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E_1936_Zeitung_Nr.007

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14 - N«r Zur W i n t e

14 - N«r Zur W i n t e r o l y m p i a d e Die Bedeutung der Olympischen Ringe Ueber die Bedeutung der fünf Olympischen Ringe herrscht noch vielfach Unklarheit. Es ist daher fraglos von Interesse, einiges über die Entstehung der Olympiaftagge zu erfahren. Bei den Olympischen Spielen der Vorkriegszeit gab es noch keine Olympiaflagge. Erst im Jahre 1914 entwarf Baron Pierre de Coubertin das bekannte Symbol der ineinandergreifenden fünf Ringe, die in den Farben Blau, Gelb, Schwarz, Grün, Rot auf weissem Grunde stehen. Sie versinnbildlichen die durch den Olympismus' geeinten fünf Kontinente. Die Farben haben jedoch, entgegen einer weit verbreiteten Annahme, nichts mit den Erdteilen zu tun, etwa in dem Sinne, dass der schwarze Ring Afrika und der gelbe Asien symbolisieren sollen, vielmehr sind die genannten-fünf Farben gewählt worden, weil aus ihnen die Nationalflaggen aller Nationen zusammengestellt werden können, was zumindest für die Zeit vor dem Kriege zutraf. Coubertin liess die Olympische Flagge im Jahre 1914 in einer Auflage von 500 Stück auf eigene Kosten herstellen. Zum ersten Male wurde sie öffentlich am Vorabend des Eröffnungstages für den Olympischen Kongress in Paris gehisst, und zwar am 14. Juni 1914. Sie begleitete an diesem Tage,-von sechs Pfandfindern getragen,-den Präsidenten Poincarezur Feier des 20. Jahrestages der Begründung der Olympischen Spiele. Ein Jahr später wehte die v Am Hornberg bei Gstaad Olympische Flagge vom Rathaus in Lausanne, als der Geschäftssitz des I. O. K. mit Rücksicht auf den Weltkrieg dorthin verlegt, wurde. Als im Jahre 1916 in San Franzisko im Rahmen einer grossen Ausstellung ein «Tag des Internationalen Olympischen Komitees! veranstaltet Wurde, schmückte die Fahne den Ehrenhof des Haupfplatzes. Anlässlich der Olympischen Spiele von Antwerpen wehten die Olympischen Farben zum ersten Male über die olympischen Wettkämpfer. Damals wurde auch die vom Belgischen Olympischen Komitee gestiftete, schön gestickte Atlasfahne eingeweiht, die seither jeweils in der Stadt, die die Spiele abgehalten hat, aufbewahrt und von dem Präsidenten des Internationialen Olympischen Komitee bei der Schlussfeier der nächsten Spiele dem Bürgermeister des Festortes übergeben wird, der sie wiederum im Räthause der Stadt bis zu den folgenden Spielen'aufbewahrt. Berühmtheitenjäger haben'» leicht. Dieses Winter-Olympia in Garmisch-Partenkirchen hat als besonderen Reiz die enge Verbindung der Besucher und Gäste von Garmisch-Partenkirchen mit den aktiven Kämpfern und den Mitwirkenden. Nicht etwa, dass die Meister von der Photo Froebel. 80-Meter-Marke am Vorabend des grossen Sprunglaufs bei einem Gala-Ball das Tanzbein schwingen dürfen, so weit geht die Verbundenheit- mit den Gästen aus aller Herren Länder nicht, — das Vergnügen kommt erst nach dem Sport. Aber während beim Sommer-Olympia das Lager der Aktiven viele Meilen von den grössten Städten entfernt in der Abgeschiedenheit der > Natur liegt, sind die Abordnungen der verschiedenen Nationen beim Winter-Olympia in ihren Quartieren mitten im Ort, jedenfalls mitten unter den Zehntausenden von Auswärtigen, deren Unterkünfte sich auch bis weit ausserhalb des Weichbildes von Garmisch-Partenkirchen erstrecken. Das gibt dem Leben und Treiben in den schneebedeckten Strassen des bayrischen Kurorts'die farbige Note und den spannungsvollen Reiz, man hört da und dort etwas Neues, man hat Gelegenheit, seine Lieblinge und Favoriten von allernächster Nähe zu sehen, wenn sie mit Eishockey-Stöcken, Sprungbrettern, Abfahrtsski, Langlauf-Hölzern oder ledernem Bob-Sturzhelm zu den Kampfplätzen eilen. Jede Nation hat ihre besonderen Vorbereitungen und Methoden, dort sind es die Finnen, die sich das original-finnische Dampfbad, die Sauna, haben bauen lassen, hier sind es die Italiener und Tschechen, die sich ihre Köche mitgebracht haben, um auf original-neapolitanische Makkaroni oder böhmische Zwetschgenknödel nicht verzichten zu müssen. So ist auch für die Berühmtheiten-Jäger, die mit der Kamera in der Hand vom Riessersee bis zu dem Riesengrund des Skistadions wandern, gesorgt •'"•• '' Wer soll Schönheitskönigin der Winter-Olympia werden ? Wenn es gälte, eine olympische Schönheitskönigin auch bei den Winterspielen 1936 zu wählen, .wie es seinerzeit im Sommer 1932 in Los Angeles mit Eleanor Holm geschah, so würden die Eisläuferinnen mit den Skiläuferinnen in schärfste Konkurrenz treten und dabei vielleicht den Vogel abschiessen. Die Wahl zwischen einer Maxie Herber, der deutschen Meisterin und Europa-Meisterin, einer Weltmeisterin Sonja Henie, Norwegen, einer Vivi-Anne Kulten, Schweden und Cecilia Colledge, England, würde recht schwer fallen. Auch unter den Skiläuferinnen haben etliche Anspruch darauf, als besonders reizende Erscheinungen angesprochen zu -werden. Da ist z. B. die schlanke, elegante, immer blendend angezogene Engländerin Evelyne Pinching, die zu den besten Läuferinnen der Gegenwart zählt Von Angelsächsinnen seien Janet Kessler, Mary Bird, genannt Von Kontinentalen die holländische Baronin Schimmelpenninck, die Schweizerin Elvira Osirnig, die muntere Norwegerin Tl und Jespersen, die Deutschen Lotte Baader und Christi Cranz. Wenn auch die Engländerinnen und Amerikanerinnen im ärgsten Unwetter Lippenstift und wasserfesten Fuder nicht vergessen, so tut das ihrem Draufgängertum und ihren sportlichen Qualitäten keinen Abbruch. Fast hätten wir die Italienerinnen vergessen, die ein paar reizende und tapfere Mädels in ihren Reihen haben. Unter ihnen die stets vorbildlich gekleideten Gabriele Dreher und Oda Gadda. Die fescheste, beliebteste und laufstärkste Italienerin ist aber die Bozener «Paula». In Wirklichkeit heisst sie Paula Wiesinger, doch wenn von der Paula in Kreisen der zünftigen Skimeister die Rede ist, weiss man, dass nur die allweil zu Spässen aufgelegte, wie ein Mannsbild tapfere und stets hilfsbereite Paula Wiesinger, die Königin der Marmolata-Abfahrt, gemeint ist. Anekdote Photo Vosseier Zu Anfang der Regierung Ludwig«*'XV. von Frankreich entstand eine Hungerrevolte wegen Mangels an Getreide. Der Minister, Herzog von Bourbon, gab dem Chef einer Kompagnie Musketiere, v. Avejau, den Befehl, die Ruhe dadurch wiederherzustellen, dass er auf die Menge scharf schiess n lasse. Avejau rückte aus, liess vor den Augen der Menge die Kompagnie die Gewehre zum Schuss anlegen, dann trat er aber, den Hut in der Hand und in der andern den Befehl haltend, vor und sagte: «Meine Herren! Diese Ordre hier befehtl, auf das Gesindel scharf schiessen zu lassen. Ich ersuche also alle ehrlichen Leute, sich zu entfernen, ehe ich «Feuer!» kommandiere.» Dann verlief sich tatsächlich die Menge und es kam zu keinem Blutvergiessen. ZÜNFTIG VERPFLEGT UND EINQUflRTlERT- EIGEN HEIM b et uerv wo 11 e r\ dann verlangen Sie die neue, reich illustrierte Broschüre einer der bedeutendsten schweizerischen Firmen, die im Bau von Eigenheimen spezialisiert ist. Sie finden darin wertvolle Auskünfte über die schnellen, rationalisierten Methoden, dank welchen wir. 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III. Blatt Automobil-Revue Nr. 7 BERN, 24. Januar 1936 Sportliches Schuhwerk Wir sind uns alle darüber klar, dass Sportgeräte und Sportbekleidung etwas ganz Schönes sind. Hier sehen wir höchste Zweckdienlichkeit mit ge^ schmeidiger Form vereinigt. In den letzten Jahren sind auf allen Gebieten grosse Fortschritte erzielt worden. Gerade die Sportschuhe nehmen wesentlichen Anteil daran, und die führende Schweizer Schuhindustrie stellt Sportschuhe für jede Sportart, allen Sonderzwecken angepasst, in vorbildlicher Weise her. Erfahrene Sportler steuern ihre Beobachtungen bei, alle technischen Hilfsmittel und beste Materialien wirken zusammen, um aus dem Sportschuh ein Instrument von höchster Leistungsfähigkeit zu machen, das überdies von einer besonderen formalen Vollendung ist. Weil Sportschuhe höchst zweckdienlich, in jeder Hinsicht kleidsam sind, deshalb werden sie in Kurorten gerne auch von jenen getragen, die nicht einmal einen ausgesprochenen Sport treiben. Die Natürlichkeit sportlicher Schuhformen, die so be- . quem sind, übt einen immer stärker werdenden Einfluss auf jene Schuhe aus, die wir halbsportlich nennen. Es sind dies Lauf- und Wanderschuhe, wie auch die Trotteurs, die bis zur Teestunde getragen werden. Gerade die viel Sport treibenden jungen Frauen schlüpfen nicht mehr gern in Schuhwerk hinein, das eng und knapp ist, noch lieben sie die hohen Absätze. Bereits zeigte ja die jetzige Mode der Gesellschaftsschuhe bemerkenswerte Ansätze, dem niedrigen bis flachen Absatz Eingang zu schaffen. Hier interessiert uns heute das Trio von Ski-, Schlittschuh- und Eishockeystiefel. In" den zwei ersten Gruppen, namentlich beim "Skistiefel; gibt es eine Anzahl von —• nach der Art des•; Skilaufs gestalteten — Varianten, die bis in den Stil des für Spaziergänge bestimmten, modischen Modelies hineingreifen. Auch Schlittschuhstiefel fangen an, neben dem eigentlich sportgemässen Material, in andern, noch weniger gebräuchlichen Ledern daherzukommen. Wenden wir uns zuerst den Skistiefeln zu, die wohl von allen Wintersportschuhen die begehrtesten sind. Um als sporttüchtig zu gelten, müssen verschiedene Eigenschaften vorhanden sein. Sie sollen wasserdicht sein und aus bestem, besonders zugerichtetem Rindleder bestehen. Dieses muss am Schaft Widerstandsfähig, aber doch weich sein. Die Schnürlasche ist mit dem Stiefel ganz fest verbunden. Als Futter wird von der führenden Industrie kein Oeltuch genommen, da dieses die Ausdünstung der Füsse verhindert und damit Beschwerden verursacht. Die Verbindung von Schaft, Futter und Sohle geht mittels handgenähter Pechnähte vor sich, wie überhaupt am Skistiefel immer noch viel Handarbeit nachweisbar bleibt. Die 0 Laufsohle besteht, aus bestem, grubengegerbtem Sohlleder, dazu kommt noch eine Brand- und eine zweite Kernsohle, beide aus sehr solidem Material. Der gekerbte Absatz ist mit dem Schuh fest vernietet. Wichtig ist der genormte Sohlenwinkel, der sich Langlauf- und Renn-Sklschuh. eckig in die Skibindungen einfügt. Diese genormte Form ermöglicht es, zu diesen Modellen jede fertig gebogene Bindung wie auch zum Beispiel geliehene Skier, zu neuen Schuhen zu verwenden. Wesentlich ist die gute Passform., Der Schuh muss den Fuss in Ferse und Gelenk gut fassen. Die Zehen sollen genügenden Spielraum erhalfen, damit die Blutzirkulation nicht gestört und die Gefahr des Erfrierens vermieden wird. Nur wenn der Fuss genügend Ferse und Gelenksitz hat, erzielt der Fahrer eine sichere Skiführung, und nur auf diese Weise entsteht ein wirkliches Zusammenspiel von Ski, Fuss und Schuh. Die Steifkappe trägt dazu bei, den Fuss vor Druck zu schützen. Es empfiehlt sich, im Skischuh zwei Paar unenffettete Ziegenhaarsocken zu tragen, die schon stimmt, wie auch für Skilauf auf gebahnten We- Eislaufschuh. Modell Bally. beim Anprobieren angezogen werden sollten. Für die verschiedenen Arten des Skifahrens gibt es einzelne, gut ausstudierte Modelle, die von der Schweizer Industrie herausgebracht wurden, schwere und leichtere Tourenmodelle, Spezialschuhe für Rennen und für Langlauf wie für Abfahrt. Bei den Tourenschuhen reicht die Schnürung ziemlich weit nach vorne; der stark gestreckte, niederschäftige Langlaufschuh zeigt einen Ristriemen, den wir auch an Rennmodellen, ebenfalls langgestreckt, jedoch mit höherem Schaft und mit einem Gummifleck auf dem Absatz, wiederfinden. Von Skischuhen zu sprechen, ohne der Phan- Modell Bally. tasiemodelle zu gedenken, wäre unvollständig. Neben den tüchtigen, braunen Skischuhen, zu denen auch Elefantenhaut ferner Scotchgrain und Golfleder genommen wird, sehen wir sehr elegante Boxledermodelle als Ausgehstiefel, für Kurorte begen. Selbst für die Herren gibt es, wie unser Bild zeigt, effektvolle Beispiele mit hellen Schnüreinsätzen und gleichen Riemen, die mit den gegenwärtig sehr beliebten, weissen Schnürbändeln dem Schuh ein heiteres. Aussehen geben. Die Damen werden noch reicher bedacht: alle eleganten Zusammenstellung zweier abstechender Farben, beispielsweise schwarz-weiss, blau-weiss oder beige-braun, ja selbst grün oder rot mit stumpfem Briarproof zusammen, auch Waterproof mit Seehund und noch viele andere Kombinationen leben an diesen verführerisch schönen Modellen auf, sich, zu den mehrfarbigen Skianzügen gesellen. Sehr vorteilhaft sehen überdies noch weisse Gamaschen dazu aus, die bereits häufig zu Skihosen, die abwechselnd lang und als Knickerbockers getragen werden können. Verwendung finden. Schlittschuhstiefel haben erst seit ein paar Jahren wirkliche Allgemeinbedeutung erhalten. Schlittschuhstiefel sind aus geschmeidigem Boxcalf, müssen handschuhgleich anliegen, werden bis weit nach vorne geschnürt, ihr Schaft neigt sich nach vorne, womit Ermüdung und Druck auf den Rist vermieden werden. Ferse, Gelenk- und Ristpartie müssen einen guten Halt erfahren, die Zehen jedoch die nötige Bewegungsfreiheit erhalten. Neuerdings erscheinen auch Wild- und Briarproofleder, ferner begegnen wir Chevreau/wobei helle und mittlere Beige wie Grau vor allem herausstechen. Beste Rahmenausführung und abreißsichere Absatzvernietung sind wesentlich. Die Schlittschuhe werden mit den Eislaufstiefeln fest verschraubt. Schuh, Schlittschuh ' und Fuss sind durch die vorn, bis zu den Zehenwurzeln reichende Schürung zu einer Einheit zusammengefügt. Nun sehen wir uns hoch den Eishockeystiefel an. Das in der Schweiz herausgebrachte Modell be- Moderne* Skischuhe. Handgestrickter Pullover für Skihasen. Modell Marianne. sitzt eine breitere und bequemere Passform als die ausländischen Exemplare' und erzielt damit ein unbehinderteres Tragen und eine ? normale Blutzirkulation, was, wie bei den übrigen Sportstiefeln, wesentlich ist. Es wird auf knappe;Fersenfomij die Halt gibt, Wert gelegt. Der Stiefelschaft besteht aus kräftigem und doch geschmeidigem Rindleder, Gummi- und Filzverstärkungen sitzen auf den Ballen- und -Knöchelpartien, eingenähte Stoffstreifen,verstärken den Schaft, die oben hervortretende lederzunge erhält weiche Filzpolsterung; sie bietet damit dem Schienbein Schutz.' Die Kappe ist mit Filz verstärkt. Feste, weisse Fussballnestel laufen durch grosse Oesen-und schnüren den Schuh. Die Schnürung steht immer etwa V/ 2 bis 2 cm offen. Zähe Band- und Laufsohlen, die doch leicht sind, nehmen den Schlittschuh auf, der damit vernietet oder verschraubt wird. ; E. Seh. ST. MORITZ bei Tag und bei Nacht Wer den Namen St. Moritz liest und ihn richtig ausspricht, das heisst mit der kecken und sieghaften Betonung auf der zweiten Silbe, so wie die Bündner es tun, der ist im selben Augenblick von verlockenden Bildern umgaukelt. Er sieht ein wunderbar weites, tief verschneites Hochtal, über dem der enzianblaue Engadiner Himmel strahlt und er fühlt sich von ausgesuchter Eleganz und froher Festlichkeit in vornehme Räume verlockt. Es ist ein flachländisches Missverständnis oder die Ansicht von überwollenden Ignoranten und Sportsfanatikern, zu glauben, Winterferien hätten nur aus Skilaufen und wenn es hochkommt noch aus ein wenig Schlittschuhfahren, sonst aber aus Schlafen und Menschenflucht zu bestehen. Versuchen Sie es doch selbst einmall Wenn Sie den hellen Sonnentag im Freien zugebracht haben, dann fühlen Sie sich nach dem wärmenden Tee.und dem erfrischenden Bade so jugendlich, so morgenfrisch, dass Sie den Tag am liebsten noch einmal vorn beginnen möchten. Und,das werden Sie auch tun, nur um der angenehmen Abwechslung willen nicht mit Brettertragen und Steigen. Sie werden nach der stets festlichen Abendmahlzeit sich der frohen und möglichkeitenreichen Gesellschaft ihres Hotels anschliessen. Wenn Sie dann in die langen Fluchten geschmackvoller Räume treten, dann erkennen Sie, umspielt vom'Zauberklang jugendlicher Stimmen, vom Klingen hellgeschliffener Gläser, von graziösen Bewegungen, übermütigen Blicken, dass erst beides zusammen« Sporttag und Festabend, das Kunstwerk entstehen lassen, das sich ein Lebenskünstler aus ein paar Wintertagen in St. Moritz als unverlierbare Erinnerung zu bauen weiss. Nach dem Frühstück. St. Moritz am Tage: haben Sie überhaupt eine Ahnung von den unerschöpflichen Möglichkeiten dieser Verheissung? Sie können nach dem Frühstück, das Sie dank der strengen Bergluft schon in den ersten Tagen zu einem regelrechten' englischen breakfast ausbauen werden, ferienfaul, wie Sie es sich zu Hause vorgenommen haben, durch einen der märchenhaft verschneiten Wälder bummeln, ganz zwanglos, ohne jegliches Sportgerät, auf wohlgepfadetem Wege. Sie vergessen .dabei die Stadt. Sie können sich mit dem besten Willen nicht mehr vorstellen, was Lärm ist. Sie atmen eine Luft, die so rein ist, dass sie nicht von dieser Welt zu sein- scheint. Sie haben die Empfindung jetzt gerade, in dieser Stunde, in diesem Walde, zweitausend Meter über-Ihren schon ganz unwirklich gewordenen Plagen endlich einmal so zu sein, wie Sie es sich im Geheimen immer gewünscht haben, das Leben endlich einmal ganz so anzutreffen, wie es eigentlich sein sollte. Sie fühlen sich unter der helleren Sonne so leicht und unbeschwert, die weiss-blau-goldene Heiterkeit der Schneelandschaft durchstrahlt Sie mit solcher Kraft, dass Sie, ohne es zu merken, bis zur Oberalpina gestiegen sind. Und während sich Ihnen der Blick über das weite, sonnige Hochtal des Oberengadins auftut, während Sie die ausgeglichenen Formen der herrlichen Margna bewundern, dahinter die