Aufrufe
vor 9 Monaten

E_1935_Zeitung_Nr.099

E_1935_Zeitung_Nr.099

12 AUTO-MAGAZIN

12 AUTO-MAGAZIN Automobil-Revue — N° 99 det einfach faszinierend hübsch. Auch Männer, tüchtige Skifahrer, bekennen sich heute zum Hut. Nichts hindert einen deswegen, gelegentlich das Stirnband umzulegen, das nicht nur die Ohren prächtig schützt, sondern jetzt auch ein visierähnliches, herabziehbares Teil besitzt, womit die erstarrte Mundpartie oder die blaugefrorene Nasenspitze freundlich aufgewärmt werden kann. Wichtig sind Handschuhe, gute Handschuhe. Norweger Fäustlinge und solche aus unentfetteter Bündner Wolle stossen den Schnee ab. Lederne Handflächen verhindern das Durchscheuern der Wolle. Lederfäustlinge sind immer wann gefüttert und mit gestrickten Pulswärmern versehen. Die Gamaschen werden heuer einen Publikumserfolg erleben. Wasserundurchlässiges Segelleinen tritt in Wettbewerb mit Leder von sehr weicher, waschbarer Qualität. Rucksäcke, die nicht mehr einseitig drücken, welcher Fortschritt! Solche Modelle gibt es nun in der Tat. Ein kleines Rollrädchen, worin die Riemen laufen, verteilt das Gewicht bei jeder Stellung gleichmässig, denn bei der kleinsten Schulterbewegung kann der Rucksack folgen. Ein patentes Ding ist indes auch der Schwungfix, eine Lunchtasche in Tornisterform. In Form geschnittene Schulterriemen, eine Befestigung in der Taille, was sollte sie da aus ihrer Ruhe bringen? Sie darf es sich auch nicht erlauben, bei einem jähen Fall gerade am Unnennbaren zu kleben, auf den man ja meistens stürzt, wodurch aus Eiern, Brötchen und Aepfeln ein ganz unerwünschter Salat entsteht. Die eigentlichen Lunchtaschen sind mit viel weiser Klugheit konstruiert und dabei so hübsch, dass ihr Erfolg sicher ist. Ein neues Modell öffnet sich durch einen doppel- seitigen Reissverschluss, der an der Stirnseite der Tasche eine spitzwinklige Klappe aufreisst. Und nun zu den Skis! Sowohl Kandahar- als Alpina-Bindung wurden von neuem verbessert. Durch den vereinfachten Diagonalzug haftet der Schuh noch besser am Ski. Die um den Absatz laufenden Federn sind bereits an den meisten Bindungsmodellen obligatorisch. Sie geben guten Halt und haben den Vorzug, sich bei schweren Stürzen zu öffnen. Der unzerbrechliche Stock hat kürzlich das Licht der Welt erblickt. Ihm kann nun nichts mehr geschehen. Neu und von fabelhaft eleganter Form sind Stahlrohrstöcke. Sie laufen nach unten schlank zur Spitze. Die Mehrzahl aller Stöcke besteht aus Bambusrohr, das zwecks Haltbarkeit mit einem undurchlässigen Ueberzug bekleidet ist ' Ueber echte Seehundsfelle geht einfach nichts. Plüsch und Gummi lassen sie weit hinter sich. Einzig die Chevafelle, aus den Haaren einer südamerikanischen Bergziege, könnten ihnen gelegentlich noch gefährlich werden. Mit ihnen lässt es sich ganz zuverlässig steigen. Ihr grosser Vorzug ist es, kein Motten-Paradies zu sein. Cbcijtnadir' Es klingen die Herzen wie Glocken, Es leuchten die Lichter am Baum; Ein tausendfaches Frohlocken Erfüllt den Weltenraum. Und in der samtenen Ferne Der glanzgekrönten Nacht, Lächeln hernieder die Sterne, Die uns den Erlöser gebracht. Rings um den Lampenschirm Der anbrechende Winter ist die Zeit, wo man sich auf seine Zimmerbeleuchtung besinnt. Auf Weihnachten ein Lampenschirm — ein sinnvolles, praktisches Geschenk, das man aber nicht wohl im letzten Augenblick, etwa am 24. Dezember fünf Minuten vor Ladenschluss kaufen kann, sondern gut überlegen muss: Form und Farbe sollen sich zum übrigen Mobiliar eines Zimmers zwanglos einfügen — Tapeten und Vorhänge werden dabei ein gewichtiges Wort mitsprechen. Paris, das ja bekanntlich die Kultur gepachtet haben will,»kommt nicht so leicht vom Blümchenhaften los. E$ brachte letztes Jahr mit Siegermiene eine neueste Neuheit, die wir offengestanden, recht sehr steril fanden, den Cintz (sprich Tschintz). Geblümte Stoffe werden auf Pergament geklebt. Meistens werden die Böschen, Nägeli, Ranken, Blätter und Stiele einzeln ausgeschnitten und zusammengesetzt. Doch wie gesagt, eine persönliche Abneigung ist noch kein abschliessendes Werturteil. Cintz findet grossen Absatz. Man macht also ausnahmsweise gerne wieder ein wenig in Schäferei. Der Seelenbau des heutigen Menschen ist im allgemeinen aber sehr wenig schäferisch. Darum haben Häuser, Strassen, Gärten, Möbel und selbst die meisten der kleinen Lampenschirme ein unpathetisches Aussehen. Das sind nun einmal Beziehungen zwischen Mensch und Umwelt, man könnte eine ganze Philosophie über Seelengehäuse, Wohnstätten, Lampen und Lampenschirme schreiben. Die «moderne Sachlichkeit» propagierte sich selber mit reichlichem Getöse, was ja nicht gerade sachlich ist. Was nun aber wirklich sachlich wurde, — und dazu gehören auch wieder Lampenschirme, — das wird mit viel Phantasie und Laune gestaltet. Der Kunstgewerbler muss sein Metier schon am nächsten Baum aufhängen, wenn er nicht dauernd Neues produziert. Da heisst es unaufhörlich wachbleiben, die Augen offenhalten für alles, was ringsum geschieht, denn so wie die Welt dreinschaut, will sie auch gesehen sein. Weil die Wohnkultur so strenge, saubere Linien wahrt, soll sich auch das kleinste Zubehör diesem Stil fügen. Wer Lampenschirme erfindet, muss den Blick eines Innenarchitekten haben. Er muss die. Wohnkultur in ihrer Gesamtheit sehen. Nun ist es sehr hübsch, durch Dinge wie Vasen, Leuchter, Lampen, das formenstrenge .Aussehen einer modernen Wohnung zu mildern. Nüchterne Seelen finden es höchst überflüssig, auf solche Dinge Sorgfalt zu verwenden, zumal auf einen Lunpenschirm. Aber warum denn nicht? Er sei eine Zierde, nicht einzig und allein Zweckgestell! Das Schönste ist auch immer das Zweckmassigste. Die geschmackvolle Käuferin wählt nicht irgend einen Schirm. Ein kunstsinniger Landmann liess sich neulich in einem Atelier einen Lampenschirm für seine Bauernstube anfertigen, Cellon, braun gespritzt, bäurisches Blumenbouquet. Das passte ausgezeichnet in die braun getäferte Stube. Manchmal gibt es Damen, die haken sich an irgend einer Belanglosigkeit ihres Salons fest. Da wurden vielleicht einer dunkelroten Tapete schablonenweise'ein paar Goldkreuze aufgebrummt. Die Sache ist nichts weniger als geschmackvoll. Vor zehn Jahren geschahdas Malheur. Und nun müssen die unglückseligen Goldkreuze wahrhaftig auch noch auf den Lampenschirm I Wie soll das überhaupt verwerkstelligt werden? Goldbronze wird verlangt, ausdrücklich, gebieterisch, eigensinnig. Der Fachmann erklärt, dass es mit Goldbronze nicht geht. Bei durchfallendem Licht sieht die Herrlichkeit nach ganz gewöhnlichen Flecken aus. Oder war's eine Fliegenkonferenz? Goldbronze muss aber Rudolf Faes. doch her, wenn die Dame nur ihre Kreuze kriegt. Es ist ein Kreuz mit solcher Kundschaft. In den grossen Wohnkolonien werden die Wände sehr oft nur gestrichen und nicht tapeziert. In denselben Pastelltönen kann man die hübschesten Lampenschirme anfertigen, abgetönte Pergamente ohne jegliches Beiwerk wie Goldreife, oder Quasten und Schnüre. Nun noch Näheres über Material und Materialverarbeitung. Es braucht Qualitätsarbeit von A bis Z. Irgend eine kleine Lumpigkeit in der Fertigstellung, zum Beispiel ein grob sichtbarer Lederknoten im Randlace kann das ganze Stück entstellen. Unter den verschiedenen «Phantasien» gibt es eine sehr schöne Imitation Haut, AX genannt. Sie ist waschbar und vergilbt nicht. Manche Stücke sind kräftig geädert, andere wieder beinahe glatt. Etwas aus der Mode gekommen sind die gefalzten Schirme, ziemlich neu dagegen der sogenannte Reisslack. Durch ein besonderes Fimisverfahren werden Sprünge ins Material gebracht. Solche Schirme eignen sich vorzüglich in tiefe und etwas verschattete Räume, grosse Salons, Schlosserker usw. Dieses gesprungene Pergament ist sehr schön und hat Aehnlichkeit mit alten Fresken. Es werden aber nicht nur diese ganz grossen Schirme craqueliert, sondern auch die zierlichsten kleinen Bougioschirmchen. Wie eine Gluckhenne sah ich neulich einen grossen gelben Schirm inmitten seiner «Jungen» stehen. Wer Phantasie hat, ergötzt sich an den Zufallsbildern durch Reisslack. Es sind wahre Vexierbilder. Man sieht Klosterfrauen, Blumen, Rehe, Häuser, Berge und Täler, eine Zum Wintersport, das lass Dir raten Am Anfang aller grossen Taten ganze Weltschöpfung auf einem Lampenschirm von 50 cm Durchmesser! Uebrigens wendet der Künstler dieses Verfahren nicht nur bei Pergament an, sondern auch auf anderen starken Materialien. Jeder Papierfetzen eignet sich aber nicht. Das Verfahren ist umständlich und sein Gelingen hängt von allerlei Umständen ab, wie Trockenheit der Luft, Wärme des Arbeitsraumes usw., und nicht zuletzt vom Fingerspitzengefühl derer, die den Firnis auftragen. Noch ein Wort über die Hersteller. Wer Lanv penschirme anfertigt, muss in erster Linie mit Raumverteilungs- und Farbproblemen vertraut sein. Er muss mit dem durchfallenden Licht rechnen. Das weist einerseits Grenzen. Andrerseits beschert es den talentierten Dekorateuren die fröhlichsten Einfälle. Ein Entwerfen ist manchmal die reinste Entdeckungsfahrt. Die Monteuse hat subtile Handwerksarbeit zu leisten. Es kommt bei der Fertigstellung eines Schirmes auf den Millimeter an. Misst sie daneben, so «glockt» der Schirm, oder er «zieht». Das heisst im ersten Fall, er ist zu weit gemessen, im andern, zu eng. Nun will er nicht auf den Reif passen, entweder knittert der zu weite Schirm, oder der zu enge buchtet irgendwo zur chinesischen Pagodenform, ein. Wer seine Arbeit liebt, wählt auch die bestpassenden Lacets, sei es nun in Leder, Seide oder Seidencordons. Oft muss Leder im Grundton des gespritzten oder bemalten Materials gefärbt werden. Reisslackschirme haben im allgemeinen genähte Bordüren. G ,E. ' Steht, Vom Damit — von Anfang denk daran Die Batterie viel leisten kann, Muss sie stets aufgeladen sein. Ein Acula besorgt dies fein. Geht nun das Aufwärtssteigen los, Hältst Du das Tempo ganz famos, Stehst sicher auch an steilen Stellen Mit den berühmten Ski-Pneu-Fellen. Das Steigen hat Dich hergenommen, Hast - wie man sagt«'nen Ast» bekommen Ein Favraud***-Schluck tut sicher gut, Schafft neue Kraft und frischen Mut. So bleibt der Sport ein Hochgenuss Vom. Anfang bis zum guten Schluss. wie seit jeher schon, die Wahl richtigen Material. ACULA^Gieichrichter, im Wagen: ein- 1 gebaut," "zum ' Aufladeri ..der Batterie über'Nächt; An jeder Lichtleitung .;aiisdhUesstar. ;.v.:. Ferrier, Gü

UNSERE KURZGESCHICHTE: Während des feierlichen Mahles sprach Lord Henry Suffolk zu seinen drei Gästen, die im Laufe de* Nachmittags in dem altehrwürdigen Schlosse eingetroffen waren, nur von nebensächlichen Dingen, so gerne die drei auch erfahren hätten, warum sie auf solch geheimnisvolle Weise berufen worden waren. Lord William Adams und Sir Henry verharrten schliesslich in Schweigen, während der Schriftsteller Dukes einige liebenswürdige Worte an Dorothy, die achtzehnjährige, blondhaarige Enkelin von Lord Suffolk, richtete. Sie errötete und 1 brach in ein silberhelles, glockenreines Lachen aus, aber der Grossvater zähmte mit einem einzigen, bösen Blick die übersprudelnde Heiterkeit des jungen Mädchens, und ihre Tante, die strenge Lady Julia, rief sie zur Ordnung. Die Gäste wussten wohl, dass sich ein ganzer Roman um die Geburt Dorothys spann. Sie erinnerten sich dunkel, dass Edward, der einzige Sohn des Lords, sich in Paris bis zum Wahnsinn in eine wunderschöne Tänzerin, Manon Riviere, verliebt und sie gegen das ausdrückliche Verbot des Vaters geheiratet hatte. Er war daraufhin vom Vater v*erstossen worden und bald ins Elend geraten. Bei einem Autounfall kam er ums Leben. Dorothy war damals kaum ein Jahr alt. Und Lord Suffolk hatte es nach dem Tode des Sohnes für seine Pflicht gehalten, sich der Witwe und der Waise anzunehmen. Er hatte es allerdings auf seine eigene Art getan. Er hatte die beiden zu sich, auf Schloss Suffolk, geholt, aber Manon, der noch immer wunderschönen Tänzerin, strenge verboten, je eine andere Farbe als schwarz zu tragen, oder gar zu singen oder zu PERSEßl ECHT UI IMITAI! IBett-Vorlagen Divan-Decken fedl Wühre15, Zürich 1 Nächste Parkierung: Weinplatz n. storchenbazar wiRKTn.ni EHE ZÜBiCN I flFWFNSTR.Sil WAFFEN Munition für Jagd, Sport und Verteidigung; W. CtJager Löwenstr. 42, Zürich 1 Gr. Spezial- Geschäft der Schweiz. Beste Referenzen! (Jubiläumskatalog Nr. 59 von 200 Seiten mit 1200 Abbildungen geg. Fr. 1.- in Marken) Das Gebot der Stunde: Den Memo- Taschenkalender 1936 kaufen. Auf den ersten Blick erkenntlich durch sein praktisches Monatsregister und den zweifar- < blgen Druck. Jede gute < Papeterie führt ihn. Sonst ! wenden Sie sich an den Verlag Hallwag Bern \[ $p»ul* •«• Schloß von Cicilla Paolini Ferraro. tanzen. Zwei Jahre lang hatte Manon das eintönige Leben in dem düsteren, alten ©Schloss ertragen. Dann war auch sie gestorben. Aber solange sie noch lebte, hat keiner von den Schlossbewohnern sie je lächeln gesehen. Sechzehn Jahre sind seitdem vergangen. Dorothy ist unter der gestrengen Obhut des Grossvaters zu einem schönen, wenn auch etwas eigenartigen Mädchen herangewachsen. Und die Gäste warteten gespannt auf das Ende der Mahlzeit, bis Dorothy sich entfernen würde, denn sie begriffen, dass der Lord nicht vor ihr zu sprechen wünschte. Was sie dann erfuhren, war allerdings mehr als sonderbar. Vor einiger Zeit war Lady Julia, die unverheiratete Tochter des Lords, darauf aufmerksam gemacht worden, dass um Mitternacht seltsame Geräusche und Lichter im rechten Flügel des Schlosses — der seinerzeit von der armen Manon bewohnt worden war — zu vernehmen seien. Julia sei der Sache nachgegangen und habe dann schliesslich auch den Lord aufgefordert, in der Geisterstunde mit ihr in den Garten zu kommen. «Und da, meine lieben Freunde», schloss der Lord seinen Bericht, «konnte ich mit eigenen Augen sehen, wie wandelnde Fackeln sich in den verschlossenen Räumen bewegten und gleich Irrlichtern herumtanzten, ich konnte mit eigenen Ohren die Lieder hören, von denen Julia und ihre Zofe mir berichtet hatten — und diese Lieder waren .keine anderen, als die, die Manon in der Zeit ihrer Jugendblüte in Paris gesungen hatte und die sie bei uns nicht mehr lautlassen werden durfte. Wisst ihr, was das bedeutet? Ich bin ein starker und ge- BOVET BILDERBOGEN Wissen Sie, wer die Böse erfunden hat? Der Mann ist namenlos geblieben. Griechen und Römer kannten eie noch nicht, aber von den Völkern im Orient wird berichtet, daß sie „ein besonderes Gwand tragen, das fürchtig enganliegt". Ein königlicher Herr schuf in Europa einst die bis zur französischen Revolution maßgebliche Hosenfonn, die „culotte" (Kniehose). Als dann aber die „sans-culottes" siegten, kam erst die lange Hose auf. Es geschah nicht ohne Kampf, denn noch später treffen wir sogar auf Verbote; sie verurteilten die lange Hose als „welsch und sittenfremd". Erst als Könige und Staatsmänner die neue Tracht günutij aufnahmen, wurde sie modern. LIEßE ZU KLEIDERN leitet unsere Arbeit im Geschäft: jedem Kunden den Anzug, der ihn gut kleidet. Daher verlassen wir uns nicht auf einen Lieferanten, sondern beziehen unsere bewährte Fertigkleidung von den führenden Häusern der Schweiz und des Auslandes. Deshalb bezeichnet man unsere Auswahl immer wieder als etwas Außergewöhnliches in Form und Schnitt. So stimmt es auch, wenn wir behaupten! Was Sie bei Bovet sehen, darf sich sehen lassen! Anzüge Fr. 78.— 88.— 98.— 110.— 130.— und höhe» Herbst- und Uebergangsmäntel Fr. 65.— 75.— 90.— 100.— 110.— und höhe» Wettermäntel Fr. 14.— 19.— 28.— 65.— 78.— Winter-Mäntel Fr. 68.— 75.— 85.— 98.— 110.— und höh« Sportanzüge 2 teil. Fr. 60.— 70.— 80.— 90.— Sportanzüge 3 teil. Fr. 75.— 85.— 90.— 100.— 115.— U. höber Maßanzüge Fr. 140.— 150.— 160.— 170.— 190.— u. höher Ski-Anzüge, beste Formen Fr. 68.— 70.— 82.— 84.— 92.— HO.— Ski-Anzüge für Jünglinge ab Fr. 55.— bis 68.— Ski-Hosen, Strapazierstoffe, Fr. 26.— und 35.— Jünglings-Skihosen, gute Ware, Fr. 15.50 bis 19.— Confecrtian Löwenstraße • Ecke Scbweizergasse beim Löwenplatz . ZÜRICH AUTO-MAGAZIN 13 rechter Mann. Ich habe stets nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt. Aber der Gedanke an Manon war mir immer unangenehm. Denn nie hat sie in diesem Hause gelacht!... Und nun ihre Stimme, die nach so vielen Jahren wieder aufersteht... Die Lieder, die sie gesungen hat, als sie frei und glücklich ihre Jugend in Paris verlebte, und die hier verstummen mussten... Ich mache mir keine Gewissensbisse.. Ich glaube nicht an Gespenster. Ich habe die düsteren Räume eingehend untersucht und keine Spur eines Lebewesens gefunden. Und deshalb habe ich gerade euch, meine Freunde, die ihr euch alle viel mit aussergewöhnlichen Erscheinungen beschäftigt, zu mir gebeten, und ihr werdet mir euere Hilfe zur Entschleierung dieses Rätsels gewiss gewähren.» Die drei 'Männer nickten ernst und bedächtig mit dem Kopfe, und schon am nächsten Abend begannen sie ihre Arbeit. Es waren berühmte Spiritisten und Astrologen, doch schon nach Ablauf einer Woche mussten sie sich unverrichteter Dinge auf den Heimweg machen. Während der ganzen Zeit ihrer Anwesenheit auf dem Schloss hatte sich der Spuk nicht ein einziges Mal 'gezeigt. Erst als sie schon im Auto sassen und sich verabschiedeten, erklang wieder der geheimnisvolle Gesang..« «Si ton baiser, mon amour...» Aber die Gäste konnten nicht länger bleiben. Nur Lord Adams versprach, seinen Sohn Joe zu schicken, der sich ausschliesslich mit okkulten, besonders mit orientalischen Geheimphänomen befasste. Schon nach kurzem traf Joe ein; er war ein etwa fünfundzwanzigjähriger Junge, der jedoch durch seinen Ernst und seine Ruhe bedeutend älter wirkte. Er erzählte Suffolk, dass er bereits zwei Bücher über die Geheimlehren tibetanischer Mönche veröffentlicht habe und dass er sich demnächst wieder nach Indien begeben wolle. Bei Tisch sprachen Joe und Suffolk über nichts als Magie und Astrologie. Dorothy hörte gelangweilt zu. Sie wusste in den ersten Tagen nicht, was sie mit Joe reden sollte, bis sie auf den Gedanken kamen, miteinander Tennis zu spielen. «Wie hübsch er ist», dachte Dorothy nach der ersten Partie. «So sieht er gar nicht mehr wie ein wandelndes tibetanisches Geheimphänomen aus!» «Bei Tisch ist sie ein Gänschen», urteilte Joe. «Aber beim Spiel eine Gazelle. Sie hat wunderbare feuchte, schwarze Augen, glänzend wie orientalische Nächte.» (Ihr werdet ja schon erraten haben, dass der Orient sein Steckenpferd war.) Um Mitternacht pochte Lord Suffolk an Joes Türe: «Es fängt schon wieder an! Kommen Sie schnell!» Sie begaben sich in den Park, und hinter den Fenstern des gefürchteten, rechten Flügels gewahrten sie deutlich schimmernde, tanzende Lichter, sie hörten eine traurige, sanfte Stimme wie aus Grabestiefen singen: «Oü sont donc les doux baisers, mon amour...» Die süsse, leise Stimme tauchte den ganzen Park in zauberhaftes Weh, in eine unendliche, demütige Sehnsucht nach Zärtlichkeit und Liebe. Es schien, als ob nicht nur das Gespenst, sondern alle die schläfrigen Gegenstände des alten Schlosses, Gefangene des Trübsinns, aus der Finsternis nach Liebe und Barmherzigkeit zu den Sternen riefen. Eine grosse Traurigkeit befiel das Herz des Jungen. Es war, als ob das Wesen aus dem Jenseits nach allen Freuden der Erde, die ihm hier versagt worden waren, verlangte... «Ich denke, wir sollten hinaufgehen.» Suffolk rüttelte ihn aus seinen Träumen. «Ich gehe allein», erklärte Joe. Schon lange hat er sich den Weg, den er einschlagen wird, zurechtgelegt. Er steigt in den Keller hinab und von hier durch Schlupfwinkel, die jahrelang nicht mehr betreten worden waren, in den rechten Flügel hinauf. Er steigt und steigt. Nichts leuchtet auf seinem düsteren Weg als eine kleine Taschenlampe, die er in der Hand hält und die ein schwaches Licht verbreitet. Immer weiter. Erster Stock, zweiter Stock, dritter Stock. Bis ins Unendliche. Ein dunkler Gang öffnet sich vor ihm. Und an seinem Ende schwebt im rosigen Licht einer Kerze eine übernatürliche Vision, wie ein Engel, wie ein lebender Rosenstrauss. Ein Wesen, das in eine rosa Wolke gehüllt ist, mit einem grossen Hut in derselben Farbe und Anemonen am Gürtel. Sie singt in die sternenklare Nacht: «Si tu m'aimais, cheri...» Jetzt hat Joe keine Angst mehr. Das tiefe Geheimnis des Frühlings, das ihn im Park verwirrt hatte, beherrscht, berauscht ihn nun vollends, nimmt ihm allen Sinn für Wirklichkeit und entfesselt in seinem Blute ein neues, ungekanntes Verlangen nach Liebe... Vielleicht ist es der Zauber, den das Gespenst auf ihn ausübt... Ein prächtiges Geschenkblich: EIN ARZT ERLEBT CHINA Von A. Gervais. Kartoniert Fr. 6.25, gebunden Fr. 8.15, Man ist versucht, dieses Werk ein «Buch asiatischer Seele» zu nennen. Denn als etwas ewig Unfassbares und Geheimnisvolles, das In seinen tiefsten Regungen niemals für uns zu ergründen ist, steht diese asiatische Seele uns gegenüber. Gervais hat sich nicht damit begnügt, ihre Aeusserungen als etwas Feststehendes uns nur zn übermitteln, er sucht sie aus der geschichtlichen, geistigen und sozialen Entwicklung zu erklären und damit die Maßstäbe für eine andere Sittlichkeit der Chinesen aufzustellen. Die unserem Denken unbegreiflichen Eigenarten dieses Volkes fähren zu den Erscheinungen des chinesischen Lebens, das der Verfasser in der Grauenhaftizkeit des sozialen Elends, des ewigen Bürgerkrieges, der Seuchen und Hungersnöte schi'dert, die heute Im Hexenkessel China brodeln. Es klingt hier aber auch das trotzige Vorgehen einer selbstbewussten Jugend an, die in China den radikalen Umbruch mit der ganzen Jahrhunderte alten Kultur herbeiführen will .., Dieses Buch Ist In allen Buchhandlungen erhältlich, wo nicht, direkt vom Wilhelm Qoldmann Verlag - Bern Viktoriarain 16 Aber das kleine Gesicht, das sich im Tanz enthüllt, erinnert merkwürdig an das Gesicht eines Gänschens, einer Gazelle. Es ist ähnlich, aber nicht dasselbe. Es ist von einer Tiefe, einer Glut, die der heiteren jungen Tennisspielerin, fremd sind. «Manon Riviere.» Manon, die geliebt und gelitten hat..; Und die im Grabe keine Ruhe findet, weil ihre Sehnsucht nach Freude getötet worden war... Plötzliches Dunkel. Der Gesang bricht ab, die Erscheinung verschwindet. Wieder verbreitet nur die Taschenlampe Joes ihr dürftiges Licht. Er schreitet behutsam vorwärts. Etwas berührt leicht sein Haar. Jemand schleicht hinter ihm her. Er wendet sich um: nichts. Er hat keine Angst, nur ein merkwürdiges Gefühl befällt ihn. Wie wenn er bis jetzt geschlafen hätte und nun erwachen würde. Die Lampe entfällt ihm, verlischt. Er fühlt einen leichten Hauch auf der Wange. Es ist wie ein Kuss von einem überirdischen Wesen. «Si tu m'aimais, cheri...», säuselt die süsse Stimme in weiter Ferne. Er könrtte glauben, geträumt zu haben, wenn nicht seine Finger zitterten, wenn nicht das Gift des Kusses ihm zum ersten Male eine Sehnsucht eingeflösst hätte, die nicht tibetanischen. Pergamenten, sondern einem roten Munde gilt. Am nächsten Morgen bittet er Lord Suffolk, ihm zur Lösung des Geheimnisses noch einige Zeit zu gewähren. Bei Tisch ist er wie verwandelt: bald tief in Gedanken, bald eifrig und lebhaft mit Dorothy befasst. Sie spielen, wie immer, Tennis, und er vermeint, behext zu sein; bald möchte er sie an sich ziehen und wild küssen, bald sie fortstossen und nichts mehr von ihr sehen. Denn sie ähnelt Manon, der rosenroten Vision, und ist doch so ganz anders: ein unschuldiges kleines Gänschen, das nie den ehernen Ruf der Liebe, den der Sturm der Nacht ihm zugetragen hat, verstehen könnte. «Werden Sie noch lange hier bleiben?» fragt Dorothy nach Beendigung des Spieles, während sie durch den Park zum Schloss zurückgehen. «Das hängt von dem Erfolg meiner Studien ab.» «Ist es erlaubt, zu erfahren, was Sie studieren?» «Es ist braven Kindern nicht erlaubt, neugierig zu sein.» «Ich bin kein braves Kind!» Wie der Sturm^ wind fegt sie davon. So, als ob die alten Eichen, die blütenreichen Sträuchef in einer grünen Blätterwolke ihre Königin entführt hätten. Bis aus weiter Ferne ein leiser Gesang ertönt... «Si tu voulais, cheri...» Joe läuft wie ein Verrückter dem Klang nach, seinem Ziele zu. Schon liegt Dorothy in seinen Armen. Heftig pressen sich seine Lippen auf ihre, ersticken das letzte «i» ihrer Aufforderung zur Liebe. «Nun, wer ist das Gespenst?» murmelt sie bleich' und glücklich. In plötzlichem Verstehen erkennt er in ihr die Gefangene dieser alten Mauern •— gefangen, wie es ihre Mutter vor so vielen Jahren auch war. Wenn sie kein Ventil gefunden hätte, wäre sie, wie diese, an dem Trübsinn ihrer Umgebung zugrunde gegangen. Und da hat ihre unterdrückte Sehnsucht nach Freude ihr die merkwürdigsten Gedanken eingegeben. Ein alter, rostiger Schlüssel — das Geheimnis der alten Koffer — bunte Schärpen, Schleier, Blumen, Noten, vergilbte Photographien... Im Herzen der Achtzehnjährigen sind die Lieder der Mutter zu neuem Leben erwacht... «Diese Zimmer sind wahre Labyrinthe», erklärt sie. «Da kann einen niemand finden. Aber vor den patentierten Spiritisten hatte ich dennoch Angst und zog vor, nicht zu spuken. Dann jedoch kamst du, und ich wollte sehen, ob du auch etwas anderes verstehst als tibetanische Zauberei...» «Es gibt nur einen Zauber auf der Welt: dich!» Im Salon trafen sie Lord Suffolk an. «Wenn Sie Ihre Einwilligung nicht versagen», begann Joe, «so ist das hier meine kleine Verlobte!» Dorothy, wohlerzogen wieder zum Gänschen geworden, senkt die Augen. «Nun, nun, das werden wir ja noch sehen. Sie sind etwas voreilig, junger Mann! Aber da Sie immerhin der Sohn meines besten Freundes sind...- Und was Ihre Nachforschungen betrifft...» «Kann ich Ihnen zu meiner Freude versichern, dass es mir dank einer im Orient gelernten Zauberformel möglich war, den Spuk für alle Zeiten zu bannen...» «(Im Orient?)» lächelt Dorothy still vor sich hin «(du Lügner!)» (Deutsch von Dr. Berta Schönmann.) Rapid-Heizkissen grosse Neuheit, wird in we-1 nigen Minuten heiss, viel i rascher als bisherige Heiz-I kissen, dazu 4 Wärmestufen | mit ganz schwacher Stufe V« für Dauergebrauch. Erhältlich In Elektrizitäts- und Sanitätsgeschäften