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E_1935_Zeitung_Nr.101

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10 LUFTFAHR Tragödie am

10 LUFTFAHR Tragödie am Südpol? Wo sind EHsworth und Hollick-Kenyon ? Mehr als drei Wochen sind verflossen, dass der amerikanische Polarforscher Lincoln EHsworth samt seinem kanadischen Piloten Herbert Hollick-Kenyon in der Antarktis verschollen ist. Am 23. November stieg er von der zum südlichen Shetlandarchipel gehörenden Dundee-Insel zu einem Erkundigungsfluge nach der Walfischbay in Little America auf, nach dem gleichen Punkt also, den vor einigen Jahren Admiral Byrd als Basis seiner Südpolexpedition gewählt hatte. EHsworth unternahm seinen Flug, von dem er nicht mehr zurückkehrte, auf einer Northrop-Gamma-Tiefdeoker-Maschine, die mit einem 710-P-Wright-Cyclone-Motor ausgestattet ist. Der an Bord des auf «Polarstern > getauften Flugzeuges befindliche Brennstoff war für eine Flugdauer von gut 20 Stunden berechnet, und die mitgeführten Lebensmittel sollten für 8 Wochen ausreichen. In dieser Hinsicht braucht einem also um EHsworth noch nicht sehr bange zu sein. Das Schlimmste für die Aussenwelt ist vielmehr, dass jeder Anhaltspunkt darüber fehlt, was ihm zugestossen sein könnte. 8 Stunden nach seinem Start von der Dundee-Insel war er noch in radiotelegraphischer Verbindung mit seinem Expeditionsschiff «Wyatt Earp >. Dann blieb es still um die Flieger, bis am 27. November der neuseeländische Kreuzer « Dunedin > einen undeutlichen Funkspruch auffing, der von EHsworth stamamte und SOS - Charakter zu haben schien. Es konnte indessen nur das Rufzeichen KHNIR entziffert werden. Seither ist Schweigen über der Eiswüste von Little Amerika. Was mag dem kühnen Forscher passiert sein ? Motordefekt ? Durchaus möglich, denn eine Radiomeldung, die hierauf schliessen lässt, war vom «Polarstern» noch eingetroffen, kurz bevor dessen Sendeapparat das letztemal überhaupt funkte. In diesem Falle wäre es um EHsworth und seinen Gefährten schlimm bestellt. Wenn man zudem noch in Betracht zieht, dass er möglicherweise bei einer Notlandung auf dem Eis Bruch machte, so ergäbe sich die kritische Tatsache, dass die beiden Flieger in einigen hundert Kilometer Entfernung von der Expeditionsbasis auf dem Eisplateau festgehalten wären. Sie müssten in diesem Falle versuchen, die Walfischbay in langen Märschen zu erreichen. Ob EHsworth für die Zelterrichtung usw. das erforderliche Material an Bord des « Polarstern » mitführte, ist unbekannt. Bereits rüsten verschiedene Expeditionen — australische, englische, amerikanische und sogar norwegische, um den Verschollenen Hilfe an die Rossbarriere zu bringen. Man wird mit einem Male wieder an jene unglückselige «Italia »-Katastrophe im Mai 1928 erinnert, die einer ganzen Reihe von Menschen das Leben kostete, und bei welcher beinahe unzählige Hilfskolonnen zu Nachforschungen nach Spitzbergen und Franz-Josefsland entsandt wurden. Hoffen wir, dass es den Hilfsexpedionen, an denen sich u. a. auch der bekannte amerikanische Schnellflieger Frank Hawks beteiligt, gelingen werde, Ellsworth und seinen Begleiter unversehrt aufzufinden. Der überaus sympathische Forscher ist übrigens auch bei uns keine unbekannte Grosse. Wenn er nicht gerade auf der nördlichen oder südlichen Hemisphäre seinen Polarforschungen obliegt, so hält er sich sehr oft auf Schloss Lenzburg im Aargau auf, das sein Besitz ist. Er war, wie erinnerlich, schon einmal verschollen, und zwar vor IOV2 Jahren, im Mai 1925,- 'Js er in Verbindung von Amundsen in den beiden Dornier-FIugbooten N24 und N25 nach dem Nordpol fliegen wollte. Das eine Flugzeug hatte Motordefekt, und das zweite war ebenfalls gezwungen, auf das Eis niederzugehen, konnte jedoch im Laufe der Wochen reparieren und mit der Besatzung des N nach der Königsbucht auf Spitzbergen zurückfliegen. Ein Jahr später traversierte er den Nordpol im Verein mit Amundsen und Nobile mit der.« Norge > von Spitzbergen nach Teller in Alaska. A. Fy. Der Schweizer Dauer-Rekord für Segelflieger gebrochen. Der Berner Segelflieger Gottfried Suter startete am Donnerstagnachmittag kurz nach 3 Uhr mit seinem Röhnsperber, um den schweizerischen Dauerflugrekord anzugreifen, der von Schreiber mi 10 Stunden 15 Minuten gehalten wurde. Das Unternehmen, das zu einem regelrechten Nachtflug ausgedehnt wurde, gelang. Suter vermochte sich 9 Minuten länger in der Luft zu halten, musste dann jedoch wegen Vereisung der Tragflächen niedergehen. Wir haben Herrn Suter um einen Bericht über diesen Rekordflug gebeten, den wir jedoch wegen Raummangel erst in der Freitag-Nummer veröffentlichen können. Der Riesen-Zeppelin «LZ 129» bis Ende Dezember 1935 vollendet! Bereits ist die Hülle des Luftschiffkörpers vollständig. Nur noch einige kleine Flächen bleiben frei, um im Innern des Luftschiffes Helligkeit für die letzten Arbeiten zu sichern. Die Passagierräume sind fertig. Die Einrichtungsgegenstände werden erst dann hineingestellt, wenn auch die letzte Arbeit geschehen ist, um die kunstvollen Möbelstücke nicht zu beschädigen. Ende der ersten Dezemberwoche wurden die für die Ausschmückung der Räume vorgesehenen, auf Seide gemalten Bilder mit Motiven aus der Entwicklung des Verkehrs eingespannt. Da sich die Puffer an der Heckgondel bei Landungen oft recht hinderlich auswirkten, fällt die Heckgondel weg; die Puffer werden durch ein Laufrad in der unteren vertikalen Steuerflosse ersetzt. Die vier Mercedes-Benz-Dieselmotoren von je 1000 PS, sind tagtäglich auf den Prüf ständen der Werft mit höchster Tourenzahl gelaufen. Die Hauptarbeit liegt jetzt noch in der Führergondel, die diesmal getrennt von dem im Innern untergebrachten Fahrgastraum unterhalb des Bugs angebracht ist. Sie ist zweistöckig und birgt im untern Stock den Kommando- und Steuerraum mit anschliessendem Navigationszimmer und im obern Stock die Funkanlage. Die Gasfüllung der Kemzellen erfolgt in den ersten Januartagen, und zwar von der werfteigenen Gasanstalt vorerst mit Wasserstoffgas. Die Mantelzellen werden in Amerika mit Heliumgas gefüllt. Die zur Verfügung stehende Gasanstalt besitzt einen Gasbehälter, der 20.000 Kubikmeter Gas liefert. Nun hat « LZ 129 > jedoch unter den 16 Gaszellen eine solche, die allein für sich die 20.000 Kubikmeter zur Füllung benötigt. Im Gaswerk wird mit allen Kräften gearbeitet, um die notwendige Gasmenge möglichst rasch herzustellen. Ist das Luftschiff mit Traggas versehen, dann wird es, wie Dr. Eckener erklärte, einige Tage lang in diesem Zustand in ier Halle bleiben. Während dieser Zeit wird die Dichtigkeit der Traggaszellen überwacht; auch wird das Luftschiff dann augewogen, um festzustellen, obres auch richtig getrimmt und ausbalanciert ist • Sieben glückliche Flugjahre des «Graf Zeppelin». Mit dem am 9. Dez. erfolgten Rückflug des Luftschiffes «Graf Zeppelin» ist das siebente Flug jähr beendet. Der «Graf Zeppelin» hat auch dieses Jahr programmässig hinter sich gebracht und in diesem letzten Fahrtenabschnitt mehrere kurz aufeinanderfolgende neue Rekorde aufgestellt: am 17. September die 100. Ozeanüberquerung, am 7. November die 50. Südamerikafahrt, am 22. Nov die 500. Fahrt und endlich am 27. November eine unfreiwillige Dauerrekordfahrt von 120 Stunden in der Luft. Der diesjährige Fahrtenabschnitt übertraf mit allein 16 Südamerikafahrten und drei Pendelfahrten zwischen Bathurst (Britisch Westafrika) und Pernambuco im Rahmen des Südamerika-Luftpostdienstes zur Ablösung der Lufthansa Katapultschiffe und Ozeanflugstützpunkte «Westfalen» und «Schwabenland » das Programm des vorigen Jahres um fast das Doppelte. In diesem Jahre legte der Luftriese « Graf Zeppelin » rund 350 000 km zurück. Auf seinen bisher 503 Gesamtfahrten hat das Luftschiff in seinen sieben glücklich abgelaufenen Betriebsjahren über 1 Million und 350000 Kilometer (also lK Mill. Flugkilometer) bewältigt, was einer fast 34maligen Weltumrundung entspricht; dabei beförderte es 12 000 Passagiere und 65 000 Kilogramm Post und Fracht Und wenn im nächsten Frühjahr das Schwesterluftschiff «LZ 129» seine grossen Flüge antritt, kann sich der «Graf Zeppelin» immer noch mit Stolz neben seinem neuen Konkurrenten sehen lassen, denn « Graf Zeppelin » wird diesen Winter wiederum einer Generalrevision unterzogen und kann seine prachtvollen Leistungen der Welt aufs neue zeigen. E. 0. Unser Bild zeigt den von der A. V. Roe & Co.. Ltd. konstruierten und mit 2 Panther VII-Motoren ausgestatteten Schnellverkehrs-Flugzeug-Typ AVR0 642 (Hochdecker). Dieser ist in der Gemischbauweise ausgeführt (Rumpf aus geschweissten Stahlrohren, Tragwerk aus Holz). AVRO 642 besitzt nebeneinander angeordnete Doppelsteuerung für Pilot und Hilfspilot. Die Passagierkabine ist sehr geräumig und mit neuesten Lüftungs- und Heizanlagen versehen. Wichtigste Daten der Maschine: Höchstgeschwindigkeit 306 km/St., Reisegeschwindigkeit 257 km/St., Landegeschwindigkeit 108 km/St., maximale Betriebsgipfelhöhe 7711 m, maximale Flugdauer ca. 4 Std., Spannweite 21,72 m, Länge über alles 16,61 m, Höhe 3,51 m, Leergewicht 3742 kg, maximales Fluggewicht 5670 kg. Das Flugzeug kann mit den verschiedensten Siddeley-Motoren von je 460 PS aufwärts ausgestattet werden. Es kann bis zu 16 Passagiere mitführen. AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG. 17. DEZEMBER 1935 Stvass^n Die linksufrige Rheinstrasse auf Zürcher Boden. Es scheint, dass der Kanton Zürich, veranlasst durch die Aufhebung des Zollausschlussgebietes Jestetten-Lostetten, mit dem Bau einer hinksrheinischen Strassenverbindung Ernst machen will. Es drängt sich wohl immer mehr die Ansicht auf, dass die heutigen. Zollerleichterungen auf der Route Rafz- Jestetten-Lostetten-Sdhaffhausen nicht derart sind, dass sie auf die Dauer zu befriedigen vermögen und dass eben stets damit gerechnet werden muss, dass weitere Erschwerungen jederzeit mit in den Kauf genommen werden müssen und man ganz auf das Entgegenkommen der deutschen Behörden angewiesen ist. Besonders die Pass- und Devisenfrage bringt erhebliche Inkpnvenienzen, was noch dadurch erhöht wird, dass der Kanton Zürich die Passgebühren wesentlich heraufgesetzt hat und 1936 noch weiter heraufsetzen wird. Der Kanton hat nun den Vorschlag für eine linksrheinische Verbindungsstrasse, die von Benken über Marthalen, Ellikon, Flaach nach Einbrach, Kloten führt, dem Bund eingereicht, und es ist nur zu wünschen, dass solcher möglichst bald realisiert werden kann. Dadurch würde dann wohl die Notwendigkeit für einen grosszügigeren Ausbau der Strasse Kloten, Embrach, Neftenbach, Henggart wegfallen. Schaffhausen aber würde in den Besitz einer weitern Strassenverbindung mit Zürich gelangen, die die zeitraubende Durchfahrt durch Winterthur ausschliessen und sehr wenige Ortschaftstraversierungen aufweisen würde. V Um die Oeffnung der Gandriaslrasse. Wie die tessinische Presse erfährt, hat der Bundesrat auf eine Anfrage der Sektion Tessin des T. G. S. mitgeteilt, dass auch von amtlicher Seite aus die Frage der Oeffnung der Gandriastrasse verfolgt worden sei. So habe Minister Dr. Wagniere in Rom bei den zuständigen Behörden vorgesprochen und dort auch die Zusicherung erhalten, dass der italienische Teil der Gandriastrasse mögliehst bald für den Verkehr freigegeben werde. Es ist also zu hoffen, dass die Organisation des italienischen Zolldienstes an der Grenze in nächster Zeit durchgeführt wird und dann auch einer durchgehenden Oeffnung der Strasse nichts mehr im Wege steht. Ohne Verantwortlichkeit der Redaktion. Wo bleiben die Steuererleichterungen? Nur eine kurze Frage: Ist es in einzelnen Kantonen bei diesen schlechten Zeiten immer noch nicht möglich, dass man Steuer und Versicherung für die Autos vierteljährlich bezahlen kann, also schon am Neujahr nur für 3 Monate? Wir Gewerbler müssen immer Kredit einräumen für unsere Kunden, dem Staat aber soll man ein Jahr zum voraus bezahlen, i wäre auch zu prüfen, ob gewerblich benützte Wagen nicht weniger hoch zu besteuern seien als Tourenwagen. Dies ein Stoßseufzer eines durch Verluste finanziell geschwächten Gewerblers. A. M. Wo steht diese Warnungstafel? Kilchberg, die blühende Zürcher Vorortsgemeinde, warnt vor dem Teil der Seestrasse, der durch ihr Gebiet führt. Die Frage, warum gerade Kilchberg nicht in der Lage ist, den längst projektierten Ausbau seines Teiles der Seestrasse nach dem Beispiel aller andern Gemeinden am Zürichsee vorzunehmen, um diese wichtige Strasse dem grossen Verkehr anzupassen, verursacht viel Kopfzerbrechen. Die Strasse in ihrem heutigen Zustand ist wirklich gefährlich. Z. I. A- C. S. Die Budget-Delegiertenversammlung in Bern. Vergangenen Samstag trat in Bern unter dem Vorsitz von Dr. Mende die Delegiertenversammlung zusammen, welche als Hauptgeschäft das Budget pro 1936 zu genehmigen hatte. Von den 27 Sektionen waren 22 vertreten, während die übrigen von der Möglichkeit, ihr Stimmrecht zu delegieren, Gebrauch gemacht hatten und 34 Sektionsabgesandte deren 124 vertraten. Obwohl das Budget schon einen kritischen Instanzenweg durchlaufen hatte und daher auf eine rasche Erledigung des Traktandums zu schliessen war, entwickelte sich eine ausgiebige Beratung, die mehrere Stunden in Anspruch nahm. Es wurden Wünsche auf weitergehende Einsparungen, auf bessere Dotierung eines Kampffonds, auf Reduktion des Zentralbeitrages usw. laut, die alle eingehend behandelt werden mussten. Letzten Endes; fand die Budgetvorlage mit grossem Mehr Genehmigung. Der nationale Sportkalender 1936 wurde ohne weiteres gemäss den Anträgen der nationalen Sportkommission genehmigt. Wir lassen ihn an anderer Stelle dieses Blattes nochmals folgen. Bemerkenswert ist einzig der Umstand, dass die Winterprüfungsfahrt nach Engelberg vom 22./23. Februar nicht m Kalender figuriert. Scheinbar hat die Sektion •uzern auf die Eintragung verzichtet und will die Veranstaltung als reine Sektionsangelegenheit behandelt wissen. Das sportliche und finanzielle Gebiet streift der Antrag der Sektion Bern, einen Garan'kfonds für den Grossen Preis der Schweiz zu schaffen, um die Sektion Bern wie auch das Organisationskomitee •on der bisher getragenen finanziellen Verantwortung zu entlasten. Es wird beschlossen, den bestehenden Klausenfonds in einen Fonds für internationale Rennen umzuwandeln. Dieser soll mit dem voraussichtlichen Einnahmemiberschuss der Gesamtclubrechnung pro 1935 weiter gespiesen werden. Da zudem nächstes Jahr kein Klausenrennen stattfin- det und eine Beanspruchung von dieser Seite her also vorläufig nicht in Frage kommt, so bedeutet dieser Fonds einen beachtlichen Rückhalt für di» Organisatoren des Grossen Preises der Schweiz. Als Tagungsort für die nächste Delegiertenversammlung, welche mit dem Frühjahrsfest verbunden sein wird, beliebt St. Moritz. Die steuerliche Belastung des Benzins war das Sorgenkind der Versammlung. Wie man vernahm, wird die Zentralstelle für die Verteidigung der Automobilinteressen wiederum in Aktion treten, da neuerdings mit der Mitarbeit von Ing. Zipfel gerechnet werden darf, der dieser Stelle seinerzeit mit Umsicht und Erfolg vorstand. Im übrigen wurde folgende Erklärung einstimmig genehmigt: Die Delegiertenversammlung des A. C. S., welche am 14. Dezember in Bern zusammengetreten ist, hat festgestellt, dass, wie es der A. C. S. voraussagte, seit dem Tage nach der unerwarteten Benzinzollerhöhung ein starker Rückgang des Benzinkonsums eingetreten ist. Lässt sich auch diese Verminderung im gegenwärtigen Moment nicht genau erfassen, so muss doch beachtet werden, dass der Benzinimport im Monat November 1935 gegenüber dem gleichen Monat des Vorjahres eine Abnahme um 2131 Tonnen aufweist, was einer Verminderung der Zolleinnahmen im November 1935 um mehr als eine halbe Million Franken gleichkommt. Man wird sich erinnern, dass der A. C. S. bereits für den Monat August 1935 einen solchen grössern Ausfall festzustellen genötigt war. Anderseits werden hauptsächlich infolge der starken Benzinzollerhöhung die Kantone vom 1. Januar 1936 an mit einem fühlbaren Minderertrag aus ihren Verkehrssteuern rechnen müssen. Indessen sind trotz dieser an und für sich schon ausserordentlich ernsten Lage neue fiskalische Belastungen vorgesehen. In erster Linie handelt es sich um die Fr. 2 250 000 im Minimum, welche indirekt durch Erhebung einer Gebühr von 4 Prozent ad valorem auf den Zollquittungen das Benzin belasten sollen (1 Rappen pro Liter). Ferner wird der Alkoholbeimischungszwang zum Benzin in einem Ausmass von 3 Prozent, wie es die im Ständerat vorgebrachte Motion Müller anstrebt, eine Verteuerung des Benzinpreises um 2 Rappen pro Liter herbeiführen, was, insofern man vom Verbrauch des Jahres 1935 ausgeht, einen Betrag von 5 Millionen Franken ausmacht, d. h. dass über die 16 Millionen Franken hinaus, welche die Benzinzollerhöhung vom Juni 1935 einbringen sollte, noch weitere 7,5 Millionen aus dem Automobilwesen herausgepressf würden. Die Delegiertenversammlung des A. C. S. macht einmal mehr die verantwortlichen Kreise auf die schweren Folgen aufmerksam, welche die schon getroffenen oder ins Auge gefassten Massnahmen auf dem Gebiet der Entwicklung des Automobilverkehrs und insbesondere in der allgemeinen Volkswirtschaft nach sich ziehen müssten. Sektion Aargau. Jahresbeitrag 1936. Der Jahresbeitrag pro 1936 von Fr. 30.— für Aktivmitglieder, Fr. 10.— für Damenmitglieder, kann ab heute auf unser Postcheck-Konto VI 3095 überwiesen werden, wogegen die entsprechende Quittungsmarke zugestellt wird. Diese vorzeitige Zahlungseinladung ist speziell für die Besucher des Stadttheaters Zürich gedacht, die zum Beziige von verbilligten Billetts die gültige Le- •gitimationskarte vorzuweisen haben ni. SEKTION ZÜRICH. Die Monatsversammlung vom 12. Dezember war von rund 150 Personen besucht. Nach dem Begrüssungswort durch den Vorsitzenden Herrn M. Gassmann-Hanimann hielt Herr Guggisberg, Bern, einen Lichtbildervortrag über «Längs der Donau von Wien ans Schwarze Meer». Die Studienreise führte den Referenten von Linz über Wien, Pressburg und Budapest hinab zum Balkan nach Belgrad. Rutscbuck und Braila, Trutzige Burgen, stille Städte und Dörfer zogen vorbei, besonders interessant die Durchbruchstellen deri 1 Donau zwischen Bakony-Wald und Karpathen, in den Transylvanischen Alpen und beim Eisernen Tor Auch eine Autofahrt in das Balkangebirge fehlte nicht. Den interessantesten Teil des Vortrages aber bildeten die Ausführungen über das weite Donaudelta, diesem von zahlreichen Flussläufen durchzogenen Urwald mit seiner eigenartigen Vegetation und dem immensen Fisch- und Wildbestand. Ein Aufenthält, im Fischerdorf Valkov machte mit den interessanten Bewohnern, den Lipowanern, bekannt. Diese russischen Abkömmlinge, die in äusserst primitiven Lehm- und Schilfhütten wohnen und sich mit Störfang und Kaviargewinnung befassen, besitzen noch recht sonderbare Sitten und Gebräuche. Reicher Beifall belohnte die anderthalbstündigen Ausführungen, die von zahlreichen, interessanten Lichtbildern begleitet waren. Zum Skikurs in Davos und zur Wintersportwoche vom 26. Dezember bis 2. Januar sind bereits 50 Teilnehmer angemeldet. Der Clubball vom 18. Januar im Grand Hotel Dolder in Zürich wird unter der Devise einer ACS- Fahrt nach Afrika aufgezogen. Besonders dekorierte Räume, eine grosse Revue, eine reichhaltige Gratistombola, eine Monstre-Polonaise, drei Orchester und weitere Ueberraschungen werden den Erfolg sicherstellen. S. ©. A. C. SEKTION BERN. Tätigkeitsprogramm für den Monat Januar 1936: 10. Jan.:: Zusammenkunft im Clublokal. 17. Jan.: Zusammenkunft im Clublokal. 24. Jan.: Plauderei von Frau Dr. Debrit-Vogel. 31. Jan.: Zusammenkunft im Clublokal. Veranstaltungen. Der Genfer Salon 1936. Die Zahl der Anmei düngen von Ausstellern aus der Personenwagenbranche hat gegenüber dem Vorjahre noch um drei zugenommen und beziffert sich auf 60 Marken. Ebenso werden 3 Karosseriefirmen mehr ausstellen. Die Verlosung der Stände findet Samstag, den 21. Dezember in Genf statt. Die Berliner Automobil-Ausstellung 1936. Die internationale Automobil-Ausstellung, welche wiederum in den mächtigen Hallen am Kaiserdamm untergebracht sein wird, findet nächstes Jahr im Februar statt

N° 101 — DIENSTAG, 17. DEZEMBER 1935 AUTOMOBIL-REVUE 11 5 «ml»«» MI Um die Autostrasse durch den Simplon. Kürzlich veranstaltete der S. A. C. in Lausanne eine Versammlung, in der das Autostrassenproblem durch den Simplon, d. h. die Ausserbetriebsetzung des 1922 eröffneten Durchstiches für den Eisenbahnverkehr und dessen Umstellung auf den Automobildurchgang, behandelt wurde. Der Vorsitzende des Aktionskomitees für den Simplon-Autotunnel, Staatsrat Escher, hob die wirtschaftspolätische und touristische Bedeutung der Umlegung eines der beiden Simplontunnels in eine Autostrasse für den Kanton Wallis als lebenswichtigen Faktor hervor. Die Einwände, die man gegen das Projekt Perrin erhebe, ähneln der Kritik, die man vor dem Bau des Simplontunnels in der schweizerischen Oeffentlichkeit erhoben und die sich bei der Verwirklichung als durchaus überwindbar erwiesen haben. Skeptisch sprach sich, wie nicht anders zu erwarten war, ein Eisenbahnfachmann in der Person des Direktors der Visp-Zermatt-, Furka-Oberalp- und der Schöllenenbahn aus. Seiner Ansicht nach gehe es nicht an, zu diesem Zwecke einfach zwischen den beiden Tunnels Oeffnungen anzubringen. Besonders wurden von dieser Seite Bedenken finanzieller Natur aufgeworfen. Mit viel grösserem Recht lässt sich jedoch die Frage stellen, ob beim Bau der vielen, unser Land durchziehenden unrentablen Eisenbahnlinien nicht auch die finanziellen Fragen seinerzeit als Nebensächlichkeiten betrachtet worden sind? Selbstverständlich hat es keinen Wert, dass wir heute auf strassenbautechnischem Gebiet in den gleichen Fehler verfallen, sondern aus dem Vorgehen der Eisenbahngewaltigen des letzten und dieses Jahrhunderts unsere Lehren ziehen; doch dürfte immerhin an der Tatsache nichts zu rütteln sein, dass von allen zur Diskussion gestellten Tunnelprojekten der Simplon, allein von der finanziellen Seite betrachtet, wohl das billigste Versuchsbeispiel für unser Land ergeben würde. et Touriimus Der Auioverlad hat gegenwärtig an folgenden Stationen zu erfolgen: Albula: Bergün-Bevers; ArU berg: Langen-St. Anton; Gotthard: Göschenen-Airolo; Simplon: Brig-Domodossola; Lötschberg: Frutigen- Brig. Die Bewegung für Wanderwege im Vormarsch! Kürzlich hielt Herr Ess, der Sekretär der schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für Wanderwege ein orientierendes Referat in Weinfelden. Es wurde ein thurgauischer Arbeitsausschuss bestellt, der die Schaffung solcher Wanderwege im Gebiete dieses Kantons an Hand nehmen will. Im Kanton Zürich, wo die Bewegung ihren Ausgang nahm, kann sie schon auf eine Reihe praktischer Erfolge zurückblicken. Es sind dort bereits zahlreiche Wege für den Fusstouristen bereitgestellt und markiert worden. Für die notwendigen Vorarbeiten konnten erfreulicherweise einige Arbeitslose herangezogen und ihnen damit willkommener Verdienst zugewiesen werden. «!«•• ^V*i&»l»aincl' Rottschaft der Aero- A Amateure der Schweiz General- Servette 85 Eine kleine Erklärung? Aber sehr gerne! (Unsere Mitglieder möchten uns gleich entschuldigen, dass wir hier etwas berühren, was ihnen bereits bekannt ist; wir sind nämlich der Ansicht, dass diese Aufklärung nottut für alle jene, die den « Pou » und unsere Bewegung nicht oder schlecht kennen.) Sie sehen sich unser Klischee gut an, und dann versuchen Sie, sich den kleinen Apparat so vorzustellen: Der obere Flügel misst 6 Meter in der Länge und hat ca. 1,30 Meter Breite. Der untere Flügel gleicht dem oberen, hat aber nur 4 Meter Länge. Diese beiden Flügel sind gewinkelt, das heisst ihre äusseren Enden leicht erhöht. Daher scheinen sie etwas einwärts gekrümmt, wie Sie es auch auf dem Klischee sehen können. Gerade diese spezielle Flügelform und die entkeilte Anlage haben für die Maschine im Flug bewiesen, dass diese den Schraubensturz oder ein Rutschen nicht kennt. Wenn Sie auch nur wenig von den Luftdingen wissen, so wissen Sie doch sicher, dass diese beiden Punkte gerade die toten Punkte der Aviatik sind. Der Erfinder des «Pou > hat wunderbar verstanden, auf seinem « Pou du Ciel » das Fusskommando auszuschalten; der « Pou > wird ausschliesslich handgesteuert. Sicherheit, Einfachheit, Billigkeit sind, die drei Eigenschaften, die dem neuen Flugzeug zu soviel Begeisterung seitens der bekanntesten Fachleute verhalfen. Sie geben aber auch dem Liebhaber Möglichkeiten, die ihm gestern noch absolut fehlten, speziell wegen der Preisfrage. Herr Mignet Henri (der Erfinder und Konstrukteur) hat in seinem Buch gesagt: « Können Sie eine Kiste zunageln, so können Sie auch einen c Pou du Ciel > konstruieren. » Das ist sehr richtig; jeder seriöse Liebhaber kann ganz vertrauensvoll selbst bauen, sofern er sich genau an die Montage-Vorschriften hält. Viele aber glauben nur, eine Kiste nageln zu können, schlagen aber mit dem Hammer ständig auf ihre Finger. Solehe Leute müssen natürlich darauf verzichten, sich selbst einen « Pou » zu montieren, es sei denn, dass sie eine ganz seriöse Lehre durchmachen. Vergessen Sie nie, dass der Bau eines Flugzeuges, und wäre es auch nur ein € Pou », keinen Fehler, keine Nachlässigkeit duldet 90 Prozent aller verdriessliehen Ueberraschungen sind die Folge von falschen Neuerungen oder verirrten Aenderungen. Der < Pou > ist leicht zu steuern; auch das ist sehr richtig. Es bleibt aber immerhin Tatsache, dass auch das gelernt sein muss, denn so ohne wei- teres wird man nicht c Pou »-Pilot. — Nehmen wir ein ganz einfaches Beispiel, das Velo. Sperren Sie vielleicht Mund, Ohr und Nase auf, wenn ein Radfahrer an Ihnen vorbeifährt? 0 nein, so weit wohnt heute niemand mehr hinter dem Mond! Aber wenn Sie nun eine Person auf das Fahrrad setzen, dessen Gesäss noch nie mit einem Velosattel Kontakt bekommen hatte, was geschieht dann? Ja, ich glaube, Sie haben mich bestimmt verstanden! Sie werden ziemlich schnell allein Ihren « Pou » steuern können, aber Geduld müssen Sie haben, um eine kurze Zeit Lehrling zu sein, wenigstens einige Stunden; das glückliche Ergebnis wird sich bald zeigen. Seien Sie also geduldig und vorsichtig, dann verhüten Sie Scherben, die nicht einmal mit Bestimmtheit Glück bedeudeten, oder mehr noch, Sie verhüten einen Unfall, der weit ernstere Folgen hätte. Man hat mir gesagt, das « Pou » sei noch nicht ganz perfekt. Teilweise stimmt das. Aber wie der «Pou» heute besteht, fliegt er ganz korrekt und sicher. Denken Sie daran, dass der « Pou » erst seit einem Jahre existiert; das hindert nicht, dass in diesem einen Jahre schon mehr « Poux» erbaut wurden, als je seit Beginn der Aviatik überhaupt Liebhaber-Flugzeuge geschaffen wurden. Sie können Ihren « Pou » getrost nach den Angaben der RAAS bauen. Wenn man Ihnen nachträglich Kenntnis gibt von Verbesserungen oder Aenderungen, so können Sie diese ohne grosse Kosten anbringen. Wenn Sie sich vorgenommen haben, sich ein Auto oder Motorrad anzuschaffen, warten Sie da auch von Jahr zu Jahr, weil die Fabrik wahrscheinlich im nächsten Jahr den Bau der Maschinen vervollkommnet, den Motor verbessert oder die Karosserie verschönert? Wohin würde das Sie führen? Aber Sie haben in der Schweiz noch kein Recht zu fliegen! ... . Wahrhaftig! In Frankreich, Italien, England, Belgien, in Japan und anderswo noch hilft man dem Liebhaber, erleichtert ihm seine Aufgabe, denn dort versteht man den Wert und die Zukunft der Aviatik und schätzt sie richtig ein. Was geht denn bei uns vor, dass man uns nicht dasselbe Vortrauen entgegenbringt wie die Luftbehörden den Liebhabern unserer Nachbarländer. Käme das vielleicht daher, weil wir das Staatsbudget nicht belasten, keine staatlichen. Kompetenzen sind, dass wir nicht für voll gerechnet werden? Nicht doch, es ist etwas anderes, das ich aber verschweigen will; aber ich muss wiederholen, was ich hier schon einmal erwähnte: « Wir haben nicht nur das Recht, zu bewundern, was in den uns umgebenden Ländern getan wird, sondern wir haben auch die Aufgabe und Pflicht, die Aviatik in der Schweiz zu entwickeln und zu verbreiten.» Ich-gebe gerne zu, dass in der Schweiz glücklicherweise tatkräftige und tüchtige Clubs existieren, die seit Jahren eine aktive und wirksame Propaganda machen für die Entwicklung der Zivil-Aviatik, eine Propaganda, die sie auch in der Zukunft nicht vernachlässigen werden; die leitenden Köpfe haben sich tatsächlich auf der Höhe ihrer Aufgabe erwiesen. Wir täten Unrecht, wollten wir ein Gut für uns beanspruchen, das das ihrige ist; Wir haben dazu nicht einmal die Mittel und noch weniger die Fähigkeit. Was wir verlangen ist das, dass man uns bewilligt, uns Liebhabern mit der Geldbörse ä la Schmalhans, auch von dieser Aviatik zu kosten, die nun doch nicht mehr zum « reservierten Jagdrevier» einer bessergestellten Jugend gezählt werden darf. Unsere Maschinen sind ja nur « Pöux », aber seine unleugbaren Qualitäten genügen vollständig, um bei uns den sechsten Sinn, nämlich den « Luftsihn», zu entwickeln. Und dieser Sinn scheint bei uns, seltsam genug, verlassen, verkannt zu sein, während er in andern Ländern ein Hauptinteresse bildet, sobald man von einem gewissen « möglichen » Neuen spricht. Kaltblütigkeit, Sportlichkeit und den Geist der Disziplin besitzen wir in ebenso hohem Masse wie die Liebhaberfreunde unserer benachbarten Länder. Bis jetzt fliegen mehr als 200 Apparate, alle von Amateuren konstruiert, die zum grossen Teil nicht Piloten sind. Es war der General Denain, Luftfahrts-Minister von Frankreich, der anlässlic,h_ eines grossartigen Meetings der «Poux » bei Paris begeistert und überzeugt von den speziellen Eigenschaften, ausrief: «Und nun können die Verleumder nur noch schweigen. » G. Maye, Vizepräsident der RAAS. Technischer Dienst der RAAS (nur den Mitgliedern reserviert): Pläne, Konstruktionsrichtlinien, Motor- und Spezialmotorversuche, strenge Kontrolle aller « Poux », Pilotageversuche, Aenderungen. Zentralbureau der RAAS: Beitritte, Statuten, Auskünfte, Rapporte und Verbindung mit dem eidg. Flugamt und allen kompetenten Diensten, offizielles Organ, Schweizer Konstrukteure, der RAAS angegliedert, etc. NB. Ein « Pou » kommt in der Schweiz auf 600 bis 900 Franken, ohne Motor. Der Motor kostet ca- 800 bis 1200 Fr. Die komplette Maschine, fahrbereit, kostet somit 1400 bis 2500 Fr. (spezielles Steuertableau). Der jährliche Beitrag (RAAS) ist Fr. 15. — und berechtigt zum Gratisbezug der « Automobil-Revue », das offizielle Organ. Die Eintrittsgebühr von Fr. 5. wird bis auf weiteres noch nicht bezogen. Wir bitten, den Anfragen und Statutengesuchen 50 Rappen in Briefmarken beizulegen. Was wollen Sie, wir sind eben nur Amaeture; wir haben trotzdem Spesen, die wir decken müssen. Wir wollen beizeiten für das Budgetgleichgewicht Sorge tragen! CHAUFFEUR-VEREIN ZÜRICH Dezemberversammlung. Protokoll-Auszug. Nach dem wohlgelungenen Abschluss. der Jubiläumsfeier sei vorerst sämtlichen Festteilnehmern, Funktionären. Gönnern und nicht zuletzt auch unserem weiblichen Vereinsanhang, der mit seinen hübschen Handarbeiten den Gabentisch schmückte, sowie sämtlichen Vereinskommissionen, die sich um ein gutes Gelingen unseres Anlasses bemühten, der herzlichste Dank ausgesprochen. Die Versammlung dieses Monats, die noch ganz im Banne der vergangenen Unterhaltung zu stehen schien, wies einen geringen Besuch auf, was wohl dem rauhen Winterwetter («Kater» ausgeschlossen!) zuzuschreiben ist. Einleitend verdankte der Präsident nochmals die ihm zuteil gewordene Ehrung durch die Wahl zum Ehrenpräsidenten und gab seiner vollen Befriedigung Ausdruck über die gut ausgefallene Veranstaltung, eine Tatsache, die auch der Kassier in finanzieller Hinsicht mit Genugtuung feststellen konnte. Zu erwähnen ist, dass, um Schwierigkeiten entgegenzutreten, schon jetzt der Saal für die nächstjährige Abendunterhaltung am 7. November 1936 bestellt wurde. Ferner ist bekanntzugeben, dass die nächste Monateversammlune nicht am J0ieuzuxPd>uUset Das war ein Posteingangr Man hätte glauben können, die Weihnachtspost sei schon zum Rätselonkel gekommen. Täglich Dutzende von Einsendungen, welche richtige und falsche Lösungen zum Kreuzworträtsel aus Nr. 97 der A. R. vom 3. Dezember enthielt. Es freut uns, wenn wir mit diesen Aufgaben sovielen geschätzten Leserinnen und Lesern willkommenen Zeitvertreib und Kurzweil bieten können. Trotzdem scheint es schwer, allen das Richtige zu treffen. Einzelne fordern uns auf, die Rätsel komplizierter zu gestalten, andere wieder teilen uns mit, dass es sich dieses Mal um eine harte Knacknuss gehandelt habe. Dass es nicht zu leicht war, dürfte immerhin die recht ansehnliche Zahl von ungenauen Auflösungen dartun. Der Rätselonkel muss seinem « Mitarbeit er» Kreis übrigens wiederum einige gute Winke mi auf den Weg geben: Einmal möchte er dringend bitten, dass der Einsendetermin genau eingehalten wird. Als letzter Einsendetermin war deutlich der 12. Dezember vermerkt. Dennoch sind uns ein Waagrecht: 1. Pagode. 6. Boston. 11. Fuder. 12. Turin. 14. Ida. 15. Gitarre. 19. Ale. 20. Leer. 21. Iran. 22. Di. 24. Libanon. 27. Goa. 29. Saar. 31. Esa (Etappensanitätsanst.). 32. Teil. 33. Oder. 35. Reue. 37. Prado. Senkrecht: 1. Pud. 2. Adalia. 3. Ge. 4. OrgeL 5. Est. 6. Bor. 7. Stern. 8. Tu. 9. Orange. 10. Nu. 11. Finis. 13. Nepal. 16. Iri. 17. Aras. 18. Rio. 23. Laertes. 25. Bergamo. 26. Narenta. 28. Olifant. Korrekte Lösungen haben eingesandt: Therese von Arx, Bern; Max Bächtiger, Basel; Frau Lisbeth Bertschinger, Küsnacht; Rita Breitenstein, Binningen; Leon Boesinger, Neu-Allschwil, C. Burgener, Rorschach, Dr. med. Theo Z'Brun, Münster, Frau Dr. Davatz-Graf, Rebstein, Rob. Dätwyler, Zürich 3; Hermann Dettwiler, jun., Gelterkinden; Frau H. Doerks, Thun; H. Eberhard, Britternmatte; Erwin Eisler, Schaff hausen; Jos. Faccin, Zollikon; Ch. Gebhardt, Neu-Allschwil; Frau Gerber, Wallisellen; W. Gonzenbach, Zollikerberg; KarlJ3raf, Wettingen; H. Gross-Walleser, Kilchberg; Hans Grütter, Trimbach; M. Haller-Wintsch, Windisch; Frau A. Heusser, St. Gallen; B. Hornung, Zürich 6; Dr. H. Hiestand, Zürich 2; Walter Huber, Allschwil; O. Husistein, Morges; Clara Jenny-Gerber, Grünen; C. Kiener, Heimiswil, Dr. J. Jakl-Koch, Basel; Rud. Marti, Ölten; Alfred Marti, Bern; Hans Maurer, Davos; Kaspar Meier, Rothenburg; Guido Minnich, Zürich 8; R.Oppliger, Bern; G.Peter, Zürich; Dr. med. M. Pierroz, Muri; Dr. jur. Eugen Pfister; H.Roth- Meier. Frick; Hans Sesseli, Basel; Hans Sommer, Wagrecht: l, Tonstufe. 3. Vorwort. 8. Mädchenname. 9. Männername, 13. Präposition. 14. Siehe Anmerkung. 15. Italienisches Fürwort. 16. Abkürzung für: exempli causa. 18. Italienischer Artikel. 19. Edelmetall, fremdsprachig. 21. Exotisches Säugetier. 23. Ortschaft im Kanton Glarus, bekannt durch einen Bergsturz. 25. So viel wie unartig. 26. Beliebte Abkürzung für einen Gesellschaftsanzug. 28. Siehe! auf lateinisch. 29. Deutscher Staatsmann. 30. BerüHmter Maler. 32. Festsaal. 35. Alte Wurfwaffe. 36. Gewässer. 38. Flss in Afrika. 39. Abkürzung für Mister. 40. Wie Nr. 13, wagrecht. 41. Abkürzung für Baronet. 44. Italienische Tonstufe. 45. Siehe Anmerkuung. 47. Tierlaut. 49. Halskrankheit. - 51. Gesichtsfalte. 53, Chem. Zeichen für Tellur. 54. Persönliches Fürwort. Senkrecht: 1. Trojanischer Held. 2. Chem. Zeichen für Zinn. 3. Faultier. 4. Börsenausdruck. 5. Aegyptischer Sonnengott. 6. Chem. Zeichen für Aluminium. 1. Geographische Bezeichnung. 8. Jubelruf der Bacchantinnen. 9. Kleinstes Teilchen. 10. Artikel. 11. Zwei gleiche Konsonanten. 12. Englische Verneinung. 17. Siehe Anmerkung. 20. Siehe Anmerkung. 22. Chinesischer Name des Buddha. 1. Januar 1936 wie datiert, sondern erst am 8. Januar 1936 stattfindet, also am 2. Mittwoch des. Monats. Rückständige Beiträge. Dies ist ein Faktor, der dem Kassier vielfach Sorge bereitet, wenn er am Jahresende den Rechnungs-Abschluss erstellen muss, daran jedoch infolge rückständiger Beiträge gehindert wird. Es werden daher die Mitglieder freundlich gebeten, die Regulierung raschmöglichst vorzunehmen, sei es persönlich beim Kassier oder auf Postcheckkonto VIII 14 747. Briefkasten der Redaktion Stoss Zuschriften zu spät, d. h. mit dem Poststempel vom 13. und 14. Dezember zugegangen. Um bei möglicherweise richtigen Lösungen unter diesen Nachzüglern nicht etwa'doch noch weich zu werden, hat der Rätselonkel diese Eingänge samt und sonders dem Ofenfeuer übergeben und auf diese Weise wenigstens seine.Stube noch etwas wärmer geheizt. Im weiteren seien die Teilnehmer kommender Kreuzworträtsel angelegentlichst ersucht, die Lösungen auf ein separates Blatt Papier und zwar nicht in Form des Rätsels, sondern untereinander schön gruppiert nach waagrechten und senkrechten Wörtern aufzuschreiben. Die Kontrolle wird dadurch wesentlich erleichtert, denn die mit Tinte auf dem Zeitungspapier eingetragenen Wörter sind oftmals einfach unleserlich und der Einsender riskiert, dass solche Unterlagen dann letzten Endes auch in den unergründlichen Ofen wandern. Im ganzen sind nur 60 richtige Lösungen eingegangen. Die Zahl der Nieten war wesentlich grösser. Die Auflösung lautet: 38. Harfe. 30. Rodel. 39. Emma. 32. Teams. 40. Norm. 34. Dom. 41. Seal. 36. Uhr. 43. Met. 41. SoreL 45. Seni. 42. Athene. 48. Ost. 44. Erde. 49. Diorama. 46. Eisern. 53. Ito. 47. Jochen. 54. Heer. 49. Degen. 55. Ares. SO. Ire. 56. Ehe. 51. Mai. 58. Genesis. 52. Arsen. 61. Ete. S7. Hei. 63. Lende. 59. Nun. 63. Ehren. 60. Sek. 67. Leinen. 62. Tee. 68. Kanone. 64. Di. 66. Ho. Zürich; Käthi Spieler, Luzern; O. Spiess, Zürich; Paul Stuhlträger, Bern; Hedi Schaerer, Langnau i/E.; Dr. med. H. E. Schmid, Frauenfeld; Major Ed. Schmid, Balgach, Dorette Trachsel, Huttwil; W. Trautmann Baisthal; Gritta Tschudi, Siebnen; Trudy Weibel, Bümpliz; Frl. Wildbolz, Bern; Rudolf Wyss, Schaffhausen; Frl. E. Winteler, Glarus; Rene Wirz, Solothurn; Irma Vinzens, St. Moritz, Hans Zaugg, Biel, Friedr. Zieb-Netzer, Zürich; E. Zbinden, Zürich 8; Frau M. Zimmerli, Bern. Als Preisgewinner gingen aus der Verlosung hervor: Herr Dr. H. Hiestand, Zürich; Frl. Dorette Trachsel, Huttwil und Frl. E. Winteler, Glarus, welche vom Onkel noch ein besonderes Schreiben erhalten werden. Die nächste Aufgabe 'st zur Abwechslung wiederum ein Kreuzwort, das wir nachstehend folgen lassen. Hoffentlich machen wiederum recht viele mit. Je grösser die Beteiligung, um so grösser der Spass. Letzter Einsendetermin ist der 26. Dezember. Und nun frisch ans Werk! 24. Innige Zuneigung. 27. Gebäck. 28. Griechischer Buchstabe. 30. Drama von Goethe. 31. Chem. Zeichen für Chrom. 33. Französischer unbesti'tvmtor Artikel. 34. Stadt in Nordfrankreich. , 36. Waschmittel. 37. Zuchttier. ' < 40. Mädchenname. 42. Naturerscheinung. 44. Hinweisendes Fürwort. 45. Wie Nr. 3, senkrecht. 46. Französische Präposition. 48. Wie Nr. 6, senkrecht. 50. Chem. Zeichen für Germanium. 52t Abkürzung für « zum Exempel ». Anmerkung: Nr. 14 und 45, wagrecht ergeben je einen Schweizer Philosophen und -Musiker und Nr. 17 und 20, senkrecht ergeben je einen Schweizer Dichter und Maler. (Bei Nr. 17 sind dje Initialen des Vornamens auch angegeben.) Anhängliche Clubmitglieder. Wir haben aus Kreisen von T.C.S.-Sektionen, die bisher das Blatt als ihr Korrespondenzorgan benutzten, eine Reihe von Zuschriften erhalten, die uns der Sympathie und Treue auch in den kommenden Jahren versichern. Wir danken für diese wertvollen Aeusserungen, eehen uns aber ausserstande, sie ausnahmslos an dieser Stelle zu veröffentlichen. Wir greifen wahllos aus den Zuschriften eine, diejenige von Herrn Dr. med. K. in H. heraus, um die Auffassung dieser Kreise zu illustrieren: « Seit vielen Jahren sind wir Leser der «Automobil-Revue» und diese prachtvoll redigierte Zeitung ist uns lieb ,ge~ worden. Schon durch die Tatsache, daäs die «Automobil-Revue» mehrmals wöchentlich, bei bestimmten Anlässen sogar täglich erscheint, ist sie allein imstande, die Aktualität dem Leser zu vermitteln ». Schluss des redaktionellen Teils. Zwei Ford V-8 für das Holländische Rote Kreuz in Abessinien. Antwerpen: Zwei Ford V-8-Lastwagen des holländischen Roten Kreuzes wurden an Bord der M/S «Kota Radja > nach Abessinien verschifft