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E_1936_Zeitung_Nr.004

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10 AUTOMOBIL-REVUE

10 AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 14. JANUAR 1936 — N° Stiuaxs

N° 4 — DIENSTAG, 14. JANUAR 1936 AUTOMOBIL-REVUE 11 Schweizerische Rundschau Um die Alpenstrassensubvention. Bekanntlich hat die nationalrätliche Finanzkommission auf Antrag von Nationalrat Keller beschlossen, den vom Bundesrat vorgesehenen Kredit von jährlich 7 Millionen Fr. für den Ausbau der Alpenstrassen zu streichen und zwar in Verbindung mit dem Benzinzoll- Reduktionsbeschluss von 28 auf 24 Fr. Die Alpenkantone, welche auf diese eidgenössische Subvention unmöglich verzichten können, haben ihre Delegationen angewiesen, innerhalb der eidg. Räte alle Anstrengungen zu machen, um den Antrag der nationalrätlichen Kommission in etwas abgeänderter Form in Wiedererwägung zu ziehen. Für das laufende Jahr soll nur ein Beitrag von 5 Milll. Fr. eingesetzt werden, da mit den Arbeiten erst später begonnen werden kann. Bereits hat die katholisch-konservative Fraktion beschlossen, den von Nationalrat Vonmoos eingebrachten Art. 17bis über Beiträge an die Alpenstrassen zu unterstützen. Immer und immer wieder haben wir darauf hingewiesen, dass der Ausbau der Alpenstrassen die einzige grössere Möglichkeit zur Arbeitsbeschaffung darstelle, bei welcher nicht nur die Bevölkerung der Bergtäler, sondern zahlreiche Bauarbeiter aus dem Unterland Beschäftigung finden könnten. Im besondern wird heute von den Bergkantonen auf diese Argumentation hingewiesen, wobei sie die Hoffnung aussprechen, dass es möglich sein werde, den kurzsichtigen Beschluss der nationalrätlichen Kommission zum Finanzprogramm noch korrigieren zu können. Die Versicherung des Bundes gegen Strolchenfahrten. Wie kürzlich gemeldet wurde, ist das bisherige Abkommen mit den Versicherungsgesellschaften revidiert und auf für den Bund wesentlich günstigerer Grundlage erneuert worden. Die Vereinbarung zwischen der Eidgenossenschaft und 16 konzessionierten Versicherungsgesellschaften gilt vorläufig für das Jahr 1936 und enthält folgende Hauptpunkte: Umfang der Versicherung' ' Die Gesellschaften übernehmen die gemäss Art. 55 des Bundesgesetzes über den Motorfahrzeugund Fahrzeugverkehr vom 15. März 1932 vorgesehene Versicherung zugunsten von Personen, die getötet oder verletzt werden durch den eigenmächtigen, vom Halter nicht verschuldeten Gebrauch eines Motorfahrzeuges durch einen Dritten. Die Versicherung besteht für diese Personen nur insofern, als der Dritte für den Schaden gemäss Art.-,37 des Bundesgesetzes über den Motorfahrzeug- und fahrradverkehr vom 15. März 1932 aufzukommen hat Der Versicherungsschutz erstreckt sich auf alle Unfälle, die sich auf Schweizergebiet ereignen. Versicherungsleistungen. 1. Die Versicherungsleistungen bestimmen sich fiach den für die obligatorische Unfallversicherung geltenden Grundsätzen. Sie betragen, wenn der Unfall herbeigeführt wurde durch den Gebrauch: a) eines Motorrades: höchstens Fr. 30 000 für eine verunfallte Person, höchstens Fr. 60 000 für das Unfallereignis; b) eines Motorwagens: höchstens Fr. 50 000 für eine verunfallte Person, höchstens Fr. 100 000 für das Unfallereignis: c) eines schweren Motorwagens zum Personentransport: höchstens Fr. 50 000 für eine verunfallte Person, höchstens Fr. 200 000 für das Unfallereignis. 2. Den gegen Unfall obligatorisch versicherten geschädigten Personen wird auf Grund dieser Versicherung keine Entschädigung gewährt. 3. Mitfahrende Personen, denen der eigenmächtige Gebrauch des Fahrzeuges bekannt ist. besitzen gegenüber den Gesellschaften keinen Anspruch. 4. Wenn die verletzte oder getötete Person zur Zeit des Unfalls wegen jugendlichen AHers noch nicht gewerbsfähig war oder aus andern Gründen keinen Arbeitsverdienst hatte, so kann nach grundsätzlicher Feststellung der Entschädminfrspflicht — durch Urteil oder Anerkennung — die Festsetzung der Renten bis zu dem Zeitpunkt hinausgeschoben werden, an dem die Erwerbsfähigkeit eintritt oder ohne den Unfall normalerweise eintreten würde. 5. In keinem Falle darf die Entschädigung auf Grund dieser Versicherung diejenige Entschädigung, die nach den Haftpflichtbestimmungen des Bundesgesetzes über den Motorfahrzeug- und Fahrradverkehr vom 15. März 1932 zu leisten wäre, übersteigen. Anzeigepflichf. Hat ein Unfall stattgefunden, aus welchem Ansprüche auf Versicherungsleistungen gemäss diesem dels erweitert. Abkommen abgeleitet werden, so haben der Verletzte oder die Bezugsberechtigten, sobald sie nach Reparatur von Motorfahrzeugen, Ersatzteilliefe- Rottschan der Aero- jis. Amateure der Schweiz genfabrikation ein und widmet sich seitdem der Nachlassvertrage. den Umständen dazu in der Lage sind, der geschäftsführenden Gesellschaft schriftlich Anzeige zu C. Weckerle & Cie., AG., Automobilersatzteile, rung, eine Zeitlang der Automobilmontage, ganz Basel. Stundungsbewilligung vom 18. Dezember, speziell aber der Fabrikation verschiedener Automobilbestandteile, wie Kühler, und seit einiger Zeit machen. Die Anzeigepflicht gilt auch dann als erfüllt, wenn die Anzeige an eine andere der beteilig- am 6. Februar. Eingabefrist bis 10. Januar. Gläubigerversammlung General- Servette 85 auch Benzinförderer, Schalldämpfer, Räder, Autoheizungen. Kolben. ten Gesellschaften gemacht worden ist. Konkurseröffnung. lieber Berg und Tal. -Wenn der Winter uns Oskar Tanner, Kreuzgarage, Bülach. Konkurseröffnung vom 25. November. Summarisches Ver- Verjährung. seitens der Liebhaber-Konstrukteure, die verschwiegen und im Geheimen arbeiten, um unsschichte der «Orion» vom Jahre 1910 über die fahren. Eingabefrist bis 3. Januar. Die Jubiläumsschrift, die die wechselvolle Ge- Die Ansprüche des Geschädigten oder der Anspruchsberechtigten verjähren gemäss Art. 46 des Kriegs- und Nachkriegszeiten bis auf den heutigen Bundesgesetzes über den Versicherungsvertrag in Tag enthält, befindet sich im Druck und wird nach zwei Jahren nach Eintritt der Tatsache, welche die Erscheinen allen Geschäftsfreunden überreicht Leistungspflicht begründet. werden. Prämien. Der Bund bezahlt den Gesellschaften für schweizerische Motorfahrzeuge eine einheitliche Jahresprämie von Fr. —.50 pro Fahrzeug. Für ausländische Motorfährzeuge, die sich vorübergehend in der Schweiz aufhalten, wird keine besondere Prämie erhoben. Die Abrechnung mit dem Bund erfolgt auf Ende der Vertragsperiode durch die geschäftsführende Gesellschaft innerhalb der drei ersten Monate nach Ablauf des vergangenen Geschäftsjahres. An einem allfälligen Gewinn — ermittelt mit einem Verwaltungskostenansatz von iö% — wird der Bund mit 40% beteiligt. Ein etwaiger Verlust aus der Abrechnung der Vorjahre wird bis zur sollständigen Tilgung vorgetragen* Vor der Gewinnfestsetzung ist neben der versicherungstechnisch notwendigen Rückstellung für schwebende Schäden ein fester Betrag von 30,000 Franken als Extra-Schadenreserve auszuscheiden. Diese wird jeweils auf die folgende Vertragsperiode als Einnahme vorgetragen und von der geschäftsführenden Gesellschaft zu 4% verzinst. Allfällige Leistungen daraus sind vor der nächsten Gewinnverteilung zu ersetzen. Amtliche Mitteilungen Signale der Feuerwehrmotorfahrzeuge im Verkehr. Gemäss Verordnung des Bundesrates vom 22. März 1935 sind die Feuerwehrmotorfahrzeuge mit einer -besonderen, nur für die Feuerwehr zulässigen Warnvorrichtung zu versehen. Diese besteht aus einem wechseltönigen Zweiklanghorn, abgestimmt auf Gis-Gis von 0,8—1 Sekunden Tonlänge und einem Intervall zwischen den beiden Tönen von 0,2—0,3 Sekunden. Diese neue Warnvorrichtung wird in Zürich am 1. Januar 1936 in Betrieb genommen. Beim Ertönen der besonderen Warnvorrichtung der Feüerwehrmotorfahrzeuge haben alle übrigen strassenbenützer die Fahrbahn für die Durchfahrt dieser Fahrzeuge sofort freizumachen, nötigenfalls haben alle anderen Fahrzeuge, auch die Strassenbahn, anzuhalten. Die Feuerwehrmotorfahrzeuge dürfen innerorts nicht überholt werden. Der Polizeivorstand. A. C. S. SEKTION BERN. Autotechnischer Auskunftsdienst. Als ein recht nützlicher Dienstzweig hat sich im Laufe des ersten Jahres seines Bestehens der autotechnische Auskunftsdienst entwickelt. Viel zur Benützung beigetragen hat die kompetente und absolut sachliche Stellung des Experten, Herrn Ing. G. Pontelli. dessen umfassende Kenntnisse in der Autotechnik den vielen Fragestellern in mancher Hinsicht zu statten gekommen sind. Der Auskunftedienst erstreckt sich auf alle Fragen der Wagenhaltung. Ein Rückblick auf das erste Berichtsjahr zeigt, dass der Experte hauptsächlich in der Begutachtung von Reparaturrechnungen, Beratung bei Mängeln am Wagen und bezeichnenderweise bei übermässigem Brennstoffverbrauch in Anspruch genommen wurde. — Mitglieder, die von dieser Einrichtung Gebrauch zu machen wünschen, sind gebeten, sich beim Sektionssekretariat unter Angabe ihres Anliegens anzumelden. Zur Auskunftserteilung sind die nötigen Unterlagen, wie Rechnungen, Kaufvertrag, Garantieschein, Katalog. Kostenberechnungen und, wenn immer möglich, das in die Beratung einbezogene Fahrzeug mitzubringen. Der autotechnische Auskunftsdienst findet einstweilen noch i4täglich statt. Eine häufigere Ansetzung ist bei stärkerem Andrang der Interessenten ins Auge gefasst. SEKTION ZÜRICH. Für den grossen Clubball vom 18. Januar im Grand Hotel Dolder in Zürich liegen bereits 500 Anmeldungen vor. Die Vergnügungskommiseion kann ein grosses gesellschaftliches Ereignis verheissen, das ihren Höhepunkt in der seit dem Martinimahl noch ausgebauten und ^verbesserten ACS-Revue «Mit' oder ohne, Scheinwerferlicht> erhalten wird. Diese wird mit rund 25 Mitwirkenden in Originalbesetzung starten, wobei auch die Singvreneli und die französische Sängerin Mira neben den zahlreichen eigenen und zugewandten Kräften mitwirken wird. Neu ist die grosse Polonaise, an der alle Damen mit einem Apachen-Seidenehawl, die Herren mit einer afrikanischen Kopfbedeckung beschenkt werden. Die Zahl der Tombolapreise beträgt nicht weniger als 100, bei einem Preisbetrag von gegen Fr. 1000.—. Drei Orchester spielen zum Tanze auf. Alle Gesellechaftsräume des Grand Hotel Dolder sind in Anspruch genommen, die dekorierten Bäume des ersten Stockes werden wahre Bijoux südfranzösischer und afrikanischer Vergnügungsstätten darstellen. Die Februar-Monatsversammlung vom 13. Februar ist traditionsgemäss einem Strassenverkehrsproblem gewidmet. Herr Stadtrat Stirnemann, Vorstand des Bahnamtes der Stadt Zürich, wird über die Strassenbauten der Stadt Zürich im Jahre 1936 orientieren. Die an den Vortrag anschlieesende Diskussion soll Gelegenheit bieten, verschiedene, aktuellle Strassen- und Verkehrsfragen zu besprechen. Die diesjährigen Tourenfahrten sind nun festgelegt. Es soll eine eintägige Bluestfahrt ins St. Galler- und Appenzellerland und eine dreitägige Sommerfahrt ins Berner Oberland mit Besuch des Jungfraujoches und der Gegend von Kandersteg durchgeführt werden. Die erstere im Mai, die zweite anfangs Juni als Alpenblumenfahrt. Ferner ist für anfangs September eine 10- bis 12tägige Auslandsfahrt vorgesehen, für welche drei Projekte vorliegen: 1. Salzkammergut, Grossglocknerstrasse, Kärnten und Dolomiten. 2. Durch die alten süddeutschen Städte zwischen Main und Rhein. 3 Durch Saar, und Moselland, Luxemburg, die Champagne und die Vogesen. den Verbänden plötzlich zu überraschen, nichts Sensationelles bringt, so ist der Winter im Gegenteil die Saison der Ausstellungen. Erst veranstaltete Laueanne eine Ausstellung, wenn auch nur lokal, so dass eigentlich nur unsere Lausanner Freunde den Pou du Ciel kennen lernten. Dann Hess eich auch Biel dazu verleiten und schliesslich jetzt funktioniert eine Reise-Ausstellung, die alle Gebiete der Schweiz besucht und deren grosser Verdienst es ist, einen Pou du Ciel zu zeigen, der schon viele Flugstunden hinter sich hat. Es ist Herr Robert Pasche, der die Initiative zu dieser Tournee aufbrachte. Er hat resolut das Problem der Verbreitung der Neuen Aviatik durch den Pou du Ciel in der Schweiz in die Hände genommen. Wir sind ihm dafür sehr dankbar und sind etolz darauf, in ihm. unserm Landsmann, einen Mann jener Rasse zu erkennen, der vor nichts zurückschreckt und der furchtlos Pionierarbeit unternimmt, Heir Pasche vereinist humorvoll die Tatsache, dass er ein alter Pilot sei (Patent No. 44) und gleichzeitig Mann von erstaunlicher Jugend und besitzt einen mitteilsamen Eifer. Er sprach sein Vertrauen aus, das er in den Pou du Ciel setzt, trotzdem dieser von den Behörden alß die Ratte angesehen wird, trotzdem die Verbreitung des «graziösen Schädlings» als neue Landplage betrachtet wird. «Ich bin überzeugt, sagte er uns, dass der Pou du Ciel eine Zukunft birgt, wie sie die grössten Optimisten nicht voraussehen. Eine neue Industrie wird aufkommen und der Moment ist nicht mehr weit, wo jeder seinen Apparat kaufen kann, wie man heute z. B. ein Motorrad kauft.» Wenn wir auch seine Meinung nicht ganz teilen, denn wir wollen ja am Prinzip der Liebhaber-Arbeit halten, unter Kontrolle, das versteht sich von selbst — so scheint doch das Engländer- Beispiel ihm Recht zu geben. Unsere Leser konnten schon in der «Automobil- Revue» lesen, dass Herr Pasche hervorragende und opferfreudige Mitarbeiter in den Herren Lane und Coupez gefunden hat, beide in Frankreich gut bekannte «Pou-du-Ciellisten». In einem nächsten Artikel werden wir übrigens Gelegenheit haben, mehr über sie zu sprechen. Für heute begnügen wir uns, Ihnen zu erklären, dass der ausgestellte Apparat, wovon sie letzthin ein Bild sahen, ein Modell der flotten Arbeit darstellt und empfehlen allen Liebhabern, dieses Mo- Firmen-Jubiläum. Dieser Tage haben die«Orion»- Automobilwerkstätten, den ernsten Zeiten gemäss in aller Stille, ihr 25jähriges Bestehen gefeiert. Laut Protokoll fand am 20. Dezember 1910 die konstituierende Generalversammlung der «Orion>-Garage und Reparaturwerktsätten statt, deren Zweck folgendermassen definiert wurde: «Betrieb jeder Art von Geschäften, die mit dem Automobil zusammenhängen^ Diese Genossenschaft ging aus den Trümmern der A.-G. Automobilfabrik «Orion» hervor, die den ersten Lastwagen auf unserm Kontinent erbaut, einst nach Russland, Aegypten und Südamerika exportiert und in Bologna und Marseille Tochterunternehmungen besessen hatte, dann aber in den Jahren 1909/1910 liquidiert werden musste. Die neue Firma führte neben der Reparaturwerkstätte den von ihrer Vorgängerin aufgenommenen Lastwagenbau vorerst weiter und sah sich bald veranlasst, ihren Firmennamen der wirklichen Tätigkeit entsprechend abzuändern in «Orion«- Automobilwerkstätten, wie er heute noch lautet. Nach drei Jahren seilte die «Orion» die Lastwa- Die Geschäftsstelle der schweizer. Möbelhandelsgruppe, Bern, ersucht uns um Aufnahme nachstehender Notiz: Automobilhandel oder Möbelhandel? Mit einiger Verwunderung nimmt der Schweiz. Möbel-Detailhandel seit einiger Zeit wahr, dass gewisse Automobil-Handelsfirmen ganze Zimmer und auch Einzelmöbel zum Verkauf ausschreiben; vielfach sind Möbel neben Autos in den Schaufenstern ausgestellt, wobei in den Preisaufschriften darauf hingewiesen wird, dass diese Möbel bedeutend billiger verkauft werden, als nach Hnndlerkatalog. Diese unstatthafte Verquickung von Auto- und Möbelhandel rührt davon her, dass Tauschgeschäfte getätigt werden, die zur Konkuixenzieruns der Möbelhandelsbranche führen. Gegen diesen Handel nimmt die unterzeichnete Geschäftsstelle Stellung; sie wird unnachsiehtlich alle Firpen des Autohandels veröffentlichen, die sich mit derartigen Geschäftsusanzen abgeben. Autogen. Schweisskurs. Die Continental-Lichtund Apparatebau-Gesellschaft in Dübendorf veranstaltet vom 14. bis 16. Januar 1936 neuerdings einen Schweisskurs. Heere von morgen. Ein Beitrag zur Frage der Heeresmotorisierung von Walter Nehring. Ludwig Voggenreiter-Verlag, Potsdam. In diesem kleinen, nur 80 Seiten umfassenden Werk vermittelt der Verfasser einen Querschnitt durch die Heeresmotorisierung der ganzen Welt. Der Verfasser geht von der Tatsache aus, dass die Grundprinzipien der Kriegskunst unveränderlich seien. Heute, wie in grauer Vorzeit und in ferner Zukunft bleiben jene Gesetze, die darin bestehen, ausreichende Stosskraft schnell und überraschend zu leiten, an der rechten Stelle zusammenzufassen, um hier die örtliche Ueberlegenheit sicherzustellen. Diese Binsenwahrheit klingt einfach, aber ihre Durchführung ist schwer. Die Grundlage ist die Ueberraschung, die auf der Schnelligkeit beruht. Die dell als Beispiel zu nehmen, sowie auch die Ar-Mittebeit der Herren Lane und Coupez. Die 35 Flugser Mittel ist der Motor. Daher ist heutzutage eine dazu ändern sich mit den Zeiten. Eines diestunden dieser Maschine bei jeglichem Wetter bedeuten übrigens ebenfalls genug, dass wir unsfahrzeugen aller Art nicht denkbar. neuzeitliche Armee, ohne Verwendung von Kraft- nicht länger aufhalten wollen, die Qualität der Arbeit und der Maschine spricht für sich. In der wohldokumentierten, geistreich verfassten Schrift versteht Nehring die Bedeutung der Motorisierung für die heutige Armee nicht nur vom Diese Ausstellungs-Tournee, mit dem Einverständnis der RAAS veranstaltet, bringt eine grosse rein militärischen Gesichtspunkt aus darzustellen, Bequemlichkeit für alle Leute, die sich um unsere sondern ebensosehr die technischen und wirtschaftlichen Grundlagen der Heeresmotorisierung zu um- Sache interessieren und wir denken, dass alle diese Gelegenheit zu schätzen wissen. Die Ausstellungbefindet sich z. Zt. in Zürich (Löwenstrasse 55) zum Studium empfohlen werden als sie in knapschreiben. Um so eher darf diese kleine Schrift und es wird jedermann gegönnt sein, diepester Form über eine weitschichtige Materie orientiert und damit wohltuend von den dickleibigen sen herrlichen «Pou-du-Ciel» zu besichtigen, der die ganze Welt der Aviatik in Aufregung versetzte und aber gleichzeitig die Herzen aller jener, die die Tausendernoten nicht bündelweise springen lassen können, um die Fliegerfreuden gemessen zu können, hoffnungsvoll höher schlagen Hess, in der Erwartung einer neuen Zeit. Jedermann wird sich dann auch Auskunft verschaffen können über unsere Bewegung und die Möglichkeiten der Neuen Aviatik in der Schweiz. Zum Schlüsse möchten wir darauf aufmerksam machen, dass unsere Mitglieder die Ausstellung zum halben Preise besuchen können, indem sie ihre Mitgliederkarte 1936 vorweisen und jeder wird warm empfangen von den Aussteller-Globtrottern. Wir sind sicher, dass oftmals der Ausstellungsraum zu klein sein wird und nicht einmal alle unsere Freunde zu fassen vermag, die Bewunderer des Mignet sind und anderer. A. Buschi. Basler Verkehrsliga. Die Basler Verkehrsliga führte kürzlich ihre ordentliche Generalversammlung unter der Leitung ihres Präsidenten, des Herrn Herzog-In Albon, durch. Es wurden die üblichen Jahresgeschäfte erledigt. Aus der einlässliphen Jahresberichterstattung ergab sich die umfangreiche und intensive Tätigkeit dieser Strassenverüehrsörganisation. Die Demission des bisherigen Sekretärs, Dr. W. Wellauer, der sein Amt seit nunmehr 13 Jahren ausübte, wurde genehmigt. Es wurde beschlossen, für die Fragen der Neuorganisafion und Statutenrevision sowie für die weitere Werken anderer Verfasser über das nämliche Thema absticht- a Veranstaltungen. Vor dem Genfer Salon. Eröffnung durch Bundesrat Obrecht. In der vergangenen Fr$itagsitzung hat der Bundesrat den Vorsteher des Eidg. Volkswirtschafts- Departements, Bundesrat H. Obrecht, ermächtigt, ihn am offiziellen Tag des Genfer Automobil- und Fahrrad-Salons zu vertreten. Dieser offizielle Tag fällt bekanntlich mit der Eröffnung der Ausstellung zusammen. Die Salon-Räumlichkeiten sind jetzt schon dermassen überfüllt, dass man kaum weise, wie die in den letzten Tagen noch eingelaufenen Anmeldungen berücksichtigt werden können. Es wird indessen alles unternommen, um für die nachträglich eingetroffenen Gesuche Unterkunftsmöglichkeit zu schaffen. Jedenfalls kann schon heute gesagt werden, dass der diesjährige Salon wiederum ein ausserordentlicher Erfolg sein wird. • - Was die in Aussicht genommene Sternfahrt anbetrifft, so hat, wie wir erfahren, die Genfer Sektion des A.C.S. dieser Tage den Konstrukteuren und Vertretern am Salon von dieser wichtigen Veranstaltung Kenntnis gegeben und der Einladung ein provisorisches Reglement beigelegt, um ihnen die Möglichkeit zu geben, sich dazu zu äussern. Es sind zwei 1000 bis 1500 km lange Rundstrecken vorgesehen, die in Genf ihren Ausgangspunkt haben und über die wichtigsten Strassen und Pässe führen, soweit sie in dieser Zeit fahrbar sind. Der erste Start findet in Genf anlässlich der Eröffnung dee Salons statt. Die Sternfahrt soll für Fabriken Geschäftsprüfung und für die Erneuerungswahlen eine ausserordentliche Generalversammlung einzuberufen. Im Anschluss an die Behandlung dieser statutarischen Geschäfte wurde beschlossen, die Radfahrer aufzufordern, die hintern Kotflügel ihrer Fahrräder entweder ganz weies streichen oder mit einem ca. 30 cm breiten weissen Streifen versehen zu lassen. Endlich wird beschlossen, an die zuständigen Gemeindebehörden von Birsfelden zu gelangen und diese zu bitten, ihre Organe anzuwei- und unabhängige Tourenwagenfahrer offen stehen. Das übliche Rallye nach Genf von verschiedenen sen, die Radfahrer zur Benützung der Radfahrwege anzuhalten. schweizer. Startorten aus, wird trotzdem wieder ausgeschrieben werden. Handel «•• Industrie Büdhevtisch Neugründung. Zaugg & Dubach, Autogarage, Basel. Walter Zaugg und Ernst Dubach haben unter dieser Firma eine Kollektivgesellschaft eingegangen. Betrieb einer Autogarage und Reparaturwerkstätte. Domizil: Steinenring. Sitzverlegung. Luigi Casanova, Garage, Lugano. Die Firma, welche bisher ihren Sitz in Agno hatte, verlegt diesen nach Lugano, wo auch der Firmeninhaber wohnt. Geschäftserweiterung. Leopold Hutzli, Garage de la Croisee, Villeneuve. Die Firma, welche bisher eine Velo- und Motorrad- Werkstätte betrieb, dehnt ihre Tätigkeit auf die Führung einer Automobilgarage unter der vorerwähnten Bezeichnung aus. Gottlieb Schneider, Autohandel. Huttwil. Die Firma, welche, bisher, den Viehhandel betrieb, hat ihre Tätigkeit durch Aufnahme des Automobilhan- L«»lzlc» Ifleldun^&ien Die Automobilmontage in Biel in dem neu erstellten Werk der General Motors A.Q. hat vergangenen Freitag eingesetzt. Vorläufig dient der Betrieb erst zur Einarbeitung der rund 60 Mann, welche bis jetzt eingestellt worden sind und die mit ihrer Tätigkeit am laufenden Band erst vertraut gemacht werden müssen. Die Aufnahme der eigentlichen Montage erfolgt, sobald das Werkstattpersonal seine Funktionen genau kennt. Dann wird auch die Zahl der Arbeiter stetig erhöht werden.