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E_1935_Zeitung_Nr.103

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AUTOMOBIL-REVUE FBEITAG,

AUTOMOBIL-REVUE FBEITAG, 27. DEZEMBER 193S — N° 103 Mit den Unterlagen zur Spesenreduktion ist der Aufgabenkreis des Schweiz. Automobil-Kalenders indessen noch lange nicht erschöpft; er dient ausserdem als AuskunftsmitteJ in allen betriebswirtschaftlichen Fragen, enthält alle auf den Fahrbetrieb .?j Bezug habenden Tabellen und gesetzlichen Vor« * Schriften. Die Gesamtheit seines Inhaltes verkörpert ; die Wünsche der Fahrer, wie sie sich im Laufe der Jahre geltend machten. Die Betriebskosten, die wichtigste Seite des Automobilwesens, in wirtschaftlichen Grenzen zu halten, ist das instinktive Bestreben jedes Automobilbesitzers. Bei den heutigen fiskalischen Belastungen ist dies für viele Fahrer zur Lebensfrage geworden. Dieses Ziel kann auf 2 Parallelstrassen erreicht werden: In der Abdrosselung zu hoher Ausgabenkategorien und in einer sachgemässen Behandlung und Wartung des Wagens. Der Wichtigkeit der Materie entsprechend, ist diesen beiden Gegenständen in unserem Kalender für die administrativen und technischen Recherchen des Automobilbetriebes eine Vorzugsstellung eingeräumt worden. Eine alle Einzelheiten erfassende Automobil-Buchführung und eine prägnante, die neuesten konstruktiven Verbesserungen berücksichtigende Technika haben im Laufe der letzten Jahre Tausende von Automobilisten von der Nützlichkeit unseres Notiz- und Nachschlagewerkes überzeugt. Das immer stärker auftretende Bedürfnis unserer ordnungsliebenden schweizerischen Fahrer nach einem betriebswirtschaftlichen Mentor gestattet dem Verlag trotz den ständigen Ausbau- und Erweiterungskosten eine für die Bezüger ausserordentlich günstige Preispolitik. Rationalisierungsbestrebungen des Verlages entspringt auch die Kombination des Kalenders mit einem Besitzerverzeichnis. In der Liste der Personenwagenbesitzer der Schweiz die mit dem Automobil-Kalender kombiniert ist, wird den Fahrern ein praktisches Mittel zur Feststellung jedes Wageneigentümers in die Hände gegeben, dessen Nutzen während dem ganzen Jahr nicht minder hoch anzuschlagen ist als der des technisch-administrativen Teiles des Werkes. Ein komplettes Verzeichnis der schweizerischen Automobilbesitzer würde, wenn anderswo überhaupt vollständig mit allen Zugängen und Mutationen erhältlich, mehrere hundert Franken kosten, im Preis des Automobil- Kalenders von Ftf« 7.SO ist es inbegriffen! Ausgabe 1936 soeben erschienen! BÜCHERZETTEL Senden Sie sofort per Nachnahme 5 Rp. Porto als Drucksache. — EX. Automobil-Kalender 1936 mit Verzeichnis d. Personenwagenbesitzer Name: Adresse: Ort etc.: Die Lieferung erfolgt in der Reihenfolge des Bestelleinganges per Nachnahme. Das Bach ist aber auch bm sämtlichen Club-Bureaux und Buchhändlern erhaltlich, es kann ferner bei unsern Geschäftsstellen abgeholt werden. Verlag Automobil-Revue Zürich Löwenstrasse 51 Breitenrainstrasse 97 Genf 7, Rue de la Confederation

N° 103 — FREITAG, 27. DEZEMBER 1935. .. AUTOMOBIL-REVUE 15 Schweizerische Rundschau Neue Wege in der Motorfahrzeugbesteuerung? Auf dem Tische des Nationalrates liegt ein Postulat Walter (Ölten), das den Bundesrat beauftragt zu prüfen, «ob nicht im Interesse der Erhaltung der Automobilindustrie, der Beschäftigung in allen Zweigen dieser Industrie, wie Fabrik, Reparaturwerkstätte und Garage, und der fiskalischen Einnahmen aus dem Automobilverkehr eine grundsätzliche Neuregelung der Gesamtbesteuerung des Automobils einzuführen sei. Diese Neuordnung sollte gemäss dem Beispiel anderer Reiseländer in dem Sinne erfolgen, dass die kantonalen Motorfahrzeugsteuern abgelöst, dafür der Benzinzoll erhöht j und den Kantonen die Ausfälle an Steuern aus dem erhöhten Benzinzoll vergütet werden.» Angesichts der veralteten und in technischer wie auch wirtschaftlicher Hinsicht durchaus unzweckmässigen, ja willkürlichen Steuerveranlagung, wie sie in allen schweizerischen Kantonen heute noch Geltung hat, ist es sehr zu begrüssen, dass auch bei diesem Thema einmal von parlamentarischer Seite angesetzt wird. Vor zwei Jahren, als in Frankreich auf 1. Februar 1934 die reine Betriebsstoffsteuer mit einer Erhöhung des Benzinpreises um 50 französische Cts. pro Liter eingeführt wurde, da regten wir schon das Studium der Frage und die Anwendung des Prinzips auf schweizerische Verhältnisse an. Seither sind verschiedene Eingaben von Verkehrsorganisationen bei kantonalen Regierungen eingegangen, die sich in diesem Sinne äussern und die Wünschbarkeit einer Steuerrevision darlegen. Nachdem nun der Bund den motorischen Betriebsstoff fiskalisch immer stärker zu belasten sucht, anderseits aber die kantonalen Abgaben in altüberlieferter Weise erhoben werden, macht sich die Notwendigkeit einer grundlegenden Neugestaltung um so stärker fühlbar. Wohl sind verschiedene, zum Teil durchaus ernstzunehmende Argumente gegen eine ausschliessliche Verbrauchssteuer ins Feld geführt worden, und im Rahmen unseres Staatsgefüges wird es noch allerhand Hindernisse zu überwinden geben, bis ein allen Kantonen genehmer Verteilungsschlüssel ei- 'lier eidgenössisch erhobenen Steuer gefunden wäre. Allein das Ausland hat, soweit dies bekannt ist, mit der neuen Besteuerungsart recht gute Erfahrungen gemacht, und es sollte, bei allem Respekt für die kantonalen Finanzhoheiten, möglich sein, einen Modus zu finden, der den mehrheitlichen Bedürfnissen sowohl des Fiskus als der Motorfahrzeughalter entsprechen kann. Wir werden auf den ganzen Fragenkomplex und vorab auch auf die Vorzüge des j Systems in einer nächsten Ausgabe zurück- ( kommen. Für heute möchten wir nur unsere j Befriedigung darüber äussern, dass unsere seinerzeitige Anregung auf guten Boden gefallen ist und sich auch im Parlamente Männer finden, die auf dem eher stiefmütterlich behandelten Gebiet des Strassenverkehrswesens neue Wege einzuschlagen gewillt sind. Btidierfisdi Er weiss alles — der soeben im Hallwag- ; Verlag erschienene neue Automobilkalender nämlich. Manche Motorfahrzeugführer und auch -führerinnen kennen von ihrem anspruchslosen Gefährt vielfach nur das Aeussere. Wehrt sich der Wagen aber einmal gegen unsachgemässe Behandlung und rührt sich gleich einem störrischen Maulesel nicht vom Flecke, so erhält er oft genug Kosenamen angehängt, din man in Brehms Tierleben fände. Doch auch dem Fahrer, der sich darüber klar ist, welch technisches Wunderwerk die Motorhaube birgt und der also in der Zunft der Automobilisten eine Stufe höher steht, kann seine Maschine mitunter einen Streich spielen. Deshalb sollte jeder Automobilist zumindest die hauptsächlichsten Funktionen seines Fahrzeuges kennen, \for allem aber wissen, wie Pannen nicht nur methodisch festzustellen, sondern auch zu beheben sind. Dies alles weiss der Autokalender; und wichtiger noch, er bringt das Kunststück fertig, selbst einem Laien di« technischen Problem« auf kleinstem Kaum geniessbar zu gestalten. Allzuoft werden dem Fahrzeuglenker die unzähligen gesetzlichen und administrativen Verkehrsvorschriften erst dann geläufig, wenn in stockfinsterer Nacht amtliche Organe auf offener Strasse die Beleuchtungsanlage seines Wagens auf Herz und Nieren kontrollieren oder zur Abwechslung eine Polizeibusse wegen zu «langsamen» Fahrens auf den" Tisch fliegt. Auch da hilft dieses, von Jahr zu Jahr in verbesserter Auflage erscheinende Vademekum des Automobilisten, indem es~ die im Jahre 1935 erlassenen gesetzlichen Verfügungen wiedergibt. Sogar wirtschaftliche, fiskalische, sportliche und militärische Fragen sind auf wenigen Seiten derart fachmännisch bearbeitet, dass die Aneignung dieser Spezialkenntnisse zum Vergnügen wird. Was den neuen Kalender, ähnlich seiner 19 Vorgänger, aber besonders zu einem in jeden Wagen gehörenden Alleswisser stempelt, sind die auf beinahe 1300 Seiten nach den Angaben der kantonalen Automobilbüros zusammengestellten Automobilisten-Adressen. So wird dieser bekannte Führer durch die schweizerische Automobilistengild.e nicht nur für die gesamte Motorfahrzeugwirtschaft zu einem unentbehrlichen Nachschlagewerk, sondern er dient in viel grösserem Masse jedem einzelnen Fahrer als SchlüBsfll psu den hinter den anonymen PolizßinummeFü sich vepbergenden Beherrscher dej* iia?ldsträsse. Trotz Kalendarium, p len für den Tagesgebraüoji) unzählig Ratschlägen für den Fahrer* hat auch die neue Ausgabe an Handlichkeit nichts eingebüsst. Zweifellos gehört diesem, zum bescheidenen Preis von Fr. 7.50 ip Verkauf gebrachte Werklein, zum unentbehrlichen Eüstzeug aller Automobilsten und Automobilistinnen. a T. C. S. Autosektion St. Gallen-Appenzell Der in diesem Jahr zum letztenmal zusammengetretene Arbeitsausschuss nahm davon Notiz, dass auf Grund, eines Abkommens mit der Automobil- Revue denjenigen Mitgliedern; welche das Blatt weiterhin zu erhalten wünschen, dasselbe zu einem Vorzugspreis abgegeben wird. Zu einer derartigen Vereinbarung sahen wir uns gezwungen, da uns * verschiedene Mitglieder wiesen Hessen, dass sie auf