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E_1935_Zeitung_Nr.103

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[?, AUTOMOBIL-REVUE FBEIT^G 27. DEZEMBER 1935 — N° 103 Merkmale anordnen, wie man will, stets üfoerkreuzen sich die Linien verschiedener praktischer Lösungen. Das zeigt, wie erstaunlich frei wir heute in dem breiten Gebiet der Wechselwirkung zwischen Motor und Kraftstoff geworden sind. Was folgt nun praktisch daraus? Es sollte in der heutigen Zeit der Ingenieur nicht mehr für sich einen Motor konstruieren und die zugehörigen Kraftstoffwerte in «Normen» festlegen. Umgekehrt soll natürlich auch nicht der Chemiker allein einen Kraftstoff entwickeln und vom Motorenbauer den zugehörigen Motor verlangen. Es gehören ja ausserdem noch zwei weitere, ganz wichtige Gesichtspunkte hinein, die Beschaffbarkeit des Kraftstoffes und der etwa zusätzliche Kostenaufwand für Motor und für Kraftstoff. Es müssen deshalb offensichtlich Ingenieur, Chemiker, Wirtschaftler und Staatsmann zusammenarbeiten, um die auf dem Gebiete der motorischen Verbrennung und Kraftstoffe neu erschlossenen Möglichkeiten für die Allgemeinheit zu entwickeln. Schweizerische Randschau Verlängerte Zulassung der Anhanger an Personen- und leichte Lastwagen. Vom 20. Dezember liegt folgender Bundesratsbeschluss über die Erstreckung der in Art. 82, Abs. 5, der Vollziehungsverordnung zum Bundesgesetz vom 15. März 1932 über den Motorfahrzeug- und Fahrradverkehr enthaltenen Uebergangsfrist vor : < Der schweizerische Bundesrat beschliesst: Art. 1. — Vor dem 1. Januar 1933 zum Verkehr schon zugelassene Anhänger zum Warentransport ah Personenwagen und an leichten Lastwagen dürfen noch bis 1. Januar 1938 verwendet werden. Während der Uebergangszeit gelten für sie die Art. 17, Abs. 4, und 44, Abs. 1. lit. d, der Vollziehungsverordnung zum Bundesgesetz vom 15. März 1932 über den Motorfahrzeug- und Fahrradverkehr. Art. 2. — Die Kantone haben die für die Durchführung dieses Beschlusses notwendigen Massnahmen zu treffen. Dazu teilt das eidg. Justiz- und Polizeidepartement ergänzend in einem Kreisschreiben an die Kantone mit: Nach diesem Beschluss wird die am 31. Dezember 1935 ablaufende Uebergangsfrist für schon im Verkehr stehende Anhänger zum Warentransport an Personenwagen und an leichten Lastwagen bis zum 1. Januar 1938 erstreckt. Der Bundesrat hat in seiner Sitzung vom 20. Dezember 1935 ausserdem noch folgenden Beschluss gefasst: « Im gegenwärtigen Zeitpunkt lehnt es der Bundesrat ab, neue Anhänger zum Warentransport an Personenwagen und an leichten Lastwagen zum Verkehr zuzulassen. Wenn einmal die Revision der Vollziehungsverordnung zum eidgenössischen Automobilgesetz an die Hand genommen werden muss, kann diese Frage neuerdings geprüft werden. » Abschliessend ist noch zu bemerken, dass in dieser Angelegenheit eine Eingabe des Verbandes schweizerischer Motorlastwagenbesitzer an den Bundesrat erfolgte. In dieser wurde die generelle Bewilligung für solche Anhänger in Vorschlag gebracht. Da aber eine solche die Aenderung der Vollziehungsverordnung zur Folge hätte, war wenig Aussicht auf Berücksichtigung durch den Bundesrat, der gegenwärtig andere Sorgen hat, als die Revision des Motorfahrzeuggesetzes anhand zu nehmen, die allerdings in einigen Punkten nicht nur notwendig, sondern bereits überflüssig wäre. So kam es zu einer Mittellösung, die im Rahmen der bestehenden Vorschriften einzig möglich war, nämlich die Verlängerung der Zulassung der bereits im Verkehr befindlichen Anhänger. Es sei bei dieser Gelegenheit ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, dass durch diesen Beschluss die Anhänger an Personenwagen zur Beförderung des Reisegepäckes, in keiner Weise berührt werden, indem deren Verwendung nach wie vor unbefristet genehmigt ist. Freizügigkeit für englische Motorfahrzeuge und ihre Führer in der Schweiz. Die Schweiz verzichtet ab 1. Januar 1936 auf die internationalen Ausweise für die in Grossbritannien und Nordirland, sowie im Freistaat Irland immatrikulierten Motorfahrzeuge und deren Führer. Hierüber teilt uns das eidg. Justiz- und Polizeidepartement den Kantonen in einem Kreisschreiben folgendes mit: «Der Bundesrat hat, gestützt auf Art. 16 des eidgenössischen Automobilgesetzes, folgenden Be- 2, neu Kdt. Fest. Art. Abt. 3. Zu Majoren die Hauptleute: Motorwaffentruppe. schluss gefasst: 96 Mühlemann Walter. Bern. z. D., neu Kdt Mot 1. Vom 1. Januar 1936 an wird den Führern Lastw. Abt. 4. von in Grossbritannien und Nordirland immatrikulierten Motorfahrzeugen zum Personentransport 98 Krähenbühl Rudolf, Thun, Kdt. ad int. Seh. Artillerie. gegenüber für unbefristete Dauer auf die Vorweisung der im internationalen Abkommen vom Abt. 4. Mot. Kan. Abt. 4, neu Kdt. Seh. Mot. Kan. 24. April 1926 über Kraftfahrzeugverkehr vorgesehenen internationalen Zulassungs- und Führer- 99 Karnbaeh Hugo, Zürich, Fl. Abt. 5 Adi., neu Fliegertruppe. scheine verzichtet. Der Verzicht gilt aber nur unter der Bedingung, dass diese Führer ihren natio- Kdt. Fl.Abt. 5. nalen Führerausweis (Driving Licence) und den nationalen Fahrzeugausweis Registration Book) oder an dessen Stelle den nationalen Steuerausweis (Licence for a mechanically propelled vehicle) besitzen, und dass die Fahrzeuge mit den nationalen Polizeischildern sowie dem Unterscheidungszeichen im Sinne von Art. 5 des erwähnten Abkommens versehen sind. 2. Dasselbe gilt gegenüber den Führern von im Freistaat Irland immatrikulierten Motorfahrzeugen zum Personentransport. Sowohl in Grossbritannien wie auch im Freistaat Irland wird der Führerausweis für gewisse Kategorien von Motorfahrzeugen schon an Personen abgegeben, die das 18. Altersjahr noch nicht erreicht haben. Art. 6, Abs. 3. des internationalen Abkommens vom 24. April 1926 über Kraftfahrzeugverkehr bestimmt, dass Personen unter 18 Jahren als Führer im internationalen Motorfahrzeugverkehr nicht zugelassen sind. Da dieses Abkommen trotz des Verzichts auf die internationalen Ausweise auch gegenüber Führern von Motorfahrzeugführern anwendbar ist, die in Grossbritannien und Nordirland oder im Freistaat Irland immatrikuliert sind, dürfen britische oder irische Führer unter 18 Jahren in der Schweiz kein Motorfahrzeug führen. fflKl.it.is» sdhes Militärische Mutationen. A Stabsofiiziere. I. Entlassungen vom Kommando unter Verdankung der geleisteten Dienste. 1. Motorwagentruppe. Oberstleutnant: 79 Gyr Karl, Zug, Sektion M.W.D., neu z. D. 89 Roth Hans, Bern, Kdt A. Mot. Fahrz. Pk. 3, neu z. D. 2. Artillerie. Oberstleutnant: 87 Neuhaus Hermann, Thun, Kdt. Seh. Art R. 3, neu z. D. 89 Luchsinger Jakob, Solothurn, Kdt. Mot. Art.R. 6, neu z. D. II. Beförderungen Artillerie. Zu Obersten die Oberstleutnants: 87 Gubler Fritz, Airolo, Kdt. Mot. Art. R. 7. neu z. D. 87 Santschi Ernst, Kreuzungen, Kdt. Ballon-Abt., neu z. D. 89 Schälchlin Hans, Küsnacht (Zürich), Kdt. Mot. Art.R. 8, neu z. D. Zu Oberstleutnants die Majore: 94 Bodmer Hans. Feldmeilen, Kdt. Mot. Art Mit. Rückwärtiger Dienst. Motorwagentruppe. 85 Hanprartner Jakob, Oberuzwil, Kdt. ad int. Schatz. PL 11, neu Kdt Schatz. PL 11. III. Neueinteilungen ohne Beförderungen. Generalstab. Oberstleutnant 92 Meili Armin, Luzern, Gst, neu Kdt. Mot. Art. R. 7. Motorwagentruppe. Oberstleutnant 87 Endtner Robert. Bern, Stab 3. Div. Chef M. W.D., neu Sektion M.W.D. Major 90 Bosshard Jakob, Riehen, Kdt. Schatz. Pl. 7, neu Kdt A. Mot. Fahrz. Pk. 3. 94 Schmid Max, Riehen, Kdt. Mot Lastw. Abt. 4, neu Stab 3 Div. Chef M.W.D. Artillerie. Oberstleutnant: 90 Schmidt Alois, Vaux s. 11., Kdt Seh. Art. R. 2, neu Kdt. Ballon-Abt 91 Imobersteg, Samuel, Frauenfeld, Stab 3. A.-K. zuget, Art.-Of., neu Kdt. Mot. Art. R. 6. 91 Maurer Walter, Cadempino, Kdt Fest. Art. Abt. 3, neu Kdt. Mot. Art. R. 8. 91 Nicola Walter, Thun, Stab Art. Br. 2 Chef Art. N.D., neu Kdt. Seh. Art. R. 3. 92 Holliger Hans, Romanshorn, z. D., neu Kdt Seh. Art R. 2. Major: 97 Brändli Johann. Zürich, Stab Mot Art. R. 8 zuget. Stabfiof., neu Kdt. Mot. Art Abt 12. 98 Bücher Kurt, Luzern, Stab Seh. Art. R. 2 zuget Stabsof., neu Kdt. F. Art Abt. 13. Fliegertruppe. Major 93 Stamm Hans, Dübendorf, Kdt. Fl. Pk. Kp., nett Pilotenkorps. 95 Borel Charles, La Chaux-de-Fonds. Cdt. gr. d'av. 3, neu Corps des pilotes. 95 Wuhrmann Karl, Dübendorf, z. D.. neu Pilotenkorps. 95 Burkhard Walter. Dübendorf, Kdt. Fl.-Abt 5, neu Kdt FL Pk. Kp. 96 Asper Ernst, Zürich, Pilotenkorps, neu Kdt Fl.-Abt 3. Autokuvse Winteralpenposten. Die diesjährigen vorzüglichen Schneeverhältnisse haben bereits in der 1. Betriebswoche vom 16.—22. Dezember 1935 den Winteralpenposten im Vergleich zum Vorjahr eine Mehrfrequenz von 1072 Passagieren gebracht. Insgesamt wurden auf den 15 geführten Kurslinien 10 321 Personen befördert gegen 9349 in der vorjährigen Parallelperiode. Zu diesen Linien kommen noch die 395 transportierten Personen auf den neu eröffneten Kursstrecken Stalden-Saas Baien, Zernez- Ofenberg-Münster, Schuls-Fetan und Schuls-Tarasp. Die grösste Frequenzvermehrung verzeichnet die Linie Nesslau-Buchs mit +667. Aber auch der bis Bivio geführte Kurs über Chur-Lenzerheide-Julier- St. Moritz darf sich mit einer Vermehrung von 376 Passagieren wohl sehen lassen. Stärkere Abnahmen haben aufzuweisen: Die Kurslinie St Moritz- Maloja-Castasegna mit —327 und Bern-Gurnigel- Selibühl mit —298. Autobusbetrieb der Stadt Winterthur. Im Monat November 1935 wurden auf der 2,25 km langen Betriebsstrecke 42 483 gegenüber 40183 Personen in der entsprechenden Vorjahresperiode befördert. Die daraus vereinnahmten Beträge belaufen sich auf Fr. 7106.— (6830.—), Gesamthaft sind in den ersten 11 Monaten des laufenden Jahres 443 824 (455 045) Passagiere transportiert worden, was einer Gesamteinnahme von Fr. 75 804.— (77 579.—) entspricht. Für die ersten 11 Monate der laufenden Rechnungsperiode stellen sich die gesamten Betriebseinnahmen auf Fr. 77 650.— (77 579.—), denen Betriebsausgaben in der Höhe von Fr. 70450.— (75 579.—) gegenüberstehen. Caro Autoteuhter-Decice MWMUehmltMetorhoubanaadia) Trofz der Ratte kann Ml hn ttundanlena «aha» lauen und dlaWauartamparatur wahrend de» Fahren» ganovi*» autaran, dank der MULLER & MARTI * BERN •Uta, varhnaM »a «una» «n« «raba «ata* Anaaaa »rar Wofleatype} WIRZKIPPER 100% Schweizerarbeit Gewähr für grOsste Zuverlässigkeit und Leistung • Für jeden Wagen, neu oder gebraucht E. 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N° 103 — FREITAG, 27. DEZEMBER 1935. AUTOMOBIL-REVUE F E U I L L E T O N Blumenhölle am Jacinto. Fortsetzung von Seite 2. Strecken fetter Erde, Grastuften und kleine, schillernde Tümpel sind zwischen den Bäumen eingestreut. Es sind uralte Baumriesen, schwindelnd hoch, kerzengerade und von mächtigen Laubkronen überdacht. Daneben schräge Stämme, von denen Aeste auslaufen, gleich gekrümmten Fingern, woran büschelweise glänzende Lanzettblätter sitzen. Bäume, vom Blitze getroffen, vom Sturme geknickt und vom Alter angegriffen. Stümpfe und aufrechte Reste zersplitterter Riesen; Andere liegen in wirren Haufen übereinander. Alle diese Bäume, die Krüppel und Baumleichen, sind durch ein hellgrünes, kreuz und quer, hoch und niedrig verzweigtes Gewirr von Lianen verbunden. An dem grauen und schwarzen Holz, dort, wo es aus dem Mantel von Schlingpflanzen hervortritt, aus den Löchern der Stämme selbst und in dem Lianennetz, tief unten am Boden und schwindelnd hoch, überall wachsen Orchideen. Unzählige, in allen Farben, sämtliche Formen; die die glühende Phantasie sich ausdenken kann. Die Sonne, deren Blitze in strahlenden Bündeln herabsinken, verleiht diesem gigantischen Orchideenpark ein märchenhaftes, weichschimmerndes Gepräge. Und der Duft der Blüten ist wahrhaft berauschend! Henderson brüllt -vor Entzücken, und dann rennen wir gleich Kindern von Baum zu Baum, Liane zu Liane, um die Blumen zu betasten, an ihnen zu riechen und sie mit den Augen zu verschlingen. Bald merken wir, dass wir durch diese Raserei unsere Kräfte vollkommen vergeuden, der Duft macht uns wie betrunken, und schliesslich ist es auch zwecklos, zu eilen. Denn überall, wohin wir blicken, sind Orchideen, und nichts hindert uns, sie in aller Ruhe zu betrachten. Die Pfeifen anzündend, um unsere Nerven zu beruhigen, schreiten wir langsam weiter. Das Genick tut mir schon weh von all dem Kopf wenden und Nachobenschauen! Ich muss immer wieder staunen, dass es so etwas gibt. Hier steht ein Baum, von Lianen umsponnen, und Hunderte purpurne Orchideen fliessen förmlich in leuchtenden Kaskaden daran herab. Daneben ein zweiter, von ; goldgelben Orchideen..hewachserh Ein dritter der wie eine Flamme lodert, so dicht kleben die zinnoberroten Blüten an ihm. Dann andere, an denen violette Orchideen schmarot- aufkommt, nur ein Lufthauch, der von dort siert, wenn nachts ein ganz klein wenig Wind zen; dort sind grüne, da hinten weisse, rosige, gescheckte und getüpfelte. Alle in Fa-; Er. nickt: «Schätze, dass wir dann wie aus zu uns herweht?» miliengruppen beisammen! Zwischen diesen Ratten im Raum eines desinfizierten Schiffes, verrecken!» Lachend endet er: «Wann verzauberten Bäumen ranken die eleganten Schwibbogen der Lianen, und auch hier leuchten, flimmern, brennen und duften Orchi- alle sieben Tage einmal. Und verrückt müss- gibt's denn aber Wind im Sertao? Schätze, deen! ten wir sein, unser Lager weiter entfernt aufzuschlagen. Irgend etwas käme dazwischen, Die Stimme des Amerikaners klingt salbungsvoll, wie er leise sagt: «Das ist eine Indianer, 'n Sturm oder sonstige Teufeleien, Bonanza, kalkuliere ich, eine richtige echte die das Sertao ausheckt. Und nie wieder würden wir die Blumenbonanza finden! — Auf Bonanza!» Verblüfft blicke ich ihn ah, und nun schreit nun! und die roten Kerle sollen mit und die er erklärend: «Wo Gold und Silber in hellen Kisten gleich mitschleppen!» Haufen am Sonnenlicht gefunden werden, da Zu viert stapfen wir zurück. Aber sowie nennt man das 'ne Bonanza. Und habe die die Indianer die feenhafte Blumenpracht sehen und der schwere Duft uns betäubend um- Meinung, dass es auch 'ne Diamantenbonanza gibt. Und dies hier, Boy, das ist unsere Orchideenbonanza! Habe davon gehört, die Kol- sind ihre Schritte, und Uno sagt: «0 Senhor, wogt, werden ihre Augen ängstlich. Zögernd legen erzählten manchmal bei 'nem Glase hier wohnen böse Geister. Wenn man hier Brandy darüber. Glaubte es nicht, beim Donner, nein! glaubte kein Jota. Aber hier, was Rollend lacht der Amerikaner» Ich spähe schläft, so wacht man nicht mehr auf!» ist das, he?» er rüttelt mich am Arme, und umher, denn irgend etwas in diesem Paradiese ist nicht vollendet. Etwas fehlt! Aut ich flüstere: «'ne Bonanza!» Energisch nickt er, und weiter gehen wir einmal weiss ich's. durch das Blumenparadies. Ein Zischen aus dem Riesenkelche einer schneeweissen Blüte Kein Vogel, kein Schmetterling und Kolibri belebt diese Farbenpracht. Nur Bäume mit reglosem Laub, Lianen und Blumen, alles unbeweglich wie mit grellen Farben auf eine hellblaue Kulisse gekleckst. «Henderson, wir müssen eilen, mir ist schreckt mich auf, ich mache einen Satz rückwärts und erinnere mich, dass kein Eden ohne Schlange ist. Die wunderhübsch gefärbte Korallenotter ringelt den Leib aus dem Blumenbett, und ein Hieb mit dem Machete schneidet sie in zwei Teile. Schlange und Blütenkelch! «Da, die kennt noch kein Teufel!» heult Henderson und reisst einige grün und weissgestreifte, pantoffelähnliche Orchideen aus einer grossen Familie der gleichen Art heraus. Sofort erwacht der Botaniker in ihm, er kniet nieder, zerlegt seine Beute kunstgerecht in ihre Einzelteile und murmelt lateinische Namen. Nach einer Stunde aufgeregten Suchens haben wir unter den Dutzenden anderer vier Arten entdeckt, die Henderson als seltenes und unbekanntes Blut bezeichnet. Nun gehen wir zurück an den Lagerplatz* denn der Blumenduft machte uns krank. Nur mit Mühe kann ich noch gehen, mir ist, als ob ich nach durchzechter Nacht einen ausserordentlichen Kater habe. Hendersons Gesicht ist ganz grün. Lange Zeit liegen wir in den Hängematten und trinken starken Tee. Ich deute auf den: in Sichtweite schimmernden Orchideenpark: «Idioten sind wir dochTWeissf du, was' päs-" Ski-Halter „MEWO" Fr. 45- Schnellste Montage,, ohne BeschXdlgung des Daches. 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Die Hemdbrust voll Blumen, dicke Blütenbündel in den Händen, wanken Jwir dem Lagerplatz zu, wo Uno und Dos sitzen. Schnell einen Tee, und von neuem be- Trinrit der sonderbare Lauf. Welch phantastisches Bild! Kaskaden von bunten Blumen in der herrlichsten Parklandschaft, die man sich erträumen kann. Kein Vogel, keiner der grossen, grellblauen Falter, kein Gefunkel hin und her zuckender Kolibris — nichts! Wie im Dornröschenschlaf, unbeweglich steht der Zauberwald da. Und plötzlich zwei schwitzende, halbnackte Männer mit krebsroten Gesichtern, grosse, qualmende Pfeifen im Munde, wankend einhertrabend, sich auf die Blumen stürzend, sie ausraufend und wieder weitereilend. Well, dreimal haben wir es nun getan, jetzt kann ich nicht mehr! Und morgen ist auch noch ein Tag, wenn heute nacht kein Wind kommt. Denn hier bleiben wir, caramba! Langsam, mit benommenen Köpfen packen wir die Orchideen ein. Am Abend essen die Indianer Affenbraten, wir beide können nichts in den Mund bringen. Wir blicken ;iach dem Blumenpark hin, hocken stumm da und rauchen. Als die fliegenden Hunde ihren torkelnden Flug antreten, die Brüllaffen toben und ein Jaguar jault, sitzen wir noch am Feuer. Ich denke nur an Orchideen und an morgen. Ob wir noch neue finden? Die fliegenden Hunde kommen vom Sertao zurück, und nun legen wir uns in die Hängematten, Keine Wachen werden aufgestellt. Orchideen! Orchideen! Mit diesem Gedanken schlafe ich ein. Der Nordostkurs. Ich weiss nicht mehr, wieviel Tage wir eigentlich schon am Rande der Vereinigung von Paradies und Hölle, dieser Orchideenbonanza, lagern. Täglich unternehmen wir dreimal einen Vorstoss und kehren stets mit prachtvollen oder entsetzlich hässlichen, wundervoll riechenden oder toll stinkenden Blumen zurück. Wir haben herausgefunden, dass wir vorher immer viel heissen Mate trinken und dann, wenn wir zwischen den Orchideen sind, ununterbrochen rauchen müssen und nur kleine Atemzüge durch die Nase machen dürfen. Das tun wir denn auch, und nie sind Männer mehr vom Dämon der Sammelwut besessen gewesen wie wir beide, die wir dreimal innerhalb von vierundzwanzig Stunden mit qualmenden Pfeifen, fiebernden Augen und schweissbedeckt in trunkenen Sätzen den Blumenpark durchmessen. (Fortsetzung folgt.) 10-30°/ 0 Brennstoff - Ersparnis! Brennstoff-Regler System Dr.-Ing. Schmid für Benzin, Petrol. Rohöl Deutsches Reichspatent Nr. 572167 Spanisches Patent Nr.-126 509 Deutsches Reichspatent Nr. 588 982 Italienisches Patent Nr,,297 749 Englisches Patent Nr. 388577 Tschechoslowak. Patent Nr. 46234 i ranzösisches Patent Nr. 40859 Amerik. Patent, intern. 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