummer der «Revue Petrolifiere» herausgegeben wurde. Frontansicht eines amerikanischen Schienen-Trieb- Wagens mit stromlinienförmiger Aussenverkleidung. Der viermotorige Bugatti-Triebwagen. Seine wesent liehen Merkmale sind sehr hohe Fahrgeschwindigkeit (maximal 170 km/St.), leichtes Gewicht, schnit tige Form. Der Führerstand ist leicht erhöht in der Wagenmitte angebracht. Ein diesel-elektrischer amerikanischer Triebwafleiuug, der auf den Lmien der'Ünion-PaeificrEisenbahn verkehrt. Kein Torpedo, sondern ein amerikanischer Schienen Triebwagen mit aerodynamischer Aussenverkleidung, von oben gesehen. Prüfattest des S. E.V. FÜR JEDEN AUTOFAHRER! D und Spannung — Volts angeben „Universal", Elektr. Kühlwasser-Vorwärmer für Auto-Motoren. Bei kaltem Wetter immer fahrbereit. Jetzt sich vorsehen für die kommende kalte Jahreszeit. Billig im Betrieb, da regulierbar. — Prospekte und Referenzen verlangen. D 33 mm Fr. 36. — D 38 mm Fr. 36. — D 45 mm Fr. 38. — D 48 mm Fr. 38. — V. S C H I L D , TECHINI., B R I E N Z ( B E R IM). Ein Auto-Öl, das sich auch im strengsten Winter bewährt. Es vereinigt tiefsten Stockpunkt mit höchster Schmierfähigkeit. GHEMOLEUM AG. - ALTSTETTEN-ZÜRICH !dann"mrischen" Sie das Richtige! ^moderne GRIFF-SCHNEEKETTE Original FULTON-FROSTSCHILD kennt keine Reklamationen! Während die Konkurrenzfabrikate' zumeist mit Fensterglas ausgestattet sind, haben Fulton-Frostschilder Hartglas-Scheiben, die nicht springen. Es ist sehr wichtig! Jeder Scheibenwischer, der mit dem neuen Gelenkwischar - Benthien ausgestattet wird, wischt nunmehr eine Fläohe von 70 cm — also fast die ganze Scheibe. Verlangen Sie Offerten vom Generalvertreter H. R. KANNE, ZÜRICH 8 Dufourstr.24 Telefon 26.440 ORIGINAL-ERSATZTEILE NEU UND OCCASION Re pa rat u rwerk statte GUST. BÄUERLEIN, WALLISELLEN - ZÜRICH Sth l/>N>)iineM Q für Speichenräder jeder Art, , Talank/in O3Q 1 an Warnung! Um vor Schaden wahrt zu bleiben, und Aerger belassen Sie Ihren Kilometerzähler nur :_ der Spezialwerkstätte A. Kusterer, Zürich 8 Zimmergasse 9 - Tel. 22.949 reparieren. Als offizieller Vertreter aller Marken werden von den Fabriken nur ihm Orielnal-Bestandteile geliefert, so dass Sie nur hier Gewähr für tadellose Ausführung erhalten. Unsere Kühlerdecken mit Schieb- oder Reissverschluss für moderne Gitterkühler sind sehr praktisch. In jeder Farbe lieferbar. Hans Uetz & Sohn Autosattlerei, Langenthai Telephon 2.59 MERCEDES-BENZ Wir verkaufen einig« wenig gefahrene Vorführ ungs- Wagen unserer neuesten Vollschwingachs-Typen zu besonders vorteilhaften Preisen: «Typ 130» Cabrio-Limousine, 4 Zyl., 7 PS. Fr. 4 000.— «Typ 130 Limousine, 4 Zyl., 7 PS. Fr. 4 000.— «Typ 170» Limousine, 6 Zyl., 9 PS Fr. 4 300.— «Typ 200» Limousine, 6 Zyl., 10 PS, Fr. 6 500.— «Typ 290» Limousine, 6 Zyl., 15 PS, Fr. 9 000.— «Typ 290» Pullman-Limousine, 6 Zyl., 15 PS, Fr. 11000.— Diese Wagen befinden sich in neuwertigem Zustand und werden mit voller Fabrikgarantie abgegeben. — Ferner verkaufen wir eine fabrikneue 67plätzlge Pullman-Limousine «Typ 370» 6 Zyl., 19 PS, zum Ausnahmepreis von Fr. 9500.—, mit voller Garantie. Mercedes-Benz-Automobil A.-G., Zürich Badenerstrasse 119. — Telephon 51.693. Druck, Cliches und Verlag: HALLWAG A.-G, Halkrsch« Buchdruckerei und Wagnersche VerlagsantUlt, B*nu

NO 98 II. Blatt BERN, 6. Dez. 1935 ScfiienencudeftuMe Die technische und wirtschaftliche Entwicklung der letzten Jahre hat die finanzielle Lage der meisten Bahnunternehmungen in der ganzen Welt schliesslich derart verschlechtert, dass die Frage nach Abhilfe heute zum kategorischen Imperativ geworden ist Unter den verschiedenen technischen Möglichkeiten zur Verbesserung der Betriebsergebnisse der Bahnen steht überall die Möglichkeit der Einführung von Schienen- Triebwagen zur Diskussion. Mit diesem neuen Verkehrsmittel, das sich im Auslande schon vielfach bewährte, könnte eine Auflockerung des Bahnverkehrs durch häufigere Führung schneller Kleinzüge erzielt werden. Durch gewisse, noch zu besprechende konstruktive Massnahmen kann bei solchen Fahrzeugen eine ganz beträchtliche Gewichtsersparnis erreicht werden, die im Verein mit den übrigen Verbesserungen einen bedeutend rentableren Betrieb ermöglicht. Es würde alsdann vermieden, dass eine schwere Lokomotive mit einer Leistung von mehreren tausend PS vor ein Lokalzüglein mit drei bis vier halbleeren Wagen gespannt wird. Selbst bei voller Besetzung ergibt sich in solchen Fällen ein ganz krasses Missverhältnis zwischen Wagengewicht und Gewicht der beförderten Personen und Güter. Seit der Strassenverkehr und in geringerem Masse auch das Flugzeug mit den Bahnen in eifrigen Wettbewerb traten, regten sich da und dort Stimmen, die einer Anschaffung von Schienen-Omnibussen das Wort redeten. Die ersten Schienentriebwagen wurden nach dem Muster gewöhnlicher Eisenbahnwagen gebaut. Sie waren infolgedessen ' schwer, und da auch ihre Motorleistung im allgemeinen gering gehalten war, erreichten sie keine sehr hohen Verkehrsgeschwindigkeiten. Eine Erhöhung der Geschwindigkeit auf das Doppelte, z. B. von 60 auf 120 km pro Stunde, würde eine sehr beträchtliche Erhöhung der Motorleistung nach sich ziehen. Der Widerstand, den ein Fahrzeug zu überwinden hat, setzt sich zusammen aus dem Rollwiderstand und dem mit dem Quadrate der Geschwindigkeit anwachsenden Drehgestell mit 410-pferdigemMaybach-Dieselmotor. wisse Grenzen setzt Anderseits haben neuere Versuche und solche älteren Datums zur Genüge bewiesen, dass das Rollmaterial bei erhöhten Geschwindigkeiten auch beim Kurvenfahren zu keinen Bedenken Anlass gibt, indem selbst bei Geschwindigkeiten bis 170 Luftwiderstand. Nach Versuchen der deutschen Reichsbahn mit einem Triebwagen älteren Datums kann geschlossen werden, dass für die obige Geschwindigkeitserhöhung eine Vergrösserung der Motorleistung beinahe um das Sechsfache erforderlich wäre. Eine unbeschränkte Steigerung der Geschwindigkeit mit Fahrzeugen der üblichen schweren Eisenbahnkonstruktion ist schon deshalb nicht zulässig, weil auch die Schienenanlage hier gereichen, während eine aerodynamisch günstige Formgebung sich in einer Verminderung des Luftwiderstandes auswirkt. Natürlich können solche Leichttriebwagen nicht in normalen Zugskomposätionen verwendet werden, da sie den auftretenden Beanspruchungen nicht gewachsen wären. Da ähnliche Leichtbauweisen für Strassetvfahrzeuge schon längst entwickelt wurden, ist es weiter nicht erstaunlich, dass gerade Kilmeter pro Stunde und darüber die Fahreigenschaften moderner Triebwagen absolute Betriebssicherheit verbürgen. Allerdings lassen sich solche Spitzengeschwindigkeiten vorläufig im regulären Betriebe nicht einführen, da dies der Aufstellung des Fahrplanes zu grosse Schwierigkeiten in den Weg legen würde. Um eine Erhöhung der Verkehrsgeschwindigkeit zu erzielen ohne eine übermässige Vergrösserung der Motoranlage in Kauf zu nehmen, können nebeneinander zwei Wege beschritten werden. Eine Beschränkung des Rollwiderstandes lässt sich durch Einbau von Rollenlagern und Gewichtsverminderung erdie im Automobilbau erfahrenen Firmen für die Entwicklung solcher Wagen prädestiniert sind. Sowohl im Aufbau des Wagenkastens als auch im mechanischen Teile lassen sich heute die Einflüsse des Automobilbaues recht deutlich erkennen. f Als Baumaterial für den Wagenkasten, der zweckmässig als selbsttragende Konstruktion ausgebildet wird, kommen entweder rostfreier Stahl oder Leichtmetall in Frage. Auch gemischte Bauweisen, wobei z. B. die Aussenverkleidüng in Leichtmetall-Legierungen ausgeführt wird, haben sich gut bewährt. 'Die Innenausstattung der Schienen-Omnibusse lehnt sich an die aus dem Omnibusbau bekannten Ausführungen an. Falls die Motoren nicht in die Drehgestelle eingebaut sind, ist eine gute Schall-Isolierung von Wichtigkeit. Sowohl die Wände als auch die Decke ^werden hiezu mit schällabsorbierenden Tafeln verkleidet, die dann meist auch eine N« 98 II. Blatt BERN, 6. Dez. 1935 gute Wärme-Isolation bilden. Der, Boden wird vielfach aus Leichtmetall-Wellblech hergestellt, wonach die Vertiefungen mit einer Korkmasse ausgefüllt werden und der ganze Boden mit dickem Linoleum belegt wird. Am mechanischen Teile des Triebwagens interessiert uns in erster Linie die Motoranlage, die entweder direkt im Drehgestell (Abb.) oder auch in einem speziellen Abteil des Wagenkastens untergebracht wird. Jede der beiden Bauarten hat ihre Vor- und Nachteile. Zum Beispiel wird durch die Aufhängung des Motors und Getriebes im Drehgestell dieses unsymmetrisch belastet, was bei grossen Geschwindigkeiten zu Unannehmlichkeiten führt. Ferner wird das Drehgestell bedeutend schwerer, was seine Führungseigenschaften beeinträchtigt. Die Motoren sind weniger gut zugänglich, was Einfluss auf ihre Wartung hat. Dafür werden Vibrationen und Lärm vom Wagenkasten ferngehalten, die Passagiere keiner Rauchbelästigung ausgesetzt, das Triebwerk vereinfacht und ein zur Revision vom Wagenkasten trennbares Antriebsaggregat geschaffen. Zum Einbau in Triebwagen stehen eine grosse Auswahl von Motoren zur Verfügung. Neben normalen Lastwagenmotoren finden wir auch solche, die zwar im Prinzip gleich gebaut sind, aber einen grösseren Zylinderinhalt aufweisen. Gewisse Konstruktionen sehen den Einbau von zwei oder mehreren Motoren vor. Bugatti hat in seinem Triebwagen (siehe Abbildung) nicht weniger als vier Motoren untergebracht. Zu den Neukonstruktionen mit grösserem Zylinderinhalt gehört z. B. auch der Saurer-BZD-Motor, ein durch Verdoppelung der Zylinderzahl des BXD-Motors entstandener V-Motor, dessen schöne Linien am letzten Genfer Salon bewundert werden konnten. Natürlich sind Dieselmotoren punkto Wirtschaftlichkeit vorzuziehen. Der Antrieb erfolgt gewöhnlich über ein Zahnrädergetriebe und eine Kupplung auf eine oder mehrere Achsen. Gute Aussichten verspricht das Getriebe nach System der Schweiz. Lokomotiv- und Maschinenfabrik Winterthur, dessen Zähne ständig im Eingriff stehen und das durch Oeldruck geschaltet wird. Seine Wirkungsweise geht aus dem nachstehenden Bild hervor. Der Oeldruck ist auch für den ein Hilfsmittel zur Sparsamkeit. Der wirtschaftliche Wagen bringt kleine Spesen bei Vorführungen, der Kunde ist von den Vorteilen des Wagens schnell Überzeugt, die Einfachheit und Betriebssicherheit des Wagens gibt Gewähr dafür, dass Garantiearbeiten praktisch nicht vorkommen und so bleibt der Verdienst bei jedem verkauften Wagen ungeschmälert. D KW Front-Limousine, 4pL Fr. 3300.— •n K W Front-Cabriolet, 4pL . . , . . . 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